Anpassung an andere Kulturen.

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Würdest du , wenn du die möglichkeit hättest, eine andere Kultur endecken?

Ja
18
64%
Nein
6
21%
Keine Ahnung, ich habe mich nur umgeschaut und weiß nicht wie ICH hier gelandet bin?!
4
14%
 
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Wasteland
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Wasteland » Do 16. Feb 2017, 15:31

schokoschendrezki hat geschrieben:(16 Feb 2017, 09:40)

Einige der kleineren muslimischen Länder sind selbst verglichen mit Deutschland unermesslich reich. Und das Geld dieser Länder bildet quasi einen Teil des Reichtums in Deutschland.

Die Gründe für die Unterschiede dürften in objektiven ökonomischen Entwicklungen liegen. Insbesondere im homogenen Rohstoffhunger einerseits und der sehr heterogenen Verteilung verfügbarer Rohstoffe andererseits.

Keinesfalls an den unterschiedlichen grundsätzlichen Potenzen sogenannter "Kulturkreise". Der aktuelle Kino-Erfolgsfilm "Hidden Figures" bringt das gut zum Ausdruck. Wie kam der erste amerikanische Astronaut ins Weltall? Durch Technologie, wissenschaft und vor allem mathematische Flugbahnberechungen wird man denken. Richtig. Und welcher Typ Mensch stand wesentlich dahinter? Weiblich und dunkelhäutig lautet die Antwort. Es gibt keine "Kulturkreise". Der Mensch ist überall gleichermaßen zu allem befähigt. Zum Guten wie zum Schlechten.

"Kulturkeise" gibt es allenfalls als Machtinstrumente, um Massen auf Linie zu bringen. Um Leute im Taumel um "Ungarntum" oder "Türkentum" hinter sich zu bringen. Es gibt nur Individuen.


Kulturen gibt es durchaus, nur haben sie überhaupt nichts mit den Genen oder der Hautfarbe zu tun.
Kultur ist schwer zu definieren, aber ich würde sagen es handelt sich dabei um die Gesamtheit aller Gewohnheiten, Traditionen, Rituale und Verhaltensweisen einer bestimmten Gruppe.
Da sich diese Gruppen nicht klar voneinander abgrenzen lassen ist es noch schwerer das klar zu definieren.
Und das der Begriff Kultur auch gerne instrumentalisiert wird ist auch klar. Die Erfindung der christlich-jüdisch-abendländischen Kultur macht das z.B. deutlich.
Mein Lieblingsbeispiel dafür wann Kultur schädlich ist, kommt vom kenianischen Ökonomen James Shikwati.
Er sagte in einem Interview, wenn in gewissen Teilen Kenias eine Sturmflut alles vernichtet, dann opfern Anhänger einer bestimmten Kultur mehr Hühner als gewöhnlich, weil sie glauben das die Götter erzürnt sind. Anhänger einer anderen Kultur bauen einen Damm. Erstere sind dadurch dazu verdammt immer wieder Opfer von Sturmfluten zu werden, während die anderen sich weiter entwickeln können.
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Wasteland » Do 16. Feb 2017, 15:36

Antonius hat geschrieben:(09 Feb 2017, 13:45)

Durchaus richtig.
In den mohammedanisch-dominierten Ländern ist die gesellschaftliche, die politische und wirtschaftliche Lage, im allgemeinen desolat, selbst in den reichen Ölstaaten.
Warum ist das so? :?:


Aus denselben Gründen warum fast niemand freiwillig nach Russland, China oder Indien auswandert. (arbeitstechnische Gründe ausgenommen)
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Zunder » Fr 17. Feb 2017, 17:32

schokoschendrezki hat geschrieben:(16 Feb 2017, 09:40)
Es gibt nur Individuen.

Gäbe es nur Individuen hätte die evolutionäre Entwicklung des Menschen nicht einmal bis zum aufrechten Gang geführt.

Die kleinste gesellschaftliche Einheit ist nicht der Mensch, sondern zwei Menschen.
Bertolt Brecht
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 20. Feb 2017, 08:22

Zunder hat geschrieben:(17 Feb 2017, 17:32)

Gäbe es nur Individuen hätte die evolutionäre Entwicklung des Menschen nicht einmal bis zum aufrechten Gang geführt.

Die kleinste gesellschaftliche Einheit ist nicht der Mensch, sondern zwei Menschen.
Bertolt Brecht


Sowohl die Evolution als auch das Brecht-Zitat haben mit menschlichen Beziehungen zu tun, in denen das Individuum - eben - ein Individuum bleibt. Ein konkreter einzelner Mensch. Kaum jemals war es so wichtig, sich gegen identitäre, kulturalistische Bewegungen zu wenden, in denen dieses Individuum im Namen irgendeiner Idee (wie z.B. Nation oder Religion) in der Anonymität verschwindet.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt

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