Anpassung an andere Kulturen.

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Würdest du , wenn du die möglichkeit hättest, eine andere Kultur endecken?

Ja
18
64%
Nein
6
21%
Keine Ahnung, ich habe mich nur umgeschaut und weiß nicht wie ICH hier gelandet bin?!
4
14%
 
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L.J.Brownfels
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Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon L.J.Brownfels » Mi 14. Dez 2016, 14:29

Ich habe seit kurzer Zeit, mit ein paar Freunden, eine Diskussion über die "Anpassung an andere Kulturen". Die erste Frage ist, was macht eine Kultur aus? Was "macht" eine Kultur, seit wann gibt es sie und was ist ihre Geschichte? Für viele in Deutschland gibt es nur "grobe" Kulturen, z.b. die Türken, Russen, oder die Deutsche Kultur. Viele denken auch das Kultur auch etwas mit Herkunft , Abstammung und "Rasse" sei. Aber man kann auch z.b. als Deutscher, einer Türkischen, Arabischen, Muslimischen oder gar Jüdischen Kulturen angehören. Viele reden bei Themen mit, von dennen sie meist keine Ahnung haben, und damit machen sie meist "alle" Diksussionen unnötig, "dumm" oder man will danach einfach keine mehr führen, aus dem gedanken, dass jemand die ganze Diskussion vermasselt.
Was Denkt ihr über das Thema "Anpassung an andere Kulturen" und die steigende ungewissenheit, bei Themen wie Politik, Geselschaft, oder einfach über ein Buch oder ein PC Spiel?

Ich bedanke mich ab hier mal fürs Lesen :D
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Occham
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Occham » Mi 14. Dez 2016, 18:22

Kultur ist bzw. definiert sich auch dadurch das man innerhalb vieler Jahre in etwas hinein wächst. Das gewährt dem Individuum und dem Kollektiv das Überleben. Das macht es aber auch für das Individuum schwer, eine andere Kultur "zu erblicken". Man kann seinen eigenen Horizont nämlich immer nur langsam und nach und nach erweitern, genauso wie man seinen eigenen Horizont mit anderen Kulturen "von der Pike" aus erweitern kann, langsam, nach und nach. Ulkig finde ich die, die zu einer anderen Kultur konvertieren, ohne dieses langsame nach und nach je erlebt zu haben ^^ aber Anpassung an andere Kulturen macht man denke ich eben, wenn man nicht weiß wie man sich verhalten soll.
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Adam Smith
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Adam Smith » Mi 14. Dez 2016, 18:26

Ich würde einfach mal empfehlen in diese Länder zu reisen. Also mal nach Mexiko, Algerien, Somalia, Afghanistan usw. Aber auf gar keinen Fall dorthin wo sich andere Touristen aufhalten.

Und dann lernt man diese Kulturen mal kennen.
Uffhausen
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Uffhausen » Do 15. Dez 2016, 02:49

Kultur ist ein interessantes, aber schwer fassbares Thema. Ich finde, es gibt keine "gesamtdeutsche Kultur", sondern eine Vielzahl verschiedenster deutscher Regional-Kulturen, die tw. sogar Landesgrenzen durchbrechen. Ein Deutscher kann bei einer Reise durch sein eigenes Land so manchen "Kulturschock" erleben. Z. B. Nordeutschland ist nicht dasselbe wie Süddeutschland. Man denke nur mal an Essen/Trinken, Sprache (Dialekt), Religion, Architektur usw. So ist es in vielen anderen Länder dieser Welt auch.

Und ich meine, Kultur kommt und geht, schon immer. Es gibt Kultur, die wir nur in Geschichtsbüchern nachlesen können, sie wird aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr gelebt. Oder Kultur wird übernommen - z. B. Halloween in Deutschland. Oder ein "typisch deutscher" Weihnachtsmarkt im Ausland. Wobei bei diesen Beispielen eindeutig mehr wirtschaftliche als kultuelle Interessen zugrunde liegen. Allgemein kann wohl gesagt werden, Kultur ist heutzutage ein wehrloses Opfer der Wirtschaft.

Ich weiß nicht, ob es einfach ist, sich einer anderen, womöglich völlig fremden Kultur anzupassen. Vielleicht im Geiste, aber im Herzen dann nicht. Jedenfalls niemals so richtig. Ich war und komme hoffentlich nie in eine solche Situation. Es ist freilich hin und wieder durchaus interessant, eine bisher fremde Kultur kennenzulernen, bzw. geglaubtes kulturelles Wissen revidiert zu bekommen - aber ich mit meiner (schwäbischen) Kultur sehr zufrieden und tw. auch stolz.

Das Thema Kultur wird in aktuellen politischen und gesellschaftlichen Debatte über die Flüchtlinge ja vielmal missbraucht. Lächerlich finde ich z. B., das für die Flüchtlinge aus Rücksicht auf deren Religion ein Weihnachtsmarkt nunmehr "Wintermarkt" genannt werden soll. Die gesellschaftliche Aufregung darüber, hinsichtlich der offensichtlichen Unterdrückung der eigenen Kultur, kann ich völlig nachvollziehen. Andererseits finde ich es nicht minder lächerlich, wenn ein Flüchtlingsgegner Kulturverfall anprangert, auf Nachfrage aber noch nicht mal erklären kann, welche kulturellen, bzw. religiösen Grundlagen bspw. Ostern und Weihnachten haben. Da geht mir echt der Hut hoch. Vorallem, wenn sie dann regelmäßig ausfallend und beleidigend werden, wenn man ihnen bereffend ihres Unwissens empfiehlt, sich doch erst mal an die eigene Nase zu fassen, anstatt auf andere zu zeigen. :mad2:

Muss man sich Kultur anpassen? Also, ich arbeite in einem katholischen Altenpflegeheim und muss - obgleich ich ungläubig/ungetauft bin. Ich bezeichne mich absichtlich nicht als Atheist, da ich durchaus an den (religiösen) Glauben glaube, ihn selber aber noch nicht vonnöten habe. Mich der christlichen Kultur anpassen, bzw. sie zu respektieren, bzw. sie mit den Bewohnern zu leben und als Begleitung an Gottesdiensten in der Hauskapelle teilzunehmen, fällt mir nicht schwer. Ohnehin geht es bei uns mehr ökomenisch als streng katholisch zu. Unsere verbliebenen Ordensschwestern nehmen es im zunehmenden Alter auch nicht mehr so arg mit ihrem Glauben. Sie freuen sich bspw. über jeden ihnen noch unbekannten Nonnenwitz, er sollte halt nicht zu versaut sein. Seit einiger Zeit arbeitet auch eine deutsch-türkische Muslima bei uns, die sehr offen für alles und jeden eingestellt ist und sogar ihr Kopftuch ablegen würde, wenn es jemanden missfallen sollte. Sie fühlt sich vom christlichen Glauben und seiner Kultur nicht angegriffen.

Vielleicht muss man sich Kultur auch gar nicht (mehr) anpassen, weil sie gemeinhin überbewertet wird? In einem freien Land wie Deutschland ist doch niemand "kulturell verpflichtet". In manch anderen Ländern mag das (noch) anders sein. Bei uns gibt es doch keine Kontrolle, ob man von seiner jeweiligen Kultur auch entsprechend Gebrauch macht, sie lebt oder weitergibt. Ich bspw. bin noch niemals angefeindet, kritisiert oder hinterfragt worden, weil ich als Schwabe die schwäbisch-alemannische Fasnet - DAS jährliche Kultur-Ereignis unserer Region und seit 2014 immatrielles Kulturerbe im Sinne der UNESCO- ablehne. Die jungen Generationen betrachten diesen Brauch immer mehr als Grund zum Saufen und randalieren; auch hier ist der ursprünglich religiöse Hintergrund (Einleitung der Fastenzeit) weitestgehend unbekannt. Auf jeden Fall bin ich aber der Ansicht, dass Kultur bewahrt und respektiert werden sollte. :thumbup:
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Occham » Do 15. Dez 2016, 14:44

Uns hier in der Industrie geht es zu gut, um begreifen zu können das hinter jeder Kultur das Überleben steht. Wobei, ich begreife es und ich bin ein Kind der Industrie, aber ich bin dann wohl die Ausnahme? Kann man es sich überhaupt bei dem Zusammenprall der Kulturen überhaupt leisten, es nicht zu begreifen? Ich finde das Thema interessant, denn beim Zusammenprall der Kulturen bekommt es das Individuum ja schlimmstenfalls mit Überlebensängsten zu tun, was hoffentlich keinen Effekt auslöst, in dem dies dann um sich schlägt. Das Frau Bundeskanzlerin dem Thema mit kindlicher Vorfreude nach dem Motto der zufälligen Chaostheorie begegnet, kann ich mir gut Vorstellen, ich für meinen Teil möchte das Thema ausdiskutiert haben, um so gleich irgendwelchen Effekten die Grundlage zu entziehen.
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Occham » So 25. Dez 2016, 08:20

Was mir gerade so durch den Kopf geht: der Begriff Kultur schneidet etwas an. Das, was es anschneidet, dafür greift der Begriff ‚Kultur‘ „eigentlich“ zu kurz. Denn eine Gesellschaft ist eine Anordnung von Verhaltensweisen, die durch die Anordnung harmonisch funktioniert, was speziell die deutsche Gesellschaft betrifft, ist sie eine Anordnung von Verhaltensweisen die sich innerhalb der letzten ein- oder zweitausend Jahren angeordnet hat. Was davor gewesen ist, ist ein anderes Thema. Thema Geschichtsverlauf. In dem Faden geht es ja um gegenwärtige Definierungen gesellschaftlicher Zusammenschlüsse. Ich finde mit dem Zusammenprall dieser Zusammenschlüsse passiert so ungefähr das hier:

https://www.youtube.com/watch?v=X4-DZILLnxA

und wie man das nun auch am besten definieren mag, mit der Anordnung von Verhaltensweisen, bzw. mit dem Zusammenprall verschiedener Zusammenschlüsse sind wir nun zum puzzeln aufgefordert. Dafür muss man natürlich hier umstellen, da umstellen, so das es schlüssig wird. Denn eine Anhäufung von Menschen dessen Verhaltensweisen nicht harmonisch ineinander übergehen, mag ich mir gar nicht ausmalen, denn hinter jedem Zusammenschluss steht das Überleben.

Naja, wenn ich mir schlüssiger bin, lass ich euch dran teilhaben :P wir alle wollen doch das es auch global schlüssig ist, was eine bessere Anordnung betrifft. Naja, vielleicht nicht jeder (Damit meine ich Leute die jede günstige Gelegenheit nutzen, ohne Rücksicht auf Konsequenzen oder gar so etwas wie ein "Gesamtbild"), aber am Ende brauchen selbst die ""Froschteichbewohner"" einen Tellerrand, also einen Rahmen, durch diesen sie dann in der Lage sind, ohne nach rechts oder links schauen zu müssen, durch die Welt schreiten können.

Naja... wenn es nach dem puzzeln (nach dem Umstellen) funktioniert ist es doch schön, wenn die Einzelteile eine 'Aufgabe' haben.
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Progressiver » So 25. Dez 2016, 22:02

Ich bin Atheist. Meine Werte sind das Grundgesetz und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Wieso sollte ich mich in Länder begeben, wo beispielsweise die Menschenrechte mit Füßen getreten werden? Warum sollte ich mich dort einer Religion anpassen und deren absoluter Autorität unterordnen, nur weil die Leute dort noch nicht mangels guter Bildung mitbekommen haben, dass das Konzept "Gott" keiner wissenschaftlicher Überprüfbarkeit standhält? Wieso sollte ich mich des Weiteren freiwillig in Länder begeben, in denen es zur "kulturellen Tradition" zu gehören scheint, jederzeit Opfer einer Gewalttat zu werden, wie man es vom amerikanischen Kontinent und dortigen Ländern wie der USA oder Mexiko kennt?

Und im umgekehrten Fall erwarte ich im Übrigen absolute Anpassung. Ein Teil beispielsweise der Flüchtlinge, die zu uns kommen, sind durch den Islam gehirngewaschen. Wenn diese hier bleiben wollen, dann sollten sie sich darauf gefasst machen, dass Deutschland eine säkulare Gesellschaft hat. Hier wäre meines Erachtens auch der deutsche Staat in der Bringschuld, den Neuankömmlingen klar zu machen, wie hier der Hase läuft. Solange wir aber Parteien wie die CSU oder die AfD haben, die sich ebendieser säkularen Leitkultur widersetzen und stattdessen vom "christlichen Abendland" schwadronieren, sind diese da leider auch kein laizistisches und humanistisches Vorbild.
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Ger9374 » So 25. Dez 2016, 22:36

Der Mensch ist halt Neugierig, also hinterfragen und erforschen wir. Am besten ohne Religiöse
Scheuklappen.Wo uns das nicht möglich ist , gut
die Welt ist groß. Wer zu uns kommt, gut hier gibt
es Antworten ohne gesteinigt zu werden. Wenn man sich die Streuung von Nobelpreisträgern anschaut Neutral ohne wenn und aber , sieht man wo Wissen nicht strafbar ist!!
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Occham » Mo 26. Dez 2016, 08:34

Progressiver hat geschrieben:(25 Dec 2016, 22:02)

Ich bin Atheist. Meine Werte sind das Grundgesetz und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Wieso sollte ich mich in Länder begeben, wo beispielsweise die Menschenrechte mit Füßen getreten werden? Warum sollte ich mich dort einer Religion anpassen und deren absoluter Autorität unterordnen, nur weil die Leute dort noch nicht mangels guter Bildung mitbekommen haben, dass das Konzept "Gott" keiner wissenschaftlicher Überprüfbarkeit standhält? Wieso sollte ich mich des Weiteren freiwillig in Länder begeben, in denen es zur "kulturellen Tradition" zu gehören scheint, jederzeit Opfer einer Gewalttat zu werden, wie man es vom amerikanischen Kontinent und dortigen Ländern wie der USA oder Mexiko kennt?

Und im umgekehrten Fall erwarte ich im Übrigen absolute Anpassung. Ein Teil beispielsweise der Flüchtlinge, die zu uns kommen, sind durch den Islam gehirngewaschen. Wenn diese hier bleiben wollen, dann sollten sie sich darauf gefasst machen, dass Deutschland eine säkulare Gesellschaft hat. Hier wäre meines Erachtens auch der deutsche Staat in der Bringschuld, den Neuankömmlingen klar zu machen, wie hier der Hase läuft. Solange wir aber Parteien wie die CSU oder die AfD haben, die sich ebendieser säkularen Leitkultur widersetzen und stattdessen vom "christlichen Abendland" schwadronieren, sind diese da leider auch kein laizistisches und humanistisches Vorbild.

So ein quatsch. Religion oder Industrie sind beide Regelwerke, diese ein und den gleichen Hintergrund haben: Überleben, mit den jeweils zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, im größtmöglichen Umfang. Wenn du das nicht begreifen kannst, das hinter Religion das Überleben steht, dann sage ich dir das jetzt :D und ich sage dir auch das unsere industriellen Werte, einmal auf Religiösen aufgebaut haben. Es ist natürlich richtig das nur die Gegenwart zählt, also das was zeitbezogen ist, weshalb es nicht allzu wichtig ist, in der Vergangenheit zu leben, aber Geschichtsverständnis kann dann nicht schaden, wenn es um Veränderungen geht und Veränderungen haben sich in der Geschichte durchgängig vollzogen, da kann es nicht schaden zu wissen, was der konstruktivste Weg ist.
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 26. Dez 2016, 09:15

fast würde ich sagen »wie gewöhnlich« wird geredet über »sich anpassen«. gemeint wird damit integrieren, und sonst schnauze halten.
wenn einer redet über integrieren, wird aber sehr oft gemeint »assimilieren«. das dauert aber vllt ein jhdt.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Occham » Mo 26. Dez 2016, 09:29

Nomen Nescio hat geschrieben:(26 Dec 2016, 09:15)

fast würde ich sagen »wie gewöhnlich« wird geredet über »sich anpassen«. gemeint wird damit integrieren, und sonst schnauze halten.
wenn einer redet über integrieren, wird aber sehr oft gemeint »assimilieren«. das dauert aber vllt ein jhdt.

meine idee wäre eine form von schule, wo die leute dann in einer art klassenzimmer sitzen und sich so gegenseitig kennenlernen und je nach anstrengungen auch geld beziehen, damit man damit auch noch gleich die wirtschaft unterstützt. das detail daran ist, das sich die leute als nebeneffekt kennenlernen, anstatt vorbeizuleben und damit dann auf eine vielleicht über jhdt. andauernde assimiliation zu hoffen, in dieser wir nach allen regeln durchgerüttelt werden, nur um am ende dann doch das sinnvollere zu tun. und der teufel liegt doch, wie man so schön sagt, im detail.
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Ger9374 » Mo 26. Dez 2016, 09:31

Nomen Nescio hat geschrieben:(26 Dec 2016, 09:15)

fast würde ich sagen »wie gewöhnlich« wird geredet über »sich anpassen«. gemeint wird damit integrieren, und sonst schnauze halten.
wenn einer redet über integrieren, wird aber sehr oft gemeint »assimilieren«. das dauert aber vllt ein jhdt.





Niemand soll seine Identität aufgeben!Anpassung
an ein anderes kulturelles Umfeld macht ja Integration allein durch erlernen der Sprache
schon einfacher.Aber wer sich regelrecht vom
neuen Umfeld selbst isoliert sollte sich nicht
Wundern wenn er sich nicht heimisch fühlen
wird. Dann ist man mit falschen Vorstellungen
in eine ihm fremde Welt gekommen. Die eigene
Bereitschaft für das neue ist eine Grundlage
das man auch in dem neuen Land nicht nur
mit dem Koffer sondern auch mit dem Herzen
ankommt.
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon H2O » Mo 26. Dez 2016, 10:03

Nomen Nescio hat geschrieben:(26 Dec 2016, 09:15)

fast würde ich sagen »wie gewöhnlich« wird geredet über »sich anpassen«. gemeint wird damit integrieren, und sonst schnauze halten.
wenn einer redet über integrieren, wird aber sehr oft gemeint »assimilieren«. das dauert aber vllt ein jhdt.


Der Prozeß verläuft weitaus verwirrender. Natürlich ist ohne solide Sprachkenntnis keine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben möglich. Mal eben seine Einkäufe machen ist damit sicher nicht gemeint. Dazu gehören Austausch und Bewertung von Tagesereignissen unterschiedlichster Art. Vor allem müssen Erziehungsversuche der Wohnbevölkerung durch Ausländer unterbleiben. Die gibt es auf unterschiedlichem Ebenen. Schnauze halten... eine sehr kluge Maßnahme.

Nach 100 Jahren hat sich jede Gesellschaft verändert, ob nun mit oder ohne erhebliche Zuwanderung. Ich vergleiche unsere deutsche Gesellschaft von 1949 mit der von 2016: Anderes Familienbild, andere Bildungsideale, andere Sprachschwerpunkte, andere gesellschaftliche Werte. Diese beiden Völker hätten als Gemeinsamkeit noch ihre Sprache, vermutlich auch dort mit Bedeutungswechsel... geil, wa! :D
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Misterfritz » Mo 26. Dez 2016, 10:11

H2O hat geschrieben:(26 Dec 2016, 10:03)

Der Prozeß verläuft weitaus verwirrender. Natürlich ist ohne solide Sprachkenntnis keine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben möglich. Mal eben seine Einkäufe machen ist damit sicher nicht gemeint. Dazu gehören Austausch und Bewertung von Tagesereignissen unterschiedlichster Art. Vor allem müssen Erziehungsversuche der Wohnbevölkerung durch Ausländer unterbleiben. Die gibt es auf unterschiedlichem Ebenen. Schnauze halten... eine sehr kluge Maßnahme.

Nach 100 Jahren hat sich jede Gesellschaft verändert, ob nun mit oder ohne erhebliche Zuwanderung. Ich vergleiche unsere deutsche Gesellschaft von 1949 mit der von 2016: Anderes Familienbild, andere Bildungsideale, andere Sprachschwerpunkte, andere gesellschaftliche Werte. Diese beiden Völker hätten als Gemeinsamkeit noch ihre Sprache, vermutlich auch dort mit Bedeutungswechsel... geil, wa! :D
und wenn du die deutsche west- und ostbevölkerung vergleichst, dann sind da, trotz gleicher sprache, ziemliche unterschiede ;)
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Fuerst_48 » Mo 26. Dez 2016, 10:32

Misterfritz hat geschrieben:(26 Dec 2016, 10:11)

und wenn du die deutsche west- und ostbevölkerung vergleichst, dann sind da, trotz gleicher sprache, ziemliche unterschiede ;)

Das ist zutreffend, aber eine Annäherung ist mäöglich, nicht nur innerhalb zerrissener Familien. Aber die muslimische Lebensweise und unsere abendländische Kultur sind weit unterschiedlicher. Da wird eine Anpassung lange dauern. Und eines muß auch klar sein: In Europa geben wir Europäer den Ton an.
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Itu » Mo 26. Dez 2016, 10:56

Misterfritz hat geschrieben:(26 Dec 2016, 10:11)

und wenn du die deutsche west- und ostbevölkerung vergleichst, dann sind da, trotz gleicher sprache, ziemliche unterschiede ;)

Was Blödsinn ist

Gibt ne Menge Unterschiede zwischen den Halligen und der Zugspitze ,zwischen Aachen und Görlitz

Ändert aber nix daran das es eine Nation ist.
40 Jahre kommunistische Herrschaft haben daran nichts geändert
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Occham » Mo 26. Dez 2016, 11:14

Fuerst_48 hat geschrieben:(26 Dec 2016, 10:32)
Und eines muß auch klar sein: In Europa geben wir Europäer den Ton an.


Eigentlich gibt die globale Wirtschaft den Ton an, aber an der können wir ja auch mitformen. Ausblenden können wir sie aber nicht :|
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Fuerst_48 » Mo 26. Dez 2016, 11:16

Occham hat geschrieben:(26 Dec 2016, 11:14)

Eigentlich gibt die globale Wirtschaft den Ton an, aber an der können wir ja auch mitformen. Ausblenden können wir sie aber nicht :|

Stimmt. Aber in Sachen Kunst und Kultur, Traditionen und Gesinnung sind wir doch noch relativ unabhängig von Wirtschaftsinteressen. Nicht?
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon H2O » Mo 26. Dez 2016, 11:18

Misterfritz hat geschrieben:(26 Dec 2016, 10:11)

und wenn du die deutsche west- und ostbevölkerung vergleichst, dann sind da, trotz gleicher sprache, ziemliche unterschiede ;)


Na ja, das ist jetzt aber eine Wahrnehmung, die man auch erlebt, wenn man aus Norddeutschland ins westliche Rheinland zieht, oder nach Berlin oder nach Frankfurt/Main. So meine ich, daß die Polen in Westpommern zwar eine andere Sprache sprechen, aber uns Nordlichtern sehr ähnlich sind: Nur deutlich ärmer. Und fast bin ich sicher, daß unsere Sachsen auch anders ticken als unsere Mecklenburger.

Unsere anderen Völkchen kenne ich nur von der Durchreise. Ich finde allesamt ganz nett, so weit ich sie kennen lernen konnte, aber doch unterschiedlich im Auftreten.

Wir sollten aus der deutschen Teilung nicht mehr machen, als wirklich darauf zurück zu führen ist. Klar hatten die Jahre 1949 bis 1989 ihre Spuren hinterlassen, in Ost und in West. Aber manche Unterschiede sind innerhalb Ost und innerhalb West größer als innerhalb Nord und innerhalb der Linie Sachsen bis Hessen.

Um unsere Bayern zu foppen... Österreicher sind im Auftreten ganz ähnlich... schimpft der eine über die Piefkes, mault der andere über die Preissen. :D Aber von Mensch zu Mensch sind beide doch sehr nett.... auch die Piefkes und Preissen.

Ein wenig ist der gern angeführte Ost-West-Gegensatz ein Rückzug in eine Schicksalsgemeinschaft, die es so jetzt gar nicht mehr gibt... allenfalls Restbestände, die allmählich aus der Landschaft verschwinden... große freie Räume entstehen nicht nur im Osten.
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Re: Anpassung an andere Kulturen.

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 26. Dez 2016, 11:35

Fuerst_48 hat geschrieben:(26 Dec 2016, 10:32)

Da wird eine Anpassung lange dauern. Und eines muß auch klar sein: In Europa geben wir Europäer den Ton an.

genau was ich auch denke :thumbup:
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«

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