Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

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Welfenprinz
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Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Welfenprinz » Mi 14. Sep 2016, 09:50

Danke fürs Entgegenkommen. ;)
Beim zweiten Punkt bin ich es dann,der sich missverständlich ausgedrückt hat oder übers Ziel hinaus geschossen hat.
Den Ansatz wie man “ vernünftig “ diskutiert,kann ich tatsächlich auch nicht liefern. ;) Dann wär ich UNO- Generalsekretär.

Sagen wir mal so: unter der Prämisse,dass der Verbrauch (also unser Verhalten) die Produktion anstösst,gehen wir mit Stift und Zettel durch unser Ernährungsverhalten und notieren “ Zitronen ,Pfeffer, Kaffee,kichererbsen,Olivenöl,Schafskäse,.......“
und formulieren dann unsere Ansprüche an eine regionale,saisonale Ernährungswirtschaft.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Texas41 » Mi 14. Sep 2016, 11:12

Welfenprinz hat geschrieben:(14 Sep 2016, 10:50)

und formulieren dann unsere Ansprüche an eine regionale,saisonale Ernährungswirtschaft.


Produkte nur saisonal zu konsumieren ist ja kein Hexenwerk und theoretisch für jeden machbar! Bei regional sieht es dagegen schon wieder schwieriger aus, da jeder Hersteller auf die Packung schreiben kann, was er will. Gleiches gilt für Bioprodukte - ein Grund, warum ich grundsätzlich keine kaufe.
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HugoBettauer
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Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon HugoBettauer » Do 15. Sep 2016, 06:58

Flat hat geschrieben:(02 Sep 2016, 13:23)

Moin,

im Gegensatz z.B. zu Lachs. Der war früher ein arme-Leute-Essen.

Nein. Arme Leute aßen früher einen Lachsersatz aus Köhler oder Pollack mit fragwürdigen Farbstoffen.
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Welfenprinz
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Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Welfenprinz » Do 15. Sep 2016, 14:33

Mein Gott,musst du bei allem aus Prinzip widersprechen?
Hier wurde doch sogar schon die Quelle dazu verlinkt.
Die Geschichte,dass an Weser,Leine und anderen norddeutschen Flüssen die “niederen Stände“ sich gegen die ständige Überversorgung mit Lachs gewehrt haben,hab ich schon als Kind gehört.
Findet sich in jedem zweiten heimatkundlichen Dorfmuseum dokumentiert
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Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Teeernte » Sa 17. Sep 2016, 11:47

Occham hat geschrieben:(14 Sep 2016, 08:26)

Ich dachte wir diskutieren nur über das Land, in dem wir gerade sitzen?! Ich kann mir kaum vorstellen das es dein Anliegen ist, über eine Lösung für alle Menschen auf der Welt zu diskutieren… dann müsste man über eine Weltregierung oder so was in die Richtung diskutieren…


…richtig, das hätte ich auch so unterstrichen, vielleicht aus anderen Beweggründen… aber letztendlich auch so.


2 Dinge : 1. Ernährung ....(Einkauf von "Rohprodukten") ist in D sehr preiswert.

2. Kein Händler ist an (gesunder) Ernährung des Volkes interessiert (ein paar super Bioläden mal ausgenommen) .

Es geht um PROFIT ! - Großerzeuger /Lobbyisten bestechen die Forschung.

Geheimprojekt 226: Vor 60 Jahren verschwieg eine medizinische Studie, dass Zucker mit Herzerkrankungen zu tun hat. Es ist tatsächlich auch eine zuckerreiche Ernährung, die Herzerkrankungen bewirken kann. 1967 wurden Forscher mit 50.000 Dollar von der Zuckerindustrie bezahlt, um diesen Zusammenhang zu verbergen.


http://www.epochtimes.de/gesundheit/zuc ... 34575.html

http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpr ... 0916202428

Es gibt einen "Schweinezyklus" - den man künstlich überhöhen kann -

Der "Schweinezyklus"

Einführung

Problem: Jeder kennt die Schwierigkeiten: Das Wasser, das aus der Dusche kommt, ist zu heiß. Hektisch wird das Warmwasser zurückgedreht. Bald ist es zu kalt - also wird wieder aufgedreht. So geht das eine Weile hin und her im Wechsel zwischen zu heiß und zu kalt. Einen ähnlichen Effekt beobachtet man auf dem Arbeitsmarkt: Herrscht in einem Marktsegment Arbeitskräftemangel, wird gut bezahlt. Das macht die Ausbildung attraktiv. Später ist dann eher ein Überangebot an Arbeitskräften zu erwarten und der Trend kehrt sich um, erneut hin zum Arbeitskräftemangel.

Ziel: Es gilt, zu erkennen, was hinter dem unwillkommenen Auf und Ab steckt und wie man ihm begegnen kann.

Methode: Zur Beschreibung der genannten Systeme - und vieler anderer - wird gemeinhin die Metapher vom "Schweinezyklus" benutzt. Die wichtigsten Struktureigenschaften (Anreiz, Totzeit und negative Rückkopplung) werden - auf das Wesentliche beschränkt - mit einem Tabellenkalkulationsblatt modelliert. (Wie real der Schweinzyklus ist, zeigen Meldungen vom Agrarmarkt, beispielsweise aus der BauernZeitung, Schweiz).



Ein stark vereinfachtes Modell des "Schweinezyklus"

Das momentan am Markt herrschende Angebot an Schweinefleisch bezeichnen wir mit x. Dieses Angebot führt zu einem Stückpreis y. Nach den Gesetzen des Marktes fällt der Preis mit wachsendem Angebot. Ein einfacher Ansatz dieses Gesetzes vom abnehmenden Grenznutzen hat die Form y = a(1-x/b). Hierin bezeichnet a den Höchstpreis, der sich bei absoluter Warenknappheit erzielen lässt; und b ist die Sättigungsmenge, also die Menge, die sich nur dann erzielen lässt, wenn man die Ware verschenkt. Damit hat man schon diejenige Komponente des Modells, die für die negative Rückkopplung sorgt.

Den Bestand an Schweinen in der aktuellen Periode bezeichnen wir mit z. Dieser Bestand gelangt in der folgenden Wirtschaftsperiode auf den Markt. Wir setzen also x+ = z, wobei das "+"-Zeichen anzeigt, dass es sich um den Wert in der folgenden Periode handelt. Diese Verzögerung um eine Wirtschaftsperiode wird in der Systemtheorie als Totzeit bezeichnet.

Worin liegt der Anreiz, die Produktion zu erhöhen? Wir nehmen einmal an, dass es einen minimalen Preis c gibt, unterhalb dessen es sich nicht lohnt, überhaupt Schweine in den Stall zu stellen. Den Zuwachs an Schweinen setzen wir folgendermaßen an: z+ = z + d(y+- c). Also: der zukünftige Bestand an Schweinen z+ erhöht sich gegenüber dem momentanen Stand z proportional zur Differenz aus dem dann erzielbaren und dem minimalen Preis; der Proportionalitätsfaktor wird mit d bezeichnet.

http://www2.hs-fulda.de/~grams/OekoSim/Zyklus.html

Der Produzent möchte gern einen Preis , der stabil über dem "Einsatz" steht - damit er mit auch kleinem Gewinn leben kann...

Der Handel ist an "Schwingung" des Preises interessiert - über dem Einkaufspreis mit Mindestmarge steht er immer - und Preisdruck wird an die Erzeuger weitergegeben.

Dem Käufer wird minderwertige Ware zu hohem Preis untergejubelt. Der Einkaufspreis beim Schwein liegt pro kg fast immer unter 1,50 Eu für den Händler.

Der Kunde kann sich nur auf wenig "Verlassen" - dem Geschmack , dem Geruch und ......bei Direktkauf beim örtlichen Metzger.

Für mich ist der RIESEN ÖKO / Bio - Aufdruck ein Warnzeichen - dass die Wahre zusätzlich zur Qualität noch weitere Werbung benötigt - um verkauft zu werden.

Ähnlich wie "Rügenwalder" - bei der jede Werbekampagne ausgenutzt wird - Geflügel und Veggi "WURST" in der selben Aufmachung - ZUM VERWECHSELN ÄHNLICH - angeboten wird - und nichts mit Rügen zu tun, die Mühle als WERBEGAG gebaut ist.

Nepper, Schlepper , Bauernfänger.

Betrüger werden in diesem Staat "geschont" - solange die Steuern/das "Schutzgeld" bezahlt ist.....

Die Tatsache, dass Anleger in Niedrigzinsphasen Hochglanzprospekten mit Zinsversprechungen von 7 Prozent per anno vertrauten, wurde in der Agrarzeitung mit der Aussage „Gier frisst Hirn“ kommentiert.


Kurzfassung:
Die Familie Hofreiter bewirtschaftete ein Unternehmen im Agrarbereich mit gepachteten Ackerflächen und Geflügelhaltung. Dieses musste 1989 Insolvenz anmelden mit 30 Mio. DM Schaden für die Gläubiger. In diesem Rahmen wurde Siegfried Hofreiter 2002 wegen Insolvenzverschleppung rechtskräftig verurteilt und er durfte in den folgenden fünf Jahren keine leitende Tätigkeit in einer Kapitalgesellschaft einnehmen. Während dieser Zeit war seine Lebensgefährtin Beatrice Ams Geschäftsführerin der KTG Agrar GmbH. Von Insidern wurde sie allerdings als „gut funktionierender Unterschriftsautomat“ bezeichnet. [1] Die GmbH wurde 2005 in eine AG überführt und mit dem Ende der Strafe 2007 wurde Hofreiter Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand der KTG Agrar AG,[2] die 2013 in eine SE umgewandelt wurde. 2016 geriet die Gesellschaft in finanzielle Schwierigkeiten, nachdem sie fällige Anleihezinsen in Höhe von 18 Mio. Euro nicht auszahlen konnte. Am 5. Juli 2016 meldete das Unternehmen Insolvenz an. Daraufhin legte Hofreiter sein Posten als Vorstandsvorsitzender nieder.[3][/b]


Jede Förderung mitgenommen....Sitz hin und her verlegt....Anleger betrogen....Lebensgefährtin unterschreibt weiter...Öko.... ÖkoEnergie...Biogas.... > ChinesenDEAL-Werbung <.... "Nachwachsende Rohstoffe" .... Ein Riesenschwindel - meiner Meinung nach.

Die verschachtelte und intransparente KTG Agrar AG hatte Anfang Juli Insolvenz angemeldet, nachdem die Zinsen für eine Anleihe nicht mehr gezahlt werden konnten. Das Unternehmen bewirtschaftet große Agrarflächen vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

Mit 394 Millionen Euro verschuldet

Nach der Insolvenz musste der Gründer und langjährige (bereits 2002 verurteilte) Vorstandschef Siegfried Hofreiter das Unternehmen verlassen. Das Unternehmen ist mit 394 Millionen Euro überschuldet; allein die Anleihegläubiger haben KTG Agrar rund 342 Millionen Euro geliehen.

Und auch nach außen hin gab sich der Gründer und langjährige Chef des Landwirtschaftskonzerns KTG Agrar geradezu selbstherrlich. Hofreiter, 54 Jahre alt, ließ sich mit einem Helikopter zu Geschäftsterminen im ganzen Land fliegen. Allein die Leasing-Kosten für das Fluggerät sollen sich im vergangenen Jahr auf 1,5 Millionen Euro belaufen haben.

Der KTG-Konzern, der rund 100 Tochtergesellschaften hat und rund 45.000 Hektar Land beackert, sei ein „undurchsichtiges Firmengeflecht“. Er verfüge über „keine transparenten Finanzen- und Controllingsysteme“ und sei stark auf die Führung durch eine einzelne Person, nämlich Hofreiter, zugeschnitten.

Dabei floss reichlich Staatsgeld in den Konzern. KTG Agrar erhielt weit höhere Agrarsubventionen, als die Bundesregierung bisher mitgeteilt hatte. In der Förderperiode 2014/2015 waren dies knapp 17 Millionen Euro.

>>>>In den Jahren 1996/97 begannen der Landwirt Siegfried Hofreiter, dessen Lebensgefährtin Beatrice Ams und dessen Bruder Werner mit dem Aufbau eines eigenen ökologischen Marktfruchtbetriebs. 1999/2000 übernahmen sie die PAE-Gruppe in Putlitz. Im Jahr 2000 gründeten sie die KTG Agrar GmbH, im Jahr 2005 wandelten sie sie in eine Aktiengesellschaft um und verlegten den Firmensitz nach Hamburg. KTG ist nach Angaben des Unternehmensgründers ein Fantasiename.[6] Seit 2005 werden nachwachsende Rohstoffe angebaut.

Beim Börsengang im November 2007 wurden 1,8 Millionen Aktien platziert, darunter 1,3 Millionen aus einer Kapitalerhöhung und bis zu 270.000 aus dem Besitz der bisherigen Alleinaktionärin Beatrice Ams. Rund 92 Prozent der Aktien gingen an institutionelle Anleger, der Rest an private Anleger. Mit 54 % der Aktien befindet sich die Aktienmehrheit im Streubesitz. Beatrice Ams war 2007 mit 46 % größte Einzelaktionärin.[7]

Im Jahr 2007 wurden außerdem die ersten Biogasanlagen in Betrieb genommen. Diese erreichten bis Ende Juni 2012 eine Leistung von rund 30 Megawatt am Netz; im Jahr 2015 stieg die Gesamtkapazität auf über 60 Megawatt.

Seit 2009 verwaltet die KTG Agrar AG auch rund 7.000 Hektar Anbauflächen in Rumänien in der Nähe der Stadt Iasi. Die KTG übernimmt dort das komplette Farmmanagement und alle Tätigkeiten von der Anbauplanung über den Einkauf der Betriebsstoffe bis hin zum Verkauf der Agrarprodukte für zwei deutsche Investoren.

Im Jahr 2011 kaufte FZ Foods, eine Tochtergesellschaft der KTG Agrar AG, den Tiefkühlkostspezialisten Frenzel Tiefkühlkost.

Die KTG Agrar AG übernahm im Juni 2011 die Ölmühle Anklam GmbH & Co. KG in Mecklenburg-Vorpommern[8] und integrierte diese in ihr Tochterunternehmen NAO Naturoel Anklam AG. Die Ölmühle wurde für die Produktion von ökologischem Rapsöl umfangreich modernisiert und erweitert und erhielt eine neue Abluftanlage und einen Biofilter.[9]

Am 29. Juni 2012 wurde die Tochtergesellschaft KTG Energie AG zum ersten Mal im Entry Standard der Frankfurter Börse notiert.[10] Die KTG Energie AG ist in der KTG Gruppe zuständig für den Gesamtbereich Biogas und der drittgrößte Produzent erneuerbarer Energien in Deutschland. Das Unternehmen plante und errichtete die Anlagen und betreibt sie. Als Tochterunternehmen der KTG Agrar AG ist die Versorgung mit nachwachsenden Rohstoffen – insbesondere Zweitfrüchten, Gras und Stroh – langfristig gesichert.[11][12]

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. August 2013 firmierte die KTG Agrar AG in die Europäische Gesellschaft KTG Agrar SE um.[13]

Im November 2014 gab KTG Agrar die Übernahme eines Werks zur Herstellung von Tiefkühlkost von der Deutschland-Tochter des belgischen Unternehmens Pinguin Foods bekannt. Das Werk im brandenburgischen Manschnow verarbeite bislang jährlich rund 20.000 Tonnen Gemüse; hier solle künftig die gesamte Tiefkühlkostproduktion der KTG-Gruppe konzentriert werden.[14]

2015 teilte KTG Agrar mit, das chinesische Beteiligungskonglomerat Fosun International beabsichtige, über seine portugiesische Tochter Fidelidade mit 9,03 % als Großaktionär bei der KTG Agrar SE einzusteigen, wodurch sich der Anteil der Aktien im Streubesitz auf 60,1 % erhöhen würde.[15] Ein schriftlicher Vertrag kam nicht zustande,[16] weil der Zuständige des chinesischen Investors im Dezember 2015 zur Unterzeichnung nicht erschien. Die Absichtserklärung des chinesischen Investors verlor zum Jahresende 2015 ihre Gültigkeit.[17]

Der Umsatz des Unternehmens stieg von 2010 bis 2015 von 80. Mio. Euro auf 326 Mio. Euro. Dabei mangelte es allerdings an der Rentabilität. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen betrug 2015 nur 59,5 Mio. Euro.[2]

Der Reingewinn sank von 2014 bis 2015 von 7 auf 3,5 Mio. Euro.[16]

Im Juni 2016 wurde berichtet, dass die KTG Agrar 18 Mio. Euro Zinsen auf eine 2017 fällig werdende Anleihe nicht an die Anleger ausbezahlen konnte.

Im selben Zusammenhang wurde über eine mögliche Kapitalbeteiligung des chinesischen Finanzinvestors Fosun berichtet, die sich entgegen ersten Ankündigungen allerdings verzögere.[19] Im Juli 2016 wurde berichtet, dass der chinesische Finanzinvestor abgesagt habe.[16]

Ende Juni 2016 wurde bekannt, dass Ende 2015 KTG Agrar die Firmierung von KTG Foods SE in FRS Foods International Russia & South Africa geändert und Mitte 2015 den Tiefkühlkosthersteller Frenzel gegen ein 27 Mio. Euro Darlehen an einen unbekannten Käufer verkauft hatte, ohne die Anleger zu informieren.[20] https://de.wikipedia.org/wiki/KTG_Agrar

Am 5. Juli 2016 wurde ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Hamburg eingereicht.[21] Am 13. Juli trat Hofreiter von seinem Posten als Vorstandsvorsitzender zurück.[22] Es wurde außerdem in der Presse thematisiert, dass Außenstände von 200 Mio. existieren würden, wobei es sich um Kredite an anderen Unternehmen handeln soll.[17][16] Bis auf einen Kredit von 30 Mio. Euro an das Tochterunternehmen KTG Energie sei aber nicht bekannt, an wen die Kredite vergeben worden seien.[16] Am 22. Juli 2016 wurde der Verkauf einer Beteiligung an der Bio-Zentrale Naturprodukte GmbH für einen einstelligen Millionbetrag bekanntgegeben.[23]

Ende August 2016 meldeten die Töchter Delta Agrar Handel und Delta Agrar Insolvenz an. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden 200 der 800 Mitarbeiter entlassen. Anfang September 2016 wurde bekannt dass der Vorstandsvorsitzende Hofreiter die wirtschaftliche Lage des Unternehmens jahrelang beschönigt und damit gegen das Aktiengesetz verstoßen hat.[24]


Lange gings GUUUUUUT -

Vertrauen in Produkte eines solchen "HERSTELLERS" ???? Nun kauft das eine Baufirma...

Nachtrag...der Grüne Politiker Hofreiter ist nach eigenen Angaben NICHT Verwand mit dem hier genannten.
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Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Welfenprinz » Sa 17. Sep 2016, 12:37

Du arbeitest immer ein breites Themenfeld ab,vom hundersten ins tausendste. ;)

KTG fällt aber unter das Thema “Anlegerdummheit“. Jeder ,der von ldw Ahnung hat,weiss,dass man aus der aktiven Bewirtschaftung nicht auf Kredit finanziertes Flächenwachstum (zukauf) generieren kann.


Interessant an der Sache wird jetzt,wieviel Zech von wem dafür verlangt,dass er weiter BIO macht.
Die angeblich so kleinbäuerlich orientierte Landwirtschaft ist ja schliesslich auf das Futtergetreide des Agrarriesen KTG angewiesen um wenigstens halbwegs zu funktionieren und nicht von Ausnahmeregelung zu Ausnahmeregelung hecheln zu müssen
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Sanctuary2056 » Di 20. Sep 2016, 08:59

Hallo zusammen!

Ich war sehr erfreut als ich dieses Thema so weit oben in der Liste der Themen gesehen habe, da es ein Thema ist das mich selbst sehr beschäftigt.
Ersteinmal zu mir: Ich (m31) pflege eine Carnivore Ernährung, habe aber schon einmal 2 Jahre vegetarisch gelebt um auszutesten wie mir diese Ernährung gefällt.
Dazu muss ich sagen, dass das Experiment ersteinmal auf 1 Jahr begrenzt war und dass ich über bestimmt das erste halbe Jahr mindestens einmal die Woche die Diät nicht eingehalten habe. Die Verlängerung ka aber daher, dass ich gemerkt habe, dass es mir körperlich und seelisch deutlich besser ging mit dieser Form der Ernährung. Nun ist die logische Frage: Warum habe ich also damit aufgehört?

Die Antwort auf diese Frage ist sehr einfach: Jedes mal wenn ich irgendwo erwähnt habe, dass ich kein Fleisch essen möchte, wurde ich von Familie Freunden und Bekannten kritisch beäugt und gar verurteilt.
Es ist vollkommen egal wieviele gute Gründe ich hätte nennen können, man wird als Vegetarier gleich in eine Schublade gesteckt in die man nicht hinein möchte. Meiner Ansicht nach ist diese Vorverurteilung eines der größten Probleme in der heutigen Gesellschaft, nicht nur in Punkto Ernährung, sondern auch in fast allen anderen Bereichen. Wer nicht so ist wie alle anderen muss sich ja schließlich entweder für was besseres halten oder ist ein Spinner.

Derzeit lebe ich mit reguliertem Fleischkonsum, das bedeutet: Ich esse nur in Gesellschaft Fleisch und bis zu 1 mal die Woche zuhause (eher weniger). Aber es befindet sich nie Fleisch in meinem Kühlschrank. Wenn ich Fleisch kaufe, dann wird dieses auch sofort verzehrt und wird auf GAR KEINEN FALL weggeschmissen.

Ich denke auch nicht, dass die Gesellschaft da zu einem großen Umdenken kommt. Weder wegen der eigenen Gesundheit. Noch wegen der Tierliebe.. noch wegen der schlechten Arbeitsbedingungen in der Tiernahrungsproduktion... noch wegen dem Welthunger. All diese Dinge interessieren die wenigsten Menschen, da sie nicht um den eigenen Nabel herum gebaut sind. Und solange die deutsche Wirtschaft so ein gutes Geschäft mit der Fleischindustrie macht, wird sich auch niemand hinsetzen und ähnlich wie bei Zigaretten einen Aufdruck für die reduzierung des Fleischkonsums auf jeweilige Produkte durchsetzen. Dennoch wäre das mMn. sinnvoll und Notwendig.

Was glaubt ihr wie man seinem Umfeld am besten Vermittelt (ohne es anzugreifen oder seinen Liebsten ein schlechtes Gewissen zu machen) wieviele Vorteile es für Mensch und Umwelt hat, den Fleischkonsum zu beschränken?
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Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon HugoBettauer » Di 20. Sep 2016, 09:17

Sanctuary2056 hat geschrieben:(20 Sep 2016, 09:59)
Die Antwort auf diese Frage ist sehr einfach: Jedes mal wenn ich irgendwo erwähnt habe, dass ich kein Fleisch essen möchte, wurde ich von Familie Freunden und Bekannten kritisch beäugt und gar verurteilt.

Möglichkeiten

1) Drüber stehen.
2) Einfach mal die Klappe halten. Die neulich ausprobierte Sexpraktik kommt ja auch nicht Weihnachten am Gabentisch zur Sprache, nachdem die Gans vertilgt wurde. Das bringt uns zu
3) Wenn man kein Fanatiker ist, einfach mal unbedeutende Ausnahmen machen. Nicht wegen einem kleinen Anstandsschluck Sekt (außer Alkoholiker, klar) oder einer kleinen Portion Entenfleisch einmal im Jahr unnötig Drama fabrizieren. Man muss ja nicht mal aufessen. Dieser ideologische Unsinn, dass man nicht (maßvoll) auch mal was auf dem Teller lassen darf oder Kartoffeln auf Vorrat kochen und nach dem zweiten Verbrauch wenn nötig auch mal kompostieren, das ist doch finsteres Mittelalter und hat mit nachhaltigem Umgang mit Nahrung und Energie nichts zu tun.
4) Den Verkehr mit den Kritikern einstellen.

Es ist vollkommen egal wieviele gute Gründe ich hätte nennen können, man wird als Vegetarier gleich in eine Schublade gesteckt in die man nicht hinein möchte.

Meine Erfahrung ist eher, dass es zahlreiche Vegetarier gibt, die dieses Problem nicht haben. Die verhalten sich aber sozialverträglich und rufen nicht zum veganen Djihad auf, wenn jemand eine Boulette im Büro auspackt.

Noch wegen der Tierliebe.. noch wegen der schlechten Arbeitsbedingungen in der Tiernahrungsproduktion... noch wegen dem Welthunger.

Der Welthunger ist ein Verteilungsproblem, kein Verfügbarkeitsproblem. Wir können locker 10 Milliarden Menschen ernähren, ohne die Fleischproduktion einzuschränken.

Und solange die deutsche Wirtschaft so ein gutes Geschäft mit der Fleischindustrie macht, wird sich auch niemand hinsetzen und ähnlich wie bei Zigaretten einen Aufdruck für die reduzierung des Fleischkonsums auf jeweilige Produkte durchsetzen.

Viele Milch- und Fleischverpackungen bilden heute schon Rindviecher und Säue ab.

Was glaubt ihr wie man seinem Umfeld am besten Vermittelt (ohne es anzugreifen oder seinen Liebsten ein schlechtes Gewissen zu machen) wieviele Vorteile es für Mensch und Umwelt hat, den Fleischkonsum zu beschränken?

Weniger ist mehr. Bring das Thema dann auf, wenn es zum Gespräch passt und verfasse kein Referat. Rede davon, wie du lebst und nicht, wie andere leben sollen.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
ist alles neu
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
ist alles neu und anders als früher.
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Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Sanctuary2056 » Di 20. Sep 2016, 10:12

Ersteinmal danke für deine Antwort!

HugoBettauer hat geschrieben:(20 Sep 2016, 10:17)
1) Drüber stehen.
2) Einfach mal die Klappe halten. Die neulich ausprobierte Sexpraktik kommt ja auch nicht Weihnachten am Gabentisch zur Sprache, nachdem die Gans vertilgt wurde. Das bringt uns zu
3) Wenn man kein Fanatiker ist, einfach mal unbedeutende Ausnahmen machen. Nicht wegen einem kleinen Anstandsschluck Sekt (außer Alkoholiker, klar) oder einer kleinen Portion Entenfleisch einmal im Jahr unnötig Drama fabrizieren. Man muss ja nicht mal aufessen. Dieser ideologische Unsinn, dass man nicht (maßvoll) auch mal was auf dem Teller lassen darf oder Kartoffeln auf Vorrat kochen und nach dem zweiten Verbrauch wenn nötig auch mal kompostieren, das ist doch finsteres Mittelalter und hat mit nachhaltigem Umgang mit Nahrung und Energie nichts zu tun.
4) Den Verkehr mit den Kritikern einstellen.


Ich kenne natürlich auch diese militanten Anticarnovore, aber versteh mich bitte nicht falsch wenn ich sage, dass ich dieses Thema selbst nie anspreche und es dennoch bei jeder Gelegenheit auf den Tisch kam. Pun intended.
Es ist tatsächlich so, dass sich viele einfach bloß durch meine Ernährung angegriffen fühlten. Der Redebedarf ging in diesen Zeiten selten bis nie von mir aus, dafür bin ich auch viel zu introvertiert.
Da das gemeinsame Essen aber zum sozialen Zusammenleben gehört ist es auch nicht möglich dieses Thema vollends zu verschweigen.

Ich kann dir wirklich nur empfehlen das einmal selbst auszuprobieren, damit du erfahren kannst wie das ist.
Der einzig wirklich sinnvolle Tipp den du mir da gibst ist die Nr. 3. Was ich ja auch schon umsetze indem ich Fleisch wieder in meinen Speiseplan aufgenommen habe. Dennoch sehe ich das als sehr bezeichnend an, dass man sich anpassen muss. Man muss sich in unserer Gesellschaft bei allem anpassen. Es gibt keine einzige Ausnahme. Queerdenker stoßen an Kritik und ständig kritisiert zu werden ist nicht gut für das psychische Wohlbefinden eines Menschen. Nicht zuletzt habe ich mich dann ja auch ein Stück weit angepasst, denn so gerne ich auch darüber stehen würde... so einfach ist das leider nicht.

HugoBettauer hat geschrieben:(20 Sep 2016, 10:17)Der Welthunger ist ein Verteilungsproblem, kein Verfügbarkeitsproblem. Wir können locker 10 Milliarden Menschen ernähren, ohne die Fleischproduktion einzuschränken.


Jein... da hast du schon recht, allerdings gehst du auch von den derzeitigen Bedingungen aus, die meines Erachtens Desaströs sind.
Ich will keinem vorschreiben was er zu tun oder zu lassen hat, aber für mich ist es sehr schwierig einfach vor mich hin zu leben und zu konsumieren, wenn ich doch weiß dass Milliarden von Menschen unter den derzeitigen Bedingungen leiden.
Damit meine ich nicht nur Hunger, auch Arbeitsbedingungen und Gesundheitliche Probleme sowie das gesamte Spektrum hinter der Massentierhaltung etc. pp..

Ich denke, dass die Zeiten in der NUR Politiker Politik machen vorbei sein sollten.
Schließlich leben wir in einer digitalisierten Welt und das Wissen der Welt ist bloß einen Mausklick entfernt.
Für mich persönlich heißt das, dass ich nicht nur alle 4 Jahre wähle, sondern jeden Tag, durch mein Konsumverhalten.
Das ist das beste was ich als politisch motivierter Mittel/Unterschichtler tun kann, denke ich. Aber ich lasse mich auch gerne aufklären, falls es da andere Denkansätze gibt.
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Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon HugoBettauer » Di 20. Sep 2016, 11:03

Sanctuary2056 hat geschrieben:(20 Sep 2016, 11:12)

Ersteinmal danke für deine Antwort!



Ich kenne natürlich auch diese militanten Anticarnovore, aber versteh mich bitte nicht falsch wenn ich sage, dass ich dieses Thema selbst nie anspreche und es dennoch bei jeder Gelegenheit auf den Tisch kam. Pun intended.

:) Ich möchte niemandem etwas unterstellen. Ich kann nur mit meinen eigenen Erfahrungen glänzen. Man kann monatelang vegetarisch essen, ohne dass es überhaupt jemand merkt. Vegan ist schon schwieriger.

Es ist tatsächlich so, dass sich viele einfach bloß durch meine Ernährung angegriffen fühlten. Der Redebedarf ging in diesen Zeiten selten bis nie von mir aus, dafür bin ich auch viel zu introvertiert.

Das ist sehr schade. Das machen wir so nicht - aber es gibt ja auch Menschen, die Eltern von Krippenkindern Rabeneltern nennen und sowas.

Ich kann dir wirklich nur empfehlen das einmal selbst auszuprobieren, damit du erfahren kannst wie das ist.

Ich möchte nicht aus meiner Vergangenheit berichten. Es geht auch anders.

Dennoch sehe ich das als sehr bezeichnend an, dass man sich anpassen muss.

Das ist im Leben so. Wenn die 14jährigen Mädels 90% auf eine bestimmte Musik abgehen, mal beispielhaft Hiphop, dann kannst du als Jugendlicher entweder Außenseiter spielen oder diesen Fakt so weit dulden, wie es nötig ist um bei einer von denen zu landen.

Wenn du auf dem Dorf wohnst und der gesellschaftliche Verkehr sich sowieso auf ein paar hundert Leute beschränkt, kannst du dich entweder ausklinken oder bestimmte dort sehr seltene und allgemein nicht akzeptierte Vorlieben und Eigenheiten eher privat ausleben und nicht so öffentlich zur Schau stellen. Du wirst vielleicht sogar zu Veranstaltungen mitgehen wollen, die du prinzipiell albern oder barbarisch findest.

Wenn du einer akzeptierten sprachlichen oder kulturellen Minderheit angehörst, kannst du entweder innerhalb des Personenkreises glücklich werden oder musst dich eben mit der Mehrheit irgendwie abgeben. Frag mal die Tibeter.

Minderheit sein ist nicht immer leicht, selten schön und oft ziemlich aufwändig. Davor wird dich nichts schützen.

Man muss sich in unserer Gesellschaft bei allem anpassen. Es gibt keine einzige Ausnahme.

Muss man nicht, aber das hat Folgen.

Querdenker stoßen an Kritik

Sie kritisieren umgekehrt alle anderen. Wäre doch etwas einseitig, oder?

Jein... da hast du schon recht, allerdings gehst du auch von den derzeitigen Bedingungen aus, die meines Erachtens Desaströs sind.
Ich will keinem vorschreiben was er zu tun oder zu lassen hat, aber für mich ist es sehr schwierig einfach vor mich hin zu leben und zu konsumieren, wenn ich doch weiß dass Milliarden von Menschen unter den derzeitigen Bedingungen leiden.
Damit meine ich nicht nur Hunger, auch Arbeitsbedingungen und Gesundheitliche Probleme sowie das gesamte Spektrum hinter der Massentierhaltung etc. pp..

Das ist ein weites Thema, da möchte ich auch nicht mit drei Zeilen antworten. Es gibt dazu viel zu sagen, durchaus nicht einseitig. Nur, wenn du dich freiwillig in die Rolle eines politischen Campaigners begibst, musst du dich damit abfinden, dass es erstens auch andere gibt und dass sie zweitens bei denen, die das nicht als Lebensthema haben, eher weniger wohl gelitten sind. Um es mal zu überspitzen, für den Oberlehrer gilt das noch mehr. Ich will dir nichts unterstellen.

Ich denke, dass die Zeiten in der NUR Politiker Politik machen vorbei sein sollten.

Wann soll denn das mal gewesen sein? Das ist doch eine Märchenwelt.

Schließlich leben wir in einer digitalisierten Welt und das Wissen der Welt ist bloß einen Mausklick entfernt.

Die Dummheit der Welt aber auch.

Für mich persönlich heißt das, dass ich nicht nur alle 4 Jahre wähle, sondern jeden Tag, durch mein Konsumverhalten.

Ich halte das für einen falschen Weg, aber das sollte man in einem anderen Thema behandeln. Meiner Meinung nach soll man kaufen, was man für sich wünscht, zuträglich findet, mag. Jeder Versuch, das zu politisieren oder andere für ihre Kaufentscheidungen zu kritisieren führt doch zu Problemen. Um Himmels Willen kauf dein Bio-Ei oder deine Raw-Kochzutaten oder back dir Bananen als Zuckerersatz in deine Torte, wenn dir das gefällt, weil dir das gefällt. Oder weil du das für einen gesunden Kompromiss hältst. Aber aus keinem anderen Grund.

Das ist das beste was ich als politisch motivierter Mittel/Unterschichtler tun kann, denke ich. Aber ich lasse mich auch gerne aufklären, falls es da andere Denkansätze gibt.

Politische und gesellschaftliche Umwälzungen passieren nicht in Wahlkämpfen oder Lobbykampagnen, die Nachrichten machen sondern vorher dadurch, dass Menschen sich eine Meinung bilden und mit anderen darüber reden. Der eine erzählt das nebenher en passant und macht Eindruck, weil er ein gesellschaftlicher Multiplikator ist und allgemein Vertrauen genießt. Der andere, weil er als Experte spricht, dessen Rat geschätzt wird. Ein anderer, weil ihm das Thema sehr wichtig ist und er viel Lebenszeit einsetzt und manche Freundschaft, manches Geschäft dafür hintanstellt. Da muss jeder seinen eigenen Weg wählen.
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Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon becksham » Di 20. Sep 2016, 12:39

Sanctuary2056 hat geschrieben:(20 Sep 2016, 11:12)
...Es ist tatsächlich so, dass sich viele einfach bloß durch meine Ernährung angegriffen fühlten. ...

Eher Desinteresse. Ich hab das jetzt am Wochenende erlebt. Ich war mit Freunden unterwegs und wir suchten ein Restaurant fürs Abendessen. Eine Freundin ist zwar keine Vegetarierin, sie ist aber Fleisch nur, wenn sie weiß, wo es herkommt. Deshalb verzichtet sie in Restaurants grundsätzlich darauf. Wir gingen jedenfalls an ziemlich vielen Brauhäusern, Steakhäusern usw. vorbei und ich wäre am Liebsten immer reingestürmt. Auf dem Weg fiel mir dann ein, Moment, erst mal auf die Karte gucken, ob es auch etwas interessantes Vegetarisches gibt. Ich hatte da immer nicht dran gedacht.
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Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Occham » Di 20. Sep 2016, 12:43

Teeernte hat geschrieben:(17 Sep 2016, 12:47)

2 Dinge : 1. Ernährung ....(Einkauf von "Rohprodukten") ist in D sehr preiswert.

2. Kein Händler ist an (gesunder) Ernährung des Volkes interessiert (ein paar super Bioläden mal ausgenommen) .

Es geht um PROFIT ! - Großerzeuger /Lobbyisten bestechen die Forschung.


Ich weiß. Im Groben denke ich weiß jeder das es nur um Profit geht, nur welche Größen das annimmt, das weiß nicht jeder, aber danke das du mich unterrichtet hast, war sehr informativ dein langer Text
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Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Kael » Mi 5. Okt 2016, 18:47

Itu

Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Itu » Mi 5. Okt 2016, 18:57

Zumindest das Abendbrot ist in der Woche bei mir immer vegetarisch

Mozzarella,Tomaten und das grobe Bauernbrot vom Dorfbäcker
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Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Hyde » So 9. Okt 2016, 02:44

Sanctuary2056 hat geschrieben:(20 Sep 2016, 09:59)
Ich denke auch nicht, dass die Gesellschaft da zu einem großen Umdenken kommt.


Der Umdenkungsprozess ist doch bereits in vollem Gang. Die Anzahl an Vegetariern und Veganern in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten bereits vervielfacht. Sowas geht halt nicht von heute auf morgen, aber man kann eine stetige Entwicklung erkennen hin zu immer mehr Menschen, die nicht mehr bereit sind, andere Lebewesen auf diesem Planeten für die eigenen Zwecke zu missbrauchen, auszubeuten und zu töten.

Ich prophezeie, dass sich in der menschlichen Gesellschaft langfristig Tierschutz und Veganismus komplett durchsetzen wird, da es den ethisch ehrbarsten Grundsätzen entspricht.
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Hyde » So 9. Okt 2016, 03:33

Texas41 hat geschrieben:(17 Aug 2016, 12:22)

Also ich kann mit dem ganzen Vegetarier-Wahn überhaupt nix anfangen! Der Mensch ist von natur aus ein Allesfresser und dementsprechend gehört auch Fleisch auf den Teller.


Auf Basis dieser Begründung ist dann auch Kannibalismus für dich okay?
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Occham » So 9. Okt 2016, 07:35

Hyde hat geschrieben:(09 Oct 2016, 04:33)

Auf Basis dieser Begründung ist dann auch Kannibalismus für dich okay?

also im Tierreich findet kannibalismus statt, deswegen sollte man sich unbedingt mal darüber unterhalten, was uns von Tieren unterscheidet, was Bewusstsein bedeutet und wie wir Bewusstseinswachstum fördern, denn wenn das nicht gefördert wird, kommen haarige Zeiten auf uns zu.
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Re: Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Misterfritz » So 9. Okt 2016, 07:58

Itu hat geschrieben:(05 Oct 2016, 19:57)

Zumindest das Abendbrot ist in der Woche bei mir immer vegetarisch

Mozzarella,Tomaten und das grobe Bauernbrot vom Dorfbäcker
mozzarella?
milchproduktion ist so ziemlich das unvegetarische überhaupt, da dafür unmengen von kälbern gezüchtet und dann irgendwie verwertet werden müssen.
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Teeernte » So 9. Okt 2016, 09:35

Hyde hat geschrieben:(09 Oct 2016, 04:33)

Auf Basis dieser Begründung ist dann auch Kannibalismus für dich okay?



....ich ess KEINE Autoreifen ...Muss ich das JEDEM mitteilen ? ....damit alle endlich Rücksicht nehmen. Schliesslich müssen Alle auf einzelne immer Rücksicht nehmen.

Vor allem in Steakhäusern würd ich ja NIE Fleischesser erwarten (Ironie on).. und Moslems gehen zum Rabbi zur geistigen Erbauung..
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Occham » So 9. Okt 2016, 10:41

Texas41 hat geschrieben:(17 Aug 2016, 12:22)

Also ich kann mit dem ganzen Vegetarier-Wahn überhaupt nix anfangen! Der Mensch ist von natur aus ein Allesfresser und dementsprechend gehört auch Fleisch auf den Teller.

Gesellschaftsfresser ist präziser ausgedrückt. Wölfe jagen in Rudeln um möglichst lange zu überleben, Menschen bilden Gesellschaftssysteme um möglichst lange zu überleben, deswegen sollte sich das "Fressverhalten" an gesellschaftliche Gegebenheiten ausrichten, sonst fängt es zum wackeln an und das es Wackelt will ja wohl keiner, außer die die nichts zum fressen haben, die schließen sich zu Rudel zusammen, um so etwas fressen zu ergattern, deswegen: in der Menschenwelt muss sich der Fressbedarf immer an alle existierenden Menschen orientieren.
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