Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

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Agba2001
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Fleischkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Agba2001 » Mi 17. Aug 2016, 01:26

Hallo zusammen,

Mir sind während der vergangenen Jahren meines Lebens oft Gedanken durch den Kopf gegagngen, die sich um das Thema Veganismus und Vegitarismus drehen. Ich selbst, für meinen Teil, bin Fleisch-Esser und werde das wohl oder übel bis zum Ende meines Lebens auch bleiben, weil ich mich seit meiner frühen Kindheit damit abfinden sollte, dass ich zum Fleischverzehr herangezogen und damit auch darauf konditioniert wurde. Trotzdem bereitet mir das Thema aus ethischer Sicht immer noch etwas Kopfzerbrechen...
Wie bereits erwähnt wird Fleisch bereits in früher Kindheit als sehr schmackhafte und gesunde Nahrungsmittelalternative für die Kinder bereitet. Dies ist so normal in europäischen Haushalten, wie der Fleischkonsum an sich. Dementsprechend in den meisten Familien so normal, dass es noch nicht einmal als zentrales Thema in manchen Haushalten erwähnenswert ist, dass das lecker angerichtete und duftende Steak auf dem Teller neben den heisersehnten Fritten einige Tage noch munter in einer Zuchtbox "Muh" machte und unwissentlich auf seinen Exekutionstermin zu warten hatte. In einem "guten" Schlachtunterrnehmen wurde dieser Termin ironischerweise vor seiner Geburt bereits angepeilt.
Ich für meinen Teil bin über dieses Faktum des Schlachtprozederes innnformiert, die meisten andern Erwachsenen wohl oder übel, mehr oder wenger detailliert auch, unsere Kinder aber nicht oder aus Jugendschutzgründen sehr "schonend". Dieser Punkt wird an unsere Kinder wahrscheinlich aus mehreren Gründen mangelhaft weiter gereicht oder komplett ignoriert:
- ein totes Tier ist in Verbindung mit dem Schlachtprozedere wohl oder übel nicht das angenehmste Thema, dass Eltern mit ihren Kindern beim täglichen Miteinander als Gesprächsthema aufgreifen möchten, wenn es um Vielfältigkeit und andere Schöpfungswunder unseres kleinen Globus geht.
- Eltern dieses Thema aus Pietätsgründen lieber meiden, weil das Kind noch nicht "reif" genug für die Wahrheit ist.
- Vater und Mutter das Thema einfach ignorieren, weil sie dank moderner Konsumgesellschaft und einhergehender Logistik die Verfügbarkeit nur noch durch einen simplen Griff in das Kühlregal tätigen brauchen und der eigentliche Tötungsakt und damit einhergehende ethische Grundlagenerfahrungen nicht mehr kritisch hinterfragt werden brauchen und dieses Prozedere als selbstverständlich hingenommen wird.
- Eltern ein so anspruchsvolles Kind haben, dass die Sorge nach dem Thema, dass das Kind überhaupt etwas ist, was es mag, dass das Thema einfach unter den Tisch fällt.

Wenn die oben genannten Tatbestände nun mal weiterführend betrachtet werden, wird die Frage nach dem Thema Fleisch-Esser oder Nicht-Esser in vielen Familien durch diese Konditionierungskonsequenz und damit einhergehende Habituation ganz klar für das spätere Leben dieser Kinder mit einem "Pro-Fleischverzehr" beantwortet, weil sie es früh genug nicht besser wussten und später selbstverständlich mit einem "Ich bins nicht anders gewöhnt..." beantworten werden.
In aufgeklärteren Familien, die das Thema "blumig" an ihre Kinder weitertragen wird das Thema durch diese Schonhaltung verharmlost, aber - wenn auch wenig - behandelt. Diese Kinder entwickeln in der Pubertät evtl. dann eine Trotzhaltung gegen das Establishment und werden kurzfristig oder manch Mal auch längerfristig Protestvegitarier. Manche tatsächlich sogar aus reiner Tierliebe, aber diese Fälle sind oft gehäuchelt, gerade in Mode oder resultieren einfach aus dem Punkt, dass sie Fleisch geschmacklich nicht mögen, was aber auch seltener der Fall ist, als für uns Menschen evolutionär manchmal wünschenswert.

Desweiteren ist die Mentalität gerade, wenn es um das Thema "Fleischverzehr" geht, hier in Europa, spezifisch in Deutschland sowiso etwas scheinheilig. Als Beispiel stelle ich folgende Frage an die Leser, die den Text bis hierhin verfolgt haben, einfach mal folgendermaßen...
Mögen sie das Kaninchen lieber im Käfig oder Stall ihres Privatdomizils oder lecker angemacht zentral auf ihrem Küchentisch und später stückchenweise auf ihrem Teller?
Diese Frage ergibt sich aus dem Blickwinkel, dass in Peru z.B. Das allseitsbeliebte Mehrschweinchen tagtäglich als Fleischbeilage auf den Essenstisch gehöhrt, hier in Deutschland aber manche Leute bei dem Gedanken daran bereits ein internes Todesurteil über die erwähnende Person fällen...
Ich empfinde jedes Tier als wertvoll, ob nun als Lebewesen in einem mehr oder weniger nahen Umfeld oder als Speisebeilage auf dem Teller. Die Wertigkeit wird dabei über mein Verhältnis zu der einzelnen Spezies, sprich Mögen und Nicht-Mögen, definert, ähnlich auch bei dem zu erwartenden Geschmack nach Zubereitung als Speiseplanergänzung und auch über den Nährwert.
Damit möchte ich folgendes erklären.
- Viele Asiaten essen Insekten, zu kaufen dabei einfach auf öffentlichen Märkten, ähnlich den Imbissständen auf dem typischen deutschen Markt oder Rummel. Ich für meinen Teil hoffe, dass ich meinen Ekel tatsächlich soweit überwunden habe, dass, falls sich die Gelegenheit mal ergibt, ich die ein oder andere Rezeptur für Mehlwurm, Fliegenlarve oder Heuschrecke mal antesten kann.
- In anderen Teilen Asiens gibt es Schlachtfeste, die von Hundezüchtern betrieben werden. Falls ich jemals einen eigenen Hund habe oder ein enger Freund oder Verwandter ein Tier sein Eigen nennt und der Vierbeiner auch mir ans Herz wachsen würde, möge das Tier von der Schlachtung verschohnt bleiben, aber an Ort und Stelle dieses Schlachtfestes, würde ich auch gern mal Hund probieren.
- In vielen Teilen unseres Nationalgrenzen behafteten planetaren Vorstellungsvermögens des Planeten Erde finden sich lokal betrachtet ähnliche Beispiele, ob die Spezies nun Strauß, Katze, Alligator, Elephant oder anders heißen mögen. Solang vom fachkundigen Menschen zubereitet und auf dem Teller bereitgestellt, würde ich meine kullinarischen Kenntnisse gerne erweitern.
Falls sie sich fragen sollten, wie der Mensch, der diesen Text verfasst hat, auf so eine verquere Einstellung kommt, sei ihnen folgendes mitgeteilt...
Medien, Film und Fernsehen haben uns gezeigt, dass auch Pferd, Rind und Schwein fühlende und verständige Familienmitglieder sein können, ähnlich wie Hund und Katze. Kaninchen und Hase stehen bei uns Deutschen auf dem Speiseplan. Für mich sind alle Tiere in dem Bezug, was ihr Recht auf Leben betrifft, gleich. Also, warum auf Fleisch anderer, nicht einmal exotischer oder vom Aussterben bedrohter Tiere verzichten?

Ein weiterer Punkt auch mit Fokus auf Europa... Warum stehen bei uns auf dem Speiseplan eigentlich nur Pflanzenfresser? Fleischfresser mag Mensch komischerweise hierzulande nur als Raubfisch auf dem Speiseplan, es sei denn, ich hätte einen Repräsentanten vergessen?!
Des weiteren sind Vegitarier für mich auch scheinheilig, wenn sie Fisch essen, denn auch Fisch lebte einmal und erfuhr einen Tötungsakt vor dem Dasein auf unserem Teller...

Eine Menge Denkanstöße, auf die ich gerne die ein oder andere Antwort hätte.
Ich habe in diesem Leben erkannt, dass wer sich in Sarkasmus, Ironie und destruktiver Kritik übt, meist insgeheim beipflichtet... ;)
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Flat » Mi 17. Aug 2016, 08:39

Agba2001 hat geschrieben:(17 Aug 2016, 02:26)

Warum stehen bei uns auf dem Speiseplan eigentlich nur Pflanzenfresser?



Moin,

isst Du kein Huhn? Oder Schwein?

Beides sind z.B. Allesfresser, keine reinen Pflanzenfresser.
_______
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Texas41 » Mi 17. Aug 2016, 11:22

Also ich kann mit dem ganzen Vegetarier-Wahn überhaupt nix anfangen! Der Mensch ist von natur aus ein Allesfresser und dementsprechend gehört auch Fleisch auf den Teller. Mir ist zwar bewußt, daß das Schnitzel Mal ein Lebewesen war, jedoch denke ich darüber nicht nach. Das Schwein wurde ja extra für den Verzehr gezüchtet, warum sollte ich also ein Problem damit haben, daß es zum Verzehr getötet wird? Im Regelfall geschieht dies human und schmerzfrei!

Ich hab auch kein Problem damit, exotische Tiere zu essen und habe schon recht viel probiert: Strauß, Alligator, Känguruh.
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Flat » Mi 17. Aug 2016, 12:13

Texas41 hat geschrieben:(17 Aug 2016, 12:22)

Im Regelfall geschieht dies human und schmerzfrei!



Moin,

sicher?
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon pikant » Mi 17. Aug 2016, 12:19

Texas41 hat geschrieben:(17 Aug 2016, 12:22)

Also ich kann mit dem ganzen Vegetarier-Wahn überhaupt nix anfangen! Der Mensch ist von natur aus ein Allesfresser und dementsprechend gehört auch Fleisch auf den Teller. Mir ist zwar bewußt, daß das Schnitzel Mal ein Lebewesen war, jedoch denke ich darüber nicht nach. Das Schwein wurde ja extra für den Verzehr gezüchtet, warum sollte ich also ein Problem damit haben, daß es zum Verzehr getötet wird? Im Regelfall geschieht dies human und schmerzfrei!

Ich hab auch kein Problem damit, exotische Tiere zu essen und habe schon recht viel probiert: Strauß, Alligator, Känguruh.


die Presse behauptet aber oft das Gegenteil.
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Keoma » Mi 17. Aug 2016, 12:36

pikant hat geschrieben:(17 Aug 2016, 13:19)

die Presse behauptet aber oft das Gegenteil.


Quelle?
"Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren." -Albert Einstein
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Dampflok94 » Mi 17. Aug 2016, 13:10

Agba2001 hat geschrieben:(17 Aug 2016, 02:26)Des weiteren sind Vegitarier für mich auch scheinheilig, wenn sie Fisch essen, denn auch Fisch lebte einmal und erfuhr einen Tötungsakt vor dem Dasein auf unserem Teller...

Also erst mal macht dies m. W. nur eine Minderheit unter den Vegetariern. Und zweitens wäre das auch nur dann scheinheilig, wenn dies der Grund für den Fleischverzicht wäre. Viele Vegetarier sind ja der Meinung, ihre Ernährung wäre gesünder. Wenn man hier den Fisch ausklammert, ist das unproblematisch und nicht scheinheilig.

Es gibt sowieso viele Arten von Vegetariern. Hier nur mal eine Auswahl:
Ovo-Lacto-Vegetarier
Die größte Gruppe: Sie essen weder Fleisch, Geflügel noch Fisch. Erlaubt sind Milchprodukte und Eier. Eine sehr gesunde Ernährung, urteilen Experten – vorausgesetzt, der Speiseplan wird sorgfältig zusammengestellt.

Lacto-Vegetarier
Essen kein Fleisch, Geflügel, Fisch und auch keine Eier. Bei Milch, Käse und verwandten Produkten greifen sie aber zu. Ihre Versorgung mit allen lebenswichtigen Nährstoffen ist so gesichert.

Ovo-Vegetarier
Verzichten auf Fleisch, Geflügel, Fisch und auf Milchprodukte. Eier werden gegessen. Wer sich in dieser Form ernährt, sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin B12 und Kalzium achten.

Pescetarier
Diese Gruppe, auch Pesco-Vegetarier genannt, hat Fleisch von ihrem Speiseplan gestrichen, isst aber Fisch, Milchprodukte und Eier.

Auch Veganer sind ja nur eine Untergruppe der Vegetarier.
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Texas41 » Mi 17. Aug 2016, 14:41

pikant hat geschrieben:(17 Aug 2016, 13:19)

die Presse behauptet aber oft das Gegenteil.


Ich bin schon mehrfach bei Nutztiertötungen dabei gewesen und kann dies nicht bestätigen. Bei "der Presse" muß man doch sowieso immer sehr vorsichtig sein. Selbst in vermeintlich seriösen Tageszeitungen wimmelt es öfter von schlecht recherchierten Artikeln.
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Dampflok94 » Mi 17. Aug 2016, 15:01

Texas41 hat geschrieben:(17 Aug 2016, 15:41)

Ich bin schon mehrfach bei Nutztiertötungen dabei gewesen und kann dies nicht bestätigen. Bei "der Presse" muß man doch sowieso immer sehr vorsichtig sein. Selbst in vermeintlich seriösen Tageszeitungen wimmelt es öfter von schlecht recherchierten Artikeln.

Ich glaube das Problem ist weniger der Tötungsvorgang, als das was davor liegt. Und damit meine ich die Massentierhaltung und deren unappetitliche Seiten. Da gibt es schon sehr unschöne Sachen. Willst Du Dinge wie das Schreddern von Küken wirklich schön reden? (Wo sind die Maskulinisten, wenn man sie mal braucht. ;) )
Hier blicken die meisten, und da nehme ich mich nicht aus, drüber hinweg. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Agba2001 » Mi 17. Aug 2016, 15:26

Flat hat geschrieben:(17 Aug 2016, 09:39)

Moin,

isst Du kein Huhn? Oder Schwein?

Beides sind z.B. Allesfresser, keine reinen Pflanzenfresser.


Doch, aber ich dachte dabei explizit an Wolf und NachFahren, genannt Hunde, Bär, Löwe, Dachs, Luchs und sonstige mehr oder minder heimische Tiervertreter, wie z.B. unsere ebenfalls wählerische Hauskatze...
Ich habe in diesem Leben erkannt, dass wer sich in Sarkasmus, Ironie und destruktiver Kritik übt, meist insgeheim beipflichtet... ;)
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Agba2001 » Mi 17. Aug 2016, 15:31

Hier noch ein Zitat von Gandhi:

"Ich glaube, dass spiritueller fortschritt ab einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unseres körperlichen Verlangens zu töten."
Ich habe in diesem Leben erkannt, dass wer sich in Sarkasmus, Ironie und destruktiver Kritik übt, meist insgeheim beipflichtet... ;)
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Welfenprinz » Mi 17. Aug 2016, 15:36

Die Predatoren in der Natur sind im dichtbesiedelten Europa ja schon lange zurück gedrängt. Von daher ist es zu lange her als dass sie noch zu unserer Konditionierung gehören könnten(was sie früher durchaus taten).
Und Carnivoren als Nutztiere wäre aus Gründen der Verwertung ein Unding. Solange es auf Ressourcenausnutzung zum überleben ankam,schlichtweg unmöglich.
Heute im Luxus und Dekadenzstadium zumindest theoretisch möglich.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Alexyessin » Mi 17. Aug 2016, 15:54

Ich esse Fleisch. :)
Und ja, ich mach mir ab und an die Mühe zu schauen woher es kommt. Aber dann wars es schon mit meinem Gewissen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Occham » Mi 17. Aug 2016, 19:49

Ich esse auch Fleisch, finde aber den täglich-Fleisch-Konsum auch sehr verwerflich. Früher hat man ja auch nicht täglich Fleisch konsumiert, sondern nur an Sonn- und Feiertagen.
Große Dinge haben kleine Ursachen.
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Welfenprinz » Mi 17. Aug 2016, 20:05

Kommt drauf an welches früher.
Land bearbeiten zum Ackerbau ohne Maschinen ist schwer und aufwendig,sprich durch die Arbeitskräfte begrenzt.
Für die Zeit bis zum 17- oder 18'Jahrhundert wird - je nach Schätzung -ei.n Fleischkonsum von 150 -200 kg / a in Mitteleuropa angenommen. Weil es einfacher ist ein Rind oder Schwein da weiden zu lassen und dann zu schlachten als dieselbe Menge kcal und RP mit händischem Pflanzenbau zu erzeugen.
Von Verfügbarkeit und Konservierung im Winter mal ganz abgesehen
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Teeernte » Mi 17. Aug 2016, 20:10

...früher haben viele Bauern gearbeitet .... da war der Hausschlachteprozess normal. Kinder wurden frühzeitig einbezogen..... zum Blut rühren...zB.

Heute kennen wenig die Mühe die Aufzucht von Tieren macht.

Wer IRGEND etwas nicht essen will - soll nicht so ein tamtam drum machen!!!!!!!!!


NARZISTEN - Selbstdarsteller teilen anderen mit ....was sie nicht essen....
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Teeernte » Mi 17. Aug 2016, 20:16

Occham hat geschrieben:(17 Aug 2016, 20:49)

Ich esse auch Fleisch, finde aber den täglich-Fleisch-Konsum auch sehr verwerflich. Früher hat man ja auch nicht täglich Fleisch konsumiert, sondern nur an Sonn- und Feiertagen.



Bei Dir ....für dich.......oder bei anderen ???

Fleisch JEDEN TAG .... kein Problem... Als Steak, Rouladen .... Aufschnitt -

Früher hat man täglich Fleisch gegessen.... zumindestens meine Vorfahren. :D :D :D
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon jack000 » Mi 17. Aug 2016, 20:41

Dampflok94 hat geschrieben:(17 Aug 2016, 16:01)

Ich glaube das Problem ist weniger der Tötungsvorgang, als das was davor liegt. Und damit meine ich die Massentierhaltung und deren unappetitliche Seiten. Da gibt es schon sehr unschöne Sachen. Willst Du Dinge wie das Schreddern von Küken wirklich schön reden?

Genau so ist es. Es spricht nichts gegen essen von Fleisch (Ich esse in der Woche an weniger Tagen Fleisch als an denen ich Fleisch esse) sondern das Problem ist was heutzutage dahinter steckt!
Das sind einerseits Themen wie Massentierhaltung sowie Arbeitsbedingungen in den Fleischfabriken der Massenproduktion. Ebenso ist es fragwürdig, dass Fleischeinkaufspreise für Händler auf 1 Stelle hinter den Komma pro Kilo verhandelt werden.
=> So kann man sich vorstellen was dabei herauskommt ... es kann nichts gutes sein!

So neigt die Fleischbranche eher zu Kriminalität als andere Ernährungsbranchen und es gilt das Gesetz: "Nach dem Fleischskandal ist vor dem Fleischskandal"!

Da ich mit Verbrechern nichts zu tun haben möchte/Verbrecher verabscheue, achte ich darauf wo das Fleisch herkommt, allerdings ist es nicht immer eine Garantie das alles i.O. ist.

Beispiel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Miroslaw_Strecker
(Leider finde ich das XY-Video dazu nicht)
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

"allzu häufig paart sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte" (Wilhelm Busch)
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Teeernte » Mi 17. Aug 2016, 20:49

jack000 hat geschrieben:(17 Aug 2016, 21:41)

Genau so ist es. Es spricht nichts gegen essen von Fleisch (Ich esse in der Woche an weniger Tagen Fleisch als an denen ich Fleisch esse) sondern das Problem ist was heutzutage dahinter steckt!
Das sind einerseits Themen wie Massentierhaltung sowie Arbeitsbedingungen in den Fleischfabriken der Massenproduktion. Ebenso ist es fragwürdig, dass Fleischeinkaufspreise für Händler auf 1 Stelle hinter den Komma pro Kilo verhandelt werden.
=> So kann man sich vorstellen was dabei herauskommt ... es kann nichts gutes sein!

So neigt die Fleischbranche eher zu Kriminalität als andere Ernährungsbranchen und es gilt das Gesetz: "Nach dem Fleischskandal ist vor dem Fleischskandal"!

Da ich mit Verbrechern nichts zu tun haben möchte/Verbrecher verabscheue, achte ich darauf wo das Fleisch herkommt, allerdings ist es nicht immer eine Garantie das alles i.O. ist.

Beispiel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Miroslaw_Strecker
(Leider finde ich das XY-Video dazu nicht)


Als die EU in Rumänien auf Fernstrassen Pferdefuhrwerke "verbieten" ließ.... Gab es in der EU.. Pferdelasagne....

Ursache - Wirkung.
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Re: Fleischhkonsum in unserer Gesellschaft...

Beitragvon Welfenprinz » Mi 17. Aug 2016, 20:50

Das -oder ein-,Problem ist,dass die Anforderungen ,die egal ob aus Tierschutz,Hygiene ,Kontroll oder anderen Gründen an die Lebensmittelproduktion gestellt werden,nur noch in der sogenannten Massentierhaltung zu erfüllen sind.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.

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