Ich bin ein Nazi

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Bleibtreu
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon Bleibtreu » Do 14. Jan 2016, 22:28

Fuerst_48 hat geschrieben:(14 Jan 2016, 19:34)

Es kommt einem mancherlei sowas von bekannt vor, dass es entweder zum Ekel führt, oder zum verzweifelten Lachen, wobei der Schmerz verborgen bleiben soll.
Shalom!

Beides - es sind auch nur Momente, wenn mich sowas noch aufregt. Ich habe die typischen Versuche den Begriff Antisemitismus aus bekannten Gründen zu verwässern oder gar völlig zu verfremden und umzudeuten, von den bekannten Kreisen zu oft erlebt, als dass es mich, wenn es mal wieder passiert, davon noch ernsthaft treffen lasse. Frau härtet ab. Deswegen habe ich alles Nachfolgende auch wohlweislich ignoriert und für sich stehen lassen. Es ist sinnlos auf einem verdorrten Feld Saat auszubringen. :D

Shalom, Schoschi
• This right is the natural right of the Jewish people to be masters of their own fate, like all other nations, in their own sovereign State [Ben-Gurion]

https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
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Fuerst_48
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon Fuerst_48 » Do 14. Jan 2016, 22:46

Bleibtreu hat geschrieben:(14 Jan 2016, 22:28)

Beides - es sind auch nur Momente, wenn mich sowas noch aufregt. Ich habe die typischen Versuche den Begriff Antisemitismus aus bekannten Gründen zu verwässern oder gar völlig zu verfremden und umzudeuten, von den bekannten Kreisen zu oft erlebt, als dass es mich, wenn es mal wieder passiert, davon noch ernsthaft treffen lasse. Frau härtet ab. Deswegen habe ich alles Nachfolgende auch wohlweislich ignoriert und für sich stehen lassen. Es ist sinnlos auf einem verdorrten Feld Saat auszubringen. :D

Shalom, Schoschi

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr...
Shalom!
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hafenwirt
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon hafenwirt » Do 14. Jan 2016, 22:50

Bleibtreu hat geschrieben:(14 Jan 2016, 16:25)

Das ist wohl wahr - aber jeden, dessen Argumente einem nicht gefallen, als Nazen zu titulieren, ist SelbstBeschmutzung, weil man damit zeigt, dass man die NazenVerbrechen offensichtlich nicht für schlimm halten kann, sonst würde man sie nicht so grob verharmlosen. Die Titulierung: Du bist ein Nazi, schockiert wegen dem inflationären Gebrauch doch niemanden mehr. Vor einiger Zeit ging es so mit dem Wort Fascho und Faschist - das für alles herhalten musste. Oder liegt es am eklatanten BildungsMangel, dass die Kenntnis darüber, was ein Fascho und was ein Nazi ist, fehlt? :|


Ist das eigentlich wirklich noch so häufig? Das es diese Zeit gegeben hat, in der vorschnell von "Nazi" die Rede war, mag so gewesen sein. Zu der Zeit als Sarrazin sein Buch herausbrachte, ja, da waren wohl einige hin und wieder zu vorschnell mit Urteilen. Hängt auch mit Bildung zusammen, bzw. spricht man als Akademiker(kind) eine andere Sprache, als ein Kind der Unterschicht. Ich kenne beide Seiten, weshalb mir einfach klar ist, dass es Bevölkerungsmilieus gibt in denen man Schwuchtel, Neger, Zigeuner sagt, die Ausländer nerven (und sei es der Lärm der Kinder im Hof) und man dort auch einfach weder die Zeit, noch die Kraft, noch das Interesse daran hat, ernsthaft darüber zu reflektieren und zu differenzieren. Das macht diese Menschen aber nicht zu Nazis. Das sind aber auch keine "Abgehängte" oder sonstiges abwertendes, sondern einfach Menschen, deren politisches Interesse sich auf Sat1-News und Kommentarspalten beschränkt. Durch facebook und so kommen halt diese Leute mit den anderen Milieus in Kontakt und die Akademikerkiddies kennen solche Milieus nicht. Naja, soll auch nicht zu weit weg führen...also:

Hier im Forum sollen Menschen vorschnell Nazi genannt werden(das ist ja, worauf der TE heraus wollte)? Ich lese hauptsächlich im 2er, 3er, 8er, welches ja die "sensiblen" Bereiche mit und beim überfliegen der Beiträge fällt da kaum noch jemand auf.

Beziehungsweise schätze ich mittlerweile den Anteil der Beiträge, in denen
...ich sage dies und das und werde dafür gleich Nazi genannt ...
ode
...sehr her ein Interview...das ist ja (ironisch) voll der Obernazi...
u.ä.

wesentlich höher ein, als die, in denen wirklich ernst gemeint gesagt wird, xyz sei ein Nazi.

Und das nervt zumindest mich ziemlich. Ich habe vor kurzem versucht, dies den Mods auch mitzuteilen, da dies nicht in der Form gewollt ist, sinkt meine Anzahl der Beiträge, die ernst gemeint sind, eben auch. :)
...
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon Svi Back » Do 14. Jan 2016, 22:57

hafenwirt hat geschrieben:(14 Jan 2016, 22:50)

Ist das eigentlich wirklich noch so häufig? Das es diese Zeit gegeben hat, in der vorschnell von "Nazi" die Rede war, mag so gewesen sein.


Bei der "Demo für alle" (komplett bürgerlich) wurden die Teilnehmer freundlich mit "Nazis raus" begrüßt.
Das findet auch heute noch täglich statt.
Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon hafenwirt » Do 14. Jan 2016, 23:04

Svi Back hat geschrieben:(14 Jan 2016, 22:57)

Bei der "Demo für alle" (komplett bürgerlich) wurden die Teilnehmer freundlich mit "Nazis raus" begrüßt.
Das findet auch heute noch täglich statt.


Ich rede hier vom Forum.

Das auf Demos alles etwas undifferenzierter verläuft, ist normal.
...
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon Svi Back » Do 14. Jan 2016, 23:12

hafenwirt hat geschrieben:(14 Jan 2016, 23:04)

Ich rede hier vom Forum.

Das auf Demos alles etwas undifferenzierter verläuft, ist normal.


im Forum ist es weniger geworden richtig. Aber es gibt, wenn man mit Sprache etwas geschickt umgehen kann,
zig Möglichkeiten jemand dies durch die Blume unterzujubeln. Und das passiert auch genügend.
Ich könnte dir, sofort 3-4 nennen, die quasi nichts anderes machen.
Die Diskussionskultur in Deutschland (ich meine nicht das Forum speziell) ist vergiftet ohne Ende.
Mir macht der politische Streit mit Andersdenkenden eigentlich wirklich Spaß, aber oft geht es einem
auch nur noch auf den Sack.
Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon Nichtwähler » Do 14. Jan 2016, 23:16

Es ist interessant, in diesem Forum die Beiträge zu lesen. Noch besser ist, wenn man begriffen hat, nicht auf jeden Dummsinn antworten zu müssen, aber das dauert seine Zeit.
So verlegt man sich eben ab und an darauf, einen oder einige Beiträge zu persiflieren und/oder Sarkasmus bzw. Ironie zu verwenden.

Merkwürdigerweise muss man solche Beiträge aber explizit damit kennzeichnen, weil sehr viele das nicht erkennen oder nicht erkennen wollen.

Aber trotzdem lese ich hier gerne - gibt ja sonst wenig zu lachen - und manchmal antworte ich auch. Mal ernsthaft, aber auch immer öfter unter den o.a. drei Prämissen.

Ganz besonders toll finde ich die Nazijäger, insbesondere die selbsternannten. Sind sie doch selbst nicht besser als diese, welche sie zu entlarven vorgeben.

Das ich Sozialismus nicht mag muss ich nicht erwähnen, das wird bekannt sein. Mache auch keinen Hehl daraus.

Fröhliches Diskutieren wünsche ich - ob Sinnvoll oder Sinnlos - allen Foristen weiterhin und manchmal lese ich auch mit, weil jeder Tag ohne Lachen ein verlorener Tag ist.

Also, in diesem Sinne viel Spass noch.
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon Cloudfox » Fr 15. Jan 2016, 05:36

doppelt/Cl
Zuletzt geändert von Cloudfox am Fr 15. Jan 2016, 05:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon Cloudfox » Fr 15. Jan 2016, 05:53

Cloudfox hat geschrieben:(15 Jan 2016, 05:36)

Momentan und seit Einzug bestimmter Orgas, deren Stärke es ist, radikales Denken und bürgerliche Erscheinung zusammenzubringen,
wissen wir alle, dass es eigentlich keine Nazis mehr gibt :D und wenn, dann wären es NeoNazis...

Die Neue Rechte, aber bitte sehr, muss sich doch ständig von der Lügenpressse und den Gutmenschen gefallen lassen "in die rechte Ecke"
gestellt zu werden. Vielleicht hätten sie sich dann besser "Neue Mitte" nennen sollen :s

Die wenigsten Mitspaziergänger und selbsternannten Vertreter der "Mitte der Gesellschaft" würden, selbst wenn sie manch Goebbels Demagogie
angebracht und cool fänden tatsächlich outen :rolleyes: - dann wäre ihnen die gesellschaftliche Ächtung ja sicher...

Neue rechte Forderungen und Behauptungen klingen ja zunächst in keinem Fall nach rechter oder faschistischer Ideologie...

Es wird selbstverständlich der Gewalt abgeschworen, gleichzeitig Verachtung und Zynismus gegenüber Fremden (und auch bestimmter Gruppen..) praktiziert und verlautbart...und zum Teil purer Hass verbreitet ...Sie bezeichnen sich als die "Achse des Guten" (und zitieren sie auch sehr fleißig), ihre abstruse Informationen, Interpretationen heben immer wieder auf eine (ihre...sie sind das Volk) überlegene "monokultuelle" Gesellschaft als Ziel ab, die die "Verfallserscheinungen" Deutschlands damit in Notwehrund mit dem Patriotenherz am rechten Fleck verteidigte!

Selbst wenn man hier im Forum eine Differenzierung zwischen Nazis, NeoNazis, Neuer Rechter...Abendlandsretter vornimmt (und zwar durchgängig). wird von
vielen genau das herausgehplt, was sie ach als Opfer ständig beklagen: Das bereits ist dann angeblich schon die "Naziskeule"...während sie
dann aber gerne die Umkehrung vornehmen, und alles was diese Achse des Guten und seine Protagonisten kritisch betrachtet, als Gutmensch, Linksgrün, Träumer, indisktabel, billige Provokation, Diffamierer (abgeschwächt, dass es stehen bleibt mit dem Zusatz " Versuch zu diffamieren..." ergänzt) und zu guter letzt zum Teil sogar sprachlich unter aller Kanone bezeichnen dürfen -
Passt doch! Was ist da noch eine "Nazikeule" dagegen? ;)
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 15. Jan 2016, 07:22

Wasteland hat geschrieben:(14 Jan 2016, 17:18)

Am meisten verwundert mich aber die Tatsache das viele Menschen sich die Nazikeule ohne Anlass präventiv selber über den Schädel ziehen, als fühlten sie sich angreifbar oder unsicher.


Das ist ganz und gar nicht verwunderlich. Schon die Verwendung des Begriffs "Nazikeule" zeigt ja zwei Dinge. Zum einen, dass dem Verwender bewusst ist, dass "Nazi" sein etwas schlechtes ist, zum anderen aber ist dem Verwender durchaus bewusst, dass er selber Thesen vertritt, die rechtsextrem sind. Anders ausgedrückt. Der Verwender des Begriffs "Nazikeule" möchte darauf hinweisen, dass er gerne rechtsextreme Positionen vertritt, aber nicht als rechtsextrem bezeichnet werde möchte, weil das was schlechtes ist. So ein Verhalten ist gar nicht unüblich und findet sich in dem Sprichwort "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" wieder.
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon Laertes » Fr 15. Jan 2016, 08:05

watisdatdenn? hat geschrieben:(13 Jan 2016, 23:34)Hier mein outing als Nazi.
Zu Nazi fällt mir ein:

- Herrenrassenideologie

- Anspruch auf (und Legitimation zur )Herrschaft über alle anderen

- paranoider Antisemitismus

- Verschwörungstheorie gegen obige Herrenrasse („Weltjudentum“)

- „Rassenhygiene“ durch gruppenbezogenen Terrorismus, Progrome, öffentliche Demütigung und Stigmatisierung, Ghettos, Deportation, Arbeits- und Vernichtungslager

- Volkskörperideologie

- „Volkshygiene“ durch Euthanasie, Menschenzucht und Menschenversuche

- Männlichkeits-, Mutterschafts-, Helden-, Führer- und Soldatenkult

- Totalitarismus: Zerschlagung der Demokratie, Einparteienherrschaft, Aufhebung der Gewaltenteilung, Instrumentalisierung aller politischen Kontrollinstanzen und Medien, weitreichende Vollmachten für Geheimdienste und Denunzianten, Polizeistaat (letzter Punkt zitiert aus Wikipedia)


"Rasse" kann dabei durch "Herkunft", "Religion" oder "Kultur" ersetzt werden. Wer mit zwei oder mehr dieser Ideen sympathisiert oder sie als Lösung politischer/gesellschaftlicher Probleme propagiert ist m. E. ein Nazi.

Ob du demnach einer bist musst du selbst beantworten. Ich für meinen Teil weiß, was ich von Leuten halte, die infantil mit "Nazi sein" kokettieren.
FAIRNESS, FÜRSORGE und FREIHEIT sind gemeinsame moralische Werte von Linken und Konservativen.
LOYALITÄT, AUTORITÄT und SAKRALITÄT sind aber für Rechts-Konservative genauso wichtig (Jonathan Haidt)
Demolit

Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon Demolit » Fr 15. Jan 2016, 08:58

völlig richtig.

Eines muss aber dazu gesagt werden. Der der Nazi meint zuschreiben zu müssen, muss sich über den Inhalt deiner aufgeführten Begriffe klar sein.
Der, der sich nicht so zuschreiben lassen will, muss seine Haltung am Inhalt deiner aufgelisteten Begriffe messen lassen. Das sorgt für unbelastete Debatten und Klarheit.

Das wir aus selbst zugeschriebener Deutungshoheit über diese Begriffe meist nicht gemacht.
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon odiug » Fr 15. Jan 2016, 09:25

Ein deutscher Nazi ist ein Widerspruch in sich.
Das deutsche Volk hat sich im Ueberlebenskampf mit der Niederlage 1945 als lebensunwert erwiesen.
Von daher muesste ein Deutscher, der sich als wahrhafter Nazi fuehlt, sich noch vor der Geburt selbst abtreiben, euthanasieren.

Es gibt in Deutschland nur eine ganze Menge Biedermaenner und Brandstifter.
Und die wirklich Schlimmen sind die Biedermaenner ... davon gibt es viel zu viele :(
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Laertes
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon Laertes » Fr 15. Jan 2016, 11:22

Demolit hat geschrieben:(15 Jan 2016, 08:58)Der der Nazi meint zuschreiben zu müssen, muss sich über den Inhalt deiner aufgeführten Begriffe klar sein.
Der, der sich nicht so zuschreiben lassen will, muss seine Haltung am Inhalt deiner aufgelisteten Begriffe messen lassen. Das sorgt für unbelastete Debatten und Klarheit.
Wer will das schon? Also unbelastete Debatten. Wobei - unbelastet von Ahnung, Anstand oder Logik geht gut hier :thumbup:
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon aleph » Do 27. Apr 2017, 16:47

watisdatdenn? hat geschrieben:(13 Jan 2016, 23:34)


ich bin stolz auf meinen uropa, der zum zweiten weltkrieg ausgemustert wurde und somit bei dem blödsinn nicht mitgemacht hat.
ich bin stolz auf meine schriftstellerisch tätige verwandte zur nazizeit, die zu der zeit ordentlich probleme bekam.

watisdatdenn? hat geschrieben:(13 Jan 2016, 23:34)
warum also mein outing als nazi?


Damit Du auf eine eigene Leistung (Outing) stolz sein kannst :p
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein.
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon Selina » Do 27. Apr 2017, 16:54

watisdatdenn? hat geschrieben:(13 Jan 2016, 23:34)

Hier mein outing als Nazi.

ok mit ein paar einschränkungen:
ich habe nichts gegen Ausländer, insbesondere nichts gegen Juden. rassenlehre halte ich für unsinn.
hitler war meiner ansicht nach ein vollidiot.
Ich bin ein großer Verfechter der Demokratie, insbesondere eines Demokratiemodells im Sinne der Schweiz.
Meinungsfreiheit ist mir ein sehr wichtiges Gut. Jeder sollte offen und ehrlich ansprechen können was er denkt.
Ich glaube der Mensch ist zu sehr guten und tollen Taten fähig. JEDER Mensch (der nicht wahnhaft ist).
Deutschland ist mir zwar wichtig, aber Bayern und insbesondere meine Familie ist mir deutlich wichtiger.
ich bin stolz auf meinen uropa, der zum zweiten weltkrieg ausgemustert wurde und somit bei dem blödsinn nicht mitgemacht hat.
ich bin stolz auf meine schriftstellerisch tätige verwandte zur nazizeit, die zu der zeit ordentlich probleme bekam.

warum also mein outing als nazi? nun vor allem um der nazi-keule in der diskussion vorzukommen. indem ich von anfang an klar und deutlich vermittle, dass ich ein nazi bin, dient das der versachlichung der argumentation.

ist das ein sinnvoller ansatz? wer möchte sich ebenfalls als nazi outen? :thumbup:


Ich habe diesen Thread jetzt gerade zufällig und zum ersten Mal gesehen. Eine Frage: Soll das ne Verarsche sein? Oder ist das ernst gemeint? Und falls ja, was macht dich denn dann deiner Meinung nach nun zum Nazi? Weswegen nennst du dich so?
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon watisdatdenn? » Do 27. Apr 2017, 18:09

Selina hat geschrieben:(27 Apr 2017, 17:54)
Ich habe diesen Thread jetzt gerade zufällig und zum ersten Mal gesehen. Eine Frage: Soll das ne Verarsche sein? Oder ist das ernst gemeint? Und falls ja, was macht dich denn dann deiner Meinung nach nun zum Nazi? Weswegen nennst du dich so?

Das ist nicht eine Frage sondern 4, aber kein Problem.

Soll das ne Verarsche sein?
Nein

Oder ist das ernst gemeint?
Ja

Und falls ja, was macht dich denn dann deiner Meinung nach nun zum Nazi?
Meine Behauptung, dass ich einer bin. Der Begriff ist nicht geschützt oder klar definiert.

Weswegen nennst du dich so?
Um die Diskussion zu versachlichen (entfernen der unsachlichen Nazikeule und Nazikeulenkeule) ohne dabei Meinungsfreiheit einzuschränken.
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon Ein Terraner » Do 27. Apr 2017, 19:31

watisdatdenn? hat geschrieben:(27 Apr 2017, 19:09)

Und falls ja, was macht dich denn dann deiner Meinung nach nun zum Nazi?
Meine Behauptung, dass ich einer bin. Der Begriff ist nicht geschützt oder klar definiert.


Also bist du ein Nazi weil du alternative Fakten verbreitest ?
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon Selina » Fr 28. Apr 2017, 10:38

watisdatdenn? hat geschrieben:(27 Apr 2017, 19:09)

Das ist nicht eine Frage sondern 4, aber kein Problem.

Soll das ne Verarsche sein?
Nein

Oder ist das ernst gemeint?
Ja

Und falls ja, was macht dich denn dann deiner Meinung nach nun zum Nazi?
Meine Behauptung, dass ich einer bin. Der Begriff ist nicht geschützt oder klar definiert.

Weswegen nennst du dich so?
Um die Diskussion zu versachlichen (entfernen der unsachlichen Nazikeule und Nazikeulenkeule) ohne dabei Meinungsfreiheit einzuschränken.


Sorry, aber die Antwort, du bist ein Nazi, weil du das behauptest, ist ja nun ein wenig albern. Oder? Was ich natürlich wissen wollte, ist, welche Anliegen und Gedanken du hast, aus denen du dann schließt, dass du ein Nazi bist. Deine Motive und Ansichten waren natürlich gefragt, nicht ein "Titel" oder eine Benennung, die du dir gegeben hast.
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Re: Ich bin ein Nazi

Beitragvon Selina » Fr 28. Apr 2017, 17:18

Keine Antwort?
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