Unwort des Jahres

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Alexyessin
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon Alexyessin » Di 26. Jan 2016, 09:56

Svi Back hat geschrieben:(26 Jan 2016, 08:53)

vor allem finde ich es lustig, dass sich viele darüber aufregen. Die linken haben seit Jahrzehnten mit
massiven Kampfbegriffen gearbeitet. Nun kommt mal einer zurück, der sich auch durchgesetzt hat und nun wird gezedert.böse, böse, pfui, pfui.
kostet ein Schmunzeln


Wobei Gutmensch kein Kampfbegriff gegen Linke ist. Oder wie man nun jetzt wieder Linke nennen mag. Egal.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
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Nathan
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon Nathan » Di 26. Jan 2016, 10:12

Lomond hat geschrieben:(26 Jan 2016, 08:35)

So ist es.

Das Wort "Gutmensch" ist ein nützlicher Begriff, der etwas sehr gut auf den Punkt bringt:
Leute, die sich für gut halten und viel darüber reden, die aber nicht wirklich gut sind.

Und dieses Wort hat nun diese Gutmesnchen so sehr geärgert, dass sie es zum "Unwort" erklärt haben.

Wen wundert's? :D

Schwach. :x

Den Begriff gibt es ja schon sehr lange und er hat bis vor ein, zwei Jahren niemand interessiert, bis es einem besonders "witzigen" rechtsradikalen Vordenker eingefallen ist, mit diesem Begriff alle Menschen zu diffamieren, die sich nicht gegen etwas Empathie in ihren Überlegungen wehren. Der Begriff hat sich sehr schnell verbreitet, auch weil er semantisch sehr viel harmloser ist als die berüchtigte "Nazikeule". Im Prinzip ergänzen sich beide. Der "Gutmensch" schwingt die "Nazikeule"... :x
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Zunder
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon Zunder » Di 26. Jan 2016, 23:19

Wenn man ein Wort zum Unwort erklären kann, kann man auch Recht zum Unrecht, Freiheit zur Unfreiheit und Sinn zum Unsinn erklären.
Bislang fand ich den Ausdruck "Gutmensch" ziemlich bescheuert. Als "Unwort" fängt er an, mir zu gefallen.
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Re: Untat des Jahres

Beitragvon Kommibuster » Mi 27. Jan 2016, 15:59

Die Untat der letzten Jahre:

Die Suche nach intelligenten Wesen auf der Erde hat man offenbar aufgegeben,
denn man sucht sie jetzt verzweifelt auf anderen Planeten....
Gruß aus Florida
Wolfhart
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon toterevolution » Fr 12. Feb 2016, 23:36

Unwort des Jahres sollte "besorgte Bürger" sein
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon Michi » Di 10. Jan 2017, 10:36

"When in doubt... C-4"
- Jamie Hyneman
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon schelm » Di 10. Jan 2017, 10:44

Ich hätte " Generalverdacht " gewählt. Ein routinierter Strohmann, der inhaltlich von Problemen ablenken soll durch die Widerlegung von Behauptungen, die niemand aufstellt der seriöse Mitsprache einfordert.
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon Moses » Di 10. Jan 2017, 11:13

Das Unwort ist aber falsch geschrieben, so muss das:

Folgsfahrräder
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon Antonius » Di 10. Jan 2017, 11:24

Volksfahrräder als Unwort? Das verstehe ich nicht. ;)
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon firlefanz11 » Di 10. Jan 2017, 11:33

Wie gesagt: Für 2017 spekuliere ich auf "Nafri"... :rolleyes:
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 10. Jan 2017, 11:44

Na denn ...."Volksverräter" ist nun zum Unwort des Jahres 2016 gewählt

ABER es gibt gleich zwei "Institutionen" welche das "zuständige Unwort des Jahres" erkennen. Also Vielfalt vor Einfalt :
Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden das Wort des Jahres. Für 2016 entschied sie sich für den Begriff "postfaktisch".
Lässt sich auch gut miteinander kombinieren - ist doch was das was "Anhänger von Pegida, AfD und ähnlicher Initiativen" als "Volksverräter" bezeichnen selbst "postfaktisch".

Sozusagen in der rechten Alptraumwelt ohne den ach so hinderlichen Faktenbezug - das zuständige WIKI formuliert das recht freundlich :
Postfaktische Politik ist ein politisches Denken und Handeln, bei dem Fakten nicht im Mittelpunkt stehen *. [*das ist recht lustig formuliert]

Die Wahrheit einer Aussage tritt hinter den Effekt der Aussage auf die eigene Klientel zurück. :?

In einem nicht postfaktischen oder demokratischen Diskurs wird dagegen – gemäß dem Ideal der Aufklärung – über die zu ziehenden Schlussfolgerungen aus belegbaren Fakten gestritten. :thumbup:

In einem postfaktischen Diskurs wird hingegen gelogen, abgelenkt oder verwässert, ohne dass dies entscheidende Relevanz für das Zielpublikum hätte. Entscheidend für die von postfaktischer Politik angesprochenen Wähler ist, ob die angebotenen Erklärungsmodelle eine Nähe zu deren Gefühlswelt haben :cool: .
Bald werden "wir" wissen, wer die beiden "Unworte 2016" am besten miteinander vereinigt....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon frems » Di 10. Jan 2017, 19:41

Antonius hat geschrieben:(10 Jan 2017, 11:24)

Volksfahrräder als Unwort? Das verstehe ich nicht. ;)

Das ist ein sächsischer Begriff, glaub ich.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon twilight » Di 10. Jan 2017, 19:48

frems hat geschrieben:(10 Jan 2017, 19:41)

Das ist ein sächsischer Begriff, glaub ich.

Ist Sachsen-Slang, so wie: "Gänsefleisch" = "können Sie vielleicht" :D
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon JJazzGold » Di 10. Jan 2017, 20:45

twilight hat geschrieben:(10 Jan 2017, 19:48)

Ist Sachsen-Slang, so wie: "Gänsefleisch" = "können Sie vielleicht" :D


Oder “ A Tännschen blies“.
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon twilight » Di 10. Jan 2017, 22:13

JJazzGold hat geschrieben:(10 Jan 2017, 20:45)

Oder “ A Tännschen blies“.

Das geht dann schon ins Angelsächsische :D
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon Selina » Di 10. Jan 2017, 23:04

JJazzGold hat geschrieben:(10 Jan 2017, 20:45)

Oder “ A Tännschen blies“.


Oder: "Ä Schälchen Heeßen" für "eine Tasse Kaffee" :D
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon schelm » Mi 11. Jan 2017, 00:26

Antonius hat geschrieben:(10 Jan 2017, 11:24)

Volksfahrräder als Unwort? Das verstehe ich nicht. ;)

Bestimmt so eine überteuerte Werbeaktion wie die hier :

https://picture1.cyberport.de/files/img ... -acer-.jpg

:D
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon schelm » Mi 11. Jan 2017, 00:29

frems hat geschrieben:(10 Jan 2017, 19:41)

Das ist ein sächsischer Begriff, glaub ich.

Das ist Wortwitz, glaub ich.
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon JJazzGold » Mi 11. Jan 2017, 08:18

Selina hat geschrieben:(10 Jan 2017, 23:04)

Oder: "Ä Schälchen Heeßen" für "eine Tasse Kaffee" :D


Mei Babba wor Sachse. ;)
Er hat zwar Zeit seines Lebens vehement abgelehnt zu sächseln, aber da der Rest der Familie diese Abneigung nicht teilte, haben wir Kinder das zügig übernommen, wenn wir zu Besuch waren.

Am besten hat mir immer gefallen, “Nu, mir Sachsen sin helle, ä andre Bemme ausgesprochn ham, ham mir se schon gegessen“. :D
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Re: Unwort des Jahres

Beitragvon JJazzGold » Mi 11. Jan 2017, 08:22

twilight hat geschrieben:(10 Jan 2017, 22:13)

Das geht dann schon ins Angelsächsische :D


Die dazugehörige Frage lautet, glaube ich, was sagt ein ausgewanderter Sachse, wenn er in N.Y. einen Tannenbaum kaufen will? ;)
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