Was ist Rassismus?

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Selina
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Selina » Sa 23. Jun 2018, 18:21

Dark Angel hat geschrieben:(23 Jun 2018, 19:16)

Und aus welchen Äußerungen schließt du, dass Ethnien in "wertvoller" oder"weniger wertvoll" eingestuft/bewertet werden?
Reicht es da schon, wenn sich Deutsche zu ihrer/ihren eigenen Ethnie(n) zugehörig fühlen, wenn sie sich damit identifizieren?
Kannst du dich auch mit Inhalten von Aussagen auseinander setzen oder geht das bei dir nur ad hominem?


Wenn du nicht antworten magst, tue ich es. Das Thema Ethnie ist nur für extrem weit rechts stehende Leute von Bedeutung. Alle anderen interessieren sich nicht dafür. Warum nicht? Weil es in jeder Hinsicht um das Menschsein geht und nicht um die Ethnie.
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Billie Holiday
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Billie Holiday » Sa 23. Jun 2018, 18:21

Bielefeld09 hat geschrieben:(23 Jun 2018, 19:14)

Machen wir es doch mal wieder einfach!
Unsere Gemeinsamkeit ist die deutsche Verfassung und das BGB und vieles mehr.
Und diese Gesetze wirken im deutschen rechtswirksamen Raum für alle darin befindlichen Menschen gleich!
"Vor dem Gesetz sind eben alle gleich"
Das gilt es eben zu verteidigen.
Und der Rassist versucht immer andersartige Merkmale, wie geschlechtliche Identität, Nationalität , Ethnie usw.
mit negativen Verhaltensweisen zu verknüpfen,
um so Progromstimmung gegen die stigmatisierte Bevölkerungsgruppe zu betreiben.
Siehe auch Flüchtlingsthread.
Warum sich nun Rassisten nun als was besseres fühlen,
das frag sie doch mal selber!


Ich kenne niemanden, den ich fragen könnte, weil niemand in meinem Umfeld sich als was besseres fühlt.
Anders, unterschiedlich, ähnlich, fremd oder vertraut ja, aber nicht besser oder schlechter.
Dass wir alle Menschen sind und alle gleichwertig, haben sowohl ich als auch mein Umfeld schon immer verinnerlicht, du bereitest mir also keine Überraschungen.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Billie Holiday » Sa 23. Jun 2018, 18:30

Wie ist es eigentlich, wenn ein Kulturkreis seinen Töchtern verwehrt, einen Mann aus einem anderen Kulturkreis zu heiraten?
Also wenn der weiße Rassist seiner Tochter verbietet, einen Dunkelhäutigen zu heiraten. Dann ist das übler Rassismus.
Wenn der Moslem seiner Tochter verbietet, jemand anderes als einen Moslem zu heiraten, ist das dann auch Rassismus? Und ist das eine Erhöhung der eigenen Kultur/Religion/Herkunft über andere? Und ist es rassistisch, darauf aufmerksam zu machen? :D
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Dark Angel » Sa 23. Jun 2018, 18:31

Selina hat geschrieben:(23 Jun 2018, 18:10)

Nochmal: Alle die von dir genannten Menschen können sich doch gerne als Angehörige einer bestimmten Ethnie fühlen. Das ist mir egal. Ich kenne nur keinen einzigen Deutschen in meinem Umfeld, der sagt, er fühle sich als Angehöriger der deutschen Ethnie.

Ach die anderen dürfen sich einem Volk zugehörig fühlen - genau DAS bedeutet der Begriff "Ethnie" nämlich - nur Deutsche dürfen das nicht, die dürfen sich nicht dem deutschen Volk zugehörig fühlen. Das ist dann voll rassistisch.
Du kennst also niemanden, der sich dem deutschen Volk zugehörig fühlt?

Selina hat geschrieben:(23 Jun 2018, 18:10)Auch die Leute mit anderen Wurzeln sagen so etwas nicht in Bezug auf ihre Herkunft. Wenn das mal jemand sagen würde, brächen alle in schallendes Gelächter aus.

Wo lebst du eigentlich, mit was für komischen Leuten verkehrst du?
Die Menschen die ich kenne, die bekennen sich zu ihrer Herkunft, zu ihren Wurzeln und die sagen das auch. Allerdings bricht darüber niemand in schallendes Gelächter aus. Die Menschen die ich kenne - und zu denen gehört auch ein Bundestagsabgeordneter - betrachten ihre Herkunft, ihre Wurzeln als Teil ihrer individuellen Identität.
Ja - ich bilde mir was drauf ein, diesen Mann näher kennen zu dürfen!
Und ehe du auf dämliche Gedanken kommst, der Mann sitzt für die SPD im Bundestag und stammt aus dem Senegal! :p
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Selina » Sa 23. Jun 2018, 18:38

Dark Angel hat geschrieben:(23 Jun 2018, 19:31)

Ach die anderen dürfen sich einem Volk zugehörig fühlen - genau DAS bedeutet der Begriff "Ethnie" nämlich - nur Deutsche dürfen das nicht, die dürfen sich nicht dem deutschen Volk zugehörig fühlen. Das ist dann voll rassistisch.
Du kennst also niemanden, der sich dem deutschen Volk zugehörig fühlt?


Wo lebst du eigentlich, mit was für komischen Leuten verkehrst du?
Die Menschen die ich kenne, die bekennen sich zu ihrer Herkunft, zu ihren Wurzeln und die sagen das auch. Allerdings bricht darüber niemand in schallendes Gelächter aus. Die Menschen die ich kenne - und zu denen gehört auch ein Bundestagsabgeordneter - betrachten ihre Herkunft, ihre Wurzeln als Teil ihrer individuellen Identität.
Ja - ich bilde mir was drauf ein, diesen Mann näher kennen zu dürfen!
Und ehe du auf dämliche Gedanken kommst, der Mann sitzt für die SPD im Bundestag und stammt aus dem Senegal! :p


Ganz normale Menschen. Aber niemand schwafelt von "deutscher Ethnie". Das interessiert einfach keinen. Ethnie - Identität - Volk und was weiß ich nicht alles, all das ist in unseren Gesprächen echt kein Thema. Ich finde es eher etwas exotisch oder ziemlich schräg, dass du von Leuten umgeben bist, die sich sogar privat damit befassen, zu welcher Ethnie sie gehören. Wie gesagt, meine Leute würden da laut lachen. Das ist alles so aus der Welt und so unrealistisch. Wozu brauchst du das?
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Dark Angel » Sa 23. Jun 2018, 18:44

Selina hat geschrieben:(23 Jun 2018, 19:21)

Wenn du nicht antworten magst, tue ich es. Das Thema Ethnie ist nur für extrem weit rechts stehende Leute von Bedeutung. Alle anderen interessieren sich nicht dafür. Warum nicht? Weil es in jeder Hinsicht um das Menschsein geht und nicht um die Ethnie.

Aha - sich einem Volk zugehörig fühlen, ist also nur für extrem rechts stehende Leute von Bedeutung.
Nun, dann stehen wohl etwa 90% der Weltbevölkerung extrem rechts.
Passend dazu:

"Meinungsumfragen zeigen immer wieder, dass eine große Mehrheit der Befragten – und zwar weltweit – den Nationalstaat als wichtig empfindet. Das gilt auch für Europa. Dort wiederum bezeichnet sich nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Befragten ausschließlich als Europäer. Und das, obwohl wir mit gutem Recht seit 50 Jahren europäische Integration vorantreiben. Das zeigt, dass die Parteien endlich lernen müssen, Frieden mit der Identität zu machen, die für die meisten Menschen die größte Bedeutung hat. Und das ist eben der Nationalstaat."
Quelle


Naja, vielleicht steht Dr. Michael Bröning von der Friedrich-Ebert-Stiftung, aus deiner Perspektive, auch extrem rechts.
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Selina » Sa 23. Jun 2018, 18:52

Dark Angel hat geschrieben:(23 Jun 2018, 19:44)

Aha - sich einem Volk zugehörig fühlen, ist also nur für extrem rechts stehende Leute von Bedeutung.
Nun, dann stehen wohl etwa 90% der Weltbevölkerung extrem rechts.
Passend dazu:

"Meinungsumfragen zeigen immer wieder, dass eine große Mehrheit der Befragten – und zwar weltweit – den Nationalstaat als wichtig empfindet. Das gilt auch für Europa. Dort wiederum bezeichnet sich nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Befragten ausschließlich als Europäer. Und das, obwohl wir mit gutem Recht seit 50 Jahren europäische Integration vorantreiben. Das zeigt, dass die Parteien endlich lernen müssen, Frieden mit der Identität zu machen, die für die meisten Menschen die größte Bedeutung hat. Und das ist eben der Nationalstaat."
Quelle


Naja, vielleicht steht Dr. Michael Bröning von der Friedrich-Ebert-Stiftung, aus deiner Perspektive, auch extrem rechts.


Du drehst einem permanent das Wort im Mund herum. Sicher gehört jeder irgendeiner Nation an. Das ist doch klar. Nicht diese Zugehörigkeit alleine ist das extrem Rechte, sondern dieses permanente Darüber-Reden... mit Stolz geschwellter Brust und wehenden Fahnen. Solche Dinge hat man irgendwo in einem "Schubfach" in sich drinnen, wie andere Selbstverständlichkeiten auch, die muss man nicht immerzu öffentlich thematisieren. Das aber tun die Rechten mit Vorliebe. Diese Zurschaustellung ihrer "ethnischen Zugehörigkeit" geschieht natürlich mit vollster Absicht.
Zuletzt geändert von Selina am Sa 23. Jun 2018, 18:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Marmelada » Sa 23. Jun 2018, 18:53

Dark Angel hat geschrieben:(23 Jun 2018, 15:17)

Warum ist es Quatsch, wenn sich Deutsche als Angehörige von Ethnien verstehen?
...
Weil "Deutsch" eine Nationalität ist und keine Ethnie.

Dark Angel hat geschrieben:(23 Jun 2018, 19:44)

Aha - sich einem Volk zugehörig fühlen, ist also nur für extrem rechts stehende Leute von Bedeutung.
Nun, dann stehen wohl etwa 90% der Weltbevölkerung extrem rechts.
Passend dazu:

"Meinungsumfragen zeigen immer wieder, dass eine große Mehrheit der Befragten – und zwar weltweit – den Nationalstaat als wichtig empfindet. Das gilt auch für Europa. Dort wiederum bezeichnet sich nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Befragten ausschließlich als Europäer. Und das, obwohl wir mit gutem Recht seit 50 Jahren europäische Integration vorantreiben. Das zeigt, dass die Parteien endlich lernen müssen, Frieden mit der Identität zu machen, die für die meisten Menschen die größte Bedeutung hat. Und das ist eben der Nationalstaat."
Quelle


Naja, vielleicht steht Dr. Michael Bröning von der Friedrich-Ebert-Stiftung, aus deiner Perspektive, auch extrem rechts.
Die einzige Stelle, wo Dr. Michael Bröning von "Ethnie" spricht, ist diese und die fällt nicht in deinem Sinn aus:

Ein aktuelles Beispiel ist Schottland, wo die Scottish National Party den Begriff Heimat mit einem zivilen Patriotismus verbinden kann. Dieser ist nicht ethnisch oder religiös definiert, sondern durch das Bekenntnis zum Projekt der schottischen Nation. Und das wiederum ist proeuropäisch, progressiv und weltoffen.
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Dark Angel » Sa 23. Jun 2018, 18:55

Selina hat geschrieben:(23 Jun 2018, 19:38)

Ganz normale Menschen. Aber niemand schwafelt von "deutscher Ethnie". Das interessiert einfach keinen. Ethnie - Identität - Volk und was weiß ich nicht alles, all das ist in unseren Gesprächen echt kein Thema. Ich finde es eher etwas exotisch oder ziemlich schräg, dass du von Leuten umgeben bist, die sich sogar privat damit befassen, zu welcher Ethnie sie gehören. Wie gesagt, meine Leute würden da laut lachen. Das ist alles so aus der Welt und so unrealistisch. Wozu brauchst du das?

Tja - Herkunft und individuelle Wurzeln SIND privat, etwas privateres gibt es nicht.
Mit jemanden über diese Herkunft, diese Wurzeln zu sprechen, bedarf einer soliden Vertrauensbasis - eben ein Zugehörigkeits- und Gemeinschaftsgefühl. Solche Gespräche sind halt etwas anderes als oberflächlicher und unverbindlicher Smalltalk.
Wenn das für dich schon extrem rääächts ist, na dann "gute Nacht Marie"!
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 23. Jun 2018, 18:57

Billie Holiday hat geschrieben:(23 Jun 2018, 19:21)

Ich kenne niemanden, den ich fragen könnte, weil niemand in meinem Umfeld sich als was besseres fühlt.
Anders, unterschiedlich, ähnlich, fremd oder vertraut ja, aber nicht besser oder schlechter.
Dass wir alle Menschen sind und alle gleichwertig, haben sowohl ich als auch mein Umfeld schon immer verinnerlicht, du bereitest mir also keine Überraschungen.

Ich möchte dir und deinem Umfeld auch keine Überraschungen bereiten.
Im übrigen teile ich deine Meinung, weil mein Umfeld genauso bunt ist.
Nur hier geht es ja um Rassismus.
Und Rassismus war in der Vergangenheit u.a. nur dadurch möglich,
das sich zum Beispiel in den USA die weisse Rasse
über die Schwarzen erhoben hat.
Sie hat sie einfach versklavt.
Weitere Beispiele der Vergangenheit will ich hier gar nicht aufzählen,
weil das aufgeführte Beispiel nur eines deutlich macht.
Die gemeinsame Hautfarbe der Weissen führte zur Unterdrückung der Schwarzen,
die ja dumm und wild waren.
Im heutigen Deutschland als Rechtsstaat haben auch Schwarze Bürgerrechte.
Auch Juden, auch Homosexuelle, auch Transgender, auch Kinder und Flüchtlinge,
eben alle Bürger.
Und das gilt es zu verteidigen!
Gemeinsam hoffentlich :thumbup:
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Billie Holiday » Sa 23. Jun 2018, 18:59

Bielefeld09 hat geschrieben:(23 Jun 2018, 19:57)

Ich möchte dir und deinem Umfeld auch keine Überraschungen bereiten.
Im übrigen teile ich deine Meinung, weil mein Umfeld genauso bunt ist.
Nur hier geht es ja um Rassismus.
Und Rassismus war in der Vergangenheit u.a. nur dadurch möglich,
das sich zum Beispiel in den USA die weisse Rasse
über die Schwarzen erhoben hat.
Sie hat sie einfach versklavt.
Weitere Beispiele der Vergangenheit will ich hier gar nicht aufzählen,
weil das aufgeführte Beispiel nur eines deutlich macht.
Die gemeinsame Hautfarbe der Weissen führte zur Unterdrückung der Schwarzen,
die ja dumm und wild waren.
Im heutigen Deutschland als Rechtsstaat haben auch Schwarze Bürgerrechte.
Auch Juden, auch Homosexuelle, auch Transgender, auch Kinder und Flüchtlinge,
eben alle Bürger.
Und das gilt es zu verteidigen!
Gemeinsam hoffentlich :thumbup:


Ich wüßte nicht, wo ich das angezweifelt habe.
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Dark Angel » Sa 23. Jun 2018, 19:09

Selina hat geschrieben:(23 Jun 2018, 19:52)

Du drehst einem permanent das Wort im Mund herum. Sicher gehört jeder irgendeiner Nation an. Das ist doch klar. Nicht diese Zugehörigkeit alleine ist das extrem Rechte, sondern dieses permanente Darüber-Reden... mit Stolz geschwellter Brust und wehenden Fahnen. Solche Dinge hat man irgendwo in einem "Schubfach" in sich drinnen, wie andere Selbstverständlichkeiten auch, die muss man nicht immerzu öffentlich thematisieren. Das aber tun die Rechten mit Vorliebe. Diese Zurschaustellung ihrer "ethnischen Zugehörigkeit" geschieht natürlich mit vollster Absicht.

Ich drehe gar nichts im Mund rum!
Nationen wurden von Völkern (Ethnien) gegründet und zwar von relativ homogenen Völkeren und diese Nationen/Nationalstaaten haben sich über Jahrhunderte entwickelt. Grenzen wurden nicht vollkommen willkürlich, ohne Rücksicht auf die Siedlungsgebiete bestimmter Ethnien/Völker gezogen. Dergleichen machten nur die Kolonialmächte in Afrika - mit den bekannten Folgen nach der (jeweiligen) Unabhängigkeit. Sollte eigentlich bekannt sein!
Ebenso bekannt sein sollte, dass verschiedene Ethnien in einem Nationalstaat zusammen leben, weil sie Gemeinsamkeiten haben, weil sie ein Zugehörigkeits- und Zusammengehörigkeitsgefühl haben.
Das hat nichts mit dem von dir unterstelltem "mit Stolz geschwellter Brust und wehenden Fahnen" zu tun und noch weniger mit "Schubfächern". Ethnische Zugehörigkeit wird ganz normal auf Traditionsfesten/Trachtenfesten dokumentiert.
Die sind dann wahrscheinlich auch extrem räächts. In vielen Regionen wird die (National)Tracht immer noch bei Hochzeiten getragen - damit wird Zugehörigkeit dokumentiert. Ist für dich offensichtlich a) extrem rääächts oder b) ein Grund in schallendes Gelächter auszubrechen.
Nochmal: wie kann man nur so verbohrt sein? :s
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Dark Angel » Sa 23. Jun 2018, 19:15

Marmelada hat geschrieben:(23 Jun 2018, 19:53)

Weil "Deutsch" eine Nationalität ist und keine Ethnie.

Das ist falsch!
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
In einem anderen Beitrag habe ich die Herkunft/Etymologie des Begriffes "Deutsch" erläutert:

"Das Wort "deutsch" hat sich aus der indoeuropäischen Wortwurzel " teuta" = Volk, Leute entwickelt. Es bezeichnet die Zugehörigkeit zur germanischen Sprachgemeinschaft/germanischem Idiom/germanischen Dialekten, in Abgrenzung zur Völkern mit "welchem" (romanischen Sprachen und Dialekten) Idiom und zum Latein der Kleriker.
Aus "teuta" entwickelte sich im Westfränkischen (einem ausgestorbenen germanischen Dialekt) das Wort "theodisk". Die "Lingua theodisk" = deutsche Sprache ist die Sprache "die dem Volke verständlich ist"."


Und damit ist müsste eigentlich klar sein, dass "Deutsch" sehr wohl eine Ethnie bzw eine Gruppe verwandter Ethnien bezeichnet.
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 23. Jun 2018, 19:18

Billie Holiday hat geschrieben:(23 Jun 2018, 19:30)

Wie ist es eigentlich, wenn ein Kulturkreis seinen Töchtern verwehrt, einen Mann aus einem anderen Kulturkreis zu heiraten?
Also wenn der weiße Rassist seiner Tochter verbietet, einen Dunkelhäutigen zu heiraten. Dann ist das übler Rassismus.
Wenn der Moslem seiner Tochter verbietet, jemand anderes als einen Moslem zu heiraten, ist das dann auch Rassismus? Und ist das eine Erhöhung der eigenen Kultur/Religion/Herkunft über andere? Und ist es rassistisch, darauf aufmerksam zu machen? :D

Das war doch deine Frage, oder!
Und ja, das ist ein Problem.
Aber kein rechtsstaatliches Thema.
Wenn die Tochter 18 Jahre alt ist,
dann kann sie machen,
was sie will.
Das ist ein kulturelles Thema.
Und ein rechtsstaatliches.
Und so muss das auch behandelt werden.
Aber sowas ist doch kein rassistisches Thema!
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Selina » Sa 23. Jun 2018, 19:18

Zugehörigkeit und Zusammengehörigkeit müssen nicht ständig vordergründig demonstriert werden. Gruppen oder Teams können auch bunt zusammengewürfelt sein und aus Angehörigen verschiedener Nationen bestehen. All das finde ich zum Beispiel viel interessanter.
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Marmelada » Sa 23. Jun 2018, 19:20

Dark Angel hat geschrieben:(23 Jun 2018, 20:09)

Ich drehe gar nichts im Mund rum!
Nationen wurden von Völkern (Ethnien) gegründet und zwar von relativ homogenen Völkeren und diese Nationen/Nationalstaaten haben sich über Jahrhunderte entwickelt. Grenzen wurden nicht vollkommen willkürlich, ohne Rücksicht auf die Siedlungsgebiete bestimmter Ethnien/Völker gezogen. ...
Das heutige Deutschland bestand bis ins 19. Jahrhundert aus wievielen Kleinstaaten? Und die wurden von jeweils unterschiedlichen "Ethnien" bewohnt?
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 23. Jun 2018, 19:27

Dark Angel hat geschrieben:(23 Jun 2018, 20:09)

Ich drehe gar nichts im Mund rum!
Nationen wurden von Völkern (Ethnien) gegründet und zwar von relativ homogenen Völkeren und diese Nationen/Nationalstaaten haben sich über Jahrhunderte entwickelt. Grenzen wurden nicht vollkommen willkürlich, ohne Rücksicht auf die Siedlungsgebiete bestimmter Ethnien/Völker gezogen. Dergleichen machten nur die Kolonialmächte in Afrika - mit den bekannten Folgen nach der (jeweiligen) Unabhängigkeit. Sollte eigentlich bekannt sein!
Ebenso bekannt sein sollte, dass verschiedene Ethnien in einem Nationalstaat zusammen leben, weil sie Gemeinsamkeiten haben, weil sie ein Zugehörigkeits- und Zusammengehörigkeitsgefühl haben.
Das hat nichts mit dem von dir unterstelltem "mit Stolz geschwellter Brust und wehenden Fahnen" zu tun und noch weniger mit "Schubfächern". Ethnische Zugehörigkeit wird ganz normal auf Traditionsfesten/Trachtenfesten dokumentiert.
Die sind dann wahrscheinlich auch extrem räächts. In vielen Regionen wird die (National)Tracht immer noch bei Hochzeiten getragen - damit wird Zugehörigkeit dokumentiert. Ist für dich offensichtlich a) extrem rääächts oder b) ein Grund in schallendes Gelächter auszubrechen.
Nochmal: wie kann man nur so verbohrt sein? :s

Was für ein Geschwätz?
Wann wurde Deutschland aufgrund von homogenen Völkern gegründet?
Welche waren es denn und was erklärt die Blut und Boden Politik
von Adolf Hitler?
Rassismus ist das Problem von historischen Leugnungen.
Und dann sind wird auch wieder beim Nazi Populismus.
Sollen wir weitermachen? :D
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Billie Holiday » Sa 23. Jun 2018, 19:28

Selina hat geschrieben:(23 Jun 2018, 20:18)

Zugehörigkeit und Zusammengehörigkeit müssen nicht ständig vordergründig demonstriert werden. Gruppen oder Teams können auch bunt zusammengewürfelt sein und aus Angehörigen verschiedener Nationen bestehen. All das finde ich zum Beispiel viel interessanter.


Und wenn sich gerade mal kein Angehöriger einer anderen Nation findet, der in eine Gruppe passt oder reinwill? Woher nehmen und nicht stehlen und darf man sich dann trotzdem einer Gruppe zugehörig fühlen ohne schlechtes Gewissen?
Die Frage ist natürlich rein rhetorisch, mir ist es völlig wurscht, was andere mir zubilligen und was nicht. Ich bin Deutsche, fühle mich hier wohl und geborgen, fühle mich hier zugehörig und gut ist.
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 23. Jun 2018, 19:29

Selina hat geschrieben:(23 Jun 2018, 20:18)

Zugehörigkeit und Zusammengehörigkeit müssen nicht ständig vordergründig demonstriert werden. Gruppen oder Teams können auch bunt zusammengewürfelt sein und aus Angehörigen verschiedener Nationen bestehen. All das finde ich zum Beispiel viel interessanter.

Beschreibst du das Leben in Deutschland,
dann hast du das gut gemacht!
Danke.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Was ist Rassismus?

Beitragvon Marmelada » Sa 23. Jun 2018, 19:36

Dark Angel hat geschrieben:(23 Jun 2018, 20:15)

Das ist falsch!
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
...
In meinem Personalausweis steht klar und deutlich: Nationalität. Von "Ethnie" kein Wort. Ob da eine gutmenschliche Verschwörung dahinter steckt?

Billie Holiday hat geschrieben:
Und wenn sich gerade mal kein Angehöriger einer anderen Nation findet, der in eine Gruppe passt oder reinwill? Woher nehmen und nicht stehlen und darf man sich dann trotzdem einer Gruppe zugehörig fühlen ohne schlechtes Gewissen?
Nein, das ist leider streng verboten. :( In einem solchen Fall wird dir ein Fremder von einer geheimen Gutmenschenbehörde zugewiesen, inklusive Kontrollen, ob zu dem dem Fremdvölkischen auch immer freundlich bist.

Die Frage ist natürlich rein rhetorisch, mir ist es völlig wurscht, was andere mir zubilligen und was nicht. Ich bin Deutsche, fühle mich hier wohl und geborgen, fühle mich hier zugehörig und gut ist.
Ach so, rhetorisch! Verdammt, warum sagst du das denn nicht gleich!

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