Krankenpfleger gesteht 30! Morde

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Re: Krankenpfleger gesteht 30! Morde

Beitragvon Billabong » Di 29. Aug 2017, 09:06

Ohne die Nebenklage würde der vielleicht schlimmste Serienmörder der deutschen Nachkriegsgeschichte jetzt wahrscheinlich schon wieder frei rumlaufen. Neben dem Gesundheitswesen scheint auch die deutsche Justiz erhebliche Probleme zu haben, ihre Aufgaben zu erfüllen.
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Re: Krankenpfleger gesteht 30! Morde

Beitragvon Provokateur » Di 29. Aug 2017, 09:23

hafenwirt hat geschrieben:(29 Aug 2017, 10:04)

Welche neutrale Beurteilung liegt denn vor, wenn bei einem Mörder ganz witzig "hihi, bestimmt ist die Gesellschaft schuld hoho aber niemals der Täter" geschrieben wird?


Dass das ironisch gemeint sein könnte, ist dir nicht in den Sinn gekommen?

hafenwirt hat geschrieben:(29 Aug 2017, 10:04)
Wir gehen doch wohl beide davon aus, dass bei den meisten Tätern eine psychische Vorgeschichte vorliegt, man geht ja nicht aus Spaß von heute auf morgen vor die Tür und bringt ein paar Leute um die Ecke. Und wir wissen wohl auch beide, dass psychische Vorgeschichten gesellschaftlich beeinflusst sein können, denn der Mensch wächst ja nun mal nicht im Dschungel auf, sondern hat Gesellschaft (im soziologischen Sinne) um sich herum während er aufwächst: Freunde. Eltern. Lehrer. Großeltern. Verwandte. Sportkameraden. Arbeitskollegen. Liebespartner. *


Es gibt auch Soziopathen. Die "leben" davon, dass man ihnen Mitleid und/oder Respekt entgegenbringt. Sie genießen die Macht. Sie kennen keine Empathie. Es handelt sich nach derzeitigen Erkenntnissen um eine Störung des Hirnstoffwechsels...oder um eine notwendige Mutation. In Kriegen sind Soziopathen regelmäßig erfolgreicher als "normal verdrahtete" Menschen, sie zeigen extrem hohe Resilienz und sind dort einsetzbar, wo andere Menschen scheitern oder nicht mehr weitermachen wollen.

Inuit schmeißen sie übrigens vom Eis.

hafenwirt hat geschrieben:(29 Aug 2017, 10:04)
Es geht mir auch nicht um die Opfer, sondern die Plattform. Schwarzen Humor äußere ich vor Freunden. Nicht in einer seriösen Diskussion mit Anspruch. Aber vielleicht habe ich da auch andere Vorbedingungen gegenüber denen, die ihr tägliches "Oktoberfest" raushauen.


Aber was willst du hier dann noch diskutieren? Im Grunde ist das Thema schnell durch:
1) Da hat ein Typ an die hundert, wenn nicht noch mehr, Menschen ermordet. Es sind so viele, dass er sich nicht mal an jeden Einzelfall erinnern kann.
2) Das ist grausam, und keiner von uns würde das tun. Die Angehörigen tun uns leid.

Alle nicken. Nächstes Thema.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Krankenpfleger gesteht 30! Morde

Beitragvon Kritikaster » Di 29. Aug 2017, 09:28

hafenwirt hat geschrieben:(29 Aug 2017, 10:04)

Es geht mir auch nicht um die Opfer, sondern die Plattform. Schwarzen Humor äußere ich vor Freunden. Nicht in einer seriösen Diskussion mit Anspruch.

Tja, so ist das halt in einem Forum: Auch hier sind die Menschen in ihrem Leben unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt gewesen und gehen folglich - welch ein Glück! - unterschiedlich mit konkreten Situationen um. Und das ist grundsätzlich auch vollkommen okay so, wäre es hier doch anderenfalls sehr eintönig.
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Re: Krankenpfleger gesteht 30! Morde

Beitragvon hafenwirt » Di 29. Aug 2017, 09:33

Provokateur hat geschrieben:(29 Aug 2017, 10:23)

Dass das ironisch gemeint sein könnte, ist dir nicht in den Sinn gekommen?


Meinst du deine eigene Aussage, diese hier ist ironisch:
Man reflektiert und distanziert sich gleichzeitig von einem Geschehnis, man baut eine gesunde Entfernung auf, die gleichzeitig eine neutrale Beurteilung erlaubt.


Oder habe ich das jetzt falsch verstanden?

Es gibt auch Soziopathen.


Deswegen schrieb ich auch von "den meisten Tätern" und nicht "alle Täter haben eine psychische Vorgeschichte", da auch ich weiß, dass es aus "gesundem Hause" Massenmörder gibt. Dennoch ist die Aussage "die Gesellschaft hat schuld" auf dem begründet, was ich geschrieben habe und hat seine Berechtigung. Da muss man nicht bei jeder Straftat, ob Mord, ob Vergewaltigung, ob Schlägerei rumblödeln mit "hihi, die Gesellschaft ist schuld".

Aber was willst du hier dann noch diskutieren? Im Grunde ist das Thema schnell durch:
1) Da hat ein Typ an die hundert, wenn nicht noch mehr, Menschen ermordet. Es sind so viele, dass er sich nicht mal an jeden Einzelfall erinnern kann.
2) Das ist grausam, und keiner von uns würde das tun. Die Angehörigen tun uns leid.

Alle nicken. Nächstes Thema.


Man kann viele Fragen erläutern:
- Wie kam es dazu?
- Wie kann man es zukünftig verhindern?
- Gibt es eine Mitschuld seitens "Weggucker"?
- Wäre das in einem ähnlichen Umfeld auch so passiert?
- Gab es Seiteneffekte neben der Soziopathie des Täters?
- Wäre hier die Todesstrafe angebracht?

Und wenn ein Thema durch ist, ist es eben durch. Nagut, oder man beömmelt sich noch seitenlang schenkelklopfend mit den immergleichen witzigen Bemerkungen über Aussagen, die andere angeblich oft tätigen.
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Re: Krankenpfleger gesteht 30! Morde

Beitragvon hafenwirt » Di 29. Aug 2017, 09:34

Kritikaster hat geschrieben:(29 Aug 2017, 10:28)

Tja, so ist das halt in einem Forum: Auch hier sind die Menschen in ihrem Leben unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt gewesen und gehen folglich - welch ein Glück! - unterschiedlich mit konkreten Situationen um. Und das ist grundsätzlich auch vollkommen okay so, wäre es hier doch anderenfalls sehr eintönig.


Andernfalls? Da bei diesen Themen (Verbrechen!) erstmal grundsätzlich das witzige Herziehen über die angeblichen Aussagen Andersdenkender kommen, IST es eintönig. Aber gut, du bist noch nicht lange hier. Gib mal "Lichterkette" in die Suche ein. lololol, Claudia Roth!
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Re: Krankenpfleger gesteht 30! Morde

Beitragvon Provokateur » Di 29. Aug 2017, 09:46

hafenwirt hat geschrieben:(29 Aug 2017, 10:33)

Meinst du deine eigene Aussage, diese hier ist ironisch:
Oder habe ich das jetzt falsch verstanden?


Das ist vollkommen ernst gemeint.
https://www.amazon.de/Therapeutischer-Humor-Anwendungen-Michael-Titze/dp/3596126509/ref=sr_1_8?ie=UTF8&qid=1503995868&sr=8-8


hafenwirt hat geschrieben:(29 Aug 2017, 10:33)
Deswegen schrieb ich auch von "den meisten Tätern" und nicht "alle Täter haben eine psychische Vorgeschichte", da auch ich weiß, dass es aus "gesundem Hause" Massenmörder gibt. Dennoch ist die Aussage "die Gesellschaft hat schuld" auf dem begründet, was ich geschrieben habe und hat seine Berechtigung. Da muss man nicht bei jeder Straftat, ob Mord, ob Vergewaltigung, ob Schlägerei rumblödeln mit "hihi, die Gesellschaft ist schuld".


Bei einem Fall mit derartiger Gravienz kann ich eine gesellschaftliche Mitschuld nicht erkennen.


hafenwirt hat geschrieben:(29 Aug 2017, 10:33)
Man kann viele Fragen erläutern:
- Wie kam es dazu?
- Wie kann man es zukünftig verhindern?
- Gibt es eine Mitschuld seitens "Weggucker"?
- Wäre das in einem ähnlichen Umfeld auch so passiert?
- Gab es Seiteneffekte neben der Soziopathie des Täters?
- Wäre hier die Todesstrafe angebracht?


-Psychopathie
-Nicht
-Ja, es war auffällig
-Denkbar
-Wie meinst du das?
-Nein. Die Todesstrafe ist abgeschafft. Lebenslänglich mit Sicherheitsverwahrung ist Todesstrafe auf Raten.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Krankenpfleger gesteht 30! Morde

Beitragvon Julian » Di 29. Aug 2017, 10:02

Billabong hat geschrieben:(29 Aug 2017, 10:06)

Ohne die Nebenklage würde der vielleicht schlimmste Serienmörder der deutschen Nachkriegsgeschichte jetzt wahrscheinlich schon wieder frei rumlaufen. Neben dem Gesundheitswesen scheint auch die deutsche Justiz erhebliche Probleme zu haben, ihre Aufgaben zu erfüllen.


Der Angeklagte arbeitete auf Intensivstationen; das sind Bereiche der Klinik, die normalerweise durch Sparmaßnahmen völlig überlastet und personell ausgedünnt sind und quasi permanent im Ausnahmezustand und jenseits der Grenzen des Machbaren arbeiten. Man findet ja kaum noch Pflegekräfte, die sich das antun wollen. Dass da vieles im Argen liegt, wundert mich nun überhaupt nicht.
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Re: Krankenpfleger gesteht 30! Morde

Beitragvon hafenwirt » Di 29. Aug 2017, 10:08

Provokateur hat geschrieben:(29 Aug 2017, 10:46)
Bei einem Fall mit derartiger Gravienz kann ich eine gesellschaftliche Mitschuld nicht erkennen.


Ich spreche auch nicht von diesem Fall, sondern es war eine Meta-Diskussion über witzige Bemerkungen, die immer wieder bei Verbrechen auftauchen, wie bereits im ersten Posting dargestellt: Fernab von diesem Fall. Bei der Nebendiskussion "Wie reagiert man allgemein auf ein Verbrechen?" muss man nicht konkret auf das vorliegende Verbrechen eingehen, sondern kann davon abstrahiert diskutieren.

Provokateur hat geschrieben:(29 Aug 2017, 10:46)
-Psychopathie
-Nicht
-Ja, es war auffällig
-Denkbar
-Wie meinst du das?
-Nein. Die Todesstrafe ist abgeschafft. Lebenslänglich mit Sicherheitsverwahrung ist Todesstrafe auf Raten.


Mir liegt nicht daran über den Fall zu sprechen, da ich - wie auch bereits geschrieben - mich nicht damit beschäftigt habe.
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Re: Krankenpfleger gesteht 30! Morde

Beitragvon Julian » Di 29. Aug 2017, 10:10

Liegestuhl hat geschrieben:(29 Aug 2017, 07:35)

Man muss natürlich auch den Menschen hinter dem Krankenpfleger sehen.


Natürlich muss der Täter psychopathische Züge tragen und hätte nie in einer derartigen Verantwortung stehen dürfen. Von daher ist es zum einen die Persönlichkeit des Täters, die hier anzuschuldigen ist.

Zum anderen ist es aber auch wichtig, das Umfeld, in dem diese Taten stattfanden, zu beleuchten - ein Umfeld, das den meisten Leuten wohl unbekannt ist. Auf deutschen Intensivstationen herrschen aufgrund Personalmangels katastrophale Zustände, die täglich das Leben der Patienten bedrohen, wie auch beispielsweise in deutschen Pflegeheimen die Würde des Menschen täglich missachtet wird.
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Re: Krankenpfleger gesteht 30! Morde

Beitragvon Kritikaster » Di 29. Aug 2017, 12:21

hafenwirt hat geschrieben:(29 Aug 2017, 10:34)

Andernfalls?

Ja.
hafenwirt hat geschrieben:Da bei diesen Themen (Verbrechen!) erstmal grundsätzlich das witzige Herziehen über die angeblichen Aussagen Andersdenkender kommen, IST es eintönig.

Den Bezug kann ich im Zusammenhang mit dem Auslöser unserer jetzigen Diskussion nicht erkennen. Der Vorwurf wurde auf der letzten Seite hinreichend entkräftet.
hafenwirt hat geschrieben:Gib mal "Lichterkette" in die Suche ein. lololol, Claudia Roth!

Ähmmm ... Nein, kein Interesse.
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Re: Krankenpfleger gesteht 30! Morde

Beitragvon Dampflok94 » Di 29. Aug 2017, 12:30

Tom Bombadil hat geschrieben:(28 Aug 2017, 14:23)

Wenn der Täter zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, dann halte ich die Todesstrafe bei gewissen Delikten für gerecht und gerechtfertigt.

Was soll denn die Einschränkung? Wenn die Tat nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, erfolgt ein Freispruch.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Krankenpfleger gesteht 30! Morde

Beitragvon hafenwirt » Di 29. Aug 2017, 12:31

Kritikaster hat geschrieben:(29 Aug 2017, 13:21)

Ja.


Nein.

Den Bezug kann ich im Zusammenhang mit dem Auslöser unserer jetzigen Diskussion nicht erkennen. Der Vorwurf wurde auf der letzten Seite hinreichend entkräftet.


Nein.

Ähmmm ... Nein, kein Interesse.


Schade, dann wüsstest du, was ich meine.
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Re: Krankenpfleger gesteht 30! Morde

Beitragvon Kritikaster » Di 29. Aug 2017, 16:03

hafenwirt hat geschrieben:(29 Aug 2017, 13:31)

Schade, dann wüsstest du, was ich meine.

OT:
Mit dem Namen einer von mir durchaus nicht sonderlich geschätzten Person mein Interesse wecken zu wollen, funktioniert nun mal nur selten. Konntest Du nicht wissen. ;)

Als jemand, der selbst bereits Lichterkettenteilnehmer war, denke ich, trotzdem eine Vorstellung davon zu haben, was Du damit meinst. Der Spott ist mir geläufig.
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Re: Krankenpfleger gesteht 30! Morde

Beitragvon Provokateur » Do 9. Nov 2017, 11:09

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Re: Krankenpfleger gesteht 30! Morde

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 9. Nov 2017, 11:12

Dampflok94 hat geschrieben:(29 Aug 2017, 13:30)

Was soll denn die Einschränkung? Wenn die Tat nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, erfolgt ein Freispruch.


Dieses Grundprinzip unseres Rechtssystems scheint manchen nicht klar zu sein.
„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.“ (Karl Valentin)

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