Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

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Ringelspatz
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Ringelspatz » Mo 16. Okt 2017, 16:57

Schnitter hat geschrieben:(16 Oct 2017, 17:45)

Natürlich ist es eine unzulässige Verallgemeinerung.

Wer behauptet dass Migranten generell intolerant sind hat gewaltig einen an der Klatsche oder ist einfach nur ein rechter Hetzer. Oder aber er kommt aus Sachsen und hat nie einen Migranten gesehen :D


Was erzählst du? Fraglich war nichts ! von dem was du hier rein interpretierst. Es geht um Toleranzerfshrung. Bringt dich mal auf Stand. Gemaule deiner Art bringt nichts.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Schnitter » Mo 16. Okt 2017, 17:04

Ringelspatz hat geschrieben:(16 Oct 2017, 17:57)
Es geht um Toleranzerfshrung.


Eben. Und wer behauptet dass gemäß seiner Erfahrung alle Migranten intolerant sind, ist ein Lügner und/oder Hetzer.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Ringelspatz » Mo 16. Okt 2017, 17:13

Schnitter hat geschrieben:(16 Oct 2017, 18:04)

Eben. Und wer behauptet dass gemäß seiner Erfahrung alle Migranten intolerant sind, ist ein Lügner und/oder Hetzer.


Kannst du Verkäufen folgen? Oder nur bezugslos mahlen? Wo steht im da im Kontext dieser der beiden wichtigen Post etwas von allen !!! Migranten?
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » Mo 16. Okt 2017, 17:56

Billie Holiday hat geschrieben:(16 Oct 2017, 17:17)

Ach komm, so arg ist es nicht. Es gibt sowohl ein Mit- als auch ein Nebeneinander. Ein Nebeneinander finde ich nicht schlimm, leben und leben lassen. Ein Miteinander entwickelt sich aus Freundschaft, Offenheit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Manchmal funktioniert es nicht, aber sehr oftvtut es das. Meistens gehen dann beide aufeinander zu.

Das funktioniert aber ohne Integration nicht bzw ist (bereits) Integration. ;)
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » Mo 16. Okt 2017, 18:11

Selina hat geschrieben:(16 Oct 2017, 17:21)

Das ist eine unzulässige Verallgemeinerung. Diese Generalisierungen sind fremdenfeindlich und typisch für die Neue Rechte.

Die Generalisierung existiert - wie so oft - nur in deinem rosaroten Wolkenkuckucksheim!
Das steht nix von "alle Migranten", da steht auch nix von "sind intolerant", sondern da steht "bei Migranten hapert es mit dem Erbringen von Toleranz". Es sind immerhin fast die Hälfte (47% lt einer Umfrage), die ihren (eigenen) religiösen Geboten, den Vorrang vor der Gesetzgebung/dem Rechtssystem des Wohnlandes (Deutschland) geben.
Und schreib dir mal hinter die Ohren:
"Für die Wahrnehmung eines Grundrechts, wie etwa der Meinungsfreiheit, kann es keine Obergrenze geben."

Dir obliegt NICHT die Deutungshoheit, was rechts oder fremdenfeindlich ist, nur weil es dein Weltbild stört! :mad:
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Selina » Mo 16. Okt 2017, 18:14

Ringelspatz hat geschrieben:(16 Oct 2017, 17:32)

Das ist keine Verallgemeinerung. Das ist ein persönlicher Eindruck. Der bestimmt das Verhalten. Der persönliche Eindruck kann durch andere Eindrücke verändert werden Das verlangt eine kritische Offenheit. A!berne Zuschreibungen deiner Art bewirken das Gegenteil. Deine Aussage ist weder sachlich noch semantisch haltbar.


Nein. Ich bezog mich auf diesen Satz: "Und am Toleranz üben hapert es bei Migranten, beim Toleranz einfordern jedoch nicht."

Die Migranten, bei denen es an irgendwas hapert, gibt es nicht. Das ist die unzulässige Verallgemeinerung, die ich meine. Die Migranten bestehen aus einzelnen Individuen, mit einem höchst unterschiedlichen Leben, unterschiedlichen Erfahrungen und unterschiedlichen Motiven, Wünschen, Erwartungen etcpp. "Die Migranten", die nicht tolerant seien, ist genauso falsch wie der Spruch "die Sachsen sind alle rechtsradikal und blöd".

Und ob man nun den Artikel "die" weglässt und nur schreibt "... hapert es bei Migranten", ist egal, weil das eine verallgemeinernde Aussage ist, die ganze Menschengruppen diskriminiert.
Zuletzt geändert von Selina am Mo 16. Okt 2017, 18:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Selina » Mo 16. Okt 2017, 18:16

Dark Angel hat geschrieben:(16 Oct 2017, 19:11)

Die Generalisierung existiert - wie so oft - nur in deinem rosaroten Wolkenkuckucksheim!
Das steht nix von "alle Migranten", da steht auch nix von "sind intolerant", sondern da steht "bei Migranten hapert es mit dem Erbringen von Toleranz". Es sind immerhin fast die Hälfte (47% lt einer Umfrage), die ihren (eigenen) religiösen Geboten, den Vorrang vor der Gesetzgebung/dem Rechtssystem des Wohnlandes (Deutschland) geben.
Und schreib dir mal hinter die Ohren:
"Für die Wahrnehmung eines Grundrechts, wie etwa der Meinungsfreiheit, kann es keine Obergrenze geben."

Dir obliegt NICHT die Deutungshoheit, was rechts oder fremdenfeindlich ist, nur weil es dein Weltbild stört! :mad:


Genau solche Sätze sind mit dem Getroffene-Hunde-Prinzip gemeint :D
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Ringelspatz » Mo 16. Okt 2017, 18:22

Selina hat geschrieben:(16 Oct 2017, 19:14)

Nein. Ich bezog mich auf diesen Satz: "Und am Toleranz üben hapert es bei Migranten, beim Toleranz einfordern jedoch nicht."

Die Migranten, bei denen es an irgendwas hapert, gibt es nicht. Das ist die unzulässige Verallgemeinerung, die ich meine. Die Migranten bestehen aus einzelnen Individuen, mit einem höchst unterschiedlichen Leben, unterschiedlichen Erfahrungen und unterschiedlichen Motiven, Wünschen, Erwartungen etcpp. "Die Migranten", die nicht tolerant seien, ist genauso falsch wie der Spruch "die Sachsen sind alle rechtsradikal und blöd".

Und ob man nun den Artikel "die" weglässt und nur schreibt "... hapert es bei Migranten", ist egal, weil das eine verallgemeinernde Aussage ist, die ganze Menschengruppen diskriminiert.


Wieder falsch. Es wurde nicht geschrieben DIE Migranten, sondern Migranten. Heißt, derjenige hat die Erfahrung bei Migranten gemacht. Bei wie vielen, wem oder wo wäre zu klären. Deine Keulenschwingerei ist nun mal nicht zielführend. Eher Stimmungsmache, wie bei denen auf der Seite der Dumbatzenfänger.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Ein Terraner » Mo 16. Okt 2017, 18:23

Das nennt sich jetzt "atmender Deckel“, habt ihr das Memo nicht bekommen ?
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » Mo 16. Okt 2017, 18:44

Selina hat geschrieben:(16 Oct 2017, 19:14)

Nein. Ich bezog mich auf diesen Satz: "Und am Toleranz üben hapert es bei Migranten, beim Toleranz einfordern jedoch nicht."

Und was ist daran fremdenfeindlich oder räächst, wenn festgestellt wird, dass Migranten ein Problem damit haben, Toleranz zu üben? Dass dieses Problem besteht, lässt sich nicht leugnen. Dass sie Toleranz einfordern ebenso wenig.

Selina hat geschrieben:(16 Oct 2017, 19:14)
Die Migranten, bei denen es an irgendwas hapert, gibt es nicht. Das ist die unzulässige Verallgemeinerung, die ich meine.

Das steht nichts von "die" Migranten, sondern einfach nur Migranten und es gibt "jede Menge" - nämlich 47% - bei denen es an irgendwas hapert i.S.v. ein Problem mit etwas haben - in diesem Fall mit Toleranz den Werten und Vorstellungen der Mehrheitsgesellschaft gegenüber.
Da ist keine unzulässige Verallgemeinerung!


Selina hat geschrieben:(16 Oct 2017, 19:14)Die Migranten bestehen aus einzelnen Individuen, mit einem höchst unterschiedlichen Leben, unterschiedlichen Erfahrungen und unterschiedlichen Motiven, Wünschen, Erwartungen etcpp. "Die Migranten", die nicht tolerant seien, ist genauso falsch wie der Spruch "die Sachsen sind alle rechtsradikal und blöd".

Migranten gehören zu einer bestimmten Gruppe von Menschen, die etwas gemeinsam haben, die etwas verbindet - nämlich die Migration, die Zuwanderung nach Deutschland und zwar ganz unabhängig von ihren Motiven, Wünschen und Erwartungen.
Und da steht immer noch nicht "die Migranten", sondern nur Migranten = unbestimmte Menge!

Selina hat geschrieben:(16 Oct 2017, 19:14)Und ob man nun den Artikel "die" weglässt und nur schreibt "... hapert es bei Migranten", ist egal, weil das eine verallgemeinernde Aussage ist, die ganze Menschengruppen diskriminiert.

Nein das ist NICHT egal! "Die Migranten" stellt tatsächlich eine Verallgemeinerung dar, ohne den Artikel ist es schlicht eine nicht näher bestimmte Menge.
Mit der Feststellung, dass Migranten ein Problem mit dem Üben von Toleranz haben, wird niemand diskriminiert - es ist schlicht eine Tatsache!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Selina » Mo 16. Okt 2017, 18:49

Du kannst dir noch so viele Finten, Ausreden und Verdrehungen ausdenken: Es ist und bleibt Hetze. Ich könnte wetten, du kennst nicht einen einzigen der von dir so gescholtenen "Migranten".
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Ringelspatz » Mo 16. Okt 2017, 18:55

Dark Angel hat geschrieben:(16 Oct 2017, 19:44)

Und was ist daran fremdenfeindlich oder räächst, wenn festgestellt wird, dass Migranten ein Problem damit haben, Toleranz zu üben? Dass dieses Problem besteht, lässt sich nicht leugnen. Dass sie Toleranz einfordern ebenso wenig.


Das steht nichts von "die" Migranten, sondern einfach nur Migranten und es gibt "jede Menge" - nämlich 47% - bei denen es an irgendwas hapert i.S.v. ein Problem mit etwas haben - in diesem Fall mit Toleranz den Werten und Vorstellungen der Mehrheitsgesellschaft gegenüber.
Da ist keine unzulässige Verallgemeinerung!



Migranten gehören zu einer bestimmten Gruppe von Menschen, die etwas gemeinsam haben, die etwas verbindet - nämlich die Migration, die Zuwanderung nach Deutschland und zwar ganz unabhängig von ihren Motiven, Wünschen und Erwartungen.
Und da steht immer noch nicht "die Migranten", sondern nur Migranten = unbestimmte Menge!


Nein das ist NICHT egal! "Die Migranten" stellt tatsächlich eine Verallgemeinerung dar, ohne den Artikel ist es schlicht eine nicht näher bestimmte Menge.
Mit der Feststellung, dass Migranten ein Problem mit dem Üben von Toleranz haben, wird niemand diskriminiert - es ist schlicht eine Tatsache!


Deine Unterzeile ist zu beachten. Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos. Heute ist die Dummheit das Tolle. Toll auf der einen Seite als stets unwissender Wohlwollender. Die andere Seite stellt die Fraktion der dämlich Dummen.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Billie Holiday » Mo 16. Okt 2017, 19:12

„Einige“ oder „ein paar“ oder „viele“ könnte man verwenden, um Mißverständnisse zu umgehen. :cool:
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » Mo 16. Okt 2017, 19:57

Selina hat geschrieben:(16 Oct 2017, 19:49)

Du kannst dir noch so viele Finten, Ausreden und Verdrehungen ausdenken: Es ist und bleibt Hetze. Ich könnte wetten, du kennst nicht einen einzigen der von dir so gescholtenen "Migranten".

Es handelt sich weder um Finten, noch um Ausreden und Verdrehungen und schon gar nicht um Hetze! Unterlass deine Unterstellungen.
Informiere dich besser mal, bezüglich einer ganz bestimmten Religion und deren Verhältnis zur Toleranz!

Toleranz hat im Islam keine Basis. Was immer heute als Toleranz angeführt wird, etwa, dass man die Andersgläubigen, sofern sie sich zu einer Buchreligion bekennen, leben lässt, ist keine Toleranz. Denn diese der islamischen Herrschaft Unterstehenden sind in vielerlei Hinsicht gegenüber den muslimen von minderem Recht.
Quelle


"Damit bleiben die islamischen Aussagen zur Toleranz letztlich unverbindlich. So können tolerant denkende Muslime im Koran durchaus Zitate finden, die ihre Meinung bestätigen. Die islamische Theorie der Aufhebung früherer Koranverse durch spätere verleiht allerdings den von Intoleranz geprägten Aussagen ein stärkeres Gewicht."
Quelle


So viel zum Thema - Migranten hätten Probleme mit Toleranz sei Hetze.
Wer hier hetzt und diskriminiert, bist DU und zwar gegen jeden, der nicht dein Weltbild vom rosaroten Wolkenkuckucksheim teilt. :mad:
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Milady de Winter » Mo 16. Okt 2017, 20:02

MOD - Ihr seid mittlerweile Lichtjahre von der Strangfrage entfernt. Bitte diskutiert Fragen zur Integration in dafür vorgesehenen Strängen. Danke!
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schelm » Mo 16. Okt 2017, 21:52

Selina hat geschrieben:(16 Oct 2017, 19:14)

Nein. Ich bezog mich auf diesen Satz: "Und am Toleranz üben hapert es bei Migranten, beim Toleranz einfordern jedoch nicht."

Die Migranten, bei denen es an irgendwas hapert, gibt es nicht. Das ist die unzulässige Verallgemeinerung, die ich meine. Die Migranten bestehen aus einzelnen Individuen, mit einem höchst unterschiedlichen Leben, unterschiedlichen Erfahrungen und unterschiedlichen Motiven, Wünschen, Erwartungen etcpp. "Die Migranten", die nicht tolerant seien, ist genauso falsch wie der Spruch "die Sachsen sind alle rechtsradikal und blöd".

Und ob man nun den Artikel "die" weglässt und nur schreibt "... hapert es bei Migranten", ist egal, weil das eine verallgemeinernde Aussage ist, die ganze Menschengruppen diskriminiert.

Doch, die Migranten, bei denen es an irgendwas hapert, die gibt es. Beschäftige dich etwas mit Semantik.
"Die Migranten", die nicht tolerant seien, ist genauso falsch wie der Spruch "die Sachsen sind alle rechtsradikal und blöd".

Falsch ist hier den zweiten Satz analog zum ersten Satz zu verstehen. Die Migranten, die nicht tolerant sind, die gibt es, eine semantisch und inhaltlich korrekte Aussage. Die Sachsen sind alle rechtsradikal und blöd, eine semantisch korrekte, aber inhaltlich pauschalisierende Aussage. Wenn du den ersten Satz als Pauschalisierung ausdrücken willst, dann musst du sagen : Die Migranten sind nicht tolerant.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » Di 17. Okt 2017, 14:16

Selina hat geschrieben:(16 Oct 2017, 19:16)

Genau solche Sätze sind mit dem Getroffene-Hunde-Prinzip gemeint :D

Ich setze mich lediglich gegen deine Unterstellungen und Diffamierungen zur Wehr. Das hat nichts mit "Getroffene-Hunde-Prinzip" zu tun. DU erwartest von anderen, dass dein Weltbild toleriert wird, dass du deine Meinung äußern kannst, ohne dafür stigmatisiert oder diffamiert zu werden bzw dass deine Meinung tabuisiert wird. Das gleiche Recht nehme ich für mich in Anspruch.
Damit scheinst du allerdings ein massives Problem zu haben - denn DU bist diejenige, die nicht genehme Meinungen tabuisiert und die Person diffamiert, stigmatisiert und in (die dir gerade passend erscheinenden) Schubladen stopft.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Zunder » Fr 20. Okt 2017, 00:39

"Dass keine andere Nation eine solche Orchesterfülle vorweisen kann, hat mit Geschichte zu tun, der politischen Historie Deutschlands. Die Orchestervielfalt stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert, der Zeit der "Kleinstaaterei", da Deutschland in zahllose Territorien zersplittert war. Zumal in deren Zentren entstanden Hoftheater und Hoforchester, die nach Ende des Absolutismus zu staatlichen oder kommunalen Einrichtungen des Bürgertums wurden. Der kulturelle Ehrgeiz blieb erhalten, in der Musikförderung der Länder und Städte. Nach der Deutschen Vereinigung 1990 wurde die vom DDR-Staat abgesicherte Orchesterdichte in Ostdeutschland, wo sie besonders hoch war, der wirtschaftlichen Vernunft angepasst: Auflösungen und Fusionen von Orchestern und Ensembles waren unausweichlich."
Die deutsche Orchesterlandschaft

Hat wahrscheinlich nichts mit "Kultur" zu tun. Oder mit "deutsch". Oder mit "verbindend".
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Agesilaos Megas » Fr 20. Okt 2017, 04:27

Zunder hat geschrieben:(20 Oct 2017, 01:39)

"Dass keine andere Nation eine solche Orchesterfülle vorweisen kann, hat mit Geschichte zu tun, der politischen Historie Deutschlands. Die Orchestervielfalt stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert, der Zeit der "Kleinstaaterei", da Deutschland in zahllose Territorien zersplittert war. Zumal in deren Zentren entstanden Hoftheater und Hoforchester, die nach Ende des Absolutismus zu staatlichen oder kommunalen Einrichtungen des Bürgertums wurden. Der kulturelle Ehrgeiz blieb erhalten, in der Musikförderung der Länder und Städte. Nach der Deutschen Vereinigung 1990 wurde die vom DDR-Staat abgesicherte Orchesterdichte in Ostdeutschland, wo sie besonders hoch war, der wirtschaftlichen Vernunft angepasst: Auflösungen und Fusionen von Orchestern und Ensembles waren unausweichlich."
Die deutsche Orchesterlandschaft

Hat wahrscheinlich nichts mit "Kultur" zu tun. Oder mit "deutsch". Oder mit "verbindend".


Es ist nicht ganz unamüsant, dass Du "verbindend" im Zusammenhang mit dem buchstäblich zeitlich und örtlich getrennten Deutschland erwähnst. Noch amüsanter, dass zitierter Artikel "Die Zeiten wandeln sich..." heißt. Verbindungen unter Lebenden sind halt schwer, da Leben immer sowas wie Veränderung mit sich bringt. Wenn mal irgendein Archäologe die Theater ausgräbt, kann er dann ja von einer Theaterkultur - oder eher -zivilisation - reden. Wir wären ja dann auch alle tot und könnten uns gegen diesen Vorwurf nicht wehren. Denn Gebäude und Institutionen, wo irgendein Kultus stattfand, hatten wir ja viele. Ob wir jedoch alle dieselben Kultstätten pflegten, wird halt schwer. Wir sind halt auch in der Bildung getrennt. Der Deutsche geht dreimal lieber ins Museum als ins Theater. Und vllt. liegt es ja auch daran, dass die im Kultus getrennten Deutschen es so phlegmatisch hinnehmen, dass wirtschaftliche Vernunft die Musen einstampft. Auch so ein bisschen Deutsch, das Land der schwarzen Nullen. Aber selbst da trennen wir uns wohl auch. Nichtmal "deutsch" trifft zu, beim Theater - θέατρον, nicht Mittel- und Oberklassenunterhaltungsbefriedigungseinleitungseinheit. Das jedenfalls müffelt wenigstens ein bisschen Deutsch. Bedauerlich.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Zunder » Fr 20. Okt 2017, 13:16

Agesilaos Megas hat geschrieben:(20 Oct 2017, 05:27)
Es ist nicht ganz unamüsant, dass Du "verbindend" im Zusammenhang mit dem buchstäblich zeitlich und örtlich getrennten Deutschland erwähnst.

Es nicht ganz unamüsant, daß du glaubst, Deutschland sei örtlich getrennt gewesen.
Demnach müßte irgendwann die mitteleuropäische Plattentektonik Deutschland wieder zusammengeführt haben.
Agesilaos Megas hat geschrieben:(20 Oct 2017, 05:27)
Noch amüsanter, dass zitierter Artikel "Die Zeiten wandeln sich..." heißt. Verbindungen unter Lebenden sind halt schwer, da Leben immer sowas wie Veränderung mit sich bringt.

Echt? Das Leben bringt Veränderungen mit sich?
Das überrascht mich jetzt aber.
Agesilaos Megas hat geschrieben:(20 Oct 2017, 05:27)

Wenn mal irgendein Archäologe die Theater ausgräbt, kann er dann ja von einer Theaterkultur - oder eher -zivilisation - reden. Wir wären ja dann auch alle tot und könnten uns gegen diesen Vorwurf nicht wehren. Denn Gebäude und Institutionen, wo irgendein Kultus stattfand, hatten wir ja viele.

Jetzt, wo du es sagst........potzblitz!
Agesilaos Megas hat geschrieben:(20 Oct 2017, 05:27)
Ob wir jedoch alle dieselben Kultstätten pflegten, wird halt schwer. Wir sind halt auch in der Bildung getrennt. Der Deutsche geht dreimal lieber ins Museum als ins Theater.

Wer ist denn "der Deutsche"?
Kann man den irgendwo besichtigen?
Vielleicht an einer Kultstätte?
Agesilaos Megas hat geschrieben:(20 Oct 2017, 05:27)
Und vllt. liegt es ja auch daran, dass die im Kultus getrennten Deutschen es so phlegmatisch hinnehmen, dass wirtschaftliche Vernunft die Musen einstampft. Auch so ein bisschen Deutsch, das Land der schwarzen Nullen. Aber selbst da trennen wir uns wohl auch.

Wenn die schwarzen Nullen die Musen eingestampft haben, können sie niemanden mehr küssen.
Das ist schon sehr bedauerlich.

Agesilaos Megas hat geschrieben:(20 Oct 2017, 05:27)
Nichtmal "deutsch" trifft zu, beim Theater - θέατρον, nicht Mittel- und Oberklassenunterhaltungsbefriedigungseinleitungseinheit. Das jedenfalls müffelt wenigstens ein bisschen Deutsch. Bedauerlich.

Genau. Die deutschen Theater sind gar keine deutschen Theater, sondern polnische oder italienische oder französische oder.......

Deine Analyse hat mich sehr beeindruckt.

"Als Kultstätte oder Kultplatz wird ein geheiligter, geographisch markanter bzw. separierter und für die Ausübung von Kulten verwendeter Ort bezeichnet. Der Begriff Kultstätte zielt dabei insbesondere auf Orte und bauliche Anlagen der Vor- und Frühgeschichte ab. Religiöse Bauwerke und Gebäude neuerer Zeit, besonders christlichen Ursprungs, gelten dagegen als Sakralbauten."
https://de.wikipedia.org/wiki/Kultstätte

Vielleicht kommst du ja nicht drauf, aber das Thema ist ein anderes. Ehrlich.

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