38 Grad und seit Monaten kein Regen

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van Kessel
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon van Kessel » Mo 19. Nov 2018, 23:42

Hey"JJazzGold"](19 Nov 2018, 13:59)
Wie stellt man sicher, dass bei verringerter Landmasse auf dem kleinst möglichen Raum die effizienteste Energieversorgung geleistet wird?
in welcher man nicht vorrangig eine 'Energieversorgung' stabilisiert, sondern die Wasserversorgung. Die erfolgreichste (weil längste) Geschichte ist die der Neandertaler. Diese mussten nicht mit Energie versorgt werden, sondern mit Nahrung (das Feuer hatten sie schon im Griff).
Wie sieht die zukünftige höchst effiziente Nahrungsmittelproduktion und Wasserversorgung auf kleinstmöglicher Fläche aus?
wieso kleinstmögliche Fläche? Der Planet ist zwar ein Wasserplanet, aber seine Landmassen verschwinden nicht einfach - auch wenn der steigende Meeresspiegel einiges 'abnagt' -. Das Problem ist die Anzahl und die Gier des Menschen, auch noch die letzten Ressourcen für sich auszubeuten.
Wie gestaltet sich zukünftiger Wohnraum auf verkleinerter Landmasse?
'ne Architektenfrage?
Angesichts solcher Fragen, die zu lösen, zum jetzigen Zeitpunkt zumindest anzudenken sind, sind die angebotenen parteilichen “Lösungen“ an Lächerlichkeit nicht zu überbieten.
ist es nicht lächerlich in einem Forum zu erwarten, ein Weltproblem lösen zu wollen? Vor Lösungen muss eine Bestandsaufnahme gemacht werden. Und dies kann nur ein Forum leisten, welches es in der Welt noch nicht gibt.

Da auch vom Erkennen von Problemen, bis zu Lösungsansätzen oder gar zur Ausführung von Lösungen, viel Zeit vergeht, wird sich der Planet neu einpegeln, auch ohne den dann höchst überflüssigen Menschen. Das Leben wird sich einen etwas weniger radikalen 'Träger' suchen. Dem 'Sein' ist es egal, wer sich gerade als Träger (oder gar Krone) dieses 'Gottesgeschenks' wähnt. In einem Universum welches nicht nach Jahren, sondern nach Entstehen und Vergehen ausgerichtet ist.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Di 20. Nov 2018, 01:07

Verkleinerte Landmasse stimmt so ja auch nicht, weil riesige Gebiete in Kanada und Sibirien durch zunehmende Erwärmung überhaupt erst nutzbar würden, sobald der Permafrost weg ist und die Sümpfe trockengelegt wurden.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Di 20. Nov 2018, 11:35

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Nov 2018, 01:07)

Verkleinerte Landmasse stimmt so ja auch nicht, weil riesige Gebiete in Kanada und Sibirien durch zunehmende Erwärmung überhaupt erst nutzbar würden, sobald der Permafrost weg ist und die Sümpfe trockengelegt wurden.


Ob die russischen Strafgefangenen dazu zahlreich genug sind?
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon van Kessel » Di 20. Nov 2018, 11:36

Hey "Tom Bombadil"](20 Nov 2018, 01:07)
Verkleinerte Landmasse stimmt so ja auch nicht, weil riesige Gebiete in Kanada und Sibirien durch zunehmende Erwärmung überhaupt erst nutzbar würden, sobald der Permafrost weg ist und die Sümpfe trockengelegt wurden.
Wenn das Szenario sich wirklich so abspielen würde, hätte kein Staat der Erde mehr das Geld und die Kraft, riesige Gebiete urbar zu machen. Außerdem würden (durch die menschliche Aktivität) viele Flächen den Status einer Wüste erlangen, auf welcher auch nichts wesentliches mehr wachsen kann. Deshalb muss man von der jetzt vorhandenen Fläche ausgehen. Der asiatische Bevölkerungsdruck dürfte sich auch der sibirischen Flächen 'annehmen', was einer militärischen Eskalation gleichkäme.

Der Wüstengürtel, welcher sich rund um die Erde spannt, wird nicht kleiner, sondern größer und fällt als Ackerland aus. Gut kann man dies in der Sahelzone sehen, wo die steigende Bevölkerung und die zunehmende Viehwirtschaft, die Wüste sich ausdehnen lässt. Eine Landflucht (unser Flüchtlingsproblem) aus diesen Gebieten wirkt außerdem noch als Beschleunigung dieser Vorgänge.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Kölner1302 » Di 20. Nov 2018, 12:40

Hier die Bilanz hinsichtlich der Niederschlagsmengen für die ersten 10 Monate des Jahres 2018
http://www.klimaatlas.nrw.de/Witterungsverlauf
Das ganze Jahr war viel zu trocken und zu warm
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Ebiker » Di 20. Nov 2018, 14:52

van Kessel hat geschrieben:(20 Nov 2018, 11:36)



Der Wüstengürtel, welcher sich rund um die Erde spannt, wird nicht kleiner, sondern größer und fällt als Ackerland aus. Gut kann man dies in der Sahelzone sehen, wo die steigende Bevölkerung und die zunehmende Viehwirtschaft, die Wüste sich ausdehnen lässt. Eine Landflucht (unser Flüchtlingsproblem) aus diesen Gebieten wirkt außerdem noch als Beschleunigung dieser Vorgänge.


Das hat dann mit Klimaerwärmung gar nix zu tun. Ansonsten dsagen die Klimamodelle für diese Zone sogar eine Zunahme der Niederschläge vorraus, schon jetzt ist eine deutliche Zunahme der Begrünung festzustellen
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Di 20. Nov 2018, 15:22

van Kessel hat geschrieben:(20 Nov 2018, 11:36)

Wenn das Szenario sich wirklich so abspielen würde, hätte kein Staat der Erde mehr das Geld und die Kraft, riesige Gebiete urbar zu machen.

Da stellt sich schon die Frage, wie der Mensch sich die Erde überhaupt so weit nutzbar machen konnte, wie es heute der Fall ist. Wo kamen da Kraft und Geld her, sind die vom Himmel gefallen?
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Di 20. Nov 2018, 17:02

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Nov 2018, 15:22)

Da stellt sich schon die Frage, wie der Mensch sich die Erde überhaupt so weit nutzbar machen konnte, wie es heute der Fall ist. Wo kamen da Kraft und Geld her, sind die vom Himmel gefallen?


Nein, das sicher nicht; aber die Jahrtausende haben sich ausgewirkt, während wir jetzt wohl bangen, daß die Umgestaltung weniger als 100 Jahre dauert. 1,5 Mrd Chinesen werden Sibirien schon trocken legen.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Di 20. Nov 2018, 17:34

Der Klimawandel ist ja auch nicht in 100 Jahren vollzogen, das dauert alles seine Zeit.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Ebiker » Di 20. Nov 2018, 18:59

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Nov 2018, 01:07)

Verkleinerte Landmasse stimmt so ja auch nicht, weil riesige Gebiete in Kanada und Sibirien durch zunehmende Erwärmung überhaupt erst nutzbar würden, sobald der Permafrost weg ist und die Sümpfe trockengelegt wurden.


Es stimmt auch sonst nicht, Die allermeisten Inseln im Pazifik sind stabil oder wachsen sogar. Inwiefern bei Schäden Baumaßnahmen schuld sind müßte auch noch verifiziert werden

http://sci-hub.tw/10.1002/wcc.557
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon van Kessel » Di 20. Nov 2018, 22:33

Hey "Ebiker"](20 Nov 2018, 14:52)
Das hat dann mit Klimaerwärmung gar nix zu tun. Ansonsten dsagen die Klimamodelle für diese Zone sogar eine Zunahme der Niederschläge vorraus, schon jetzt ist eine deutliche Zunahme der Begrünung festzustellen
du wirst es wissen. Die Klimaänderung hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf das Wetter. Wenn die großen Klimamacher (Monsuns, Meeresströmungen z.B.) aufgrund der allgemeinen Erwärmung andere Wege beschreiten, so ist dies für die Betroffenen oft kein Grund zum Jubeln.

Gerade war im TV ein Bericht des Helmholtz-Institutes, welches die Wassertemperaturen in den Weltmeeren misst (nicht als Computer-Modell) und musste bestätigen, dass die Erwärmung der Ozeane gegenüber des letzten Berichts über den Klimawandel um 20% höher liegt als diese letzte Annahme über die Temperatur der Weltmeere.

Stelle dir vor, schon vor 30 Jahren hat es südlich der Sahara geregnet (bin selbst nass geworden) weil die Klimazonen dieses Planeten durchaus keine europäischen sind. In Toto nimmt die Wüstenbildung zu. Schau mal ins Netz, was so darüber geschrieben ist.

Was Tatsache ist, kannst du sehen, wenn du mal in Google Earth über Saudi-Arabien 'fliegst'. Wundere dich nicht über die großen, grünen Kreise, es sind Beregnungsanlagen z.T. 1 km im Durchmesser. Mal sehen, wie lange die Grundwasserreserven dies hergeben. In Libyen sind die größten Wasservorräte der Erde im Untergrund gespeichert, aber 'man' fördert dort lieber Öl (auch Deutschland übrigens), als Trinkwasser für Oasen oder Anpflanzungen um die Wüste zu stoppen. Im Gegenteil, die alten Erkenntnisse und Techniken über die Verwendung von Wasser um die Wüste aufzuhalten, gehen verloren;
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon van Kessel » Di 20. Nov 2018, 22:42

Hey "Tom Bombadil"](20 Nov 2018, 17:34)
Der Klimawandel ist ja auch nicht in 100 Jahren vollzogen, das dauert alles seine Zeit.
na klar... nach mir die Sintflut! Es gab übrigen eine sogen. 'Kleine Eiszeit der Neuzeit', mag sie die Klimaleugner trösten: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Eiszeit

Interessant ist übrigens der letzte Abschnitt, wo festgestellt wurde, dass der Staub von Vulkanen dies bewirkte. Was Staub nicht alles so ausrichten kann, nicht wahr?
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon van Kessel » Di 20. Nov 2018, 22:47

Hey "Ebiker"](20 Nov 2018, 18:59)
Es stimmt auch sonst nicht, Die allermeisten Inseln im Pazifik sind stabil oder wachsen sogar. Inwiefern bei Schäden Baumaßnahmen schuld sind müßte auch noch verifiziert werdenhttp://sci-hub.tw/10.1002/wcc.557
tröstet ungemein, namentlich da diese 'Vulkan-Inseln' innerhalb kürzester Zeit "es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blüh'n" für die ansässigen Menschen (deren Koralle-Atoll-Inseln im Meer versinken) verfügbar sind.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Di 20. Nov 2018, 22:56

van Kessel hat geschrieben:(20 Nov 2018, 22:42)

na klar... nach mir die Sintflut!

:rolleyes: Ist es wirklich so schwierig, im Kontext zu lesen? Die Menschheit muss die kalten borealen Zonen und die arktische Tundra in Nordeuropa, Kanada und Sibirien nicht innerhalb von 100 Jahren komplett urbar machen, dazu hat man mehr Zeit und man kann die Aufgabe schrittweise angehen.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon van Kessel » Mi 21. Nov 2018, 00:22

hey "Tom Bombadil"](20 Nov 2018, 22:56)
:rolleyes: Ist es wirklich so schwierig, im Kontext zu lesen? Die Menschheit muss die kalten borealen Zonen und die arktische Tundra in Nordeuropa, Kanada und Sibirien nicht innerhalb von 100 Jahren komplett urbar machen, dazu hat man mehr Zeit und man kann die Aufgabe schrittweise angehen.
dein 'Kontext' setzt voraus, dass die Menschheit ein lenkbares Gebilde ist, ein Polynesier wird schwerlich ein Rentierjäger in Sibirien und der Eigner des Landes (z.B. Russland) dürfte auch noch ein Wörtchen mitreden.

Was vielleicht technisch machbar ist, ist politisch oder ökonomisch nicht ausführbar. Warum macht die Menschheit nicht dies oder jenes...? Eine selten d... Frage. Weil es die Menschheit als global agierende und wollende Entität nicht gibt.

Die Schweden, Norweger und Finnen dürften nicht amüsiert sein, wenn Millionen 'Neger' vor der Tür stehen; von Russland, der Mongolei und China mal ganz abgesehen. Kanada wäre eine Option, allerdings für die Zuwanderung aus dem überfüllten Süden, recht weit entfernt und nur über Wasser erreichbar. Denn in dieser, von dir postulierten Zeit, dürften es keine Flieger mehr geben, weil die Ressourcen verbraucht sind.

Wir müssten jetzt etwas tun und nicht Probleme in die Zukunft transportieren, welche dann ganz anders aussehen wird, als eine simple, lineare Gleichung. Die Zukunft des Planeten ist logarithmisch (wie es z.B. die Bevölkerungszunahme weltweit zeigt). Und bei der Klimadiskussion gibt es den Punkt, an welchem eine Umkehr nicht mehr möglich ist, weil dann völlig neue Phänomene ins Spiel eingreifen. Dann wird es chaotisch (als mathematischer Terminus zu verstehen, nicht als soziologischer).
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon JJazzGold » Mi 21. Nov 2018, 08:17

"van Kessel"

Hey"JJazzGold"](19 Nov 2018, 13:59)
in welcher man nicht vorrangig eine 'Energieversorgung' stabilisiert, sondern die Wasserversorgung. Die erfolgreichste (weil längste) Geschichte ist die der Neandertaler. Diese mussten nicht mit Energie versorgt werden, sondern mit Nahrung (das Feuer hatten sie schon im Griff).


Der Neandertaler wurde im Schnitt 30 Jahre alt, hatte keinen Laptop und plante keine Marsmission.
Ich bezweifle nicht nur, dass sich die Menschheit auf diese Ansprüche herunterschrauben lässt, sondern halte Energieversorgung explizit für die Entwicklung von Technologien zur Bewältigung klimatischer Veränderungen und die Entwicklung der Menschheit für essentiell.


wieso kleinstmögliche Fläche? Der Planet ist zwar ein Wasserplanet, aber seine Landmassen verschwinden nicht einfach - auch wenn der steigende Meeresspiegel einiges 'abnagt' -. Das Problem ist die Anzahl und die Gier des Menschen, auch noch die letzten Ressourcen für sich auszubeuten.'ne Architektenfrage?ist es nicht lächerlich in einem Forum zu erwarten, ein Weltproblem lösen zu wollen? Vor Lösungen muss eine Bestandsaufnahme gemacht werden. Und dies kann nur ein Forum leisten, welches es in der Welt noch nicht gibt.


Kleinstmögliche Fläche beinhaltet u.a. schwimmende Dörfer, Siedlungen unter Wasser, Wohneinheiten in sog. unfruchtbaren Landstrichen, sowie extraterrestrische Wohneinheiten.
Weshalb ich in einem Forum nicht erwarten sollte auf langfristig vorausschauend denkende Menschen zu treffen, die sich nicht ausschließlich auf “dagegen, geht nicht, oder sollen sich andere drum kümmern“ kaprizieren, sondern Spaß daran haben, weiter zu denken, erschließt sich mir nicht. Hier wird doch reichlich über Zukunft diskutiert, die Zukunft wahlweise der CDU, SPD, Grünen, der Flüchtlinge, Deutschlands, Trumps, des Diesel, etc. weshalb also nicht über die Zukunft der Menschheit per se?

Da auch vom Erkennen von Problemen, bis zu Lösungsansätzen oder gar zur Ausführung von Lösungen, viel Zeit vergeht, wird sich der Planet neu einpegeln, auch ohne den dann höchst überflüssigen Menschen. Das Leben wird sich einen etwas weniger radikalen 'Träger' suchen. Dem 'Sein' ist es egal, wer sich gerade als Träger (oder gar Krone) dieses 'Gottesgeschenks' wähnt. In einem Universum welches nicht nach Jahren, sondern nach Entstehen und Vergehen ausgerichtet ist.


Vielleicht, vielleicht auch nicht. Sagt Ihnen der Name James Lovelock etwas? Ggfls. sogar der Buchtitel “Gaia: A New Look at Live on Earth“?

Man(n) sollte nicht von vorne herein aufgeben, sondern nach Lösungen suchen.
Eine grüne CO2 Abgabe und Plastiksteuer gehören nicht dazu.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 21. Nov 2018, 09:15

van Kessel hat geschrieben:(21 Nov 2018, 00:22)

dein 'Kontext' setzt voraus, dass die Menschheit ein lenkbares Gebilde ist, ein Polynesier wird schwerlich ein Rentierjäger in Sibirien und der Eigner des Landes (z.B. Russland) dürfte auch noch ein Wörtchen mitreden.

Wer da wie mitredet kommt ganz auf den Migrationsdruck an. Der große evolutionäre Vorteil des Menschen ist, dass er sich an Veränderungen anpassen kann.

Was vielleicht technisch machbar ist, ist politisch oder ökonomisch nicht ausführbar.

Sicher, 170 Mio Bangladeschi werden einfach so absaufen, anstatt sich auf den Weg nach Norden machen...

Warum macht die Menschheit nicht dies oder jenes...? Eine selten d... Frage.

Warum stellst du dann diese Frage? Willst du andeuten, du wärst d...?

Die Schweden, Norweger und Finnen dürften nicht amüsiert sein, wenn Millionen 'Neger' vor der Tür stehen;

Ahja, ein bisschen Rassismus darf nicht fehlen. Es wird den Klimaflüchtlingen sehr egal sein, ob da jemand amüsiert ist oder nicht, die wollen ihr Leben retten.

Denn in dieser, von dir postulierten Zeit, dürften es keine Flieger mehr geben, weil die Ressourcen verbraucht sind.

Was du nicht alles weißt. Erzähl doch mal, wie diese Zeit dann genau aussieht!

Wir müssten jetzt etwas tun und nicht Probleme in die Zukunft transportieren, welche dann ganz anders aussehen wird, als eine simple, lineare Gleichung.

Der Klimawandel ist mMn. irreversibel.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon BingoBurner » Mi 21. Nov 2018, 09:26

JJazzGold hat geschrieben:(19 Nov 2018, 13:59)

Nehmen Sie es mir nicht übel, aber mich interessiert nicht, ob ein Viertel, oder ein Drittel, oder dreiviertel der Wähler glauben sie lägen richtig, nur weil sie sich die falschen Fragen stellen und Parteien diese darin bestärken.

Mich interessiert auch dieses Kleinklein nicht, was anteilig parteilich als mögliche Lösung bis mittags angeboten wird.

Mich interessieren Antworten auf die Fragen, die Zukunft bis übermorgen betreffend.
Wie stellt man sicher, dass bei verringerter Landmasse auf dem kleinst möglichen Raum die effizienteste Energieversorgung geleistet wird?
Wie sieht die zukünftige höchst effiziente Nahrungsmittelproduktion und Wasserversorgung auf kleinstmöglicher Fläche aus?
Wie gestaltet sich zukünftiger Wohnraum auf verkleinerter Landmasse?

Angesichts solcher Fragen, die zu lösen, zum jetzigen Zeitpunkt zumindest anzudenken sind, sind die angebotenen parteilichen “Lösungen“ an Lächerlichkeit nicht zu überbieten.


Das sind sehr gute Fragen !! Aber das wird noch krasser :) , leider.

Wohnraum ? Es wird noch mehr Ballungsgebiete geben !
Energie ? Erneuerbare !
Wasserversorgung ? Kein Problem !
Nahrung ? Weniger tierische Fette bzw. Ersatz

Und das schreibe ich hier ganz unpolitisch.

Ist auch nicht neu, im Grunde ist das fast seit 50 Jahren bekannt.
Lies das mal

"Das benutzte Weltmodell diente der Untersuchung von fünf Tendenzen mit globaler Wirkung: Industrialisierung, Bevölkerungswachstum, Unterernährung, Ausbeutung von Rohstoff­reserven und Zerstörung von Lebensraum. So wurden Szenarien mit unterschiedlich hoch angesetzten Rohstoffvorräten der Erde berechnet, oder eine unterschiedliche Effizienz von landwirtschaftlicher Produktion, Geburtenkontrolle oder Umweltschutz angesetzt.


Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels für 1973 an den Club of Rome in der Frankfurter Paulskirche. V. l. n. r.: Ernst Klett, Aurelio Peccei, Eduard Pestel (beide Mitglieder des Exekutiv-Komitees des Club of Rome)
Bis heute sind von diesem Buch über 30 Millionen Exemplare in 30 Sprachen verkauft worden.[4] 1973 wurde der Club of Rome dafür mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet."

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums


So jetzt kannst du dich in dein SUV setzen, deinen Porsche fahren oder was noch immer...

ES SIEHT RICHTIG SCHEIßE AUS !


Weißt du was passiert wenn wir über 2 Grad sind ?
Dann sterben alle Korallen-Riffe ab So als Vorbote.

Aber das schlimme daran ist....

Wenn wir 2 Grad überschreiten....dann kommen die Clip-Points. Und das hält keiner mehr auf.#

DANN SCHREITEN WIR AUF DIE 3 GRAD ZU !

Und ab 4 Grad ist kein Leben mehr möglich auf diesen Planeten.

NOCH IRGENDWAS UNKLAR ?
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon JJazzGold » Mi 21. Nov 2018, 10:09

BingoBurner hat geschrieben:(21 Nov 2018, 09:26)

Das sind sehr gute Fragen !! Aber das wird noch krasser :) , leider.

Wohnraum ? Es wird noch mehr Ballungsgebiete geben !
Energie ? Erneuerbare !
Wasserversorgung ? Kein Problem !
Nahrung ? Weniger tierische Fette bzw. Ersatz

Und das schreibe ich hier ganz unpolitisch.

Ist auch nicht neu, im Grunde ist das fast seit 50 Jahren bekannt.
Lies das mal

"Das benutzte Weltmodell diente der Untersuchung von fünf Tendenzen mit globaler Wirkung: Industrialisierung, Bevölkerungswachstum, Unterernährung, Ausbeutung von Rohstoff­reserven und Zerstörung von Lebensraum. So wurden Szenarien mit unterschiedlich hoch angesetzten Rohstoffvorräten der Erde berechnet, oder eine unterschiedliche Effizienz von landwirtschaftlicher Produktion, Geburtenkontrolle oder Umweltschutz angesetzt.


Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels für 1973 an den Club of Rome in der Frankfurter Paulskirche. V. l. n. r.: Ernst Klett, Aurelio Peccei, Eduard Pestel (beide Mitglieder des Exekutiv-Komitees des Club of Rome)
Bis heute sind von diesem Buch über 30 Millionen Exemplare in 30 Sprachen verkauft worden.[4] 1973 wurde der Club of Rome dafür mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet."

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums


So jetzt kannst du dich in dein SUV setzen, deinen Porsche fahren oder was noch immer...

ES SIEHT RICHTIG SCHEIßE AUS !


Weißt du was passiert wenn wir über 2 Grad sind ?
Dann sterben alle Korallen-Riffe ab So als Vorbote.

Aber das schlimme daran ist....

Wenn wir 2 Grad überschreiten....dann kommen die Clip-Points. Und das hält keiner mehr auf.#

DANN SCHREITEN WIR AUF DIE 3 GRAD ZU !

Und ab 4 Grad ist kein Leben mehr möglich auf diesen Planeten.

NOCH IRGENDWAS UNKLAR ?


Wohnraum kann verlagert werden, unter die Erde, ins Meer, ins All.
Energieerzeugung muss kompakter werden und effizienter.
Wasser muss effektiver aufgefangen, gespeichert und recycled werden.
Nahrung? Heute wird Gentechnik verteufelt, morgen wird sie begrüßt werden.

Grob vereinfacht gesagt, leben wir in einer Eiszeit. Dass die sich nicht auf ewig halten lässt, sogar eher die Ausnahme darstellt, scheint in die wenigsten Überlegung zur Zukunftsgestaltung einzusickern. Da hilft der eingeschränkte Verbrauch von einer der zusätzlich angezüchteten Schweinerippen nichts. Dadurch strahlt die Sonne nicht stetig heller und die Erdachse lässt sich dadurch auch nicht zementieren.

Entweder stellt sich der Mensch dieser Herausforderung, oder er geht für Ablassbriefe zahlend unter.
Ich tendiere zu Ersterem, auch wenn wir in Deutschland zurzeit im kleingeistigen Denken, wir könnten einen Klimawandel zu einer Norm in der Ausnahme sitzend aufhalten.

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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Otto.F. » Mi 21. Nov 2018, 10:52

JJazzGold hat geschrieben:(21 Nov 2018, 10:09)

Wohnraum kann verlagert werden, unter die Erde, ins Meer, ins All.
Energieerzeugung muss kompakter werden und effizienter.
Wasser muss effektiver aufgefangen, gespeichert und recycled werden.
Nahrung? Heute wird Gentechnik verteufelt, morgen wird sie begrüßt werden.

Grob vereinfacht gesagt, leben wir in einer Eiszeit. Dass die sich nicht auf ewig halten lässt, sogar eher die Ausnahme darstellt, scheint in die wenigsten Überlegung zur Zukunftsgestaltung einzusickern. Da hilft der eingeschränkte Verbrauch von einer der zusätzlich angezüchteten Schweinerippen nichts. Dadurch strahlt die Sonne nicht stetig heller und die Erdachse lässt sich dadurch auch nicht zementieren.

Entweder stellt sich der Mensch dieser Herausforderung, oder er geht für Ablassbriefe zahlend unter.
Ich tendiere zu Ersterem, auch wenn wir in Deutschland zurzeit im kleingeistigen Denken, wir könnten einen Klimawandel zu einer Norm in der Ausnahme sitzend aufhalten.


Also ziehen ein paar Tausend Menschen ins All und der Rest ins Meer und unter die Erde.

Gut letzteres ist die wahrscheinlichste Variante. Dies benötigt lediglich den Platz des Körpers selbst.

Träumerei mag einfach klingen, ist aber die denkbar ungünstigste Lösung. In Sachen Weltraum bewohnen wird es ausser bei Elon Musk immer ruhiger in der Wissenschaft. Gut, gegen Glaube hat Wissenschaft eh keine Chance, aber manche vertrauen doch lieber der realen Physik und diese träumt nicht von Milliarden Menschen in Höhlen, unter Wasser oder auf dem Mars.

Man sollte sich über Größenverhältnisse bewusst werden, wenn man vernünftig in die Zukunft blicken möchte.

Alles braucht Zeit, vieles was wir nicht haben (Technik, Wissensstand), werden wir nicht rechtzeitig eringen in der Zeit die wir bräuchten. Die Zerstörung geht zu schnell voran, das Klima kommt ins galoppieren, Ressourcen werden knapper, die Vermüllung nimmt stets zu.
Pflanzen, die gesamte Biosphäre kann mit diesen Veränderungen in der kurzen Zeit nicht mithalten.

Aus vergangenen starken Klimaveränderungen in ähnlichem Zeitablauf wissen wir das bei ca. 75% aussterben von Pflanzen, Insekten, Säugern...kurz allen Lebens die Artenvielfalt schlagartig fällt.

Wir sind bei ~68% Verlust!!

Und stehen noch kurz am Anfang des Klimawandels, welcher potenziell zu allen anderen Gründen des Aussterbens hinzukommt.

Bevor wir von der Erstürmung des Mondes, des Mars träumen, sollte uns bewusst werden das wir seit der Mondlandung immer noch nicht bemannt auf dem Mars waren!
Hingegen stehen wir auf Erden nur sehr wenige Jahrzehnte vorm Kollaps!!

Die Zeit tickt.

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