38 Grad und seit Monaten kein Regen

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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Misterfritz » Do 30. Aug 2018, 21:11

H2O hat geschrieben:(30 Aug 2018, 20:56)

Vielleicht darf man das örtliche Wetter nicht mit dem Klimawandel vermischen.
Nicht vielleicht, sondern bestimmt ;)
Wir reden hier über Wetter, auch Trockenheit kann schon mal wochenlang andauern (vor Allem hier, wo die Regenwolken sich nicht trauen, ihre nasse fracht abzulassen ... ).
Würden wir jetzt zwei, drei kühle, nasse Sommer bekommen, wäre das Wehklagen gross. Trotzdem muss man Klima über sehr viel längeren Zeitraum betrachten.
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X3Q
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon X3Q » Do 30. Aug 2018, 21:36

kotzfisch hat geschrieben:(30 Aug 2018, 22:10)

Von Oktober 1539 bis November 1540 hat es in Mitteleuropa nicht einmal geregnet.
Nur mal so.

So what?

--X
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 30. Aug 2018, 22:04

H2O hat geschrieben:(30 Aug 2018, 20:56)

Vielleicht darf man das örtliche Wetter nicht mit dem Klimawandel vermischen.

Sicherlich nicht, aber hier geht es doch ums Wetter, "38 Grad und seit Monaten kein Regen"...
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Do 30. Aug 2018, 22:23

Tom Bombadil hat geschrieben:(30 Aug 2018, 23:04)

Sicherlich nicht, aber hier geht es doch ums Wetter, "38 Grad und seit Monaten kein Regen"...


Das ist schon wahr; aber der engagierte Streit hat sich stetig zur menschgemachten Klimaveränderung hin entwickelt. Ich bin als Moderator auch etwas ratlos, wie es hier jetzt weiter gehen soll... also eher mit wissenschaftlichem Anspruch, oder doch mehr im Erzählstil, wie sich das Wetter zu Hause austobt. Was schlagen Sie vor?
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 30. Aug 2018, 22:50

H2O hat geschrieben:(30 Aug 2018, 23:23)

Was schlagen Sie vor?

Völlig unwissenschaftlich Fünfe gerade sein lassen ;)
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Do 30. Aug 2018, 23:53

Tom Bombadil hat geschrieben:(30 Aug 2018, 23:50)

Völlig unwissenschaftlich Fünfe gerade sein lassen ;)

Danke für die Ermutigung!
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Kölner1302 » Fr 31. Aug 2018, 11:46

kotzfisch hat geschrieben:(30 Aug 2018, 22:10)

Von Oktober 1539 bis November 1540 hat es in Mitteleuropa nicht einmal geregnet.
Nur mal so.


https://www.spektrum.de/news/europas-ve ... re/1584414

Und weiß man, warum? Gab es besondere sonstige Ereignisse vor 1539?

Ich hab mal in wikipedia zum Jahr 1538 recherchiert und tatsächlich: die Campi flegrei in Neapel waren tatsächlich nur 1538 und 2017 aktiv....
https://de.wikipedia.org/wiki/Phlegr%C3%A4ische_Felder
Aber obs sowas ist? Welches Gas wird bei der Aktivität der Campi flegrei in welchen Mengen in die Atmosphäre abgegeben? Klimawirksam?
https://www.telechargementmp3.org/video ... ks-hd.html
https://telechargementmp3.org/video/jvy ... 17-hd.html
Unter den phlegräischen Felder liegt eine besonders große Gasblase vulkanischen Ursprungs. Die campi flegrei sind die Caldera eines sog. Supervulkans und ein kleinerer Ausbruch scheint bevorzustehen...
https://www.berliner-zeitung.de/panoram ... --25954788
Zuletzt geändert von Kölner1302 am Fr 31. Aug 2018, 13:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Kölner1302 » Fr 31. Aug 2018, 13:35

wikipedia: Hitze und Dürre ab April 2018: https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCrr ... uropa_2018
wikipedia: Kälte und Trockenheit ab Mitte Februar 2018: https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4lt ... uropa_2018

Wikipedia: Hitze und Dürre 1540 https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCrr ... uropa_1540
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Cat with a whip » Fr 31. Aug 2018, 14:49

kotzfisch hat geschrieben:(30 Aug 2018, 22:10)

Von Oktober 1539 bis November 1540 hat es in Mitteleuropa nicht einmal geregnet.
Nur mal so.


Es fiel in der Megadürre über ein Jahr in Mitteleuropa nur knapp ein Dittel der erwartbaren Menge.
https://diepresse.com/home/zeitgeschich ... -schlimmer

Wenn so etwas wieder passiert dann ist hier Polen offen.

Ein Sommer als Mahnung

„Alle 250 Jahre müssen wir mit einer Megadürre rechnen“, so Kimahistoriker Pfister zum „SRF“. Sollte sie Europa in nächster Zeit treffen, wäre das verheerend, meint der Umwelthistoriker, der aktuell an einer Studie arbeitet, die zu skizzieren versucht, wie die Schweiz bei einer Wiederholung des Jahres 1540 betroffen wäre: „Wir hätten ein Energieproblem. Auch das Kühlwasser für die Atomkraftwerke könnte knapp werden. Der Schifffahrtshandel käme zum Erliegen. Und wir müssten uns Sorgen wegen Epidemien machen, weil die Klärung der Abwasser nicht mehr gesichert wäre.“

Sein Fazit: „Die Katastrophe von 1540 sollte eine Mahnung sein, was geschehen kann. Ich hoffe, wir müssen so etwas nie erleben.“ Zwar geschehen derartige Ereignisse, so geben die Forscher unisono zu bedenken, offensichtlich auch ohne die Klimaerwärmung. Doch mit dem Treibhauseffekt könnten sie künftig häufiger auftreten.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Cat with a whip » Fr 31. Aug 2018, 15:13

H2O hat geschrieben:(30 Aug 2018, 23:23)

Das ist schon wahr; aber der engagierte Streit hat sich stetig zur menschgemachten Klimaveränderung hin entwickelt. Ich bin als Moderator auch etwas ratlos, wie es hier jetzt weiter gehen soll... also eher mit wissenschaftlichem Anspruch, oder doch mehr im Erzählstil, wie sich das Wetter zu Hause austobt. Was schlagen Sie vor?

Auch Meteorologie ist Wissenschaft. Die Frage im Eingangsthread ist sehr klar gestellt. Die Frage wurde hier auch schon mehrfach mit Hinweis auf die Wissenschaft beantwortet.
Wenn hier trotzdem Tratsch aufkommt ala "So ein blödes Wetter, das gefällt mir aber gar nicht", oder den wiederholten Schwachsinn wie die Behauptung einer Wissenschaftsverschwörung dann ist es sinnvoll das zu unterbinden, damit die Diskussion nicht geschreddert wird, aber natürlich kann ich nicht für Sie sprechen.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Fr 31. Aug 2018, 16:59

Cat with a whip hat geschrieben:(31 Aug 2018, 16:13)

Auch Meteorologie ist Wissenschaft. Die Frage im Eingangsthread ist sehr klar gestellt. Die Frage wurde hier auch schon mehrfach mit Hinweis auf die Wissenschaft beantwortet.
Wenn hier trotzdem Tratsch aufkommt ala "So ein blödes Wetter, das gefällt mir aber gar nicht", oder den wiederholten Schwachsinn wie die Behauptung einer Wissenschaftsverschwörung dann ist es sinnvoll das zu unterbinden, damit die Diskussion nicht geschreddert wird, aber natürlich kann ich nicht für Sie sprechen.


[MOD] Doch, ich teile Ihre Meinung zum Umgang mit diesem Thema weitgehend, bin aber gelegentlich unsicher. Ich bitte um Meldungen, wenn Teilnehmern hier die Hutschnur reißt! Wenn mir der Protest übertrieben vorkommt, dann lösche ich die Meldung eben wieder. Etwas persönliche Note des Moderators muß zu ertragen sein. Besser einmal zu viel als einmal zu wenig meckern! H2O
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Kölner1302 » Fr 31. Aug 2018, 17:33

... wir Menschen haben wahrscheinlich einen furchtbaren Fehler gemacht.
Die Folgen werden sich nun schon in den nächsten Jahren zeigen.

Was, wenn Al Gore Recht hatte?
http://wiki.bildungsserver.de/klimawand ... geschichte
http://wiki.bildungsserver.de/klimawand ... 640000.jpg
https://www.youtube.com/watch?v=7VcT0ygjq_s

Man sieht dass die Globale Temperatur tatsächlich mit leichter zeitlicher Verzögerung den CO2 - Werten folgt!
https://bildungsserver.hamburg.de/klima ... 150-jahre/
Die Steigung der Temperaturkurve ist jedenfalls schon deutlich stärker geworden.
Demnach kommt nun also der krasse Temperaturanstieg - und hat vielleicht dieses Jahr schon begonnen.

Wenn schon 100 ppm CO2 den Unterschied zwischen Eiszeit und dem aktuellen Klima bedeuten, was bedeutet dann der Anstieg von CO2 um 130 ppm in den letzten Jahren für die Zukunft?
Steigt dann die Temperatur künftig stetig von Jahr zu Jahr? Bis wohin?

Gibts schon Überlebensstrategien für die Zukunft ?
Bei spätestens 50 Grad Celsius ist für Meschen Schluss! Dann werden die Gebiete unbewohnbar. Dieses Jahr schon vorgekommen in Spanien, Portugal, Türkei, Pakistan...
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Fr 31. Aug 2018, 19:10

Uns bleibt doch gar nichts weiter übrig, als in allem Ernst die CO2-Entwicklung nach Kräften ein zu dämmen. Hoffen wir, daß dieser Sommer kein Vorläufer weit vernichtenderer Hitzewellen über Europa wird. Im schlimmsten Fall tun wir etwas, das uns auch nicht rettet; aber unsere Überlebensstrategie kann so sehr viel anders gar nicht sein. 82 Millionen Überlebensnischen für unser Volk oder 500 Mio Überlebensnischen für Europa kann ich mir nicht vorstellen... 9 Mrd Überlebensnischen für die Weltbevölkerung sind völlig unvorstellbar.

Mit Galgenhumor kommen wir vielleicht weiter: Alle überführten CO2-Sünder erhalten keinen Zutritt in unsere Überlebensnische. Die werden vor der Eingangstür dann im eigenen CO2 geröstet.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Kölner1302 » Mi 5. Sep 2018, 19:59

Der Sommer 18 toppt alles bisherdagewesene:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/hitz ... 86610.html
https://www.berliner-zeitung.de/panoram ... r-31214824
Die Ursache ist bisher unbekannt, jedoch ist besonders, dass das Wetter nun von Osten kommt - und damit wird es kontinental: heiße trockene Sommer und eisige Winter
https://www.tagesspiegel.de/berlin/extr ... 05322.html
Zuletzt geändert von Kölner1302 am Mi 5. Sep 2018, 20:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Brainiac » Mi 5. Sep 2018, 20:09

Ich hätte mal eine Frage an die "Klimaskeptiker" dieses Forums. Und zwar, was genau müsste sich ereignen, um euch von einem tatsächlich signifikantem antropogenen Einfluss auf die Klimaerwärmung zu überzeugen, und was wäre für euch eine Widerlegung davon.

Denn merke: Nicht falsifizierbare Theorien sind unwissenschaftlich. ;)
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Ebiker » Mi 5. Sep 2018, 20:16

Es müßte einfach das passieren was die Klimaalarmisten prophezeihen. Ja der Sommer war sehr heiß, sehr trocken und es gab viel Sonne. Aber er war weder der heißeste noch trockenste oder sonnenscheinreichste. Es gibt auch keine Häufung solcher Sommer. Es wird auch nicht trockener. Kann man alles beim DWD nachlesen.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Brainiac » Mi 5. Sep 2018, 20:37

Ebiker hat geschrieben:(05 Sep 2018, 21:16)

Es müßte einfach das passieren was die Klimaalarmisten prophezeihen. Ja der Sommer war sehr heiß, sehr trocken und es gab viel Sonne. Aber er war weder der heißeste noch trockenste oder sonnenscheinreichste. Es gibt auch keine Häufung solcher Sommer. Es wird auch nicht trockener. Kann man alles beim DWD nachlesen.

Das beantwortet meine Frage nicht.

Die "Klimaalarmisten" prophezeien lediglich, dass die jährliche globale Durchschnittstemperatur im Mittel immer weiter ansteigt. Mit den normalen Konsequenzen, die das hat. Das ist derzeit, seit 30-50 Jahren, eindeutig der Fall und wird sich auch 2018 nicht ändern.

https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?lv2=100932&lv3=101038
https://en.m.wikipedia.org/wiki/Global_temperature_record#/media/File%3AGlobal_Temperature_Anomaly.svg

Wie müssten diese Kurven aussehen, um dich vom Gegenteil zu überzeugen?

Oder bist du möglicherweise Zweifler "aus Prinzip"?

Btw:

Brainiac hat geschrieben:(13 Aug 2017, 16:20)
Es geht um die globale Durchschnittstemperatur, nicht die von Deutschland. Das Klima ist ja unzweifelhaft ein globaler Prozess.Im Übrigen rate mal, warum diese EIKE-Statistik 2013 aufhört. ;)
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Mi 5. Sep 2018, 20:50

Ebiker hat geschrieben:(05 Sep 2018, 21:16)

Es müßte einfach das passieren was die Klimaalarmisten prophezeihen. Ja der Sommer war sehr heiß, sehr trocken und es gab viel Sonne. Aber er war weder der heißeste noch trockenste oder sonnenscheinreichste. Es gibt auch keine Häufung solcher Sommer. Es wird auch nicht trockener. Kann man alles beim DWD nachlesen.


Diese Aufzeichnungen hatte ich mir ja mit Ihrer Hilfe auch schon angesehen. Meine Frage ist jetzt folgende: Haben Sie die Schlüsse aus den Aufzeichnungen gezogen, oder hat der DWD ganz platt gesagt: "Leute, alles kein Problem, die Klimaveränderung findet nicht statt?" Und meine nächste Frage darf ja nicht fehlen: Hat das Potsdamer Institut für Klimaforschung diese Kurven zurück gewiesen, oder arbeitet das Institut solche Daten in seine Datenvorräte ein? Wenn das ohne guten Grund nicht geschähe, dann könnte man diesen Forschern mit Recht vorhalten, daß sie uns alle ganz böse hinter die Fichte führen möchten. Wissen Sie das?
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Cat with a whip » Mi 5. Sep 2018, 22:19

Ebiker hat geschrieben:(05 Sep 2018, 21:16)

Es müßte einfach das passieren was die Klimaalarmisten prophezeihen. Ja der Sommer war sehr heiß, sehr trocken und es gab viel Sonne. Aber er war weder der heißeste noch trockenste oder sonnenscheinreichste. Es gibt auch keine Häufung solcher Sommer. Es wird auch nicht trockener. Kann man alles beim DWD nachlesen.


Warum diese Polemik gegen die Wissenschaftler auf die sie sich dann wieder im Falle des DWD berufen? Das ist schon ziemlich bizarr.

Die Wetter- und Klimaforscher haben herausgefunden, dass das Wetter generell in Deutschland feuchter wird. Auf das gesamte Jahr betrachtet, nahmen die Niederschläge seit 1881 um zehn Prozent zu. Nimmt man allein die Wintermonate als Maßstab beträgt die Zunahme aber schon 30 Prozent.

Thomas Deutschländer ist Leiter des Bereichs Klimaanalyse beim DWD:

"Nach unseren Klimaprojektionen gehen wir schon davon aus, dass es eine Verschlimmerung der Schere gibt. Die Entwicklung ist noch nicht schlimm, könnte es aber werden. Insbesondere die schon jetzt sehr trockenen Gebiete - südlich des Alpenhauptkamms - könnten speziell in den Sommermonaten wirklich sehr trocken werden. Das schließt auch richtige Dürreperioden mit ein, eine Austrocknung ist da sehr wahrscheinlich. Und wahrscheinlich wird es dann im nördlichen Europa eher noch feuchter als bisher werden."

Die Niederschlagsmenge in den Sommermonaten ist seit 1881 auch zurückgegangen - zwar lediglich um gut ein Prozent, aber dies passe in ein langfristiges Bild, so der Wetterdienst. Feuchtere Winter, wärmere Sommer - so tituliert der Wetterdienst die langfristigen Gesamtaussichten für Deutschland.

Der Deutsche Wetterdienst gehört auch zu führenden Vereinigungen weltweit in diesem Bereich.

https://www.deutschlandfunk.de/wetterpr ... _id=281084

Das sind Klimaforscher und die beobachten diese Trends.

Und dass dieser Sommer sehr heiß und trocken wird, wurde nicht "prophezeit". Das ist ihre Suggestion. Ebenso nicht dass er der trockenste und sonnenreichste würde. Auch ihre Erfindung. Aus Ihrem Beitrag offenbart sich Ihr problematisches Wissensdefizit, wenn Sie Wetter mit Klima verwechseln und wenn Sie nicht verstehen dass zwischen trockeneren Sommern und steigender Gesamtjahresniederschlagsmenge kein Widerspruch besteht.

Tasächlich wird auch nicht von den Klimaforscher behauptet wie sie suggerieren dass es in Mitteleuropa über das Jahr hinweg trockener wird, sondern dass die Winter niederschlagsreicher werden UND gleichzeitig mit mehr trockeneren Sommern zu rechnen ist. DAS kann man wie ich ihnen verlinkte beim DWD nachlesen.

Wie kommen Sie persönlich damit klar dass Polemiker und Leugner von wissenschaftlichen Erkenntnissen wie Sie den Wissenschaftlern falsche Aussagen unterstellen, aber selbst permanent grundsätzliche Defizite und Verständnisschwierigkeiten bereits bei einfachsten Sachverhalten offenbaren?
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Kölner1302 » Mi 5. Sep 2018, 23:58

Es git Versuche, die die Wirkung von Co2 in der Atmosphäre verdeutlichen.

1. Man füllt ein Rohr mit CO2 und verschließt es auf beiden Seiten mit einer Glasplatte.
Auf der einen Seite dieser Röhre postiert man eine Kamera. Auf der anderen Seite führt man eine brennende Kerze an dem Rohr vorbei und nimmt sie auf. Der Rot-Anteil verschwindet aus dem Bild.
https://www.youtube.com/watch?v=VNYUUHHQ1sI

2. Man füllt Co2 in eine Kunstoffflasche und in eine andere ganz normale Luft. Dann erwärmt man beide gleich mit Licht und misst die Temperatur im Innern der Flasche.
https://youtu.be/Ge0jhYDcazY?t=28

3. Dann wird natürlich behauptet, dass die Atmospäre aber nur Spuren davon enthält und CO2 deswegen ja gar nicht das Klima beeinflussen kann - jetzt 410 parts per million - ppm. Gerade wegen dieser geringen Konzentration ist es möglich, dass die menschliche Aktivität die Menge des CO2 verändern kann.
Lösen Sie ein Körnchen Kaliumpermanganat in Wasser auf und Sie sehen eine kleine farbliche Veränderung. So wirkt die geringe Konzentration C02 auch.
https://www.youtube.com/watch?v=a6RCPi4KCIQ

Hier wurde nun konstatiert, man glaube den menschengemachten Treibhauseffekt erst, wenn die Warnungen der Klimaforscher genau so einträten, wie sie prognostiziert wurden.
Das System Erde ist allerdings so komplex, dass Warnungen der Klimaforscher niemals ganz genau so eintreten können wie sie prognostiziert waren:
https://www.spektrum.de/lexikon/biologi ... lanz/64111
Man kann nur die Änderungen des Wetters beobachten und versuchen, sie durch die veränderte Wärmebilanz des Planeten (infolge von Klimagasemissionen) logisch zu erklären.

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