Eine neue Eiszeit?

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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 7. Mai 2018, 12:55

Die Erklärung ist widersprüchlich. "Fossile Brennstoffe sind tote Biomasse", dann kann Uran kein fossiler Brennstoff sein. Später wird die Definition dann ausgeweitet, weil Uran nicht nachgebildet werden kann. Aber auch das ist dann wieder widersprüchlich, weil fossile Brennstoffe auch jetzt noch sehr wohl nachgebildet werden, es dauert halt nur sehr lange.
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon Cat with a whip » Mo 7. Mai 2018, 13:03

Wie man es auch definiert, es ändert nichts an der Sachlage, dass Uranlagerstätten nicht im menschlichen Zeitmaßsstab erneuerbar sind.

PS. Uranlagerstätten könnten nach letzten Erkenntnissen größtenteils unter Mitwirkung von Mikroorganismen entstanden sein.
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21 ... 06-07.html
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon Alexyessin » Mo 7. Mai 2018, 13:06

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 May 2018, 13:55)

Die Erklärung ist widersprüchlich. "Fossile Brennstoffe sind tote Biomasse", dann kann Uran kein fossiler Brennstoff sein. Später wird die Definition dann ausgeweitet, weil Uran nicht nachgebildet werden kann. Aber auch das ist dann wieder widersprüchlich, weil fossile Brennstoffe auch jetzt noch sehr wohl nachgebildet werden, es dauert halt nur sehr lange.


Uran kann aber definitiv nicht nachgebildet werden, oder? Ist doch Exterristischen Ursprungs. ( Bin da wirklich Laie )
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 7. Mai 2018, 13:45

Muss man denn hier wirklich alles durchkauen ? "fossil" Der Wiktionary meint : "Bedeutungen: [1] von Gegenständen oder Stoffen: aus der erdgeschichtlichen Vergangenheit stammend" und das passende Synonym ist "ausgegraben".

Nein Uran ist nicht "fossil". Das sind lediglich Stoffe die aus Pflanzen und Tierkörpern entstanden sind. Werden in unterschiedlichen Stufen vorgefunden.

Was die Energiegewinnung angeht, muss man wohl in unterscheiden : Kohle, Erdgas, Erdöl wird dazu verbrannt. Uran brennt zwar auch, aber zur Energiegewinnung werden atomare Prozesse genutzt. Nun das braucht niemanden zu falschen Hoffnungen verleiten. Selbstverständlich wird von der "Mine bis zum Brennstab" ein ganz erhebliche Energieaufwand notwendig. Wer damit hier "punkten möchte" kann ja auch mal selbst sich der Mühe unterziehen und entsprechendes Zahlenmaterial aus nachprüfbaren Quellen hier verlinken.

Aus dieser Quelle
Als "Gelber Kuchen" nach Deutschland
Das geförderte Uranerz enthält nur einen kleinen Anteil des eigentlichen Urans. Der Transport aus weit entfernten Ländern wäre darum unwirtschaftlich. Vor Ort wird das geförderte Material zerkleinert und gemahlen oder die gewonnene Lösung gereinigt. Das Ergebnis ist ein gelbes Pulver, das etwa 70 Prozent Uran enthält und "Yellow Cake", also "Gelber Kuchen" genannt wird. Die Rückstände dieser Aufbereitung enthalten noch 85 Prozent der ursprünglichen Radioaktivität, Schwermetalle und Arsen. In der Wismut, Deutschlands einziger und ehemaliger Abbaustätte in Thüringen, wurden erhöhte Werte von Radium und Arsen gemessen. Im Hausstaub.

Für den Betrieb in Leichtwasserreaktoren muss der "Gelbe Kuchen" noch zum Brennstab werden. Russland, Frankreich, die USA, Großbritannien und Kanada vereinen 99 Prozent der Produktionskapazität von Uranhexafluorid, das später angereichert werden muss. Und nicht umsonst haben vier dieser Länder Atombomben. Für einen Kernbrennstab wird das Uran-Isotop 235 gebraucht. Im Natururan sind davon nur 0,7 Prozent enthalten. Für die Brennstäbe muss der Anteil durch Gasdiffusionsanlagen oder Zentrifugen auf bis zu fünf Prozent gesteigert werden. Und weil mit den selben Anlagen auch über 90 Prozent drin sind, aus denen dann Atombomben gebaut werden können, schaut die Welt ängstlich auf den Iran und dessen Willen, selbst die Verfahren zur Anreicherung durchzuführen. Zur friedlichen Nutzung für die Stromversorgung und zur kriegerischen durch Atomraketen führt technisch der gleiche Weg.
Was die gern hochgelobte "CO2" Vermeidung angeht, das ist auch eines der gern genommenen Märchen :
Durch den Abbau in den Minen, den Transport und die mehrfache Bearbeitung des Uranerzes werden genau wie in konventionellen Kraftwerken, die mit fossilen Ressourcen arbeiten, klimaschädliche Kohlendioxid-Emissionen freigesetzt. Pro Kilowattstunde Strom schwanken die Schätzungen von 33 Gramm CO2 / kWh (Quelle: Lobbyverband "Deutsches Atomforum") und über 60 Gramm CO2 / kWh (Quelle: Umweltschutzverband Greenpeace). Ein Klimaschoner ist Atomstrom damit nicht.
Ist mir herzlich gleichgültig, ob nun der "Lobbyverband" - nimmt man die "33 Gramm CO2 / kWh" - "produzierte der inzwischen Abgeschaltete Block A in Biblis stündlich 39.600.000g CO2 "griffiger" beinahe 40 t CO2 /h - bzw. die muss man an die spätere Produktion "weiterreichen"....

Doch diese Mühe kann man sich gewiss sparen, wenn man die "Verfügbarkeit" dieses Rohstoffs betrachtet :
Vorrat für max. 70 Jahre
Und die Ressource Uran ist begrenzt. Bei einer statischen Entwicklung sind noch 60 bis 70 Jahre drin. Sollten aber China, Indien und westliche Industrienationen auf die Idee kommen, massiv neue Kraftwerke zu bauen, wird es eng. Dann ist noch viel früher Schluss mit dem Strom aus Uran.
ThorsHamar hat geschrieben:Richtig, zählt aus politischen Gründen dazu, ist aber faktisch keiner.
Uran wird nur deshalb als fossil bezeichnet, weil man es damit strikt von den sog. erneuerbaren Energien trennen will.
Um diesen blödsinnigen Nebenkriegsschauplatz nicht weiter anzuheizen - man könnte sich ganz einfach auf das Kürzel "EE" (für erneuerbare Energien) und auf "NE" (für simpel "nicht erneuerbare Energien") einigen. Alles was nach X Jahren wech ist, ist schlicht und einfach "NE"

Auch für die Tatsache, das Generieren ("erzeugt" wird Energie nirgendwo, sie ist da und wird "umgeformt") von hochwertigen Energieformen, hier Elektrischer Strom (SI Einheit = Ampere [A] ) geht immer mit "Anergie" einher - ist also mit einem "Wirkungsgrad" behaftet. Bei den EE bleibt das folgenlos. Jedenfalls solange bis unsere Sonne den Geist aufgibt.

Bei NE tritt dieser Umstand bedeutend früher auf - die notwendigen "Brennstoffe" sind definitiv "endlich". Müssen zunächst mit hohem Energieaufwand "beschafft" werden und "verbrennen" dann nochmals aufwendig zu vergleichsweise wenig Exergie und weit über 50% (das ist sehr freundlich) zu weitgehend nutzloser Anergie.

Das wiederum bedeutet, auch wenn schlaue "politische" Rechner sich die Energiebilanzen von NE geschickt schönrechnen - man lässt einfach den jeweiligen "Brennstoff" wech - so als ob aus einem solchen Kraftwerk ganz "ohne alles", auch nur ein einziges Watt herauskäme. Dann vergleicht man EE mit NE und erzählt eine hübsche Geschichte, wie schnell doch so ein AKW die in seine Errichtung hineingesteckte Energie "hinten" wieder herauskommt und das macht man dann mit PV & CO genauso. Nur total Blöde merken nicht was da vorgeht.

Weniger beschränkte Geister wissen, ALLE "NE" haben eine Faktor >1. Während alle "EE" einen Faktor deutlich größer 1 haben. Daraus lässt sich (inzwischen gibt es für alles was hergestellt wird ein "Preisschild" kWh) genau errechnen, wann zum Beispiel eine PV-Anlage die zu ihrer "Erzeugung" (nebst aller anderen Energieaufwendungen) notwendige Energie generiert haben wird und aus dem nun entstehenden "Überschuss" weitere gleichartige Anlagen erzeugt werden können. Diese Werte - inklusive aller damit verbundenen "energetischen Nebenkosten" liegen inzwischen vor.

KEINE "NE" kann jemals die in sie "gesteckte Energie" generieren - weil man dummerweise andauernd auch Brennstoffe darin umsetzt. Ergo ist die Idee möglichst bald mittels EE auch weiter Generatoren zu bauen sehr dringlich. Verpasst man den Zeitraum, wo diese "Brennstoffe" noch in ausreichender Menge für BEIDES - für den exponentiell wachsenden Weltenergiebedarf UND den Neubau EE-Generatoren - zur "Verbrennung bereitsteht", ist die logischen Folge, dass man sich das zwischen "Pest und Cholera" entscheiden muss.

Womit die Frage "Gibt es dafür eine Quelle?" beantwortet ist.

Wer das nun wieder anzweifelt - daran, dass dies geschieht - habe ich nun keine Zweifel - soll doch bitte dies mit oder ohne Quelle mal belegen. "Logik" heißt das "Zauberwort" - ach ja, gern genommen - die Sonne und Wind sind nicht immer verfügbar - Kohle, Erdgas und Erdöl sind es ab einem voraussehbaren Zeitpunkt überhaupt nie mehr. Vorher werden sie dank immer weiter steigender finanzieller aber auch energetischer Kosten unbezahlbar....

Simples Beispiel - "Erdöl" wurde im Verhältnis "ein Barrel Erdöl" genügte anfänglich um 100 Barrel Erdöl zu fördern - wie viele bekommt man Heute dafür ? Auch nicht schlecht "Die Welt verbraucht jeden Tag ein 76’000 km hohes Fass Erdöl" Nur so zum Nachdenken - falls das möglich ist - vor ca. 200 Jahren wurde da auch schon so schön Kohle, Erdgas und Erdöl verbrannt - mit den bekannten "Nebenwirkungen" ?
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon ThorsHamar » Mo 7. Mai 2018, 13:49

Alexyessin hat geschrieben:(07 May 2018, 13:13)

Nein, es wird als fossil bezeichnet, weil es ein nicht erneuerbarer Rohstoff ist. Das ist alles. Ganz ohne Verschwörungsgedanken.


Ich habe sowieso keine Verschwörungsgedanken. Fossil hiess bislang altes Zeug aus organischem Material.
Deshalb waren fossile Brennstoffe und Energieträger bis neulich noch Kohle, Öl und Gas.
Aus politischen Gründen wurde dazu dann auch Uran gezählt.
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon ThorsHamar » Mo 7. Mai 2018, 13:51

immernoch_ratlos hat geschrieben:(07 May 2018, 14:45)

Muss man denn hier wirklich alles durchkauen ? ...


Nee, das ist kein Zwang, es sei denn, Dein ganz persönlicher .... :cool:
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon Alexyessin » Mo 7. Mai 2018, 14:10

ThorsHamar hat geschrieben:(07 May 2018, 14:49)

Ich habe sowieso keine Verschwörungsgedanken. Fossil hiess bislang altes Zeug aus organischem Material.
Deshalb waren fossile Brennstoffe und Energieträger bis neulich noch Kohle, Öl und Gas.
Aus politischen Gründen wurde dazu dann auch Uran gezählt.


Aber Uran war auch nie ein Erneubarer, oder? Gibt also keinen Sinn, dein "aus politischen Gründen"
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon Cat with a whip » Mo 7. Mai 2018, 14:15

immernoch_ratlos hat geschrieben:(07 May 2018, 14:45)
Nein Uran ist nicht "fossil". Das sind lediglich Stoffe die aus Pflanzen und Tierkörpern entstanden sind. Werden in unterschiedlichen Stufen vorgefunden.

Was die Energiegewinnung angeht, muss man wohl in unterscheiden : Kohle, Erdgas, Erdöl wird dazu verbrannt. Uran brennt zwar auch, aber zur Energiegewinnung werden atomare Prozesse genutzt. Nun das braucht niemanden zu falschen Hoffnungen verleiten. Selbstverständlich wird von der "Mine bis zum Brennstab" ein ganz erhebliche Energieaufwand notwendig. Wer damit hier "punkten möchte" kann ja auch mal selbst sich der Mühe unterziehen und entsprechendes Zahlenmaterial aus nachprüfbaren Quellen hier verlinken.



Ja, das muss offenbar durchgekaut werden, weil eben die Definition unterschiedlich benutzt wird. Uranerz kann man auch als fossil kategorisieren, wenn fossil im Sinne von "ausgegraben" benutzt wird: Man fördert es aus der Erde. Natürlich entsteht Uran nicht aus Fossilien. Jedoch nach neuesten Erkenntnissen ist anzunehmen dass die größten Uranlagerstätten biogen sind. Siehe den oben verlinkten Artikel. Ebenso Goldlagerstätten.

Und wenn wir schon beim Haarspalten sind, ist ihr Hinweis dass zur Energiegewinnung aus Uran atomare Prozesse genutzt werden ziemlich beliebig, denn bei jeder Oxidation, also der thermischen Verbrennung von fossilen Kohlenstoff und dessen Verbindungen werden atomare Prozesse genutzt. Wenn wir zur Nutzung von Uran unterscheiden möchten sind Kernprozesse das Unterscheidungsmerkmal. Denn die Energie kommt hier aus der Kernbindungsenergie und nicht aus der Atombindungsenergie.
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 7. Mai 2018, 14:15

Alexyessin hat geschrieben:(07 May 2018, 14:06)

Uran kann aber definitiv nicht nachgebildet werden, oder?

Uran ist ein Element, dass sich auf der Erde mW. nicht nachbildet, ob da irgendetwas im heißen Erdinneren passiert, wobei sich Uran bildet, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber das ist mMn. nicht relevant, man kann zwischen "erneuerbaren" und "nicht erneuerbaren" Energieträgern unterscheiden, da gehört Uran dann zu den nicht erneuerbaren, aber dass Uran ein fossiler Brennstoff wäre ist schlichtweg falsch.
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon Alexyessin » Mo 7. Mai 2018, 14:18

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 May 2018, 15:15)

Uran ist ein Element, dass sich auf der Erde mW. nicht nachbildet, ob da irgendetwas im heißen Erdinneren passiert, wobei sich Uran bildet, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber das ist mMn. nicht relevant, man kann zwischen "erneuerbaren" und "nicht erneuerbaren" Energieträgern unterscheiden, da gehört Uran dann zu den nicht erneuerbaren, aber dass Uran ein fossiler Brennstoff wäre ist schlichtweg falsch.


Ich verlass mich da mal auf dich. :)
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon ThorsHamar » Mo 7. Mai 2018, 14:18

Alexyessin hat geschrieben:(07 May 2018, 15:10)

Aber Uran war auch nie ein Erneubarer, oder? Gibt also keinen Sinn, dein "aus politischen Gründen"


Ehrlich, Alex: "Erneuerbare Energie" und "Erneuerbare Energieträger" sind so ziemlich die politischsten Termini in dieser Branche .... :cool:
Deshalb sind sie auch so tatsächlich sinnfrei, eben für den Wahl-Dödel versimpelter Lobbyismus und nur deshalb ist Uran seit neulich erst "fossil" ...
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon Cat with a whip » Mo 7. Mai 2018, 14:19

Alexyessin hat geschrieben:(07 May 2018, 14:06)

Uran kann aber definitiv nicht nachgebildet werden, oder? Ist doch Exterristischen Ursprungs. ( Bin da wirklich Laie )



Sozusagen. Uran wird ständig nachgebildet, aber nur nicht auf der Erde. :D Allerdings ist im Erdinneren noch eine ganze Menge Uran, das ist jedoch unerreichbar und nicht wirtschaftlich nutzbar. Das wird erst langsam über magmatische Prozesse in den oberen Mantel transportiert und muß dann irgendwie ausgefällt werden. Und das geht so langsam, dass Uran nach menschlichen Zeitbegriffen nicht als regenerativ eingeordnet werden kann.
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 7. Mai 2018, 14:21

Alexyessin hat geschrieben:(07 May 2018, 15:18)

Ich verlass mich da mal auf dich. :)

Ob man diese Bakteriengeschichte als fossil bezeichnen will, sollen die Wissenschaftler mal unter sich aushecken. Dabei handelt es sich ja aber nicht um das Element Uran sondern um die Lagerstätten.
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon Alexyessin » Mo 7. Mai 2018, 14:25

ThorsHamar hat geschrieben:(07 May 2018, 15:18)

Ehrlich, Alex: "Erneuerbare Energie" und "Erneuerbare Energieträger" sind so ziemlich die politischsten Termini in dieser Branche .... :cool:
Deshalb sind sie auch so tatsächlich sinnfrei, eben für den Wahl-Dödel versimpelter Lobbyismus und nur deshalb ist Uran seit neulich erst "fossil" ...


War Uran vorher als erneuerbarer Energieträge genannt? Ja oder nein?
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon Ein Terraner » Mo 7. Mai 2018, 14:27

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 May 2018, 15:15)

ob da irgendetwas im heißen Erdinneren passiert, wobei sich Uran bildet


Nö, für so schweres Zeug braucht es schon explodierende Sonnen.
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Artikel 13, Save the Internet Petition: https://www.change.org/p/stoppt-die-zen ... loadfilter
Was ist Artikel 13? https://www.youtube.com/watch?v=1DKk69J5pb4
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon Ein Terraner » Mo 7. Mai 2018, 14:29

Alexyessin hat geschrieben:(07 May 2018, 15:25)

War Uran vorher als erneuerbarer Energieträge genannt? Ja oder nein?

Wer weis, vielleicht findet sich ja ein effizienter Weg unseren Atommüll wieder aufzubereiten ?
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon Alexyessin » Mo 7. Mai 2018, 14:33

Ein Terraner hat geschrieben:(07 May 2018, 15:29)

Wer weis, vielleicht findet sich ja ein effizienter Weg unseren Atommüll wieder aufzubereiten ?


Das erzählt die Atom-Lobby auch schon seit Beginn ihrer Lebensgeschichte ;)
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 7. Mai 2018, 14:36

Cat with a whip hat geschrieben:(07 May 2018, 14:03)

Wie man es auch definiert, es ändert nichts an der Sachlage, dass Uranlagerstätten nicht im menschlichen Zeitmaßsstab erneuerbar sind.

PS. Uranlagerstätten könnten nach letzten Erkenntnissen größtenteils unter Mitwirkung von Mikroorganismen entstanden sein.
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21 ... 06-07.html

Das Uran selber aber nicht. Das kann sich dadurch an bestimmten Orten sammeln. Wirklich entstehen kann es wohl nur durch den Zerfall von Thorium.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon ThorsHamar » Mo 7. Mai 2018, 14:40

Alexyessin hat geschrieben:(07 May 2018, 15:25)

War Uran vorher als erneuerbarer Energieträge genannt? Ja oder nein?


Natürlich nicht.
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Re: Eine neue Eiszeit?

Beitragvon Alexyessin » Mo 7. Mai 2018, 14:41

ThorsHamar hat geschrieben:(07 May 2018, 15:40)

Natürlich nicht.


Also kann auch die Zuordnung nicht aus politischen Motiven getroffen worden sein. Logik.
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