Wölfe

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Re: Wölfe

Beitragvon Welfenprinz » Di 17. Apr 2018, 14:01

JJazzGold hat geschrieben:(17 Apr 2018, 07:33)

ich habe Deine Kommentare vermisst! :) :thumbup:



Irgendwer muss ja dies exotische Dingsda,formerly known as reality,mit in die Lotterie einbringen.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Di 17. Apr 2018, 15:11

Welfenprinz hat geschrieben:(17 Apr 2018, 15:01)

Irgendwer muss ja dies exotische Dingsda,formerly known as reality,mit in die Lotterie einbringen.


Noch einmal, auch hier: Ich freue mich, daß Sie wieder mit an Bord sind! Eine Stimme der Vernunft!
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Re: Wölfe

Beitragvon JJazzGold » Di 17. Apr 2018, 17:44

Welfenprinz hat geschrieben:(17 Apr 2018, 15:01)

Irgendwer muss ja dies exotische Dingsda,formerly known as reality,mit in die Lotterie einbringen.


Ich bin sonst nicht so großzügig, aber aus Freude, dass du wieder da bist, darfst du einmal ungeschoren über den FCB maulen. ;)
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Re: Wölfe

Beitragvon Welfenprinz » Di 17. Apr 2018, 18:45

Welfenprinz hat geschrieben:(17 Apr 2018, 07:26)

Die Strasse erkedigt .


In Zahlen:

https://www.wolfsmonitoring.com/monitoring/totfunde/

(Die eine letale Entnahme war “Kurti“, der “vermutlich Schuss“ ist inzwischen eindeutig als illegale Tötung bestimmt).


Gut,wir sind hier nun mal nicht in Russland mit 300 km unbewohnter Strecke zwischen zwei Dörfern.
Dichtbesiedelte und erschlossene kulturlandschaft oder wie man das nennt.
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Re: Wölfe

Beitragvon Corella » Fr 20. Apr 2018, 11:21

H2O hat geschrieben:(15 Apr 2018, 11:31)

Nein, so geht Logik nicht! Wenn wir schon die Fischerei auf Wildfisch heran ziehen, dann wäre dem allenfalls eine Jägerei auf nachgefragte Wildtiere entgegen zu stellen. Da Wölfe aber nicht zum Verzehr geeignet sind, werden sie als Jagdkonkurrenten gesehen und deshalb ausgerottet. Natürlich wird man bei der Jagd auf verzehrgeeignetes Wild eine Grenze einhalten müssen, die einerseits einen überhöhten Besatz verhindert, der etwa die Waldwirtschaft und die Landwirtschaft über Gebühr schädigen würde, andererseits eine genügend große Reproduktionsbasis erhält, damit ein stetiger Ertrag gewährleistet ist.

So ungefähr versteht sich die Jägerschaft; sie versagt allerdings schmählich bei der Begrenzung der Zahl der Hirsche, Wildschweine und Rehe. Dafür Wölfe herein zu holen, hat sich aber als Fehler erwiesen, weil Wölfe bestenfalls die Bedingungen für die Viehhaltung im Freiland erschweren.


Wolf ist halt als Art einzustufen, für die wir auch in Deutschland Verantwortung tragen. Wollen wir Artenschutzstandards, müssen wir uns die Mühe machen, Standards einzuhalten. Es ist klar, dass auch dann Ausnahmen bestehen (z.B. Leberegel, auch mit der Hausratte tun sich viele schwer...). Das soweit hier veranstaltete Lamentieren zum Wolf überzeugt nicht viele vom Fach. Zum Warum wurde schon wesentliches gesagt, muss nicht wiederholt werden.
Hier ein frischer Artikel für diejenigen, die von kleinen, stets zu kurzfristig gedachten Einbußen im Forst- und Ackerbau gleich die Welternährung ansprechen: https://www.spektrum.de/news/die-welt-w ... er/1555308
Da kann sich jetzt jeder ein Zerrbild rausnehmen, wie er sich bedienen möchte. Nur das Fazit der Autoren selbst, wird wohl nur wenig wahrgenommen werden. Übertragen auf den Wolf: Unser Lamentieren schwächt politische Überzeugungsarbeit auf globalem Parkett. Wir sollten solch Problemchen besser einfach lösen.
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Fr 20. Apr 2018, 13:35

Corella hat geschrieben:(20 Apr 2018, 12:21)

Wolf ist halt als Art einzustufen, für die wir auch in Deutschland Verantwortung tragen. Wollen wir Artenschutzstandards, müssen wir uns die Mühe machen, Standards einzuhalten. Es ist klar, dass auch dann Ausnahmen bestehen (z.B. Leberegel, auch mit der Hausratte tun sich viele schwer...). Das soweit hier veranstaltete Lamentieren zum Wolf überzeugt nicht viele vom Fach. Zum Warum wurde schon wesentliches gesagt, muss nicht wiederholt werden.
Hier ein frischer Artikel für diejenigen, die von kleinen, stets zu kurzfristig gedachten Einbußen im Forst- und Ackerbau gleich die Welternährung ansprechen: https://www.spektrum.de/news/die-welt-w ... er/1555308
Da kann sich jetzt jeder ein Zerrbild rausnehmen, wie er sich bedienen möchte. Nur das Fazit der Autoren selbst, wird wohl nur wenig wahrgenommen werden. Übertragen auf den Wolf: Unser Lamentieren schwächt politische Überzeugungsarbeit auf globalem Parkett. Wir sollten solch Problemchen besser einfach lösen.


Diese Regeln werden kommen; "auffällige Wölfe" werden der Natur entnommen. Dieses Stelzdeutsch löst natürlich kein Problem, wohl aber die Ballerbüchsen der Jäger und vielleicht auch große Hütehunde und Esel in der Schafsherde. Bei Massentierhaltung in Ställen gibt es das Wolfsproblem dann weniger. Dafür geht es dem Nutzvieh dann eben schlechter.
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Re: Wölfe

Beitragvon X3Q » Fr 20. Apr 2018, 13:42

@Corella: Danke für diesen Beitrag. Aber man muss gar nicht gleich den globalen Blick rausholen. Es reicht schon sich die "großen" Themen der letzten Monate sich anzuschauen. Insektensterben in Deutschland und jeder 3. See/Fluß in Deutschland ist ökologisch bedenklich ...

--X
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Re: Wölfe

Beitragvon Quatschki » Fr 20. Apr 2018, 15:40

H2O hat geschrieben:(20 Apr 2018, 14:35)

Diese Regeln werden kommen; "auffällige Wölfe" werden der Natur entnommen. Dieses Stelzdeutsch löst natürlich kein Problem, wohl aber die Ballerbüchsen der Jäger und vielleicht auch große Hütehunde und Esel in der Schafsherde. Bei Massentierhaltung in Ställen gibt es das Wolfsproblem dann weniger. Dafür geht es dem Nutzvieh dann eben schlechter.

Es steigt ja langsam die Einsicht, dass Wölfe nicht blöd sind und passiver Schutz seine Wirkung verliert, wenn da nicht ab und an der Onkel mit der Flinte lauert.
Die lernen sogar, als Rudel die Weidetiere so in Panik zu versetzen, dass die dann von innen den Elektrozaun durchbrechen!
Und Herdenschutzhunde stellen an die Haltung ähnliche Anforderungen wie Kampfhunde. Wenn sie unbedarfte Wanderer oder Radfahrer als Gefahr für ihre Herde sehen, wird's kriminell.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Fr 20. Apr 2018, 15:55

X3Q hat geschrieben:(20 Apr 2018, 14:42)

@Corella: Danke für diesen Beitrag. Aber man muss gar nicht gleich den globalen Blick rausholen. Es reicht schon sich die "großen" Themen der letzten Monate sich anzuschauen. Insektensterben in Deutschland und jeder 3. See/Fluß in Deutschland ist ökologisch bedenklich ...

--X


Diese katastrophalen Mängel bringe ich aber nicht mit dem Fehlen der Wölfe in Verbindung, sondern mit einer industrialisierten Landwirtschaft in riesigen Monokulturen und mit viel zu hohem Tierbesatz in den Mastanstalten. Diese Mißstände werden durch die Wiederansiedlung des Wolfs in unserer Landschaft keineswegs gebessert. Im Gegenteil werden die Bedingungen der viele Jahrhunderte lang nachhaltig betriebenen extensiven Weidewirtschaft damit erschwert. Allerdings verfalle ich auch nicht in den Kinderglauben, daß ohne harte Eingriffe in die industrialisierte Bewirtschaftung des Bodens und die industrialierte Nutzviehhaltung nicht nur die Insekten aussterben werden, sondern am Ende auch die Gattung Mensch, die ihre Lebensgrundlagen Luft, Boden und Wasser vergiftet hat... ob dazwischen nun Wölfe herum laufen oder nicht.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Fr 20. Apr 2018, 16:02

Quatschki hat geschrieben:(20 Apr 2018, 16:40)

Es steigt ja langsam die Einsicht, dass Wölfe nicht blöd sind und passiver Schutz seine Wirkung verliert, wenn da nicht ab und an der Onkel mit der Flinte lauert.
Die lernen sogar, als Rudel die Weidetiere so in Panik zu versetzen, dass die dann von innen den Elektrozaun durchbrechen!
Und Herdenschutzhunde stellen an die Haltung ähnliche Anforderungen wie Kampfhunde. Wenn sie unbedarfte Wanderer oder Radfahrer als Gefahr für ihre Herde sehen, wird's kriminell.


Na gut; immerhin sind Schäfer und auf Weidevieh eingestellte Landwirte doch keine Romantiker, sondern ganz überwiegend auch Leute, die sich mit Tieren auskennen. Die werden Ihren Hütehunden schon vermitteln, daß ein Radfahrer oder Wanderer höchstens verbellt werden darf, wenn die sich von der Herde entfernt aufhalten. Dieses Wissen kann man Menschen auch vermitteln. Die Wölfe lernen das ganz von allein. Streicheltiere sind weder Wölfe noch Hütehunde.
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Re: Wölfe

Beitragvon Quatschki » Fr 20. Apr 2018, 17:20

In der Schweiz gibt es schon eine Initiative zum Verbot von Herdenschutzhunden

https://www.nzz.ch/schweiz/herdenschutz ... ld.1362950

Die haben quasi zusätzlich zum Wolfsproblem noch ein Hundeproblem
Wir haben's aufgebaut, Wir wissen's zu zerstören.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Fr 20. Apr 2018, 17:37

Quatschki hat geschrieben:(20 Apr 2018, 18:20)

In der Schweiz gibt es schon eine Initiative zum Verbot von Herdenschutzhunden

https://www.nzz.ch/schweiz/herdenschutz ... ld.1362950

Die haben quasi zusätzlich zum Wolfsproblem noch ein Hundeproblem


Tja, das ist eben ein typischer Nutzungskonflikt. Wanderer und Schäfer und Wölfe (?) wollen ein und das selbe Gebiet nutzen. Dass geht selten gut! Herdenschutzhunde können nur dort Nutzen stiften, wo es heißt: "Entweder Wölfe oder Weidewirtschaft." Wenn dann noch Dritte dazu kommen, dann muß man die Wander- und Radwege mit Schutztunnels aus der Landschaft abtrennen. :cool:
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Re: Wölfe

Beitragvon TheManFromDownUnder » Sa 21. Apr 2018, 10:55

Lupus!

Ich mag den Wolf. Ein kleveres Tier!

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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » So 22. Apr 2018, 09:29

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(21 Apr 2018, 11:55)

Lupus!

Ich mag den Wolf. Ein kleveres Tier!

Good luck with his come back.


Die Überschrift heißt vermutlich mit Absicht "Wölfe", also die Mehrzahl dieser kleveren Tiere.
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Re: Wölfe

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 23. Apr 2018, 04:30

H2O hat geschrieben:(22 Apr 2018, 10:29)

Die Überschrift heißt vermutlich mit Absicht "Wölfe", also die Mehrzahl dieser kleveren Tiere.


OK ich mag Lupi
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Mo 23. Apr 2018, 06:54

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(23 Apr 2018, 05:30)

OK ich mag Lupi


Wenn's genügend viele davon gibt, dann mögen die Sie vielleicht auch... der Hunger treibt's 'rein.
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Re: Wölfe

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 23. Apr 2018, 07:44

H2O hat geschrieben:(23 Apr 2018, 07:54)

Wenn's genügend viele davon gibt, dann mögen die Sie vielleicht auch... der Hunger treibt's 'rein.


Neee zu alt und zaeh.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Mo 23. Apr 2018, 08:39

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(23 Apr 2018, 08:44)

Neee zu alt und zaeh.


Das wird sich dann zeigen. Also gut, Frauen und Kinder zuerst... :D
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Re: Wölfe

Beitragvon Quatschki » Mo 23. Apr 2018, 11:44

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(23 Apr 2018, 08:44)

Neee zu alt und zaeh.

Es heißt doch immer:
"Der Wolf reißt vorwiegend alte und schwache und leistet damit einen bedeutsamen Beitrag zu einem gesunden Ökosystem..."

Und ein Jäger, der den Bauch aufschneidet, um die Gefressenen zu befreien, würde damit heutzutage mindestens gegen ein Dutzend Verordnungen verstoßen!
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Mo 23. Apr 2018, 18:49

Quatschki hat geschrieben:(23 Apr 2018, 12:44)

Es heißt doch immer:
"Der Wolf reißt vorwiegend alte und schwache und leistet damit einen bedeutsamen Beitrag zu einem gesunden Ökosystem..."

Und ein Jäger, der den Bauch aufschneidet, um die Gefressenen zu befreien, würde damit heutzutage mindestens gegen ein Dutzend Verordnungen verstoßen!


Hier geht es doch aber überhaupt nicht um Harakiri!

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