Wölfe

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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Di 14. Aug 2018, 19:40

Na, das hier ist doch auch lehrreich, wenn man gemäß genannte Quelle die Ausbreitung des Wolfs in einer Kulturlandschaft zuläßt:

Damwild schließe sich zum Schutz vor dem Wolf zu riesigen Rudeln von 120 Tieren zusammen, das Wildschwein ähnlich. Der Wolf suche dann lieber die leichtere Beute beim Tierhalter.
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Re: Wölfe

Beitragvon Misterfritz » Di 14. Aug 2018, 19:53

H2O hat geschrieben:(14 Aug 2018, 20:40)

Na, das hier ist doch auch lehrreich, wenn man gemäß genannte Quelle die Ausbreitung des Wolfs in einer Kulturlandschaft zuläßt:
Damwild und Wildschweine gehören eher nicht zu den Beutetieren, sie sind, falls nicht krank oder alt, eher zu gross oder zu wehrhaft.
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Re: Wölfe

Beitragvon Quatschki » Di 14. Aug 2018, 20:03

Misterfritz hat geschrieben:(14 Aug 2018, 20:53)

Damwild und Wildschweine gehören eher nicht zu den Beutetieren, sie sind, falls nicht krank oder alt, eher zu gross oder zu wehrhaft.

Wissen das auch die Wölfe?
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Re: Wölfe

Beitragvon Misterfritz » Di 14. Aug 2018, 20:20

Quatschki hat geschrieben:(14 Aug 2018, 21:03)

Wissen das auch die Wölfe?
?
Ich denke, dass kaum jemand etwas dagegen hätte, wenn Wölfe z.B. den Wildschweinbestand reduzieren würden.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Di 14. Aug 2018, 20:25

Misterfritz hat geschrieben:(14 Aug 2018, 20:53)

Damwild und Wildschweine gehören eher nicht zu den Beutetieren, sie sind, falls nicht krank oder alt, eher zu gross oder zu wehrhaft.


Mein Eindruck war bisher so, daß Damwild vergleichsweise zierlich gebaut ist, zwischen Reh und Hirsch. Ein kräftiger Schäferhund sollte Einzelgänger bewältigen... ein Wolfsrüde, also da bin ich mir fast sicher.

Erwachsene Wildschweine sind für einzelne Wölfe zu wehrhaft. Das Risiko einer schweren Verletzung des Wolfs ist zu groß. Aber die niedlichen Frischlinge sind eine sehr leichte Beute. Ich vermute deshalb, daß die älteren Wildschweine die Frischlinge in ihrer Mitte halten. Diesen Ring müssen Wölfe dann unbemerkt durchbrechen. Bestimmt nicht einfach. Bauer Meckes Schafe sind einfacher zu reißen...

Aber der genannte Artikel ist auch ansonsten lesenswert, weil Jäger die Wirkungsweise von eingewandertem Raubzeug beschreiben, das keine natürlichen Feinde mehr hat. Da muß der Mensch eingreifen, weil das Raubzeug in kurzer Zeit die Landschaft leer räumt.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Di 14. Aug 2018, 20:31

Misterfritz hat geschrieben:(14 Aug 2018, 21:20)

?
Ich denke, dass kaum jemand etwas dagegen hätte, wenn Wölfe z.B. den Wildschweinbestand reduzieren würden.


Das wurde wohl auch so beobachtet. Wölfe reißen Frischlinge, wenn die zu weit entfernt von der Bache herum stöbern. Und die schlauen Wildschweine organisieren sich zum Schutz ihrer Frischlinge gegen die wieder entstandene Gefahr. (Das erscheint mir gar nicht sonderlich sensationell, denn dieses Schutzverhalten ist unter Herdentieren weit verbreitet... siehe Damwild....)
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Re: Wölfe

Beitragvon Misterfritz » Di 14. Aug 2018, 20:40

H2O hat geschrieben:(14 Aug 2018, 21:25)

Mein Eindruck war bisher so, daß Damwild vergleichsweise zierlich gebaut ist, zwischen Reh und Hirsch. Ein kräftiger Schäferhund sollte Einzelgänger bewältigen... ein Wolfsrüde, also da bin ich mir fast sicher.

Erwachsene Wildschweine sind für einzelne Wölfe zu wehrhaft. Das Risiko einer schweren Verletzung des Wolfs ist zu groß. Aber die niedlichen Frischlinge sind eine sehr leichte Beute. Ich vermute deshalb, daß die älteren Wildschweine die Frischlinge in ihrer Mitte halten. Diesen Ring müssen Wölfe dann unbemerkt durchbrechen. Bestimmt nicht einfach. Bauer Meckes Schafe sind einfacher zu reißen...
Die niedlichen Frischlinge werden aber durch ihre Mütter, die sehr wehrhaft sind, verteidigt. Nicht umsonst werden Waldspaziergänger davor gewarnt, sich Frischlingen zu nähern.
Mit Damwild kenne ich mich nicht besonders gut aus, ich habe aber oft genug gehört, dass es ebenfalls zuviel Wild dieser Art gibt, die ziemliche Schäden in unseren Wäldern anrichten.
Natürlich sind eingezäunte Schafe leichter zu reissen, weil sie nicht fliehen können. Ein Fluchttier wie das Schaf, gerät dann sicherlich in Panik, wenn es nicht fliehen kann.
Wieso sind früher die Schäfer dauerhaft bei ihren Schafen geblieben und haben sie nicht nachts alleine eingepfercht in the middle of nowhere gelassen? Weil ein Schäfer mit Hund(en) Wölfe eher vom reissen abhält.
Man könnte sich halt überlegen, ob man in Gegenden, die man durch Schafe beweidet haben will, 24-Stunden-Schäfer einstellt und bezahlt - also vom Staat. Damit das Gejammere über gerissene Schafe aufhört.
Aber einfach zu fordern, dass Wölfe halt notfalls abgeknallt werden, davon halte ich nichts. Ich meine, wir tun soviel, um auch andere Wildtiere wieder anzusiedeln. Die haben aber nicht dieses negative Image, obwohl sie auch Schafe und Ziegen nehmen würden: Luchse!
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Re: Wölfe

Beitragvon Misterfritz » Di 14. Aug 2018, 20:49

Und noch etwas:
Wölfe erbeuten/fressen, wenn sie nichts anderes bekommen, durchaus Massen von Ratten und Mäusen. Ein leicht zu erbeutendes Schaf ist allerdings viel besser: EInmal anstrengen, viele Wölfe satt.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Di 14. Aug 2018, 20:57

Misterfritz hat geschrieben:(14 Aug 2018, 21:40)

Die niedlichen Frischlinge werden aber durch ihre Mütter, die sehr wehrhaft sind, verteidigt. Nicht umsonst werden Waldspaziergänger davor gewarnt, sich Frischlingen zu nähern.
Mit Damwild kenne ich mich nicht besonders gut aus, ich habe aber oft genug gehört, dass es ebenfalls zuviel Wild dieser Art gibt, die ziemliche Schäden in unseren Wäldern anrichten.
Natürlich sind eingezäunte Schafe leichter zu reissen, weil sie nicht fliehen können. Ein Fluchttier wie das Schaf, gerät dann sicherlich in Panik, wenn es nicht fliehen kann.
Wieso sind früher die Schäfer dauerhaft bei ihren Schafen geblieben und haben sie nicht nachts alleine eingepfercht in the middle of nowhere gelassen? Weil ein Schäfer mit Hund(en) Wölfe eher vom reissen abhält.
Man könnte sich halt überlegen, ob man in Gegenden, die man durch Schafe beweidet haben will, 24-Stunden-Schäfer einstellt und bezahlt - also vom Staat. Damit das Gejammere über gerissene Schafe aufhört.
Aber einfach zu fordern, dass Wölfe halt notfalls abgeknallt werden, davon halte ich nichts. Ich meine, wir tun soviel, um auch andere Wildtiere wieder anzusiedeln. Die haben aber nicht dieses negative Image, obwohl sie auch Schafe und Ziegen nehmen würden: Luchse!


Über Luchse sind bisher kaum Klagen laut geworden. Ich habe noch nie davon berichten gehört, daß die sich mit den Bauern und Herdenhaltern angelegt haben.

Ich meine, daß nicht der Schäfer den nächtlichen Schutz seiner Herde bietet. Das sind schon seine Herdenschutzhunde, die sich als Bestandteil der Herde verstehen und für klare Verhältnisse sorgen. Das gilt dann aber auch gegenüber fremden Spaziergängern, die sich am Anblick der Herden erfreuen und ihnen dabei zu nahe kommen.

Ein Nutzungskonflikt der Landschaft bleibt die Wiederansiedlung des Wolfs auf jeden Fall. Unsere Jäger müssen deshalb für ein künstliches Gleichgewicht der Interessen von Mensch und Tier sorgen.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Di 14. Aug 2018, 21:01

Misterfritz hat geschrieben:(14 Aug 2018, 21:49)

Und noch etwas:
Wölfe erbeuten/fressen, wenn sie nichts anderes bekommen, durchaus Massen von Ratten und Mäusen. Ein leicht zu erbeutendes Schaf ist allerdings viel besser: EInmal anstrengen, viele Wölfe satt.


Jetzt fressen diese verdammten Biester auch noch meinen Luchsen und Wildkatzen Ratten und Mäuse weg! Ich glaube, daß die Katzen da schneller zur Sache kommen. Selbst mein harmloser Stubentiger wird da zur wilden Bestie!
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Re: Wölfe

Beitragvon Misterfritz » Di 14. Aug 2018, 21:08

H2O hat geschrieben:(14 Aug 2018, 21:57)

Über Luchse sind bisher kaum Klagen laut geworden. Ich habe noch nie davon berichten gehört, daß die sich mit den Bauern und Herdenhaltern angelegt haben.

Ich meine, daß nicht der Schäfer den nächtlichen Schutz seiner Herde bietet. Das sind schon seine Herdenschutzhunde, die sich als Bestandteil der Herde verstehen und für klare Verhältnisse sorgen. Das gilt dann aber auch gegenüber fremden Spaziergängern, die sich am Anblick der Herden erfreuen und ihnen dabei zu nahe kommen.

Ein Nutzungskonflikt der Landschaft bleibt die Wiederansiedlung des Wolfs auf jeden Fall. Unsere Jäger müssen deshalb für ein künstliches Gleichgewicht der Interessen von Mensch und Tier sorgen.

1. Es GIBT KEINE WIEDERANSIEDLUNG, die Wölfe sind eingewandert.
2. Die Schäfer sind früher nachts immer bei ihren Schafen geblieben, gerade weil das zusammen mit Hunden hilft. Ich verstehe ja, dass Schäfer (vor allem, wenn sie Nebenerwerbsschäfer sind) gerne abends bei ihren Familien sind. Deshalb ja meine Idee mit den angestellten Schäfern, können ja Schichtdienst machen.
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Re: Wölfe

Beitragvon Misterfritz » Di 14. Aug 2018, 21:10

H2O hat geschrieben:(14 Aug 2018, 22:01)

Jetzt fressen diese verdammten Biester auch noch meinen Luchsen und Wildkatzen Ratten und Mäuse weg! Ich glaube, daß die Katzen da schneller zur Sache kommen. Selbst mein harmloser Stubentiger wird da zur wilden Bestie!
In nordeuropäischen Gegenden ist das völlig normal, und sie fressen keinem anderen Tier (auch Füchsen) die Beute weg.
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Re: Wölfe

Beitragvon Quatschki » Di 14. Aug 2018, 21:19

Misterfritz hat geschrieben:(14 Aug 2018, 21:49)

Und noch etwas:
Wölfe erbeuten/fressen, wenn sie nichts anderes bekommen, durchaus Massen von Ratten und Mäusen. Ein leicht zu erbeutendes Schaf ist allerdings viel besser: EInmal anstrengen, viele Wölfe satt.

Der Rekord der letzen Jahre liegt wohl bei 64 Schafen.
Wenn man von 5-6 angreifenden Wölfen ausgeht, sind das mehr als 10 getötete Tiere pro Wolf innerhalb von vielleicht nur wenigen Minuten. Dass sie das überanstrengt hat, glaub ich nicht.
Vermutlich fühlen sich Wölfe oder auch Marder nach so einer Blutrausch-Raserei einfach nur geil
Wie nach einer Adrenalinexplosion.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Mi 15. Aug 2018, 08:15

Misterfritz hat geschrieben:(14 Aug 2018, 22:08)

1. Es GIBT KEINE WIEDERANSIEDLUNG, die Wölfe sind eingewandert.
2. Die Schäfer sind früher nachts immer bei ihren Schafen geblieben, gerade weil das zusammen mit Hunden hilft. Ich verstehe ja, dass Schäfer (vor allem, wenn sie Nebenerwerbsschäfer sind) gerne abends bei ihren Familien sind. Deshalb ja meine Idee mit den angestellten Schäfern, können ja Schichtdienst machen.


Heh, geht das mit Asyl und Integration jetzt auch hier noch los? ;)

Wäre das denn kein Beruf für Sie; so nachts bei den Bähschäfchen Wache stehen und aufpassen, daß denen kein Leid geschieht? "Meine" Hütehunde kann man getrost mit der Herde allein lassen. Nur sollten sich Fremde von der Herde fern halten. Auch Esel taugen als Wächter... habe ich gelesen. Wobei ich nix gegen die Schäfer vorbringen wollte!
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Re: Wölfe

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Aug 2018, 08:36

H2O hat geschrieben:(15 Aug 2018, 09:15)

Heh, geht das mit Asyl und Integration jetzt auch hier noch los? ;)

Wäre das denn kein Beruf für Sie; so nachts bei den Bähschäfchen Wache stehen und aufpassen, daß denen kein Leid geschieht? "Meine" Hütehunde kann man getrost mit der Herde allein lassen. Nur sollten sich Fremde von der Herde fern halten. Auch Esel taugen als Wächter... habe ich gelesen. Wobei ich nix gegen die Schäfer vorbringen wollte!



Na - vielleicht lassen wir wie früher die Isolierung beim Stromkabel weg und verlegen BLANKES Kupfer auf Porzellanisolatoren in der Wohnung ?

Etwas RISIKO muss anscheinend sein...


....und die regierenden Jagdpächter - die ja keine Zeit für den Abschuss haben - muss das Leben einfach gemacht werden.....der Wolf muss den Job des Jägers übernehmen...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Mi 15. Aug 2018, 08:40

Teeernte hat geschrieben:(15 Aug 2018, 09:36)

Na - vielleicht lassen wir wie früher die Isolierung beim Stromkabel weg und verlegen BLANKES Kupfer auf Porzellanisolatoren in der Wohnung ?

Etwas RISIKO muss anscheinend sein...


....und die regierenden Jagdpächter - die ja keine Zeit für den Abschuss haben - muss das Leben einfach gemacht werden.....der Wolf muss den Job des Jägers übernehmen...


Die Jäger sollen sich aber nicht erwischen lassen, wenn sie meine Herde reißen wollen!
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Re: Wölfe

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Aug 2018, 08:47

H2O hat geschrieben:(15 Aug 2018, 09:40)

Die Jäger sollen sich aber nicht erwischen lassen, wenn sie meine Herde reißen wollen!


Mann ...das sind doch NORMALE Jäger.

Ich meine DIE - die nur mal kurz zum Abschuss eines 12Enders raustreten. ....für die der HEGE und PFLEGE Auftrag nicht gilt.... die lassen den Wolf als ERSATZ der Arbeit ran.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Wölfe

Beitragvon Misterfritz » Mi 15. Aug 2018, 12:11

H2O hat geschrieben:(15 Aug 2018, 09:15)
Wäre das denn kein Beruf für Sie; so nachts bei den Bähschäfchen Wache stehen und aufpassen, daß denen kein Leid geschieht? "Meine" Hütehunde kann man getrost mit der Herde allein lassen. Nur sollten sich Fremde von der Herde fern halten. Auch Esel taugen als Wächter... habe ich gelesen. Wobei ich nix gegen die Schäfer vorbringen wollte!
Mir ist eigentlich egal, ob der Schäfer (nicht nur nachts) selber bei der Herde bleibt, Hütehunde, Esel oder Lamas oder alles zusammen einsetzt. Nur alleine lassen geht wohl nicht - mehr, zumindest in Gegenden, in denen sich der Wolf angesiedelt hat.
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Re: Wölfe

Beitragvon Quatschki » Mi 15. Aug 2018, 20:30

Diesmal hatten sie Appetit auf Kälbchen aus der Rinderherde

http://www.sz-online.de/nachrichten/wol ... 95250.html
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Mi 15. Aug 2018, 21:19

Misterfritz hat geschrieben:(15 Aug 2018, 13:11)

Mir ist eigentlich egal, ob der Schäfer (nicht nur nachts) selber bei der Herde bleibt, Hütehunde, Esel oder Lamas oder alles zusammen einsetzt. Nur alleine lassen geht wohl nicht - mehr, zumindest in Gegenden, in denen sich der Wolf angesiedelt hat.


Damit liegen Sie richtig. Wie gehen wir jetzt mit den gewachsenen Kosten für die Nutzung der Landschaft durch Landwirtschaft/Tierhaltung um? Wer soll die Anwesenheit der Wölfe "finanziell begleiten"? Ich halte nach wie vor den Schutz dieser Raubtiere in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft für einen Irrwitz. Bezahlen möchte ich dafür nicht auch noch.

Im Grunde fördert man mit frei laufenden Raubtieren dieser Größenklasse die Intensivhaltung von Nutztieren in Stallungen, in die die Räuber nicht eindringen können. Fast könnte man auf den Gedanken kommen, daß die kapitalintensive industrielle Landwirtschaft sich diese Räuber bestellt hat, so zu sagen als moralische Rechtfertigung ihres Frevels.

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