Wölfe

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garfield336
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Beitragvon garfield336 » Di 10. Apr 2018, 13:37

Es werden wieder immer mehr dieser Tiere in unseren Wäldern West und Mitteleuropas.

Die Populationen scheinen sich ja stetig zu mehren.

Aber auch die Probleme wachsen. Immer mehr Bauern klagen über gerissene Tiere.

Ich starte diese Diskussion aber aus einem anderen Grund: Hier hat ein Wolf ein Schaf gerissen. Nach genetischen Untersuchungen ist man sich aber sicher. Es war kein reinrassiger Wolf sondern ein Mischling. Und das ist anscheinend nicht der erste Fall von einem Mischlingstier.

Ich befürchte das genau diese Mischlingstiere gefährlicher sind als die reinrassigen Wölfe. Sie sind vermutlich weniger scheu und haben keine Angst vor Menschen.
(Sie stammen ja zum Teil von einem HausHund ab)

Sind diese Tiere wirklich so harmlos wie man uns wahrmache will ?
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Re: Wölfe

Beitragvon Alexyessin » Di 10. Apr 2018, 13:40

garfield336 hat geschrieben:(10 Apr 2018, 14:37)

Es werden wieder immer mehr dieser Tiere in unseren Wäldern West und Mitteleuropas.

Die Populationen scheinen sich ja stetig zu mehren.

Aber auch die Probleme wachsen. Immer mehr Bauern klagen über gerissene Tiere.

Ich starte diese Diskussion aber aus einem anderen Grund: Hier hat ein Wolf ein Schaf gerissen. Nach genetischen Untersuchungen ist man sich aber sicher. Es war kein reinrassiger Wolf sondern ein Mischling. Und das ist anscheinend nicht der erste Fall von einem Mischlingstier.

Ich befürchte das genau diese Mischlingstiere gefährlicher sind als die reinrassigen Wölfe. Sie sind vermutlich weniger scheu und haben keine Angst vor Menschen.
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Sind diese Tiere wirklich so harmlos wie man uns wahrmache will ?


Hybriden nennen sich die. Und ich würde da jetzt nicht zu viel drauß machen. Ein Wolf oder ein Hybrid jagt nunmal Schafe. Warum? Weil die oft zu doof und zu langsam sind um flüchten zu können.
Gefährlich wird es für den Menschen erst, wenn die Tollwut wiederkommen würde.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Di 10. Apr 2018, 13:48

garfield336 hat geschrieben:(10 Apr 2018, 14:37)

Es werden wieder immer mehr dieser Tiere in unseren Wäldern West und Mitteleuropas.

Die Populationen scheinen sich ja stetig zu mehren.

Aber auch die Probleme wachsen. Immer mehr Bauern klagen über gerissene Tiere.

Ich starte diese Diskussion aber aus einem anderen Grund: Hier hat ein Wolf ein Schaf gerissen. Nach genetischen Untersuchungen ist man sich aber sicher. Es war kein reinrassiger Wolf sondern ein Mischling. Und das ist anscheinend nicht der erste Fall von einem Mischlingstier.

Ich befürchte das genau diese Mischlingstiere gefährlicher sind als die reinrassigen Wölfe. Sie sind vermutlich weniger scheu und haben keine Angst vor Menschen.
(Sie stammen ja zum Teil von einem HausHund ab)

Sind diese Tiere wirklich so harmlos wie man uns wahrmache will ?


Nein, das sind Raubtiere, die alles reißen, was sie bewältigen können. Die leichteste Beute zuerst, also kranke und hinfällige Wildtiere (und eingezäunte Nutztiere). Das ist ihr Platz in der Natur. Diese Natur gibt es aber in unserer Kulturlandschaft seit fast 1.000 Jahren schon nicht mehr. Deshalb hatte man die Wölfe ausgerottet oder an die Ränder der Zivilisation verdrängt. Ähnlich die Sache mit den Bären.

Die Tiere sind auch nicht harmlos, wenn sie vom Hungertod bedroht sind und in großen Rudeln auftreten. Dann fallen sie auch große Tiere an und vermutlich auch Menschen. Alles andere wäre auch eine wirkliche Überraschung.

Da sind Märchenerzähler unterwegs, die selbst für ihr Tun keine Verantwortung übernehmen. Die kippen sie den ahnungslosen Mitbürgern vor die Tür.-
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Re: Wölfe

Beitragvon garfield336 » Di 10. Apr 2018, 14:03

Alexyessin hat geschrieben:(10 Apr 2018, 14:40)

Hybriden nennen sich die. Und ich würde da jetzt nicht zu viel drauß machen. Ein Wolf oder ein Hybrid jagt nunmal Schafe. Warum? Weil die oft zu doof und zu langsam sind um flüchten zu können.
Gefährlich wird es für den Menschen erst, wenn die Tollwut wiederkommen würde.


Eingezäumte Tiere sind komplett wehrlos.
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Re: Wölfe

Beitragvon garfield336 » Di 10. Apr 2018, 14:12

H2O hat geschrieben:(10 Apr 2018, 14:48)

Da sind Märchenerzähler unterwegs, die selbst für ihr Tun keine Verantwortung übernehmen. Die kippen sie den ahnungslosen Mitbürgern vor die Tür.-


Man versucht zu beruhigten in dem man sagt die Tiere seien scheu.

Aber stimmt das auch für Hybride ? Wobei Hybride ja eigentlich nicht nach dem Tierschutzgesetz geschützt sind.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Di 10. Apr 2018, 14:13

garfield336 hat geschrieben:(10 Apr 2018, 15:03)

Eingezäumte Tiere sind komplett wehrlos.


Das ist eben leichte Beute; leichte Beute greifen sich diese Raubtiere zuerst, Ist doch auch in freier Natur vernünftig.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Di 10. Apr 2018, 14:21

garfield336 hat geschrieben:(10 Apr 2018, 15:12)

Man versucht zu beruhigten in dem man sagt die Tiere seien scheu.

Aber stimmt das auch für Hybride ? Wobei Hybride ja eigentlich nicht nach dem Tierschutzgesetz geschützt sind.


Ja, wie denn? Hündin vom Wolf gedeckt, und Welpen im Haus aufgewachsen und dann "ausgewildert", oder Wölfin vom Hunderüden gedeckt und Junge aufgezogen ohne Menschen? Ich würde da auf gar nichts wetten, sondern das Tier abräumen. In Niedersachsen ist man nun so weit, die Wolfsplage durch gezielten Abschuß zu begrenzen. Welche Eselei ist da bestimmten Leuten nur unter gekommen?

Vermutlich sind es die vielen Wildunfälle mit Rehen und Wildschweinen, die solche Vorstellungen beflügelt haben. Die Wölfe gehen auch in Maisfeldern zur Jagd, so vermute ich. Inzwischen werden gelegentlich auch Wölfe überfahren.
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Beitragvon Alexyessin » Di 10. Apr 2018, 14:21

H2O hat geschrieben:(10 Apr 2018, 14:48)

Nein, das sind Raubtiere, die alles reißen, was sie bewältigen können. Die leichteste Beute zuerst, also kranke und hinfällige Wildtiere (und eingezäunte Nutztiere). Das ist ihr Platz in der Natur. Diese Natur gibt es aber in unserer Kulturlandschaft seit fast 1.000 Jahren schon nicht mehr. Deshalb hatte man die Wölfe ausgerottet oder an die Ränder der Zivilisation verdrängt. Ähnlich die Sache mit den Bären.

Die Tiere sind auch nicht harmlos, wenn sie vom Hungertod bedroht sind und in großen Rudeln auftreten. Dann fallen sie auch große Tiere an und vermutlich auch Menschen. Alles andere wäre auch eine wirkliche Überraschung.

Da sind Märchenerzähler unterwegs, die selbst für ihr Tun keine Verantwortung übernehmen. Die kippen sie den ahnungslosen Mitbürgern vor die Tür.-


Wo ist denn der Wolf gefährlich? Paranoia !
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Beitragvon Alexyessin » Di 10. Apr 2018, 14:22

garfield336 hat geschrieben:(10 Apr 2018, 15:12)

Man versucht zu beruhigten in dem man sagt die Tiere seien scheu.

Aber stimmt das auch für Hybride ? Wobei Hybride ja eigentlich nicht nach dem Tierschutzgesetz geschützt sind.


Es kommt darauf an, was du unter scheu verstehen willst. Bedingte Abschüsse haben durchaus auch ihren Sinn.
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Beitragvon garfield336 » Di 10. Apr 2018, 14:22

H2O hat geschrieben:(10 Apr 2018, 15:21)

Ja, wie denn? Hündin vom Wolf gedeckt, und Welpen im Haus aufgewachsen und dann "ausgewildert", oder Wölfin vom Hunderüden gedeckt und Junge aufgezogen ohne Menschen? Ich würde da auf gar nichts wetten, sondern das Tier abräumen. In Niedersachsen ist man nun so weit, die Wolfsplage durch gezielten Abschuß zu begrenzen. Welche Eselei ist da bestimmten Leuten nur unter gekommen?

Vermutlich sind es die vielen Wildunfälle mit Rehen und Wildschweinen, die solche Vorstellungen beflügelt haben. Die Wölfe gehen auch in Maisfeldern zur Jagd, so vermute ich. Inzwischen werden gelegentlich auch Wölfe überfahren.


Es gibt gar Leute die halten sich sowas als Haustier. :rolleyes:
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Re: Wölfe

Beitragvon garfield336 » Di 10. Apr 2018, 14:23

Alexyessin hat geschrieben:(10 Apr 2018, 15:22)

Es kommt darauf an, was du unter scheu verstehen willst. Bedingte Abschüsse haben durchaus auch ihren Sinn.


Unter Scheu meine ich, dass sie die Menschen komplett meiden. Aber die Scheuheit mus erst erlernt werden meiner Meinung nach.
Und das geht nur durch gezieltes Jagen.

Man mus aber auf der Hut sein von wilden herumlaufenden extremistischen Tierschützern, :rolleyes:
Zuletzt geändert von garfield336 am Di 10. Apr 2018, 14:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Alexyessin » Di 10. Apr 2018, 14:24

garfield336 hat geschrieben:(10 Apr 2018, 15:22)

Es gibt gar Leute die halten sich sowas als Haustier. :rolleyes:


Und? Andere haben Taranteln oder Boas.
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Beitragvon H2O » Di 10. Apr 2018, 14:28

Alexyessin hat geschrieben:(10 Apr 2018, 15:21)

Wo ist denn der Wolf gefährlich? Paranoia !


Ja, dann bitte ich im Wolfspark doch um einen Besuch im Gehege. Erzählen Sie solche Geschichten nur nicht Ihren Kindern! Wölfe sind Raubtiere. Die vermeiden Menschen, so lange sie können. Ob sie Kinder, Hunde, Katzen meiden, dafür lege ich keine Hand ins Feuer.
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Beitragvon Alexyessin » Di 10. Apr 2018, 14:29

H2O hat geschrieben:(10 Apr 2018, 15:28)

Ja, dann bitte ich im Wolfspark doch um einen Besuch im Gehege. Erzählen Sie solche Geschichten nur nicht Ihren Kindern! Wölfe sind Raubtiere. Die vermeiden Menschen, so lange sie können. Ob sie Kinder, Hunde, Katzen meiden, dafür lege ich keine Hand ins Feuer.


Natürlich sind es Raubfänger. Aber diese Paranoia, das sie dem Menschen selbst gefährlich werden können ist eben nur Paranoia.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Di 10. Apr 2018, 14:37

Alexyessin hat geschrieben:(10 Apr 2018, 15:29)

Natürlich sind es Raubfänger. Aber diese Paranoia, das sie dem Menschen selbst gefährlich werden können ist eben nur Paranoia.


Davor warne ich aber. Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß diese Tiere sich vom Menschen möglichst fern halten, denn das ist eine sehr gefährliche Beute und ein Nahrungskonkurrent. Wenn aber Beute knapp wird und da ein Rudel von 20 hungrigen Wölfen versammelt ist, dann würde ich schleunigst den nächsten Hochsitz erklimmen. Solche Erfahrungen macht man ja im Leben nur einmal.

Ich vermute, daß es auch diese "völlig unbegründete Furcht" ist, die die Zahl der Menschenopfer in freier Wildbahn bei Null hält. Und noch sind kopfstarke Rudel sehr selten.
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Re: Wölfe

Beitragvon Alexyessin » Di 10. Apr 2018, 14:42

H2O hat geschrieben:(10 Apr 2018, 15:37)

Davor warne ich aber. Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß diese Tiere sich vom Menschen möglichst fern halten, denn das ist eine sehr gefährliche Beute und ein Nahrungskonkurrent. Wenn aber Beute knapp wird und da ein Rudel von 20 hungrigen Wölfen versammelt ist, dann würde ich schleunigst den nächsten Hochsitz erklimmen. Solche Erfahrungen macht man ja im Leben nur einmal.

Ich vermute, daß es auch diese "völlig unbegründete Furcht" ist, die die Zahl der Menschenopfer in freier Wildbahn bei Null hält. Und noch sind kopfstarke Rudel sehr selten.


Ein Raubfänger ist ein Raubfänger. Dem darf ich nicht zu nahe kommen. DAS ist der gesunde Menschenverstand.
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Re: Wölfe

Beitragvon Quatschki » Di 10. Apr 2018, 15:09

garfield336 hat geschrieben:(10 Apr 2018, 14:37)

Sind diese Tiere wirklich so harmlos wie man uns wahrmache will ?

Wer behauptet das?
Es heißt immer: Wolf-Hund-Mischlinge sind „aus der Natur zu entfernen“. Und zwar wegen des Artenschutzes
Einmal werden froh wir sagen: Heimat, Du bist wieder mein!
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Di 10. Apr 2018, 17:31

Alexyessin hat geschrieben:(10 Apr 2018, 15:42)

Ein Raubfänger ist ein Raubfänger. Dem darf ich nicht zu nahe kommen. DAS ist der gesunde Menschenverstand.


Genau das wollte ich vermitteln... schon weil garfield336 sich einlullen lassen wollte in Richtung "scheuer oder an Menschen gewohnter Hybrid".
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Re: Wölfe

Beitragvon Eulenwoelfchen » Di 10. Apr 2018, 17:42

Das übelste Raubtier ist der Mensch, der anderen Geschöpfen ihren Lebensraum und ihre Lebensgrundlagen raubt,
und auch nicht davor zurückschreckt, Lebensraumkonkurrenten wie Bär, Luchs und Wolf auszurotten.
Im Grunde die gleiche, christliche Einstellung gegenüber dem Wolf, die seit je her über dieses Tier das dämonische
Stigma ausbreitete und ihn zur Gefahr für die Menschheit erklärte, wie man das einem gewissen Volk gegenüber
auch praktiziert(e).

Dass sowohl der Wolf als auch andere Jäger der Natur, nicht Räuber, für ein Gleichgewicht der Natur sorgten und sorgen würden,
ist vernachlässigbar. Wozu hat man Gewehre und kundige Waidmänner und -frauen, die überhandnehmende Wildbestände
wegschießen. Wieso sollte man solches der weiseren Natur und ihrem Lauf überlassen.

Es geht ja nicht um das Lebensrecht und die respektvolle Wertschätzung aller Kreaturen, auch der von bestandsausgleichenden
Tieren wie Wolf und Bär. Das hiesse ja, der Mensch müsste seinen unersättlichen Drang, alles für sich zu besitzen, zurückschrauben,
und auch anderen Arten ein Lebens- und Existenzrecht zugestehen. Was für ein irrer Gedanke, nicht wahr.

Und damit man so richtig sorgenfrei und sich gut fühlend Wölfe einfach abknallen kann, werden die alten Märchen und Urängste
einfach wieder neu aufgekocht. Der BÖSE, gefährliche und menschenfressende Wolf. Wobei ja schon ein gerissenes Schaf ausreicht,
um das Tier als Menschenfresser auszuweisen.

Daß wir Menschen weitaus mehr Schafe fressen, als es Wölfe je könnten, verdrängt man halt gerne. Diesem Tier sowas zuzugestehen,
sich den Lammbraten von diesem intelligenten Jäger wegschnappen zu lassen, geht gar nicht.

Da wird der Mensch aber ganz schnell zum Tier. Und erfindungsreich, wenn es darum geht, irrationale und teils völlig überzogene
Ängste gegen diese wunderschönen Tiere zu schüren. Und damit natürlich auch die Hemmschwelle herabzusetzen, sie einfach umzubringen,
notfalls auszurotten, ohne sich dabei schlecht zu fühlen. Im Gegenteil, man tut damit ja nur Gutes, nicht wahr.
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Quatschki
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Re: Wölfe

Beitragvon Quatschki » Di 10. Apr 2018, 19:41

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(10 Apr 2018, 18:42)

Das übelste Raubtier ist der Mensch, der anderen Geschöpfen ihren Lebensraum und ihre Lebensgrundlagen raubt,
und auch nicht davor zurückschreckt, Lebensraumkonkurrenten wie Bär, Luchs und Wolf auszurotten.
Im Grunde die gleiche, christliche Einstellung gegenüber dem Wolf, die seit je her über dieses Tier das dämonische
Stigma ausbreitete und ihn zur Gefahr für die Menschheit erklärte, wie man das einem gewissen Volk gegenüber
auch praktiziert(e).

Dass sowohl der Wolf als auch andere Jäger der Natur, nicht Räuber, für ein Gleichgewicht der Natur sorgten und sorgen würden,
ist vernachlässigbar. Wozu hat man Gewehre und kundige Waidmänner und -frauen, die überhandnehmende Wildbestände
wegschießen. Wieso sollte man solches der weiseren Natur und ihrem Lauf überlassen.

Es geht ja nicht um das Lebensrecht und die respektvolle Wertschätzung aller Kreaturen, auch der von bestandsausgleichenden
Tieren wie Wolf und Bär. Das hiesse ja, der Mensch müsste seinen unersättlichen Drang, alles für sich zu besitzen, zurückschrauben,
und auch anderen Arten ein Lebens- und Existenzrecht zugestehen. Was für ein irrer Gedanke, nicht wahr.

Und damit man so richtig sorgenfrei und sich gut fühlend Wölfe einfach abknallen kann, werden die alten Märchen und Urängste
einfach wieder neu aufgekocht. Der BÖSE, gefährliche und menschenfressende Wolf. Wobei ja schon ein gerissenes Schaf ausreicht,
um das Tier als Menschenfresser auszuweisen.

Daß wir Menschen weitaus mehr Schafe fressen, als es Wölfe je könnten, verdrängt man halt gerne. Diesem Tier sowas zuzugestehen,
sich den Lammbraten von diesem intelligenten Jäger wegschnappen zu lassen, geht gar nicht.

Da wird der Mensch aber ganz schnell zum Tier. Und erfindungsreich, wenn es darum geht, irrationale und teils völlig überzogene
Ängste gegen diese wunderschönen Tiere zu schüren. Und damit natürlich auch die Hemmschwelle herabzusetzen, sie einfach umzubringen,
notfalls auszurotten, ohne sich dabei schlecht zu fühlen. Im Gegenteil, man tut damit ja nur Gutes, nicht wahr.

Ist ja schön und gut,
aber dann mußt du auch in Kauf nehmen, dass bei der Flut oder Sturmflut der Damm bricht, weil wegen der Wölfe keiner mehr Schafe hält, die die Dämme verdichten (und der Biber vielleicht auch noch fleißig gewerkelt hat), dass Wiesen- und Heidelandschaften verkrauten und zuwachsen.
oder dass von Zeit zu Zeit panisch gewordene Pferde unvermittelt ins Auto laufen

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