Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

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frems
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Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon frems » Sa 12. Aug 2017, 16:22

Neu ist die Idee nicht, aber bisher schien es technisch in weiter Ferne zu sein. Ich zitiere mal ein paar Stellen aus einem Interview mit Rainer Kresken, einem Ingenieur vom Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESOC). Was haltet Ihr -- unter Berücksichtigung der offenen Punkte (Seil) -- von dem Konzept? Papiertiger, verschwendetes Geld, technische Revolution?

Im Weltraumaufzug liegt die Zukunft der Raumfahrt. Mit Raketen kann man viel machen, aber sie sind sehr teuer, verbrauchen viel Energie und sind in ihren Möglichkeiten limitiert. Die wirklich großen Dinge können nur mit dem Fahrstuhl heraufgebracht werden. [...]

Aktuell fehlen nur noch ein paar wichtige Bauteile, vor allem das richtige Seil. Davon abgesehen könnte es losgehen. [...]

Der Lift ist eher wie ein Kletterseil früher aus der Schulturnhalle. Oder anders gesagt: Der Aufzug ist im Prinzip ein geostationärer Satellit, der bis zur Erdoberfläche runterreicht. [...]

Es gibt kaum Beschränkungen für Größe und Gewicht der Nutzlast. Bei Raketen ist hingegen aktuell in der Größenordnung von 10 Tonnen Schluss. Auch fallen die Belastungen eines Raketenstarts weg: Lärm, Beschleunigung, Schwingungen, die sind gerade für sensible Geräte schwierig. [...]

Die Energie, die zum Hochfahren benötigt wird, ist im Vergleich zu Raketen verschwindend klein. Angedacht ist aktuell, die Kabinen mit Hilfe von Lasern zu betreiben, die von der Bodenstation auf Solarpaneele gerichtet werden. Ist die Kabine erst mal über der Stratosphäre, kann man sie mit Solarenergie betreiben, das wäre also ein sehr energieeffizienter Antrieb. [...]

Das richtige Material war bis vor zwanzig Jahren reine Science-Fiction. Dann entdeckten Chemiker die Kohlenstoffnano­röhren. So wie alle wichtigen und tollen Sachen wurden die zum ersten Mal im Dreck gefunden; genauer gesagt, im Ruß: Sie sind reiner Kohlenstoff in Rohrstruktur, quasi eindimensionale Diamanten, und haben den Vorteil, dass sie extrem leicht und gleichzeitig extrem reißfest sind. Ein Faden von 0,5 Millimeter Durchmesser könnte 2 Tonnen tragen. Ein Kilometer dieses Fadens wiegt nur 400 Gramm – ein fantastisches Material. [...]

Für die Wissenschaft. Wir können Weltraumteleskope und -instrumente ins All bringen, von denen wir heute nicht mal zu träumen wagen. Aber man könnte so auch viel leichter Bergbau betreiben. Auf den Kleinplaneten zwischen Mars und Jupiter gibt es große Vorkommen der Seltenen Erden, das wäre sicherlich finanziell interessant. Und man kann natürlich auch Menschen hochbringen. Der Aufzug könnte der Schlüssel sein, um mal den Mars zu besiedeln.

http://taz.de/Ingenieur-ueber-die-Visio ... /!5432518/
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Mjolmurmur
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Mjolmurmur » Di 15. Aug 2017, 05:20

Natürlich würde das kostentechnisch auf langer Sicht lohnenswert sein, aber neben den technischen Problemen gibt es eine Vielzahl rechtliche und politische Probleme die ich da sehen. Mal ganz davon abgesehen von der Umwelt. Da gibt es bestimmt auch Konsequenzen.
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Liegestuhl » Di 15. Aug 2017, 05:45

Durch diesen Aufzug würde man die tatsächliche Form der Erde erkennen. Daher wird man ihn nicht zulassen.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Kritikaster » Di 15. Aug 2017, 06:13

Liegestuhl hat geschrieben:(15 Aug 2017, 06:45)

Durch diesen Aufzug würde man die tatsächliche Form der Erde erkennen. Daher wird man ihn nicht zulassen.

Ist das hier die Weinstube? ;)
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Jekyll » Di 15. Aug 2017, 10:48

Die Idee ist wirklich nicht neu (las mal was davon bereits in den 80ern in einem Roman von Arthur C. Clarke, selbst der bezog sich in seinem Vorwort auf eine noch ältere Idee). Natürlich wäre sowas revolutionär, sofern in genügender Anzahl konstruierbar. Auch im Hinblich auf Weltraumtourismus. Nur her damit.
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Jekyll » Di 15. Aug 2017, 10:50

Liegestuhl hat geschrieben:(15 Aug 2017, 06:45)

Durch diesen Aufzug würde man die tatsächliche Form der Erde erkennen. Daher wird man ihn nicht zulassen.
Wie meinen?
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Papaloooo
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Papaloooo » Di 15. Aug 2017, 11:19

Scheitern wird das wohl aber daran, dass man ein extrem leichtes und zugleich extrem zugfestes Seil bräuchte.
Zudem lässt sich da mal nicht schnell einem Stück Weltraumschrott oder Satelliten ausweichen.

Ich hätte noch einen Alternativvorschlag:
Man nehme den Kilimansharo, dieser eignet sich durch seine Höhe und die Äquatornähe.
Man bohre in ihn ein tiefes Tunnel - so tief wie es eben geht.
Durch eine leichte Neigung in Richtung der Erdrotation könnte man dann etwa 6500 Meter Länge erreichen.
Darin macht man nun einen Linearbeschleuniger mit Magnetkraft - Solarenergie für den Strom gibt es dort ja genug.

Bei 10g kämen wir dann auf eine Austrittsgeschwindigkeit von 1129 m/s oder 4064km/h (wenn ich richtig gerechnet habe), dies sparen wir dann schon an Treibstoff!

Wäre doch noch meiner Meinung nach eine weitere Alternative,
oder habe ich da einen Denkfehler gemacht?
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon watisdatdenn? » Di 15. Aug 2017, 16:28

Jekyll hat geschrieben:(15 Aug 2017, 11:50)
Wie meinen?

Naja. im Koran steht doch klar, dass die Sonne in einem Schlammloch untergeht. Da es das Wort Gottes ist, ist es wahr und somit wollen die Juden verhindern, dass durch einen Weltraumlift die Wahrheit über die Beschaffenheit der Erde rauskommt um Allah den Schöpfer zu erniedrigen und beschämen, wie es Juden halt so tun.

zum Thema:
Langfristig wird es einen "Fahrstuhl" geben, weil es die energieeffizienteste Methode ist um in das Weltall zu kommen. Vielleicht muss man neue Methoden für die Herstellung des Seiles erdenken im Sinne eines Aerographits.
Unsere Flüchtlingsfacharbeiter werden einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung des Weltraumfahrstuhls leisten. Die Türken werden das für uns erarbeiten und die Amerikaner finanzieren. Wir deutsche müssen uns bei der Entwicklung nur zurücklehnen und der Wohlstand und Fortschritt wird durch unsere Migranten und amerikanisches Geld erzeugt.
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Jekyll » Di 15. Aug 2017, 22:32

Papaloooo hat geschrieben:(15 Aug 2017, 12:19)

Scheitern wird das wohl aber daran, dass man ein extrem leichtes und zugleich extrem zugfestes Seil bräuchte.
Zudem lässt sich da mal nicht schnell einem Stück Weltraumschrott oder Satelliten ausweichen.

Ich hätte noch einen Alternativvorschlag:
Man nehme den Kilimansharo, dieser eignet sich durch seine Höhe und die Äquatornähe.
Man bohre in ihn ein tiefes Tunnel - so tief wie es eben geht.
Durch eine leichte Neigung in Richtung der Erdrotation könnte man dann etwa 6500 Meter Länge erreichen.
Darin macht man nun einen Linearbeschleuniger mit Magnetkraft - Solarenergie für den Strom gibt es dort ja genug.

Bei 10g kämen wir dann auf eine Austrittsgeschwindigkeit von 1129 m/s oder 4064km/h (wenn ich richtig gerechnet habe), dies sparen wir dann schon an Treibstoff!

Wäre doch noch meiner Meinung nach eine weitere Alternative,
oder habe ich da einen Denkfehler gemacht?
Ja, gewissermaßen. Du hast wohl übersehen, dass der für den "Fahrstuhl" benötigte Seil mit den hierfür notwendigen Eigenschaften (extrem zugfest + extrem leicht) im Prinzip bereits erfunden/entdeckt worden ist (die sogenannten Kohlenstoffnano­röhren). Darauf bezog sich auch der Streangersteller in seinem Eröffnungsbeitrag. Abgesehen davon hätte dein Alternativvorschlag meines Erachtens einen entscheidenden Nachteil gegenüber einem Weltraumfahrstuhl; die immense Belastung durch die extreme Beschleunigung beim Start...das wäre weder für empfindliche Geräte noch für Normalmenschen zuträglich (schlecht für den Weltraumtourismus).
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Jekyll » Di 15. Aug 2017, 22:41

watisdatdenn? hat geschrieben:(15 Aug 2017, 17:28)

Naja. im Koran steht doch klar, dass die Sonne in einem Schlammloch untergeht. Da es das Wort Gottes ist, ist es wahr und somit wollen die Juden verhindern, dass durch einen Weltraumlift die Wahrheit über die Beschaffenheit der Erde rauskommt um Allah den Schöpfer zu erniedrigen und beschämen, wie es Juden halt so tun.

zum Thema:
Langfristig wird es einen "Fahrstuhl" geben, weil es die energieeffizienteste Methode ist um in das Weltall zu kommen. Vielleicht muss man neue Methoden für die Herstellung des Seiles erdenken im Sinne eines Aerographits.
Unsere Flüchtlingsfacharbeiter werden einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung des Weltraumfahrstuhls leisten. Die Türken werden das für uns erarbeiten und die Amerikaner finanzieren. Wir deutsche müssen uns bei der Entwicklung nur zurücklehnen und der Wohlstand und Fortschritt wird durch unsere Migranten und amerikanisches Geld erzeugt.
Dein Wort in Allahs Ohr, watie. Obwohl ich denke, dass in naher Zukunft eh keine Nationalitäten mehr geben wird und wir uns alle zu Weltraummenschen weiterentwickelt haben werden.
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Jekyll » Di 15. Aug 2017, 22:43

Mjolmurmur hat geschrieben:(15 Aug 2017, 06:20)

Natürlich würde das kostentechnisch auf langer Sicht lohnenswert sein, aber neben den technischen Problemen gibt es eine Vielzahl rechtliche und politische Probleme die ich da sehen. Mal ganz davon abgesehen von der Umwelt. Da gibt es bestimmt auch Konsequenzen.
Was für rechtliche und politische Probleme?
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Papaloooo » Mi 16. Aug 2017, 05:25

Jekyll hat geschrieben:(15 Aug 2017, 23:32)

Ja, gewissermaßen. Du hast wohl übersehen, dass der für den "Fahrstuhl" benötigte Seil mit den hierfür notwendigen Eigenschaften (extrem zugfest + extrem leicht) im Prinzip bereits erfunden/entdeckt worden ist (die sogenannten Kohlenstoffnano­röhren). Darauf bezog sich auch der Streangersteller in seinem Eröffnungsbeitrag. Abgesehen davon hätte dein Alternativvorschlag meines Erachtens einen entscheidenden Nachteil gegenüber einem Weltraumfahrstuhl; die immense Belastung durch die extreme Beschleunigung beim Start...das wäre weder für empfindliche Geräte noch für Normalmenschen zuträglich (schlecht für den Weltraumtourismus).

Auch Kohlenstoffröhrchen sind noch um den Faktor 10 zu schwach. Hier muss also noch kräftig nachgebessert werden.

Die Beschleunigung ist natürlich variabel, selbst eine Austittsgeschindigkeit von 2000 km/h wäre auf dieser Höhe mit dem bereits niedrigem Luftdruck und nicht zu vergessen der Aufsummierung durch die Erdrotation schon eine gute Ersparnis von Treibstoff.

Die Weltraumtechnik wird zunehmend miniaturisiert, und hält somit auch höheren Beschleunigungen stand.
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Enas Yorl » Mi 16. Aug 2017, 10:05

Jekyll hat geschrieben:(15 Aug 2017, 23:32)Ja, gewissermaßen. Du hast wohl übersehen, dass der für den "Fahrstuhl" benötigte Seil mit den hierfür notwendigen Eigenschaften (extrem zugfest + extrem leicht) im Prinzip bereits erfunden/entdeckt worden ist (die sogenannten Kohlenstoffnano­röhren). Darauf bezog sich auch der Streangersteller in seinem Eröffnungsbeitrag.

Da ist noch sehr viel Grundlagenforschung zu leisten. Man muss in der Lage sein, solche Nanoröhrchen ohne Fehlstellen in ausreichender Länge zu fertigen. Bislang ist man über einige cm nicht hinausgekommen. Dann muss man einige Fragen klären, wie schafft man aus solchen Nanoröhrchen ein ausreichend belastbares Seil. Das alle notwendigen Eigenschaften aufweist und dabei noch Alltagstauglich ist. Wie empfindlich ist das Material gegenüber äußeren Einflüssen, und wie schnell altert es. Was macht man, wenn Teile des Seil beschädigt werden? Kann man das reparieren, oder muss man das Seil regelmäßig austauschen. Und wenn Ja, in welchen Zeitabständen? Hat man auf diesen Fragen eine Antwort, kann man überhaupt erst anfangen, eine realistische Kosten/Nutzen-Rechnung aufzustellen.
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Mjolmurmur » Mi 16. Aug 2017, 11:12

Jekyll hat geschrieben:(15 Aug 2017, 23:43)

Was für rechtliche und politische Probleme?


Ganz einfach, stell dir mal vor deiner Haustür wäre ein riesiger Turm, magst du das? Alleine die Schattenbildung dürfte enorme Maße haben und da ist es egal, wenn ich 20 Km weg bin, das Ding reicht bis zum Himmel. Alle Umweltleute würden da Sturm laufen. Deswegen muss erstmal diese Thematik augearbeitet werden und das dauert. Meistens ist die Technik immer schneller da, als das rechtliche. Beste Beispiel das Internet.
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Enas Yorl » Mi 16. Aug 2017, 11:28

Mjolmurmur hat geschrieben:(16 Aug 2017, 12:12)Ganz einfach, stell dir mal vor deiner Haustür wäre ein riesiger Turm, magst du das? Alleine die Schattenbildung dürfte enorme Maße haben und da ist es egal, wenn ich 20 Km weg bin, das Ding reicht bis zum Himmel. Alle Umweltleute würden da Sturm laufen. Deswegen muss erstmal diese Thematik augearbeitet werden und das dauert. Meistens ist die Technik immer schneller da, als das rechtliche. Beste Beispiel das Internet.

Falls man einmal solch einen Aufzug baut, dann sicher in Äquatornähe (um die Zugkräfte zu minimieren). Und wohl eher mitten auf dem Ozean, den es will wohl keiner riskieren das ihm etwas auf den Kopf fällt, wenn mal ein Seil reist. Der Streit um den Standort dürfte wohl auch eher wirtschaftlicher und strategischer Natur sein. Eventuelle Anrainer-Staaten könnten vom Warentransport oder als Zulieferer profitieren. Und wer die Region militärisch kontrolliert, könnte auch den Zugang zu diesen als Druckmittel einsetzen.
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Praia61 » Sa 26. Aug 2017, 19:49

Ein Masse muss gegen die Anziehungskraft des Planeten Erde von ihr weg befördert werden.
Dies erfordert eine gewissen Menge von Energie.
Wie das geschieht ist unerheblich, da die aufzubringende Energie gleich bleibt.
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon MoOderSo » Sa 26. Aug 2017, 20:16

Beim nächsten Gewitter sind eure Nanoröhrchen wahrscheinlich zu CO2 verdampft.
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Adam Smith » Sa 26. Aug 2017, 20:21

Praia61 hat geschrieben:(26 Aug 2017, 20:49)

Ein Masse muss gegen die Anziehungskraft des Planeten Erde von ihr weg befördert werden.
Dies erfordert eine gewissen Menge von Energie.
Wie das geschieht ist unerheblich, da die aufzubringende Energie gleich bleibt.

Der Preis dafür in Euro oder Dollar ist aber unterschiedlich hoch.
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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Praia61 » Sa 26. Aug 2017, 20:43

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Re: Weltraum-"Fahrstuhl": Revolution für die Raumfahrt?

Beitragvon Jekyll » Sa 26. Aug 2017, 23:05

Man könnte den Weltraum-Fahrstuhl dazu verwenden, um schnell und effizient Flüchtlinge zu transportieren. So könnten die Flüchtlinge viel schneller in Deutschland ankommen als über den doch recht beschwerlichen, oft auch gefahrvollen Weg über das Mittelmeer.

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