Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

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Laertes
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Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Laertes » Di 23. Mai 2017, 06:31

Spiegel online berichtet heute aus wissenschaftlichen Studien, wonach Forscher aus Amsterdam weitere 40 'Intelligenzgene' identifiziert und deren Auswirkung in verschiedenen Studien mit insgesamt knapp 20.000 Kindern und fast 60.000 Erwachsenen aus Europa analysiert haben.

SPON: Forscher entdecken 40 Intelligenz-Gene hat geschrieben:Intelligenzunterschiede zwischen Menschen lassen sich mit den neuen Ergebnissen zu fast fünf Prozent durch bekannte genetische Faktoren erklären. Das sei insgesamt etwa eine Verdopplung im Vergleich zum vorherigen Wissensstand, schreiben Posthuma und ihre Kollegen im Journal "Nature Genetics".

und weiter:
Einen Großteil der Erbanlagen für Intelligenz kennen Forscher bislang allerdings noch nicht. Aus früheren Zwillings- und Adoptionsstudien haben sie die Schätzung abgeleitet, dass die Intelligenz in der Kindheit zu 45 Prozent und im Erwachsenenalter zu 80 Prozent genetisch bestimmt ist.

Bei den Prozentangaben sind sich jedoch längst nicht alle Forscher einig. Der Psychologe Rainer Riemann von der Universität Bielefeld beispielsweise geht von 40 Prozent genetischer Bestimmung bei Kindern und 60 Prozent bei Erwachsenen aus. Er unterstreicht zudem den Einfluss äußerer Faktoren. "Wir wissen heute, dass die mit Intelligenz verbundenen Gene sich nicht einfach entfalten, sondern eine anregende Umwelt notwendig ist, damit die Fähigkeiten sich ausbilden können", erläutert Riemann.

Eine Zwillingsstudie in den USA hatte gezeigt, dass Intelligenzunterschiede bei Kindern aus sozial benachteiligten Familien praktisch gar nicht von genetischen Faktoren abhängen. Nur bei Kindern aus privilegierten Elternhäusern manifestierte sich der mutmaßliche Einfluss der Erbanlagen.


Darf man daraus folgende Schlüsse ziehen?

1. Das maximal erreichbare Intellligenzniveau eines Menschen ist hochgradig genetisch bestimmt.
2. Dieses Intelligenzpotenzial wird genauso vererbt wie die Anlage zu Körpergröße oder Haarfarbe.
3. Sozial benachteiligte Familien bieten kein Umfeld, in dem dieses Intelligenzpotenzial maximal ausgeschöpft werden kann.
4. Aufgabe des staatlichen Bildungswesens und des Kinderschutzes muss sein die Entfaltung dieses Potenzials aktiv zu fördern, bzw. seiner Unterdrückung im Elternhaus aktiv entgegen zu wirken.
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Provokateur » Di 23. Mai 2017, 07:32

Laertes hat geschrieben:(23 May 2017, 07:31)

Spiegel online berichtet heute aus wissenschaftlichen Studien, wonach Forscher aus Amsterdam weitere 40 'Intelligenzgene' identifiziert und deren Auswirkung in verschiedenen Studien mit insgesamt knapp 20.000 Kindern und fast 60.000 Erwachsenen aus Europa analysiert haben.


und weiter:


Darf man daraus folgende Schlüsse ziehen?

1. Das maximal erreichbare Intellligenzniveau eines Menschen ist hochgradig genetisch bestimmt.
2. Dieses Intelligenzpotenzial wird genauso vererbt wie die Anlage zu Körpergröße oder Haarfarbe.
3. Sozial benachteiligte Familien bieten kein Umfeld, in dem dieses Intelligenzpotenzial maximal ausgeschöpft werden kann.
4. Aufgabe des staatlichen Bildungswesens und des Kinderschutzes muss sein die Entfaltung dieses Potenzials aktiv zu fördern, bzw. seiner Unterdrückung im Elternhaus aktiv entgegen zu wirken.


Hochgradig? Es wurden fünf Prozent festgestellt, und Studien zeigen, dass sich im Lebensalter der "fluiden Intelligenz" (Kindesalter) ein genetischer Einfluss von maximal 45% vorliegt.

Ich teile aber deine Forderungen 3. und 4.

Kindern muss ein optimales Umfeld geboten werden, damit diese ihre Potentiale vollumfänglich ausschöpfen können.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Laertes » Di 23. Mai 2017, 08:26

Provokateur hat geschrieben:(23 May 2017, 08:32)
Hochgradig? Es wurden fünf Prozent festgestellt, und Studien zeigen, dass sich im Lebensalter der "fluiden Intelligenz" (Kindesalter) ein genetischer Einfluss von maximal 45% vorliegt.

Ich habe das so verstanden, dass die heute bereits bekannten 'Gene' für fünf Prozent verantwortlich sind, dass die 'Gene', die für die restliche 40+x% verantwortlich sind jedoch noch nicht identifiziert wurden. Dass nach dem Stand der Forschung aber weiter davon ausgegangen wird, dass am Ende tausende 'Gene' (hochgerechnet: wenn 40 = 2,5% dann 1600 = 100%) identifiziert sein werden, die 40+x% determinieren.
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Misterfritz » Do 1. Jun 2017, 21:33

Provokateur hat geschrieben:(23 May 2017, 08:32)Kindern muss ein optimales Umfeld geboten werden, damit diese ihre Potentiale vollumfänglich ausschöpfen können.
Richtig, wenn die Potentiale vorhanden sind (ok,irgendwelche Potentiale sind sicherlich immer da).
Aber, dass Intelligenz (und das hat ja nicht unbedingt mit Erfolg zu tun), schon ziemliche erbliche Grundlagen hat, ist wirklich nix neues.
https://www.amazon.de/Ist-Intelligenz-e ... +e.+zimmer
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Anderus » Fr 2. Jun 2017, 02:29

Selbstverständlich. Intelligenz ist immer eine Kombination aus Können und Wollen. Beim Können, kann es durchaus Einflüsse geben, die aus der Vererbung stammen können. Hier sollte man sich aber nicht nur auf die Gene konzentrieren, sondern auch auf die Meme.

Im Prinzip kann man gar nicht sagen, was Intelligenz ist. Eigentlich kann man nur dann auf Intelligenz schließen, wenn sie zu einem Erfolg geführt hat. Allein der Erfolg, ist auch nie ein alleiniges Produkt der Intelligenz. Faktoren wie Glück, spielen immer, auch eine Rolle. Auch die Annahme, "einmal intelligent, immer intelligent", dürfte in die Sackgasse führen. Es kommt immer auf die Umstände an, in der eine Intelligenzleistung vollbracht werden soll. Bei 1bis3 Promille, dürfte der Intelligenteste Probleme haben, seine Intelligenz frei zu entfalten.

Natürlich stimmt es nachdenklich, wenn sogar Gene gefunden werden, die Intelligenz fördern können. Man sollte aber bei allem, nie vergessen, das man bei Intelligenz, das Können durch extremes Wollen, und umgekehrt, durchaus beeinflussen kann. Daneben dürfte es eine Rolle spielen, wie ich es bei Esther Villar gelesen habe, das ein stetiger Wettbewerb vorliegen muss. Optimale Intelligenz, kann nur dann erreicht werden, wenn man in stetigem Wettbewerb steht, sich beweisen zu müssen.
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Unité 1 » Fr 2. Jun 2017, 07:29

Anderus hat geschrieben:(02 Jun 2017, 03:29)
Optimale Intelligenz, kann nur dann erreicht werden, wenn man in stetigem Wettbewerb steht, sich beweisen zu müssen.

Bildete nen guten Hintergrund für ne Dystopie. Was soll das denn sein, "optimale Intelligenz"? Und was heißt "stetiger Wettbewerb"? Was ist mit Zusammenarbeit, Solidarität? Was heißt das für die Charakterbildung, wenn man ständig, das heißt mit jedem im Wettbewerb steht? Was soll das für eine optimale Intelligenz sein, die in einer solchen Gesellschaft einen Vorteil hätte?
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Anderus » Fr 2. Jun 2017, 08:21

Unité 1 hat geschrieben:(02 Jun 2017, 08:29)
Bildete nen guten Hintergrund für ne Dystopie.

Willst Du nicht lieber diese Krankheit nochmal googeln, bevor ich darauf antworte?

Was soll das denn sein, "optimale Intelligenz"?

Das Größtmögliche an Intelligenz, was der Einzelne erreichen kann. (lässt sich unmittelbar übersetzen)

Und was heißt "stetiger Wettbewerb"?

Vielleicht hätte ich regelmäßigen Wettbewerb schreiben sollen? Man kann nur dann eine optimale Intelligenz erreichen, wenn man sich regelmäßig einem Wettbewerb aussetzt. Was ist daran so schwer zu begreifen? Anlagen zur Intelligenz, die nicht gefördert und gefordert werden, verkümmern.

Was ist mit Zusammenarbeit, Solidarität?

Seit wann schließt Wettbewerb, Zusammenarbeit, Solidarität, Wohlwollen, Freundschaft oder Teamarbeit aus?

Was heißt das für die Charakterbildung, wenn man ständig, das heißt mit jedem im Wettbewerb steht?

Von mit "jedem im Wettbewerb stehen" im Sinne von "sich gegenseitig zu bekämpfen", war nie die Rede. Möglicherweise warst Du wohl nie in einer Abitursklasse? Dort haben wir geübt, wie man sich in einem Wettbewerb, (Diskussion) möglichst sinnvoll, polemikarm und aggressionsarm austauscht. Wettbewerb kann auch reibungsarm vonstatten gehen.

Warum sollte der Charakter leiden, wenn man in einem sinnvollen, zielgerichteten und wohlwollenden Wettbewerb eintritt? Ist das Gegenteil nicht wahrscheinlicher? Natürlich kommt es immer, auch darauf an, was man mit seiner Intelligenz anfängt. Wenn man sie benutzt, um eine Verbrecherbande aufzubauen, kann das durchaus zu Lasten des Charakters gehen.

Was soll das für eine optimale Intelligenz sein, die in einer solchen Gesellschaft einen Vorteil hätte?

Schrieb ich ja. Wer seine Intelligenz mit voller Kraft, zum Wohle der Allgemeinheit einsetzt (z.B. ein Politiker), dürfte durchaus ein Juwel für die Gesellschaft sein.
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Unité 1 » Fr 2. Jun 2017, 08:48

Anderus hat geschrieben:(02 Jun 2017, 09:21)

Willst Du nicht lieber diese Krankheit nochmal googeln, bevor ich darauf antworte?

Nichts zu danken.


Das Größtmögliche an Intelligenz, was der Einzelne erreichen kann. (lässt sich unmittelbar übersetzen)

Nein, ein Optimum ist mehrdimensional und kontextual. Aber okay, dir ging es nur um einen möglichst hohen IQ. Und dann?

Vielleicht hätte ich regelmäßigen Wettbewerb schreiben sollen?

Du hast aber stetig geschrieben. Ein stetiger Wettbewerb ist kein regelmäßiger, sondern ein permanenter. Das ist nun die zweite Aussage, die du abänderst. Eine Diskussion ist so nur schwer möglich.
Man kann nur dann eine optimale Intelligenz erreichen, wenn man sich regelmäßig einem Wettbewerb aussetzt.

Nochmal, was soll eine "optimale Intelligenz" sein?
Was ist daran so schwer zu begreifen? Anlagen zur Intelligenz, die nicht gefördert und gefordert werden, verkümmern.

Dass Wettbewerb Leistungsfähigkeit steigern kann - kann -, hatte ich nicht bestritten. Allerdings wirkt sich Wettbewerb nicht nur auf die Intelligenz, sondern auch auf den Charakter und die Persönlichkeit aus. Wer gewinnen muss, wer ständig gewinnen muss, um "optimal" zu werden, kann kaum Tugenden wie gegenseitige Achtung, Zusammenhalt, Solidarität ausbilden. Im Gegenteil.

Seit wann schließt Wettbewerb, Zusammenarbeit, Solidarität, Wohlwollen, Freundschaft oder Teamarbeit aus?

Wettbewerb ist das Gegenteil von Zusammenarbeit - es wird gegeneinander gearbeitet. Wie soll daraus "Solidarität, Wohlwollen, Freundschaft oder Teamarbeit" entstehen, wenn der Wettbewerb stetig ist?

Von mit "jedem im Wettbewerb stehen" im Sinne von "sich gegenseitig zu bekämpfen", war nie die Rede.

Definiere Wettbewerb.
Möglicherweise warst Du wohl nie in einer Abitursklasse?

Isch nix Schule. Aber gutes Beispiel für "Aggressionsarmut".
Dort haben wir geübt, wie man sich in einem Wettbewerb, (Diskussion) möglichst sinnvoll, polemikarm und aggressionsarm austauscht.

Also geht es dir nicht um stetigen Wettbewerb, wie du ursprünglich sagtest, sondern um Diskussionen?
Wettbewerb kann auch reibungsarm vonstatten gehen.

Kann, ja.

Warum sollte der Charakter leiden, wenn man in einem sinnvollen, zielgerichteten und wohlwollenden Wettbewerb eintritt?

Wer sagt, dass ein "sinnvoller, zielgerichteter und wohlwollender Wettbewerb" für "optimale Intelligenz" sorgte? Was soll das überhaupt sein, wohlwollender Wettbewerb? Dass Wettbewerbe hingegen immer zielgerichtet sind, liegt in der Natur der Sache.
Ist das Gegenteil nicht wahrscheinlicher?

Wie kommst du auf Leiden? Ich meinte charakterliche Entwicklungen wie Egoismus, Egozentrik, Rücksichtslosigkeit. In Maßen muss das nicht immer negative Entwicklungen für eine Zusammenleben haben, ein stetiger Wettbewerb ist allerdings maßlos.
Natürlich kommt es immer, auch darauf an, was man mit seiner Intelligenz anfängt. Wenn man sie benutzt, um eine Verbrecherbande aufzubauen, kann das durchaus zu Lasten des Charakters gehen.
Kommt also auf das Ziel des Wettbewerbs an, meinst du? Hm, ja, könnte sein.


Schrieb ich ja. Wer seine Intelligenz mit voller Kraft, zum Wohle der Allgemeinheit einsetzt (z.B. ein Politiker), dürfte durchaus ein Juwel für die Gesellschaft sein.

Wieso sollte jemand an das Allgemeinwohl denken, wenn es gilt, sich stetig gegen andere durchzusetzen? Ist unlogisch.
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 2. Jun 2017, 09:07

Es gibt dieses berühmte Marshmellow-Experiment mit Kindern für den Test der Fähigkeit zum Belohnungsaufschub. Dazu hörte ich in irgendeiner Sendung kürzlich den Einwand, dass damit tatsächlich ziemlich zuverlässig die zukünfitge psychische Stabilität einer Persönlichkeit vorhergesagt werden kann. Nur dass damit, die wenigen Kinder unberücksichtigt bleiben, denen Marshmellows gleichgültig sind oder die sogar einen Widerwillen dagegen haben. Ich kann das nicht wirklich beurteilen, Aber es hat mir spontan erstmal imponiert. Messen diese ganzen Tests nicht eigentlich eher die Anpassungsfähigkeit an den gesellschaftlichen Mainstream?
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Anderus » Fr 2. Jun 2017, 11:00

Unité 1 hat geschrieben:(02 Jun 2017, 09:48)
Nichts zu danken.


Du hast aber stetig geschrieben. Ein stetiger Wettbewerb ist kein regelmäßiger, sondern ein permanenter.

Siehst Du, Du hast die Grundprinzipien des fairen Wettbewerbs nicht verstanden. Dazu gehört es nämlich, das man einer Korrektur, nichts mehr hinterherwirft. Jeder hat das Recht auf Irrtum, und jeder hat das Recht, das er sich folgenlos korrigieren darf. Im übrigen, kann es einen permanenten Wettbewerb gar nicht geben. Selbst der Intelligenteste, muss mal schlafen, arbeiten oder feiern. Ein Intelligenter weis eben (oder kann es sich selber erarbeiten) das mit einem "stetigen" Wettbewerb, ein regelmäßiger Wettbewerb gemeint ist.

Das ist nun die zweite Aussage, die du abänderst. Eine Diskussion ist so nur schwer möglich.

Völlig falsch! Eine Diskussion wird erst dann zu einer vernünftigen Diskussion, wenn keiner Angst haben muss, Fehler zu machen. Ich schrieb ja, Du kennst die Grundprinzipien nicht.

Nochmal, was soll eine "optimale Intelligenz" sein?

Ich kann es hier nur wiederholen. Es ist die größtmögliche Intelligenz, die ein Einzelner real erreichen kann. Was ist daran so schwer zu verstehen?

Dass Wettbewerb Leistungsfähigkeit steigern kann - kann -, hatte ich nicht bestritten. Allerdings wirkt sich Wettbewerb nicht nur auf die Intelligenz, sondern auch auf den Charakter und die Persönlichkeit aus.


Nun ja, wenn Du damit meinst, das grundsätzlich etwas hängen bleibt, ist es eine Plattitüde. Wenn Du damit meinst, das jeder Wettbewerb, negative Erscheinungen in der Persönlichkeit hinterlässt, ist es ein Irrtum. Es gibt eben Wettbewerbe, auch wenn es für einige User hier im Forum unvorstellbar ist, aus dem alle Teilnehmer gestärkt hervorgehen. In der Regel sind das Ideenwettbewerbe.

Wer gewinnen muss, wer ständig gewinnen muss, um "optimal" zu werden, kann kaum Tugenden wie gegenseitige Achtung, Zusammenhalt, Solidarität ausbilden. Im Gegenteil.


Bei einem Wettbewerb, (wenn man mal von sportlichen W. absieht,) muss man nicht gewinnen. Man muss größtmöglich zum Thema und zur Sache beitragen. Das macht soviel Spaß, das man nur gestärkt daraus hervorgehen kann.

Wettbewerb ist das Gegenteil von Zusammenarbeit - es wird gegeneinander gearbeitet.

Halte ich für ein Gerücht. Wie war das denn damals? "Ihr müsst 11 Freunde sein?" Nein, wer den Wettbewerb als Kleinkrieg um Worte missversteht, hat die ganze Sache nicht verstanden.

Wie soll daraus "Solidarität, Wohlwollen, Freundschaft oder Teamarbeit" entstehen, wenn der Wettbewerb stetig ist?

Nochmal ein Watschen, wegen meinem Irrtum. Du wirst mir unsympathisch.

Definiere Wettbewerb.


Wettbewerb ist die wohlwollende, faire Provokation, zwei oder mehr Teilnehmer dazu zu bringen, größtmögliche Leistung, in definierten Regeln, zu erbringen.

Isch nix Schule. Aber gutes Beispiel für "Aggressionsarmut".

Fällt mir schwer, zu glauben (das mit der Aggressionsarmut). Ich werde dich beobachten und gegebenenfalls darauf zurückkommen.

Also geht es dir nicht um stetigen Wettbewerb, wie du ursprünglich sagtest, sondern um Diskussionen?

Das ist jetzt schon der dritte Watschen in einem Text, den Du verteilst. Und Du willst agressionsarm sein?

Wer sagt, dass ein "sinnvoller, zielgerichteter und wohlwollender Wettbewerb" für "optimale Intelligenz" sorgte?

Unter anderem ich, dürfte aber kaum der Einzige sein.

Was soll das überhaupt sein, wohlwollender Wettbewerb?

Z.B., wenn ich Dir diese Frage völlig emotionslos beantworte, obwohl es mir in den Fingern kribbelt. Einen wohlwollenden Wettbewerb erkennt man daran, das sich alle Teilnehmer an Regeln halten. Die wichtigste Regel ist Gewaltarmut. Dann kommt gegenseitige Achtung, weglassen aller unfairen Mittel, zielgerichtet auf ein größtmöglichstes Ergebnis hinzuarbeiten, sich nur auf die Sache und auf das Thema zu konzentrieren und alle Angriffe auf Personen oder Sachen zu unterlassen.

Dass Wettbewerbe hingegen immer zielgerichtet sind, liegt in der Natur der Sache.

Muss nicht. Oft ist bei einem Thema, das Ziel ja noch gar nicht bekannt. Oft soll es ja erst durch die Diskussion definiert werden. Oft, muss das optimale Ziel, ja erst gefunden werden.

Wie kommst du auf Leiden? Ich meinte charakterliche Entwicklungen wie Egoismus, Egozentrik, Rücksichtslosigkeit.

Sehe ich anders. Solche Entwicklungen müssen bei einem Wettbewerb auf ein Minimum reduziert werden. Bei einem Ideenwettbewerb, müssen Personen völlig in den Hintergrund treten. Egoismus, Egozentrik, Rücksichtslosigkeit, haben dort, nicht den geringsten Platz, weil es reiner Personenkult ist.

In Maßen muss das nicht immer negative Entwicklungen für eine Zusammenleben haben,....


Gebe ich Dir Recht. Nicht umsonst heißt es in der Bibel, "Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst. Aber bei der Ausprägung der Intelligenz, sind solche Touren contraproduktiv und führen eher zur Dummheit.

...., ein stetiger Wettbewerb ist allerdings maßlos.

Aha, vierter Versuch. Könnte es sein, das Du an deiner Intelligenz arbeiten solltest?

Wieso sollte jemand an das Allgemeinwohl denken, wenn es gilt, sich stetig gegen andere durchzusetzen? Ist unlogisch.

Einen solchen Spruch lasse ich unkommentiert. Es zeigt ein solches widerwärtiges Weltbild, das ich es als Zeitverschwendung betrachte, dazu was zu schreiben. Ich weis zwar, das es solche Politiker gibt, aber Intelligente, mit diesen Ansichten, dürften in der Minderzahl sein.
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Unité 1 » Fr 2. Jun 2017, 12:34

Anderus hat geschrieben:(02 Jun 2017, 12:00)

Siehst Du, Du hast die Grundprinzipien des fairen Wettbewerbs nicht verstanden. Dazu gehört es nämlich, das man einer Korrektur, nichts mehr hinterherwirft.
Du hast nichts korrigiert, sondern gefragt, ob du hättest "regelmäßig" schreiben sollen. Woher soll ich wissen, was für dich denn nun Gültigkeit hat. Dementsprechend habe ich mich auf deine ursprüngliche Formulierung bezogen und dementsprechend
Nochmal ein Watschen, wegen meinem Irrtum. Du wirst mir unsympathisch.

Das ist jetzt schon der dritte Watschen in einem Text, den Du verteilst.

Aha, vierter Versuch.

verstehst du hier was falsch.

Und Du willst agressionsarm sein?

Habe ich nie behauptet, ich habe mich über deinen Satz und deine proklamierte Aggressionsarmut mokiert. Klingt komisch, war aber so.


Ein Intelligenter weis eben (oder kann es sich selber erarbeiten) das mit einem "stetigen" Wettbewerb, ein regelmäßiger Wettbewerb gemeint ist.

Könnte es sein, das Du an deiner Intelligenz arbeiten solltest?

Es gibt eben Wettbewerbe, auch wenn es für einige User hier im Forum unvorstellbar ist, aus dem alle Teilnehmer gestärkt hervorgehen.
Gute Beispiele für Aggressionsarmut.


Jeder hat das Recht auf Irrtum, und jeder hat das Recht, das er sich folgenlos korrigieren darf. Im übrigen, kann es einen permanenten Wettbewerb gar nicht geben. Selbst der Intelligenteste, muss mal schlafen,
Oh, ach? Stetiger Wettbewerb meint nicht, dass körperliche Bedürfnisse verschwinden?
arbeiten
Unterliegt meistens Bedingungen des Wettbewerbs, sowohl was den Kontext der Arbeitsstelle als auch den Kontext der Stellung der Arbeiters betrifft.
oder feiern.
Selbstverständlich kann Freizeitgestaltung wettbewerbsmäßig organisiert sein.



Völlig falsch! Eine Diskussion wird erst dann zu einer vernünftigen Diskussion, wenn keiner Angst haben muss, Fehler zu machen.
Ja, jeder besitzt das Recht auf Irrtum. Nein, eine Diskussion benötigt immer noch ein gemeinsames Verständnis über den Diskussionsgegenstand.
Ich schrieb ja, Du kennst die Grundprinzipien nicht.
Aha. Ist diese "Erkenntnis" Ergebnis deiner im Abitur erlernten Fähigkeit, sinnvoll, polemik- und aggressionsarm zu diskutieren?

Ich kann es hier nur wiederholen. Es ist die größtmögliche Intelligenz, die ein Einzelner real erreichen kann. Was ist daran so schwer zu verstehen?

Was heißt größtmöglich und wofür soll das gut sein?

Wettbewerb ist die wohlwollende, faire Provokation, zwei oder mehr Teilnehmer dazu zu bringen, größtmögliche Leistung, in definierten Regeln, zu erbringen.
Und, wird es einen Gewinner geben?

Nun ja, wenn Du damit meinst, das grundsätzlich etwas hängen bleibt, ist es eine Plattitüde. Wenn Du damit meinst, das jeder Wettbewerb, negative Erscheinungen in der Persönlichkeit hinterlässt, ist es ein Irrtum. In der Regel sind das Ideenwettbewerbe.
Bitte halte dich an das, was ich schreibe. Wettbewerb kann stimulierend sein, aber auch hinderlich. Ist ne Persönlichkeitsfrage. Und - offensichtlich - eine Definitionsfrage von Wettbewerb, die du sehr eigen beantwortest. Das Ziel eines Wettbewerbs ist der Sieg bzw. das bestmögliche Ergebnis für sich zu erzielen, was nur dann möglich ist, wenn ich versuche besser als andere zu sein. Wettbewerb ist immer der direkte Bezug und Vergleich zu anderen. Dass damit Charakterzüge wie Egoismus gefördert werden, liegt in der Natur der Sache. Dass dem keine Zwangsläufigkeit zugrunde liegt, ist offensichtlich aufgrund der Verschiedenheit von Persönlichkeiten. Dass die wettbewerbsmäßige Organisierung gesellschaftlichen Lebens allerdings ein Weltbild fördert, in dem der einzelne für sich das beste erreichen muss, was nur geht auf "Kosten" von anderen, ebenso.


Unter anderem ich, dürfte aber kaum der Einzige sein.

Der einzige wohl nicht, nein. Halte ich dennoch für fragwürdig, da ich weder Intelligenz zum Maßstab eines "Optimum" (bitte nicht wieder aggressionsarm werden. Ich frage mich halt, wie sich das "optimal" eingeschlichen hat. Zufällig wirst du das Wort nicht verwendet haben, wenn du eigentlich hohe bzw. höchstmögliche meintest.) mache noch denke, dass Wettbewerb Intelligenz fördern muss. Schau in die Schulen, die zweifelsohne wettbewerbsmäßig organisiert sind. Dort wirst du Schüler finden, die im Wettbewerb ihre Leistung steigern, du wirst auch Schüler finden, die vom Druck des Wettbewerbs zerdrückt werden.


Z.B., wenn ich Dir diese Frage völlig emotionslos beantworte, obwohl es mir in den Fingern kribbelt. Einen wohlwollenden Wettbewerb erkennt man daran, das sich alle Teilnehmer an Regeln halten. Die wichtigste Regel ist Gewaltarmut. Dann kommt gegenseitige Achtung, weglassen aller unfairen Mittel, zielgerichtet auf ein größtmöglichstes Ergebnis hinzuarbeiten, sich nur auf die Sache und auf das Thema zu konzentrieren und alle Angriffe auf Personen oder Sachen zu unterlassen.
Wohlwollend zielt auf eine Gunstbezeugung irgendeiner Art ab. Was du beschrieben hast, ist ein "fairer" Wettbewerb. Die "", weil Menschen immer unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen und daher von vornherein kein gleicher Ausgangszustand zum Beginn des Wettbewerbs besteht. Und diesen herzustellen, ist eher oft als selten mehr Wunsch als Realität, da Belohnungen für ein gutes Abschneiden im Wettbewerb winken. Wie gesagt, das kitzelt an Eigenschaften, die einem harmonischeren Miteinander im Wege stehen.


Muss nicht. Oft ist bei einem Thema, das Ziel ja noch gar nicht bekannt. Oft soll es ja erst durch die Diskussion definiert werden. Oft, muss das optimale Ziel, ja erst gefunden werden.
Ähhh, nein. Ich trete in einen Wettbewerb um eine bestimmte Sache. Ohne Gegenstand und Ziel ist ein Wettbewerb schlicht nicht möglich, da niemand weiß, wie und warum gekämpft wird, also niemand den Wettbewerb aufnehmen kann.


Sehe ich anders. Solche Entwicklungen müssen bei einem Wettbewerb auf ein Minimum reduziert werden. Bei einem Ideenwettbewerb, müssen Personen völlig in den Hintergrund treten. Egoismus, Egozentrik, Rücksichtslosigkeit, haben dort, nicht den geringsten Platz, weil es reiner Personenkult ist.
Es geht um Folgen, nicht um Voraussetzungen. Das sind oder können Folgen von Wettbewerbsdenken sein.


Einen solchen Spruch lasse ich unkommentiert. Es zeigt ein solches widerwärtiges Weltbild, das ich es als Zeitverschwendung betrachte, dazu was zu schreiben.
Bitte was? Wenn Menschen sich ihr Leben lang gegen andere durchsetzen und beweisen müssen - nämlich durch Wettbewerbe - ist es naheliegend, dass Gedanken ans Allgemeinwohl nur gering ausgeprägt sind. Wer sich ständig mit anderen misst (und gewinnt), wird wahrscheinlich wenig Verständnis für die Verlierer (also die übergroße Mehrheit von Wettbewerbsteilnehmern) aufbringen können.
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Unité 1 » Fr 2. Jun 2017, 12:37

schokoschendrezki hat geschrieben:(02 Jun 2017, 10:07)

Es gibt dieses berühmte Marshmellow-Experiment mit Kindern für den Test der Fähigkeit zum Belohnungsaufschub. Dazu hörte ich in irgendeiner Sendung kürzlich den Einwand, dass damit tatsächlich ziemlich zuverlässig die zukünfitge psychische Stabilität einer Persönlichkeit vorhergesagt werden kann. Nur dass damit, die wenigen Kinder unberücksichtigt bleiben, denen Marshmellows gleichgültig sind oder die sogar einen Widerwillen dagegen haben. Ich kann das nicht wirklich beurteilen, Aber es hat mir spontan erstmal imponiert. Messen diese ganzen Tests nicht eigentlich eher die Anpassungsfähigkeit an den gesellschaftlichen Mainstream?

Gute Frage. Hängt wohl vom Versuchsaufbau ab, um auszuschließen, dass es nicht Geduld, sondern Unterwerfungsbereitschaft war, die gemessen wurde.
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Marlies » Do 13. Jul 2017, 07:55

Ich halte nichts von der Theorie, dass Intelligenz genetisch bedingt ist, jedenfalls nicht in dem Sinne genetisch, dass intelligente Menschen ihre Intelligenz von intelligenten Eltern geerbt haben.
Manchmal werden einfach familiäre Konfliktlinien übertragen oder vererbt, welche die Kinder zwingen, sich immer ein wenig mehr anstrengen zu müssen als andere und die dadurch ein erhöhtes Intelligenzpotential entwickeln.
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon X3Q » Mo 17. Jul 2017, 08:31

Marlies hat geschrieben:(13 Jul 2017, 08:55)

Ich halte nichts von der Theorie, dass Intelligenz genetisch bedingt ist, jedenfalls nicht in dem Sinne genetisch, dass intelligente Menschen ihre Intelligenz von intelligenten Eltern geerbt haben.
Manchmal werden einfach familiäre Konfliktlinien übertragen oder vererbt, welche die Kinder zwingen, sich immer ein wenig mehr anstrengen zu müssen als andere und die dadurch ein erhöhtes Intelligenzpotential entwickeln.

Das klingt aber verdächtigt nach Ryke Gerd Hamer.

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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Anderus » So 23. Jul 2017, 12:37

Marlies hat geschrieben:(13 Jul 2017, 08:55)

Ich halte nichts von der Theorie, dass Intelligenz genetisch bedingt ist,

Ist mir auch zu einfach gefragt. Stammt wohl noch aus der Zeit, wo man die Gene entdeckt hat, und meinte, das alles was biologisch, über die Vorfahren vererbt wird, von Genen gesteuert wird. Den Bereich der Meme klammert man damit aus.

jedenfalls nicht in dem Sinne genetisch, dass intelligente Menschen ihre Intelligenz von intelligenten Eltern geerbt haben.


Du gehst also davon aus, das jeder Mensch, wie ein unbeschriebenes Blatt Papier, bezüglich der Intelligenz geboren wird? Wenn ja, wie erklärst Du dir dann, das es Menschen gibt, die nach einem Vorfall (z.B. einer Verletzung) in einer anderen Sprache sprechen?

Manchmal werden einfach familiäre Konfliktlinien übertragen oder vererbt, welche die Kinder zwingen, sich immer ein wenig mehr anstrengen zu müssen......

Ja, das meinte ich mit Wettbewerb. Oft ist es sogar Teamarbeit, wo die ganze Familie (Sippe) an einem Strang zieht.

...., sich immer ein wenig mehr anstrengen zu müssen als andere und die dadurch ein erhöhtes Intelligenzpotential entwickeln.

Ja, durch diese Anstrengungen kann das Können, immer weiter ausgebaut werden. Allerdings wirkt die Sache auch selbsthemmend. Je intelligenter Menschen werden, desto mehr beschäftigen sie sich auch mit den Risiken. Das wiederum führt zur Angst und zur Unentschlossenheit. Im Extremfall, ist ein hochintelligenter Mensch, zu fast keinen Handlungen mehr fähig, weil bei ihm der Pessimismus, so an Überhand gewonnen hat, das ihm der Mut verloren gegangen ist.
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Odin1506 » So 23. Jul 2017, 16:59

Intelligenz lässt sich trainieren.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
gödelchen
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon gödelchen » So 23. Jul 2017, 17:36

....richtig ! Non scolae, sed......:-)

Aber aus nem Kreisliga Spieler einen Bundesligaspiele machen ???????????
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Jekyll
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Jekyll » So 23. Jul 2017, 17:54

schokoschendrezki hat geschrieben:(02 Jun 2017, 10:07)

Es gibt dieses berühmte Marshmellow-Experiment mit Kindern für den Test der Fähigkeit zum Belohnungsaufschub. Dazu hörte ich in irgendeiner Sendung kürzlich den Einwand, dass damit tatsächlich ziemlich zuverlässig die zukünfitge psychische Stabilität einer Persönlichkeit vorhergesagt werden kann. Nur dass damit, die wenigen Kinder unberücksichtigt bleiben, denen Marshmellows gleichgültig sind oder die sogar einen Widerwillen dagegen haben. Ich kann das nicht wirklich beurteilen, Aber es hat mir spontan erstmal imponiert. Messen diese ganzen Tests nicht eigentlich eher die Anpassungsfähigkeit an den gesellschaftlichen Mainstream?
Nun ja, Anpassungsfähigkeit als solche ist eine Form der Intelligenz. (Sorry)
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Teeernte
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Re: Intelligenz zu 40%-80% genetisch bedingt?

Beitragvon Teeernte » So 23. Jul 2017, 17:54

Unité 1 hat geschrieben:(02 Jun 2017, 13:37)

Gute Frage. Hängt wohl vom Versuchsaufbau ab, um auszuschließen, dass es nicht Geduld, sondern Unterwerfungsbereitschaft war, die gemessen wurde.


...es ist Stressresistenz. -
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Beitragvon schokoschendrezki » So 23. Jul 2017, 21:19

Jekyll hat geschrieben:(23 Jul 2017, 18:54)

Nun ja, Anpassungsfähigkeit als solche ist eine Form der Intelligenz. (Sorry)

Das bestreite ich vehment! Anpassungsfähigkeit an den Mainstream ist lediglich eine Art Intelligenz zweiter Wahl. Eine Intelligenz des armen Mannes.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt

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