Die Natur des Menschen!

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Quatschki
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon Quatschki » Do 30. Mär 2017, 22:50

Das ist es ja.
Wenn die Sache soo gut ist, aber in der Praxis nicht so recht funktionieren will, dann müssen ja irgendwo Agenten, Konterrevolutionäre, Kulaken und Trotzkisten hocken, die die Sache sabotieren, Klopapier und Benzin horten und hinterziehen und die man einfach nur unschädlich machen und ihrer gerechten Strafe zuführen muß, damit es wieder vorwärts geht.
Das sieht doch wohl jeder ein, oder?
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Bielefeld09
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon Bielefeld09 » Do 30. Mär 2017, 23:01

Quatschki hat geschrieben:(30 Mar 2017, 23:50)

Das ist es ja.
Wenn die Sache soo gut ist, aber in der Praxis nicht so recht funktionieren will, dann müssen ja irgendwo Agenten, Konterrevolutionäre, Kulaken und Trotzkisten hocken, die die Sache sabotieren, Klopapier und Benzin horten und hinterziehen und die man einfach nur unschädlich machen und ihrer gerechten Strafe zuführen muß, damit es wieder vorwärts geht.
Das sieht doch wohl jeder ein, oder?

Sorry, aber was möchtest du erzählen?
Ich höre auch dir zu.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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ThorsHamar
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon ThorsHamar » Fr 31. Mär 2017, 00:39

Rote_Galaxie hat geschrieben:(30 Mar 2017, 22:23)

Dann wirst du hoffentlich festgestellt haben dass wir im Überfluss leben.


Ja, und?
"Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst."
Voltaire,
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Agesilaos Megas
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon Agesilaos Megas » Fr 31. Mär 2017, 00:56

Rote_Galaxie hat geschrieben:[url=http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=3860084#p3860084]
Was ist die Natur des Menschen?
Was ist der Unterschied zwischen Mann und Frau?
Was ist die Rolle des Menschen in der Natur?



Mh, schwierig. Ich lasse erst einmal das "Menschenbild" aus.

1. Definieren wir zuerst "Natur". Du verwendest zwei naturae, einmal die des Menschen und dann die, ich nehme an, allgegenwärtig-allgemeine? natura (nascor) ist zuerst die "Geburt", in übertragener Bedeutung geht damit die "angeborene" Wesensart einher. Also, nehme ich an, fragst Du nach der Wesensart, der Grundbeschaffenheit des Menschen von Anfang an? Oder meinst Du eher, in ferner Bedeutung, die Konsequenz der Wesensart, nämlich das "Material", die "Substanz" des Menschseins? Diese Variante passt dann eher zu Deiner dritten Frage. Ich greife "Natur" daher in ersterer Bedeutung auf.

Ich greife ferner auf natura als "Geburt" zurück: Wie beschaffen ist ein Neugeborenes? Was sind seine wichtigen Bedürfnisse? Stillung physischer Bedürfnisse. Hunger. Wärme. Klingt nicht wirklich menschlich, aber dahingehend sind wir ja auch Tiere. Also ist die Natur des Menschen gemein mit der tierischen; als organische Lebewesen funktionieren wir genau so wie andere Säugetiere. Nichts Menschliches in den allgemeinen chemisch-biologischen Prozessen. Wie die Tiere schützen die menschlichen Eltern ihren Nachwuchs. Dabei geschieht etwas Interessantes vor allem von 0-3 Jahren. Durch die Fürsorge, den auditiven u. sensualen Kontakt, durch Reaktionen der Eltern auf Reize etc. lernt der kleine Mensch, zu interagieren. Über diese Bindung entwickelt er ein Bild von einer Außenwelt (Wahrnehmung), des Lernens und Erfahrens. Er wird mit Angst oder Vertrauen konfrontiert. Und die Neugierde ist ziemlich oft sehr groß. Auch das lässt sich bei anderen Säugetieren nachweisen. Der Mensch will also physische Befriedigung, eine gewisse Bindung und Interaktion mit der Außenwelt. Diese Dinge erreicht der Mensch, wenn er heranreift, aber nur durch andere Menschen (physische Befriedigung: Sex, Arbeit-Lebensunterhalt), Bindung (soziale Kontakte: Partner, Familie, Stabilität), Interaktion mit Außenwelt (Kulturtechniken, Lern- und Anpassungsbereitschaft -> Gesetze, soziale Gruppen). Dabei stehen alle Felder in Beziehung zueinander. So kann eine starke Interaktion dazu führen, physische Bedürfnisse besser befriedigen zu können (Lernen von Verhalten -> höhere Akzeptanz -> mehr Vertrauen durch Gruppe und besserer Job -> mehr Einkommen, Existenz sicherer, niemals hungrig). Auch das lässt sich bei den Säugetieren nachweisen, bloß in simplifizierter Form. M.E. bilden die Grundbedürfnisse des Menschen aufgrund ihres universellen Charakters die "Natur". Alle "typisch" menschlichen Konflikte z.B. in Politik und Gesellschaft ließen sich ebenso als raffiniertes Verhalten von Tieren verstehen. Der Kampf um Posten -> die Alpha-Tiere kämpfen. Der wütende Mob. Ein Außenseiter wird ausgestoßen.
Dann gibt es aber noch etwas, das wir bei Tieren, so weit ich weiß, nicht finden. Z.B. die Natur des Gesetzes. Die blinde Iustitia. Intellektuelle Restriktionen, erwachsen aus einem langen Lernprozess (Interaktion mit Außenwelt). Durch Bestrafen und Belohnen lehren wir Kinder, was zu tun ist, was nicht. Allerdings lernen Kinder dadurch nicht, dass jemand, der eine Strafe erlitten hat, wieder "unschuldig" wird. Der Kriminelle bleibt makelhaft. Aber dennoch schaffen wir es, mal mehr, mal weniger, Menschen zu resozialisieren. Wir schaffen es, jemanden für eine Straftat nur einmal zu bestrafen und ihn trotzdem im Kreis der Gesellschaft zu halten. Warum tun wir das eigentlich? Wie rechtfertigen wir das? Aufklärung, Menschenrechte, Grundgesetze. Es ist ein bewusstes Bekenntnis zu einer Idee. Warum bekennen wir uns dazu? Wir haben unsere Erfahrungen mit autoritären Systemen und Genozid gemacht. Wir entwickeln also abstrakte Prinzipien aus langen Lernprozessen, mit dem Ziel, eine ebenso abstrakte Idee zu befriedigen. Gewaltenteilung z.B. ist eines der Prinzipien, die wir in langen Lernprozessen gelernt haben (Aufklärung, Absolutismus, 1848, Nationalismus, Weimar, Hitler); das Resultat dieses Lernens, dass Gewaltenteilung notwendig sei, wird dabei rationalisiert und abstrahiert: es wird zu einer Idee. Auf dem gleichen Bett liegt die Wissenschaft. Die Methode ist auch eine aus Erfahrungen erwachsene Idee, so stark abstrahiert, dass sie kaum noch subjektiv fassbar ist.
Ich glaube also, dass der Mensch physisch-animalisch, sozial-emotional gesteuert ist, aber dabei immer in einer neugierigen oder ablehnenden Haltung der Außenwelt gegenüberstehen will und es teilweise schafft, Abstraktionen zu schaffen, die reale Auswirkungen auf die Umwelt und das Verhalten haben können.

2. Jetzt muss ich prüfen, inwiefern dies Auswirkungen auf "Mann" und "Frau" hat. Physisch-animalisch: Sex, Reproduktion. Sozial-emotional: Partner, Freunde, Feinde. Interaktionistisch: Eine Frau/Mann, die mich etwas lehrt, mein Verhalten ändert/beeinflusst; Gedankenaustausch, wissenschaftlicher Diskurs etc. - inwiefern treten hierbei Unterschiede auf? Sex, Partnerschaft, Freundschaft kann man mit einem Mann oder einer Frau haben. Ein Mann kann ebenso ein Erzieher sein wie eine Frau Chef im Maschinenbau - ich sehe da keine allgemeinen Unterschiede. Beruht also der Unterschied darauf, dass nur die Frau gebären, der Mann besamen kann? Also wäre der Unterschied rein physisch. Aber wenn eine Frau nicht gebären kann oder der Mann schlichtweg impotent ist - sind es dann keine Frauen und Männer mehr? Die Geschlechtsorgane bleiben jedoch erhalten. Was passiert jedoch, wenn ein Mensch Hormone zu sich nimmt und damit physischen Einfluss auf sein Geschlecht nimmt? Oder was ist, wenn ein Mensch durch genetischen Defekt (Chromosome etc.) ein äußerlich "falsches" Geschlecht aufweist? All das zeigt, dass äußerliche und reproduktorische Merkmale trügerisch sein können, nur genetische Bedingungen oder "innere" Merkmale können hier den Zweifel beseitigen. Demnach haben wir Chromosomata, Hormone und Geschlechtsorgane, auf denen wir unsere Ideen von "Weiblichkeit" und "Männlichkeit" aufbauen. Ich denke, dass wir aufgrund unserer lernend-wahrnehmenden Natur gern versuchen, Dinge immer wieder zu abstrahieren, um sie überschaubar zu machen ("Frauen verstehen"; "typisch Mann!"); das wiederum, so fehlerhaft es auch ist, bleibt Grundbedürfnis des Menschseins: Interaktion -> Lernen -> Erfahrungen -> Abstraktion der Erfahrungen).

3. Endlich bei der Frage der Fragen. Ich kann sie nicht beantworten, teilweise verstehe ich sie nicht, da hier "Natur" zu groß ist. Gehst Du davon aus, was unsere Rolle in der evolutionären Natur sei? Bitte um mehr Details. ;)
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 31. Mär 2017, 01:23

Reicht.
Ich habe fertig.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 31. Mär 2017, 01:25

Bielefeld09 hat geschrieben:(31 Mar 2017, 02:23)

Reicht.
Ich habe fertig.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon Agesilaos Megas » Fr 31. Mär 2017, 01:47

Bielefeld09 hat geschrieben:(31 Mar 2017, 02:23)

Reicht.
Ich habe fertig.


Meinst Du damit meinen Beitrag? Was stört Dich? Sry, stehe gerade auf dem Schlauch.
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon Occham » Fr 31. Mär 2017, 07:24

Rote_Galaxie hat geschrieben:(30 Mar 2017, 22:23)

Dann wirst du hoffentlich festgestellt haben dass wir im Überfluss leben.

Wenn ich so über die Eigenheit des Überflusses nachdenke, dann stört mich gar nicht der Überfluss, denn ich finde die Menschheit sollte Nahrungsreserven für viele Jahre im Voraus haben. Überfluss ist dann enorm verwerflich, wenn es Menschen auf der Welt gibt, die verhungern. Aber das ist ein Problem unseres Gefüges, des weiteren finde ich, das Menschen in Nahrungsreserven nicht so leben dürfen, wie die berühmte Made im Speck (Das wäre für mich Narrenfreiheit), denn die Made im Speck zersetzt auch nur das System, denn wenn es eine Narrenfreiheit gibt, die das System zersetzen, muss es umso mehr Leute geben, die das System erhalten und das ist wäre äußerst ungerecht verteilt. Also Überfluss im Sinne von Narrenfreiheit: Nein! Im Sinne von Reserven, dieser eben ein funktionierendes Gefüge voraus geht, fände ich ganz gut. Aber das kann man dann vermutlich nicht mehr Überfluss im herkömmlichen Sinne nennen.
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon Europa2050 » Fr 31. Mär 2017, 07:59

Rote_Galaxie hat geschrieben:(30 Mar 2017, 23:13)

Die Verbrechen des Stalinismus sind unverzeihbar, genau wie die Verbrechen des NS. Aber das kommunistische Ideal dafür verantwortlich zu machen ist das Gleiche wie Jesus für die Kreuzzüge zu verantworten.


Da gehe ich mit Dir mit, der Vergleich ist gut.

Deshalb ist ein Kirchenstaat mit dem Zwang, die gut gemeinten) Lehren Christi und deren Interpretation durch das Fußvolk zu leben genau so abzulehnen, wie ein kommunistischer Staat mit dem Zwang, die Lehren Marx zu leben ...

Und da können weder Christus noch Marx was dafür. Und im kleinen und in der positiven Variante können beide was bringen (zumal sie sich noch nicht einmal wirklich unterscheiden :) ).
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

Mist, hab ich einige Leute doch tatsächlich überfordert. :s
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon odiug » Fr 31. Mär 2017, 08:17

Agesilaos Megas hat geschrieben:(31 Mar 2017, 01:56)

Mh, schwierig. Ich lasse erst einmal das "Menschenbild" aus.

1. Definieren wir zuerst "Natur". Du verwendest zwei naturae, einmal die des Menschen und dann die, ich nehme an, allgegenwärtig-allgemeine? natura (nascor) ist zuerst die "Geburt", in übertragener Bedeutung geht damit die "angeborene" Wesensart einher. Also, nehme ich an, fragst Du nach der Wesensart, der Grundbeschaffenheit des Menschen von Anfang an? Oder meinst Du eher, in ferner Bedeutung, die Konsequenz der Wesensart, nämlich das "Material", die "Substanz" des Menschseins? Diese Variante passt dann eher zu Deiner dritten Frage. Ich greife "Natur" daher in ersterer Bedeutung auf.

Ich greife ferner auf natura als "Geburt" zurück: Wie beschaffen ist ein Neugeborenes? Was sind seine wichtigen Bedürfnisse? Stillung physischer Bedürfnisse. Hunger. Wärme. Klingt nicht wirklich menschlich, aber dahingehend sind wir ja auch Tiere. Also ist die Natur des Menschen gemein mit der tierischen; als organische Lebewesen funktionieren wir genau so wie andere Säugetiere. Nichts Menschliches in den allgemeinen chemisch-biologischen Prozessen. Wie die Tiere schützen die menschlichen Eltern ihren Nachwuchs. Dabei geschieht etwas Interessantes vor allem von 0-3 Jahren. Durch die Fürsorge, den auditiven u. sensualen Kontakt, durch Reaktionen der Eltern auf Reize etc. lernt der kleine Mensch, zu interagieren. Über diese Bindung entwickelt er ein Bild von einer Außenwelt (Wahrnehmung), des Lernens und Erfahrens. Er wird mit Angst oder Vertrauen konfrontiert. Und die Neugierde ist ziemlich oft sehr groß. Auch das lässt sich bei anderen Säugetieren nachweisen. Der Mensch will also physische Befriedigung, eine gewisse Bindung und Interaktion mit der Außenwelt. Diese Dinge erreicht der Mensch, wenn er heranreift, aber nur durch andere Menschen (physische Befriedigung: Sex, Arbeit-Lebensunterhalt), Bindung (soziale Kontakte: Partner, Familie, Stabilität), Interaktion mit Außenwelt (Kulturtechniken, Lern- und Anpassungsbereitschaft -> Gesetze, soziale Gruppen). Dabei stehen alle Felder in Beziehung zueinander. So kann eine starke Interaktion dazu führen, physische Bedürfnisse besser befriedigen zu können (Lernen von Verhalten -> höhere Akzeptanz -> mehr Vertrauen durch Gruppe und besserer Job -> mehr Einkommen, Existenz sicherer, niemals hungrig). Auch das lässt sich bei den Säugetieren nachweisen, bloß in simplifizierter Form. M.E. bilden die Grundbedürfnisse des Menschen aufgrund ihres universellen Charakters die "Natur". Alle "typisch" menschlichen Konflikte z.B. in Politik und Gesellschaft ließen sich ebenso als raffiniertes Verhalten von Tieren verstehen. Der Kampf um Posten -> die Alpha-Tiere kämpfen. Der wütende Mob. Ein Außenseiter wird ausgestoßen.
Dann gibt es aber noch etwas, das wir bei Tieren, so weit ich weiß, nicht finden. Z.B. die Natur des Gesetzes. Die blinde Iustitia. Intellektuelle Restriktionen, erwachsen aus einem langen Lernprozess (Interaktion mit Außenwelt). Durch Bestrafen und Belohnen lehren wir Kinder, was zu tun ist, was nicht. Allerdings lernen Kinder dadurch nicht, dass jemand, der eine Strafe erlitten hat, wieder "unschuldig" wird. Der Kriminelle bleibt makelhaft. Aber dennoch schaffen wir es, mal mehr, mal weniger, Menschen zu resozialisieren. Wir schaffen es, jemanden für eine Straftat nur einmal zu bestrafen und ihn trotzdem im Kreis der Gesellschaft zu halten. Warum tun wir das eigentlich? Wie rechtfertigen wir das? Aufklärung, Menschenrechte, Grundgesetze. Es ist ein bewusstes Bekenntnis zu einer Idee. Warum bekennen wir uns dazu? Wir haben unsere Erfahrungen mit autoritären Systemen und Genozid gemacht. Wir entwickeln also abstrakte Prinzipien aus langen Lernprozessen, mit dem Ziel, eine ebenso abstrakte Idee zu befriedigen. Gewaltenteilung z.B. ist eines der Prinzipien, die wir in langen Lernprozessen gelernt haben (Aufklärung, Absolutismus, 1848, Nationalismus, Weimar, Hitler); das Resultat dieses Lernens, dass Gewaltenteilung notwendig sei, wird dabei rationalisiert und abstrahiert: es wird zu einer Idee. Auf dem gleichen Bett liegt die Wissenschaft. Die Methode ist auch eine aus Erfahrungen erwachsene Idee, so stark abstrahiert, dass sie kaum noch subjektiv fassbar ist.
Ich glaube also, dass der Mensch physisch-animalisch, sozial-emotional gesteuert ist, aber dabei immer in einer neugierigen oder ablehnenden Haltung der Außenwelt gegenüberstehen will und es teilweise schafft, Abstraktionen zu schaffen, die reale Auswirkungen auf die Umwelt und das Verhalten haben können.

2. Jetzt muss ich prüfen, inwiefern dies Auswirkungen auf "Mann" und "Frau" hat. Physisch-animalisch: Sex, Reproduktion. Sozial-emotional: Partner, Freunde, Feinde. Interaktionistisch: Eine Frau/Mann, die mich etwas lehrt, mein Verhalten ändert/beeinflusst; Gedankenaustausch, wissenschaftlicher Diskurs etc. - inwiefern treten hierbei Unterschiede auf? Sex, Partnerschaft, Freundschaft kann man mit einem Mann oder einer Frau haben. Ein Mann kann ebenso ein Erzieher sein wie eine Frau Chef im Maschinenbau - ich sehe da keine allgemeinen Unterschiede. Beruht also der Unterschied darauf, dass nur die Frau gebären, der Mann besamen kann? Also wäre der Unterschied rein physisch. Aber wenn eine Frau nicht gebären kann oder der Mann schlichtweg impotent ist - sind es dann keine Frauen und Männer mehr? Die Geschlechtsorgane bleiben jedoch erhalten. Was passiert jedoch, wenn ein Mensch Hormone zu sich nimmt und damit physischen Einfluss auf sein Geschlecht nimmt? Oder was ist, wenn ein Mensch durch genetischen Defekt (Chromosome etc.) ein äußerlich "falsches" Geschlecht aufweist? All das zeigt, dass äußerliche und reproduktorische Merkmale trügerisch sein können, nur genetische Bedingungen oder "innere" Merkmale können hier den Zweifel beseitigen. Demnach haben wir Chromosomata, Hormone und Geschlechtsorgane, auf denen wir unsere Ideen von "Weiblichkeit" und "Männlichkeit" aufbauen. Ich denke, dass wir aufgrund unserer lernend-wahrnehmenden Natur gern versuchen, Dinge immer wieder zu abstrahieren, um sie überschaubar zu machen ("Frauen verstehen"; "typisch Mann!"); das wiederum, so fehlerhaft es auch ist, bleibt Grundbedürfnis des Menschseins: Interaktion -> Lernen -> Erfahrungen -> Abstraktion der Erfahrungen).

3. Endlich bei der Frage der Fragen. Ich kann sie nicht beantworten, teilweise verstehe ich sie nicht, da hier "Natur" zu groß ist. Gehst Du davon aus, was unsere Rolle in der evolutionären Natur sei? Bitte um mehr Details. ;)

Das interessante ist ja, dass es diesen Gegensatz: Natur versus Mensch, ueberhaupt gibt.
Also als traditionell-philosophischer Begriff ist die Natur immer das Andere, also nicht wir, nicht menschlich, weder vernuenftig noch logisch.
Natur ist jene Gewalt, an der der Mensch sich abarbeitet um sie zu Ueberwinden, in seinem Sinn zu gestalten, fuer seine Zwecke zu nutzen.
Der Mensch als Mensch kann sich nur und ausschliesslich im Gegensatz zur Natur verstehen.
Tut er das nicht, hebt er diesen Gegensatz auf, verliert er sich in der Indifferenz ... keine Zivilisation, keine Kultur, keine Moral, kein Mensch ... nur noch Tier, der Gewalt der Natur ausgeliefert.
Insofern ist die Frage nach der "Natur" des Menschen irrefuehrend.
Die Natur im Menschen ist das Tier und Schluss.
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon Occham » Fr 31. Mär 2017, 08:46

Europa2050 hat geschrieben:(31 Mar 2017, 08:59)

Da gehe ich mit Dir mit, der Vergleich ist gut.

Deshalb ist ein Kirchenstaat mit dem Zwang, die gut gemeinten) Lehren Christi und deren Interpretation durch das Fußvolk zu leben genau so abzulehnen, wie ein kommunistischer Staat mit dem Zwang, die Lehren Marx zu leben ...

Ungefähr 0,5 % der Christen begreifen, das wenn man aufsteht und handelt das Kontrollsystem verändern kann und das Kontrollsystem war vor dem Letzten am Kreuz mehr als unbarmherzig. Dass ist haargenau das Gleiche wie mit dem Salzmarsch von Mahatma Gandhi, das Echo das er mit seinem Salzmarsch ausgelöst hat, bzw. mit der darauffolgenden Inhaftierung nach seinem Salzmarsch, mit diesem 'Echo' hat er einiges verändert. Aber es geht, wie soll es auch sein, immer noch um das Kontrollsystem.

Aber meistens handelt man wohl erst, wenn der Grund zum handeln da ist.
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 31. Mär 2017, 11:57

Ideologien oder Religionen sind allerdings nicht einfach Abbilder irgendeiner "Natur des Menschen". Sie sind nich entstanden, weil der Mensch diese oder jene Wesenheit aufweist ... sondern unter konkreten historischen Bedingungen. Die Natur und der Kern des Christentums haben wesentlich mehr mit den gesellschaftlichen, ökologischen, klimatischen und ökonomischen Gegegenheiten in den betroffenen Regionen zu tun als mit irgendeiner abstrakten Natur des Menschen.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Rote_Galaxie
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon Rote_Galaxie » Fr 31. Mär 2017, 16:12

Agesilaos Megas hat geschrieben:(31 Mar 2017, 01:56)

Mh, schwierig. Ich lasse erst einmal das "Menschenbild" aus.

1. Definieren wir zuerst "Natur". Du verwendest zwei naturae, einmal die des Menschen und dann die, ich nehme an, allgegenwärtig-allgemeine? natura (nascor) ist zuerst die "Geburt", in übertragener Bedeutung geht damit die "angeborene" Wesensart einher. Also, nehme ich an, fragst Du nach der Wesensart, der Grundbeschaffenheit des Menschen von Anfang an? Oder meinst Du eher, in ferner Bedeutung, die Konsequenz der Wesensart, nämlich das "Material", die "Substanz" des Menschseins? Diese Variante passt dann eher zu Deiner dritten Frage. Ich greife "Natur" daher in ersterer Bedeutung auf.

Ich greife ferner auf natura als "Geburt" zurück: Wie beschaffen ist ein Neugeborenes? Was sind seine wichtigen Bedürfnisse? Stillung physischer Bedürfnisse. Hunger. Wärme. Klingt nicht wirklich menschlich, aber dahingehend sind wir ja auch Tiere. Also ist die Natur des Menschen gemein mit der tierischen; als organische Lebewesen funktionieren wir genau so wie andere Säugetiere. Nichts Menschliches in den allgemeinen chemisch-biologischen Prozessen. Wie die Tiere schützen die menschlichen Eltern ihren Nachwuchs. Dabei geschieht etwas Interessantes vor allem von 0-3 Jahren. Durch die Fürsorge, den auditiven u. sensualen Kontakt, durch Reaktionen der Eltern auf Reize etc. lernt der kleine Mensch, zu interagieren. Über diese Bindung entwickelt er ein Bild von einer Außenwelt (Wahrnehmung), des Lernens und Erfahrens. Er wird mit Angst oder Vertrauen konfrontiert. Und die Neugierde ist ziemlich oft sehr groß. Auch das lässt sich bei anderen Säugetieren nachweisen. Der Mensch will also physische Befriedigung, eine gewisse Bindung und Interaktion mit der Außenwelt. Diese Dinge erreicht der Mensch, wenn er heranreift, aber nur durch andere Menschen (physische Befriedigung: Sex, Arbeit-Lebensunterhalt), Bindung (soziale Kontakte: Partner, Familie, Stabilität), Interaktion mit Außenwelt (Kulturtechniken, Lern- und Anpassungsbereitschaft -> Gesetze, soziale Gruppen). Dabei stehen alle Felder in Beziehung zueinander. So kann eine starke Interaktion dazu führen, physische Bedürfnisse besser befriedigen zu können (Lernen von Verhalten -> höhere Akzeptanz -> mehr Vertrauen durch Gruppe und besserer Job -> mehr Einkommen, Existenz sicherer, niemals hungrig). Auch das lässt sich bei den Säugetieren nachweisen, bloß in simplifizierter Form. M.E. bilden die Grundbedürfnisse des Menschen aufgrund ihres universellen Charakters die "Natur". Alle "typisch" menschlichen Konflikte z.B. in Politik und Gesellschaft ließen sich ebenso als raffiniertes Verhalten von Tieren verstehen. Der Kampf um Posten -> die Alpha-Tiere kämpfen. Der wütende Mob. Ein Außenseiter wird ausgestoßen.
Dann gibt es aber noch etwas, das wir bei Tieren, so weit ich weiß, nicht finden. Z.B. die Natur des Gesetzes. Die blinde Iustitia. Intellektuelle Restriktionen, erwachsen aus einem langen Lernprozess (Interaktion mit Außenwelt). Durch Bestrafen und Belohnen lehren wir Kinder, was zu tun ist, was nicht. Allerdings lernen Kinder dadurch nicht, dass jemand, der eine Strafe erlitten hat, wieder "unschuldig" wird. Der Kriminelle bleibt makelhaft. Aber dennoch schaffen wir es, mal mehr, mal weniger, Menschen zu resozialisieren. Wir schaffen es, jemanden für eine Straftat nur einmal zu bestrafen und ihn trotzdem im Kreis der Gesellschaft zu halten. Warum tun wir das eigentlich? Wie rechtfertigen wir das? Aufklärung, Menschenrechte, Grundgesetze. Es ist ein bewusstes Bekenntnis zu einer Idee. Warum bekennen wir uns dazu? Wir haben unsere Erfahrungen mit autoritären Systemen und Genozid gemacht. Wir entwickeln also abstrakte Prinzipien aus langen Lernprozessen, mit dem Ziel, eine ebenso abstrakte Idee zu befriedigen. Gewaltenteilung z.B. ist eines der Prinzipien, die wir in langen Lernprozessen gelernt haben (Aufklärung, Absolutismus, 1848, Nationalismus, Weimar, Hitler); das Resultat dieses Lernens, dass Gewaltenteilung notwendig sei, wird dabei rationalisiert und abstrahiert: es wird zu einer Idee. Auf dem gleichen Bett liegt die Wissenschaft. Die Methode ist auch eine aus Erfahrungen erwachsene Idee, so stark abstrahiert, dass sie kaum noch subjektiv fassbar ist.
Ich glaube also, dass der Mensch physisch-animalisch, sozial-emotional gesteuert ist, aber dabei immer in einer neugierigen oder ablehnenden Haltung der Außenwelt gegenüberstehen will und es teilweise schafft, Abstraktionen zu schaffen, die reale Auswirkungen auf die Umwelt und das Verhalten haben können.

2. Jetzt muss ich prüfen, inwiefern dies Auswirkungen auf "Mann" und "Frau" hat. Physisch-animalisch: Sex, Reproduktion. Sozial-emotional: Partner, Freunde, Feinde. Interaktionistisch: Eine Frau/Mann, die mich etwas lehrt, mein Verhalten ändert/beeinflusst; Gedankenaustausch, wissenschaftlicher Diskurs etc. - inwiefern treten hierbei Unterschiede auf? Sex, Partnerschaft, Freundschaft kann man mit einem Mann oder einer Frau haben. Ein Mann kann ebenso ein Erzieher sein wie eine Frau Chef im Maschinenbau - ich sehe da keine allgemeinen Unterschiede. Beruht also der Unterschied darauf, dass nur die Frau gebären, der Mann besamen kann? Also wäre der Unterschied rein physisch. Aber wenn eine Frau nicht gebären kann oder der Mann schlichtweg impotent ist - sind es dann keine Frauen und Männer mehr? Die Geschlechtsorgane bleiben jedoch erhalten. Was passiert jedoch, wenn ein Mensch Hormone zu sich nimmt und damit physischen Einfluss auf sein Geschlecht nimmt? Oder was ist, wenn ein Mensch durch genetischen Defekt (Chromosome etc.) ein äußerlich "falsches" Geschlecht aufweist? All das zeigt, dass äußerliche und reproduktorische Merkmale trügerisch sein können, nur genetische Bedingungen oder "innere" Merkmale können hier den Zweifel beseitigen. Demnach haben wir Chromosomata, Hormone und Geschlechtsorgane, auf denen wir unsere Ideen von "Weiblichkeit" und "Männlichkeit" aufbauen. Ich denke, dass wir aufgrund unserer lernend-wahrnehmenden Natur gern versuchen, Dinge immer wieder zu abstrahieren, um sie überschaubar zu machen ("Frauen verstehen"; "typisch Mann!"); das wiederum, so fehlerhaft es auch ist, bleibt Grundbedürfnis des Menschseins: Interaktion -> Lernen -> Erfahrungen -> Abstraktion der Erfahrungen).

3. Endlich bei der Frage der Fragen. Ich kann sie nicht beantworten, teilweise verstehe ich sie nicht, da hier "Natur" zu groß ist. Gehst Du davon aus, was unsere Rolle in der evolutionären Natur sei? Bitte um mehr Details. ;)


Sehr schöner Beitrag vielen Dank. :)

Mir geht es in erster Linie darum nicht die physiologischen Bedürfnisse des Menschen darzustellen sondern allgemein was seine Natur ist positiv oder negativ.
Was ist künstlich?
Und wer kontrolliert die Kontrolle?
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon Rote_Galaxie » Fr 31. Mär 2017, 17:09

Ammianus hat geschrieben:(30 Mar 2017, 23:23)

Das kommunistische Ideal ist auch nicht dafür verantwortlich. Es ist im Gegenteil der schönste Traum, den die Menschheit je geträumt hat. Aber es hat so nicht funktioniert. Die ganze Sache mit angeblicher historischer Aufgabe des Proletariats seine Diktatur zu errichten, angeführt von seiner Avantgarde, der Partei Neuen Typus, das ist gründlich und überall in die Hose gegangen.


Sag ich doch dauernd. Der Leninismus als autoritäre Form des Sozialismus ist gescheitert was aber ist mit dem demokratischen Sozialismus?
Und wer kontrolliert die Kontrolle?
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon Rote_Galaxie » Fr 31. Mär 2017, 17:14

odiug hat geschrieben:(31 Mar 2017, 09:17)

Das interessante ist ja, dass es diesen Gegensatz: Natur versus Mensch, ueberhaupt gibt.
Also als traditionell-philosophischer Begriff ist die Natur immer das Andere, also nicht wir, nicht menschlich, weder vernuenftig noch logisch.
Natur ist jene Gewalt, an der der Mensch sich abarbeitet um sie zu Ueberwinden, in seinem Sinn zu gestalten, fuer seine Zwecke zu nutzen.
Der Mensch als Mensch kann sich nur und ausschliesslich im Gegensatz zur Natur verstehen.
Tut er das nicht, hebt er diesen Gegensatz auf, verliert er sich in der Indifferenz ... keine Zivilisation, keine Kultur, keine Moral, kein Mensch ... nur noch Tier, der Gewalt der Natur ausgeliefert.
Insofern ist die Frage nach der "Natur" des Menschen irrefuehrend.
Die Natur im Menschen ist das Tier und Schluss.


Dein Problem ist dass du verschiedene Tierarten mit dem Menschen vergleichst.
Die Natur der Ameise ist eine andere Natur als die des Menschen.
Und wer kontrolliert die Kontrolle?
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon Odin1506 » Fr 31. Mär 2017, 18:41

Natur des Menschen in einem Wort:
Zerstörerisch
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon Ammianus » Fr 31. Mär 2017, 19:54

Rote_Galaxie hat geschrieben:(31 Mar 2017, 18:09)

Sag ich doch dauernd. Der Leninismus als autoritäre Form des Sozialismus ist gescheitert was aber ist mit dem demokratischen Sozialismus?


Der war lange Zeit mein Traum und meine Hoffnung. Die DDR war mein Land, meine Heimat und ich wollte eine freie demokratische DDR – was für ein drolliger Doppelmoppel. Dann schien sich diese Hoffnung scheinbar zu erfüllen. Aber die Menschen wollten etwas ganz anderes und das war überall so, wo die poststalinistischen Systeme zusammenbrachen, sich mit einem Quieken aus der Geschichte verabschiedeten. Leute wie ich haben sich jahrelang selbst belogen. Denn in dem Moment, wo die Menschen die Freiheit haben sich wie auch immer zu entscheiden, da machen die das auch und damit muss man dann leben oder den Leuten die Freiheit wieder nehmen, weil man ja angeblich besser weiß, was für sie gut ist.
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon odiug » Fr 31. Mär 2017, 20:11

Rote_Galaxie hat geschrieben:(31 Mar 2017, 18:14)

Dein Problem ist dass du verschiedene Tierarten mit dem Menschen vergleichst.
Die Natur der Ameise ist eine andere Natur als die des Menschen.

Die Natur ist immer die Gleiche.
Sie macht keinen Unterschied zwischen einem Mensch und einer Ameise.
Nur der Mensch unterscheidet, sowohl die Ameise von der Laus, als auch sich von der Natur.
Und nein ... ich hab kein Problem.
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 31. Mär 2017, 20:54

Rote_Galaxie hat geschrieben:(31 Mar 2017, 18:14)

Dein Problem ist dass du verschiedene Tierarten mit dem Menschen vergleichst.
Die Natur der Ameise ist eine andere Natur als die des Menschen.

am ende ist aber alles doch dasselbe: die erhaltung der art. nur sehen wir dieses prinzip auf zig weisen.
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Re: Die Natur des Menschen!

Beitragvon BingoBurner » Fr 31. Mär 2017, 22:46

Rote_Galaxie hat geschrieben:(30 Mar 2017, 20:07)

In der Natur ist alles in Ordnung, jeder kleine Baustein ist Teil eines größeren Systems. D. h die Biomoleküle, aus denen das Leben entstammt, bestimmt den Verlauf der Biosphäre und umgekehrt.
Genauere Betrachtung verdient jedoch der Mensch. Als einziges Lebewesen in der Natur ist er fähig zur Vernunft was ihn vom Tier unterscheidet.
Die Frage die ich mir stelle ist folgende:" Welches Menschenbild, entspricht der Realität?" Ist der Mensch das "größte Raubtier" oder ist er zu Humanismus fähig,
zur Toleranz und Rücksichtsnahme.

In den Schriften vieler Philosophen wurden zwei Positionen klar, die eine ist die, dass der Mensch von Grund auf schlecht ist und soziale Bedingungen nur eingeht um Macht zu erlangen.
Die andere Position ist die, dass der Mensch zum Guten fähig ist und Teil in der natürlichen Ordnung übernimmt. Mann und Frau sind demnach durch die Natur geprägt,
jedoch überlässt die Natur beiden Geschlechtern die Wahl ihrer Geschlechterrollen.

Dass der Mann ein Kämpfer ist und die Frau "Heim und Herd" hütet ist historisch widerlegt da es genügend Beispiele dafür gibt dass auch Frauen kämpfen können.

Was denkt ihr über die Natur des Menschen?

Was ist die Natur des Menschen?
Was ist der Unterschied zwischen Mann und Frau?
Was ist die Rolle des Menschen in der Natur?



Was ist die Natur des Menschen ?

Wir ... sind die Neandertaler von Morgen !

Siehe auch Athronpologie
Soziologie
Biologie
Psychologie

Was ist der Unterschied zwischen Männer und Frauen ?

XX bzw. XY Chromosomen Paar !

Frauen besitzen einen "zustätzlichen" "genetischen Träger". Dies ist möglicherweise der Grund warum Frauen grundsätzlich älter
bzw. gesünder älter werden und "robuster" sind.

Siehe auch : Medizin
Epikgenetik
Anatomie
Genetik


Was ist die Rolle des Menschen in der Natur ?

Eine weitere Spezies wie z.b. der Tyrannosaurus Rex !

Siehe auch : Evoltionsbiologie
Geologie
Ozeanographie ffg.



Hier ein Tattoo das dieses verdeutlicht und bald äußerlich meinen Latissimus Dorsi zieren wird.

"I think" : http://blogs.discovermagazine.com/loom/ ... N5q1_mLSUk

Danke Darwin ;-)..........ich mach es aber im türkis.


Sind deine Fragen beantwortet ?



Der Rest, sprich z.b. Rollenverteilung, gesellschaftliches Konstrukt etc. ist letztlich ein Blah und Blub..........

Gegenfrage was hälst du vom Transhumanismus ?

Natur impliziert natürlich und "natürlich" als Aussage ist dämlich da letztlich auch ein Atomkraftwerk natürlich ist.
Was soll es auch sonst sein außer "natürlich" ? Verhalten sich die Atome dort unnatürlich ?

Du siehst die Antworten sind da. Nur gefallen diese nicht jeden.
Manche können die Welt nicht sehen wie sie ist
bzw. wollen es einfach nicht.....................................................keine Ahnung.

Weisheits letzter Schluss ? ........Jein.....da sich das Triebwerk Evolution weiter dreht.
Stichwort Selbstbefruchter z.b.....................Lass deiner Fantasie ein wenig Raum.

Mathematisch lässt sich das durch Potenzierung ausdrücken..........ziemlich simpel sogar.
x + x bzw. x mal x ist eben nicht x hoch y bzw x durch y....Wurzel.......Kontext bzw. Konsens klar ?

Aber da Mutter Natur eh 90 Prozent ihrer Arten aussterben lässt nun ja......wir wären kein Einzelfall.

Ich tippe auf Pilze..........kennt jeder von euch. Sprichwörlich vom/am/im eignen Leib.
Antibiotikum ? Die lachen sich 1....................

Menscheitsgeschichte ?

Ein kleines Flackern auf dem Radarschrim der Erde............manche Religionen prahlen mit 5000+ Jahre ihrer Geschichte......zum totlachen.
Das ist nicht mal ein Flackern...........das ist ein kurzes Glimmen mit viel pusten.....wenn überhaupt.




So long and thanks for all the fish.
Der Frühling ist endlich da.

Ansonsten, Dont Panic :
Wie hieß noch die Spezies die unverändert, selbst vor den Dinosaurier gelebt hat ?

Ihr kennt sie alle..........diese Mistviecher.
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A

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