Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?

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Hyde
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?

Beitragvon Hyde » Mo 27. Mär 2017, 14:03

Katenberg hat geschrieben:(16 Mar 2017, 22:29)
Es gibt wohl zwei Möglichkeiten, wie sich der Umbruch gestaltet: Entweder erleben wir eine große Katastrophe, die die Karten neu mischt, oder es bleibt bei Anspannung und es folgt bald eine Entspannung, ein goldenes Zeitalter, in welchem die Konflikte wohl nur auf Ökonomie begrenzt bleiben. Wie seht ihr das?


Die Ära der großen Kriege zwischen den Staaten ist vorbei. Dazu sind die Bevölkerungen heutzutage auch zu pazifistisch eingestellt. Von der Seite aus droht uns keine Gefahr mehr.

Nichtsdestotrotz liegt die größte und wichtigste Aufgabe in der Menschheitsgeschichte noch vor uns: die Bewältigung des Klimawandels.
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Adam Smith
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?

Beitragvon Adam Smith » Mo 27. Mär 2017, 14:30

schokoschendrezki hat geschrieben:(22 Mar 2017, 09:40)

So rein gefühlsmäßig würde ich die historische Einordnung der Gegenwart am ehesten mit der Epoche der Gegenreformation ab 1545 vergleichen. Die Frage ist bloß noch, ob uns Menschen der Schrecken und das Leid eines zweiten Dreißigjährigen Kriegs bevorsteht oder nicht.

In einigen Ländern (Syrien, Irak, Jemen, Afghanistan) gibt es ja fast vergleichbare Kriege. Und in weiteren Ländern könnte es sowas geben. In Afrika z.B.
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?

Beitragvon Occham » Mo 27. Mär 2017, 15:32

Hyde hat geschrieben:(27 Mar 2017, 15:03)

Die Ära der großen Kriege zwischen den Staaten ist vorbei. Dazu sind die Bevölkerungen heutzutage auch zu pazifistisch eingestellt. Von der Seite aus droht uns keine Gefahr mehr.

Naja, wenn die richtigen Themen thematisiert werden mag das zutreffen, wenn sie übergangen werden, könnte das bei einem Umbruch kontraproduktiv wirken. Aber betrachten wir es mal positiv: es wird ja viel diskutiert :)
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 27. Mär 2017, 17:23

Hyde hat geschrieben:(27 Mar 2017, 15:03)

Die Ära der großen Kriege zwischen den Staaten ist vorbei. Dazu sind die Bevölkerungen heutzutage auch zu pazifistisch eingestellt. Von der Seite aus droht uns keine Gefahr mehr.

Nichtsdestotrotz liegt die größte und wichtigste Aufgabe in der Menschheitsgeschichte noch vor uns: die Bewältigung des Klimawandels.


Der Erfolg der nationalistischen Populisten sollte dir zu denken geben. Mit ihren Lügen die die Menschen emotional erreichen könnte man auch heute Kriege auslösen. Die Entwicklungen in Amerika und vor allem der Türkei sind da eindrucksvolle Beispiele. Um an der Macht zu bleiben könnte z.B. die polnische Regierung durchaus die nationalistische Karte spielen.

Und man darf die Augen vor dem gewaltigen Bevölkerungswachstum in der dritten Welt nicht verschließen. Die Bevölkerung wird auf 11 Milliarden anwachsen. Die wollen alle gut leben. Die kommen zu uns. Früher oder später wird dies die Möglichkeiten der Integration sprengen. Nicht heute oder morgen. Aber man muß in einigen Jahrzehnten das Mittelmeer militärisch abriegeln. Das stört mich durchaus ist aber unvermeidbar.
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?

Beitragvon H2O » Mo 27. Mär 2017, 21:04

Alter Stubentiger hat geschrieben:(27 Mar 2017, 18:23)

Der Erfolg der nationalistischen Populisten sollte dir zu denken geben. Mit ihren Lügen die die Menschen emotional erreichen könnte man auch heute Kriege auslösen. Die Entwicklungen in Amerika und vor allem der Türkei sind da eindrucksvolle Beispiele. Um an der Macht zu bleiben könnte z.B. die polnische Regierung durchaus die nationalistische Karte spielen.

Und man darf die Augen vor dem gewaltigen Bevölkerungswachstum in der dritten Welt nicht verschließen. Die Bevölkerung wird auf 11 Milliarden anwachsen. Die wollen alle gut leben. Die kommen zu uns. Früher oder später wird dies die Möglichkeiten der Integration sprengen. Nicht heute oder morgen. Aber man muß in einigen Jahrzehnten das Mittelmeer militärisch abriegeln. Das stört mich durchaus ist aber unvermeidbar.

Hier möchte ich gern das mir bekannte polnische Volk in Schutz nehmen; ich glaube nicht, daß "die nationale Karte" eine Regierung nach groben Fehlleistungen retten würde. Noch weniger werden die Polen einer solchen Regierung den Eintritt in einen nationalen Krieg erlauben.

Das erkennen Sie schon an den fortgesetzten Protesten der polnischen bürgerlichen Opposition gegen die Abschaffung der Gewaltenteilung und der Haltung der polnischen Regierung zur Entwicklung der EU. Der Gegenwind in der EU gegen Zumutungen der polnischen Regierung gegenüber den EU-Partnern hat schon gewirkt.

Eine Entwicklung gemäß Ihren Befürchtungen wäre im Falle Polens doch eine ziemliche Überraschung. Die Gegenkräfte wären ganz einfach zu stark.

Bitte nicht vergessen, daß die Regierung Kaczyński/PiS keine Riesenmehrheit hinter sich hat, obwohl Wahlumfragen sie immer mit sehr guten Zustimmungswerten beglücken. Wenn sie zugesagte soziale Leistungen nicht mehr aus dem Staatshaushalt erfüllen kann, dann wird es so viele Proteste geben, daß die Regierung sich nicht wird halten können.
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?

Beitragvon Boraiel » Mo 27. Mär 2017, 21:20

Hyde hat geschrieben:(27 Mar 2017, 15:03)

Die Ära der großen Kriege zwischen den Staaten ist vorbei. Dazu sind die Bevölkerungen heutzutage auch zu pazifistisch eingestellt. Von der Seite aus droht uns keine Gefahr mehr.

Nichtsdestotrotz liegt die größte und wichtigste Aufgabe in der Menschheitsgeschichte noch vor uns: die Bewältigung des Klimawandels.

Wow, wow, wow.
Was eine groteske Herabwürdigung der bisherigen Leistungen der Menschheit.
Libertatis veritatisque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?

Beitragvon Occham » Mo 27. Mär 2017, 21:25

Alter Stubentiger hat geschrieben:(27 Mar 2017, 18:23)

Und man darf die Augen vor dem gewaltigen Bevölkerungswachstum in der dritten Welt nicht verschließen. Die Bevölkerung wird auf 11 Milliarden anwachsen. Die wollen alle gut leben. Die kommen zu uns. Früher oder später wird dies die Möglichkeiten der Integration sprengen. Nicht heute oder morgen. Aber man muß in einigen Jahrzehnten das Mittelmeer militärisch abriegeln. Das stört mich durchaus ist aber unvermeidbar.

Nun gibt es auch Bevölkerungsrückgänge und wenn man mal irgendwann weiss, welchen Impuls man dafür legen muss, dann lässt sich die Katastrophe auch friedlich umschiffen.
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 28. Mär 2017, 07:28

H2O hat geschrieben:(27 Mar 2017, 22:04)

Hier möchte ich gern das mir bekannte polnische Volk in Schutz nehmen; ich glaube nicht, daß "die nationale Karte" eine Regierung nach groben Fehlleistungen retten würde. Noch weniger werden die Polen einer solchen Regierung den Eintritt in einen nationalen Krieg erlauben.

Das erkennen Sie schon an den fortgesetzten Protesten der polnischen bürgerlichen Opposition gegen die Abschaffung der Gewaltenteilung und der Haltung der polnischen Regierung zur Entwicklung der EU. Der Gegenwind in der EU gegen Zumutungen der polnischen Regierung gegenüber den EU-Partnern hat schon gewirkt.

Eine Entwicklung gemäß Ihren Befürchtungen wäre im Falle Polens doch eine ziemliche Überraschung. Die Gegenkräfte wären ganz einfach zu stark.

Bitte nicht vergessen, daß die Regierung Kaczyński/PiS keine Riesenmehrheit hinter sich hat, obwohl Wahlumfragen sie immer mit sehr guten Zustimmungswerten beglücken. Wenn sie zugesagte soziale Leistungen nicht mehr aus dem Staatshaushalt erfüllen kann, dann wird es so viele Proteste geben, daß die Regierung sich nicht wird halten können.


Wenn sie die Medien kontrollieren, und daran arbeiten sie sehr intensiv, können sie alle Verantwortung für eine wirtschaftliche Talfahrt auf ausländische Mächte, die Märkte oder Saboteure schieben. Tatkräftig unterstützt von social bots hat eine entsprechend skrupellose Regierung einen gewaltigen Hebel. Was denkst du warum auch Donald Trump den Medien den Krieg erklärt hat? Es ist überall dasselbe Muster. Erst die Medien und die Justiz entmachten um dann freie Bahn für eine glorreiche Selbstdarstellung zu haben.
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 28. Mär 2017, 07:32

Occham hat geschrieben:(27 Mar 2017, 22:25)

Nun gibt es auch Bevölkerungsrückgänge und wenn man mal irgendwann weiß, welchen Impuls man dafür legen muss, dann lässt sich die Katastrophe auch friedlich umschiffen.

Theoretisch geht immer sehr viel. Ich bin Praktiker. Es gibt eben auch viele Leute die am Status Quo interessiert sind. Hier und in Afrika. Eine unheilige Allianz die deine Friedensvision unrealistisch erscheinen lässt. Es wird hässlich werden. Es gibt niemanden der das mehr bedauert als ich.
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?

Beitragvon H2O » Di 28. Mär 2017, 07:38

Alter Stubentiger hat geschrieben:(28 Mar 2017, 08:28)

Wenn sie die Medien kontrollieren, und daran arbeiten sie sehr intensiv, können sie alle Verantwortung für eine wirtschaftliche Talfahrt auf ausländische Mächte, die Märkte oder Saboteure schieben. Tatkräftig unterstützt von social bots hat eine entsprechend skrupellose Regierung einen gewaltigen Hebel. Was denkst du warum auch Donald Trump den Medien den Krieg erklärt hat? Es ist überall dasselbe Muster. Erst die Medien und die Justiz entmachten um dann freie Bahn für eine glorreiche Selbstdarstellung zu haben.


So weit ist man in Polen noch nicht gekommen. Wenn es dem Volk reicht, dann wird "die Straße" so mächtig, daß auch diese Regierung den Schwanz einzieht und davon schleicht. Beim Thema "Abtreibungsverbot auch nach Vergewaltigung" war es so weit. Aber auch in Polen dauert eine Legislaturperiode 4 Jahre. Dazwischen gibt es wenig Möglichkeiten, die politische Macht anders zu vergeben.
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?

Beitragvon Occham » Di 28. Mär 2017, 08:11

Alter Stubentiger hat geschrieben:(28 Mar 2017, 08:32)

Theoretisch geht immer sehr viel. Ich bin Praktiker. Es gibt eben auch viele Leute die am Status Quo interessiert sind. Hier und in Afrika. Eine unheilige Allianz die deine Friedensvision unrealistisch erscheinen lässt. Es wird hässlich werden. Es gibt niemanden der das mehr bedauert als ich.

Mensch ändern sich, Zeiten ändern sich und am Besten auch du, da eine Multikultigesellschaft das Mittelmeer nicht Abschotten wird. Wenn du unschöne Zeiten meinst zu erkennen, dann beschäftige dich mit der Soziologie des Ortes wo es unschön wird und überleg dir so, welche Impulse gelegt werden sollten, damit es nicht zu dem kommt, was du meinst was uns erwarten wird. Auf diese Weise wird dir keiner Steine in den Weg legen... überhaupt hab ich so das Gefühl, das du irgendwie keine Vorstellung davon hast, wie praktisch mit Erfindungsreichtum Menschen werden, wenn es um ihr eigenes Überleben geht.
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 28. Mär 2017, 10:24

Occham hat geschrieben:(28 Mar 2017, 09:11)

Mensch ändern sich, Zeiten ändern sich und am Besten auch du, da eine Multikultigesellschaft das Mittelmeer nicht Abschotten wird. Wenn du unschöne Zeiten meinst zu erkennen, dann beschäftige dich mit der Soziologie des Ortes wo es unschön wird und überleg dir so, welche Impulse gelegt werden sollten, damit es nicht zu dem kommt, was du meinst was uns erwarten wird. Auf diese Weise wird dir keiner Steine in den Weg legen... überhaupt hab ich so das Gefühl, das du irgendwie keine Vorstellung davon hast, wie praktisch mit Erfindungsreichtum Menschen werden, wenn es um ihr eigenes Überleben geht.

Was soll Menschen aufhalten die nichts zu verlieren haben? Soziologie? Lachhaft. Soziologie ist ein Laberfach.
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?r

Beitragvon Occham » Di 28. Mär 2017, 11:08

Alter Stubentiger hat geschrieben:(28 Mar 2017, 11:24)

Was soll Menschen aufhalten die nichts zu verlieren haben? Soziologie? Lachhaft. Soziologie ist ein Laberfach.

Dazu kann ich nur sagen: vielleicht. Bei dem letzten Flüchtlingsstrom gab es übrigens Menschen, die den Flüchtlingen extra mit ihren Auto hinterhergefahren sind, was ich übrigens sehr rührend fand. Soviel zum Thema wie realistisch deine Vorstellung von Grenzen tatsächlich sind. Also lass dir Was für die Ursachen einfallen und nicht für sie Sympome.

Von mir gibs für dich im Fach Soziologie sie Note 6-

:)
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?r

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 28. Mär 2017, 11:47

Occham hat geschrieben:(28 Mar 2017, 12:08)

Dazu kann ich nur sagen: vielleicht. Bei dem letzten Flüchtlingsstrom gab es übrigens Menschen, die den Flüchtlingen extra mit ihren Auto hinterhergefahren sind, was ich übrigens sehr rührend fand. Soviel zum Thema wie realistisch deine Vorstellung von Grenzen tatsächlich sind. Also lass dir Was für die Ursachen einfallen und nicht für sie Sympome.

Von mir gibs für dich im Fach Soziologie sie Note 6-

:)

Was jetzt an Flüchtlingen kam war zwar eine Menge. Aber durchaus noch im Rahmen dessen was man bewältigen kann. Versuche doch mal deine Vorstellungskraft einzusetzen. Es werden in ein paar Jahrzehnten 11 Milliarden Menschen sein. Und viele in Regionen die heute schon arm sind werden zusätzlich durch den Klimawandel betroffen sein. Dann erst werden wirklich, also wirklich viele Flüchtlinge kommen wollen. Das wird Europa dann tatsächlich überfordern. Du kannst die Probleme Afrikas nicht lösen indem du jeden einlädst nach Europa zu kommen. Und es ist nicht meine Aufgabe die Probleme Afrikas zu lösen. Das müßen die Afrikaner schon selber tun. Klar kann man versuchen mit einem Marschallplan für Afrika die Entwicklung in die richtige Richtung zu bringen. Ich denke aber es wird nicht gelingen. Die Zeit arbeitet gegen uns.
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?r

Beitragvon Occham » Di 28. Mär 2017, 14:25

Alter Stubentiger hat geschrieben:(28 Mar 2017, 12:47)

Was jetzt an Flüchtlingen kam war zwar eine Menge. Aber durchaus noch im Rahmen dessen was man bewältigen kann. Versuche doch mal deine Vorstellungskraft einzusetzen. Es werden in ein paar Jahrzehnten 11 Milliarden Menschen sein. Und viele in Regionen die heute schon arm sind werden zusätzlich durch den Klimawandel betroffen sein. Dann erst werden wirklich, also wirklich viele Flüchtlinge kommen wollen. Das wird Europa dann tatsächlich überfordern. Du kannst die Probleme Afrikas nicht lösen indem du jeden einlädst nach Europa zu kommen. Und es ist nicht meine Aufgabe die Probleme Afrikas zu lösen. Das müßen die Afrikaner schon selber tun. Klar kann man versuchen mit einem Marschallplan für Afrika die Entwicklung in die richtige Richtung zu bringen. Ich denke aber es wird nicht gelingen. Die Zeit arbeitet gegen uns.

Ich bin ja durchaus offen für den Gedanken einer Bevölkerungsexplosion, doch ich betrachte das auch realistisch… wenn Menschen überleben wollen, kommen die Überlebensbündnisse und gegen solche Bündnisse müssen wir dann vielleicht kämpfen? Halt ich nichts von, vor allem weil dann irgendein Kriegstreiber vielleicht auch noch Waffen in diese Bündnisse schmeisst? Deswegen, wenn man es nicht gleich richtig macht, kommen nach und nach mehr Probleme hinzu, die sich immer weiter addieren.

Also mach deine Hausaufgaben gefälligst ordentlicher! Hinter Soziologie steckt mehr, als „nur“ ein Laberfach!

Und was den Klimawandel betrifft, den halte ich für eine Propagandamaschinerie, wobei ich durchaus offen dafür wäre, die Erkenntnisse diesbezüglich auf den Prüfstand auszuwerten.
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?r

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 28. Mär 2017, 14:33

Occham hat geschrieben:(28 Mar 2017, 15:25)

Ich bin ja durchaus offen für den Gedanken einer Bevölkerungsexplosion, doch ich betrachte das auch realistisch… wenn Menschen überleben wollen, kommen die Überlebensbündnisse und gegen solche Bündnisse müssen wir dann vielleicht kämpfen? Halt ich nichts von, vor allem weil dann irgendein Kriegstreiber vielleicht auch noch Waffen in diese Bündnisse schmeisst? Deswegen, wenn man es nicht gleich richtig macht, kommen nach und nach mehr Probleme hinzu, die sich immer weiter addieren.

Also mach deine Hausaufgaben gefälligst ordentlicher! Hinter Soziologie steckt mehr, als „nur“ ein Laberfach!

Und was den Klimawandel betrifft, den halte ich für eine Propagandamaschinerie, wobei ich durchaus offen dafür wäre, die Erkenntnisse diesbezüglich auf den Prüfstand auszuwerten.


Ich habe einige Soziologiestudenten im Sportverein kennengelernt.......
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?r

Beitragvon Bielefeld09 » Di 28. Mär 2017, 19:58

Alter Stubentiger hat geschrieben:(28 Mar 2017, 15:33)

Ich habe einige Soziologiestudenten im Sportverein kennengelernt.......

Und haben die aus der Geschichte gelernt?
Oder begreifen die unsere Gegenwart als Chance und auch Risiko?
Oder haben die nur Sport gemacht?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 28. Mär 2017, 22:43

H2O hat geschrieben:(27 Mar 2017, 22:04)
Hier möchte ich gern das mir bekannte polnische Volk in Schutz nehmen; ich glaube nicht, daß "die nationale Karte" eine Regierung nach groben Fehlleistungen retten würde. Noch weniger werden die Polen einer solchen Regierung den Eintritt in einen nationalen Krieg erlauben.

Das russische Volk erlaubt seiner Regierung trotz gravierender sozialer und ökonomischer Fehlleistungen durchaus den verdeckten Eintritt in den einen und den offenen Eintritt in den anderen Krieg. Ich hörte vor einiger Zeit ein ziemlich verstörendes Interview mit einem - durchaus gebildeten - russischen Rentner, der darüber berichtete, dass er seine Herzmedikamente nicht mehr bezahlen könne, das Interview aber abbrechen musste, weil er dringend zu einer großen Pro-Putin-Demo musste ... Ist das polnische Volk in seiner Gesamtheit rationaler und quasi egoistischer? Wer das Feature "Kaczynski"-Land vor 4 Tagen im Deutschlandradio hörte, wird das schwerlich glauben. Es gibt in Polen wie auch in der Türkei, Russland, Ungarn etc. eine ganze Reihe herausragender kritischer oppositioneller Künstler, Literaten, Regisseure, Intellektuelle ... aber sie sind dennoch in der Minderheit. Und es läuft in allen genannten Ländern gerade eine ziemliche Schmutzkampagne gegen sie. Man darf es nicht an der Ethnie festmachen, das ist ja Unsinn, sondern systemisch sehen: Es gibt eine weltweite Renaissance von Religion, Nationalismus und Irrationalismus. Deswegen auch der Vergleich mit der Gegenreformation. Dass das in Weltgegenden wie Skandinavien nicht so deutlich hervortritt, dürfte mindestens auch an der langen Tradition der Harmoniebedürftigkeit liegen. Gestern hieß es in einem Kommentar dazu: Diese Länder funktionieren wie große Dörfer: Jeder passt auf den anderen auf. Im sehr positiven wie auch im sehr sehr negativen Sinn einer solchen Aussage.
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?r

Beitragvon schokoschendrezki » Di 28. Mär 2017, 22:56

Alter Stubentiger hat geschrieben:(28 Mar 2017, 12:47)

Was jetzt an Flüchtlingen kam war zwar eine Menge. Aber durchaus noch im Rahmen dessen was man bewältigen kann. Versuche doch mal deine Vorstellungskraft einzusetzen. Es werden in ein paar Jahrzehnten 11 Milliarden Menschen sein. Und viele in Regionen die heute schon arm sind werden zusätzlich durch den Klimawandel betroffen sein. Dann erst werden wirklich, also wirklich viele Flüchtlinge kommen wollen. Das wird Europa dann tatsächlich überfordern. Du kannst die Probleme Afrikas nicht lösen indem du jeden einlädst nach Europa zu kommen. Und es ist nicht meine Aufgabe die Probleme Afrikas zu lösen. Das müßen die Afrikaner schon selber tun. Klar kann man versuchen mit einem Marschallplan für Afrika die Entwicklung in die richtige Richtung zu bringen. Ich denke aber es wird nicht gelingen. Die Zeit arbeitet gegen uns.


In den fünfziger bis frühen achziger Jahren stand bei den Bevölkerungsexplosionsdystopien in der Regel China im Mittelpunkt. Es ist nicht etwa die Ein-Kind-Politik Chinas, die eine solche Dystopie verhindert hat. Das ist chinesische STaatspropaganda. Es ist gan einfach eine lange bestätigte Tatsache, dass die Geburtenzahl nicht linear wächst sondern mit wachsendem Wohlstand gesetzmäßig und unweigerlich ganz von selbst zurückgeht. Chinas Ein-Kind-Politik war ein völlig unnötiger und grausamer staatlicher Eingriff.

Es braucht für Afrika auch keinen Mashall-Plan. Zumindest solange die reichen Europäer in Afrika mit dem Export von subventionierten Geflügelresten selbst schon ein Gewerbetreiben auf allerniedrigstgem Niveau sabotieren.
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Re: Große Katastrophe oder Goldenes Zeitalter?

Beitragvon H2O » Di 28. Mär 2017, 23:18

schokoschendrezki hat geschrieben:(28 Mar 2017, 23:43)

Das russische Volk erlaubt seiner Regierung trotz gravierender sozialer und ökonomischer Fehlleistungen durchaus den verdeckten Eintritt in den einen und den offenen Eintritt in den anderen Krieg. Ich hörte vor einiger Zeit ein ziemlich verstörendes Interview mit einem - durchaus gebildeten - russischen Rentner, der darüber berichtete, dass er seine Herzmedikamente nicht mehr bezahlen könne, das Interview aber abbrechen musste, weil er dringend zu einer großen Pro-Putin-Demo musste ... Ist das polnische Volk in seiner Gesamtheit rationaler und quasi egoistischer? Wer das Feature "Kaczynski"-Land vor 4 Tagen im Deutschlandradio hörte, wird das schwerlich glauben. Es gibt in Polen wie auch in der Türkei, Russland, Ungarn etc. eine ganze Reihe herausragender kritischer oppositioneller Künstler, Literaten, Regisseure, Intellektuelle ... aber sie sind dennoch in der Minderheit. Und es läuft in allen genannten Ländern gerade eine ziemliche Schmutzkampagne gegen sie. Man darf es nicht an der Ethnie festmachen, das ist ja Unsinn, sondern systemisch sehen: Es gibt eine weltweite Renaissance von Religion, Nationalismus und Irrationalismus. Deswegen auch der Vergleich mit der Gegenreformation. Dass das in Weltgegenden wie Skandinavien nicht so deutlich hervortritt, dürfte mindestens auch an der langen Tradition der Harmoniebedürftigkeit liegen. Gestern hieß es in einem Kommentar dazu: Diese Länder funktionieren wie große Dörfer: Jeder passt auf den anderen auf. Im sehr positiven wie auch im sehr sehr negativen Sinn einer solchen Aussage.


Ja, diese Sendung im Deutschlandfunk über das Kaczyński-Land habe ich auch gehört. Das war sehr bedrückend dargestellt. Aber ich glaube aus meiner Beobachtung und Kenntnisnahme von Beiträgen der Rzeczpospolita doch, daß die Polen aufmucken, wenn ihnen die Sache zu bunt wird. Da wollten Ideologen der PiS ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen selbst bei Opfen angezeigter Vergewaltigungen einführen. Ein, zwei ganz große Frauendemos, und dann hatte sich das Thema erledigt.

Was einen Krieg betrifft, dann dürfte die NATO wohl einen Daumen draufhalten, aber auch ansonsten glaube ich nicht, daß die Polen sich so leicht in einen Krieg schicken lassen, den man auch vermeiden könnte.

Ähnlich auch der Zank mit der EU-Kommission und in der EU. Wenn Polen da durch eigene Willkür abgehängt wird oder gar die EU verlassen wollte, dann gäbe das wohl einen kleinen Volksaufstand.

Aber Sie haben Recht, der Vortrag über Kaczyński-Land brachte mich auch nicht gerade in Hochstimmung!

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