germanische, ungarische und türkische runen

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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Alexyessin » Fr 24. Feb 2017, 17:06

Dark Angel hat geschrieben:(24 Feb 2017, 16:43)

Gimbutas ist nicht nur die mit der Kurgangeschichte, sondern auch die mit der "Vinca-Kultur", die sie als matrifokale Kultur (proto-indoeuropäische Kultur) definiert, welche durch die Invasion "patriarchaler Kurganvölker" zerstört wurde.


Vincakultur gut und schön, aber ich dachte gerade Gimbutas wäre diejenige, die die Indoeuropäer in der, und das scheint ja großteils Lehrmeinung zu sein, pontischen Steppe als Urheimat verzeichnet. Wie dann der Umschwung auf die angebliche proto-indoeuropäische Kultur Vinca.

Dark Angel hat geschrieben:(24 Feb 2017, 16:43)
Haarmann setzt seine "Donauzivilisation" bis zu einem gewissen Grad mit der "Vinca-Kultur" gleich und folgt vollständig Gimbutas' Thesen der "patriarchalen" Invasion und damit der Zerstörung der matrifokalen [gerechtigkeitsorientierten, auf "Gleichberechtigung der Geschlechter basierenden" egalitäten Kultur, mit teilweiser Tendenz zur weiblichen Dominanz (Gimbutas)]. Den Widerspruch in Gimbutas' Aussagen übernimmt Haarmann.
Haarmann postuliert mit seinem vollständigen Bezug auf Gimbutas, deren Thesen und Postulate als einzig haltbare Theorie und glaubt damit die Hypothese des britischen Archäologen Colin Renfrew widerlegt zu haben.


Haarmann geht von einer Ackerbaukultur aus, die dort bestanden haben soll und extrahiert das im Liguistischen, zum Beispiel das alte Griechisch. Und er verbeißt sich irgendwo in der Mutter-Gottheit These, das weiß ich auch, aber, nur am Rande, es gab ja die Überlagerung durch die Indoeuropäischen Hirten im Balkan und im Donauunterlauf. Oder ist das jetzt auch nicht richtig ( bzg. von der Theorie grundsätzlich falsch )?
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Dark Angel » Fr 24. Feb 2017, 17:42

Alexyessin hat geschrieben:(24 Feb 2017, 17:06)

Vincakultur gut und schön, aber ich dachte gerade Gimbutas wäre diejenige, die die Indoeuropäer in der, und das scheint ja großteils Lehrmeinung zu sein, pontischen Steppe als Urheimat verzeichnet. Wie dann der Umschwung auf die angebliche proto-indoeuropäische Kultur Vinca.



Haarmann geht von einer Ackerbaukultur aus, die dort bestanden haben soll und extrahiert das im Liguistischen, zum Beispiel das alte Griechisch. Und er verbeißt sich irgendwo in der Mutter-Gottheit These, das weiß ich auch, aber, nur am Rande, es gab ja die Überlagerung durch die Indoeuropäischen Hirten im Balkan und im Donauunterlauf. Oder ist das jetzt auch nicht richtig ( bzg. von der Theorie grundsätzlich falsch )?

Ähem weil das grade zur Sprache kommt - ich bin da - in anderem Zusammenhang - auf einiges Interessantes gestoßen, betreffs Sprachentwicklung, Wanderungen etc.
Muss da noch etwas im Zusammenhang mit Haarmanns und Gimbutas' Thesen/Postulaten recherchieren und mache dann einen Thread im Geschichtsforum auf.
Jetzt müsste ich mehr oder weniger im Trüben fischen. ;)
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Alexyessin » Fr 24. Feb 2017, 17:44

Dark Angel hat geschrieben:(24 Feb 2017, 17:42)

Ähem weil das grade zur Sprache kommt - ich bin da - in anderem Zusammenhang - auf einiges Interessantes gestoßen, betreffs Sprachentwicklung, Wanderungen etc.
Muss da noch etwas im Zusammenhang mit Haarmanns und Gimbutas' Thesen/Postulaten recherchieren und mache dann einen Thread im Geschichtsforum auf.
Jetzt müsste ich mehr oder weniger im Trüben fischen. ;)


Mach des, ich bin da ein abitionierter Laie, aber immer sehr interessiert. ( Muss nur mal meine Fachbücher sortieren.... )
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Jekyll » Fr 24. Feb 2017, 21:40

Alles sicher sehr interessant, aber treibt ihr da nicht bißchen von der ursprünglichen Frage des Threaderstellers ab?
Kahn hat es begriffen => https://youtu.be/GMnBOQAxe4c
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Ammianus » Fr 24. Feb 2017, 22:57

Na ja, von der ganzen Runensache hat hier wohl niemand so richtig Ahnung und wenn man was lernt, dann, dass man sich bei Sachen wo die Ahnung fehlt etwas zurückhält. Dieser Haarmann ist da ein gutes Beispiel. Laut Wiki-Artikel hat er wohl irgendwie Vorgeschichte studiert, aber wenn es um archäologische Kulturen geht, dann macht der sein eigenes Ding auf um sich eine Donau-Zivilisation herbei zu fantasieren. Cucuteni-Tripolje, Lengyel und Vinca als eine Zivilisation und beim Wiki-Artikel zur "Donauzivilisation" gibts eine Karte, welche die Kulturverteilung "Europa um 4500-4000 v. Chr. (Donauzivilisation gelb)" zeigen soll. Gelb wird da als Donauzivilisation bezeichnet. Auf der Karte steht aber, und das stimmt mit der Realiät überein, dass es die Linienbandkeramiker sind, deren Kultur sich relativ einheitlich vom Pariser Becken bis in die Westukraine erstreckt - aber um das Jahr 5000 v. Chr.
Wir lernen: Haarman hat keine Ahnung oder will keine Ahnung haben und der Ersteller des Wiki-Artikels auch nicht.
Das kommt dann dabei raus.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Alexyessin » Sa 25. Feb 2017, 20:52

Ammianus hat geschrieben:(24 Feb 2017, 22:57)

Na ja, von der ganzen Runensache hat hier wohl niemand so richtig Ahnung und wenn man was lernt, dann, dass man sich bei Sachen wo die Ahnung fehlt etwas zurückhält. Dieser Haarmann ist da ein gutes Beispiel. Laut Wiki-Artikel hat er wohl irgendwie Vorgeschichte studiert, aber wenn es um archäologische Kulturen geht, dann macht der sein eigenes Ding auf um sich eine Donau-Zivilisation herbei zu fantasieren. Cucuteni-Tripolje, Lengyel und Vinca als eine Zivilisation und beim Wiki-Artikel zur "Donauzivilisation" gibts eine Karte, welche die Kulturverteilung "Europa um 4500-4000 v. Chr. (Donauzivilisation gelb)" zeigen soll. Gelb wird da als Donauzivilisation bezeichnet. Auf der Karte steht aber, und das stimmt mit der Realiät überein, dass es die Linienbandkeramiker sind, deren Kultur sich relativ einheitlich vom Pariser Becken bis in die Westukraine erstreckt - aber um das Jahr 5000 v. Chr.
Wir lernen: Haarman hat keine Ahnung oder will keine Ahnung haben und der Ersteller des Wiki-Artikels auch nicht.
Das kommt dann dabei raus.


Haarmann vermutet aber früher. ca. 7000 v.B.Z
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Ammianus » So 26. Feb 2017, 00:40

Da bewegt er sich wohl langsam in Richtung von Däniken, falls er die Bandkeramiker so datieren will. Oder eben Heinssohn und Illig, die als jeweils fachfremde glauben die Chronologie revolutionieren zu müssen. Dabei wird dann alles, was nicht ins Schema passt einfach abgelehnt. 14C - nö, wollen wir nicht ist falsch, Dendro - nein, nein …

Tatsächlich wurden in den letzten Jahrzehnten eine ganze Reihe bandkeramischer Brunnen ergraben. Teilweise haben sich die Hölzer unterhalb des Grundwasserspiegels sehr gut erhalten, so dass man mit der Baumringmethode sichere und präzise Datierungen bekam. Die Brunnen wiederum bilden zusammen mit den Siedlungen in denen sie angelegt waren durch Hausgrundrisse, Keramik und Werkzeuge einen sehr guten Datierungszusammenhang.
Was mich bei diesen Brunnen besonders gefreut hat ist, dass sie die doch für diese Zeit relativ hohe Fähigkeiten im Umgang mit Holz bei den Erbauern zeigen. In früheren Rekonstruktionen waren bandkeramische Häuser teilweise als äußerst primitiv, aus mit Stricken zusammengeschusterten unbehauenen Stämmen errichtet, dargestellt. Das dürfte sich nun erledigt haben. Wir werden zwar nie erfahren, wie bandkeramische Häuser oberirdisch aussahen, ein wenig mehr wissen wir allerdings schon.

Da fällt mir gerade was ein! Schreibt Haarmann v. Christus oder vor heute? (BC oder BP) - wenn er "before Present" meint, dann würde es nämlich stimmen. Das wird oft gemacht, wenn es um Radiokarbonmessungen geht.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Jekyll » So 26. Feb 2017, 01:09

Alexyessin hat geschrieben:(19 Feb 2017, 19:28)

Da fehlen aber bei den Tocharern die Runen.
Mag sein, war eine erste Idee, eine Erklärung für den vom Treadersteller vermuteten Zusammenhang (Germanen <=> Türken) überhaupt zu finden.

Als einen anderen Erklärungsansatz könnte ich die Hunnen anbieten; unter deren Herrschaft/Einflussbereich gerieten auch Germanenstämme, die der Runenschrift mächtig waren. Auf der anderen Seite gibt es eine Verbindung zwischen Hunnen und Türken (bzw. Menschen, die später mal zu Türken werden sollten). Unter dieser Oberherrschaft der Hunnen könnten die Proto-Türken in Kontakt mit den germanischen Runen gekommen sein.
Kahn hat es begriffen => https://youtu.be/GMnBOQAxe4c
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Dark Angel » So 26. Feb 2017, 14:26

Ammianus hat geschrieben:(26 Feb 2017, 00:40)

Da bewegt er sich wohl langsam in Richtung von Däniken, falls er die Bandkeramiker so datieren will. Oder eben Heinssohn und Illig, die als jeweils fachfremde glauben die Chronologie revolutionieren zu müssen. Dabei wird dann alles, was nicht ins Schema passt einfach abgelehnt. 14C - nö, wollen wir nicht ist falsch, Dendro - nein, nein …

Tatsächlich wurden in den letzten Jahrzehnten eine ganze Reihe bandkeramischer Brunnen ergraben. Teilweise haben sich die Hölzer unterhalb des Grundwasserspiegels sehr gut erhalten, so dass man mit der Baumringmethode sichere und präzise Datierungen bekam. Die Brunnen wiederum bilden zusammen mit den Siedlungen in denen sie angelegt waren durch Hausgrundrisse, Keramik und Werkzeuge einen sehr guten Datierungszusammenhang.
Was mich bei diesen Brunnen besonders gefreut hat ist, dass sie die doch für diese Zeit relativ hohe Fähigkeiten im Umgang mit Holz bei den Erbauern zeigen. In früheren Rekonstruktionen waren bandkeramische Häuser teilweise als äußerst primitiv, aus mit Stricken zusammengeschusterten unbehauenen Stämmen errichtet, dargestellt. Das dürfte sich nun erledigt haben. Wir werden zwar nie erfahren, wie bandkeramische Häuser oberirdisch aussahen, ein wenig mehr wissen wir allerdings schon.

Da fällt mir gerade was ein! Schreibt Haarmann v. Christus oder vor heute? (BC oder BP) - wenn er "before Present" meint, dann würde es nämlich stimmen. Das wird oft gemacht, wenn es um Radiokarbonmessungen geht.

Haarmann spricht vom 6. bis 4. Jahrtausend BC bzw bc.
Schlimmer noch er nimmt die, von Pitman und Ryan aufgestellte "Sintflut-These" als bewiesen an und spricht davon, die Kultur habe sich "über eine Landbrücke ausgebreitet, die vor 7000 Jahren noch vorhanden gewesen sei.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Ammianus » So 26. Feb 2017, 15:49

Mit Vorbehalt, da ich von Haarmanns Vorstellungen nur aus 2. Hand etwas weiß:

6. und 5. Jahrtausend für die Bandkeramik ist ja die heute allgemein gültige Auffassung, die auch durch so ziemlich alle Methodiken bestätigt wird.
Aber das es zur Kulturausbreitung einer Landbrücke zwischen Europa und Kleinasien bedarf, ist so ziemlich Blödsinn. In der Ägäis sieht man vom türkischen Festland aus Inseln und ist man erst mal dort, dann sieht man schon die Nächsten. Über den Bosporus braucht man in dem Zusammenhang gar nicht sprechen.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Alexyessin » Fr 3. Mär 2017, 15:18

Dark Angel hat geschrieben:(26 Feb 2017, 14:26)

Haarmann spricht vom 6. bis 4. Jahrtausend BC bzw bc.
Schlimmer noch er nimmt die, von Pitman und Ryan aufgestellte "Sintflut-These" als bewiesen an und spricht davon, die Kultur habe sich "über eine Landbrücke ausgebreitet, die vor 7000 Jahren noch vorhanden gewesen sei.


Die Sintflutthese ( also die Schwarzmeerüberflutung ) ist doch bewiesen.
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Dark Angel » Fr 3. Mär 2017, 19:22

Alexyessin hat geschrieben:(03 Mar 2017, 15:18)

Die Sintflutthese ( also die Schwarzmeerüberflutung ) ist doch bewiesen.

Nein, ist sie nicht. Ganz im Gegenteil - für die Katastrophen-Theorie von Ryan und Pitman gibt es keine Belege:
Teofilo Abrajano vom Rensselaer Polytechnic Institute in New York schienen ihre Argumente nie ganz schlüssig und so brach er selbst auf, um diese Theorie zu überprüfen. Die Sedimente des Schwarzen Meeres wurden gründlich untersucht und über 60 Bohrkerne entnommen. 47 davon wurden mit der C14-Methode datiert.

Dabei fanden Abrajano und sein Team an keiner Stelle chaotische Sedimente, die auf ein plötzliches Einströmen von gewaltigen Wassermassen hinweisen würden. Die Forschergruppe entdeckten vielmehr südlich des Bosporus ein Delta. Somit war klar, daß während letzten Eiszeit Wasser aus dem Schwarzen Meer ausfloß, die Landbrücke somit nicht existierte.


[url=http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/ueberschwemmung-vor-ueber-100000-jahren-1661/?sword_list[]=sintflut&sword_list[]=im&sword_list[]=schwarzen&sword_list[]=meer&no_cache=1]
In den neuen Bohrkernen hebt sich dieser ältere Salzwassereinfluss von vor über 100 000 Jahren(!)deutlich von den eher homogenen grau-braunen Süwasser-Ablagerungen ab: Dunkle massige Lagen organischen Materials - ein so genannter Sapropel - wechseln sich mit fein geschichteten hellen Lagen ab, die aus marinen Kalkalgenskeletten bestehen. [...]
Unsere Daten belegen aber, dass das Naturschauspiel der Überflutung mit Meerwasser wiederholt stattgefunden hat", ...[/url]
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Re: germanische, ungarische und türkische runen

Beitragvon Dark Angel » Sa 4. Mär 2017, 14:11

Alexyessin hat geschrieben:(03 Mar 2017, 15:18)

Die Sintflutthese ( also die Schwarzmeerüberflutung ) ist doch bewiesen.

Fällt mir gerade ein:
Es gibt ntscheidende Fragen, die Pitman und Ryan nicht beantworten, weil sie sie gar nicht stellen. Eine davon wäre: "wann hat sich die Landbrücke zwischen Mittelmeer und Marmarameer bzw Marmarameer und Schwarzem Meer gebildet? Wir sprechen hier immerhin von geologischen Zeiträumen, in denen es immer wieder Eiszeiten und Warmzeiten gegeben hat.
Zwischen der vorletzten Saale-Eiszeit und der letzten Weichsel-Eiszeit gab es eine "nur" 11.000 Jahre andauernde Warmperiode, in der die Durschnittstemperaturen etwas höher lagen als aktuell.
Würde die Pitman/Ryan-These stimmen, müsste die Landbrücke bereits beim Abschmelzen der Gletscher nach der Saale-Eiszeit überflutet worden sein. Bedingt durch die Gletscherbildung während der Saale-Eiszeit sank der Meeresspiegel ab und ist durch das Abschmelzen der Gletscher und die höheren Durchschnittstemperaturen während der Eem-Warmszeit stärker angestiegen als es aktuell der Fall ist und sehr viel stärker als dies 7500 Jahre bp der Fall gewesen ist.
Bedingt durch die Gletscherbildung während der Weichsel-Eiszeit sank der Meeresspiegel um ca 120 bis 130m und stieg dann beginnend vor etwa 11.000 bis 10.500 Jahren allmählich an.
Die Landbrücke müsste sich, sollte die Pitman/Ryan-These stimmen, während der letzten Eiszeit gebildet haben und das ist geologisch, selbst bei stärksten tektonischen Aktivitäten unmöglich.
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