Berauben wir uns unserer Kreativität?

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Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon Provokateur » Do 5. Jan 2017, 18:22

Mein BWL-Dozent hat heute etwas sehr kluges gesagt. Er sagte, dass viele der wahrhaft bahnbrechenden Erfindungen der Menschheit in einem Moment der "geistigen Ruhe" entstanden sei. Er führte das aus, dass zum Beispiel Newton unter dem Apfelbaum, im Garten sitzend, die Idee zum Gravitationsgesetz gekommen sei, und Archimedes in seiner Badewanne ("Heureka") das Archimedische Prinzip entdeckt hat.
Das rührt meiner Einschätzung nach daher, dass wir Momente der Ruhe und der Langeweile (die ja laut Nietzsche (meine ich) eine der wenigen Eigenschaften ist, die den Menschen vom Tier unterschieden) brauchen, gewissermaßen einen "Leerlauf im Hirn", um neue Assoziationen auszuprobieren und zu finden.

Heute sind diese Momente der Ruhe sehr selten, da wir jederzeit und überall in Kontakt mit anderen stehen (so wir uns dem nicht aktiv verweigern). Der Mensch ist nämlich auch ein soziales Wesen und hat ein elementares Bedürfnis nach Gesellschaft.

Was meint ihr: Hätte Newton mit einem Smartphone in der Hand die Gravitation entdecken/definieren können? Wäre Archimedes in der Badewanne mit Tablet auch auf sein Prinzip gekommen?
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon Misterfritz » Do 5. Jan 2017, 18:38

Provokateur hat geschrieben:(05 Jan 2017, 18:22)

Mein BWL-Dozent hat heute etwas sehr kluges gesagt. Er sagte, dass viele der wahrhaft bahnbrechenden Erfindungen der Menschheit in einem Moment der "geistigen Ruhe" entstanden sei. Er führte das aus, dass zum Beispiel Newton unter dem Apfelbaum, im Garten sitzend, die Idee zum Gravitationsgesetz gekommen sei, und Archimedes in seiner Badewanne ("Heureka") das Archimedische Prinzip entdeckt hat.
Das rührt meiner Einschätzung nach daher, dass wir Momente der Ruhe und der Langeweile (die ja laut Nietzsche (meine ich) eine der wenigen Eigenschaften ist, die den Menschen vom Tier unterschieden) brauchen, gewissermaßen einen "Leerlauf im Hirn", um neue Assoziationen auszuprobieren und zu finden.

Heute sind diese Momente der Ruhe sehr selten, da wir jederzeit und überall in Kontakt mit anderen stehen (so wir uns dem nicht aktiv verweigern). Der Mensch ist nämlich auch ein soziales Wesen und hat ein elementares Bedürfnis nach Gesellschaft.

Was meint ihr: Hätte Newton mit einem Smartphone in der Hand die Gravitation entdecken/definieren können? Wäre Archimedes in der Badewanne mit Tablet auch auf sein Prinzip gekommen?
Nun ist das Gravitationsgesetz keine Erfindung von Newton sondern eher seine Entdeckung.
Und ohne dieses Gravitationsgesetz gäbe es sicherlich auch keine smartphones (bzw. sie würden keinen Sinn machen ohne Sateliten im All ;) )
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Adam Smith
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon Adam Smith » Do 5. Jan 2017, 18:42

Dann müsste man mal überprüfen wie viele Erfindungen auf dem Gebiet des heutigen Deutschland früher gemacht worden sind. Oder welche Länder pro Einwohner die meisten Erfindungen machen. Und ob es solche Erfindungen auch in hektischen Firmen gibt.

Die Griechen hatten früher Sklaven und konnten aus dem Grund sich der Philosophie widmen.

Man schätzt, dass zur Zeit von Perikles über 120 000 Sklaven in Athen lebten.

Wichtig für alle freien Bürger Athens war, dass sie lesen und schreiben konnten. Die Kinder wurden von einem Sklaven unterrichtet oder zur Schule begleitet. Vor allem die Texte Homers mussten die Schüler auswendig lernen.

Später wurde das Gymnasion (zunächst eine Sportschule) der Mittelpunkt des Lernens. Die wichtigsten Fächer waren: Rhetorik (die Kunst der freien Rede), Grammatik, Rechnen, Zeichnen, Geschichte, Geographie, Musik, Turnen, Fechten und Speerwerfen. Geschrieben wurde auf wachsüberzogenen Tafeln.



http://www.welt-geschichte.de/html/das_ ... athen.html
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon Itu » Do 5. Jan 2017, 18:47

Provokateur hat geschrieben:(05 Jan 2017, 18:22)

Mein BWL-Dozent hat heute etwas sehr kluges gesagt. Er sagte, dass viele der wahrhaft bahnbrechenden Erfindungen der Menschheit in einem Moment der "geistigen Ruhe" entstanden sei. Er führte das aus, dass zum Beispiel Newton unter dem Apfelbaum, im Garten sitzend, die Idee zum Gravitationsgesetz gekommen sei, und Archimedes in seiner Badewanne ("Heureka") das Archimedische Prinzip entdeckt hat.
Das rührt meiner Einschätzung nach daher, dass wir Momente der Ruhe und der Langeweile (die ja laut Nietzsche (meine ich) eine der wenigen Eigenschaften ist, die den Menschen vom Tier unterschieden) brauchen, gewissermaßen einen "Leerlauf im Hirn", um neue Assoziationen auszuprobieren und zu finden.

Heute sind diese Momente der Ruhe sehr selten, da wir jederzeit und überall in Kontakt mit anderen stehen (so wir uns dem nicht aktiv verweigern). Der Mensch ist nämlich auch ein soziales Wesen und hat ein elementares Bedürfnis nach Gesellschaft.

Was meint ihr: Hätte Newton mit einem Smartphone in der Hand die Gravitation entdecken/definieren können? Wäre Archimedes in der Badewanne mit Tablet auch auf sein Prinzip gekommen?

Für den Beweis der Gravitation hat der Apfelbaum gereicht
Um die Existenz von Quarks endgültig zu beweisen Bedarf es aber ein wenig mehr

Was hätte wohl Newton und Archimedes erreichen könnten wenn sie über ein Smartphone oder Tablet verfügt hätten
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon Provokateur » Do 5. Jan 2017, 18:50

Misterfritz hat geschrieben:(05 Jan 2017, 18:38)

Nun ist das Gravitationsgesetz keine Erfindung von Newton sondern eher seine Entdeckung.
Und ohne dieses Gravitationsgesetz gäbe es sicherlich auch keine smartphones (bzw. sie würden keinen Sinn machen ohne Sateliten im All ;) )


Klar. Es geht ja auch um das Prinzip. Wenn das Gehirn ständig "auf Achse" ist, kann man schwerlich zu neuen Erkenntnissen kommen, weil man nicht frei und lustig mit seinen alten Gedanken spielt.

Adam Smith hat geschrieben:Dann müsste man mal überprüfen wie viele Erfindungen auf dem Gebiet des heutigen Deutschland früher gemacht worden sind. Oder welche Länder pro Einwohner die meisten Erfindungen machen. Und ob es solche Erfindungen auch in hektischen Firmen gibt.

Die Griechen hatten früher Sklaven und konnten aus dem Grund sich der Philosophie widmen.



http://www.welt-geschichte.de/html/das_ ... athen.html


Das ist richtig. Der Mensch kann ja auch nur Langeweile haben, wenn er sich nicht profanen Tätigkeiten widmen muss. Das haben in den alten Hochkulturen die Sklaven übernommen, später Leibeigene, Bauern und dann irgendwann Arbeiter.
Vielleicht nimmt uns ja irgendwann auch die KI das Denken ab. Es wäre sicherlich spannend, eine KI zu entwickeln, der ständig langweilig ist und die so einfach mal Zusammenhänge zwischen allem Wissen auf der Welt untersuchen kann.

Itu hat geschrieben:Für den Beweis der Gravitation hat der Apfelbaum gereicht
Um die Existenz von Quarks endgültig zu beweisen Bedarf es aber ein wenig mehr

Was hätte wohl Newton und Archimedes erreichen könnten wenn sie über ein Smartphone oder Tablet verfügt hätten


Sie hätten diese Prinzipien wahrscheinlich einfach nicht bemerkt, weil sie auf eine Whatse von ihrem Kumpel gewartet oder Spiegel Online gebrowst hätten. Langeweile gibt es ja heute kaum mehr.
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon MoOderSo » Do 5. Jan 2017, 18:56

Ich finde das Smartphone eher als nützliche Stütze, wenn einem irgendwo am See eine zündende Idee kommt.
Also das Smartphone eher als Werkzeug und weniger als Entertainmentkiste.
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon Quatschki » Do 5. Jan 2017, 18:59

Zu Newtons Zeiten hatte die gesamte Welt zusammen weniger Einwohner als heute Afrika.
Es gibt genügend Brain. Auch genügend nicht ausgeschöpftes geistiges Potential gerade in Ländern, wo noch nicht jeder ein Handy hat. Aber bahnbrechende Erfindungen machen die dort komischerweise nicht.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon Provokateur » Do 5. Jan 2017, 19:01

MoOderSo hat geschrieben:(05 Jan 2017, 18:56)

Ich finde das Smartphone eher als nützliche Stütze, wenn einem irgendwo am See eine zündende Idee kommt.
Also das Smartphone eher als Werkzeug und weniger als Entertainmentkiste.


Vielleicht nutzen verschiedene Gruppen das Smartphone auch unterschiedlich. Was ich aber bemerke: Sobald es etwas langweilig wird, zum Beispiel am Bahnsteig oder auf dem Klo, kommt das Telefon raus. Das Gehirn wird so wieder "zugespammt".

Quatschki hat geschrieben:Zu Newtons Zeiten hatte die gesamte Welt zusammen weniger Einwohner als heute Afrika.
Es gibt genügend Brain. Auch genügend nicht ausgeschöpftes geistiges Potential gerade in Ländern, wo noch nicht jeder ein Handy hat. Aber bahnbrechende Erfindungen machen die dort komischerweise nicht.


Weil Bildung der Schlüssel ist, um Klugheit aus den Köpfen zu holen. Wer weiß schon, ob ein gestern verhungertes Kind in Afrika nicht in 20 Jahren unter anderen Umständen ein Heilmitel für eine schwere Krankheit gefunden hätte?
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon MoOderSo » Do 5. Jan 2017, 19:10

Provokateur hat geschrieben:(05 Jan 2017, 19:01)
Was ich aber bemerke: Sobald es etwas langweilig wird, zum Beispiel am Bahnsteig oder auf dem Klo, kommt das Telefon raus. Das Gehirn wird so wieder "zugespammt".

Auf dem Örtchen ersetzt das Smartphone nur die Zeitung von früher. Auf dem Thron kann kann und will ich nicht denken. :D
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon Quatschki » Do 5. Jan 2017, 19:11

Provokateur hat geschrieben:(05 Jan 2017, 19:01)

Weil Bildung der Schlüssel ist, um Klugheit aus den Köpfen zu holen. Wer weiß schon, ob ein gestern verhungertes Kind in Afrika nicht in 20 Jahren unter anderen Umständen ein Heilmitel für eine schwere Krankheit gefunden hätte?

Zu Newtons Zeiten haben in Mitteleuropa auch nur 2 von 8 Kindern das Erwachsenenalter erreicht.
Wenn die alle studiert hätten, wären wir in der technischen Entwicklung heute vielleicht schon 100 Jahre weiter?!
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon Provokateur » Do 5. Jan 2017, 19:26

Quatschki hat geschrieben:(05 Jan 2017, 19:11)

Zu Newtons Zeiten haben in Mitteleuropa auch nur 2 von 8 Kindern das Erwachsenenalter erreicht.
Wenn die alle studiert hätten, wären wir in der technischen Entwicklung heute vielleicht schon 100 Jahre weiter?!


Kann natürlich sein. Ein Aufstieg aus eigener Kraft war schwer, sehr schwer. Das kam erst mit der Entwicklung des Bildungsbürgertums.

Andererseits wurden viele Aufgaben, die es heute nicht mehr gibt oder die heute von Maschinen oder mit Hilfe derselben schneller und besser erledigt werden, damals von Menschen erledigt. Auch dabei wird es Erfindungen und Verbesserungen gegeben haben, von der eisernen Pflugschar über gebänderte Fässer und Windmühlen. Aber eben auch, und das müssen wir festhalten, durch Menschen.
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon frems » Do 5. Jan 2017, 22:13

Provokateur hat geschrieben:(05 Jan 2017, 19:26)
Aber eben auch, und das müssen wir festhalten, durch Menschen.

In der Regel aber auch im Verband. Dass jemand nicht nur Entdeckungen macht, sondern in seinem Kämmerlein (oder unterm Baum) alleine größere Erfindungen bewerkstelligt, ist schon seit Ewigkeiten nicht mehr so und das waren Überlegungen bzw. Techniken, die heute jeder Schüler nachvollziehen muss. Gerade im technischen Bereich ist es sinnvoller, wenn man die Forscher mal tüfteln und basteln lässt, um sich dann mit Kollegen auszutauschen. Das Smartphone war ja auch keine Entdeckung, sondern eine Zusammenführung zahlreicher Technologien, die bereits existierten, nach und nach besser wurden usw.
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Do 5. Jan 2017, 23:03

im moment berauben wir unsere Kinder ihrer Zukunft.
„Machen Sie sich jeden Tag ein Geschenk. Ungeplant. Ohne darauf zu warten. Lassen Sie es einfach zu.“ –Dale Cooper, Twin Peaks
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon Quatschki » Fr 6. Jan 2017, 11:07

Wenn im Hochmittelalter plötzlich technisch überlegene Inkas oder Chinesen in Europa aufgetaucht wären, hätten "humanitäre Entwicklungshilfe" geleistet, die Kindersterblichkeit abgesenkt, den Hungernden Säcke mit Kartoffeln und Reis geliefert, Blauhelme zwischen verfeindeten christlichen Fraktionen aufgestellt, dann hätte Europa eine Bevölkerungsexplosion erlebt, die es zu jener Zeit kulturell und wirtschaftlich nicht hätte verkraften können und wir wären heute 200 Jahre zurück!
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon Welfenprinz » Fr 6. Jan 2017, 11:14

Deswegen gibt es den Begriff “Musse“.
War den ollen Griechen durchaus bewusst.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 6. Jan 2017, 11:20

Empfehlung: "Achtsamkeit 2.0. Wie das Silicon Valley unsere Seelen retten will" in der Reihe "Das Feature" vom Deutschlandfunk. http://www.deutschlandfunk.de/achtsamkeit-2-0-wie-das-silicon-valley-unsere-seelen-retten.1247.de.html?dram:article_id=374733
Darin wird ausführlich berichtet, wie in den Hochtechnologiefirmen der USA Kreativität durch "Achtsamkeit" und (buddhistische) "Meditation" freigesetzt werden soll. Meetings beginnen nicht selten mit einer 10-minütigen schweigenden Meditation (selbstverständlich ohne Mobiltelefon).
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 6. Jan 2017, 11:23

Welfenprinz hat geschrieben:(06 Jan 2017, 11:14)

Deswegen gibt es den Begriff “Musse“.
War den ollen Griechen durchaus bewusst.

Und auch "Klausur", jetzt nicht als Prüfungsform sondern als mutwilliges persönliches Zurückziehen oder auch als Klausurtagung zur Weckung kreativer Gedanken. Läuft ja gerade wieder mal bei der CSU (aber nicht mehr in Kreuth).
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Re: Berauben wir uns unserer Kreativität?

Beitragvon Welfenprinz » Fr 6. Jan 2017, 11:27

Ich hab das im Leben in den Phasen der Voll und Überlastung sehr deutlich gemerkt wie einem jedes Potential mal was anderes anzudenken verloren geht und die eingefahrenen Schienen immer stärker werden.

Am interessanten neben den Kapazitätsfressern wie smartfon ist wohl die Betrachtung der “Arbeits“zeit.
Der Mensch kann voll konzentriert und leistungsfähig 4-5 h am Tag arbeiten.
Der Rest ist eigentlich nur beschäftigen und sollte zum sammeln und wieder aufladen benutzt werden. :D
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