Nahtoderfahrungen

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King Kong 2006
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 2. Nov 2016, 20:43

Ich glaube, wenn man tot ist, ist man tot. An Nahtod-Erlebnisse kann ich nicht recht glauben. Wobei sicherlich der eine oder andere schon fast mal Tod war. Durch Unfall, Krankheit usw., also ein Nahtod-Erlebniss gehabt haben. Das wird aber wohl nicht gemeint sein. Sondern vielmehr sich entweder Richtung (christlichen?) Himmel oder Hölle gemacht zu haben. Es gesehen und gespürt zu haben. Auch Gegenständlich. Also, Dämonen, Licht usw. Dann aber wieder "entlassen" worden zu sein. Durch z.B. Gott, dem Teufel oder anscheinend mächtigeren Wesen wie dem Arzt, der sich über die Expertise des Göttlichen hinwegsetzen konnte und das Urteil revidiert und einkassiert hat. Z.B. durch eine erfolgreiche Herzmassage.

Zumindest beinhaltet der Glauben an Nahtod-Erlebnisse sicher den Glauben an ein Leben danach. Wenn man es sich nicht medizinisch erklärt.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon Misterfritz » Mi 2. Nov 2016, 20:45

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Nov 2016, 12:39)

Das ist imho die wahrscheinlichste Variante.
sehe ich auch so.
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon Provokateur » Mi 2. Nov 2016, 20:48

King Kong 2006 hat geschrieben:(02 Nov 2016, 20:43)

Ich glaube, wenn man tot ist, ist man tot. An Nahtod-Erlebnisse kann ich nicht recht glauben. Wobei sicherlich der eine oder andere schon fast mal Tod war. Durch Unfall, Krankheit usw., also ein Nahtod-Erlebniss gehabt haben. Das wird aber wohl nicht gemeint sein. Sondern vielmehr sich entweder Richtung (christlichen?) Himmel oder Hölle gemacht zu haben. Es gesehen und gespürt zu haben. Auch Gegenständlich. Also, Dämonen, Licht usw. Dann aber wieder "entlassen" worden zu sein. Durch z.B. Gott, dem Teufel oder anscheinend mächtigeren Wesen wie dem Arzt, der sich über die Expertise des Göttlichen hinwegsetzen konnte und das Urteil revidiert und einkassiert hat. Z.B. durch eine erfolgreiche Herzmassage.

Zumindest beinhaltet der Glauben an Nahtod-Erlebnisse sicher den Glauben an ein Leben danach. Wenn man es sich nicht medizinisch erklärt.


Es ist aber doch ein biologisches Gesetz, dass etwas, das unnötig ist, eingespart wird bzw. sich nicht entwickelt. Menschen haben keine Hörner wie Widder und keinen Rückenpanzer wie Schildkröten. Ist unnötig. Warum also sollte das Gehirn vor dem Tod automatisch Stoffe ausschütten, die für ein Triperlebnis sorgen?
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon Adam Smith » Mi 2. Nov 2016, 20:56

teddys home hat geschrieben:(02 Nov 2016, 20:45)

sehe ich auch so.

Schizophrene glauben auch an einiges. Und in diesem Zustand hat dann jeder eine Matschbirne.
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King Kong 2006
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 2. Nov 2016, 21:06

Provokateur hat geschrieben:(02 Nov 2016, 20:48)

Es ist aber doch ein biologisches Gesetz, dass etwas, das unnötig ist, eingespart wird bzw. sich nicht entwickelt. Menschen haben keine Hörner wie Widder und keinen Rückenpanzer wie Schildkröten. Ist unnötig. Warum also sollte das Gehirn vor dem Tod automatisch Stoffe ausschütten, die für ein Triperlebnis sorgen?


Zum ersteren bin ich mir nicht grundsätzlich sicher. Es hat sich einiges entwickelt, über das man sich streiten kann. Haarausfall, sexuelle Präferenzen, uvm. Experten sind sich da nicht einig, wieso, weshalb, und warum überhaupt. Sei es in der Tierwelt oder beim Menschen. Bei der Sinnhaftigkeit innerhalb der Natur. Wobei es natürlich Thesen und wissenschaftliche Untersuchungen gibt.

Der Mensch kann gewaltig interpretieren. Das kennt man aus dem Alltag. Da kann man sich fragen, was die Natur sich dabei gedacht hat. Das der eine das gleich so meint, der andere das gar nicht so sieht. Oder wieso der eine einen Adrenalinschuß bekommt und ausrastet, der andere katatonisch wird, der nächste total locker bleibt. Der eine sieht etwas, daß er mit seinen Sinnen und Verarbeitungskapazitäten nicht rational erklären kann und hat ein göttliches oder spirituelles Erlebnis. Das Auge z.B. im Kontext des Hirns. Also, Interpretation in der Wahrnehmung. Der andere bemerkt das nicht mal.

Nicht jeder mit einer Nahtoderfahrung berichtet von metaphysischen Erfahrungen. Z.T. wird offenbar sehr unterschiedlich interpretiert und reagiert (auch vom Körper). Für den einen ist es schon ein göttliches Erlebnis, wenn er in einer Notsituation eine Kippe findet. Durchfluten ihn unheimlich positive Gefühle. Aus der Körperchemie begründet. Der nächste denkt sich nur, so einen Resttabak nie in den Mund zu nehmen. Warum sollte das bei sogenannten Nahtoderfahrungen anders sein? Also die Interpretationen und die Antwort innerhalb der "Körperchemie" in unheimlich stressigen Situationen für Körper und Geist.

Ich finde das aber durchaus ein spannendes Thema.

Man könnte ja weiter philosophieren, ob der religiöse Hintergrund, die Sozialisation eine Rolle spielt. Gibt es ähnliche Erfahrungen bei z.B. Menschen aus dem hinduistischen Raum? Werden sie ähnlich beschrieben? Oder anders? Und wenn sie ähnlich sind, sind sie es, weil eben die Körperchemie gleich ist, oder weil z.B. die Hölle eines christlichen "Nahtoten" einfach ähnlich wahrgenommen wird, wie z.B. das Hinüberwandern eines hinduistischen "Nahtoten" in den nächsten Körper, was ein Zeichen sein kann, daß er bis dato als Mensch versagt hat, eben auch als Höllenerlebnis wahrgenommen wird?

Wird kulturell übergreifend dasselbe berichtet?
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon Provokateur » Mi 2. Nov 2016, 21:14

King Kong 2006 hat geschrieben:(02 Nov 2016, 21:06)

Wird kulturell übergreifend dasselbe berichtet?


Da habe ich jetzt mal kurz gegoogelt:

http://www.e-hausaufgaben.de/Facharbeiten/D194-Nahtoderfahrung-Nahtoderfahrungen-Religionsfacharbeit-Facharbeit.php

Der wohl grösste Unterschied besteht darin, dass sich die Hindus nicht selber sehen, wenn sie sterben. Sie schweben auch nicht zur Decke. Sie werden sofort von Boten abgeholt und zu einem Mann oder einer Frau gebracht, die ein Buch oder Papiere hat, aus denen sie das Leben der Sterbenden vorlesen möchte. Doch dann bemerkt sie, dass ein Fehler geschehen ist. Meist ist es nur ein kleiner Fehler im Namen des Sterbenden. Die Boten werfen die falsche Seele wieder in seinen Körper zurück.

Bei uns hat es selten Boten, die einen abholen. Aber vor allem erfahren wir nicht, warum und wie wir wieder zurück müssen. Während bei den Hindi das Leben nur vorgelesen wird, sehen es die westlichen Religionen meist wie in einem Film ablaufen. Aber wie auch bei den Christen sagen die Hindus, dass sie nach einem solchen Erlebnis vor allem viel ehrlicher leben oder sie haben nun mehr Vertrauen in Gott bzw. ihre Gottheiten.

Beispiel einer hinduistischen Nahtoderfahrung

Ein Mann namens Vasudev, der eine Nahtoderfahrung im Alter von zehn Jahren gemacht hatte, berichtete, dass er von zwei Personen abgeholt wurde und zu einem Mann gebracht wurde, der die beiden Boten beschimpfte, den falschen Vasudev gebracht zu haben. Er sagte, dass er doch einen Gärtner und keinen Schüler brauche. Später sah Vasudev, der Schüler, wie der Gärtner starb. Er selbst wurde wieder in seinen Körper gestossen.


:D

Das finde ich ziemlich witzig.
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 2. Nov 2016, 21:33

Provokateur hat geschrieben:(02 Nov 2016, 21:14)

Da habe ich jetzt mal kurz gegoogelt:

http://www.e-hausaufgaben.de/Facharbeiten/D194-Nahtoderfahrung-Nahtoderfahrungen-Religionsfacharbeit-Facharbeit.php



:D

Das finde ich ziemlich witzig.


Hm, könnte daraufhinweisen, daß das eine ziemlich individuelle Interpretation oder Wunschvorstellung ist, was nach dem Tod kommt. Sogar im Hormonrausch. Oder es gibt eben unterschiedliche Götter. Oder Götterwelten. Wären die Aussagen ähnlich könnte man noch sagen, daß es die These der Nahtoderlebnisse in der hier vorgebrachten Form stützen würden.
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon Provokateur » Mi 2. Nov 2016, 21:35

King Kong 2006 hat geschrieben:(02 Nov 2016, 21:33)

Hm, könnte daraufhinweisen, daß das eine ziemlich individuelle Interpretation oder Wunschvorstellung ist, was nach dem Tod kommt. Sogar im Hormonrausch. Oder es gibt eben unterschiedliche Götter. Oder Götterwelten. Wären die Aussagen ähnlich könnte man noch sagen, daß es die These der Nahtoderlebnisse in der hier vorgebrachten Form stützen würden.


Dummerweise gibt es auch in diesem Bereich primär Berichte über "positive" Nahtoderfahrungen. Die negativen habe ich nicht finden können.
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 2. Nov 2016, 21:46

Provokateur hat geschrieben:(02 Nov 2016, 21:35)

Dummerweise gibt es auch in diesem Bereich primär Berichte über "positive" Nahtoderfahrungen. Die negativen habe ich nicht finden können.


Tja, immerhin hat es den Nutzen, ein vorwiegend gutes Gefühl zu vermitteln. Ausnahmen bestätigen wohl die Regel.
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon Jekyll » Mi 2. Nov 2016, 23:00

Provokateur hat geschrieben:(02 Nov 2016, 11:36)
Der Vater meines Vaters hatte wohl mal eine, aber nicht darüber geredet, sondern wenn er danach gefragt wurde, nur gesagt: "Macht euch keine Sorgen." (Was schräg ist, weil er Kernnazi war und im Krieg einige wirklich schlimme Dinge getan hat.)
Danke für den Hinweis. (Er ist nicht nur "der Vater deines Vaters", sondern auch dein Großvater.)

Was sagt ihr zu dem Thema? Handelt es sich um Halluzinationen, die durch hirneigene Stoffe ausgelöst werden, welche im Moment größter Todesgefahr ausgeschüttet werden?
Warum sollte das Gehirn - immerhin das intelligenteste Organ des Körpers - so etwas Unvernünftiges tun?

Oder sind diese Erfahrungen Einblicke in eine Bewusstseinsebene, die für uns in der körperlichen Sphäre nicht fassbar ist?
Macht euch keine Sorgen. Es geht weiter.
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon ThorsHamar » Mi 2. Nov 2016, 23:14

Jekyll hat geschrieben:(02 Nov 2016, 23:00)

Warum sollte das Gehirn - immerhin das intelligenteste Organ des Körpers - so etwas Unvernünftiges tun? ....


Das Gehirn ist intelligent, sogar am intelligentesten im ganzen Körper? Klingt ja nach dem alten, guten Otto .....
"Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst."
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon Atheist » Mi 2. Nov 2016, 23:18

Provokateur hat geschrieben:(02 Nov 2016, 11:36)

Nahtoderfahrungen sind ein Thema, welches ich äußerst faszinierend finde. Vice hat derzeit einen spannenden Artikel online, der vorwiegend auf "dunkle" NTE, also solche, die nicht positiv verlaufen sind, Bezug nimmt:

http://www.vice.com/de/read/am-abgrund-zur-hoelle-die-dunkle-seite-von-nahtoderfahrungen

Ein Auszug:



Ich habe zwar Erfahrungen gemacht, die spannend und für mich nicht erklärbar sind, aber von NTE weiß ich nichts. Der Vater meines Vaters hatte wohl mal eine, aber nicht darüber geredet, sondern wenn er danach gefragt wurde, nur gesagt: "Macht euch keine Sorgen." (Was schräg ist, weil er Kernnazi war und im Krieg einige wirklich schlimme Dinge getan hat.)

Was sagt ihr zu dem Thema? Handelt es sich um Halluzinationen, die durch hirneigene Stoffe ausgelöst werden, welche im Moment größter Todesgefahr ausgeschüttet werden? Oder sind diese Erfahrungen Einblicke in eine Bewusstseinsebene, die für uns in der körperlichen Sphäre nicht fassbar ist?


Da ich mich an meine Träume gelegentlich erinnern kann, weiß ich, dass sie eine verwirrende, kaum in Worte fassbare Abfolge von Bildern sind, die sich zwar wie Erinnerungen anfühlen, zumeist auch irgendeinen Bezug zum Erlebnis am Vortag aufweisen, aber stets die Sicherheit der eindeutigen Zuordnung fehlt. Ich vermute mal, dass es so ähnlich kurz vor dem Todeszeitpunkt ist und dort auch unbewusste Verknüpfungen von Bildern der Worte, die man Zeit seines Lebens in Bezug auf den Tod erlernt hat (man kann sich ja diesen metaphysischen Geschichten und Lehrmeinungen im Gesellschaftsleben nur schwer entziehen), abgerufen werden, wir also denken und den Tod erahnen/vorausberechnen. Dass viele berichten, die Schwelle nie überschritten zu haben, kann auf eine uns bisher bewusst nicht zugängliche Wahrnehmung der Vitalfunktionen hindeuten: das Nervengeflecht verarbeitet noch Reize, ist sich also noch bewusst, lebendig zu sein, und teilt das in Bildern sich selbst mit.
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon Welfenprinz » Mi 2. Nov 2016, 23:31

Provokateur hat geschrieben:(02 Nov 2016, 11:36)
“aus dem Jahre 1975“


Gut,1977 hatte der Spiegel das Thema als Titel.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/index-1977-26.html
Hat mich tatsächlich so beeindruckt,dass ich mich heute noch an das Titelbild erinnere
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon Cobra9 » Do 3. Nov 2016, 08:48

Sagen wir mal ohne wissenschaftlichen Ansatz würde Ich nicht auschliessen das es eine religöse XY Macht gibt. Aber als Ich vor einigen Jahren nahe dem Exitus war inkl. Reanimation zweimal habe Ich nur Panik gefühlt. Keinen Trip. Dunkelheit
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 3. Nov 2016, 08:54

Provokateur hat geschrieben:(02 Nov 2016, 20:48)

Warum also sollte das Gehirn vor dem Tod automatisch Stoffe ausschütten, die für ein Triperlebnis sorgen?

Vllt. will die Natur einfach nur, dass der Prozess des Sterbens möglichst sanft verläuft und der Sterbende nicht ausrastet, wild um sich schlägt oder randaliert? Gerade bei sozialen lebenden "Säugetieren" ist das imho nicht unwichtig.
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon Cat with a whip » Sa 5. Nov 2016, 11:57

Provokateur hat geschrieben:(02 Nov 2016, 20:48)

Es ist aber doch ein biologisches Gesetz, dass etwas, das unnötig ist, eingespart wird bzw. sich nicht entwickelt.


ist es nicht.
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon Provokateur » Sa 5. Nov 2016, 14:22

Cat with a whip hat geschrieben:(05 Nov 2016, 11:57)

ist es nicht.


Doch doch: Wenn ein Feature nicht nützlich ist, verkümmert es. Bestes Beispiel ist der Musculus palmaris longus. Der ist unnötig und verschwindet deswegen nach und nach.
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon Corella » Sa 5. Nov 2016, 19:38

Provokateur hat geschrieben:(05 Nov 2016, 14:22)

Doch doch: Wenn ein Feature nicht nützlich ist, verkümmert es. Bestes Beispiel ist der Musculus palmaris longus. Der ist unnötig und verschwindet deswegen nach und nach.


Hinter dem Geschehen muss ja keine Funktion zu Grunde liegen.
Kompartimentierte Neurotransmitter etc. werden frei und überschütten das System; die sehr starken Filter, die die meisten potenziellen Wahrnehmungen unterdrücken, gehen kaputt...
Von einem versierten Neurobiologen durfte ich mal aufschnappen, dass typische NTE wohl ganz gut zu den bekannten Vorgängen im sterbenden Gehirn passen würden. Wir werden es wohl alle abwarten müssen... ;-)
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon Cat with a whip » Sa 5. Nov 2016, 21:21

Provokateur hat geschrieben:(05 Nov 2016, 14:22)

Doch doch: Wenn ein Feature nicht nützlich ist, verkümmert es. Bestes Beispiel ist der Musculus palmaris longus. Der ist unnötig und verschwindet deswegen nach und nach.

Ein Fehlen kann klinische Bedeutung haben, ist also nicht ohne Relevanz. Das Beispiel ist ja trotzdem nicht falsch. Klar ist natürlich dass ein sich in einer Umwelt bewährtes Merkmal erhält und etwas was keinen Vorteil oder keine Funktion mehr erfüllt verschwinden kann oder umfunktioniert werden kann. Ich würde das eher mit Tendenz beschreiben, aber nicht von Gesetzen sprechen. Das wäre so absolut, zwingend und allgemein. Es gibt Beispiele dafür dass unnütze Merkmale ohne Funktion nicht verschwinden, wie etwa die Ohrmuskeln. Die hatten mal vor dutzenden Millionen Jahren bei Vorläufern der Primaten einen Sinn, werden aber immer noch von homo sapiens herumgeschleppt.
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Re: Nahtoderfahrungen

Beitragvon Jekyll » So 6. Nov 2016, 19:14

Cobra9 hat geschrieben:(03 Nov 2016, 08:48)

Sagen wir mal ohne wissenschaftlichen Ansatz würde Ich nicht auschliessen das es eine religöse XY Macht gibt. Aber als Ich vor einigen Jahren nahe dem Exitus war inkl. Reanimation zweimal habe Ich nur Panik gefühlt. Keinen Trip. Dunkelheit
Wahrscheinlich bist du spirituell nicht fortgeschritten genug. Hast in diesem Leben möglicherweise zu viel zu schlechtes Karma angesammelt. Bevor du den Löffel abgibst, solltest du vorsichtshalber an der Läuterung deiner Seele arbeiten.

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