Mögliche Gesundheitsrisiken: Glyphosat verbieten?

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Boracay
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Re: Glyphosat

Beitragvon Boracay » Di 28. Nov 2017, 10:51

KarlRanseier hat geschrieben:Generell halte ich die Wissenschaftler der Internationalen Agentur für Krebsforschung für vielfach glaubwürdiger als bezahlte Lobbyisten von Monsanto & Co oder gar vom BfR. Und da wir keine Experten sind, bleibt uns nichts weiter übrig, als Glaubwürdigkeiten zu vergleichen...


Christopher J. Portier ist kein Wissenschaftler der Internationalen Agentur für Krebsforschung, sondern ein Statistik-Berater den sie sich ins Haus geholt haben. Er wurde mit 160.000€ geschmiert, einen Tag nachdem seine Statistik-Methoden die Bewertung "wahrscheinlich krebserregend" erreicht hatte.

Selbst wenn das Prädikat "wahrscheinlich krebserregend" zu halten wäre bedeutet es immer noch: Für Konsumenten vollkommen unbedenklich, wie es auch die WHO feststellt.
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Selaht
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Re: Glyphosat

Beitragvon Selaht » Di 28. Nov 2017, 21:13

KarlRanseier hat geschrieben:(28 Nov 2017, 00:22)

Generell halte ich die Wissenschaftler der Internationalen Agentur für Krebsforschung für vielfach glaubwürdiger als bezahlte Lobbyisten von Monsanto & Co oder gar vom BfR. Und da wir keine Experten sind, bleibt uns nichts weiter übrig, als Glaubwürdigkeiten zu vergleichen...


Wesentlich ist nicht, wer glaubwürdig ist und wer nicht, sondern war richtig ist. Und das Peinliche ist, das es gar nicht so schwierg ist, herauszufinden, dass sehr wahrscheinlich mit der Behauptung, dass Glyphosat im Verdacht steht, krebserregend zu sein, wieder einmal eine Sau durchs Dorf getrieben wird.

Die Aussagen der IARC sind nicht falsch, sondern werden nur falsch genutzt. Glyphosat ist potentiell krebserregend, wie Sonnenstrahlen oder Holzstaub auch. Praktisch betrachtet, ist diese Feststellung aber ziemlich bedeutungslos, weil es viel einfacher ist, Sonnenstrahlen oder Holzstaub überzudosieren, als Glyphosat.

PS.: Die Existenz des BfR ist eine rot-grüne Errungenschaft. Aber wer kein Experte ist, kann das ja nicht wissen und muss glauben.
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Re: Glyphosat

Beitragvon KarlRanseier » Di 28. Nov 2017, 22:40

Selaht hat geschrieben:(28 Nov 2017, 21:13)

Wesentlich ist nicht, wer glaubwürdig ist und wer nicht, sondern war richtig ist. Und das Peinliche ist, das es gar nicht so schwierg ist, herauszufinden, dass sehr wahrscheinlich mit der Behauptung, dass Glyphosat im Verdacht steht, krebserregend zu sein, wieder einmal eine Sau durchs Dorf getrieben wird.

Die Aussagen der IARC sind nicht falsch, sondern werden nur falsch genutzt. Glyphosat ist potentiell krebserregend, wie Sonnenstrahlen oder Holzstaub auch. Praktisch betrachtet, ist diese Feststellung aber ziemlich bedeutungslos, weil es viel einfacher ist, Sonnenstrahlen oder Holzstaub überzudosieren, als Glyphosat.

PS.: Die Existenz des BfR ist eine rot-grüne Errungenschaft. Aber wer kein Experte ist, kann das ja nicht wissen und muss glauben.



1. Sind die Scheinroten und Scheingrünen weniger korrupt als die Schwarzen und Gelben? Hast Du den Kapitalismus nicht verstanden? :?: :?: :?:

2. Ob Glyphosat krebserregend ist und in welcher Dosierung, scheint wohl eine Glaubensfrage zu sein. Daneben scheint es aber auch für das Bienensterben mitverantwortlich zu sein, und auch das allein wäre Grund genug, dieses Zeug zu verbieten. Im Übrigen ist es ein Systemfehler, dass die Menschen in den europäischen Regimen kein Mitspracherecht haben, das Kapital regiert. Die ganz große Mehrheit ist, so zeigen alle Umfragen, dagegen, dass flächendeckend die Umwelt verpestet wird und Menschen zu Versuchskaninchen degradiert werden, nur damit Monsanto oder Bayer ihre Profite maximieren können (pol. korrekt: "Arbeitsplätze sichern"). Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Politikverdrossenheit weiter wächst. Der Fehler ist allerdings, dass viele Menschen deshalb Hetzer ("Europakritiker") wählen und dabei völlig übersehen, dass die Völker in den meisten Mitgliedsstaaten, wie z.B. in Deutschland, auch alles andere als souverän sind und ebenfalls kein Mitspracherecht haben. Geld regiert, und da geht man auch über Leichen (Beispiele: Kernkraftnutzung, Asbest, Glyphosat[??], ...)
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Re: Mögliche Gesundheitsrisiken: Glyphosat verbieten?

Beitragvon KarlRanseier » Fr 15. Dez 2017, 11:18

Der Bundeslandwirtschaftsminister ist umgefallen und fordert jetzt auch ein Glyphosatverbot. Dafür kommen mehrere Ursachen in Frage:

1. Ein Chemiekonzern, der in die CSU investierte, hat ein ähnliches Mittel auf den Markt gebracht und will die Konkurrenz schädigen.

2. Den Minister plagt das Gewissen.

3. Plötzlicher temporärer schwerer Vernunftsausbruch. Diese Krankheit wurde ja auch bei der Kanzlerin diagnostiziert, als sie den Atomausstieg durchboxte, und das kurz nachdem sie den Freunden aus der Energiebranche freundlichste Laufzeitverlängerungen für ihre Uraltreaktionen genehmigte. In CDU und CSU herrscht nun große Sorge, dass plötzlicher temporärer schwerer Vernunftsausbruch ansteckend ist!
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Re: Mögliche Gesundheitsrisiken: Glyphosat verbieten?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 13. Aug 2018, 13:22

Auf alle Fälle wirds das Zeug für Bayer/Monsanto jetzt so richtig teuer...
Fast 290 Millionen Dollar muss Bayer einem krebskranken US-Amerikaner zahlen. Ein Gericht stufte einen Unkrautvernichter der Tochter als Grund ein. 5000 weitere Klagen sind noch offen. Anleger befürchten Milliardenstrafen.
Der Chemie- und Pharmakonzern wurde in den USA zu einer Schadenersatzzahlung von 289 Millionen Dollar verdonnert im Zusammenhang mit einem glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittel der Tochter Monsanto.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Anleger- ... 69925.html
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Re: Mögliche Gesundheitsrisiken: Glyphosat verbieten?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 13. Aug 2018, 13:27

firlefanz11 hat geschrieben:(13 Aug 2018, 14:22)

Auf alle Fälle wirds das Zeug für Bayer/Monsanto jetzt so richtig teuer...

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Anleger- ... 69925.html


Es gibt noch eine Berufung ....
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)

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