Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

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Lomond
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Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon Lomond » Sa 3. Jan 2015, 12:44

Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

1981 schien das Schicksal des deutschen Waldes besiegelt. Die Angst vor dem Tod der Bäume trieb Zehntausende auf die Straße - und ebnete den Grünen den Weg in die Parlamente. Doch das Waldsterben fiel aus.


Mehr dazu: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 09580.html

Ja, was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Kennt ihr sterbende Wälder in Deutschland - oder sonstwo in Europa?
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon ThorsHamar » Sa 3. Jan 2015, 12:54

Lomond » vor 8 Minuten hat geschrieben:Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?



Mehr dazu: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 09580.html

Ja, was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Kennt ihr sterbende Wälder in Deutschland - oder sonstwo in Europa?


Die wurden mit Tamiflu behandelt und sind durch das Ozonloch verschwunden ....
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon frems » Sa 3. Jan 2015, 12:59

ThorsHamar » Sa 3. Jan 2015, 12:54 hat geschrieben:
Die wurden mit Tamiflu behandelt und sind durch das Ozonloch verschwunden ....

Eigentlich waren es Filter, aber kommt ja fast aufs gleiche: http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlekraft ... elastungen
Labskaus!

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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon Martin** » Sa 3. Jan 2015, 13:00

Der Spiegel setzt die Themen, welche die virtuelle Welt bewegen.
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon NMA » Sa 3. Jan 2015, 13:01

viewtopic.php?f=19&t=33731&p=1876493&hilit=Waldsterben#p1876493

NMA hat geschrieben:Aus Küster, Hansjörg 2008: Geschichte des Waldes:

"(...)Dabei waren die Waldschäden, die man zuerst bei der Tanne, dann bei anderen Baumarten diagnostizierte, keineswegs neu. Seit dem 19. Jahrhundert wusste man, dass Bäume durch Rauch geschädigt werden; in der Nähe von Erzaufbereitungsanlagen im Harz, Erzgebirge, Siegerland starben Bäume ab. Schon damals regte man an, Schornsteine zu erhöhen und die Schadstoffe in größere Höhen zu emittieren, doch war man von Anfang an sich darüber im Klaren, dass dies zu einer weiteren Verbreitung der Schadstoffe und zu einer Schädigung von Bäumen in einem größeren Gebiet führen würde. Dass dies mutmaßlich bereits eingetreten war, bemerkte man um 1980. In den Jahren zuvor schon mehrten sich Hinweise auf Schädigungen bei Tannen im Schwarzwald und in anderen Gebirgen, die man sich zunächst nicht erklären konnte; seit 1979 lag es auf der Hand: Der Saure Regen, in dem die Industrie-Emissionen wieder auf die Erde zurückfielen, schien die Wälder zu zerstören. In Illustrierten und Magazinen wurde alsbald der Untergang der Wälder prophezeit. Eilends entwickelte man Schätzverfahren, mit denen objektiv die Zu- oder Abnahme der Walderkrankung gemessen werden sollte. Detailgetreue Fotos zeigten die Zustände gesunder und geschädigter Bäume; an diesen Bildern wurden die Augen der Schätzer geschult, die den Zustand des Waldes ermitteln sollten. Von Jahr zu Jahr waren die Schätzer besser ausgebildet, und man muss den Eindruck haben, dass allein durch ihre bessere Schulung die als geschädigt deklarierten Flächen zugenommen haben.

Inzwischen weiß man, dass das Ende des Waldes nicht gekommen ist. Vielmehr stellt sich heraus, dass gerade in den Jahren, in den das Waldsterben entdeckt wurde, viele Bäume besonders gute Zuwachsraten erbrachten. Waren sie also wirklich sterbenskrank? Heinz Ellenberg, jahrzehntelang einer der führenden Ökologen in Deutschland, bemängelte vor allem die "Objektivität" des Schätzverfahrens für den Zustand der Wälder. Denn da waren Bilder von Waldzuständen zu sehen, die nicht in einer Zeitreihe am gleichen Baum aufgenommen worden waren, sondern bei Bäumen, die an unterschiedlichen Standorten wuchsen. Selbstverständlich haben Bäume auf günstigen Standorten mehr Blätter und Nadeln als solche auf ungünstigen. Auch wurde vor Einführung des Schätzverfahrens nicht geklärt, ob die geschädigten Bäume nicht nur deswegen so aussahen, weil sie auf einem ungünstigen Standort wuchsen, in Wirklichkeit also ihrem Milieu entsprechend gesund waren. (1)
Abgesehen davon: Es konnte bis heute nicht geklärt werden, inwieweit Emissionen der Industrie an den Baumschäden in großen Regionen beteiligt waren und sind. Es wurden und werden viele verschiedene Ursachen für die "neuartigen Waldschäden“ ins Gespräch gebracht. Möglicherweise wirkten die sauren Depositionen aus den Niederschlägen direkt auf Nadeln und Blätter ein. Oder sie machten sich vor allem im Boden bemerkbar, weil sie unmittelbar die Wurzeln der Bäume schädigten oder zur Verlagerung von bestimmten chemischen Elementen führten, die dann zur Ernährung der Bäume nicht mehr zur Verfügung standen. Oder es wurde zu viel toxisches Aluminium freigesetzt. (…)
Ellenberg bekannte, dass viele Ökologen längst wussten, dass das Waldsterben in der prognostizierten Form(2) nicht eintrat, doch schwiegen sie darüber. Das Phänomen Waldsterben hatte nämlich weite Teile der Bevölkerung Deutschlands tief schockiert und die Politiker zum Handeln genötigt(3). Es wurden große Anstrengungen unternommen, die Luft zu reinigen.(…)(4)Die Luft wurde nicht nur in Deutschland, wo der Schock über das Sterben der Wälder besonders tief saß, sondern auch in vielen anderen Industrieländern messbar erheblich sauberer. „Ökologie“ wurde zu einem populären Anliegen und ökologische Forschung im Zusammenhang mit der Waldschadensforschung(5) ganz erheblich ausgebaut. Dies ist alles zweifellos positiv zu bewerten; jede Pressemeldung über das Waldsterben gab Anlass zum Handeln und begünstigte ökologische Forschungsprojekte. Bei der Luftreinhaltung und anderen Umweltschutzmaßnahmen entwickelte sich Deutschland bald zu einer weltweit führenden Nation. Auch in anderen Industriestaaten dachte man verstärkt über den Schutz der Umwelt und die Reinhaltung der Luft nach, ergriff Maßnahmen, die sich oft an den Vorbildern der Deutschen orientierten, und man begann, auf internationaler Ebene über die Zukunft des Planeten nachzudenken. Daher war klar: Aus politischen Gründen und im Interesse der Zukunft der Menschheit war es opportun, das Ausmaß des Waldsterbens nicht kleiner zu reden, als es zu sein schien.(7)
Wenn Ökologen heute bekennen, sie hätten gewusst, dass das Waldsterben nicht den gleichen Umfang hatte und hat, wie es berichtet worden war, könnte ökologische Forschung in Misskredit kommen. Dies ist aber gefährlich, denn gerade die Waldschadensforschung, die durch das Phänomen Waldsterben in Gang kam, hat wesentliche Zusammenhänge in Waldökosystemen aufgedeckt. Und es sind noch längst nicht alle relevanten Forschungsfragen in Angriff genommen worden. Vor allem hat man über langfristige Änderungen und über die Dynamik in Ökosystemen bisher viel zu wenig nachgedacht, (…)
Von einer ganz wesentlichen Folge der Diskussion um das Waldsterben war bisher noch gar nicht die Rede: Man dachte nun auch verstärkt über das rigorose Abholzen des tropischen Regenwalds im Amazonasgebiet, in Afrika und Südostasien nach. (…)(6)"

(1) Freilich wurden methodische Fehler bei solchen Unternehmungen immer gemacht. Aber es ist ein herausgegriffenes Beispiel. Ich möchte schon ergänzen: Schon damals gab es heftige Kontroversen zwischen Forschern, sprich, es gab auch viele, welche sinnvoller arbeiteten bzw. ihren Beitrag leisteten, dass solche Fehler erkannt, kritisiert und korrigiert werden.
(2) Besser: In diesem Ausmaß
(3) Man kann Politiker offenbar doch zum Handeln bringen. :eek:
(4) Katalysator, Bleifrei, Luftfilter usw … hat das Jemandem weh getan? Nein, das war Futter für die Konjunktur und beschaffte Innovationsschübe.
(5) Da haben wir also die sachliche Bezeichnung. Wald ist in Deutschland ein erheblicher Wirtschaftsfaktor, vom Rohstoff bis zum Tourismus. „Waldschadensforschung“ ist die Aufgabe, sehr wertvolle Erkenntnisse für optimale Ausnutzung eines nachhaltigen Wachstumpotenzials sind die Ergebnisse. Erst das Problem „Waldsterben“ schaffte unabhängig vom sauren Regen auch Bewusstsein für das Problem „Borkenkäfer“ . Die Konsequenzen sind heute offensichtlich: Klugerweise forstet man nun schon lange viel mehr Mischwälder auf. Heute wird das sichtbar: Mehr stabile, gesunde, wertvolle Mischwälder. Monokulturen sind gezielter gesetzt und insgesamt seltener
(6) Mit dem Ergebnis, dass inzwischen die Fläche des brasilianischen Regenwaldes heute endlich aufgehört hat zu schwinden.

(7) Das kann man gar nicht dick genug unterstreichen. Es ist definitiv aus mehrerlei Gründen wichtig für die Zukunft der Menscheit, vom Schlimmsten auszugehen. Das Waldsterben war nie eine Lüge. Der Dilettantismus, der zur Panikmache geführt hat, habt aber die notwendigen, richtigen Maßnahmen erheblich beschleunigt.
Man übertrage das bitte jetzt auf den Klimawandel.
Zuletzt geändert von NMA am Sa 3. Jan 2015, 13:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon ThorsHamar » Sa 3. Jan 2015, 13:02

Martin** » vor weniger als einer Minute hat geschrieben:Der Spiegel setzt die Themen, welche die virtuelle Welt bewegen.


Nein, Der Spiegel ist nur Werkzeug.
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon Martin** » Sa 3. Jan 2015, 13:09

ThorsHamar » Sa 3. Jan 2015, 13:02 hat geschrieben:
Nein, Der Spiegel ist nur Werkzeug.

und diejenigen, welche die Spiegel-Themen aufgreifen, erst recht.
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon X3Q » Sa 3. Jan 2015, 20:09

Aus dem Blickwinkel eines Hammers sieht halt alles irgendwie wie ein Nagel aus ;)

--X
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon ThorsHamar » Sa 3. Jan 2015, 21:19

X3Q » Heute 20:09 hat geschrieben:Aus dem Blickwinkel eines Hammers sieht halt alles irgendwie wie ein Nagel aus ;)

--X


Tja, Nagel oder Hammer sein .... :cool:
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon jack000 » Sa 3. Jan 2015, 21:27

So richtig witzig waren diese Trittbrettfahrer hier:
http://www.packpapierverlag.de/wp-conte ... 00x291.jpg

Aber gut zu wissen, dass diese Lüge nun unwiederkehrbar widerlegt ist und das man inzwischen genauer hinschaut wenn diese Besserwisser mit erhobenen Zeigefinger einem etwas auftischen wollen.
Zuletzt geändert von jack000 am Sa 3. Jan 2015, 21:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon Marmelada » Sa 3. Jan 2015, 21:37

Von Lüge war nirgends die Rede. Falls der oben von NMA eingstellte Text überfordert, hier nochmal aus dem Eingangslink.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 09580.html
War alles nur Hysterie? Darüber streiten sich die Gelehrten bis heute. "Die Politik hat erkannt, dass etwas falsch läuft und rechtzeitig Gegenmaßnahmen umgesetzt", sagt Bernhard Ulrich im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. "Sonst wären große Teile des Waldes schwer geschädigt worden, wie in den Mittelgebirgen." Genauso sieht es Klaus-Hermann von Wilpert von der Baden-Württembergischen Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg. Dass Waldsterben heute kein großes Thema mehr sei, "ist der Fluch der guten Tat".

"Es geht dem deutschen Wald gut"

Spiecker widerspricht: "Das Waldsterben gab es gar nicht. Der saure Regen hat den Bäumen relativ wenig angetan", sagt der Freiburger Professor. Im Schwarzwald etwa seien in den 1980ern "maximal zehn Prozent von dem, was durchschnittlich zuwächst, abgestorben".

Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte. "Beide Seiten haben auf ihre Weise recht", meint Andreas Bolte, Leiter des staatlichen Thünen-Instituts für Waldökosysteme in Eberswalde. "Viele Bäume kommen besser mit einem sauren Bodenmilieu zurecht als erwartet." Andererseits hätten die Schutzmaßnahmen aber auch eine Menge gebracht: Vor allem die Belastung durch Schwefeldioxid sei dramatisch zurückgegangen: "Ende der 1980er wurden oft noch 25 bis 30 Kilo Schwefeleintrag pro Hektar und Jahr gemessen; heute sind es nur noch drei bis vier Kilogramm." Hätten Ulrich und andere damals nicht so laut gewarnt, wäre der Wald heute in einem wesentlich schlechteren Zustand.
Dr. Nötigenfalls

Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon Dr. Nötigenfalls » Sa 3. Jan 2015, 21:58

Waldsterben ?
Bitte keine relevanten Themen sowas verwirrt nur das Wahlvieh.
:D :cool:
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon jack000 » Sa 3. Jan 2015, 22:28

Marmelada » Sa 3. Jan 2015, 21:37 hat geschrieben:Von Lüge war nirgends die Rede. Falls der oben von NMA eingstellte Text überfordert, hier nochmal aus dem Eingangslink.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 09580.html

Aus dem geht genau die rot markierte Aussage hervor:
Hätten Ulrich und andere damals nicht so laut gewarnt, wäre der Wald heute in einem wesentlich schlechteren Zustand.

=> Demnach wurde ein Bewustsein geschaffen, dass Maßnahmen notwendig waren um den Wald zu retten, da es tatsächlich problematisch um den Wald bestellt war. Daher wurden entsprechende Maßnahmen getroffen, die den Wald retteten.

Was aber verkauft wurde war, dass es ein Tempolimit von 100km/h auf deutschen Autobahnen benötigt um den Wald zu retten und das war schlichtweg frei erfunden und Trittbrettfahrerei auf der Basis einer Lüge, denn das Thema Waldsterben hat sich erledigt, aber es gibt nach wie vor kein generelles Tempolimit und selbst wenn es eines gäbe, wäre das niemals 100km/h da das niemand fordert ... nicht einmal die Grünen:
https://www.gruene-bundestag.de/parlame ... 88430.html
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon frems » Sa 3. Jan 2015, 22:33

jack000 » Sa 3. Jan 2015, 22:28 hat geschrieben:Aus dem geht genau die rot markierte Aussage hervor:

=> Demnach wurde ein Bewustsein geschaffen, dass Maßnahmen notwendig waren um den Wald zu retten, da es tatsächlich problematisch um den Wald bestellt war. Daher wurden entsprechende Maßnahmen getroffen, die den Wald retteten.

Was aber verkauft wurde war, dass es ein Tempolimit von 100km/h auf deutschen Autobahnen benötigt um den Wald zu retten und das war schlichtweg frei erfunden und Trittbrettfahrerei auf der Basis einer Lüge, denn das Thema Waldsterben hat sich erledigt, aber es gibt nach wie vor kein generelles Tempolimit und selbst wenn es eines gäbe, wäre das niemals 100km/h da das niemand fordert ... nicht einmal die Grünen:
https://www.gruene-bundestag.de/parlame ... 88430.html

Jack. :D

Heijeijei. Es ging damals um zahlreiche Maßnahmen, die man nicht alle umsetzte und einige auch nur teilweise. Der dickste Brocken waren wohl die Filter für (alte) Kohlekraftwerke. Wenn das ausreicht, damit sich der Wald erholen konnte, ist es doch gut. Daraus muß man jetzt doch kein "Ich will Spaß, ich geb Gas" machen. :p
Labskaus!

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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon Tantris » So 4. Jan 2015, 01:34

ThorsHamar » Sa 3. Jan 2015, 14:02 hat geschrieben:
Nein, Der Spiegel ist nur Werkzeug.


Der großen logen oder der jüdischedn weltverschwörung?

Wem gehört denn der spiegel?
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon odiug » So 4. Jan 2015, 03:01

Lomond » Sa 3. Jan 2015, 12:44 hat geschrieben:Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?



Mehr dazu: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 09580.html

Ja, was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Kennt ihr sterbende Wälder in Deutschland - oder sonstwo in Europa?

Der Zustand der Waelder in Deutschland hat sich Dank der Umweltgesetzgebung und dem Einsatz von moderner Filtertechnik erheblich verbessert.
Das ist mal ein gutes Beispiel fuer verantwortungsvolle Politik.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon Oder » Mi 14. Jan 2015, 20:54

Hallo,

das Waldsterben geht lustig weiter.
Die Erdbevölkerung wächst unaufhörlich und damit die Gier.
Der Waldboden ist billiger als Ackerland und dieses wieder
billiger als Bauland. Für große Industrieanlagen wird immer
Waldboden gewählt.

Gruß Oder
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon frems » Mi 14. Jan 2015, 20:58

Oder » Mi 14. Jan 2015, 20:54 hat geschrieben:Hallo,

das Waldsterben geht lustig weiter.
Die Erdbevölkerung wächst unaufhörlich und damit die Gier.
Der Waldboden ist billiger als Ackerland und dieses wieder
billiger als Bauland. Für große Industrieanlagen wird immer
Waldboden gewählt.

Gruß Oder

Hallo Oder,

in Deutschland bezeichnet das Waldsterben nicht eine Abnahme der Waldbestände durch eine andere Flächeninanspruchnahme mit anschließender Konversion, sondern ein Sterben von Bäumen durch Umweltverschmutzung (in der Regel Luft-, aber auch Bodenqualität). Den Beständen geht's relativ gut bei uns:

Mehr Wald, weniger Landwirtschaft: Ein Atlas zeigt, dass sich die Hälfte der Landschaft Europas seit 1900 verändert hat. Der Umweltforscher Richard Fuchs erklärt im Interview den Wandel der Natur.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 06078.html

Mag in Bangladesch und Brasilien sicherlich andres aussehen. Aber das wäre eine andere Baustelle.

Herzlichst,
FJW
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon Dieter Winter » Mi 14. Jan 2015, 21:40

ThorsHamar » Sa 3. Jan 2015, 21:19 hat geschrieben:
Tja, Nagel oder Hammer sein .... :cool:


Da halt ich's mit Simon & Garfunkel. ;)
Dieter Winter
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Re: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Beitragvon Dieter Winter » Mi 14. Jan 2015, 21:43

Lomond » Sa 3. Jan 2015, 12:44 hat geschrieben:Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?



Wurde zu Gunsten des Klimawandels abgesagt.

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