genetische Unterschiede

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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon Voight-Kampff » Mo 19. Mär 2018, 09:58

H2O hat geschrieben:(18 Mar 2018, 23:04)

Oi oi oi, die heutige Bevölkerung nach Völkerwanderung und Hunnensturm und 30-jährigem Krieg simulieren, das wird aber ein Heidendurcheinander in diesem Hexenkessel!

Die "Wachwechsel" (Ich mag den Ausdruck) waren ja jeweils ein weitgehender genetischer Austausch. Auf einen alteingesessenen kamen so in der Größenordnung von 10 Neuankömmlingen. Die genetische Ausstattung der Neuankömmlinge hatte tausende Km zurückgelegt. Hunnensturm und 30-jähriger Krieg sind, vergleichsweise, genetische Details. Die Neuankömmlinge waren entweder wenige und/oder waren den Alteingesessenen genetisch sehr ähnlich.
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon Voight-Kampff » Mo 19. Mär 2018, 09:59

Ammianus hat geschrieben:(18 Mar 2018, 22:46)

Wohin sollen sie denn sonst sein? Vermischungen waren so gut wie kaum vorhanden, aber dann kamen sie wieder - Trichterbecherkultur. Archäologisch waren die Jäger-Sammler-Populationen an den Küsten nicht vom Vordringen der Bauern aus Südosteuropa betroffen.

(ursprüngliches Posting gelöscht, und dann noch mal, Ammianus)

Keine Quellenangabe für den "aktuell untersuchten genetischen Befund"? Das ist Schade.
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon Watchful_Eye » Fr 23. Mär 2018, 15:37

In this way, a consensus was established that among human populations there are no differences large enough to support the concept of “biological race.” Instead, it was argued, race is a “social construct,” a way of categorizing people that changes over time and across countries.

It is true that race is a social construct. It is also true, as Dr. Lewontin wrote, that human populations “are remarkably similar to each other” from a genetic point of view.

I have deep sympathy for the concern that genetic discoveries could be misused to justify racism. But as a geneticist I also know that it is simply no longer possible to ignore average genetic differences among “races.” [...]

Groundbreaking advances in DNA sequencing technology have been made over the last two decades. These advances enable us to measure with exquisite accuracy what fraction of an individual’s genetic ancestry traces back to, say, West Africa 500 years ago — before the mixing in the Americas of the West African and European gene pools that were almost completely isolated for the last 70,000 years. With the help of these tools, we are learning that while race may be a social construct, differences in genetic ancestry that happen to correlate to many of today’s racial constructs are real.

Recent genetic studies have demonstrated differences across populations not just in the genetic determinants of simple traits such as skin color, but also in more complex traits like bodily dimensions and susceptibility to diseases. For example, we now know that genetic factors help explain why northern Europeans are taller on average than southern Europeans, why multiple sclerosis is more common in European-Americans than in African-Americans, and why the reverse is true for end-stage kidney disease.

I am worried that well-meaning people who deny the possibility of substantial biological differences among human populations are digging themselves into an indefensible position, one that will not survive the onslaught of science. I am also worried that whatever discoveries are made — and we truly have no idea yet what they will be — will be cited as “scientific proof” that racist prejudices and agendas have been correct all along, and that those well-meaning people will not understand the science well enough to push back against these claims.
https://www.nytimes.com/2018/03/23/opin ... -race.html

Ein "richtiger" Beitrag kommt von mir die Tage mal wieder, wollte das nur mal loswerden :) bin sehr erfreut darüber, dass die Debatte mittlerweile in der New York Times offen diskutiert wird.
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon H2O » Fr 23. Mär 2018, 15:55

Ziemlich verwirrend diese Darstellung: Ja, die Unterschiede sind gering. Doch es gibt sie, auch genetisch nachweisbar anhand von Körpergröße und Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten. Und nein, irgendwelche Vorurteile treffen nicht zu, die in der Vergangenheit diesen Rassen angehängt wurden.

Da beansprucht aus meiner Sicht allen Ernstes ein Fachmann aufgrund seiner herausragenden Stellung in der Fachwelt die alleinige Hoheit über Schlußfolgerungen. Alle anderen sind entweder zu bösartig oder zu dumm dazu.
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon Voight-Kampff » Sa 24. Mär 2018, 12:24

Watchful_Eye hat geschrieben:(23 Mar 2018, 15:37)

https://www.nytimes.com/2018/03/23/opin ... -race.html

Ein "richtiger" Beitrag kommt von mir die Tage mal wieder, wollte das nur mal loswerden :) bin sehr erfreut darüber, dass die Debatte mittlerweile in der New York Times offen diskutiert wird.

Was heißt "mittlerweile"? Gerade in den USA wird die Thematik seit jeher heiß diskutiert. Daran wird sich auch nicht so bald etwas ändern. Schließlich wird in den USA auch die Abstammung des Menschen vom Affen noch heiß diskutiert.
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon Voight-Kampff » Sa 24. Mär 2018, 12:41

H2O hat geschrieben:(23 Mar 2018, 15:55)

Ziemlich verwirrend diese Darstellung: Ja, die Unterschiede sind gering. Doch es gibt sie, auch genetisch nachweisbar anhand von Körpergröße und Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten. Und nein, irgendwelche Vorurteile treffen nicht zu, die in der Vergangenheit diesen Rassen angehängt wurden.

Da beansprucht aus meiner Sicht allen Ernstes ein Fachmann aufgrund seiner herausragenden Stellung in der Fachwelt die alleinige Hoheit über Schlußfolgerungen. Alle anderen sind entweder zu bösartig oder zu dumm dazu.


Ich hatte das Gefühl, dass er einfach zuviel abhandeln wollte. Zuviel differenzieren.
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon H2O » Sa 24. Mär 2018, 13:11

Voight-Kampff hat geschrieben:(24 Mar 2018, 12:41)

Ich hatte das Gefühl, dass er einfach zuviel abhandeln wollte. Zuviel differenzieren.


Mich verblüfft, daß die Redakteure der Zeitschrift diesen Widerspruch nicht auflösen mochten. Er ist doch sogar mir als Nichtfachmann aufgefallen!
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon Watchful_Eye » Sa 24. Mär 2018, 13:30

Voight-Kampff hat geschrieben:(24 Mar 2018, 12:24)
Was heißt "mittlerweile"? Gerade in den USA wird die Thematik seit jeher heiß diskutiert. Daran wird sich auch nicht so bald etwas ändern. Schließlich wird in den USA auch die Abstammung des Menschen vom Affen noch heiß diskutiert.

Ich meine, außerhalb von spinnerten rechten Kreisen. ;)
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon Voight-Kampff » Sa 24. Mär 2018, 13:50

H2O hat geschrieben:(24 Mar 2018, 13:11)

Mich verblüfft, daß die Redakteure der Zeitschrift diesen Widerspruch nicht auflösen mochten. Er ist doch sogar mir als Nichtfachmann aufgefallen!

Wenn man mit dem Mikroskop auf eine glatte Oberfläche blickt, kann man Berge und Täler entdecken.
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon Voight-Kampff » Sa 24. Mär 2018, 13:52

Watchful_Eye hat geschrieben:(24 Mar 2018, 13:30)

Ich meine, außerhalb von spinnerten rechten Kreisen. ;)

Es ist noch nicht so lange her, dass Rasseglauben Mainstream war. Die USA hatten auch keinen solchen Schnitt wie Deutschland '45. Ohne die Diskussion im Mainstream wäre das nicht überwunden worden.
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon H2O » Sa 24. Mär 2018, 15:28

Voight-Kampff hat geschrieben:(24 Mar 2018, 13:50)

Wenn man mit dem Mikroskop auf eine glatte Oberfläche blickt, kann man Berge und Täler entdecken.


Dafür werden diese Geräte schließlich doch gebaut. Man möchte mehr sehen.
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon Voight-Kampff » So 25. Mär 2018, 18:07

Watchful_Eye hat geschrieben: https://www.nytimes.com/2018/03/23/opin ... -race.html

Ein "richtiger" Beitrag kommt von mir die Tage mal wieder, wollte das nur mal loswerden :) bin sehr erfreut darüber, dass die Debatte mittlerweile in der New York Times offen diskutiert wird.


Nach etwas Nachdenken, stellen sich mir 2 Fragen:
1)Was für gedankliche Werkzeuge kann man den Leuten in die Hand geben, damit sie neue Erkenntnisse nicht im Rasseglauben missverstehen?
2)Wenn man GENEtische Unterschiede zwischen Gruppen entdeckt, die womöglich Verhaltensunterschiede erklären (Z.B. zwischen eng Verwandten), wie sollte man damit umgehen?

-Beitrag korrigiert -Stichelei entfernt H2O
Zuletzt geändert von Voight-Kampff am So 25. Mär 2018, 19:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 25. Mär 2018, 19:23

Voight-Kampff hat geschrieben:(25 Mar 2018, 19:07)

Nach etwas Nachdenken, stellen sich mir 2 Fragen:
1)Was für gedankliche Werkzeuge kann man den Leuten in die Hand geben, damit sie neue Erkenntnisse nicht im Rasseglauben missverstehen?
2)Wenn man statistische Unterschiede zwischen Gruppen entdeckt, die womöglich Verhaltensunterschiede erklären (Z.B. zwischen Ost- und Westdeutschen), wie sollte man damit umgehen?

Da ist doch eher zu hinterfragen, ob nicht Gleichzeitigkeit als Kausalität mißverstanden wurde.
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon Voight-Kampff » So 25. Mär 2018, 20:34

Voight-Kampff hat geschrieben:(25 Mar 2018, 19:07)
2)Wenn man GENEtische Unterschiede zwischen Gruppen entdeckt, die womöglich Verhaltensunterschiede erklären (Z.B. zwischen eng Verwandten), wie sollte man damit umgehen?

Aha. Warum kann man sowas in Bezug auf Hautfarbe diskutieren aber nicht in Bezug auf für Deutschland relevantere Gruppen?
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon H2O » So 25. Mär 2018, 20:42

Voight-Kampff hat geschrieben:(25 Mar 2018, 21:34)

Aha. Warum kann man sowas in Bezug auf Hautfarbe diskutieren aber nicht in Bezug auf für Deutschland relevantere Gruppen?


Gibt es in Deutschland keine eng verwandten Gruppen? Sticheleien müssen hier nicht sein.
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon Voight-Kampff » So 25. Mär 2018, 21:31

H2O hat geschrieben:(25 Mar 2018, 21:42)

Gibt es in Deutschland keine eng verwandten Gruppen? Sticheleien müssen hier nicht sein.

Die blosse Erwähnung, dass ein unbestimmter Unterschied in Zukunft entdeckt werden könnte ist also eine Stichelei. Aber es ist akzeptabel, wenn User in diesem Thread altbekannte rassistische Klischees durchkauen?
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon H2O » So 25. Mär 2018, 21:49

Voight-Kampff hat geschrieben:(25 Mar 2018, 22:31)

Die blosse Erwähnung, dass ein unbestimmter Unterschied in Zukunft entdeckt werden könnte ist also eine Stichelei. Aber es ist akzeptabel, wenn User in diesem Thread altbekannte rassistische Klischees durchkauen?


Der Vorwurf richtet sich dann aber gegen mich, weil ich hier moderieren möchte, ohne in allen Themen sattelfest zu sein. Ich möchte Sie bitten... und andere Teilnehmer auch... dieses Bemühen zu würdigen. Würde man hier die Dinge treiben lassen, hätten wir hier sehr bald eine riesige Streiterei ohne jeden Gewinn für die Sache. Lassen Sie uns die Sache unter diesem Gesichtspunkt ruhig und höflich abhandeln.
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon Voight-Kampff » So 25. Mär 2018, 22:42

H2O hat geschrieben:(25 Mar 2018, 22:49)

Der Vorwurf richtet sich dann aber gegen mich, weil ich hier moderieren möchte, ohne in allen Themen sattelfest zu sein. Ich möchte Sie bitten... und andere Teilnehmer auch... dieses Bemühen zu würdigen. Würde man hier die Dinge treiben lassen, hätten wir hier sehr bald eine riesige Streiterei ohne jeden Gewinn für die Sache. Lassen Sie uns die Sache unter diesem Gesichtspunkt ruhig und höflich abhandeln.

Kannst du mir konkret erklären warum z.B. dieser Post akzeptabel ist?
Beachte, dass ich nicht verlange, dass dieser Post moderiert wird. Ich halte das nicht für zweckdienlich. Ich will wissen, was für ein Gedankengang hinter dieser Ungleichbehandlung steht.
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon H2O » Mo 26. Mär 2018, 08:13

Voight-Kampff hat geschrieben:(25 Mar 2018, 23:42)

Kannst du mir konkret erklären warum z.B. dieser Post akzeptabel ist?
Beachte, dass ich nicht verlange, dass dieser Post moderiert wird. Ich halte das nicht für zweckdienlich. Ich will wissen, was für ein Gedankengang hinter dieser Ungleichbehandlung steht.


Ich habe in diesem Strang erst einmal gar nichts in die Ablage verschoben, weil ich meine Kollegen in der Moderation um deren Meinung gebeten habe. Und an der Reihenfolge der Wortmeldungen erkennt man sehr gut, wie sich diese Kabbeleien hier wiederholt entwickeln. Wenn in vertretbarer Zeit von meinen Kollegen nichts kommt, handele ich nach eigenem Ermessen.

Den Beitrag in einem anderen Strang habe ich überhaupt nicht bearbeitet, weil ich damals noch gar keine Moderationsrechte hatte. Aber ich will gewissenhaft meine vor mir liegenden Aufgaben erfüllen. Die Vergangenheit räume ich nur nach Aufforderung durch den Vorstand auf.
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Re: genetische Unterschiede

Beitragvon Nomen Nescio » Di 27. Mär 2018, 11:51

in den letzten zehn jahre hat man wahnsinnig viel fortschritte bzgl DNA gemacht.

man kann jetzt sagen was augenfarben sind; blutgruppen; mehrere krankheiten; usw.
es dauert nicht lange mehr daß man auf grund des schlaimhauts der wange dich von A bis Z völlig charakterisieren kann. und dann beginnt die elend erst recht. z.b. krankenversicherungen finden daß du eine höhere prämie zahlen muß, denn risiko gefährdet.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«

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