Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Moderator: Moderatoren Forum 7

Benutzeravatar
Cat with a whip
Beiträge: 10202
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 20:49

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Cat with a whip » Do 7. Nov 2013, 08:58

Das Thema ist so gestellt, ich kann doch nichts dafür.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
cronos

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon cronos » Do 7. Nov 2013, 09:04

Dragus » Mi 6. Nov 2013, 23:27 hat geschrieben:Nein, das ist eindeutig eine Frage wissenschaftlicher Beobachtung. Die theoretischen Modelle zur Sternen- und Planetenentstehung waren und sind nicht weit genug fortgeschritten, um ausreichend sichere Aussagen über die Wahrscheinlichkeit erdähnlicher Planeten zu erlauben.


Wissenschaftliche Beobachtungen gibt es nicht und wird es, sicher, auch nicht geben, weil diese Beobachtungen von physikalischen Dingen abhängen wie Ausbreitungsgeschwindigkeit der elektromagnetischen oder der Lichtwellen, die eben letztlich bei c liegt. .
Eine technische Zivilisation, die, wie im Fall der Erde, erst rund 100 Jahre dauert, ist entsprechend 8000 Lichtjahre von uns entfernt, würde also erst im Erdjahr 10.000 für uns, sichtbar sicher nicht, aber hörbar sein.

Warum soll es eigentlich bei einer Reihe von Planeten der einige hundert Millionen Sonnen, bei denen mit Sicherheit Voraussetzungen stattgefunden haben wie in inserem Sonnensystem NICHT zu der auf der Erde vergleichbaren Entwicklungen gekommen sein ?
Die Physik und Chemie gilt im ganzen Universum.
Dragus
Beiträge: 3349
Registriert: Mo 19. Aug 2013, 21:22
Wohnort: Paraguay

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Dragus » Do 7. Nov 2013, 15:16

DarkLightbringer » Do 7. Nov 2013, 03:15 hat geschrieben:Natürlich. Die Ausweitung von Räumen bedeutet nicht notwendigerweise die Ausweitung des Denkens. Andererseits hat etwa die Entdeckung Amerikas durch Europäer auch zu neuen Inspirationen geführt.

Der Sprung zur kosmischen Zivilisation setzt so viel voraus, dass demgegenüber das Denken Anfang des 21. Jahrhunderts vermutlich sehr antiquiert sein dürfte.
In der "Utopia", 1516 (!) erschienen, von Thomas Morus, geht es bereits um die Idealgesellschaft - Geld und Privateigentum sind abgeschafft. Aber ist nicht gerade die radikale Vorstellung von einer Idealgesellschaft Ausgangspunkt einer menschlichen Problematik, eben des Extremismus? Wenn ja, ist deine Vorahnung des "intergalaktischen Krieges" gewiss nicht abwegig.
Interessant wäre m. E., wenn man mal auf wirklich neue Gedanken käme. ;)

Wirklich neue Gedanken, ich bin jetzt mal ganz gemein: Wirklich neue Gedanken braucht es nicht, um in Frieden zusammen zu leben. Beinahe jede Gesellschaftsform könnte in Frieden leben, wenn auf individueller Ebene die Gesetze respektiert würden und auf kollektiver Ebene die Staatsgrenzen. :D

Dann kommen Gier, Neid, Rasse, Chauvinismus, Eifersucht, Minderwertigkeitskomplexe, Gottes einzige Wahrheit usw.

Alles bereits bekannt, neue Gedanken werden da nichts bringen. Die Schwierigkeit die optimale Gesellschaft zu formulieren oder möglicherweise den "guten" Menschen liegen darin, das der Mensch über seine biologische Destination der Weitergabe seiner Gene an die nächste Generation eine zweckfreie Existenz ist, wie das ganze andere Leben auf der Erde auch.

Auf der Suche nach einer "besseren" Organisation unserer Gesellschaft entsteht damit automatisch das Problem, eine geisteswissenschaftliche Diskussion (Moral) auf einen naturwissenschaftlichen Gegenstand (Mensch) zu übertragen. Das nennt man einen Kathegorienbruch, denn beides hat nichts miteinander zu tun.

Ein gutes Messer, ist z.Bsp. ein Messer das scharf ist. Wie kommt man darauf? Über den von Menschen definierten Zweck, nämlich das Messer zum schneiden verwendet werden. Seine Eigenschaften werden also in Bezug auf seine Funktion bewertet.
Was ist aber ein "guter" Mensch? Da kann man nun verschiedene Antworten geben, aber ohne vorher einen Zweck für die Existenz den Menschen zu definieren, ist überhaupt keine Wertung der dazu benötigten Eigenschaften möglich und damit auch keine Forderungen bezüglich dessen, was sich am Menschen oder der Gesellschaft ändern müsste.

Damit wären wir dann über die ursprüngliche Fragestellung hinaus, die in sich genommen keinen Sinn ergibt. Würde der Mensch nach einem "Reset" die gleichen Fehler machen, setzt voraus, das er überhaupt Fehler macht. Etwa die gleiche Ebene wie: Wenn wir den Wald komplett abholzen und ihm die Möglichkeit geben, neu zu wachsen, wächst er dann auf die gleiche Weise oder entsteht eine andere Flora und Fauna? Aber wo ist der Fehler?

Der einzige rationale Sinn, den Leben erfüllt, ist Fortpflanzung. Will man etwas verbessern, muss ein Zweck definiert werden: Welchen Zweck soll die menschliche Existenz erfüllen?
Ohne diese Frage vorher zu beantworten ist die Aussage, er mache Fehler, schlichtweg sinnlos. Er funktioniert biologisch betrachtet genau so, wie er sich in der Natur durchgesetzt hat. Darüber hinaus ist sich die Bioethik einig, das die menschliche Existenz keinem Zweck zu unterwerfen ist, weil er sonst zu einem biotechnischen technischen Gegenstand wird und jegliches gentechnisches oder anderes Wissen anwendbar wäre, um ihn entsprechen den von bestimmenden Interessengruppen entworfenen Zwecken um zu formen, so wie man es bei Nutztieren macht.

Von daher die eigentliche Frage:
Wie stellt sich der Fragesteller eine "gute Gesellschaft" vor und was müsste man am Menschen ändern bzw. welche müsste man auslöschen (bestrafen, umerziehen), damit diese Gesellschaft funktioniert? (Kennen wir aus dem Sozialismus und anderen Ideologien, welche die Gesellschaft einem höheren Zweck unterwerfen wollen . . . )
Dragus
Beiträge: 3349
Registriert: Mo 19. Aug 2013, 21:22
Wohnort: Paraguay

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Dragus » Do 7. Nov 2013, 15:18

cronos » Do 7. Nov 2013, 03:34 hat geschrieben:
Wissenschaftliche Beobachtungen gibt es nicht und wird es, sicher, auch nicht geben, weil diese Beobachtungen von physikalischen Dingen abhängen wie Ausbreitungsgeschwindigkeit der elektromagnetischen oder der Lichtwellen, die eben letztlich bei c liegt. .
Eine technische Zivilisation, die, wie im Fall der Erde, erst rund 100 Jahre dauert, ist entsprechend 8000 Lichtjahre von uns entfernt, würde also erst im Erdjahr 10.000 für uns, sichtbar sicher nicht, aber hörbar sein.

Warum soll es eigentlich bei einer Reihe von Planeten der einige hundert Millionen Sonnen, bei denen mit Sicherheit Voraussetzungen stattgefunden haben wie in inserem Sonnensystem NICHT zu der auf der Erde vergleichbaren Entwicklungen gekommen sein ?
Die Physik und Chemie gilt im ganzen Universum.

Die Naturwissenschaften sind deskriptive Wissenschaften. Sie beschäftigen sich ausschließlich damit, Beobachtungen/Messergebnisse zu erklären ;)
Das es mehr Planeten gibt, ist auch der Beobachtung zu verdanken, nämlich dem Gravitationslinseneffekt, den Planeten erzeugen, wenn sie auf der Umlaufbahn um ihre Sonne die Linie des Beobachters schneiden. Ein entsprechend hochsensibler Sensor wurde zur Suche nach dunkler Materie konstruiert, bei der Inbetriebnahme ergaben sich dann Messdaten, die nach weiterer Analyse als Gravitiationslinseneffekt von Planeten erkannt wurden. Damit verfügt man erstmals über eine Technik, Planeten in Systemen bestimmen zu können. Bisher war das bei nicht leuchtenden Himmelkörpern äußerst schwer und nur bei nah liegenden Systemen per Teleskop möglich.
Was Leben an geht, gilt das gleiche Problem: So lange wir die Entstehung von Leben nicht im Labor nachvollziehen können, gibt es keine fundierten Spekulationen über seine Verbreitung. Nach wie vor kann jeder glauben, was er will. Deine Position ist durchaus plausibel, aber eben eine reine Spekulation, so lange keine Beobachtungen/Experimente diese Aussage stützen.
Zuletzt geändert von Dragus am Do 7. Nov 2013, 15:29, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 29576
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon DarkLightbringer » Do 7. Nov 2013, 16:29

Dragus » Donnerstag 7. November 2013, 15:16 hat geschrieben:Wirklich neue Gedanken, ich bin jetzt mal ganz gemein: Wirklich neue Gedanken braucht es nicht, um in Frieden zusammen zu leben. Beinahe jede Gesellschaftsform könnte in Frieden leben, wenn auf individueller Ebene die Gesetze respektiert würden und auf kollektiver Ebene die Staatsgrenzen. :D

Dann kommen Gier, Neid, Rasse, Chauvinismus, Eifersucht, Minderwertigkeitskomplexe, Gottes einzige Wahrheit usw.

Alles bereits bekannt, neue Gedanken werden da nichts bringen. Die Schwierigkeit die optimale Gesellschaft zu formulieren oder möglicherweise den "guten" Menschen liegen darin, das der Mensch über seine biologische Destination der Weitergabe seiner Gene an die nächste Generation eine zweckfreie Existenz ist, wie das ganze andere Leben auf der Erde auch.

Auf der Suche nach einer "besseren" Organisation unserer Gesellschaft entsteht damit automatisch das Problem, eine geisteswissenschaftliche Diskussion (Moral) auf einen naturwissenschaftlichen Gegenstand (Mensch) zu übertragen. Das nennt man einen Kathegorienbruch, denn beides hat nichts miteinander zu tun.

Ein gutes Messer, ist z.Bsp. ein Messer das scharf ist. Wie kommt man darauf? Über den von Menschen definierten Zweck, nämlich das Messer zum schneiden verwendet werden. Seine Eigenschaften werden also in Bezug auf seine Funktion bewertet.
Was ist aber ein "guter" Mensch? Da kann man nun verschiedene Antworten geben, aber ohne vorher einen Zweck für die Existenz den Menschen zu definieren, ist überhaupt keine Wertung der dazu benötigten Eigenschaften möglich und damit auch keine Forderungen bezüglich dessen, was sich am Menschen oder der Gesellschaft ändern müsste.

Damit wären wir dann über die ursprüngliche Fragestellung hinaus, die in sich genommen keinen Sinn ergibt. Würde der Mensch nach einem "Reset" die gleichen Fehler machen, setzt voraus, das er überhaupt Fehler macht. Etwa die gleiche Ebene wie: Wenn wir den Wald komplett abholzen und ihm die Möglichkeit geben, neu zu wachsen, wächst er dann auf die gleiche Weise oder entsteht eine andere Flora und Fauna? Aber wo ist der Fehler?

Der einzige rationale Sinn, den Leben erfüllt, ist Fortpflanzung. Will man etwas verbessern, muss ein Zweck definiert werden: Welchen Zweck soll die menschliche Existenz erfüllen?
Ohne diese Frage vorher zu beantworten ist die Aussage, er mache Fehler, schlichtweg sinnlos. Er funktioniert biologisch betrachtet genau so, wie er sich in der Natur durchgesetzt hat. Darüber hinaus ist sich die Bioethik einig, das die menschliche Existenz keinem Zweck zu unterwerfen ist, weil er sonst zu einem biotechnischen technischen Gegenstand wird und jegliches gentechnisches oder anderes Wissen anwendbar wäre, um ihn entsprechen den von bestimmenden Interessengruppen entworfenen Zwecken um zu formen, so wie man es bei Nutztieren macht.

Von daher die eigentliche Frage:
Wie stellt sich der Fragesteller eine "gute Gesellschaft" vor und was müsste man am Menschen ändern bzw. welche müsste man auslöschen (bestrafen, umerziehen), damit diese Gesellschaft funktioniert? (Kennen wir aus dem Sozialismus und anderen Ideologien, welche die Gesellschaft einem höheren Zweck unterwerfen wollen . . . )

Die Spezies Mensch braucht auch nicht neu erfunden zu werden, die Grundantriebe sind vermutlich sogar überlebenswichtig. Man wird eben mit Aggressions- und Fluchtimpulsen leben müssen - wie in den vergangenen paar hunderttausend Jahren auch.

Der entscheidende Punkt ist hier der Sprung in die "kosmische Zivilisation". Daraus lässt sich schließen, es stehen ungeheure Mengen von Energie zur Verfügung, hinreichend Ressourcen, interstellare Raumfahrt und möglicherweise auch eine geeinte Menschheit.
Dieser "Sprung" wird sich wohl auch eher in drei Schritten vollziehen: 1. Errichtung von wissenschaftlichen Basen; 2. Industrielle Anlagen; 3. Ansiedlung von Kolonisten und ihren Familien.
Das könnte noch vor dem 26. Jahrhundert so geschehen, ggf. deutlich früher, tippen wir einfach mal auf das 23. Jahrhundert als Mittelwert.

Die heutigen Problemkreise werden nicht unbedingt die der Zukunft sein - außer Terrorismus und Proliferation vielleicht. Ein großes Thema könnte der Gegensatz von Zentralismus und Föderalismus sein, die Unabhängikeit von planetaren Kolonien sowie Cyborgs.
Gesamtgesellschaftliche Gegenentwürfe dürften sich indes eher im Bereich kleinster Gemeinschaften abspielen.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
cronos

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon cronos » Do 7. Nov 2013, 20:04

Dragus » Do 7. Nov 2013, 15:18 hat geschrieben:Die Naturwissenschaften sind deskriptive Wissenschaften. Sie beschäftigen sich ausschließlich damit, Beobachtungen/Messergebnisse zu erklären ;)
Das es mehr Planeten gibt, ist auch der Beobachtung zu verdanken, nämlich dem Gravitationslinseneffekt, den Planeten erzeugen, wenn sie auf der Umlaufbahn um ihre Sonne die Linie des Beobachters schneiden. Ein entsprechend hochsensibler Sensor wurde zur Suche nach dunkler Materie konstruiert, bei der Inbetriebnahme ergaben sich dann Messdaten, die nach weiterer Analyse als Gravitiationslinseneffekt von Planeten erkannt wurden. Damit verfügt man erstmals über eine Technik, Planeten in Systemen bestimmen zu können. Bisher war das bei nicht leuchtenden Himmelkörpern äußerst schwer und nur bei nah liegenden Systemen per Teleskop möglich.
Was Leben an geht, gilt das gleiche Problem: So lange wir die Entstehung von Leben nicht im Labor nachvollziehen können, gibt es keine fundierten Spekulationen über seine Verbreitung. Nach wie vor kann jeder glauben, was er will. Deine Position ist durchaus plausibel, aber eben eine reine Spekulation, so lange keine Beobachtungen/Experimente diese Aussage stützen.


1,) Planeten bei nahen Sternen, unter Nah werden einige Lichtjahre verstanden z,B Alpha centaur, wurden aus rein optisvhen Gründen noch nicht entdeckt, somit die Spektralanalyse nicht hilft.

2.) Mit den Versuchen bei einer wahrscheinlichen frühen Erdathmosphäre wurde die Bildung von Aminosäuren nachgewiesen, womit der Beginn von Leben im Labor nachgewiesen ist.

ein beweis der entwicklung von leben würde Mrd von Jahren daueren.
Dragus
Beiträge: 3349
Registriert: Mo 19. Aug 2013, 21:22
Wohnort: Paraguay

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Dragus » Do 7. Nov 2013, 21:19

cronos » Do 7. Nov 2013, 14:34 hat geschrieben:
1,) Planeten bei nahen Sternen, unter Nah werden einige Lichtjahre verstanden z,B Alpha centaur, wurden aus rein optisvhen Gründen noch nicht entdeckt, somit die Spektralanalyse nicht hilft.

Einige Riesenplaneten konnten optisch entdeckt werden, allerdings durch Weltraumteleskope. Bis auf einige hundert Lichtjahre funktioniert die Messung der Lichtschwankung von Sonnen. Zieht ihr Trabant zwischen der Sonne und dem Teleskop vorbei, verdunkelt sich die Sonne für einen gewissen Zeitraum. Aus der Frequenz der Schwankung und den messbaren Gravitationseinfluss auf die Sonne, lässt sich indirekt die ungefähre Masse und Umlaufbahn des Trabanten bestimmen. Der Gravitationslinseneffekt hat den Vorteil, auf wesentlich größere Entfernung zu funktionieren, deswegen wurde die neue Erkenntnis publiziert und die Schätzungen zur Planetenhäufigkeit und Planetenentstehung den neuen Beobachtungen angepasst.
2.) Mit den Versuchen bei einer wahrscheinlichen frühen Erdathmosphäre wurde die Bildung von Aminosäuren nachgewiesen, womit der Beginn von Leben im Labor nachgewiesen ist.

ein beweis der entwicklung von leben würde Mrd von Jahren daueren.

Mit der Bildung von Aminosäuren wurde die Bildung von Aminosäuren nachgewiesen und sonst nichts.
Naturwissenschaften bezeichnet man nicht umsonst als exakte Wissenschaft :)
Zuletzt geändert von Dragus am Do 7. Nov 2013, 21:22, insgesamt 1-mal geändert.
victim

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon victim » Fr 8. Nov 2013, 00:32

Sich mal frei machen von der Vorstellung, es gebe Ressourcenbeschränkung und Ressourcenausbeutung, und immer mehr Energie würde immer mehr die Umwelt schädigen.
Das ist völlig falsch, basiert auf mittelalterlichen Weltbildern.
Die Naturgesetze lassen sich vielmehr derart grenzenlos nutzen, daß wir in high tech mitten in völlig naturbelassener Umwelt wie 'Götter auf dem Olymp' residieren können.
Schon alleine die Sonne kann unbegrenzt viel saubere el. Energie liefern, die z.B. aus dem All abgreifbar ist.
Stammzellbasierte Bioreaktoren liefern erlesenes Wildfleisch, auch menschliche Organe und wohl sogar wesentliche Pflanzenkomponenten.
Wir können unbegrenzt lebende Wandelwesen werden. Es gibt ausser unserem Erkenntnisvermögen keine Grenzen.
Auch das läßt sich unbegrenzt erweitern. Wir setzen uns unsere intellektuellen Grenzen nur selbst, und das verheerend elend.
Unter diesen denkbeschränkten Bedingungen bringen wir uns um 'Götterleben', die uns die Naturgesetze anbieten. Diese Denkeinegnungen sind die Ideologien.
Auf die wird sich dann rückwärtsgewandt bezogen, um deren Denkschablonen möglichst immer wieder abscheulich zu wiederholen.
Dabei gibts nichts anzustreben, was irgendwelche Ideologen auch nur vor 50 oder 100 Jahren abgesondert haben.
Wir sollten endlich davon lassen.
Diese Leute hatten keine Ahnung, daß uns die Naturgesetze Grenzenloses anbieten.
Die waren in primitiven Weltbildern über unsere Spezies be- und gefangen.
Alles von denen über Bord als Denkmüll entsorgen.

Ein paar zigtausend Jahre können ab einem wie bei uns in der Steinzeit hinreichenden mentalen Entwicklungslevel Mio Jahre an Entwicklungsdiskrepanzen diverser Spezies bewirken.
Wir sollten endlich präzise analysieren, was da bei der Menschheit los war, mit welchen Methoden sie sich um Mio Jahre brachte.
Das ist dann einfach abzustellen. Es ist DIE intellektuelle Herausforderung an die Menschheit.
Wir sollten uns schleunigst von dem spätmittelalterlichen Denken und Handeln verabschieden.
Weltweit gibts überall eingefressene Denkblockaden und Ressentiments.
Sehen wir uns als gegenseitige Entwicklungsverstärker: wir koppeln unseren Intellekt in einer high tech Aufwärtsspirale gegenseitig zurück.
Wir agieren uns zusammen immer weiter nach oben, weil wir alle immer unermesslichere Freiheitsgrade individueller Selbstverwirklichung wollen, ohne sie uns damit gegenseitig abzusprechen.
So etwas gibts bei Tieren und z.B. bei "Schwarmintelligenz" nicht.

Man sollte algorithmisch Szenarien von Spezies formulieren, die sich in bestimmten Abläufen anders verhalten, und durchspielen, was dann daraus unter irdischen Bedingungen geworden wäre.
Mal so die Parameter überhaupt erst mal ermitteln und dann variieren.
Benutzeravatar
Watchful_Eye
Moderator
Beiträge: 2747
Registriert: Sa 7. Jun 2008, 11:13
Benutzertitel: Free Jazz & Black Metal
Kontaktdaten:

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Watchful_Eye » Fr 8. Nov 2013, 00:40

Dragus » Mi 6. Nov 2013, 23:41 hat geschrieben:Die Liste des Möglichen wird weiter wachsen. Der Mensch wird also immer mehr zu dem werden, was bestimmte Gruppen von Menschen als attraktiv oder effizient empfinden. Moralisch besser - das wage ich aber zu bezweifeln.

Bis dahin gebe ich dir recht. :) Klasse Beitrag und wie gesagt, das ist ja auch eher eine idealistische Spinnerei von mir.


Dragus » Mi 6. Nov 2013, 23:41 hat geschrieben:Ohnehin sind alle sozialen Eigenschaften zweischneidig. Empathisch wird schnell zu Manipulativ. Ruhig und Ausgewogen kann schnell zu gehorsam werden, Gemeinschaftsgefühl zu Unterwürfigkeit gegenüber dem Kollektivismus, Intelligenz ist generell universal. Man wird sicher einiges ändern, aber philosophische Fragen wie Gut und Böse lassen sich nicht mit naturwissenschaftlichen Mitteln beantworten und damit auch nicht durch seine Kreationen.

Ab hier finde ich, dass du es dir zu einfach machst. Sicherlich kann man in der konkreten Vorstellung, wie Moral auszusehen hat, nicht objektiv sein. Aber die allgemeine Kompromissfindung, die Intelligenz und das Wohlbefinden des Menschen zu verbesssern, kann doch eigentlich nur gut sein.

Kollektivismus wäre unter diesen Vorzeichen auch nichts problematisches mehr. Man sagt ja, dass der Kommunismus immer daran gescheitert ist, weil der Mensch dafür zu schlecht war. Und naja, wenn man den passenden Mensch erschafft, kann es eben klappen. Ich rede hier ja nicht von willenslosen Marionetten. Man kann auch gute Menschen schaffen, die trotzdem einen eigenen Willen haben und sie auch durchsetzen wollen. Und wer Glück hat, kennt zumindest einzelne Exemplare solcher Menschen auch heute schon. :)
"In a world where I feel so small, I can't stop thinking big." (Rush - Caravan)

Mod im Feedback- und Asienforum.
Benutzeravatar
logiCopter
Beiträge: 4846
Registriert: So 8. Jun 2008, 09:33
Benutzertitel: kommt in den Himmel

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon logiCopter » Fr 8. Nov 2013, 08:05

Liegestuhl » Mi 6. Nov 2013, 11:32 hat geschrieben:
Das hatte sicherlich etwas mit Frauen zu tun.

Frauen sind doch auch nur Menschen. :)

Wahrscheinlich hatten sie aber in ihren Köpfen auch wieder Scheiß-Religion und Scheiß-Ideologie mit dabei.
Da wird das natürlich nix.
***
YOU DON'T NEED A WEATHERMAN TO KNOW WHICH WAY THE WIND BLOWS
Bob Dylan
wintermute
Beiträge: 1515
Registriert: Mo 20. Apr 2009, 18:30
Wohnort: Berlin

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon wintermute » Fr 8. Nov 2013, 11:14

firlefanz11 » Mi 6. Nov 2013, 13:08 hat geschrieben:Die ursprünglichen Siedler sind übereingekommen kein Geld einzuführen sondern nur Waren u. Dienstleistungen zu tauschen. Aggressivität, Gier, Machtgeilheit etc. wurde abgeschworen.


Klingt nach einer repressiven, dekadenten Sektenkolonie, die den Untertanengeist zum höchsten Ideal erhebt. Leichte Beute.
Dragus
Beiträge: 3349
Registriert: Mo 19. Aug 2013, 21:22
Wohnort: Paraguay

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Dragus » Fr 8. Nov 2013, 16:29

DarkLightbringer » Do 7. Nov 2013, 10:59 hat geschrieben:Die Spezies Mensch braucht auch nicht neu erfunden zu werden, die Grundantriebe sind vermutlich sogar überlebenswichtig. Man wird eben mit Aggressions- und Fluchtimpulsen leben müssen - wie in den vergangenen paar hunderttausend Jahren auch.

Man wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit versuchen, an den Grundantrieben Veränderungen vor zu nehmen. Es ist plausibel davon aus zu gehen, das alle Bereiche menschlichen Verhaltens, welche Aktuell durch Drogen oder Medikamente beeinflusst werden können, auch das Ziel genetischer Manipulationen sein werden. Hier lässt sich Geld verdienen, sehr viel Geld.

Der entscheidende Punkt ist hier der Sprung in die "kosmische Zivilisation". Daraus lässt sich schließen, es stehen ungeheure Mengen von Energie zur Verfügung, hinreichend Ressourcen, interstellare Raumfahrt und möglicherweise auch eine geeinte Menschheit.
Dieser "Sprung" wird sich wohl auch eher in drei Schritten vollziehen: 1. Errichtung von wissenschaftlichen Basen; 2. Industrielle Anlagen; 3. Ansiedlung von Kolonisten und ihren Familien.
Das könnte noch vor dem 26. Jahrhundert so geschehen, ggf. deutlich früher, tippen wir einfach mal auf das 23. Jahrhundert als Mittelwert.

Es kann auch eine völlig desintegrierte separierte Gesellschaft sein mit einigen hochentwickelten Regionen, denen Massen völlig verarmter nahezu anarchistischer Gebiete gegenüber stehen. Sollten bereits in ihren Eigenschaften genetisch verbesserte Menschen existieren, wird auch Vermischung reduziert werden. Wir erleben ja aktuell, wie hochentwickelte Staaten sich nach Möglichkeiten umsehen, ihren Nachwuchs möglichst intelligent zu bekommen, während in vielen Entwicklungsländern hohe Geburtenrate und Armut korrelieren. Diese Schere muss sich nicht schließen, ich vermute, sie wird sich weiter öffnen bis hin auf ein Niveau, wo ein armer Landarbeiter im Sudan praktisch überhaupt nicht mehr erfassen kann, was der Mikrosystemtechniker bei BMW macht und auch keine Chance hat, jemals auf das Niveau auf zu schließen, weil die Entwicklung der Industrienationen sich noch beschleunigt.

Die heutigen Problemkreise werden nicht unbedingt die der Zukunft sein - außer Terrorismus und Proliferation vielleicht. Ein großes Thema könnte der Gegensatz von Zentralismus und Föderalismus sein, die Unabhängikeit von planetaren Kolonien sowie Cyborgs.
Gesamtgesellschaftliche Gegenentwürfe dürften sich indes eher im Bereich kleinster Gemeinschaften abspielen.
Da wage ich mir keine Prognose. Sind Schnittstellen Gehirn-Computer möglich, kann man auch alle Menschen vernetzen und mit photographischem Gedächtnis aus statten und Kinder per Retorte maßschneidern lassen. Keine Ahnung, was für Gesellschaften so was hervor bringt. :|
Zuletzt geändert von Dragus am Fr 8. Nov 2013, 16:30, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Cat with a whip
Beiträge: 10202
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 20:49

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Cat with a whip » Sa 9. Nov 2013, 00:52

firlefanz11 » Mi 6. Nov 2013, 10:30 hat geschrieben:Glaubt irgendwer der Mensch wäre in der Lage langfristig bei einem reboot alles besser zu machen?


Das ist eine ziemlich weltfremde Frage, denn der Mensch ist kein Computer.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
wintermute
Beiträge: 1515
Registriert: Mo 20. Apr 2009, 18:30
Wohnort: Berlin

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon wintermute » Sa 9. Nov 2013, 02:03

Cat with a whip » Sa 9. Nov 2013, 00:52 hat geschrieben:
Das ist eine ziemlich weltfremde Frage, denn der Mensch ist kein Computer.


Dahinter steht die naive Hoffnung, ein Zusammenbruch der Zivilisation würde die Unwürdigen vernichten, die Welt einfacher, verständlicher und leichter verwaltbar machen und so den ungestörten Aufbau der perfekten Schlaraffenlandgesellschaftsordnung ermöglichen. Mit solchem Unsinn verführen die Linksextremisten und die Islamisten Schulkinder zu politischen Gewaltverbrechen.
Benutzeravatar
Cat with a whip
Beiträge: 10202
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 20:49

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Cat with a whip » Sa 9. Nov 2013, 08:44

Die mischen Fluor in ihr Trinkwasser. Passen Sie ja auf!
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
wintermute
Beiträge: 1515
Registriert: Mo 20. Apr 2009, 18:30
Wohnort: Berlin

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon wintermute » Sa 9. Nov 2013, 10:55

Cat with a whip » Sa 9. Nov 2013, 08:44 hat geschrieben:Die mischen Fluor in ihr Trinkwasser. Passen Sie ja auf!


Bitte?
Zeta

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Zeta » Sa 9. Nov 2013, 10:58

firlefanz11 » Mi 6. Nov 2013, 11:30 hat geschrieben:"Die Daten des Nasa-Teleskops weisen darauf hin, dass 22 Prozent der sonnenähnlichen Sterne einen erdähnlichen Planeten in ihrer bewohnbaren Zone besitzen."

Tja, jetzt müsste nur noch jemand ne Möglichkeit finden da hin zu kommen, dann könnte die Geschichte des Menschlichen Imperiums ihren Lauf nehmen... ;)

Aber mal im Ernst. Ich hab mal eine short story gelesen, in der ging es darum, dass Menschen von der Erde geflüchtet sind, um auf einem anderen Planeten einen Neuanfang-, und vor allem alles besser zu machen. Zunächst hatte es den Anschein, dass es funktioniert. Nur dummerdings fingen sie irgendwann an doch die gleichen Fehler wieder zu machen, und schnell sah es dort geanuso aus wie auf der Erde.

Glaubt irgendwer der Mensch wäre in der Lage langfristig bei einem reboot alles besser zu machen?

Ein Reboot auf einem fremden Planeten würde einiges bringen, man könnte gewisse EInflüsse komplett draußenhalten, alte Rivalitäten vergessen und neu anfangen.
Wäre sehr interessant!
Benutzeravatar
sportsgeist
Beiträge: 12235
Registriert: Mo 7. Jul 2008, 08:01
Benutzertitel: nimms sportlich

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon sportsgeist » Sa 9. Nov 2013, 10:58

firlefanz11 » Mi 6. Nov 2013, 10:30 hat geschrieben:"Die Daten des Nasa-Teleskops weisen darauf hin, dass 22 Prozent der sonnenähnlichen Sterne einen erdähnlichen Planeten in ihrer bewohnbaren Zone besitzen."

Tja, jetzt müsste nur noch jemand ne Möglichkeit finden da hin zu kommen, dann könnte die Geschichte des Menschlichen Imperiums ihren Lauf nehmen... ;)

Aber mal im Ernst. Ich hab mal eine short story gelesen, in der ging es darum, dass Menschen von der Erde geflüchtet sind, um auf einem anderen Planeten einen Neuanfang-, und vor allem alles besser zu machen. Zunächst hatte es den Anschein, dass es funktioniert. Nur dummerdings fingen sie irgendwann an doch die gleichen Fehler wieder zu machen, und schnell sah es dort geanuso aus wie auf der Erde.

Glaubt irgendwer der Mensch wäre in der Lage langfristig bei einem reboot alles besser zu machen?

das ist schon aus rein mathematischer wahrscheinlichkeit nicht besonders ueberraschend.

ob wir allerdings jemals dahin kommen werden und koennen bleibt rein prinziptechnisch mehr als fraglich und bietet genuegend stoff fuer science fiction autoren.
Zitat: Stehen Intelligenz und Schulnoten in irgendeinem direkten proportionalen Zusammenhang ... Nein ... Warum? ... Ich bin das lebende Gegenbeispiel
wintermute
Beiträge: 1515
Registriert: Mo 20. Apr 2009, 18:30
Wohnort: Berlin

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon wintermute » Sa 9. Nov 2013, 13:14

Zeta » Sa 9. Nov 2013, 10:58 hat geschrieben:Ein Reboot auf einem fremden Planeten würde einiges bringen, man könnte gewisse EInflüsse komplett draußenhalten, alte Rivalitäten vergessen und neu anfangen.
Wäre sehr interessant!


Welche Einflüsse willst du denn draußen halten und wie? Die Erfahrung zeigt, dass kultureller und intellektueller Isolationismus jegliche Legitimation verlieren, wenn man nicht alte Rivalitäten zum Popanz aufbaut.
wintermute
Beiträge: 1515
Registriert: Mo 20. Apr 2009, 18:30
Wohnort: Berlin

Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon wintermute » Sa 9. Nov 2013, 13:30

"Erdähnlich" heißt übrigens nur "innerer Planet mit Silikatkruste", ungeachtet aller anderen Eigenschaften. Über eine Besiedelbarkeit sagt das Label nichts aus. So sind die lebensfreundlichsten bekannten Planeten immer noch Mars und Venus.

Zurück zu „7. Wissenschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast