Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

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Cat with a whip
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Cat with a whip » Sa 9. Nov 2013, 13:34

Mars und Venus sind lebensfeindlich.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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Joker
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Joker » Sa 9. Nov 2013, 13:37

Zeta » Sa 9. Nov 2013, 10:58 hat geschrieben:Ein Reboot auf einem fremden Planeten würde einiges bringen, man könnte gewisse EInflüsse komplett draußenhalten, alte Rivalitäten vergessen und neu anfangen.
Wäre sehr interessant!

Dieses Szenario halte ich für wahrscheinlicher.
http://de.wikipedia.org/wiki/Herr_der_Fliegen
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Tantris
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Tantris » Sa 9. Nov 2013, 14:00

Joker » Sa 9. Nov 2013, 14:37 hat geschrieben:Dieses Szenario halte ich für wahrscheinlicher.
http://de.wikipedia.org/wiki/Herr_der_Fliegen


Natürlich. Und dass rechtsknaller friedlich werden, wenn es keine juden gibt, ist nachweislich falsch.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon wintermute » Sa 9. Nov 2013, 15:28

Cat with a whip » Sa 9. Nov 2013, 13:34 hat geschrieben:Mars und Venus sind lebensfeindlich.


Gemessen an der Erde sicherlich. Selbst die Erschließung der Antarktis wird einfacher zu bewerkstelligen sein.

Trotzdem sind sie das Beste, was wir haben. Mars ist für einen Exoplaneten geradezu paradiesisch. Harmlose Atmosphärenzusammensetzung, harmlose atmosphärische und tektonische Aktivität, handhabbare Oberflächentemperaturen. Technische Ausrüstung kann mit kleinen Modifikationen die gleiche Lebensdauer erreichen wie auf der Erde. Wasser ist im Überfluss vorhanden und kann über Tage abgebaut werden. Wer solche Bedingungen nicht meistern kann, braucht es woanders gar nicht erst zu versuchen.
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Cat with a whip
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Cat with a whip » Sa 9. Nov 2013, 16:46

Der Mars ist kein Exoplanet. Und alles andere als paradiesisch.

Das größte Problem wird die Strahlung sein. Die Bewohner werden die meißte Zeit in einer künstlichen Atmosphäre im Strahlenschutzbunker mehrere Meter unter der Oberfläche hausen. Dazu muß eine künstliche Sonne simuliert werden, da ein Marstag kein Erdtag ist. Schlafstörungen sind programmiert. Dann die Mikrogravitation, die auf Dauer den Bewegungsapparat degeneriert und viele andere Körperfunktonen beeinträchtigt z.B. den Herzmuskel schwächt. Die Bewohner müssen also täglich auch Körperübungen in Schwerkraftrainern machen. Dann immer die gleichen Typen auf engen Raum ohne große Ausweichmöglichkeiten.

Was für ein nerviges Scheiß-Leben das nur wäre. Das wären die besten Laborbedignungen um zu testen was es braucht bis die ersten durchdrehen und sich an die Kehle gehen. :D
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Dragus » Sa 9. Nov 2013, 17:59

Zeta » Sa 9. Nov 2013, 05:28 hat geschrieben:Ein Reboot auf einem fremden Planeten würde einiges bringen, man könnte gewisse EInflüsse komplett draußenhalten, alte Rivalitäten vergessen und neu anfangen.
Wäre sehr interessant!

Wir hatten schon diverse Retoots in den Regionen Nordamerika und Australien, wo Siedler doch recht autonom eigene Verwaltungsstrukturen aufbauten, fernab von Europa. Es gab tatsächlich geringfügige Veränderungen. Darüber hinaus gilt, die Menschen tragen ihre Rivalitäten mit sich, egal wohin sie gehen.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Dragus » Sa 9. Nov 2013, 18:13

wintermute » Sa 9. Nov 2013, 08:00 hat geschrieben:"Erdähnlich" heißt übrigens nur "innerer Planet mit Silikatkruste", ungeachtet aller anderen Eigenschaften. Über eine Besiedelbarkeit sagt das Label nichts aus. So sind die lebensfreundlichsten bekannten Planeten immer noch Mars und Venus.

In Frage kommende Himmelkörper für dauerhafte Besiedlung in unseren Sonnensystem:
Mars. Grund: An den Polen Eis vorhanden, es werden Grundwasservorkommen vermutet. Konzept: Fusionskraftwerke, deren Deuterium aus dem Eis gewonnen wird. Sauerstoff durch Elektrolyse von Wasser, Leben unter Schutzkuppeln mit künstlicher Atmosphäre und künstlichem Ökosystem. Alle benötigten Elemente ließen sich über Bergbau fördern.
Mond Europa. Grund: Der Jupitermond scheint weitgehend aus Wasser zu bestehen. Unterhalb einer einige km dicken Eisschicht ist es flüssig. Geysire wurden beobachtet. Die Energie stammt nicht vom Sonnenlicht, sondern aus der Gravitationskraft des Jupiters, enge Umlaufbahn deformiert den Kern von Europa und erzeugt dadurch Wärme, dazu natürlicher Isotopenzerfall. Konzept: Unterwasserstädte. Problem: Außer Wasser und div. Gase sind alle schwereren Elemente äußerst selten.

Venus: Unmöglich. Oberflächentemperatur 300-450'C, dichte Atmosphäre mit hohem Schwefelwasserstoff und CO2 Anteil, dadurch Schwefelsäurewolken und Regen, der aber nie die Oberfläche erreicht. Starke Stürme. Weder Wasser noch Eis vorhanden. Enorme Anforderungen ans jedwedes Material.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Dragus » Sa 9. Nov 2013, 18:17

Cat with a whip » Sa 9. Nov 2013, 11:16 hat geschrieben:Der Mars ist kein Exoplanet. Und alles andere als paradiesisch.

Das größte Problem wird die Strahlung sein. Die Bewohner werden die meißte Zeit in einer künstlichen Atmosphäre im Strahlenschutzbunker mehrere Meter unter der Oberfläche hausen. Dazu muß eine künstliche Sonne simuliert werden, da ein Marstag kein Erdtag ist. Schlafstörungen sind programmiert. Dann die Mikrogravitation, die auf Dauer den Bewegungsapparat degeneriert und viele andere Körperfunktonen beeinträchtigt z.B. den Herzmuskel schwächt. Die Bewohner müssen also täglich auch Körperübungen in Schwerkraftrainern machen. Dann immer die gleichen Typen auf engen Raum ohne große Ausweichmöglichkeiten.

Was für ein nerviges Scheiß-Leben das nur wäre. Das wären die besten Laborbedignungen um zu testen was es braucht bis die ersten durchdrehen und sich an die Kehle gehen. :D

Ließe sich alles durch Medikamente oder genetische Eingriffe anpassen, sobald Gewebe- und Organwachstum steuerbar sind. Kommunikation kann man auch aufs Internet verlagern. Kleine Gemeinschaften mit ca. 100-200 Mitgliedern sind sozial äußerst stabil.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon wintermute » Sa 9. Nov 2013, 18:42

Cat with a whip » Sa 9. Nov 2013, 16:46 hat geschrieben:Der Mars ist kein Exoplanet. Und alles andere als paradiesisch.

Das größte Problem wird die Strahlung sein. Die Bewohner werden die meißte Zeit in einer künstlichen Atmosphäre im Strahlenschutzbunker mehrere Meter unter der Oberfläche hausen. Dazu muß eine künstliche Sonne simuliert werden, da ein Marstag kein Erdtag ist. Schlafstörungen sind programmiert. Dann die Mikrogravitation, die auf Dauer den Bewegungsapparat degeneriert und viele andere Körperfunktonen beeinträchtigt z.B. den Herzmuskel schwächt. Die Bewohner müssen also täglich auch Körperübungen in Schwerkraftrainern machen. Dann immer die gleichen Typen auf engen Raum ohne große Ausweichmöglichkeiten.

Was für ein nerviges Scheiß-Leben das nur wäre. Das wären die besten Laborbedignungen um zu testen was es braucht bis die ersten durchdrehen und sich an die Kehle gehen. :D


Der Marstag fällt in die menschlichen Toleranzgrenzen. Der Körper kann sich ohne Hilfsmittel darauf einstellen. Aber der Rest ist wohl wahr. Die Strahlung lässt sich baulich managen, zur Gravitation fehlen noch Langzeitstudien. Es werden sich Mittel und Wege finden, damit umzugehen.

Das Leben in so einem Umfeld ist hart und verzeiht keine Fehler. Alles ist knapp, Not- und Hilfslieferungen von der Erde dauern zwischen einem und drei Jahren. Psychische und soziale Stabilität ist für die Pioniere überlebenswichtig. Wer unter Stress Dummheiten macht, wird zur Belastung. Wer Personal verletzt, Ausrüstung sabotiert, Vorräte vernichtet oder sonstwie die Kolonie gefährdet, sieht sich von Todfeinden umgeben. Wer als Neuling die Regeln nicht begreifen will, ist entweder bretterblöde oder lebensmüde. Für übersättigte Europäer mit halbarschigen ideologischen Luxusexperimenten ist das der denkbar ungeeignetste Ort. Die Erde ist zu weit weg, um sie zu beschützen.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Subutai » Sa 9. Nov 2013, 18:55

firlefanz11 » Mi 6. Nov 2013, 10:30 hat geschrieben:"Die Daten des Nasa-Teleskops weisen darauf hin, dass 22 Prozent der sonnenähnlichen Sterne einen erdähnlichen Planeten in ihrer bewohnbaren Zone besitzen."

Tja, jetzt müsste nur noch jemand ne Möglichkeit finden da hin zu kommen, dann könnte die Geschichte des Menschlichen Imperiums ihren Lauf nehmen... ;)

Aber mal im Ernst. Ich hab mal eine short story gelesen, in der ging es darum, dass Menschen von der Erde geflüchtet sind, um auf einem anderen Planeten einen Neuanfang-, und vor allem alles besser zu machen. Zunächst hatte es den Anschein, dass es funktioniert. Nur dummerdings fingen sie irgendwann an doch die gleichen Fehler wieder zu machen, und schnell sah es dort geanuso aus wie auf der Erde.

Glaubt irgendwer der Mensch wäre in der Lage langfristig bei einem reboot alles besser zu machen?

Wir Menschen sind gut so wie wir sind (außer Linke und Kommis :mad2: ), kein Grund uns zu ändern.

Diese Daten zeigen nur, dass wir höchst wahrscheinlich nicht alleine in unserer Galaxie sind und dass wir uns auf einen Krieg mit Aliens vorbereiten müssen, die nicht unsere Werte und Ideale Teilen (vielleicht sind das sogar kommunistische Aliens :mad2: ), und wichtige Resourcenquellen und Märkte besetzt halten. :x
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Joker » Sa 9. Nov 2013, 19:34

Dragus » Sa 9. Nov 2013, 18:17 hat geschrieben: Kleine Gemeinschaften mit ca. 100-200 Mitgliedern sind sozial äußerst stabil.

Dafür hätte ich gerne mal eine Quelle.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon victim » Sa 9. Nov 2013, 20:41

Mit unseren heutigen Rückständigkeiten sind Menschen länger im All selbstmörderischer Irrsinn und sowieso zwecklos.
Wir sollten alles daran setzen, endlich die Entwicklung nicht mehr zu strangulieren.
Dann haben wir noch völlig unbekannte Methoden, uns das Solarsystem zu erschliessen.
Aber was soll man jetzt in derart lebensfeindlicher und strahlenbelasteter Umgebung?
Da gehört natürlich Robotik hin, an der wir von der Erde aus teilnehmen, als ob wir dort drin säßen.
Rohstoffe von Monden wären damit toll erschliessbar, ohne vor Ort sein zu müssen.
Die Zeitverzögerung bedingt IT vom Feinsten und läßt sich damit sicher gut kompensieren.
Dazu gibts wohl noch nicht mal irdische Experimente, wie das funktionieren kann.

Da sollte man mal einen irdischen Bergbau vollautomatisieren und danach auch die Zeitverzögerung einbauen.
Hat man das im Griff, gehts raus auf Monde, daß einem bei der sicheren Teilnahme von der Erde aus die Spucke weg bleibt ;-)
Das dann live in die Heimkinos kann jeden SciFi Film toppen.
Zuletzt geändert von victim am Sa 9. Nov 2013, 20:54, insgesamt 1-mal geändert.
Behördliche Vorsorgeverweigerung nach 1968 vermutlich bereits illegaler Neutroneneinwirkung ist heimtückischer Mordversuch.
Eine Verjährungsfrist beginnt erst nach einem Tod durch Organbefall bzw. Komorbidität. Auch CT's und Chemo wirken gefährlich.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon sportsgeist » Sa 9. Nov 2013, 20:45

wintermute » Sa 9. Nov 2013, 18:42 hat geschrieben:
Der Marstag fällt in die menschlichen Toleranzgrenzen. Der Körper kann sich ohne Hilfsmittel darauf einstellen. Aber der Rest ist wohl wahr. Die Strahlung lässt sich baulich managen, zur Gravitation fehlen noch Langzeitstudien. Es werden sich Mittel und Wege finden, damit umzugehen.

Das Leben in so einem Umfeld ist hart und verzeiht keine Fehler. Alles ist knapp, Not- und Hilfslieferungen von der Erde dauern zwischen einem und drei Jahren. Psychische und soziale Stabilität ist für die Pioniere überlebenswichtig. Wer unter Stress Dummheiten macht, wird zur Belastung. Wer Personal verletzt, Ausrüstung sabotiert, Vorräte vernichtet oder sonstwie die Kolonie gefährdet, sieht sich von Todfeinden umgeben. Wer als Neuling die Regeln nicht begreifen will, ist entweder bretterblöde oder lebensmüde. Für übersättigte Europäer mit halbarschigen ideologischen Luxusexperimenten ist das der denkbar ungeeignetste Ort. Die Erde ist zu weit weg, um sie zu beschützen.

dem kann man im grossen und ganzen zustimmen.

das gute oder schlecht daran, je nachdem wie man es sehen will ist, dass keiner von uns usern hier, egal wer, das jemals mehr erleben wird ...
Zuletzt geändert von sportsgeist am Sa 9. Nov 2013, 20:45, insgesamt 1-mal geändert.
Zitat: Stehen Intelligenz und Schulnoten in irgendeinem direkten proportionalen Zusammenhang ... Nein ... Warum? ... Ich bin das lebende Gegenbeispiel
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Dragus » Sa 9. Nov 2013, 21:17

Joker » Sa 9. Nov 2013, 14:04 hat geschrieben:Dafür hätte ich gerne mal eine Quelle.

Nicht mehr vorhanden, war eine Studie zur sozialen Verknüpfung. Ein durchschnittlicher Mensch kennt etwa 100 Personen persönlich und mit Namen, ergibt sich aus der ursprünglichen Familien/Clansgröße unserer Vorfahren. Auf die Art finden alle Streitigkeiten innerhalb der Gruppe zwischen Menschen statt, die sich lange kennen und daher auch gut einschätzen können.

Städtische Umgebung z.Bsp. bringt niemals den Zusammenhalt einer überschaubaren Dorfgemeinschaft hervor.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Dragus » Sa 9. Nov 2013, 21:22

Cat with a whip » Sa 9. Nov 2013, 13:42 hat geschrieben:Die Menschen kann man billiger und einfacher auf der Erde mit Drogen vollpumpen, damit sie nichts mehr merken und blöde alles toll finden.

Blöde Menschen wird es immer und überall geben und die meisten pumpen sich freiwillig selbst mit verbotenen Drogen voll und schwafeln was von der bösen Gesellschaft.

Wenn Muskel oder Knochenschwund aufgrund geringerer Gravitation auftreten, die Gewebewachstumsfaktoren aber bereits entschlüsselt sind, kann man das Knochen-/Muskelwachstum durch Medikamente ausgleichend stimulieren oder die entsprechend kodierenden Gene mit höherer Aktivität markieren.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon sportsgeist » Sa 9. Nov 2013, 22:47

Dragus » Sa 9. Nov 2013, 21:17 hat geschrieben:Nicht mehr vorhanden, war eine Studie zur sozialen Verknüpfung. Ein durchschnittlicher Mensch kennt etwa 100 Personen persönlich und mit Namen, ergibt sich aus der ursprünglichen Familien/Clansgröße unserer Vorfahren. Auf die Art finden alle Streitigkeiten innerhalb der Gruppe zwischen Menschen statt, die sich lange kennen und daher auch gut einschätzen können.

Städtische Umgebung z.Bsp. bringt niemals den Zusammenhalt einer überschaubaren Dorfgemeinschaft hervor.

das ist korrekt.
viel mehr wirkliche freunde kann ein mensch auch gar nicht betreuen und pflegen.

natuerlich kommen je nach beruf und umfeld vielleicht noch 500 ... 1000 andere dazu, mit welchen man mehr oder weniger nahe oder ferne beziehungen und kontakte pfegt. bei den meisten davon ist die beziehung aber auch schon sehr lose und nur alle paar jahre, wenn ueberhaupt ...
Zitat: Stehen Intelligenz und Schulnoten in irgendeinem direkten proportionalen Zusammenhang ... Nein ... Warum? ... Ich bin das lebende Gegenbeispiel
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon wintermute » So 10. Nov 2013, 07:13

Dragus » Sa 9. Nov 2013, 21:17 hat geschrieben:Nicht mehr vorhanden, war eine Studie zur sozialen Verknüpfung. Ein durchschnittlicher Mensch kennt etwa 100 Personen persönlich und mit Namen, ergibt sich aus der ursprünglichen Familien/Clansgröße unserer Vorfahren. Auf die Art finden alle Streitigkeiten innerhalb der Gruppe zwischen Menschen statt, die sich lange kennen und daher auch gut einschätzen können.

Städtische Umgebung z.Bsp. bringt niemals den Zusammenhalt einer überschaubaren Dorfgemeinschaft hervor.


http://en.wikipedia.org/wiki/Dunbar%27s_number

Die maximale Zahl der Menschen, die allein mit dem evolutionär gebildeten Basiswerkzeug, ohne unterstützende Kulturtechniken, eine stabile Gruppe bilden können. Wird diese Zahl in der primitiven Gruppe überschritten, geraten die Konflikte außer Kontrolle und eine Spaltung/Säuberung steht bevor. Je nachdem wieviel Territorium verfügbar ist. Im Gegensatz zu anderen Primaten sind Menschen übrigens von Natur aus fähig, ihre Aggressionen zu beherrschen und zu abgespaltenen Gruppen gute Beziehungen zu pflegen.

Interessantes Feld, aber als Idealvorstellung taugt all das nur für den Primitivisten. Wir haben Kulturtechniken, die es uns erlauben, Millionen von Menschen komfortabel und gesund auf engstem Raum zusammen leben zu lassen, ohne dass sie sich gegenseitig die Schädel einschlagen. Und abgesehen von den idiotischen Wahnideen religiöser und ideologischer Sektierer gibt es keinen Anlass, diese Techniken ungenutzt zu lassen. Ich gehe mal nicht davon aus, dass so eine Kolonie mit unkultivierten Bauernjungs und Busfahrern bevölkert wird. Wer sich dorthin verschiffen lassen will, muss mindestens sein Lebendgewicht in Diamanten wert sein. Denn soviel kostet allein der Transport.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Joker » So 10. Nov 2013, 10:04

wintermute » So 10. Nov 2013, 07:13 hat geschrieben:
http://en.wikipedia.org/wiki/Dunbar%27s_number


Interessantes Feld, aber als Idealvorstellung taugt all das nur für den Primitivisten. Wir haben Kulturtechniken, die es uns erlauben, Millionen von Menschen komfortabel und gesund auf engstem Raum zusammen leben zu lassen, ohne dass sie sich gegenseitig die Schädel einschlagen. Und abgesehen von den idiotischen Wahnideen religiöser und ideologischer Sektierer gibt es keinen Anlass, diese Techniken ungenutzt zu lassen. Ich gehe mal nicht davon aus, dass so eine Kolonie mit unkultivierten Bauernjungs und Busfahrern bevölkert wird. Wer sich dorthin verschiffen lassen will, muss mindestens sein Lebendgewicht in Diamanten wert sein. Denn soviel kostet allein der Transport.

Vielleicht hat ja auch gerade der Probleme sich einer Gemeinschaft einzuordnen.
Herrschsüchtigkeit ,die Überzeugung das man der einzige ist der diese Gemeinschaft führen kann würde ich jetzt nun nicht vom Gesellschaftlichen Stand abhängig machen.
Und wenn es davon 2 gibt werden sich um sie Gruppen bilden die Partei ergreifen .
In der Abgeschiedenheit einer so kleinen Gemeinschaft fehlt dann eine 3. Gruppe die darauf pocht das die unterschiedlichen Meinungen friedlich gelöst werden.
Zuletzt geändert von Joker am So 10. Nov 2013, 10:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Dragus » So 10. Nov 2013, 11:07

wintermute » So 10. Nov 2013, 01:43 hat geschrieben:
http://en.wikipedia.org/wiki/Dunbar%27s_number

Die maximale Zahl der Menschen, die allein mit dem evolutionär gebildeten Basiswerkzeug, ohne unterstützende Kulturtechniken, eine stabile Gruppe bilden können. Wird diese Zahl in der primitiven Gruppe überschritten, geraten die Konflikte außer Kontrolle und eine Spaltung/Säuberung steht bevor. Je nachdem wieviel Territorium verfügbar ist. Im Gegensatz zu anderen Primaten sind Menschen übrigens von Natur aus fähig, ihre Aggressionen zu beherrschen und zu abgespaltenen Gruppen gute Beziehungen zu pflegen.

Eine wie auch immer beginnende Kolonisierung wird höchst warscheinlich mit einer kleinen Gruppe hochqualifizierter Wissenschaftler und Ingenieure beginnen um wissenschaftliche und technische Pionierarbeit zu leisten. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, das solche Gruppen seltenst dazu tendieren, persönliche Probleme über ihre Arbeit zu stellen.
Interessantes Feld, aber als Idealvorstellung taugt all das nur für den Primitivisten. Wir haben Kulturtechniken, die es uns erlauben, Millionen von Menschen komfortabel und gesund auf engstem Raum zusammen leben zu lassen, ohne dass sie sich gegenseitig die Schädel einschlagen. Und abgesehen von den idiotischen Wahnideen religiöser und ideologischer Sektierer gibt es keinen Anlass, diese Techniken ungenutzt zu lassen. Ich gehe mal nicht davon aus, dass so eine Kolonie mit unkultivierten Bauernjungs und Busfahrern bevölkert wird. Wer sich dorthin verschiffen lassen will, muss mindestens sein Lebendgewicht in Diamanten wert sein. Denn soviel kostet allein der Transport.
Das kleinere Gruppen einen stärkeren sozialen Zusammenhalt haben, hat nichts mit Primitivität zu tun, sondern mit unserem angeborenen Sozialverhalten. Wenn man eine stabile Gesellschaft sucht, hat man sich an den Bedürfnissen des Menschen zu orientieren oder man wird scheitern. Die Erfahrung haben noch die meisten Ideologien machen müssen.
Kulturtechniken ermöglichen zwar das Zusammenleben auf engstem Raum, aber daraus folgt zwangsläufig sozialer Stress. Der Mensch braucht sowohl Privatsphäre als auch stabile soziale Kontakte. Die Desintegration der familiären Strukturen in den modernen Großstädten hat die Menschen wohl nicht glücklicher gemacht, sondern einsamer. Auch wohnt man nicht besonders gern in 30m2 Wohnungen in Häuserblöcken mit 1km Durchmesser. Das Schicksal der Betonsiedlungen der 70er haben da ganz klare Ergebnisse gebracht. Wer irgend wie kann, sucht sich größere Wohnungen in Gebieten mit geringerer Siedlungsdichte. Wenn du die Menschen nicht autoritär lenken willst, ist eine Konzentration von Problemgruppen in solchen Wohngebieten nicht zu verhindern. Dazu kommen schwer kalkulierbare Risiken im Falle von Unruhen/Katastrophen. In China z.Bsp. gibt es noch 300 mio. von vielen sozialen Rechten ausgeschlossene Wanderarbeiter. Wenn diese sich eines Tages solidarisieren und politische Forderungen stellen oder mit Ausschreitungen beginnen, werden sie aufgrund ihrer schieren Anzahl gewaltige politische Probleme verursachen. Die Korrelation zwischen dichterer Population/größere Population und wachsenden Problemen der Steuerung durch Kulturtechniken bleibt Grundsätzlich erhalten.

Größe um jeden Preis, ist selbst ein politischer Wahn. Viele Untertanen = viel Macht. Es wäre ein wesentlich sinnvolleres Konzept, auf eine stabile Population hin zu steuern, welche die Ressourcen effektiver nutzt als nach dem Schema vor zu gehen: Wir können jetzt 15 mrd. Menschen ernähren und unterbringen, also machen wir es!
Für einen Übergangszeitraum kann ich mir vorstellen, das es zu gemeinsamen Lösungen kommt, aber einer stabilen Population führt langfristig kein Weg vorbei.

Von daher wäre es, da gebe ich dir recht, wesentlich vernünftiger, erst mal die sozialen und politischen Probleme auf der Erde zu lösen, bevor man in den Weltraum blickt.
Simowitsch
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Simowitsch » Sa 16. Nov 2013, 17:16

cronos » Do 7. Nov 2013, 09:04 hat geschrieben:
Warum soll es eigentlich bei einer Reihe von Planeten der einige hundert Millionen Sonnen, bei denen mit Sicherheit Voraussetzungen stattgefunden haben wie in inserem Sonnensystem NICHT zu der auf der Erde vergleichbaren Entwicklungen gekommen sein ?
Die Physik und Chemie gilt im ganzen Universum.

Die vielen angeblich erdähnlichen Planeten in unserer Milchstraße untermauern eigentlich meine Theorie, dass die Wahrscheinlichkeit erdähnlicher Planeten mit zunehmender Entfernung von der Erde abnimmt. Denn außerhalb der Milchstraße gibt es auch Welten, aber hier halte ich es für sehr viel unwahrscheinlicher, dass sie auch nur die geringste Ähnlichkeit mit der Erde haben.
Und was die Existenz von Lebensformen auf anderen erdähnlichen Planeten betrifft, so sieht das meiner Auffassung nach schlecht dafür aus. Letztendlich haben wir dann zwar auf der einen Seite viele erdähnliche Planeten aber ohne Lebensformen, und mit zunehmender Entfernung fällt auch die Erdähnlichkeit weg, und deshalb erst rech keine Lebensformen. Dann wären wir also doch allein im Universum wenn alles da draußen nichts anzubieten hat.

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