Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

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firlefanz11
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Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon firlefanz11 » Mi 6. Nov 2013, 10:30

"Die Daten des Nasa-Teleskops weisen darauf hin, dass 22 Prozent der sonnenähnlichen Sterne einen erdähnlichen Planeten in ihrer bewohnbaren Zone besitzen."

Tja, jetzt müsste nur noch jemand ne Möglichkeit finden da hin zu kommen, dann könnte die Geschichte des Menschlichen Imperiums ihren Lauf nehmen... ;)

Aber mal im Ernst. Ich hab mal eine short story gelesen, in der ging es darum, dass Menschen von der Erde geflüchtet sind, um auf einem anderen Planeten einen Neuanfang-, und vor allem alles besser zu machen. Zunächst hatte es den Anschein, dass es funktioniert. Nur dummerdings fingen sie irgendwann an doch die gleichen Fehler wieder zu machen, und schnell sah es dort geanuso aus wie auf der Erde.

Glaubt irgendwer der Mensch wäre in der Lage langfristig bei einem reboot alles besser zu machen?
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Liegestuhl
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Liegestuhl » Mi 6. Nov 2013, 10:32

firlefanz11 » Mi 6. Nov 2013, 11:30 hat geschrieben:Nur dummerdings fingen sie irgendwann an doch die gleichen Fehler wieder zu machen, und schnell sah es dort geanuso aus wie auf der Erde.


Das hatte sicherlich etwas mit Frauen zu tun.
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firlefanz11
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon firlefanz11 » Mi 6. Nov 2013, 10:52

Inwiefern bzw. warum?
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DarkLightbringer
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 6. Nov 2013, 11:05

Was sind ungefähr die "gleichen Fehler" in der genannten Short Story?
Nichts ist jemals einfach, aber in jeder Herausforderung steckt auch eine Chance. Einige Probleme oder Wesensarten der menschlichen Gattung werden sicher "mitgenommen", manches wahrscheinlich lange noch vor dem Sprung zur kosmischen Zivilisation gelöst werden. Man wird ja auch sagen können, dass es vom Mittelalter bis heute schon eine gewisse Entwicklung gab.
Generell sind die Probleme jedoch vorrangig dort zu lösen, wo sie auftauchen - ein Planeten-"Hopping" wäre nur Flucht. ;)
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon victim » Mi 6. Nov 2013, 12:53

Bereits in der Steinzeit vor ca. 30 000 Jahren gab es die gleichen Gehirne wie heute.
Diese lächerlich kurze Zeit konnte bei intelligenten Wesen locker 1.01^30000 Zinseszinseffekt nur minimal besserer Entwicklung von 1 % p.a. bewirkt haben.
Das mal googlen, da wird einem schwindlig, irgendwas mit 129 Nullen, hahaha.
Damit wird klar: minimalste Zeiträume konnten extrem unterschiedliche Entwicklungszustände herstellen lassen.
Wir sollten mal analysieren, womit wir uns um die Entwicklung der Menschheit betrogen haben, die immer noch in der Gosse vor sich hin vegetiert und sich dazu gegenseitig angiftet, sogar killt.
Das elende Krepieren konnte längst entfallen.
Wenn da nicht alle paar tausend Jahre vernichtende Einschläge stattfanden, konnten sich Spezies zu aus unserer Sicht wahren Göttern entwickeln.
Die Naturgesetze lassen sich grenzenlos nutzen, wenn man sich aufrafft, sie sich dienstbar zu machen.
Wir tun das nur ansatzweise, und auch vor allem nur, um uns gegenseitig in den Dreck zu ziehen.
Das heute größte Übel sind marginalisierte Kostenfaktoren, die dann auch noch durch derartige Milieus epigenetisch mental abgeschaltet werden.

Nehmen wir nur mal unsere Doppelgänger woanders an und stellen wir uns vor, was die erreicht haben könnten.
Der schlimmste Feind der Entwicklung der Menschheit sind die Menschen selbst.
Hat man das begriffen, gehts an die Abhilfe.
Behördliche Vorsorgeverweigerung nach 1968 vermutlich bereits illegaler Neutroneneinwirkung ist heimtückischer Mordversuch.
Eine Verjährungsfrist beginnt erst nach einem Tod durch Organbefall bzw. Komorbidität. Auch CT's und Chemo wirken gefährlich.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon firlefanz11 » Mi 6. Nov 2013, 13:08

DarkLightbringer » Mi 6. Nov 2013, 11:05 hat geschrieben:Was sind ungefähr die "gleichen Fehler" in der genannten Short Story?

Die ursprünglichen Siedler sind übereingekommen kein Geld einzuführen sondern nur Waren u. Dienstleistungen zu tauschen. Aggressivität, Gier, Machtgeilheit etc. wurde abgeschworen. Aber all das hielt irgendwann doch schleichend Einzug zusammen mit Umweltverschmutzung, Ressourcenausbeutung ohne Grenzen usw. usw. usw. ...
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon victim » Mi 6. Nov 2013, 17:38

Aber Geld ist doch ein ideales universelles Tauschmittel.
Auch die Marktwirtschaft ist eine super Erfindung der Menschheit.
Sie wäre optimaler Entwicklungsmotor per positiver Rückkopplung von Anbieterprofit in Nachfragerkaufkraft.
Es ist nur arbeitsgesetzlich unterbunden, während sog. "Arbeitnehmer" auch noch Durchlauferhitzer zwecks Finanzblasenfüllung sind ;-)
Total abgehobene ÖDler an goldenen Futtertrögen schmarotzen dazu vor sich hin.
Diese Zwangsfinanzierten erklären ihren Arbeitgeber, also den Bürger, zum Arbeitnehmer.
Über sowas Irres würden nicht nur Menschenähnliche den Kopf schütteln.

Ein paar hundert Mio Zivilisationen kanns alleine in dieser Galaxie hier geben.
Und es kann Mio von Galaxien geben, die gebündelte Cluster bilden und highways für ihre Spezies haben, wow.
Was einem da so alles entgeht, während wir immer noch krepieren.
Wenns sich Andromeda zu Milkomeda einfädelt, wirds hier erst richtig lustig werden.

Und Ressourcen erschöpfen sich nie, sind immer wieder regenerierbar, waren mal Magma.
Wir haben nur Erkenntnisdefizite, weil wir uns angiften und gegenseitig runter ziehen.
Das nennt man dann z.B. Kriege.
Zuletzt geändert von victim am Mi 6. Nov 2013, 17:42, insgesamt 1-mal geändert.
Behördliche Vorsorgeverweigerung nach 1968 vermutlich bereits illegaler Neutroneneinwirkung ist heimtückischer Mordversuch.
Eine Verjährungsfrist beginnt erst nach einem Tod durch Organbefall bzw. Komorbidität. Auch CT's und Chemo wirken gefährlich.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon prime-pippo » Mi 6. Nov 2013, 17:59

victim » Mi 6. Nov 2013, 17:38 hat geschrieben:Aber Geld ist doch ein ideales universelles Tauschmittel.


"Geld" als etwas materielles, werthaltiges, knappes zu sehen, birgt imho schon gewisse Probleme.
Es kommt nämlich regelmäßig dazu, dass Projekte nicht umgesetzt werden können, weil kein "Geld" da sei. Als wäre Geld ein tatsächlich notwendiges Gut, quasi ein Rohstoff, eine Ressource.

Dies ist Geld nicht, Geld ist eine Fiktion.
Interessant für die Umsetzung von Projekten sind aber eigentlich nur der Wille und das Vorhandensein tatsächlich benötigter Ressourcen.

Wenn man also erkennen würde, dass Geld nur genau das ist, nämlich eine wertlose, nicht knappe Zahl, könnte man alle Pläne verwirklichen, für deren Verwirklichung der Wille und die notwendigen Ressourcen gegeben sind.
Um ein Wertverhältnis zwischen verschiedenen Waren und Dienstleistungen auszudrücken, kann man natürlich theoretisch auch weiterhin Zahlen verwenden. Man muss nur nicht mehr so tun, als könnten diese Zahlen knapp sein.

Und Ressourcen erschöpfen sich nie, sind immer wieder regenerierbar, waren mal Magma.
Wir haben nur Erkenntnisdefizite, weil wir uns angiften und gegenseitig runter ziehen.
Das nennt man dann z.B. Kriege.


Schon richtig...
Zuletzt geändert von prime-pippo am Mi 6. Nov 2013, 18:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Perdedor » Mi 6. Nov 2013, 18:05

firlefanz11 hat geschrieben:Glaubt irgendwer der Mensch wäre in der Lage langfristig bei einem reboot alles besser zu machen?


Naja. Das mit den Fehlern wird m.E. immer zu sehr dramatisiert. Sofern Fehler klar erkannt werden, werden sie bereits auf der Erde behoben.
Es war ein Fehler Bäume an manchen Berghängen zu fällen, da dadurch Lawinen begünstigt wurden. Es war ein Fehler FCKW als Treibmittel zu verwenden, da dies die Ozonschicht angriff. All diese Dinge wurden bereits Größtenteils behoben und würden auf anderen Planeten wohl nicht mehr gemacht werden. Insbesondere, da die neuen Siedler ja nicht die Armen der Erde wären, die versuchen dem Elend zu entfliehen, sondern im Gegenteil eine sorgfältig ausgewählte Gruppe.
Davon abgesehen muss man aber feststellen, dass die menschliche Population auf der Erde so groß ist, wie nie zuvor und sie im Durchschnitt einen höheren Wohlstand hat, als vorangegangene Generationen. So viel kann also offenbar nicht falsch gemacht worden sein. Auch wenn bei weitem nicht alles perfekt ist, seit ein paar 100 Jahren geht es stetig bergauf. Das Wissen von der Erde, wird man natürlich auch auf andere Planeten mitnehmen.

firlefanz11 hat geschrieben:Die ursprünglichen Siedler sind übereingekommen kein Geld einzuführen sondern nur Waren u. Dienstleistungen zu tauschen. Aggressivität, Gier, Machtgeilheit etc. wurde abgeschworen.


Den Menschen wird man bei einer menschlichen Kolonisation anderer Planeten natürlich nicht zurücklassen können. Mehrheitsverhältnisse können im Laufe der Zeit fluktuieren, aber es wird zu jeder Zeit alle menschlichen Charaktereigenschaften geben; positiv, wie negativ.

firlefanz11 hat geschrieben:Aber all das hielt irgendwann doch schleichend Einzug zusammen mit Umweltverschmutzung, Ressourcenausbeutung ohne Grenzen


Das Leben selbst ist eine einzige Ressourcenausbeutung. Die Entropie nimmt global immer zu. Sogar ohne Zutun des Menschen. Das ist kein Fehler. Der Mensch braucht Ressourcen und irgendwann werden diese immer verbraucht sein. Dann muss er woanders neue Ressourcen erschließen. Das ist unvermeidlich.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Cat with a whip » Mi 6. Nov 2013, 22:06

firlefanz11 » Mi 6. Nov 2013, 10:30 hat geschrieben:"Die Daten des Nasa-Teleskops weisen darauf hin, dass 22 Prozent der sonnenähnlichen Sterne einen erdähnlichen Planeten in ihrer bewohnbaren Zone besitzen."

Tja, jetzt müsste nur noch jemand ne Möglichkeit finden da hin zu kommen, dann könnte die Geschichte des Menschlichen Imperiums ihren Lauf nehmen... ;)

Aber mal im Ernst. Ich hab mal eine short story gelesen, in der ging es darum, dass Menschen von der Erde geflüchtet sind, um auf einem anderen Planeten einen Neuanfang-, und vor allem alles besser zu machen. Zunächst hatte es den Anschein, dass es funktioniert. Nur dummerdings fingen sie irgendwann an doch die gleichen Fehler wieder zu machen, und schnell sah es dort geanuso aus wie auf der Erde.

Glaubt irgendwer der Mensch wäre in der Lage langfristig bei einem reboot alles besser zu machen?

Das ist aber eine gesellschaftliche bzw. philosophische Fragestellung und ist daher im falschen Forum.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Watchful_Eye » Mi 6. Nov 2013, 22:18

Man kann sicherlich den gröbsten Unfug abwenden, aber letztendlich wird sich durch keine Form von Politik jemals die Dummheit und der Egoismus des Menschen dauerhaft unterdrücken lassen.

Meine persönliche, idealistische Hoffnung liegt daher darin, dass die Gentechnik eines Tages in Wahrheit in einer Weise genutzt werden möge, dass sie uns wirklich besser macht - "besser" im Sinne von genügsamer, emphatischer, moralischer. Mehr Intelligenz und Weitsicht schaden natürlich auch nicht. Aber ich weiß, dass das eher Spinnerei ist.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Cat with a whip » Mi 6. Nov 2013, 22:53

Liegestuhl » Mi 6. Nov 2013, 10:32 hat geschrieben:
Das hatte sicherlich etwas mit Frauen zu tun.


Und bestimmt mit Geld. Warscheinlich wollten die Frauen mehr Geld.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon cronos » Mi 6. Nov 2013, 23:23

Dass es in der Milchstraße wahrscheinlich Millonen erdähnlicher Planeten gibt, ergibt sich aus der Logik von rd 300.000.000.000 (300 MRD) Sonnen, abzüglich der Doppelsterne gibt, mit wahrscheinlichen Planeten, abzüglich der Sonnen, die zu jung sind und die zu alt sind, bei denen das Durchbrennen von Wasserstoff zu Helium, und weiter zu den anderen Elementen zum Roten Riesen bereits alles Leben ihrer Planeten ausgelöscht hat.
Übrig bleiben einige Millionen Sonnen mit einer unserer Sonne vergleichbaren Leuchtkraft, mit Planeten, die in der Ökosphäre von 0 bis 80 Grad ligen.

Die Wahrscheinlichkeit intelligentem Lebens ist von der Lebensdauer dieser zivilisationen abhängig.
Die Entfernung einer zivilisation mit einer Dauer von 100.000 Jahren ist kleiner als mit einer Intelligenten zivilisation von 10.000 Jahren.
Die mittlere Entfernung einer 100.000 tausen Jahre alten Zivilisation beträgt 800 Lichtjahre,
Man schätzt rd. 80-150 erdähnliche Zivilisationen gleichen aktuellen Niveaus in unserer Galaxie.

nein, wir sind zwar nicht allein, werden aber immer bleiben
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Dragus » Mi 6. Nov 2013, 23:24

DarkLightbringer » Mi 6. Nov 2013, 05:35 hat geschrieben:Was sind ungefähr die "gleichen Fehler" in der genannten Short Story?
Nichts ist jemals einfach, aber in jeder Herausforderung steckt auch eine Chance. Einige Probleme oder Wesensarten der menschlichen Gattung werden sicher "mitgenommen", manches wahrscheinlich lange noch vor dem Sprung zur kosmischen Zivilisation gelöst werden. Man wird ja auch sagen können, dass es vom Mittelalter bis heute schon eine gewisse Entwicklung gab.
Generell sind die Probleme jedoch vorrangig dort zu lösen, wo sie auftauchen - ein Planeten-"Hopping" wäre nur Flucht. ;)

Für die Erde wäre es schön. Alle Extremisten können ihre eigenen Welten besiedeln, da können sie ganz unter sich sein - 500 Jahre Frieden, dann kommt der erste intergalaktische Krieg zwischen den verschiedenen Sternenimperien ;)
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Dragus » Mi 6. Nov 2013, 23:27

cronos » Mi 6. Nov 2013, 17:53 hat geschrieben:Dass es in der Milchstraße wahrscheinlich Millonen erdähnlicher Planeten gibt, ergibt sich aus der Logik von rd 300.000.000.000 (300 MRD) Sonnen, abzüglich der Doppelsterne gibt, mit wahrscheinlichen Planeten, abzüglich der Sonnen, die zu jung sind und die zu alt sind, bei denen das Durchbrennen von Wasserstoff zu Helium, und weiter zu den anderen Elementen zum Roten Riesen bereits alles Leben ihrer Planeten ausgelöscht hat.
Übrig bleiben einige Millionen Sonnen mit einer unserer Sonne vergleichbaren Leuchtkraft, mit Planeten, die in der Ökosphäre von 0 bis 80 Grad ligen.

Die Wahrscheinlichkeit intelligentem Lebens ist von der Lebensdauer dieser zivilisationen abhängig.
Die Entfernung einer zivilisation mit einer Dauer von 100.000 Jahren ist kleiner als mit einer Intelligenten zivilisation von 10.000 Jahren.
Die mittlere Entfernung einer 100.000 tausen Jahre alten Zivilisation beträgt 800 Lichtjahre,
Man schätzt rd. 80-150 erdähnliche Zivilisationen gleichen aktuellen Niveaus in unserer Galaxie.

nein, wir sind zwar nicht allein, werden aber immer bleiben

Nein, das ist eindeutig eine Frage wissenschaftlicher Beobachtung. Die theoretischen Modelle zur Sternen- und Planetenentstehung waren und sind nicht weit genug fortgeschritten, um ausreichend sichere Aussagen über die Wahrscheinlichkeit erdähnlicher Planeten zu erlauben.
Zuletzt geändert von Dragus am Mi 6. Nov 2013, 23:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Dragus » Mi 6. Nov 2013, 23:41

Watchful_Eye » Mi 6. Nov 2013, 16:48 hat geschrieben:Man kann sicherlich den gröbsten Unfug abwenden, aber letztendlich wird sich durch keine Form von Politik jemals die Dummheit und der Egoismus des Menschen dauerhaft unterdrücken lassen.

Meine persönliche, idealistische Hoffnung liegt daher darin, dass die Gentechnik eines Tages in Wahrheit in einer Weise genutzt werden möge, dass sie uns wirklich besser macht - "besser" im Sinne von genügsamer, emphatischer, moralischer. Mehr Intelligenz und Weitsicht schaden natürlich auch nicht. Aber ich weiß, dass das eher Spinnerei ist.

In der chemischen Industrie macht man bereits Genanalysen um aus zu schließen, das ein Mitarbeiter, der in der chemischen Produktion eingesetzt werden soll, gegenüber den Chemikalien der Arbeitsumgebung überempfindlich ist.
Auch werden bereits Dienste angeboten, auf Basis der eigenen Erbgutanalyse aus einer Datenbank von Spendern jenen Gensatz heraus zu suchen, der mit höchster Wahrscheinlichkeit bei einer künstlichen Befruchtung die von Kunden gewünschen Merkmale wie Augenfarbe, Intelligenz etc. mitbringt.
Die Gentherapie ist so weit, einige Gendefekte durch eingeschleuste funktionierende Gene (wobei Viren als Transporter benutzt werden), zu reparieren.
Im Bereich der Alterung hat man bereits Gensetze Isoliert, welche das Altern steuern. Bei einfachen Lebensformen wie Bandwürmern ist schon vor Jahren gelungen, die Lebenserwartung um 400-1000% zu steigern.

Usw. . .

Die Liste des Möglichen wird weiter wachsen. Der Mensch wird also immer mehr zu dem werden, was bestimmte Gruppen von Menschen als attraktiv oder effizient empfinden. Moralisch besser - das wage ich aber zu bezweifeln. Ohnehin sind alle sozialen Eigenschaften zweischneidig. Empathisch wird schnell zu Manipulativ. Ruhig und Ausgewogen kann schnell zu gehorsam werden, Gemeinschaftsgefühl zu Unterwürfigkeit gegenüber dem Kollektivismus, Intelligenz ist generell universal. Man wird sicher einiges ändern, aber philosophische Fragen wie Gut und Böse lassen sich nicht mit naturwissenschaftlichen Mitteln beantworten und damit auch nicht durch seine Kreationen.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Cat with a whip » Do 7. Nov 2013, 00:02

cronos » Mi 6. Nov 2013, 23:23 hat geschrieben:Dass es in der Milchstraße wahrscheinlich Millonen erdähnlicher Planeten gibt, ergibt sich aus der Logik von rd 300.000.000.000 (300 MRD) Sonnen, abzüglich der Doppelsterne gibt, mit wahrscheinlichen Planeten, abzüglich der Sonnen, die zu jung sind und die zu alt sind, bei denen das Durchbrennen von Wasserstoff zu Helium, und weiter zu den anderen Elementen zum Roten Riesen bereits alles Leben ihrer Planeten ausgelöscht hat.
Übrig bleiben einige Millionen Sonnen mit einer unserer Sonne vergleichbaren Leuchtkraft, mit Planeten, die in der Ökosphäre von 0 bis 80 Grad ligen.

Die Wahrscheinlichkeit intelligentem Lebens ist von der Lebensdauer dieser zivilisationen abhängig.
Die Entfernung einer zivilisation mit einer Dauer von 100.000 Jahren ist kleiner als mit einer Intelligenten zivilisation von 10.000 Jahren.
Die mittlere Entfernung einer 100.000 tausen Jahre alten Zivilisation beträgt 800 Lichtjahre,
Man schätzt rd. 80-150 erdähnliche Zivilisationen gleichen aktuellen Niveaus in unserer Galaxie.

nein, wir sind zwar nicht allein, werden aber immer bleiben


Thema verfehlt.

Es wurde gefragt ob der Mensch nach einem Reboot alles besser machen würde.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon Cat with a whip » Do 7. Nov 2013, 00:06

Dragus » Mi 6. Nov 2013, 23:24 hat geschrieben:Für die Erde wäre es schön. Alle Extremisten können ihre eigenen Welten besiedeln, da können sie ganz unter sich sein - 500 Jahre Frieden, dann kommt der erste intergalaktische Krieg zwischen den verschiedenen Sternenimperien ;)


Das war aber nicht die Frage. Die Frage war dann bezüglich Extremisten eher, ob die Menschheit es nach einem Reboot schafft nicht wieder sowas wie Christen oder Nazis zu entwickeln. Es ging nicht um die Migration von Geisteskrankheiten.
Zuletzt geändert von Cat with a whip am Do 7. Nov 2013, 00:08, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon DarkLightbringer » Do 7. Nov 2013, 08:45

Dragus » Mittwoch 6. November 2013, 23:24 hat geschrieben:Für die Erde wäre es schön. Alle Extremisten können ihre eigenen Welten besiedeln, da können sie ganz unter sich sein - 500 Jahre Frieden, dann kommt der erste intergalaktische Krieg zwischen den verschiedenen Sternenimperien ;)

Natürlich. Die Ausweitung von Räumen bedeutet nicht notwendigerweise die Ausweitung des Denkens. Andererseits hat etwa die Entdeckung Amerikas durch Europäer auch zu neuen Inspirationen geführt.

Der Sprung zur kosmischen Zivilisation setzt so viel voraus, dass demgegenüber das Denken Anfang des 21. Jahrhunderts vermutlich sehr antiquiert sein dürfte.
In der "Utopia", 1516 (!) erschienen, von Thomas Morus, geht es bereits um die Idealgesellschaft - Geld und Privateigentum sind abgeschafft. Aber ist nicht gerade die radikale Vorstellung von einer Idealgesellschaft Ausgangspunkt einer menschlichen Problematik, eben des Extremismus? Wenn ja, ist deine Vorahnung des "intergalaktischen Krieges" gewiss nicht abwegig.
Interessant wäre m. E., wenn man mal auf wirklich neue Gedanken käme. ;)
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Re: Milchstraße voller erdähnlicher Planeten

Beitragvon cronos » Do 7. Nov 2013, 08:50

Cat with a whip » Do 7. Nov 2013, 00:02 hat geschrieben:
Thema verfehlt.

Es wurde gefragt ob der Mensch nach einem Reboot alles besser machen würde.


Nur dann, wenn das Thema so zu verstehen ist, wie du es verstanden wissen willst.
Ein Reboot wiederspricht jeder wissenschaftlichen Logik, eine Diskussion darüber auf dem Niveau der Fernsehsendungen angesiedelt: 20 Jahre nach dem Menschen.........

Ich sehe das Thema aus seinem Titel.

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