Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Moderator: Moderatoren Forum 7

Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 29172
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 1. Nov 2017, 10:07

X3Q hat geschrieben:(31 Oct 2017, 13:31)Und wer soll/wird die Kosten für derartige Maßnahmen in Ländern übernehmen, die das wirtschaftlich überfordern wird?

Mit 500 Mrd. € kann man schon viel tun: https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... stmal.html Deichbau in Bangladesch würde mehr Leben retten, als das Geld hier zu "investieren", durch die dt. "Energiewende" sinkt die Durchschnittstemperatur der Erde nichtmal um 0,1 Grad, völlig sinnloses Geldverbrennen ist das.

Ergänzung: Ich sehe hier gerade, das Düsseldorfer Institut ist nicht ganz unabhängig, haben sie denn falsch gerechnet?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Olympus
Beiträge: 1301
Registriert: So 16. Jul 2017, 09:03

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon Olympus » Do 2. Nov 2017, 14:02

X3Q hat geschrieben:(02 Nov 2017, 13:30)

Wie soll nun dein Textbaustein von der Seite klimatatastrophe.worldpress.com die von dir gemachte Aussage ...



... bestätigen?

Kannst du einfach mal nachvollziehbar erklären, was du sagen möchstet?

--X

Das weiß er selbst nicht. Er fand halt diese Zeilen und dachte das sieht wissenschaftlich Intelligent aus und hätte direkt was mit der Erderwärmung zu tun.
Allerdings beschreibt der Text lediglich ein bisschen Chemie, nicht aber die aktuelle Klimaveränderung.
Man erkennt ganz leicht ihre Hilflosigkeit beim Versuch der Leugnung. Man greift nach den letzten Strohhalmen, auch wenn es eigentlich eine andere Wissenschaft ist, die man in der 10 Klasse in Allgemeinbildung gelehrt bekommt.
Diese Prozesse finden seit Jahrmillionen statt, ist aber weder der Grund noch die Erklärung für den aktuellen Temperaturanstieg.
Bin mir aber sicher, das Teeernte recht schnell mit einer neuen These ankommt die er ernsthaft versucht jemandem unterzujubeln.
Vielleicht sind es dann grüne Männchen, die die Erde mit Microwellen bestrahlen um uns lecker gar zu kochen. ;)
Benutzeravatar
immernoch_ratlos
Beiträge: 1305
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 2. Nov 2017, 19:53

Die Weigerung, Tatsachen überhaupt wahrzunehmen, ist bei Teeernte allenfalls rudimentär ausgeprägt.

Da wird sogar der bewusst irreführende Trick - die Überschrift vom eigentlichen Text durch ein Bild abgesetzt - dem Betrachter serviert - wohl in der Hoffnung die restlichen 6 Minuten Lesen wird "hoffentlich" unterbleiben :
Wirtschaft EEG-Umlage Energiewende kostet die Bürger 520.000.000.000 Euro – erstmal
Von Daniel Wetzel | Veröffentlicht am 10.10.2016 | Lesedauer: 6 Minuten
"erstmal" suggeriert es kommt noch mehr ...

Doch wieder im Text kommt erst sehr weit unten : Hier Bild zum BeitragNoch später - so in der fünfunddreißigsten Zeile ! kommt dann nach einer völlig undurchsichtigen "Schätzung" die Berechnungen des wohl nicht so ganz "unabhängien Instituts was es BIS DAHIN (angeblich) gekostet hat :
Nach den Berechnungen des Instituts hat die Energiewende zwischen 2000 und 2015 bereits rund 150 Milliarden Euro gekostet. „In den Jahren 2000 bis 2025 müssen geschätzt rund 520 Milliarden Euro (nominal, einschließlich der Netzausbaukosten) für die Energiewende im Bereich der Stromerzeugung aufgewendet werden.“
Wer solide Zahlen präsentieren möchte, wird eher nicht zu solchen "Taschenspielertricks" greifen.

Tatsächlich (jedenfalls nach diesen Angaben !) hat stimmt die Aussage "Energiewende kostet die Bürger 520.000.000.000 Euro" nur dann, wenn man die "geschätzten Folgekosten" unbesehen hinnimmt. Ob nun Ebiker bewusst den Eindruck erwecken wollte :
Ebiker hat geschrieben:Deutschland hat bisher 500 Milliaden € für EE ausgegeben die noch nicht mal ansatzweise eine sichere Energieversorgung gewährleisten können.
oder ob er den Text schlicht nicht verstanden hat :?:

Es ist einfach die Unwahrheit zu behaupten "Deutschland hat bisher 500 Milliaden € für EE ausgegeben" wie der zitierte Bericht beweist. Doch das genügt nicht, der größte Einzelposten "124,8 Milliarden für die EEG-Gesamtumlage" ist selbst eine geschickt platzierte "Mogelpackung".

Welche Anteile in der "EEG-Gesamtumlage" verdienen es unter "EEG" genannt zu werden. Hier werden teilweise auch ohne "Energiewende" erhobene "Umlagen" so unter "EEG" zusammengefasst, das bewusst ein "erschreckend" hoher Betrag entsteht. Untersucht man dann noch den Anteil der "reinen Förderkosten für EE" Grafik zum Beitrag (Beispiel 2013) Stellt sich heraus, der "Anteil der "reinen Förderkosten für EE" liegt gerade mal bei ~49% !

Hier im WIKI "Kostenanteile der EEG-Umlage 2013" wird exakt aufgeschlüsselt wie sich die eigentliche Förderung für die unterschiedlichen EE-Typen zusamensetzt.

Was aus solchen Pamphleten hervorgeht, ist die Nähe zu Institutionen welche wirklich alles daransetzen eine echte Energiewende hin zu EE wenigstens lang genug hinauszuziehen um ungestört ihre größtenteils abgeschriebenen CO2 Schleudern weiterbetreiben zu können - koste es was es wolle...

Die willigen Helferlein die hier solche Machenschaften verteidigen, werden quasi "auf allen Kanälen" versuchen, jeden positiven Aspekt von jeglicher Maßnahme diesen Planeten auch noch für alle die nach uns kommen werden, bewohnbar halten will, gnadenlos hintertreiben. Klar, dass es unter solchen Prämissen keinen menschengemachten Klimawandel geben darf. Selbstverständlich müssen da alle Bemühungen - wie Veränderungen beim Transportwesen usw. usf. in Misskredit gebracht werden.

Was die Stromerzeugung mit Kohle und Atom bis Heute gekostet hat und schlimmer noch unveränderlich kosten wird - Stichwort "Ewigkeitskosten" oder Folgekosten "Atommüll" oder Folgekosten "Rückbau AKW" die Liste der offenen, aber auch versteckten Kosten ist lang und teuer. All das wird selbstverständlich niemals "gegengerechnet" - zu offensichtlich, was das uns alle schon gekostet hat und unvermeidbar noch kosten wird.
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
Quatschki
Beiträge: 7080
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 08:14
Wohnort: rechtselbisch

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon Quatschki » Do 2. Nov 2017, 21:39

immernoch_ratlos hat geschrieben:(02 Nov 2017, 19:53)

Was die Stromerzeugung mit Kohle und Atom bis Heute gekostet hat und schlimmer noch unveränderlich kosten wird - Stichwort "Ewigkeitskosten" oder Folgekosten "Atommüll" oder Folgekosten "Rückbau AKW" die Liste der offenen, aber auch versteckten Kosten ist lang und teuer. All das wird selbstverständlich niemals "gegengerechnet" - zu offensichtlich, was das uns alle schon gekostet hat und unvermeidbar noch kosten wird.

Es gibt auch dauerhaften Folgenutzen, z.B. Mitteldeutsches Seenland
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
Olympus
Beiträge: 1301
Registriert: So 16. Jul 2017, 09:03

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon Olympus » Do 2. Nov 2017, 21:47

Quatschki hat geschrieben:(02 Nov 2017, 21:39)

Es gibt auch dauerhaften Folgenutzen, z.B. Mitteldeutsches Seenland

Und den kommenden weit größten Kostenpunkt in den Finanzkassen. Folgekosten durch Unwetterschäden.
Es wird sehr viele Seen geben ;)
Benutzeravatar
immernoch_ratlos
Beiträge: 1305
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 3. Nov 2017, 09:05

Quatschki hat geschrieben:Es gibt auch dauerhaften Folgenutzen, z.B. Mitteldeutsches Seenland
Wäre ja schlimm, wenn die ehemaligen Abbaugebiete völlig nutzlos als Beispiel für den menschlichen Eingriff zurückbleiben würden. Doch ob der angerichtete Schaden vom Nutzen ausreichend "überdeckt wird" kann jeder HIER als PDF-Download RISIKEN FÜR GESELLSCHAFTLICHE FOLGEKOSTEN DURCH DEN DEUTSCHEN BRAUNKOHLETAGEBAU (startet automatisch) nachlesen.

Vorausgesetzt es gibt eine Klimaveränderung - bez. sie hat bereits begonnen - werden alle natürlichen Ressourcen, besonders aber verwendungsfähiges, sauberes Grundwasser lebenswichtig. Doch gerade da hat der Tagebau erhebliche Schäden angerichtet. Dem schönen Schein zum Trotz hier ein kleiner Auszug aus der Studie :
FOES hat geschrieben:Die direkten Folgen der Grundwasserabsenkung sind vielfältig und in ihren Wechselwirkungen nicht genau prognostizierbar. Ein dauerhaftes Abpumpen von Grundwasserleitern kann zunächst zu deren Austrocknung führen. Dies zieht häufig das Veröden von biologisch sensiblen Feucht- und Sumpfgebieten nach sich. Die bergbautreibenden Unternehmen sind aufgrund des BBergG und des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) zu einer möglichst naturnahen Wiederherstellung des Grundwasserhaushalts verpflichtet. Eine ökologische Gesamtgegenüberstellung des Vorher und Nachher erfolgt jedoch nicht. Die resultierenden Folgekosten können somit nur als teilweise internalisiert gelten.

Eine weitere indirekte Folge kann eine zunehmende Einschränkung der geologischen Standsicherheit des durch den Sümpfungstrichter betroffenen Geländes sein. Der Wasserentzug und die sich damit ändernde Bodenbeschaffenheit können zu Geländesackungen oder –rutschungen führen. Dies kann die geologische Standsicherheit in der unmittelbaren und mittelbaren Umgebung in Mitleidenschaft ziehen. Die daraus resultierenden Folgekosten können ebenfalls nur als teilweise internalisiert gelten, da die Beweislastpflicht für Bergschäden nach BBergG bis dato bei den Geschädigten und nicht beim Verursacher liegt. :(

In den Braunkohlerevieren sind tausende Bergschäden aktenkundig – jedoch wird nur ein Teil davon anerkannt und entschädigt (BUND 2013c). Beispiele für Schäden an Privateigentum sind etwa Feuchtigkeit, Risse oder Schieflagen im Mauerwerk. Die Folge sind u.a. Wertverluste der betroffenen Objekte bzw. Grundstücke. Auch öffentliche Infrastrukturen wie Kanalisationsnetze, Straßen, Bürgersteige, Versorgungsleitungen oder öffentliche Gebäude können durch Bergschäden betroffen sein (FÖS 2010).

Innerhalb Nordrhein-Westfalens wurden in den letzten 10 Jahren jährlich durchschnittlich 300 Neumeldungen von Bergschäden eingereicht. Nach eingehender Prüfung wurden davon ca. 10 bis 15 % als Bergschaden anerkannt (Landtag NRW 2013). In Brandenburg gehen laut Landeswirtschaftsministerium jährlich rund 250 Schadensmeldungen ein (PNN 2014). Es existieren verschiedene Initiativen in Deutschland, die sich eingehend mit der Thematik befassen (z.B. Netzwerk Bergbaugeschädigter e.V., Initiative Bergbaugeschädigter 50189).

Gemein ist ihnen, dass sie eine Vielzahl von Bergschäden dokumentieren, für die die Geschädigten aufgrund der bestehenden Regelung zur Beweislastpflicht bislang selbst aufkommen müssen. Aufgrund der hohen finanziellen Risiken (Bezahlung von Gutachtern, Anwälten etc.) und den geringen Erfolgsaussichten verzichten die meisten Geschädigten auf den Klageweg. :thumbup:
Das sind Leute wie Du und ich, die dürfen Kosten übernehmen welche sie nicht verursacht haben. Wie bei anderen Folgekosten bereichern sich wenige und überlassen den "bösen Rest" der Allgemeinheit. Inwieweit es tröstlich sein kann, wenn sich hauptsächlich die "Natur" diese zerstörten Flächen zurückholt, darf jeder selbst entscheiden.
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
immernoch_ratlos
Beiträge: 1305
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 4. Nov 2017, 07:41

Nun inzwischen tut sich etwas an der "Klimafront" so berichtet das Handelsblatt : (04.11.2017 Klimawandel auch im Weißen Haus? | Trump erlaubt düsteren Klimabericht
Handelsblatt hat geschrieben:WashingtonWenige Tage vor der Bonner Klimakonferenz haben 13 US-Behörden einen düsteren Klimareport veröffentlicht, der in weiten Teilen der Position der Trump-Regierung zum Klimawandel widerspricht. Darin wird klar ausgedrückt, dass die globale Erwärmung zum weitaus größten Teil von Menschenhand verursacht werde.

Trotz des krassen Kontrasts zu eigenen vertretenen Standpunkten versuchte das Weiße Haus nicht, die per Gesetz alle vier Jahre vorgeschriebene Veröffentlichung zu blockieren.
Die "Lieblingszeitung" des Präsidenten : Quelle : The Washingten Post "Trump administration releases report finding ‘no convincing alternative explanation’ for climate change"

Hier auch gleich der : Quelle : gov "Climate Science Special Report | Fourth National Climate Assessment (NCA4), Volume I" 477 Seiten die ich noch lesen werde.

Das dieser Report erscheinen durfte, ist wohl keineswegs selbstverständlich :
W-POST hat geschrieben:Environmental Protection Agency Administrator Scott Pruitt, Energy Secretary Rick Perry and President Trump have all questioned the extent of humans’ contribution to climate change. One of the EPA’s Web pages posted scientific conclusions similar to those in the new report until earlier this year, when Pruitt’s deputies ordered it removed.
(29.04.2017) "EPA website removes climate science site from public view after two decades"

Noch ein Nachsatz aus der FAZ :
Quelle hat geschrieben:Folgen bereits drastisch : Rekordanstieg von Kohlendioxid in Atmosphäre
Mediziner und Ökonomen schlagen Alarm: Die Konzentration an Kohlendioxid in der Atmosphäre klettert schneller denn je in die Höhe. Zugleich hat der Klimawandel schon jetzt für viele Menschen harte gesundheitliche Auswirkungen

Die Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre ist nach Daten der Weltwetterorganisation noch nie so schnell gestiegen wie im vergangenen Jahr. Er liege jetzt bei 403,3 Teilchen pro Million Teilchen (ppm), verglichen mit 400 ppm im Jahr davor, berichtete die Organisation am Montag in Genf mit Blick auf die UN-Klimakonferenz. Diese beginnt am kommenden Montag in Bonn.

Zugleich schlagen Mediziner und Ökonomen Alarm. Der Klimawandel habe schon heute gravierende Folgen für die Gesundheit der Weltbevölkerung, schreibt eine Kommission des Fachblatts „Lancet“. Der Klimaschutz müsse deutlich intensiviert werden, um einen weltweiten medizinischen Notfall zu vermeiden, heißt es in dem Bericht, an dem auch die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Weltbank mitgewirkt haben.

So seien von 2000 bis 2016 etwa 125 Millionen Menschen über 65 Jahre weltweit Hitzewellen ausgesetzt gewesen mit entsprechenden gesundheitlichen Folgen, etwa für das Herz-Kreislaufsystem. Bis 2050 könnte die Zahl der Menschen, die direkt an den Folgen von Hitzewellen leiden, eine Milliarde erreichen.
Offensichtlich sind die Folgen inzwischen nichtmehr nur "lokal" - wohl eher "global" mit "Hotspots" im wortwörtlichen Sinn.
FAZ hat geschrieben:Steigende Temperaturen hätten zudem dazu geführt, dass die Arbeitsproduktivität auf dem Land von 2000 bis 2016 bei körperlich tätigen Menschen um 5,3 Prozent abgenommen habe, so der Report

„Wir vererben einen deutlich unwirtlicheren Planeten“

Für jedes Grad globalen Temperaturanstiegs würden sich die globalen Weizenerträge zudem um 6 Prozent verringern, bei Reis betrage der Schwund gar 10 Prozent. Zudem bedrohten wärmere Ozeane die Fischbestände. Ein weiteres großes Problem stelle die zunehmende Luftverschmutzung dar: 2015 seien in 21 asiatischen Ländern rund 800.000 vorzeitige und vor allem vermeidbare Todesfälle darauf zurückzuführen. Zudem würden in 87 Prozent der Städte weltweit die Feinstaub-Grenzwerte der WHO regelmäßig überschritten.

Dem Report zufolge hat sich zudem die Zahl der wetterbedingten Naturkatastrophen seit 2000 um 46 Prozent erhöht. Allein 2016 sei so ein ökonomischer Schaden von 129 Milliarden amerikanischen Dollar (111 Mrd Euro) entstanden.
Ob das wohl alles "Fake-News" sind :?: Einige hoffen das erkennbar noch immer :dead:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
garfield336
Beiträge: 9359
Registriert: Mo 25. Mär 2013, 21:05

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon garfield336 » Do 16. Nov 2017, 13:44

Zumindest Frankreich will etwas für die Umwelt und Klimaschutz machen.

Der Präsident hat angekündigt alle Kohlekraftwerke des Landes abzuschalten. und gleichzeitig auch alte Atomkraftwerke abschalten.

Und durch was will er das ersetzen? Natürlich durch neue Atomkraftwerke :D
Benutzeravatar
Boraiel
Beiträge: 3848
Registriert: Di 25. Feb 2014, 02:25
Benutzertitel: Let's rule the world.
Wohnort: Deutschland/Niederlande

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon Boraiel » Do 16. Nov 2017, 15:46

garfield336 hat geschrieben:(16 Nov 2017, 13:44)

Zumindest Frankreich will etwas für die Umwelt und Klimaschutz machen.

Der Präsident hat angekündigt alle Kohlekraftwerke des Landes abzuschalten. und gleichzeitig auch alte Atomkraftwerke abschalten.

Und durch was will er das ersetzen? Natürlich durch neue Atomkraftwerke :D

Gut wäre das. :thumbup:
Libertatis veritatisque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
Benutzeravatar
garfield336
Beiträge: 9359
Registriert: Mo 25. Mär 2013, 21:05

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon garfield336 » Do 16. Nov 2017, 18:54

Boraiel hat geschrieben:(16 Nov 2017, 15:46)

Gut wäre das. :thumbup:


In Frankreich schwört man auf die Atomkraft.
Da gibt es keinen Ausstiegsplan. Nicht mal im Ansatz.

Und bei Klimaverhandlungen koennen sie von oben herab auf Deutschland schauen. Deren pro Kopf CO2 Ausstoss ist jetzt schon nur halb so gross wie Deutschlands
Benutzeravatar
Boraiel
Beiträge: 3848
Registriert: Di 25. Feb 2014, 02:25
Benutzertitel: Let's rule the world.
Wohnort: Deutschland/Niederlande

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon Boraiel » Do 16. Nov 2017, 19:21

garfield336 hat geschrieben:(16 Nov 2017, 18:54)

In Frankreich schwört man auf die Atomkraft.
Da gibt es keinen Ausstiegsplan. Nicht mal im Ansatz.

Und bei Klimaverhandlungen koennen sie von oben herab auf Deutschland schauen. Deren pro Kopf CO2 Ausstoss ist jetzt schon nur halb so gross wie Deutschlands

Am Ausstiegsplan wird momentan durchaus in Frankreich gearbeitet: https://de.m.wikipedia.org/wiki/ITER
Im Gegensatz zu Frankreich, dass Uranlagerstätten in Niger defacto kontrolliert, kann sich Deutschland nicht selber mit spaltbarem Material versorgen. Viel wichtiger als die Art der Stromerzeugung ist deren Eigenständigkeit. Alles, was wir im Land haben, Wind, Sonne, Wasserkraft, aber vor allem auch die Kohle sollten wir nutzen, bis der französische Ausstiegsplan auch für uns funktioniert. ;)
Klimaschutz ist schon ein komisches Wort.
Libertatis veritatisque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
Benutzeravatar
BingoBurner
Beiträge: 2331
Registriert: Sa 17. Jan 2015, 12:15
Benutzertitel: Irgendwas mit Würde

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon BingoBurner » Fr 17. Nov 2017, 10:18

immernoch_ratlos hat geschrieben:(02 Nov 2017, 19:53)

Die Weigerung, Tatsachen überhaupt wahrzunehmen, ist bei Teeernte allenfalls rudimentär ausgeprägt.

Da wird sogar der bewusst irreführende Trick - die Überschrift vom eigentlichen Text durch ein Bild abgesetzt - dem Betrachter serviert - wohl in der Hoffnung die restlichen 6 Minuten Lesen wird "hoffentlich" unterbleiben : "erstmal" suggeriert es kommt noch mehr ...

Doch wieder im Text kommt erst sehr weit unten : Hier Bild zum BeitragNoch später - so in der fünfunddreißigsten Zeile ! kommt dann nach einer völlig undurchsichtigen "Schätzung" die Berechnungen des wohl nicht so ganz "unabhängien Instituts was es BIS DAHIN (angeblich) gekostet hat : Wer solide Zahlen präsentieren möchte, wird eher nicht zu solchen "Taschenspielertricks" greifen.

Tatsächlich (jedenfalls nach diesen Angaben !) hat stimmt die Aussage "Energiewende kostet die Bürger 520.000.000.000 Euro" nur dann, wenn man die "geschätzten Folgekosten" unbesehen hinnimmt. Ob nun Ebiker bewusst den Eindruck erwecken wollte :oder ob er den Text schlicht nicht verstanden hat :?:

Es ist einfach die Unwahrheit zu behaupten "Deutschland hat bisher 500 Milliaden € für EE ausgegeben" wie der zitierte Bericht beweist. Doch das genügt nicht, der größte Einzelposten "124,8 Milliarden für die EEG-Gesamtumlage" ist selbst eine geschickt platzierte "Mogelpackung".

Welche Anteile in der "EEG-Gesamtumlage" verdienen es unter "EEG" genannt zu werden. Hier werden teilweise auch ohne "Energiewende" erhobene "Umlagen" so unter "EEG" zusammengefasst, das bewusst ein "erschreckend" hoher Betrag entsteht. Untersucht man dann noch den Anteil der "reinen Förderkosten für EE" Grafik zum Beitrag (Beispiel 2013) Stellt sich heraus, der "Anteil der "reinen Förderkosten für EE" liegt gerade mal bei ~49% !

Hier im WIKI "Kostenanteile der EEG-Umlage 2013" wird exakt aufgeschlüsselt wie sich die eigentliche Förderung für die unterschiedlichen EE-Typen zusamensetzt.

Was aus solchen Pamphleten hervorgeht, ist die Nähe zu Institutionen welche wirklich alles daransetzen eine echte Energiewende hin zu EE wenigstens lang genug hinauszuziehen um ungestört ihre größtenteils abgeschriebenen CO2 Schleudern weiterbetreiben zu können - koste es was es wolle...

Die willigen Helferlein die hier solche Machenschaften verteidigen, werden quasi "auf allen Kanälen" versuchen, jeden positiven Aspekt von jeglicher Maßnahme diesen Planeten auch noch für alle die nach uns kommen werden, bewohnbar halten will, gnadenlos hintertreiben. Klar, dass es unter solchen Prämissen keinen menschengemachten Klimawandel geben darf. Selbstverständlich müssen da alle Bemühungen - wie Veränderungen beim Transportwesen usw. usf. in Misskredit gebracht werden.

Was die Stromerzeugung mit Kohle und Atom bis Heute gekostet hat und schlimmer noch unveränderlich kosten wird - Stichwort "Ewigkeitskosten" oder Folgekosten "Atommüll" oder Folgekosten "Rückbau AKW" die Liste der offenen, aber auch versteckten Kosten ist lang und teuer. All das wird selbstverständlich niemals "gegengerechnet" - zu offensichtlich, was das uns alle schon gekostet hat und unvermeidbar noch kosten wird.



Perfekt....... :thumbup: :thumbup: :thumbup:

Wichtig ist Strom und die Tatsache das man allein in Deutschland.....schon mehr Strom erzeugt durch die EE das wir den schon verkaufen. Wir haben zuviel davon.

https://www.geomar.de/index.php?id=mlatif

Kostproben was man den schon alles um die Ohren gehauen hat ? Findet man genug im Netz.....


http://www.ardmediathek.de/tv/alpha-For ... d=23787324

Ein ziemlich cooler Mann.
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
CaptainJack
Beiträge: 11503
Registriert: Do 6. Aug 2015, 18:56

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon CaptainJack » Fr 17. Nov 2017, 22:09

Die Hysterie hat wieder zugeschlagen! 25.000 Reisende .... warum? :rolleyes: :?:
https://deutscherarbeitgeberverband.de/ ... erenz.html
Wir werden aufgrund des Stromspitzenszenarios Strom aus dem Ausland beziehen müssen, da die Windkraftenergie hierbei völlig unzureichend und unzuverlässig ist. Das Ausland juckt unseren augenwischenden und sinnlosen Aktionismus überhaupt nicht.
Ist man ehrlich, stellt man fest, dass das Objekt Windkraft aufgrund der Subventionengarantie überwiegend ein EL Dorado für Renditejäger war/ist. Mit den Sonnenreflektoren verhält es sich nicht anders.
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 23238
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon Adam Smith » Fr 17. Nov 2017, 23:11

Deutschland exportiert mehr Strom als es Strom importiert.
Benutzeravatar
immernoch_ratlos
Beiträge: 1305
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 18. Nov 2017, 00:37

CaptainJack hat geschrieben:Wir werden aufgrund des Stromspitzenszenarios Strom aus dem Ausland beziehen müssen, da die Windkraftenergie hierbei völlig unzureichend und unzuverlässig ist. Das Ausland juckt unseren augenwischenden und sinnlosen Aktionismus überhaupt nicht.
Ist man ehrlich, stellt man fest, dass das Objekt Windkraft aufgrund der Subventionengarantie überwiegend ein EL Dorado für Renditejäger war/ist. Mit den Sonnenreflektoren verhält es sich nicht anders.
"Selektives Lesen" - nur das lesen was zur eigenen Einstellung zu passen scheint, wird die Realität eher nicht verändern.

Diese Sprüche sind uralt und auch schon genausolange widerlegt. Ach diese durchaus wissenschaftlichen Widerlegungen würden in solchen Fällen nutzlos sein, Du würdest sie ja noch nichteinmal zur Kenntnis nehmen.

@all
Für echte Zweifler, ob unser Captain plus der dt. Arbeitgeberverband da realistisch ist, sollten sich nicht mit solchen recht einfach widerlegbaren "Weisheiten" begnügen. Für den Anfang mal. Warum wohl : Energiepolitik | "China ist neuer Windenergie-Weltmeister" | Haben deutsche Firmen da überhaupt noch eine Chance? Auch bei PV belegt China zum Jahresende 2016 mit 78.1 Gigawatt die Spitzenposition. Sicher, die bauen auch weiter fossil und atomar - aus purer Verzweiflung - weil sie etwas angefangen haben, wozu ihnen die notwendige Energie zunehmend fehlt.

Das realistisch größte Problem, die Speicherfähigkeit von el. Energie ist längst lösbar. Weil allerdings andere eher "finanzielle Interessen" gegenwärtig noch stärker sind, als rationale Vernunft, kann es durchaus geschehen, das D den Anschluss endgültig verliert. Dank solche Figuren, die versuchen diesen rückwärts gewandten "Status quo ante" herzustellen.

Warum wohl werden :
ee-news.ch hat geschrieben:Bei Ausschreibungen für grosse Photovoltaikanlagen wurden in verschiedenen Ländern neue Tiefstpreise erzielt. Der bisher tiefste Preis wurde in Abu Dhabi mit 2.4 US-Cent/Kilowattstunde erzielt. In einer gemeinsamen Ausschreibung von Deutschland und Dänemark im Oktober 2016 erhielten Projekte in Dänemark mit einem Preis von 5.38 Euro-Cent pro Kilowattstunde den Zuschlag.

Zum Vergleich: Das AKW-Projekt Hinkley Point C in Grossbritannien soll während 35 Jahren einen staatlich garantierten Einspeisetarif von rund 13 Euro-Cent/Kilowattstunde erhalten, der jeweils an die Teuerung angepasst wird.
An dieser Stelle könnte jeder nachrechnen wann die aktuelle EEG-Umlage = 6,880 Cent als Summe für mehrere unterschiedliche Technologien - die auch nicht alle zahlen müssen - noch läuft. Der Punkt ab dem sich dieser Betrag immer weiter nach unten bewegt ist längst vorausberechenbar. Für 2018 soll diese Umlage bei 6,792 Cent (-1,28 %) liegen. Was sich zusätzlich, anteilig auf die zu zahlende MwSt. auswirkt.
TELEPOLIS hat geschrieben:Folgt man nun einer Bewertung der Agora Energiewende, wird die EEG-Umlage ohnehin in einigen Jahren ihren Höhepunkt erreichen und danach wieder fallen: "Analog zur Entwicklung der Finanzierungskosten steigt die EEG-Umlage bis Anfang der 2020er-Jahre auf circa 7,7 Cent pro Kilowattstunde an. Infolge der sinkenden Vergütungszahlungen und der auslaufenden Förderung von Altanlagen sinkt die EEG-Umlage langfristig jedoch wieder deutlich ab und erreicht bis 2035 ein Niveau von rund 4,5 Cent pro Kilowattstunde."


"Neuverträge" erhalten spätestens seit 2011 vertraglich auf 20 Jahre eine geringere Einspeisevergütung, als die Grundbezugstarife seit ~2016 kosten. Verglichen mit dem was ein EINZIGES AKW in UK kostet (Insgesamt wird das Kraftwerk mit 100 Milliarden € durch Großbritannien subventioniert ) und was "35 Jahren einen staatlich garantierten Einspeisetarif von rund 13 Euro-Cent/Kilowattstunde erhalten, der jeweils an die Teuerung angepasst wird" bedeuten Das AKW wir wann in Betrieb gehen (Im Juli 2017 wurde bekannt, die Fertigstellung werde um mindestens 15 Monate länger dauern und das Projekt 1,6 Milliarden Pfund mehr kosten.) ? Das wäre dann ~ bestenfalls in 2019 + 35 = 2054. In dieser Zeit würde jede kWh mit mindestens 13 €-Cent subventioniert. Billige Energie sieht anders aus.

Ähnliches droht unseren Nachbarn, jedes der 58 AKW dort wird ersetzt werden müssen und die teuerste Form Energie zu generieren ist das AKW. Ach ja, die "Franzosen" bauen ja Hinkley Point C - weil deren Électricité de France (EDF) "gewisse Schwierigkeiten" mit der Rentabilität dieser ach so rentablen 58 AKW hat - auch ohne die leidige "Abfallbeseitigung" offensichtlich nicht der Renner.... :? Dort wird der umgekehrte Weg begangen - Strom wir heftig staatlich subventioniert - was einigen Träumern hier billig erscheint, kostet in Wahrheit den Steuerzahler auf dem "üblichen Weg" mindestens das Selbe wie in D - wobei ich Zweifel habe, das dies eingedenk aller versteckten Kosten tatsächlich stimmt. Nur dafür habe ich gerade keine Beweise. Atomkraft ist in F ja nicht nur "friedlich" - dort kann alles was man nicht gern publik machen möchte, recht einfach zum "militärischen Staatsgeheimnis" erklärt werden - eine Tatsache, welche eine Beurteilung eher unmöglich macht. Wenn wie auch "die Bombe" hätten, was könnte man da alles vor der dummen Öffentlichkeit wegsperren.... :thumbup:

Aber warum in die Ferne gehen, auch Kohle verbrennen ist teuer und wird wie immer heftig subventioniert - mal direkt, aber auch indirekt. Die Anfallenden "Gesundheitskosten" tauchen sowieso nirgendwo auf der Stromrechnung auf - wie teuer, wäre wohl die Stromrechnung mit all diesen "stillen" Subventionen, wenn ALLES genauso wie die EEG-Umlage penibel auf das tausendstel €uro ausgewiesen würde - schlimmer noch, von unterschiedlichen Nutzern auch sichtbar unterschiedlich bezahlt werden müssten :?:

Dazu schweigen sich solche Kritiker wie selbstverständlich aus....

Nun ja schau mer mal ....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 29172
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 18. Nov 2017, 10:08

Adam Smith hat geschrieben:(17 Nov 2017, 23:11)

Deutschland exportiert mehr Strom als es Strom importiert.

Jau, mit dem billigen deutschen Strom (es gibt oft schon Negativpreise) machen sich vor allen Dingen die Bergländer die Speicherseen voll und exportieren den Strom später wieder teuer zurück nach Deutschland. Ein wunderbares Geschäftsmodell für das der Hornochse "deutscher Stromkunde" brav bezahlt: https://www.welt.de/wirtschaft/energie/ ... wende.html
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
Cat with a whip
Beiträge: 9790
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 20:49

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon Cat with a whip » So 19. Nov 2017, 06:08

garfield336 hat geschrieben:(16 Nov 2017, 13:44)

Zumindest Frankreich will etwas für die Umwelt und Klimaschutz machen.

Der Präsident hat angekündigt alle Kohlekraftwerke des Landes abzuschalten. und gleichzeitig auch alte Atomkraftwerke abschalten.

Und durch was will er das ersetzen? Natürlich durch neue Atomkraftwerke :D


Das kann man nur noch für wenige Jahrzehnte machen. Kernkraft ist bekanntlich keineswegs eine CO2-freie Geschichte. Uranerze müssen gefördert und aufbereitet werden. Der Aufwand um neue Lagerstätten auszuräumen und die Gesteine zu trennen wächst in der Zukunft. Ende des Jahrhunderts wird bereits die Menge an Kohle und Öl aufgewendet werden müssen um das Energieäquivalent aus Fission zu gewinnen. Sprich, es macht dann nichtmal mehr energetisch Sinn.

Das Problem bei dieser Strategie ist dass wie in Deutschland der Aufbau einer Speicherinfrastruktur für regenerative Energie verbummelt wird und am Ende der Umstieg teuerer für die Endverbraucher wird. Schuld daran sind ja in Deutschland Parteien wie CDU und FDP wie auch SPD.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
Benutzeravatar
immernoch_ratlos
Beiträge: 1305
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon immernoch_ratlos » So 19. Nov 2017, 13:25

Zu welchem Zweck mag wohl eine europaweites Stromnetz dienen, wenn nicht zum Austausch von "Strommengen" wenn sie einerseits und warum auch immer gerade benötigt werden und andererseits von einem der Netzteilnehmer auch geliefert werden können.

Dieser Schwachsinn daraus etwas negatives ableiten zu wollen, ist jedenfalls mir unerklärlich. In D selbst dient das vorhandene Netz exakt dem selben Nutzen. Dort wird fleißig untereinander ausgetauscht.

Was die unbedarften Kritiker solcher Szenarien nicht beachten, neben dem tatsächlichen physischen Stromausgleichsfluss, findet der "virtuelle Stromfluss statt. Da werden Stromkontingente über Jahre im Voraus eingekauft. "Auf dem Papier" wird am Spottmarkt nachgekauft, wenn warum auch immer einer der Marktteilnehmer nicht liefern kann. Das dürfte für den üblichen Laien schon im Ansatz völlig unverständlich sein und bleiben.

Doch jeder Firma wird erst bei der Bilanzierung aller Faktoren eine klare Aussage machen können, was sich tatsächlich abgespielt hat. Wurde tatsächlich Verlust gemacht, weil einige Geschäfte ohne Gewinn endeten ? Kommt es nicht eher darauf an, wie die Endabrechnung aussieht ?

Was soll der Blödsinn "es gibt oft schon Negativpreise", wenn derjenige der dieses Argument ins Spiel bringt, nicht in der Lage oder willens ist, das auch in Zahlen - hier in GWh bzw. TWh zu belegen ? Selbst das genügt noch immer nicht, ohne das Gesamtergebnis zu nennen.

Jede Firma, die Handel treibt, wird immer wieder auch "negative" Ergebnisse erzielen. Entscheidend ist jedoch, wie sieht die Endabrechnung aus. Es kann gerade im Stromgeschäft entscheidend sein, wie flexibel man sich dem Markt anpasst. Wer nun mal hauptsächlich die "Ernte" der trägen Kohlekraftwerke anbieten kann, ist weitgehend unflexibel. Das muss man einfach mal begreifen. Soweit mir bekannt, kann ein solches Kraftwerk lediglich bis ~20% seiner Maximalleistung gedrosselt werden. Ist also in einem Markt mit ständig wechselnden Angeboten stets darauf angewiesen, dass der Bedarf seiner Produktion möglichst die gesamte generierte Leistung abnimmt. Das ist durch fixe Verträge auf Jahre im Voraus bereits abgeschlossen. Werden dabei Kapazitäten frei, weil der ständig schwankende Bedarf das diktiert, kann ein Kohlekraftwerk allenfalls verlustreich auf diese minimalen 20% gedrosselt werden. Abschalten wäre zwar sinnvoller (mit der Drosselung geht ja leider auch der Wirkungsgrad total in den Keller - mit annähernd gleichen Brennstoffverbrauch !), es dauert aber so um die 72 Stunden, bis ein solches Kraftwerk von der Abschaltung bis zu 100% nominaler Leistung zurückkehren kann.

Das schlicht der veränderte Markt, der ja sonst immer wie eine "Monstranz" vorneweg getragen wird. ~1,5 Millionen PV speisen LOKAL ein und deren Leistung (bis auf Großanlagen) wird "innerorts" im Niederspannungsnetz komplett umgesetzt. In dieser Ausbaustufe reicht die Leistung nicht bis in die Mittelnetze. Dennoch fällt damit zunehmend ein wachsender Bedarf für die 4 Monopolisten weg. Einfach verdientes Geld hat seine Richtung geändert. Das bekommen besonders die wunderbaren Geldvermehrungsmaschinen, die Speicherkraftwerke zu spüren. Konnten sie bis dahin konkurrenzlos die lukrativen mittäglichen Spitzen bedienen. geschieht dies längst durch die PV-Anlagen. Eigentlich müsste auch hier der Preis sinken, aber das wird gezielt verhindert. Im übrigen, wurden die Speicherkraftwerke nur deswegen mit großem finanziellen Aufwand gebaut, weil das große "Nachtangebot" der unflexiblen Kohlekraftwerke "irgendwohin" musste. Eine andere For dessen was den EE immer als quasi einmalige Volatilität "in Rechnung gestellt wird - anderer Grund, aber ebenso "zwingend".

Die häusliche PV folgt dem häuslichen Strombedarf wesentlich natürlicher, als jede anderer Generator. In Zeiten, wo der Bedarf niedrig ist, liefert sie keinerlei Leistung. Dann wird "NOCH" Leistung aus dem Netz bezogen. Mittels häuslicher Speicherbatterien, welche sich sehr genau auf den Eigenbedarf anpassen lassen, wird sich auch dies weiter verändern. Damit wird jeder Speicher, ob nun in virtuellen Kraftwerken zusammengefasst oder als Einzelanlage auf unterschiedliche Weise "netzdienlich". Kein Problem im Zeitalter der Digitalisierung das individuell anzupassen. Da seit Einführung dieser Methode der Preis bereits um ~40% gesunken ist, werden die finanziellen Hürden immer niedriger. Nur diese unsägliche Propaganda den Laien gegenüber und der viel zu niedrige "Ausbaukorridor" einer rein lobbygesteuerte Klientelpolitik verzögert diesen Prozess noch immer. PV-Anlagen für Hausdach wurden seit 2006 um 67% günstiger "

Die aktuelle EEG Vergütungssätze für Photovoltaikanlagen 2018 liegen für Anlagen bis 10kWp ab 01.01.2018 bei 12,20 €-Cent. Der Bezugspreis liegt derzeit im Grundtarif bei 29,16 €-Cent und ist damit um beinahe 42% niedriger als eine "voll eingespeiste PV-Leistung erzielt die Differenz liegt bei -16,96 €-Cent. Selbst, wenn ein günstigerer Bezugstarif vereinbart wurde, ist die Botschaft eindeutig, nur die möglichst vollständige selbst per PV generierte Leistung, macht eine solche Anlage rentabel. Kombiniert mit geeigneten Speichermodulen, können 80% der PV-Leistung selbst genutzt werden. Je nach Anlagegröße (die sich recht strickt am Eigenbedarf orientiert), ist diese Nutzung durchaus rentabel und in ansonsten zinsloser Zeit, eine gute Idee vorhandenes Kapital sinnvoll anzulegen.

Inzwischen lag der niederste Bieter einer 20 MW - PV bei gerade noch knapp unter 5 €-Cent/kW - womit solche Anlagen selbst gegenüber WKA konkurrenzfähig geworden sind - von AKW und auch sonstigen Wärmekraftwerken trennen sich längst die großen Investoren weltweit, wegen diesem Preisverhältnis.

Im übrigen hat Fraunhofer für 2016 untersucht, ob der Exportstrom verramscht oder gar verschenkt wurde - ich hatte das schon mal vor Monaten verlinkt die 53,7 Milliarden Kilowattstunden wurden zu ganz normalen Marktpreisen ins umliegende Ausland exportiert. Ein Rekordgewinn, in dem auch negative Ergebnisse vollkommen untergehen.

Nachdem es zunehmend auch real unterschiedliche Speichermethoden im "Markt" gibt, können sich die EE diesem immer stärker anpassen. Im Gegensatz zu den fossilen Generatoren, ist der Überschuss, ein Gewinn, der selbstverständlich die Amortisation solcher Anlagen massiv beschleunigt. Können sie als "netzdienliche" Mitbewerber Netzschwankungen innerhalb Sekunden ausgleichen udn haben die Wahl wohin die generierte Energie fließen soll - in Netz ? guter Preis - in den Speicher mit Bestpreis zurück ins Netz ? - PtG ? - PtF ?

Da sich inzwischen auch die ehemaligen Monopolisten "einmischen", sehe ich keinen Grund nicht optimistisch zu sein. Hier entsteht ein ganz neuer Strommarkt, der zunehmend dezentral und von höherer Versorgungsstabilität gekennzeichnet ist, als das jemals zuvor möglich war...
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
garfield336
Beiträge: 9359
Registriert: Mo 25. Mär 2013, 21:05

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon garfield336 » So 19. Nov 2017, 14:54

Cat with a whip hat geschrieben:(19 Nov 2017, 06:08)

Das kann man nur noch für wenige Jahrzehnte machen. Kernkraft ist bekanntlich keineswegs eine CO2-freie Geschichte. Uranerze müssen gefördert und aufbereitet werden. Der Aufwand um neue Lagerstätten auszuräumen und die Gesteine zu trennen wächst in der Zukunft. Ende des Jahrhunderts wird bereits die Menge an Kohle und Öl aufgewendet werden müssen um das Energieäquivalent aus Fission zu gewinnen. Sprich, es macht dann nichtmal mehr energetisch Sinn.

Das Problem bei dieser Strategie ist dass wie in Deutschland der Aufbau einer Speicherinfrastruktur für regenerative Energie verbummelt wird und am Ende der Umstieg teuerer für die Endverbraucher wird. Schuld daran sind ja in Deutschland Parteien wie CDU und FDP wie auch SPD.


Frankreich steckt auch ein Vermögen ins ITER Projekt. Ausgang ingewiss.
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 29172
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Rasanter CO2-Anstieg schockiert Klimaforscher

Beitragvon Tom Bombadil » So 19. Nov 2017, 16:17

Nicht nur Frankreich.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson

Zurück zu „7. Wissenschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste