Homöopathie

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Was ist von Homöopathie zu halten?

Nix. Homöopathie ist esotherischer Unsinn.
41
32%
Jeder wie er will.
24
19%
Homöopathie ist eine wichtige Komplementärmedizin.
10
8%
Homöopathie ist wissenschaftlich belegt.
2
2%
Homöopathie ist wie die FDP - viel heiße Luft.
11
9%
Homöopathie zieht die Schwachsinnigen an wie Scheiße Fliegen.
23
18%
Homöopathie hat seine Chance gehabt und versagt.
7
5%
Gehört unbedingt in den Leistungskatalog von KVs.
10
8%
 
Abstimmungen insgesamt: 128
Chlorobium
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Homöopathie

Beitragvon Chlorobium » Mi 14. Jul 2010, 13:43

Die Area ist bereit :cool:

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John Galt
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Re: Homöopathie

Beitragvon John Galt » Mi 14. Jul 2010, 13:51

Nix. Homöopathie ist esotherischer Unsinn. 43% 43% [ 3 ] x
Homöopathie zieht die Schwachsinnigen an wie Scheiße Fliegen. 14% 14% [ 1 ] x

Passend dazu auch:

Medizinprofessor Ernst "Die Homöopathie ist ein Dogma"
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medi ... 57,00.html
Civilization is the progress toward a society of privacy. The savage’s whole existence is public, ruled by the laws of his tribe. Civilization is the process of setting man free from men.
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Mithrandir
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Re: Homöopathie

Beitragvon Mithrandir » Mi 14. Jul 2010, 13:59

Die Theorie aufzustellen, dass die Struktur von Wasser sich an bestimmten, auch nicht mehr vorhandenen Inhaltsstoffen orientiert, ist ja in Ordnung. Nur, solange die wissenschaftlichen Belege fehlen, gebe ich nichts auf Homöopathie.

M. W. ist der medizinische Erfolg nicht besser als bei Placebos.

Aus wissenschaftlicher Sicht mangelt es an zwei Punkten:
  • Wirkmechanismus: Dass der behauptete Wirkmechanismus überhaupt existiert, konnte nicht belegt werden. Dazu bedarf es gar nicht komplizierter medizinischer Eigenschaften. Schon die signifikante Beeinflussung irgendeines Reaktionsverhaltens durch eine Struktur (nicht Beimengung) würde da weiterhelfen…
  • Medizinische Wirksamkeit: Eine medizinische Wirksamkeit von Placebos ist nicht belegt.

Besonders absurd wird es aber dann, wenn ohnehin kein einziges Molekül des beigemischten Stoffes mehr vorhanden ist und trotzdem noch weiter verdünnt wird…

Dass einige Krankenkassen trotzdem weiter Homöopathie anbieten wollen ist trotzdem verständlich, weil es dafür ökonomische Gründe gibt (zahlungskräftige Mitglieder, die solche Leistungen wünschen). Wenn jemandem ein Placebo hilft, ist es für ihn wahrscheinlich letztlich auch egal, ob die Wirkung durch eine chemische/phyisakalische Reaktion zustandekommt oder durch sein Gehirn.
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Re: Homöopathie

Beitragvon Chlorobium » Mi 14. Jul 2010, 14:09

Sorry, aber wenn ich sowas hier lese, dann fällt mir zu den Glucose-Hehlern nichts mehr ein :dead:

mfg
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Zuletzt geändert von Chlorobium am Mi 14. Jul 2010, 14:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Homöopathie

Beitragvon Chlorobium » Mi 14. Jul 2010, 14:17

... oder sowas :kotzsmilie:

mfg
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Re: Homöopathie

Beitragvon hafenwirt » Mi 14. Jul 2010, 15:19

Ist Homöopathie denn teuer?

Wenn Leute daran "glauben" und nach einer Zeit Besserung empfinden, ohne Schmerzen, wo ist das Problem?

Sollen sie es doch einnehmen.

Ist denn in der "Schulmedizin" bewiesen, dass alles zu 100% wirkt? Schaffen wir deswegen Medikamente ab?
...
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Re: Homöopathie

Beitragvon John Galt » Mi 14. Jul 2010, 15:24

hafenwirt hat geschrieben:Ist Homöopathie denn teuer?


Ja!

Wenn man Wirksamkeit und Preis berücksichtigt, dann ist Homöopathie ziemlich teuer.
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Re: Homöopathie

Beitragvon pikant » Mi 14. Jul 2010, 15:26

hafenwirt hat geschrieben:Ist Homöopathie denn teuer?

Wenn Leute daran "glauben" und nach einer Zeit Besserung empfinden, ohne Schmerzen, wo ist das Problem?

Sollen sie es doch einnehmen.

Ist denn in der "Schulmedizin" bewiesen, dass alles zu 100% wirkt? Schaffen wir deswegen Medikamente ab?


sehe ich auch so!
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Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Mi 14. Jul 2010, 15:28

hafenwirt hat geschrieben:Ist Homöopathie denn teuer?

Wenn Leute daran "glauben" und nach einer Zeit Besserung empfinden, ohne Schmerzen, wo ist das Problem?



Nein - im Vergleich zur chemischen Medizin (Schulmedizin ist ja out oder Autobahn oder so) ist es nicht teuer und nein, die chemische Medizin wirkt auch nicht immer.
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Re: Homöopathie

Beitragvon Mithrandir » Mi 14. Jul 2010, 15:46

hafenwirt hat geschrieben:Ist Homöopathie denn teuer?

Pro Fläschchen und bezogen auf den Inhalt: Ja. (Dürfte auch wichtig für den Erfolg sein, teure Placebos sind bekanntlich die besseren ;))

Bezogen auf die gesamten Arzneimittelkosten (ohne Zusatztarife) liegt der Homöpathieanteil bei 0,06 Prozent.

hafenwirt hat geschrieben:Ist denn in der "Schulmedizin" bewiesen, dass alles zu 100% wirkt? Schaffen wir deswegen Medikamente ab?

In der Schulmedizin kommen vor der Zulassung von Medikamenten ersteinmal Tests, die die Wirksamkeit des Arzneimittels gegenüber einem Placebo belegen.
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Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Mi 14. Jul 2010, 15:51

Mithrandir hat geschrieben:In der Schulmedizin kommen vor der Zulassung von Medikamenten ersteinmal Tests, die die Wirksamkeit des Arzneimittels gegenüber einem Placebo belegen.


Die Arzneimittelstudien sind aber auch deshalb so wichtig, weil sie oftmals markante Nebenwirkungen haben und nicht gerade selten Menschen sterben.
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Re: Homöopathie

Beitragvon hafenwirt » Mi 14. Jul 2010, 16:04

Pandora hat geschrieben:
Die Arzneimittelstudien sind aber auch deshalb so wichtig, weil sie oftmals markante Nebenwirkungen haben und nicht gerade selten Menschen sterben.


Kommt es bei Homöopathischen Mitteln vor, dass Menschen daran sterben, oder brutale Nebenwirkungen eintreten?

Danke schonmal für die aufschlusreichen Antworten. :)
Zuletzt geändert von hafenwirt am Mi 14. Jul 2010, 16:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Mi 14. Jul 2010, 16:24

hafenwirt hat geschrieben:
Kommt es bei Homöopathischen Mitteln vor, dass Menschen daran sterben, oder brutale Nebenwirkungen eintreten?

Danke schonmal für die aufschlusreichen Antworten. :)


Also bisher ist mir kein Fall bekannt wo jemand durch das gewählte Mittel verstarb - sehrwohl gibt es leider allgemein in der Alternativheilkunde (Homöopathie ist ja nur ein kleiner Teil davon) Todesfälle, die aber auf die verantwortungslosigkeit durch Personen (Heilpraktiker, Eltern usw) zurück zu führen sind.

Bei Potenzen im Bereich D1 - D3 ist bei manchen Substanzen jedoch Vorsicht geboten - je nach Giftigkeit der Substanz. Da könnten dann auch durchaus mal Nebenwirkungen auftreten - aber bekannt ist mir auch da kein Fall. Zumal es die wirklich giftigen Sachen erst ab einer bestimmten Potenz (meist D6) gibt.

Was passieren kann ist eine sogenannte Erstverschlimmerung, die aber binnen weniger Stunden wieder abklingt - laut Hahnemann ist dies ein Zeichen für die richtige Mittelwahl.
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Re: Homöopathie

Beitragvon Mithrandir » Mi 14. Jul 2010, 16:27

Pandora hat geschrieben:Was passieren kann ist eine sogenannte Erstverschlimmerung, die aber binnen weniger Stunden wieder abklingt - laut Hahnemann ist dies ein Zeichen für die richtige Mittelwahl.

»Laut wissenschaftlicher Untersuchungen« wäre eine erfreulichere Begründung…
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Re: Homöopathie

Beitragvon John Galt » Mi 14. Jul 2010, 16:31

hafenwirt hat geschrieben:
Kommt es bei Homöopathischen Mitteln vor, dass Menschen daran sterben, oder brutale Nebenwirkungen eintreten?

Danke schonmal für die aufschlusreichen Antworten. :)


Das ist natürlich nicht der Fall, weil man mit Wasser und Zuckerkügelchen natürlich niemanden vergiften kann. Allerdings sind schon viele an den indirekten Folgen von Homöopathie gestorben.

http://www.scienceblogs.de/plazeboalarm ... rreckt.php

Antwort Henryk M. Broder, der wegen einer chronischen Darmentzündung einen Homöopathen aufgesucht hatte:

"während ich langsam ausblutete und immer schwächer wurde, bekam ich kleine weisse pillen vom homöopathen, der jeder verschlechterung meines zustands mit zufriedenheit zur kenntnis nahm: "das ist nur die erstverschlimmerung". und als ich kaum noch gehen konnte, hat er mich zu einer geistaustreiberin geschickt. - wenn ich ihn jemals wieder treffe, polier ich ihm die fresse und schick ihn hinterher zu einem seiner kollegen statt zu einem arzt."
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Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Mi 14. Jul 2010, 16:41

Mithrandir hat geschrieben:»Laut wissenschaftlicher Untersuchungen« wäre eine erfreulichere Begründung…


Na laut "wissenschaftlicher" Untersuchungen kann es dazu ja garnicht kommen ;) ist im Weinstubenthread ja überall nachlesbar.
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Re: Homöopathie

Beitragvon Pandora » Mi 14. Jul 2010, 16:43

atompussy hat geschrieben:
Das ist natürlich nicht der Fall, weil man mit Wasser und Zuckerkügelchen natürlich niemanden vergiften kann. Allerdings sind schon viele an den indirekten Folgen von Homöopathie gestorben.

http://www.scienceblogs.de/plazeboalarm ... rreckt.php

Antwort Henryk M. Broder, der wegen einer chronischen Darmentzündung einen Homöopathen aufgesucht hatte:

"während ich langsam ausblutete und immer schwächer wurde, bekam ich kleine weisse pillen vom homöopathen, der jeder verschlechterung meines zustands mit zufriedenheit zur kenntnis nahm: "das ist nur die erstverschlimmerung". und als ich kaum noch gehen konnte, hat er mich zu einer geistaustreiberin geschickt. - wenn ich ihn jemals wieder treffe, polier ich ihm die fresse und schick ihn hinterher zu einem seiner kollegen statt zu einem arzt."


Nicht an den Folgen der Homöopathie - sondern an den Folgen der Überschätzung oder/und Verantwortungslosigkeit unfähiger Menschen!
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Re: Homöopathie

Beitragvon hafenwirt » Mi 14. Jul 2010, 16:46

atompussy hat geschrieben:
Das ist natürlich nicht der Fall, weil man mit Wasser und Zuckerkügelchen natürlich niemanden vergiften kann. Allerdings sind schon viele an den indirekten Folgen von Homöopathie gestorben.

http://www.scienceblogs.de/plazeboalarm ... rreckt.php

Antwort Henryk M. Broder, der wegen einer chronischen Darmentzündung einen Homöopathen aufgesucht hatte:

"während ich langsam ausblutete und immer schwächer wurde, bekam ich kleine weisse pillen vom homöopathen, der jeder verschlechterung meines zustands mit zufriedenheit zur kenntnis nahm: "das ist nur die erstverschlimmerung". und als ich kaum noch gehen konnte, hat er mich zu einer geistaustreiberin geschickt. - wenn ich ihn jemals wieder treffe, polier ich ihm die fresse und schick ihn hinterher zu einem seiner kollegen statt zu einem arzt."


Ich denke es macht einen Unterschied, ob ich wegen einer Darmentzündung Schulmedizin nutze, oder wegen einer leichten Erkältung beispielsweise.

Bei Krankheiten wie einer Erkältung will ich mir nicht unbedingt Medikamente reinwerfen - im Umkreis von mir gibt es positive Erfahrungen damit, die Erkältung war nach wenigen Tagen eingedämmt.
Es sind doch geringere Kosten, als wenn ich ohne Ende Medikamente in mich hineinwerfe, und mit 50 Jahren gegen sämtliche Mittel immun bin und etwas stärkeres her muss, oder?

Das sollte ich aber selsbt entscheiden können. Zudem kann man doch froh sein, verrecke ich an Pseudo-Medikamenten, wird noch mehr eingespart. :thumbup:
Zuletzt geändert von hafenwirt am Mi 14. Jul 2010, 16:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Homöopathie

Beitragvon John Galt » Mi 14. Jul 2010, 16:48

Pandora hat geschrieben:
Nicht an den Folgen der Homöopathie - sondern an den Folgen der Überschätzung oder/und Verantwortungslosigkeit unfähiger Menschen!


...die einen Hausfrauenkurs in Homöopathie belegt haben und sich an unwissenden Menschen vergreifen.

Erstens nehmen sie den Leuten ihr Geld für unnütze Quacksalberei weg und zweitens spielen sie mit ihrer Gesundheit.
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Re: Homöopathie

Beitragvon Mithrandir » Mi 14. Jul 2010, 17:08

hafenwirt hat geschrieben:Ich denke es macht einen Unterschied, ob ich wegen einer Darmentzündung Schulmedizin nutze, oder wegen einer leichten Erkältung beispielsweise.

Natürlich, weil die Homöopathie nicht über Chemie oder Physik funktioniert sondern über die Psyche.
Gegen Schmerzen z. B. oder andere Beschwerden, bei denen das Gehirn eine große Rolle spielt, kann ich mir vorstellen, dass sich placebo-übliche Erfolge erzielen lassen.

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