Kommerzialisierung des Fussballs

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Armstrong

Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon Armstrong » Sa 16. Feb 2013, 18:33

Wie beurteilt ihr die Kommerzialisierung des Fussballs im Allgemeinen?

Wie beurteilt ihr speziell die zunehmende Kommerzialisierung der letzten 10 - 15 Jahre?

Findet ihr diese Entwicklung eher gut für den Sport und die Identifikation mit Vereinen und Spielern oder seht ihr das eher negativ?
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Welfenprinz
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon Welfenprinz » Sa 16. Feb 2013, 18:53

isebrandt an die Front, bitte. :)
Die Kommerzialisierung ist natürlich gut.
Höherer Leistungslevel, professionellere Organisation, verlässlichere Abläufe........ nicht umsonst läuft die Leistungskurve analog zu den eingesetzten Trillionen.
PL,PD, DFL die Reihenfole ist durchs Bankkonto bestimmt.
Genau wie -bis auf einige Ausreisser imer wieder- die Reihenfolge in den Ligen.
Also: Viel Geld- viel Spektakel
;)
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon Armstrong » Sa 16. Feb 2013, 20:22

Welfenprinz » Sa 16. Feb 2013, 19:53 hat geschrieben:Also: Viel Geld- viel Spektakel


Verstehe jetzt ehrlich gesagt nicht wie du das meinst. Inwiefern "verbessert" das Geld die Attraktivität oder Qualität von Fussball?
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X3Q
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon X3Q » Sa 16. Feb 2013, 22:07

Weil Spieler wie Reus oder Götze im alten System Ausnahmeerscheinungen wären. Heute sind sie Produkte der Kommerzialisierung.

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Helmut III.
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon Helmut III. » Sa 16. Feb 2013, 22:13

Armstrong » Sa 16. Feb 2013, 18:33 hat geschrieben:Wie beurteilt ihr die Kommerzialisierung des Fussballs im Allgemeinen?

Wie beurteilt ihr speziell die zunehmende Kommerzialisierung der letzten 10 - 15 Jahre?

Findet ihr diese Entwicklung eher gut für den Sport und die Identifikation mit Vereinen und Spielern oder seht ihr das eher negativ?



Mich stört das nicht. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.
Wenn mir mein Chef deutlich mehr zahlen würde, würde ich nicht nein sagen.
Freiheit bedeutet selber wählen zu dürfen wessen Sklave man ist.
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon Armstrong » Sa 16. Feb 2013, 22:21

X3Q » Sa 16. Feb 2013, 23:07 hat geschrieben:Weil Spieler wie Reus oder Götze im alten System Ausnahmeerscheinungen wären. Heute sind sie Produkte der Kommerzialisierung.


Hä? Ohne die Kommerzialisierung des Fussballs würden Götze und Reuss schlechter spielen oder wie? :?:
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon X3Q » Sa 16. Feb 2013, 22:26

Armstrong » Sa 16. Feb 2013, 22:21 hat geschrieben:
Hä? Ohne die Kommerzialisierung des Fussballs würden Götze und Reuss schlechter spielen oder wie? :?:

Nein, es hätte solche Spieler einfach nicht in dieser Anzahl gegeben, wie wir sie aktuell haben.

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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon Armstrong » Sa 16. Feb 2013, 22:34

Helmut III. » Sa 16. Feb 2013, 23:13 hat geschrieben:Wenn mir mein Chef deutlich mehr zahlen würde, würde ich nicht nein sagen.


Das mag sein, aber ist Fussball bzw. Sport generell für den Fan nicht eher eine idelle Sache als ein ökonomisches Unternehmen?

Nehmen wir Manuel Neuer: Von Kindheit an Schalke-Fan, hat als kleiner Junge im Parkstadion gestanden, war sogar ein Ultra. Eigentlich war er eine Symbolfigur auf Schalke, ein "Schalker-Jung". Genau das möchte man doch als Fan, eben Spieler, denen man glaubt, dass sie den Verein wirklich im Herzen tragen.

Und dann kommt DER sportliche Konkurrenzverein, bietet Neuer ein paar Milliönchen mehr und schon verpisst er sich. War wohl doch nicht so weit her mit der Liebe zu "seinem" FC Schalke. Oder anders gesagt: Wenns um die Kohle geht wird auf sportliche Ehre und sportlichen Geist geschissen.

Klar kann man nun ausschliesslich in ökonomischen Kathegorien denken und dafür Verständnis haben.

Aber macht sowas nicht den Sport und die Faszination für den Fan kaputt? Diese Mentalität, dass alles und jeder käuflich ist? Dass Spieler keine Lokalpatrioten oder mit Herzblut bei ihrem Verein sind, sondern halt einfach nur Söldner, normale Arbeitnehmer, die für einige Zeit bei irgendeinem Konzern angestellt sind?
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon Armstrong » Sa 16. Feb 2013, 22:37

X3Q » Sa 16. Feb 2013, 23:26 hat geschrieben:Nein, es hätte solche Spieler einfach nicht in dieser Anzahl gegeben, wie wir sie aktuell haben.


Und wie erklärst du das? Je mehr Geld, desto besser die Spieler?

Das verstehe ich irgendwie nicht.
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Helmut III.
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon Helmut III. » Sa 16. Feb 2013, 22:40

Armstrong » Sa 16. Feb 2013, 22:34 hat geschrieben:
Das mag sein, aber ist Fussball bzw. Sport generell für den Fan nicht eher eine idelle Sache als ein ökonomisches Unternehmen?

Nehmen wir Manuel Neuer: Von Kindheit an Schalke-Fan, hat als kleiner Junge im Parkstadion gestanden, war sogar ein Ultra. Eigentlich war er eine Symbolfigur auf Schalke, ein "Schalker-Jung". Genau das möchte man doch als Fan, eben Spieler, denen man glaubt, dass sie den Verein wirklich im Herzen tragen.

Und dann kommt DER sportliche Konkurrenzverein, bietet Neuer ein paar Milliönchen mehr und schon verpisst er sich. War wohl doch nicht so weit her mit der Liebe zu "seinem" FC Schalke. Oder anders gesagt: Wenns um die Kohle geht wird auf sportliche Ehre und sportlichen Geist geschissen.

Klar kann man nun ausschliesslich in ökonomischen Kathegorien denken und dafür Verständnis haben.

Aber macht sowas nicht den Sport und die Faszination für den Fan kaputt? Diese Mentalität, dass alles und jeder käuflich ist? Dass Spieler keine Lokalpatrioten oder mit Herzblut bei ihrem Verein sind, sondern halt einfach nur Söldner, normale Arbeitnehmer, die für einige Zeit bei irgendeinem Konzern angestellt sind?



Es altes Sprichwort sagt: Nur ein Dummkopf ändert nie seine Meinung. Es nur legitim, dass Herr Neuer Deutscher Meister werden will und die Chancen für ihn höhen stehen künftig häufiger International zu spielen.
Aber ich finde Ihre Fußballromantik irgendwie süß.
Zuletzt geändert von Helmut III. am Mo 18. Feb 2013, 17:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon Welfenprinz » Sa 16. Feb 2013, 23:21

Armstrong » Sa 16. Feb 2013, 22:37 hat geschrieben:
Und wie erklärst du das? Je mehr Geld, desto besser die Spieler?

Das verstehe ich irgendwie nicht.


Weil dadurch, dass Geld im System ist, mehr Talentsuche und mehr Ausbildung betrieben wird.Scouting von timbuktu bis Feuerland, Fussballinternate, Profis bis in die 4te oder 5te Liga als Unterbau,........ kostet alles Geld. und je ökonomischer und durchgeplanter man das betreibt, desto besser sind die Ergebnisse.

in der Diskussion um die Entscheidungen mancher Deutschtürkischen Spieler , welcher Nationalmannschaft sie angehören, gab es in der Türkei mehr als eine Stimme, die den "Patriotismus"argumenten (Özil ist unser) entgegenhielten:"Nur weil er in Deutschland lebt, ist er so gut , wäre er in der Türkei geboren und aufgewachsen, würde er mit soundsoviel % Wahrschienlichkeit unentdeckt oder schlecht ausgebildet gar nicht oder unterklassig spielen."

Mehr Kohle -> mehr Götzes und Reuss'
Zuletzt geändert von Welfenprinz am Sa 16. Feb 2013, 23:24, insgesamt 3-mal geändert.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon Armstrong » Sa 16. Feb 2013, 23:53

Welfenprinz » So 17. Feb 2013, 00:21 hat geschrieben:Mehr Kohle -> mehr Götzes und Reuss'


Halte ich ehrlich gesagt für Unsinn. Götze und Reuss mögen Talente sein, aus denen vielleicht ja sogar mal grosse Spieler werden könnten. Aber wenn man die heutigen Spieler mit denen früherer Generationen vergleicht, sehe ich da nun nicht die grössere Qualität.

Nehmen wir die "Generation Matthäus" mit Spielern wie eben Matthäus (damals Weltfussballer), Völler, Rummenigge, Klinsmann, Brehme, Möller, Kohler, Effenberg und Co.

Oder nehmen wir die "Generation Beckenbauer" mit Spielern wie eben Beckenbauer (ein Jahrhundertspieler), Netzer, Overath, Breitner, Müller, Heynckes, Hoeness und Co.

Und damals gab es diese Kommerzialisierung noch nicht mal annähernd, wie es sie heute gibt in dem Ausmaß.
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon Welfenprinz » So 17. Feb 2013, 00:18

Armstrong » Sa 16. Feb 2013, 23:53 hat geschrieben:

Nehmen wir die "Generation Matthäus" mit Spielern wie eben Matthäus (damals Weltfussballer), Völler, Rummenigge, Klinsmann, Brehme, Möller, Kohler, Effenberg und Co.



.


:D danke
damit lieferst Du selbst den Bewies, dass X3Q recht hat.
Aber sowas von
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon Armstrong » So 17. Feb 2013, 00:31

Welfenprinz » So 17. Feb 2013, 01:18 hat geschrieben: :D danke
damit lieferst Du selbst den Bewies, dass X3Q recht hat.
Aber sowas von


Kannst du das mal etwas näher ausführen?

Wo haben wir denn heute einen Matthäus, der damals 2facher Weltfussballer war?

:?:
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon Welfenprinz » So 17. Feb 2013, 00:37

X3Q hat gesagt, mehr Götzes und Reuss.
Mehr!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Damals gabe es einen Matthäus. Schön.
Brehme, Kohler und Völler sind .............. nun ja, man sagt heute wohl "fussballerisch limitiert".
Eine derartige Leistungsspreizung hast Du heutzutage in keiner der topnationen.
Vielleicht in der zweiten Reihe, Österreich z.B. wo ein Pogatetz(Äquivalent zu Brehme) mit einem Arnautovic in einem Team aufläuft.

Italien, Spanien, Deutschland.......... die wählen ihre Nationalspieler heute aus 20 Mätthäus aus.
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon Armstrong » So 17. Feb 2013, 01:08

Welfenprinz » So 17. Feb 2013, 01:37 hat geschrieben:Brehme, Kohler und Völler sind .............. nun ja, man sagt heute wohl "fussballerisch limitiert".


Jürgen Kohler ist Weltmeister, Europameister, UEFA-Cup-Sieger, CL-Sieger, hat bei Top-Clubs im In- und Ausland gespielt und war 20 Jahre lang Stammspieler in der Nationalmannschaft. Also so "limitiert" kann der Mann auf seiner Position als Verteidiger nicht gewesen sein. ;)

Für mich sind Badstuber und Hummels definitiv keine besseren Verteidiger als Kohler, Augentahler oder Berthold es waren.

Im zentralen Mittelfeld kann ein Schweinsteiger einem Matthäus nicht das Wasser reichen.

Und zeig mir mal heutige deutsche Stürmer vom internationalen Niveau eines Rudi Völler, Jürgen Klinsmann oder Kalle Rummenigge. Gomez? Cacau? Kießling? Nicht dein Ernst, oder? :D

Im offensiven Mittelfeld haben wir heute einige Leute, die zumindest das Potential haben mal grosse Spieler zu werden. Aber ob Spieler wie Götze und Reuss mal das Niveau eines Andy Möller oder Stefan Effenberg erreichen, wird abwarten müssen.

Aber ich sehe heute in Deutschland kein höheres Niveau an Spielern als vor 25 Jahren, auch nicht in der Breite.

Selbst wenn es so wäre, würde ich trotzdem in Frage stellen, ob das die totale Kommerzialisierung und die Opferung von Vereinstraditionen und Identifikation auf dem Altar des Geldes rechtfertigt.
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon X3Q » So 17. Feb 2013, 01:19

Armstrong » So 17. Feb 2013, 00:31 hat geschrieben:
Kannst du das mal etwas näher ausführen?

Wo haben wir denn heute einen Matthäus, der damals 2facher Weltfussballer war?

:?:

Reuss, Götze und Co. sind die erfolgreichen Ergebnisse der Jugendarbeit in den Vereinen, die vom DFB vorgeschrieben wurden - M. Sammer war daran nicht ganz unschuldig. Und diese administrative Maßnahme von Seiten DFB war eine Antwort auf die mangelnde Konkurrenzfähigkeit der Deutschen Edelkicker. Der Niedergang setzte unter Berti Vogts ein, die EM unter Ribbeck war der absolute Tiefpunkt und selbst Tante Käthe war gegen die Talentlosigkeit machtlos. Und warum waren die Deutschen so schlecht? Weil im Ausland, speziell Italien, große Menge an Geldern in Spieler egal welcher Nationalität gepumpt wurden. Das hat die Qualität durch Konkurrenz nicht nur erhöht, es haben davon auch die Nationalmannschaften anderer Nationen profitiert. Ein Pavel Nedved ist erst in Italien zu der Größe geworden, die er war.
Der Blick auf historisch zurückliegende Mannschaften ist immer durch die Wunschbrille geprägt. Aber ein Matthäus lebte damals allein von seiner Dynamik. Und fußballerisch sind ein Götze oder Reuss schon jetzt klar besser als es ein Matthäus jemals war. Selbst ein Gerd Müller, der im Fußball seiner Generation durchaus weltklasse war, würde heute nur noch ein Mittläufer sein. Umgekehrt gilt das gleiche. Götze/Reuss würden gegen eine Mannschaft von 1970 1 oder 2x ihre Kunststück vorzeigen. Danach hätte sie irgend ein Kettenhund vom Schlage Vogts sauber unter die Grasnarbe gepflügt.

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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon Welfenprinz » So 17. Feb 2013, 09:59

Armstrong, ein vertikaler Vergleich auf der Zeitachse ist irgendwo sinnlos. Wir können keine parallelwelten aufbauen. ;) Aber vielleicht kannst Du zwei Fernseher nebeneinander aufstellen und ein WM-Spiel von 74 neben einem von 2010 zweitgleich laufen lassen. Dann kommt dir ersteres wie slowmotion vor.


Aber mir gings um was anderes:Dass zwischen Möller und Brehme, zwischen Beckenbauer und Schwarzenbeck eine fussballerische Könnensspreizung vorlag, die es in den heutigen Teams nicht mehr gibt ,ist offensichtlich.Und dass die Nationaltrainer der heutigen topteams eine Auswahl zwischen Spitzenspielern haben, die es früher nicht gab , auch.

mehr Kohle - > mehr Götzes und Reuss'

Zum letzten Punkt: ob es gerechtfertigt ist, ist eine ganz andere Sache. Erstmal kann man es konstatieren, dass parallel zur zunehmenden Kommerzialisierung und Professionalisierung die Leistung sowohl in der Spitze als auch in der Breite gestiegen ist.
Ob man das gut findet, was dafür aufgegeben wurde, ob man es sich wünscht dass es so weitergeht und um welchen Preis ist eine andere Sache.

unsere Profiklubs werden als Wirtschaftsunternehmen geführt. Das finde ich gut so.Ich möchte keine zustände wie bei JeanLöring und konsorten , wo das wohl und wehe eines gesamten Klubs von den Wechseljahrsbeschwerden eines Alleingängers, der den lieben Onkel spielt, abhängt und allen Beteiligten von heute auf morgen der Boden unter den Füssen weggezogen werden kann.
Ich möchte auch keine von grossen Kindern geführten Vereine, bei denen die Fehlleistungen dieser grossen Kinder durch kommunale Bürgschaften, erlassene Stadionmieten etc. ausgebügelt werden. meistens durch intransparentes Strippenziehen hinter den Kulissen der Parlamente, schön gebügelt durch Parolen wie "Tradition". Da ist mir die Bilanz einer GmbH und KoKG, auf grund der beschlossen wird, dass Gewinn verteilt wird oder die Anteilseigner Verlust durch Einlage oder Kreditaufnahme ausgleichen, derfinitiv lieber, weil ehrlicher und transparenter.
Was ich nicht möchte,...... da können wir ja später noch zu kommen. ;)
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon schokoschendrezki » So 17. Feb 2013, 10:27

Die Kommerzialisierung sollte noch weiter so lange forciert werden,bis das Fußball-Geschäft für den öffentlich-rechltichen Rundfunk (TV ist mir ohnehin gleichgültig) nicht mehr tragbar ist,und überhaupt aus dem öffentlichen Bewusstsein in die Schmuddelecke verschwindet,in die er hingehört.
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Re: Kommerzialisierung des Fussballs

Beitragvon yogi61 » So 17. Feb 2013, 10:43

schokoschendrezki » So 17. Feb 2013, 10:27 hat geschrieben:Die Kommerzialisierung sollte noch weiter so lange forciert werden,bis das Fußball-Geschäft für den öffentlich-rechltichen Rundfunk (TV ist mir ohnehin gleichgültig) nicht mehr tragbar ist,und überhaupt aus dem öffentlichen Bewusstsein in die Schmuddelecke verschwindet,in die er hingehört.


Da kannst Du lange warten und Fußballhassern gebe ich immer den Tipp ein anderes Programm einzuschalten.
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