Berufliche Qualifikation zum Studium

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Brainiac
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Brainiac » Sa 29. Dez 2018, 15:13

Zum Thema :Es ist tatsächlich gar nicht so einfach, auf die Schnelle brauchbare Statistiken zu finden. Vielleicht das:

Im Bundesgebiet gibt es in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten einen deutlichen Wachstumstrend bei den Studienanfänger(innen) ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife. So hatte sich deren Anteil an allen Erstsemestern im Bundesgebiet von 0,6 Prozent im Jahr 1997 auf 2,8 Prozent im Jahr 2014 erhöht. 
http://www.studieren-ohne-abitur.de/web/information/daten-monitoring/quantitative-entwicklung-in-deutschland-insgesamt/

Das sind schon mal deutlich geringere Größenordnungen als die, von denen oben die Rede war.

In manch anderen Ländern ist der Anteil anscheinend höher (falls man die Zahlen vergleichen kann):

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1908/umfrage/quereinsteiger-ohne-hochschulreife-zum-studium/

Liegt wohl an der relativ hohen Undurchlässigkeit des deutschen Bildungssystems.
Jeder hat das Recht
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Max Wein » Sa 29. Dez 2018, 17:16

Brainiac hat geschrieben:(29 Dec 2018, 15:13)

Zum Thema :Es ist tatsächlich gar nicht so einfach, auf die Schnelle brauchbare Statistiken zu finden. Vielleicht das:

http://www.studieren-ohne-abitur.de/web/information/daten-monitoring/quantitative-entwicklung-in-deutschland-insgesamt/

Das sind schon mal deutlich geringere Größenordnungen als die, von denen oben die Rede war.

Ich hab ja von der qoute geredet und nicht wie viele real dort studieren.
Ich hab auf das HRG verwiesen.

In manch anderen Ländern ist der Anteil anscheinend höher (falls man die Zahlen vergleichen kann):

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1908/umfrage/quereinsteiger-ohne-hochschulreife-zum-studium/

Liegt wohl an der relativ hohen Undurchlässigkeit des deutschen Bildungssystems.


Danke für die info, wusste ja nicht das man in mehr ländern ohne abi studieren kann.

Mein vergleich hat sich auf die Bundesländer bezogen.

Tit mir leid, wenn meine texte nicht verständlich rüber kommen wie die sollten.
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Max Wein » So 30. Dez 2018, 00:09

Gilmoregirl hat geschrieben:(29 Dec 2018, 15:01)

Meine Ausbildung war damals eine mit Fachschulstudium.
Viel Theorie, wenig Praxis und da in der ehem. DDR im ehem. Bezirk Potsdam Kindergärtnerinnen dringend gebraucht wurden,
wurde unsere Ausbildung auf 2 Jahre verkürzt. Wichtig war am Ende des 2. Semesters ein guter Abschluss von einem 2er Durchschnitt.
Das komplette 3 Jahr mit viel Praxis entfiel.
Losgelassen wurde ich mit 18 Jahren auf 21 dreijährige--unerfahren und allein, mit 1x/Woche Praxiserfahrung im Rucksack.
Ich wollte nach 2 Jahren hinschmeißen, was anderes machen--kinderpsychologin zb. Aber dazu hatte ich kein Parteibuch in der Tasche.
Also blieb ich, biss mich durch. heute leite ich eine Kita mit knapp 100 Kindern.

Meine Töchter sind an der Basis---die Ältere hat nach der 10. Klasse eine Ausbildung gemacht, studiert jetzt, ist fast fertig.
Die Jüngere hat Abi, ging aber auch in eine Ausbildung, ist ebenfalls fast fertig, wird bei erfolgreichem Abschluss übernommen und kann, wenn sie dann mag , auch studieren. Das entscheidet sie aber, wenn es soweit ist.

Es kann nicht verkehrt sein, ein Studium zu beginnen und mit Erfahrung aufzuwarten. Man kann vieles sicher besser nachvollziehen.


Ja nicht nur das, welche sagten mir das es besser ist wenn denker rein kommen die selbstständig arbeiten und denken können zum vergleich zu unerfahrenen absolventen, die nach buch handeln.
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon McKnee » So 30. Dez 2018, 05:11

Bildung ist Ländersache und daher ist es schwer, alle Informationen vergleichbar heranziehen zu können. Zu viele Einflußfaktoren begünstigen oder hemmen bestimmte Entwicklungen. Ich halte es daher auch nicht zielführend hier nun die Grundqualifikation von Abiturienten in Frage stellen zu wollen oder von besser oder schlechter zu sprechen. Die Anforderungen im Abitur sind andere, als im Studium, die lernbegünstigenden und -hemmenden Faktoren eines lebensälteren Menschen noch etwas anderes.

Die berufliche Qualifikation, die nach einer Aufnahmeprüfung den Zugang zu spezifischen Studiengängen ermöglicht, ist ein Teil beruflicher Qualifikation über die üblichen Möglichkeiten hinaus, mehr nicht und das muss auch klar sein. Dann machen sie Sinn.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Max Wein » So 30. Dez 2018, 19:25

McKnee hat geschrieben:(30 Dec 2018, 05:11)

Bildung ist Ländersache und daher ist es schwer, alle Informationen vergleichbar heranziehen zu können. Zu viele Einflußfaktoren begünstigen oder hemmen bestimmte Entwicklungen. Ich halte es daher auch nicht zielführend hier nun die Grundqualifikation von Abiturienten in Frage stellen zu wollen oder von besser oder schlechter zu sprechen. Die Anforderungen im Abitur sind andere, als im Studium, die lernbegünstigenden und -hemmenden Faktoren eines lebensälteren Menschen noch etwas anderes.

Da haben sie recht.
Die berufliche Qualifikation, die nach einer Aufnahmeprüfung den Zugang zu spezifischen Studiengängen ermöglicht, ist ein Teil beruflicher Qualifikation über die üblichen Möglichkeiten hinaus, mehr nicht und das muss auch klar sein. Dann machen sie Sinn.

Was meinen sie mit Aufnahme Prüfung?
Mit der beruflichenqualifikation ist keine Aufnahme prüfung notwendig.

Bei ein titel ist man schon in fach deutsch,mathe,sozialkunde (gegebenfalls englisch) auf ein hohen Niveau gleich wie das von abi nur sind die anderen fächer nicht allgemein sondern fachbezogen.
Bei der Berufsschuleplus wo man das abi in der Ausbildung macht, ist es gensu so, das nur die Hauptfächer ans abi Niveau gelehrt werden und der rest nicht, da man andere fachbezogene fächer hat.

Ohne ein titel ist es je nach Universität/ Hochschule anders, welche verlangen ein aufbaukurs oder auch nicht überall anders halt.
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Ammianus » So 30. Dez 2018, 23:39

Studieren ohne Abitur gab es schon in den 90ern. Da Bildung Ländersache ist war es von Land zu Land verschieden. Was mir damals bei einer Recherche auffiel war, dass je mehr CDU desto restriktiver die Regeln, je linker um so lockerer.
Brandenburg z.B. gab es wohl eine Aufnahmeprüfung und man konnte ein Probesemester nehmen. Sachsen - oder war es Sachsen-Anhalt - verlangte Prüfungen in denen Kenntnisse auf Abiturniveau nachzuweisen waren. In Berlin wurde abgeschlossene Berufsausbildung, dreijährige Berufsausübung und ein Beruf mit Bezug zum Studienfach vorausgesetzt.

Die Erfahrungen insgesamt sind wohl sehr gut. Man sollte aber keinesfalls die Voraussetzungen von Abiturienten herabsetzen. Auf dem Gymnasium lernt man einige Dinge, die gerade in den Geisteswissenschaften mehr als nützlich sind und die unter Umständen bei der Berufsausbildung nicht vermittelt werden.
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Max Wein » Mo 31. Dez 2018, 00:22

Ammianus hat geschrieben:(30 Dec 2018, 23:39)

Studieren ohne Abitur gab es schon in den 90ern. Da Bildung Ländersache ist war es von Land zu Land verschieden. Was mir damals bei einer Recherche auffiel war, dass je mehr CDU desto restriktiver die Regeln, je linker um so lockerer.
Brandenburg z.B. gab es wohl eine Aufnahmeprüfung und man konnte ein Probesemester nehmen. Sachsen - oder war es Sachsen-Anhalt - verlangte Prüfungen in denen Kenntnisse auf Abiturniveau nachzuweisen waren. In Berlin wurde abgeschlossene Berufsausbildung, dreijährige Berufsausübung und ein Beruf mit Bezug zum Studienfach vorausgesetzt.

Die Länder die sie aufzählen waren die ehemaligen DDR länder, in der DDR war es möglich gewesen ohne abi studieren zu gehen und sogar so gewollt.
Die Erfahrungen insgesamt sind wohl sehr gut. Man sollte aber keinesfalls die Voraussetzungen von Abiturienten herabsetzen. Auf dem Gymnasium lernt man einige Dinge, die gerade in den Geisteswissenschaften mehr als nützlich sind und die unter Umständen bei der Berufsausbildung nicht vermittelt werden.

Was den genau zb. ?

Da hat man in einer erzieherausbildung mehr in thema Geisteswissenschaft drinnen als einer mit NUR abitur.
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Ammianus » Mo 31. Dez 2018, 10:07

Max Wein hat geschrieben:(31 Dec 2018, 00:22)

Die Länder die sie aufzählen waren die ehemaligen DDR länder, in der DDR war es möglich gewesen ohne abi studieren zu gehen und sogar so gewollt.

Was den genau zb. ?

Da hat man in einer erzieherausbildung mehr in thema Geisteswissenschaft drinnen als einer mit NUR abitur.


Mit der DDR hat das nichts zu tun. Die neuen Bundesländer übernahmen mehr oder weniger geltenden Regelungen aus den alten Ländern als sie ihre eigenen Bedingungen für den Hochschulzugang formulierten. Die Unterschiede im Zusammenhang mit den jeweils regierenden Parteien habe ich bereits beschrieben.

Die zweite Aussage ist auch mehr als fraglich. Denn ob eine Erzieherausbildung - sicher in dem Zusammenhang zielführender als die zum Installateur - die besten Voraussetzungen z.B. für Geschichte oder Philosophie erbringt, ist doch etwas zweifelhaft.

Eine interessante Untersuchung zum Studieren ohne Abitur bundesweit:

http://www.che.de/downloads/CHE_AP123_S ... Abitur.pdf
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Max Wein » Mo 31. Dez 2018, 10:19

Ammianus hat geschrieben:(31 Dec 2018, 10:07)

Mit der DDR hat das nichts zu tun. Die neuen Bundesländer übernahmen mehr oder weniger geltenden Regelungen aus den alten Ländern als sie ihre eigenen Bedingungen für den Hochschulzugang formulierten. Die Unterschiede im Zusammenhang mit den jeweils regierenden Parteien habe ich bereits beschrieben.

Ich vermute es hat was mit der DDR zu tuhen, auch wenn man regelungen der alten länder übernimmt, heißt es nicht das automatisch die eigenen leute die Bildungspolitik leugnen und nicht mehr wollen.
Die zweite Aussage ist auch mehr als fraglich. Denn ob eine Erzieherausbildung - sicher in dem Zusammenhang zielführender als die zum Installateur - die besten Voraussetzungen z.B. für Geschichte oder Philosophie erbringt, ist doch etwas zweifelhaft.

Eine interessante Untersuchung zum Studieren ohne Abitur bundesweit:

http://www.che.de/downloads/CHE_AP123_S ... Abitur.pdf


Gut bei geschichte und Philosophie sind die Gymnasien besser aber das garantiert nix, es reicht ja wenn man zb. Als Installateur den ada schein (ausbilderschein) oder man den techniker gemacht hat, wo in bereich Psychologie auch fächer drinnen sind.

Aber ich frag mich trotzdem wofür braucht man geschichte und Philosophie genau auser als Allgemeinbildung?
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon McKnee » Mo 31. Dez 2018, 10:28

Max Wein hat geschrieben:(31 Dec 2018, 10:19)

Aber ich frag mich trotzdem wofür braucht man geschichte und Philosophie genau auser als Allgemeinbildung?


Vielleicht ist das ein gutes Beispiel, das zu viel von einer Sorte nie gut ist.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Ammianus » Mo 31. Dez 2018, 11:49

Max Wein hat geschrieben:(31 Dec 2018, 10:19)

Ich vermute es hat was mit der DDR zu tuhen, auch wenn man regelungen der alten länder übernimmt, heißt es nicht das automatisch die eigenen leute die Bildungspolitik leugnen und nicht mehr wollen.


Gut bei geschichte und Philosophie sind die Gymnasien besser aber das garantiert nix, es reicht ja wenn man zb. Als Installateur den ada schein (ausbilderschein) oder man den techniker gemacht hat, wo in bereich Psychologie auch fächer drinnen sind.

Aber ich frag mich trotzdem wofür braucht man geschichte und Philosophie genau auser als Allgemeinbildung?


Die Vermutung ist falsch, wie in der von mir verlinkten Studie auch klar zu sehen ist. Grundsätzlich ist es aber so, dass der Run auf Universitäten in Deutschland so richtig erst nach der Wiedervereinigung losging. Was allerdings wieder nichts mit dieser zu tun hatte. Der Anstieg der Studentenzahlen war ein sehr langsamer Prozess. So gab es eine Zeit, in der in der DDR sogar mehr Leute eines Jahrgangs studierten als in der Bundesrepublik. Hier drosselte dann die DDR-Führung. Abgesehen davon, dass der Zugang zu Hochschulen in der DDR mit typischen totalitären beschränkungen verknüpft war.

Was die Geschichtswissenschaft angeht, da gibt es den Beruf der Historikers, also des Geschichtswissenschaftlers, der sich mit den langen Zeiträumen der menschlichen Vergangenheit seit Beginn schriftlicher Aufzeichnungen befasst. Studienfächer werden ja auch kombiniert und so ist Geschichte auch für jemanden, der später im Bereich von Journalistik und Publizistik arbeiten möchte eine gute Wahl.
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Ammianus » Mo 31. Dez 2018, 11:58

McKnee hat geschrieben:(31 Dec 2018, 10:28)

Vielleicht ist das ein gutes Beispiel, das zu viel von einer Sorte nie gut ist.


Schaden tut es nicht wie die Arbeitslosenstatistik zeigt. Leute mit akademischer Ausbildung sind weniger und nur kürzere Zeit arbeitslos. Man bekommt ja beim Studium bestimmte Fähigkeiten vermittelt, die dann auch in anderen Bereichen hilfreich sind. Man lernt in erster Linie, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten - also auch fundierte Recherche, daraus ein überprüfbares Ergebnis zu gewinnen und dieses schriftlich und mündlich (Referat vor Publikum) zu vermitteln. Wobei natürlich jeder andere Stärken hat. Und nicht jeder der studiert bereitet seinen Zuhörern Genuss, präsentiert er die Ergebnisse seiner Arbeit.

Grundsätzlich muss man auch sagen, dass es immer auf die Person und ihre bereits vorhandenen Fähigkeiten ankommt. Dazu sind dann auch noch die Qualitätsunterschiede bei der beruflichen Ausbildung und auch an den Gymnasien zu berücksichtigen. Selbst die innerhalb eines Bundeslandes. Es gibt Lehrmeister und Gymnasiallehrer, die zweibeinigen Katastrophen sind und so weiter ...
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Teeernte » Mo 31. Dez 2018, 12:08

Max Wein hat geschrieben:(31 Dec 2018, 00:22)

Die Länder die sie aufzählen waren die ehemaligen DDR länder, in der DDR war es möglich gewesen ohne abi studieren zu gehen und sogar so gewollt.

Was den genau zb. ?

Da hat man in einer erzieherausbildung mehr in thema Geisteswissenschaft drinnen als einer mit NUR abitur.


DDR...
Ja - ich hab Beruf mit ABI ....3 Jahre (ohne Bio, Kunst, Musik ) ...das geht "runter" bis zum "Pressluft" ABI in einem dreiviertel Jahr.

Damit "ging" also nicht mehr alles. - ohne Bio fällt zB Medizin aus... und das "Pressluftabi" reichte für eine Uni nicht.

Heute ist das genau so - ....mein Kollege holt grade einen Ing.abschluss nach - ohne Abi ....Ausgangslage Techniker.

Hier ist zB die Schwingung des Ein- und Auschaltvorgangs einer digitalen Schaltung bekannt - der Abiturient kann das berechnen - dem muss man nur die Problematik der Schaltung beibringen....und die Uni hilft beim Nachholen des Mathematikwissens bei den Technikern natürlich nicht... DAS ist Voraussetzung..

Die Ausfallquote der Techniker bei der "Weiterbildung" als Ing - grade im Bereich Mathe liegt hier bei meinem Kollegen bei 40 %. Mag ein Einzelfall sein...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Max Wein » Mo 31. Dez 2018, 16:25

Teeernte hat geschrieben:(31 Dec 2018, 12:08)

DDR...
Ja - ich hab Beruf mit ABI ....3 Jahre (ohne Bio, Kunst, Musik ) ...das geht "runter" bis zum "Pressluft" ABI in einem dreiviertel Jahr.

Damit "ging" also nicht mehr alles. - ohne Bio fällt zB Medizin aus... und das "Pressluftabi" reichte für eine Uni nicht.

Heute ist das genau so - ....mein Kollege holt grade einen Ing.abschluss nach - ohne Abi ....Ausgangslage Techniker.

Hier ist zB die Schwingung des Ein- und Auschaltvorgangs einer digitalen Schaltung bekannt - der Abiturient kann das berechnen - dem muss man nur die Problematik der Schaltung beibringen....und die Uni hilft beim Nachholen des Mathematikwissens bei den Technikern natürlich nicht... DAS ist Voraussetzung..

Die Ausfallquote der Techniker bei der "Weiterbildung" als Ing - grade im Bereich Mathe liegt hier bei meinem Kollegen bei 40 %. Mag ein Einzelfall sein...


Gut kann sein, darüber sind mir wenig daten bekannt.

Das mit mathe kann man beim techniker meist dazu wählen als wahlfach um auf das abi Niveau zu kommen und rest dann aufbau kurs wenn man es braucht.

Beim aufbau kurs sind überwiegend Abiturienten mit vertreten und wenn ich höre wie manche dozenten den kopf schützeln weil eine ganze klasse BWLer kein mathe kann, frag ich mich wirklich ob nur die berufliche Qualifikation ein Defizit in manchen fächern hat oder ob das mehr an schulsystem der länder gekoppelt ist und die restlichen fächer am bund?
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Teeernte » Mo 31. Dez 2018, 16:53

Max Wein hat geschrieben:(31 Dec 2018, 16:25)

Gut kann sein, darüber sind mir wenig daten bekannt.

Das mit mathe kann man beim techniker meist dazu wählen als wahlfach um auf das abi Niveau zu kommen und rest dann aufbau kurs wenn man es braucht.

Beim aufbau kurs sind überwiegend Abiturienten mit vertreten und wenn ich höre wie manche dozenten den kopf schützeln weil eine ganze klasse BWLer kein mathe kann, frag ich mich wirklich ob nur die berufliche Qualifikation ein Defizit in manchen fächern hat oder ob das mehr an schulsystem der länder gekoppelt ist und die restlichen fächer am bund?


in Anhalt kann man Mathe beim Abi ABWÄHLEN...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Max Wein » Mo 31. Dez 2018, 17:44

Teeernte hat geschrieben:(31 Dec 2018, 16:53)

in Anhalt kann man Mathe beim Abi ABWÄHLEN...


Krass in bayern nicht.
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Max Wein » Mo 31. Dez 2018, 17:52

Ammianus hat geschrieben:(31 Dec 2018, 11:58)

Schaden tut es nicht wie die Arbeitslosenstatistik zeigt. Leute mit akademischer Ausbildung sind weniger und nur kürzere Zeit arbeitslos. Man bekommt ja beim Studium bestimmte Fähigkeiten vermittelt, die dann auch in anderen Bereichen hilfreich sind. Man lernt in erster Linie, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten - also auch fundierte Recherche, daraus ein überprüfbares Ergebnis zu gewinnen und dieses schriftlich und mündlich (Referat vor Publikum) zu vermitteln. Wobei natürlich jeder andere Stärken hat. Und nicht jeder der studiert bereitet seinen Zuhörern Genuss, präsentiert er die Ergebnisse seiner Arbeit.

Das mit den wissenschaftlichen arbeiten stimmt, was mit den Fähigkeiten ist bezweifle ich weil das in Praxissemester angeeignet werden soll was eigentlich zu kurz ist.
Das was man in der uni lernt ist trockene theorie.
Absolventen haben es schwerer ohne berufserfahrung wie ichs in ein forum gelesen habe, es kann sich wohl jetzt geändert haben.
aber zum punkt zu kommen sollte man studium nicht unbedingt mit einer Ausbildung gleichstellen, da eine ausbildung der perfekte übergang von schulr auf berufsleben ist, wärend das Studium nur schule ist mit praktikum, und praktikum kann mam nicht als berufserfahrung zählen lassen.

Wenn die berufserfahrung haben, dann sind die weniger arbeitslos usw. Wie sie es beschreiben.
Je nach studiengang.
Grundsätzlich muss man auch sagen, dass es immer auf die Person und ihre bereits vorhandenen Fähigkeiten ankommt. Dazu sind dann auch noch die Qualitätsunterschiede bei der beruflichen Ausbildung und auch an den Gymnasien zu berücksichtigen. Selbst die innerhalb eines Bundeslandes. Es gibt Lehrmeister und Gymnasiallehrer, die zweibeinigen Katastrophen sind und so weiter ...


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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Ammianus » Mo 31. Dez 2018, 18:44

Max Wein hat geschrieben:(31 Dec 2018, 17:52)

Das mit den wissenschaftlichen arbeiten stimmt, was mit den Fähigkeiten ist bezweifle ich weil das in Praxissemester angeeignet werden soll was eigentlich zu kurz ist.
Das was man in der uni lernt ist trockene theorie.
Absolventen haben es schwerer ohne berufserfahrung wie ichs in ein forum gelesen habe, es kann sich wohl jetzt geändert haben.
aber zum punkt zu kommen sollte man studium nicht unbedingt mit einer Ausbildung gleichstellen, da eine ausbildung der perfekte übergang von schulr auf berufsleben ist, wärend das Studium nur schule ist mit praktikum, und praktikum kann mam nicht als berufserfahrung zählen lassen.

Wenn die berufserfahrung haben, dann sind die weniger arbeitslos usw. Wie sie es beschreiben.
Je nach studiengang.


XD


Viel von dem was du schreibst, scheint der Unkenntnis und Vorurteilen geschuldet zu sein. Abgesehen davon, dass es von Fach zu Fach sehr verschieden ist.
Ein gutes Beispiel sind deine sehr theoretischen Vorstellungen von Praktika bzw. Konfrontation mit der Praxis während des Studiums. Als Beispiel soll hier mal die Prähistorische Archäologie herhalten. Der Student geht neben der theoretischen Ausbildung auf Lehrgrabungen. Da er auch ganz gern Geld verdient, arbeitet er nebenbei noch für eine private Grabungsfirma. Schon bei den Lehrgrabungen kann er es zum Grabungsleiter bringen. Da eröffnet sich für ihn bereits eine berufliche Perspektive. Die kann z.B. auch so aussehen, dass er nach erfolgreichem Studium eine eigenen Grabungsfirma gründet.
Beim folgenden ist zu beachten, dass ich vom Werdegang vor der Einführung von Bachelor und Master in den 00er Jahren ausgehe. Die Arbeit mit archäologischem Material läuft über 3 Stufen.
1. Die Ausgrabung also die Feldarbeit,
2. Aufarbeitung und Publikation der Grabung,
3. Eine umfassende Monografie zu einem Thema mit den Ergebnissen zahlreicher Grabungen zu einem bestimmten Thema

Punkt 2 war oft der Inhalt einer Magisterarbeit, also des Studienabschlusses, Punkt 3 erfolgt dann als Doktorarbeit.

Bei Juristen, Medizinern oder BWL'ern sieht es dann noch einmal anders aus. Weniger arbeitslos hat dabei nichts mit dem mehr oder weniger an Berufserfahrung zu tun sondern mit den Fähigkeiten. Und es gibt eben Tätigkeiten wo die notwendigen Fähigkeiten während Studium und den verschiedensten Arten der Praktika - auf die man nicht so abwertend schauen sollte - erworben werden.
Ich werde nicht unbedingt ein besserer Anwalt, nur weil ich vorher vielleicht Polizist war.
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon Max Wein » Mo 31. Dez 2018, 19:16

Ammianus hat geschrieben:(31 Dec 2018, 18:44)

Viel von dem was du schreibst, scheint der Unkenntnis und Vorurteilen geschuldet zu sein. Abgesehen davon, dass es von Fach zu Fach sehr verschieden ist.
Ein gutes Beispiel sind deine sehr theoretischen Vorstellungen von Praktika bzw. Konfrontation mit der Praxis während des Studiums. Als Beispiel soll hier mal die Prähistorische Archäologie herhalten. Der Student geht neben der theoretischen Ausbildung auf Lehrgrabungen. Da er auch ganz gern Geld verdient, arbeitet er nebenbei noch für eine private Grabungsfirma. Schon bei den Lehrgrabungen kann er es zum Grabungsleiter bringen. Da eröffnet sich für ihn bereits eine berufliche Perspektive. Die kann z.B. auch so aussehen, dass er nach erfolgreichem Studium eine eigenen Grabungsfirma gründet.
Beim folgenden ist zu beachten, dass ich vom Werdegang vor der Einführung von Bachelor und Master in den 00er Jahren ausgehe. Die Arbeit mit archäologischem Material läuft über 3 Stufen.
1. Die Ausgrabung also die Feldarbeit,
2. Aufarbeitung und Publikation der Grabung,
3. Eine umfassende Monografie zu einem Thema mit den Ergebnissen zahlreicher Grabungen zu einem bestimmten Thema

Punkt 2 war oft der Inhalt einer Magisterarbeit, also des Studienabschlusses, Punkt 3 erfolgt dann als Doktorarbeit.

Bei Juristen, Medizinern oder BWL'ern sieht es dann noch einmal anders aus. Weniger arbeitslos hat dabei nichts mit dem mehr oder weniger an Berufserfahrung zu tun sondern mit den Fähigkeiten. Und es gibt eben Tätigkeiten wo die notwendigen Fähigkeiten während Studium und den verschiedensten Arten der Praktika - auf die man nicht so abwertend schauen sollte - erworben werden.
Ich werde nicht unbedingt ein besserer Anwalt, nur weil ich vorher vielleicht Polizist war.


Es hört sich vllt so an, aber oft stimmt es, ich hab in ein betrieb gelernt mit dualen studenten, nach dem Studium wird er bauleiter sein aber auf der baustelle hat er nicht mehr zu sagen als ein meister, da kann er studiert haben was er will.
Dazu lernt man in studium die jeweilige theorie zum fach, wärend ein meister das lernt was er braucht zb. Bwl um eine firma zu gründen wo zb. Ihr Archäologe probleme hätte ohne das bwl wissen.
Es gibts sogar ein grabungstechniker der alles mit inbegriffen hat und nur eine weiterbildungnist für zb. Einen bauzeichner und durch den techniker Grabungsleiter werden kann, was für ein Archäologen schwer gehen würde wenn kein mangel besteht.

Das was sie beschreiben mit nebenjob wäre ein werksstudent der dann arbeiten kann statt die praktikas.

Um zurück zum thema zu kommen, bei uns wurde die fertigen ing. Eingestellt als bauleiter und es hat kaum eine baustelle funktioniert, dann gabs ein problem mit der einstellung des bauleiter (durch den abschluss hochnäsig, lässt mach paar jahren erfshrung nach), sowie die Arbeitsbedingungen, einfach gesagt so oft wie er anschiss bekommen hat und gegen das gesetzt verstoßen hat, hätte er schon längst weg gemusst, aber er ist unerfahren da hilft nicht mal der praxisbezug von studium.

Man braucht mindestens 5 jahre um einen beruf gut zu können, da heißt es nicht das gleich ein Studium 5 jahre ersetzten kann.
Die haben theoretisch was drauf ohne frage, nur fehlt dennnen der praxis bezug um gute arbeit leisten zu können und das vermittelt eine uni/hochschule kaum.

Dann zu ihren Vergleich, polizist wäre nicht die perfekte vorbereitung für anwalt, aber rechtsfachangestellte.
Sowie medizinische fachangestelltin eine gute Vorbereitung für eine medizinerin wäre.
Usw.
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Re: Berufliche Qualifikation zum Studium

Beitragvon McKnee » Mo 31. Dez 2018, 19:23

Max Wein hat geschrieben:(31 Dec 2018, 19:16)

Dann zu ihren Vergleich, polizist wäre nicht die perfekte vorbereitung für anwalt, aber rechtsfachangestellte.


Das ist ja witzig. Dabei gibt es den Studiengang "Anwalt" gar nicht.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

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