Wie soll man sich eigentlich noch eine Meindung bilden können?

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Entropy
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Wie soll man sich eigentlich noch eine Meindung bilden können?

Beitragvon Entropy » Mi 24. Okt 2018, 11:51

Hi,

"Fake News", "Lügenpresse", Filterblasen...
Welchem Medien-Outlet soll man denn noch "trauen" können"? Wo bekommt man denn noch Qualitäts-Jornalismus?
Ich fühle mich immer mehr überfordert mit dieser Frage.

Zum einen sagen viele, dass alle Medien auf Geld aus sind und nur das bringen, was sich verkauft (Stichwörter Click-Bait und Skandalisierung).
-> Was an sich erstmal nichts neues ist - eine Zeitung ist ein Unternehmen, was Geld verdienen muss, um nicht zu verschwinden.

Zum anderen sagen viele, dass irgendwie alle Medien "gleich geschaltet" sind - das immer nur der selbe Einheitsbrei gebracht wird, dieselbe Meinung vertreten wird, manschmal fällt auch der Begriff "vorauseilender Gehorsam".
-> Dazu kann ich sogar keine Aussage treffen. Wie soll man das einschätzen können?

Ich habe noch nie eine Papierzeitung gelesen (außer beim Arzt im Wartesaal) - meine täglichen Medien bestehen momentan aus 4 Webseiten:
heute.de
zeit.de
cicero.de
tagesschau.de

Diese Auswahl habe ich auf Basis dieser "Karte" getroffen: http://www.polisphere.eu/wp-content/upl ... rte_v2.pdf

Nun ist mir durchaus bewusst, dass die Einteilung "links" und "rechts" nun wirklich zu einfach geht - aber man hat eben nur 2 Dimensionen :D
Einige Monate hatte ich auch spiegelonline und focusonline mit dabei - aber mir wurde immer klarer, dass das offensichtlich andere Leute sind, die da Beiträge einstellen, also im Spiegel- und Focus-Heft. Auf den Online-Portalen ist sehr viel Click-Bait und Skandalisierung drin gewesen, dass ichs nicht mehr aushielt. Bei meinen Wartesaal-Lese-Sessions beim Arzt ist mir das bei den Heften nie so aufgefallen beim Spiegel und Focus - da war ich sehr enttäuscht von den Online-Auftritten...

Cicero habe ich dazugenommen, weil ich versuchen möchte, aus meiner eigenen Filterblase rauszuschauen (zur Info: falls die Piraten-Partei nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwunden wäre, weil sie zu Arrogant und unerfahren war/ist, würde ich die wählen - dann habt ihr ungefähr einen Anhaltspunkt, wie meine Standpunkte so sind). Ich weiß bis heute nicht, was in dem PDF mit "Altherren-Journalismus" gemeint ist - aber man merkt, dass der Online-Auftritt von Cicero definitv anders ist als die anderen 3 Seiten, die ich besuche: Es wird an sich fast nur genörgelt über alles, es findet fast keine einfache Berichterstattung über aktuelle Geschehen statt - fast immer nur Meinungsbeiträge. Es wird viel gegen "links" gewettert und über die AfD wird fast gar nichts geschrieben. In den Kommentaren (falls vorhanden) findet man vorranging eher rechte Positionen wieder.
Bin ich da alleine mit meiner Einschätzung zu cicero.de?

Auf Facebook bin ich schon lange nicht mehr aktiv. Vor ein paar Monaten hatte ich mein Facebook-Konto mal wieder aktiviert und aktualisiert, weil ich mal schauen wollte, ob man da sinnvolle Diskussionen führen kann - ich hab mal einen Cicero-Artikel, der austaunlicherweise positiv über die SPD berichtet hatte, dort eingestellt, und ein wissenschaftliches Youtube-Video. Schnell stellte ich fest, das Facebook dafür komplett ungeeigent ist. Das einzige, was dort gepostet wird, sind "Falls du auch XY hast, like und share..." und "markiere alle, die auch XY sind". Also nur eine neue Form von Ketten-Emails. Mann war ich genervt...

Auf Youtube schaue ich regelmäßig die Monologe der Latenight-Show von Stephen Colbert, wodurch ich einen kleinen Einblick in die Tagesgeschehen der USA bekomme. Mir ist voll bewusst, dass das vorrangig eine Comedy-Show ist, und sicher auch einiges zugespitzt wird und dass die auch nicht so genau recherschieren können in der kurzen Zeit. Aber meistens sagt Trump halt selbst absoluten Bullshit, sodass die gar nicht so viel zurechtstutzen müssen ;)
Dann gibts noch "Last Week Tonight with John Oliver" - was nur einmal wöchentlich kommt und wo offensichtlich viel mehr Arbeit rein fließt. Es ist an sich auch eine Comedy-Show, aber man merkt, dass da wesentlich mehr jornalistische Arbeit geleistet wird.

Das ist so mein Medienkonsum für Nachrichten und Politik. Ich weiß nicht, ob das sinnvoll ist, ob ich mehr oder weniger lesen/schauen sollte, ob ich komplett auf der falschen Spur bin. Wie soll man das rausfinden? Stunden lang jeden Sachverhalt selbst googeln (wo man meiner Erfahrung nach mehr vewrirrt von weg geht als sicherer)? Habt ihr andere Seiten/Blogger/Vlogger, die empfehlenswert sind, die ordentliche jornalistische Arbeit leisten? Bin offen für Vorschläge!

Was denkt ihr über die ganze Medien-Problematik, die sich in den letzten 15 Jahren aufgetan hat? Ich habe das Gefühl, dass das die Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft immer weiter voran treibt statt zu verringern, und ich sehe irgendwie so gar keinen Ausweg darauß.

Ihr merkt sicher, dass ich ein bisschen frustriert über das ganze Thema bin ^^.
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Teeernte
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Re: Wie soll man sich eigentlich noch eine Meindung bilden können?

Beitragvon Teeernte » Mi 24. Okt 2018, 12:53

Für die EIGENE Meinung ist jeder selbst verantwortlich - egal was gelesen wird.

Die "Nachrichten-AUSGANGS-LAGE" ist ja bei allen Medien - FAST GLEICH. >>> EGAL welche Politische Ausrichtung.

....die Auslegung der "NEWS" //( bzw. Nachrichtenunterdrückung .....auch TEIL- Unterdrückung) ist unterschiedlich. Klassische (REINE) "Enten" sind heutzutage sehr selten.

Je nach persönlichem "Geschmack" kann man sich nun die politisch "gefärbten" News wie Ostereier einwerfen.

Meistens konsumiert man etwas einfach - wenn aus der persönliche Lage (PERSÖNLICHE SICHT) berichtet wird, das schliesst den Bildungsstand und das Einkommen ein....

Deshalb kann ich auch der verlinkten "Medienlandschaftskarte" nicht folgen..

Beispiel Journalistische Qualtität...."Erfüllt hohe Standards" (mitte) Schnittpunkt >> Rechte Verschwörungstheorien und FAKE NEWS...


DAS GEHT NICHT.

BR und MDR in der Region ? ....um den MDR in die Rechte Ecke zu stellen.....da muss man schon seeeehr Links stehen.

...Ist wie 50% Schwanger....bei "Noch" Jungfrau.



Einer "ZEITUNG" - die für Bürger mit IQ UHU ....( ab IQ 80 konsumierbar) produziert wird - nun eine RECHTEre Gesinnung zu unterstellen ist ebenso Käse.
(Bild - hier MÜSSEN Haarlinien eingezogen werden - damit der "LESER" nicht aus der Spalte kommt. :D :D :D ) Bei dem Klientel ist die persönliche Ausgagssicht auf Dinge eben etwas ...."Objektnäher".

Altherrenjournalismus ....da sind ein paar "Fremdwörter" drin.... Nix für IQ Bild.

Werten MUSS man also schon selbst.
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Entropy
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Re: Wie soll man sich eigentlich noch eine Meindung bilden können?

Beitragvon Entropy » Mi 24. Okt 2018, 13:44

Teeernte hat geschrieben:(24 Oct 2018, 13:53)

Für die EIGENE Meinung ist jeder selbst verantwortlich - egal was gelesen wird.

Die "Nachrichten-AUSGANGS-LAGE" ist ja bei allen Medien - FAST GLEICH. >>> EGAL welche Politische Ausrichtung.

....die Auslegung der "NEWS" //( bzw. Nachrichtenunterdrückung .....auch TEIL- Unterdrückung) ist unterschiedlich. Klassische (REINE) "Enten" sind heutzutage sehr selten.

Je nach persönlichem "Geschmack" kann man sich nun die politisch "gefärbten" News wie Ostereier einwerfen.

Meistens konsumiert man etwas einfach - wenn aus der persönliche Lage (PERSÖNLICHE SICHT) berichtet wird, das schliesst den Bildungsstand und das Einkommen ein....

Deshalb kann ich auch der verlinkten "Medienlandschaftskarte" nicht folgen..

Beispiel Journalistische Qualtität...."Erfüllt hohe Standards" (mitte) Schnittpunkt >> Rechte Verschwörungstheorien und FAKE NEWS...


DAS GEHT NICHT.

BR und MDR in der Region ? ....um den MDR in die Rechte Ecke zu stellen.....da muss man schon seeeehr Links stehen.

...Ist wie 50% Schwanger....bei "Noch" Jungfrau.



Einer "ZEITUNG" - die für Bürger mit IQ UHU ....( ab IQ 80 konsumierbar) produziert wird - nun eine RECHTEre Gesinnung zu unterstellen ist ebenso Käse.
(Bild - hier MÜSSEN Haarlinien eingezogen werden - damit der "LESER" nicht aus der Spalte kommt. :D :D :D ) Bei dem Klientel ist die persönliche Ausgagssicht auf Dinge eben etwas ...."Objektnäher".

Altherrenjournalismus ....da sind ein paar "Fremdwörter" drin.... Nix für IQ Bild.

Werten MUSS man also schon selbst.


Danke für deine Antwort!

Erstmal gutgemeintes Feedback zur Präsentation deiner Antwort: Ist recht schwer zu lesen wegen den verschiedenen Farben und Groß-Kleinschreibung, Formartierung usw. Könnte man ansehnlicher gestalten ;) Aber ist vielleicht einfach nur dein Stil, was alles irgendwo auch Geschmackssache ist ^^

Zum Inhalt: Die Karte diente mir erstmal nur als groben Anhaltspunkt, wo ich überhaupt mal hin gehn könnte. Ich wollte erstmal sehen, was es überhaupt so gibt, quasi eine Auflistung erstmal. Hab mir dann die meisten News-Oultets da auch mal angeschaut und bin dann meistens auch zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen.
Die Frage ist halt: Wie soll man etwas bewerten können? Man muss ja eigentlich alle korrekten Fakten kennen - was halt unheimlich schwer ist. Wie soll ich eine hypothetische News bewerten, die sagt, dass die Regierung die MwSt. um 2% senken will? Woher soll ich wissen, ob das eine gute oder schlechte Idee ist? Ich bin Software Entwickler, kein Volkswirt und kann überhaupt keinen Überblick über die gesamte deutsche Wirtschaft haben. Einige News-Outlets werden sagen, dass das sicher gut sein wird für die deutsche Wirtschaft, andere werden das Gegenteil sagen. Da ich das selbst nicht herausfinden kann - wem sollte man denn glauben? Wessen Aussage sollte ich mehr Gewicht geben? Nur weil jemand "wohlklingendere" Argeumente anbringt, die ich aber gar nicht nach prüfen kann?
Mein Problem lässt sich wohl auf folgendes reduzieren: Wie findet man die "Wahrheit" überhaupt raus?
Das Problem hatte ich auch schon, als ich damals versucht habe nachzuvollziehn, ob der menschen gemachte Klimawandel denn jetzt ordentlich wissenschaftlich belegt ist oder nicht. Ist schön, dass es den IPCC gibt, der den wissenschaftlichen Konsens versucht zu finden - aber wie kann ich denen eigentlich vertrauten? Ich muss ja eingestehen, dass die (verschwindend geringe) Möglichkeit einer echten "Verschwörung" besteht - ich müsste also eigentlich, um ganz sicher zu gehn, selbst die ganzen wissenschaftlichen Studien finden, durchlesen und bewerten. Da fängts ja schon an - an sehr viele Studien kommt man gar nicht ran, ohne irgendein kostenpflichtes Abo bei diesen ganzen Publizierungen wie "Nature" usw. - die "Wahrheit" zu finden kostet also auch noch Geld?! Irgendwann wurds mir einfach zu viel und ich hab mir einfach gesagt "ich muss wohl einfach so akzeptieren, dass das der Konsens ist", was irgendwie nicht sonderlich befriedigend ist.
Vielleicht seh ich das auch alles zu streng, vielleicht stell ich mich auch einfach nur ungeschickt an oder so. Das sind jedenfalls mal meine Gedanken dazu ^^"
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Teeernte
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Re: Wie soll man sich eigentlich noch eine Meindung bilden können?

Beitragvon Teeernte » Mi 24. Okt 2018, 14:55

Entropy hat geschrieben:(24 Oct 2018, 14:44)

Danke für deine Antwort!

Erstmal gutgemeintes Feedback zur Präsentation deiner Antwort: Ist recht schwer zu lesen wegen den verschiedenen Farben und Groß-Kleinschreibung, Formartierung usw. Könnte man ansehnlicher gestalten ;) Aber ist vielleicht einfach nur dein Stil, was alles irgendwo auch Geschmackssache ist ^^

Zum Inhalt: Die Karte diente mir erstmal nur als groben Anhaltspunkt, wo ich überhaupt mal hin gehn könnte. Ich wollte erstmal sehen, was es überhaupt so gibt, quasi eine Auflistung erstmal. Hab mir dann die meisten News-Oultets da auch mal angeschaut und bin dann meistens auch zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen.
Die Frage ist halt: Wie soll man etwas bewerten können? Man muss ja eigentlich alle korrekten Fakten kennen - was halt unheimlich schwer ist. Wie soll ich eine hypothetische News bewerten, die sagt, dass die Regierung die MwSt. um 2% senken will? Woher soll ich wissen, ob das eine gute oder schlechte Idee ist? Ich bin Software Entwickler, kein Volkswirt und kann überhaupt keinen Überblick über die gesamte deutsche Wirtschaft haben. Einige News-Outlets werden sagen, dass das sicher gut sein wird für die deutsche Wirtschaft, andere werden das Gegenteil sagen. Da ich das selbst nicht herausfinden kann - wem sollte man denn glauben? Wessen Aussage sollte ich mehr Gewicht geben? Nur weil jemand "wohlklingendere" Argeumente anbringt, die ich aber gar nicht nach prüfen kann?
Mein Problem lässt sich wohl auf folgendes reduzieren: Wie findet man die "Wahrheit" überhaupt raus?
Das Problem hatte ich auch schon, als ich damals versucht habe nachzuvollziehn, ob der menschen gemachte Klimawandel denn jetzt ordentlich wissenschaftlich belegt ist oder nicht. Ist schön, dass es den IPCC gibt, der den wissenschaftlichen Konsens versucht zu finden - aber wie kann ich denen eigentlich vertrauten? Ich muss ja eingestehen, dass die (verschwindend geringe) Möglichkeit einer echten "Verschwörung" besteht - ich müsste also eigentlich, um ganz sicher zu gehn, selbst die ganzen wissenschaftlichen Studien finden, durchlesen und bewerten. Da fängts ja schon an - an sehr viele Studien kommt man gar nicht ran, ohne irgendein kostenpflichtes Abo bei diesen ganzen Publizierungen wie "Nature" usw. - die "Wahrheit" zu finden kostet also auch noch Geld?! Irgendwann wurds mir einfach zu viel und ich hab mir einfach gesagt "ich muss wohl einfach so akzeptieren, dass das der Konsens ist", was irgendwie nicht sonderlich befriedigend ist.
Vielleicht seh ich das auch alles zu streng, vielleicht stell ich mich auch einfach nur ungeschickt an oder so. Das sind jedenfalls mal meine Gedanken dazu ^^"


Hach mein Schreibstil... ja - leider .

Ich versteh Dich ....

Destilliere zuerst die ECHTEN Fakten aus den News... Naturereignisse, ...Geschehnisse, - erstmal OHNE WERTUNG.

>> In China ist ein Sack Reis umgefallen. als Beispiel.

Mehrere Medien verteilen nun diese NEWS - bereits aber "gefärbt".

ARD >> Im kommunistischen "Rot" China in der Provinz Quangdong ist einem armen Bauern ein Sack Reis umgefallen, den er für die Versorgung seiner armen Familie im nächsten Jahr dringend benötigt. Eine Hilfe hat er durch das kommunistische System nicht zu erwarten....

Xinhua dagegen >> Durch den Terror aufgehetzter Kreise ist unseren gut arbeitenden Bauern in der Provinz Quangdong ein Schaden bei der Reisernte zugefügt worden. Spezialeinheiten wurden in das Gebiet entsendet ...

"Der Anleger" >> Wie schon im vorigen Spezialbericht dargelegt - empfehlen wir Anlagen in Weizen, Reis und Schweinehälften - durch den Klimawandel , Missernten und Kriege reduzieren sich die Erträge und die Zertifikate auf Weizen, Reis und Schweinehälften - PROGNOSE ....STEIGEN ! (Prognose ....kann - muss nicht...wir haften nicht für unsere Prognosen..)

Variante "Rechts" >> Flüchtlinge ohne Ende... Die Cinesen haben nun auch nichts mehr zu beissen - wie die Medien bereits berichten - werden die alle zu uns kommen .... die Ersten erreichen übermorgen , Nachts um 02:00 Uhr die Europäische Grenze.

UltraLinks >> Unsere Mitkämpfer in Quangdong haben die Sache hingeschmissen - und wollen die Kapitalisten in den USA nicht mehr beliefern....wir rufen alle auf diesem Beispiel zu folgen.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Was ist nun "ECHT " ? In China ist ein Sack Reis umgefallen. ?
Möglich.

Der "Rest" darum - ?

Stell Dir vor - Du würdest "Sim Citty" programmiert haben ......die Groko sitzt grad - und spielt.

Würdest Du selbst eine Wahrscheinlichkeit auf eine Senkung der Mehrwertsteuer - mit welchen Folgen selbst einprogrammiert haben ?

Grösser........Du hast "SIM WORLD" entworfen.....

Mit welchem "Hebel" bekommen arme Länder etwas Geld von den Reichen ? Was könnte man ....ohne grosse negative Folgen in den reichen Staaten besteuern - um es in die armen Länder zu transferieren - ohne grosse negative Folgen ?

Wasser ? Regen ? Wind ? Strohhalme ? - Du hast Dich für CO2 entschieden..... ?

Wie weiter mit SIM WORLD ?
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Re: Wie soll man sich eigentlich noch eine Meindung bilden können?

Beitragvon Wähler » Mi 24. Okt 2018, 15:17

Entropy hat geschrieben:(24 Oct 2018, 12:51)
Das ist so mein Medienkonsum für Nachrichten und Politik. Ich weiß nicht, ob das sinnvoll ist, ob ich mehr oder weniger lesen/schauen sollte, ob ich komplett auf der falschen Spur bin. Wie soll man das rausfinden? Stunden lang jeden Sachverhalt selbst googeln (wo man meiner Erfahrung nach mehr vewrirrt von weg geht als sicherer)? Habt ihr andere Seiten/Blogger/Vlogger, die empfehlenswert sind, die ordentliche jornalistische Arbeit leisten? Bin offen für Vorschläge!
Was denkt ihr über die ganze Medien-Problematik, die sich in den letzten 15 Jahren aufgetan hat? Ich habe das Gefühl, dass das die Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft immer weiter voran treibt statt zu verringern, und ich sehe irgendwie so gar keinen Ausweg darauß.
Ihr merkt sicher, dass ich ein bisschen frustriert über das ganze Thema bin.

Ob Medien vertrauensvoll sind oder nicht, lässt sich nur an beispielhaften Themen durch eine Methode überprüfen, die man im Geschichtsstudium lernen kann. Die sogenannte historisch-philologische Quellenkritik spielt auch im Journalismus eine Rolle, wo grundsätzlich zwei von einander unabhängige Quellen Mindeststandard sind.
Bei den Faktendiskussion im Sammelstrang Flüchtlinge geht es oft um Statistiken des BAMF, der BfA, des Auswärtigen Amtes oder von Forschungseinrichtungen, wie dem IAB. Zur Zeit geht es um die Frage, wieviele Flüchtlinge von 2015 und 2016 im Arbeitsmarkt wirklich angekommen sind oder nicht.
An solchen Detailfragen kann man viel über die Vertrauenswürdigkeit von unterschiedlichen Quellen lernen. Das ist auch für Laien mit etwas Geduld leicht zu lernen.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Wie soll man sich eigentlich noch eine Meindung bilden können?

Beitragvon Misterfritz » Mi 24. Okt 2018, 20:39

Entropy hat geschrieben:(24 Oct 2018, 14:44)Mein Problem lässt sich wohl auf folgendes reduzieren: Wie findet man die "Wahrheit" überhaupt raus?
Was ist Wahrheit? Deine Meinung zu einem Geschehniss? Die Meinung anderer?
Wenn Du wirklich Medienkompetenz (ich nenne das jetzt mal so) erwerben willst, empfehle ich, davon Abstand
Entropy hat geschrieben:(24 Oct 2018, 12:51)Ich habe noch nie eine Papierzeitung gelesen (außer beim Arzt im Wartesaal)
zu nehmen.
Ich rate, einfach die örtliche Tageszeitung in Papierformat zu lesen (gedruckt, weil da immer mehr steht als in der online-Ausgabe).
Warum die Lokalzeitung? Weil Du selbst vor Ort bist und die Fakten eher checken kannst, als wenn Du über irgendwelche Geschehnisse in China liest. Im Zwelfel könntest Du sogar Beteiligte/Betroffene fragen (auch wenn Du da auch nur deren subjektive Sicht bekommst).
Ansonsten ist das ein Lernprozess, den Jeder durchmachen muss, wenn er denn mehr als nur seine eigene Meinung bestätigt haben will.
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Re: Wie soll man sich eigentlich noch eine Meindung bilden können?

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 24. Okt 2018, 21:48

Misterfritz hat geschrieben:(24 Oct 2018, 21:39)

Was ist Wahrheit? Deine Meinung zu einem Geschehniss? Die Meinung anderer?
Wenn Du wirklich Medienkompetenz (ich nenne das jetzt mal so) erwerben willst, empfehle ich, davon Abstand zu nehmen.
Ich rate, einfach die örtliche Tageszeitung in Papierformat zu lesen (gedruckt, weil da immer mehr steht als in der online-Ausgabe).
Warum die Lokalzeitung? Weil Du selbst vor Ort bist und die Fakten eher checken kannst, als wenn Du über irgendwelche Geschehnisse in China liest. Im Zwelfel könntest Du sogar Beteiligte/Betroffene fragen (auch wenn Du da auch nur deren subjektive Sicht bekommst).
Ansonsten ist das ein Lernprozess, den Jeder durchmachen muss, wenn er denn mehr als nur seine eigene Meinung bestätigt haben will.

Hätte man nicht ehrlich sein können?
Es gibt eben keine Wahrheiten, aber es gibt Wissen.
Und Tageszeitungen helfen da nun eher wenig.
Aber es gibt Haltungen,
die du jederzeit im Forum überprüfen lassen kannst.
Viel Spass1
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p

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