Die Medien und die Filterblase

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Letzter_Hippie
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Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Letzter_Hippie » Di 25. Sep 2018, 11:23

Man hört in letzter Zeit von Hut-, aeh, Wut-, ich meine von besorgten -Bürgern oft den Begriff "Lügenpresse", und ich war da erst erschreckt und hab dann zu Grübeln begonnen, was eigentlich los ist und wer da welches Anliegen hat.

Heute morgen beim Aufstehen (und die fernöstlichen Weisen sagen ja, nach dem Aufstehen ist man der Erleuchtung am nächsten) ist mir tatsächlich die Eingebung gekommen, die ich nun in einen Artikel zu fassen versuche.
Wichtig und bedeutsam ist: das ganze hat überhaupt nichts mit dem aktuellen politischen Geschehen zu tun, es kommt ganz woanders her und muss aus einem anderen Blickwinkel diskutiert werden.

Zunächst hatte ich also über die Ursache der Unzufriedenheit gegrübelt, und gedacht, es muss neben dem allfälligen Geschimpfe auch eine sachliche, intelligente (m.o.w. soziologische) Erklärung dafür geben. Die tauchte dann auch auf, und es war die These von den Filterblasen: Leute schaffen sich ihre eigene Wahrnehmung, indem sie selektiv rezipieren. Man liest einfach nur Medien, die das eigene Weltbild bestätigen, und damit ist die Welt in ordnung und alles ist so wie man eh glaubt dass es sei.

Das klingt erstmal sehr schlüssig und plausibel, und solche Filterblasen gibt es zweifellos - jede Verschwörungstheorie ist eine solche. Es gibt nur einen Haken bei der Erklärung: diese Dinger wachsen normalerweise nicht. Eher schrumpfen sie. Wenn wir uns die verbreiteten Verschwörungstheorien anschauen, meinetwegen die Ufo-Gläubigen oder die 9-11-Truther, dann gibt es da ein eingefleischtes Häuflein von Gläubigen, und die verschwinden auch nicht, aber an Bedeutung gewinnen sie auch nicht. Und das erscheint mir logisch, denn es passiert ja Kommunikation, und gelegentlich gerät ein Blick über den Tellerrand und die Unstimmigkeiten fallen auf. Und so diffundieren die Anhänger allmählich weg, und die Blase schrumpft vor sich hin.


Heute bin ich nun auf eine ganz andere Überlegung gekommen. Und zwar bin ich ja in einer Szene großgeworden, wo man einem guten Pfeifchen Hanf nicht abgeneigt war. Und da war es bis etwa 1985 so, dass man äußerst vorsichtig sein musste, das auch nur irgendwo zu erwähnen - denn wenn man es erwähnte, dann zeigte das ja, dass man etwas drüber weiss - und damit machte man sich automatisch verdächtig, zumindest ein sehr subversives Element zu sein oder womöglich gar ein gefährlicher Dealer. Es gab natürlich eine Szene, es gab subtile Erkennungszeichen, aber es gab keinerlei öffentliche Diskussion.
In der öffentlichen Meinung bestand vielmehr der Konsens, dass "Drogen" etwas ungemein gefährliches sind, dass folglich der "Kampf gegen Drogen" eminent wichtig ist, während man gleichzeitig nicht den Schimmer einer Idee hatte, was Drogen eigentlich sind. Wobei mit "Drogen" natürlich nur die verbotenen Drogen gemeint waren; Schnaps, Medis, Tabak und Fernsehen waren selbstverständlich keine "Drogen".

Erst nach 1985 begann eine ansatzweise öffentliche Diskussion, und eine wichtige Ursache dafür war, dass die ersten Computer-Netzwerke (Mailboxen) realisiert wurden, wo man sich unabhängig von den Medien austauschen konnte (woran ich durchaus nicht unbeteiligt war ;) ), wo also die verstreuten Grüppchen von Freaks und Hippies, die es in jeder Stadt gab, sich gegenseitig dessen versichern konnten was eigentlich eh jeder wusste - dass Kiffer und Junkies eine völlig verschiedene Angelegenheit sind, und dass für einen Erwachsenen ein gelegentlicher Joint gesundheitlich unbedenklich ist. Vor allem aber konnte man nun auch hard-facts (Dokumente, Quellen, Forschungsergebnisse) weitergeben, und damit erst wurde ein souveränes Auftreten in Diskussionen möglich.


Worauf ich hier aber hinaus will, ist die Rolle der Medien. Heute weiss man, dass es sich bei der ganzen jahrzehntelangen Hatz auf die Kiffer um eine gigantische Desinformationskampagne gehandelt hat (wer genaueres wissen will, möge unter dem Stichwort "Anslinger" in die Recherche einsteigen), die man geschickt unterfüttert hat mit Aversionen gegen Minderheiten, Kommunisten oder Anarchisten. Und die Medien (damit meine ich etablierten Rundfunk/Fernsehen und Zeitungen) haben in der ganzen Zeit nicht das geringste getan, um diesen Hoax aufzuklären! Sie haben erst berichtet, als es nicht mehr anders ging, weil die öffentliche Diskussion bereits lief.
Aber bis dahin wurde unisono nur der "Kampf gegen Drogen" thematisiert, und zwar egal welche politische Richtung ein Medium vertreten mochte! Die einzige Differenzierung war dann in der Frage, wie dieser "Kampf gegen Drogen" ausgeführt werden sollte, also ob man Drogengenießer eher bestrafen oder eher heilen solle - ohne je soweit zu gelangen, dass für die Mehrzahl der Kiffer keines von beiden irgendeinen Sinn macht. Die eigentlich nötige Differenzierung, nämlich zwischen verschiedenartigen Drogen, wie auch zwischen den verschiedenen Beweggründen für diesen "Kampf gegen Drogen", gab es nicht, sondern es wurde nur der unreflektierte common-sense befüttert, der da lautete: "Drogen = furchtbar schlimm, furchtbar böse".

Und da kann man sich jetzt überlegen, wie Medien funktionieren und was sie tun.


Es gibt noch einen weiteren Aspekt. Ich bin ein bischen rumgekommen in der Welt, und das auch und gerade in den abseitigeren Gegenden, über die nicht viele Leute was wissen. Ich war in verschiedenen Ländern in Afrika und Asien unterwegs - aber nicht als Tourist für Ferien, sondern als Backpacker, um Land und Leute kennenzulernen. Zuweilen in den ärmsten Ländern der Welt, Indonesien, Birma, wo es gar keine touristische Infrastruktur gibt, wo man unterwegs ist wie die Einheimischen - in Gasthäusern übernachtet wo es im ganzen Haus keine Dusche gibt, sondern man sich auf die alte Weise wäscht, mit Schöpfkelle und Bottich - die Übernachtung kostet da 4 Euro. Ich hab also das Leben der Menschen sehr intensiv mitgekriegt, nicht nur ein bischen zugeschaut, sondern richtig miterlebt. Ich hab auch Projekte der Entwicklungshilfe mitgekriegt, in Afrika, und hab geschaut was die machen, mich da mit den Leuten unterhalten und Erfahrungen ausgetauscht.

Ich hab dann gelegentlich im Fernsehen Reportagen gesehen, wo aus diesen Ländern berichtet wurde, machmal berichtet wurde von Orten, wo ich selber war, wo ich selber die Dinge mitgekriegt hab. Und was da berichtet wird, das wirkt auf mich sehr schräg - es passt überhaupt nicht zu dem was ich erlebt hab. Erstmal sind die Reportagen fast immer problemorientiert - es wird fast durchweg darüber geredet was die Leute alles für Probleme haben, wie schwierig es für sie ist, und wie wichtig es ist dass man da was tut. Das stimmt aber so gar nicht - die sitzen nicht da und haben Probleme und wissen nicht weiter, sondern sie leben ihr Leben - und die meisten haben dabei eine Erfülltheit und Lebendigkeit und Lebensfreude, wie ich sie hier kaum sehe. Ja, die Leute sind arm - in Indonesien hat man mir gesagt, das Monatseinkommen für einen einfachen Arbeiter läge bei umgerechnet rund 30 Euro. Ob man davon leben kann? Naja, wohl sehr sehr knapp - aber wenn hier eine Rentnerin mit 700 Euro zurechtkommen muss, bei den hiesigen Mieten, dann ist das auch sehr sehr knapp.

Auch hier erzählen diese Reportagen nicht die wirkliche Geschichte. Sondern eine Geschichte, die die Vorstellungen der Zuschauer bestätigt: dass die Menschen in anderen Ländern hilflos und bedürftig sind, man ihnen zeigen muss wie es richtig geht und man sie betreuen muss wie kleine Kinder. Das stimmt nicht - sie leben ihr eigenes Leben, und die meisten wirken dabei glücklicher als der Durchschnittsmensch hier auf der Straße oder im Einkaufszentrum.


Und noch eine weitere Facette: Ich hab auch etliche sog. Randgruppen kennengelernt - also schräge Vögel, die m.o.w. exotische Dinge treiben, die dem Normalverbraucher weitgehend unverständlich sind. Ich war zB. beim Chaos Computer Club dabei, noch ganz in der Anfangszeit als die Dinge in Bewegung kamen. Und ich war mit Pagans unterwegs - das sind naturreligiöse Leute, "Heiden", die den alten Religionen folgen, den vorchristlichen, und deren Riten zelebrieren.

Soetwas ist natürlich eine interessante Sache für Reporter, und da tauchen immer wieder Anfragen auf, ob man die Riten denn filmen dürfe und die Leute interviewen. Und da ist die Sache völlig klar und wird auch so ausgesprochen, kurz: die Leute haben die Schnauze restlos voll von den Medien! Weil nämlich das, was dann gesendet wird, durchweg überhaupt nichts mit dem zu tun hat, was da gelebt wird - und wenn man diese Erfahrung immer wieder macht, dann wird man grantig.
Da wird dann z.B. gefragt, ob es denn am Beltane-Fest (die Goethe-Leser kennen es als Walpurgisnacht) sexuelle Orgien gibt - DAS interessiert die Fernsehleute natürlich - aber was die Leute bewegt, warum sie dieser Religion folgen, was ihnen dabei wichtig ist, das interessiert offenbar nicht. Sondern da wird aus den Interviews irgendetwas zusammengeschnitten, was leicht verdaulich ist und nur dazu dient, die Leute vorzuführen und lächerlich zu machen - um die Klischees des einfach gestrickten Zuschauers zu bestätigen.


Wenn man das nun in verschiedensten Zusammenhängen immer wieder so erkennt, dass also gar nicht authentisch beobachtet und recherchiert und beschrieben wird, sondern vielmehr nur ein geschmackloser Einheitsbrei produziert wird, gewürzt mit ein paar Aufregern und Skandälchen, um ihn an die Kartoffeln auf ihren Sofas (oder bei "Qualitätsmedien" auch an die Kartoffeln in ihren Aufsichtsratssesseln) zu verfüttern, dann muss man sich fragen, was die Medien eigentlich tun.

Und dann komme ich zu dem Gedanken, dass es da genau eine einzige Filterblase gibt, durch die alles gefiltert wird was in der Welt passiert, um es in leicht bekömmliche Medienkost umzuwandeln. wie sie der uninformierte Konsument erwartet.
Und die hat auch überhaupt nichts mit den aktuellen Aufregern zu tun, sondern die ist uralt, die war schon bei Hitlers Wochenschauen aktiv, und ihre Funktion ist weitgehend konstant. Ändern tut sich nur der Zeitgeist, mit jeder Generation, und so war der Aufreger eben in den 70ern der "Kampf gegen Drogen" und die bösen Freaks, und heute ist es der "Kampf gegen Rechts". Aber die dahinterstehende Mechanik, die gepushten Skandälchen, die Bestätigung der Klischees, und das ganze Prinzip der Einlullung und Abstumpfung ist immer dasselbe.

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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Neandertaler » Di 25. Sep 2018, 18:45

Interessante Beobachtung und Gedankengang.

Ich würde dir zustimmen. Und denke das die Objektivität und die Recherchebemühungen von Medien werden überschätzt. Das hat aber nichts mit einer gelenkten Presse oder bewussten Lügen zu tun. Es geht in Richtung selektive bzw. Suggestive Berichterstattung.

Ich denke es gibt gleich mehrere Gründe für dieses Phänomen und im Grunde laufen sie immer auf eine Rückkopplung mit dem Konsumenten hinaus, die sind also Keineswegs unschulding an Art der Berichterstattung.

Zum Einen ist es die Sensationsgier. Darum ist zum Beispiel die Orgie interessant, nicht aber der bedächtige Anhänger einer Natureligion

Zum anderen muss auch die (oft Selbstgeschürte) Erwartungshaltung der Konsumten erfüllt werden.
Der Spiegel kann nicht auf einmal von den 100 Mal höheren Anzahl der Gewaltdelikten durch Ausländer bevorzugt durch Intensivtätern unter den Asylbewerbern als von Rechtsextremen in Sachsen berichten*, die junge Freiheit nicht auf einmal von den in der großen Überzahl der nicht Kriminellen und friedlichen Asylbewerber. Was würden denn der Leser denken?

Ein weiter Punkt dürfte die Voreingenommenheit der Reporter sein die keineswegs neutral und offen an einen Bericht herangehen.

Der nächste Punkt ist ganz einfach abschreiben, es ist eigentlich keine neue Erkenntnisse das der deutsche Journalismus sich vor allen auf sich selbst bezieht, Recherche also in der Regel schlicht weg abschreiben anderer Artikel ist. (Vielleicht sollte Journalisten, ähnlich wie Wissenschaftler mit Quellenangaben arbeiten.

Ein letzter Punkt ist denke ich die selektive Aufnahme des Konsumenten die, die schon selektiven Beiträge noch weiter verengt.

Ich habe da Mal ein eigenes Beispiel für diese Prozesse aus meiner frühen Jugendzeit, wo ich schon fleißig die damals üblichen Medien, Tageszeitung und Rundfunk konsumierte. Während meines ersten Bundesliegespielbesuch bemerkte ich mit Erstaunen, das revalisierende Fans völlig friedlich zusammen zum Stadion strebten. Dieser Normalzustand war für mich, der ich vorher nur auf Medienberichte Zurückgriffen hatte, erstaunlich. Ich hatte die, aus den vorher genannten Gründen, einseitige Medienberichterstattung die in der Regel nur von Randale berichtete weiter selektiert, auf es gibt immer Randale wenn Fussballfans aufeinander treffen, so dass ich von der Wirklichkeit überrascht wurde.

*ironischer weiße stammen diese Zahlen selbst aus dem Spiegel trotzdem wird in der normalen Berichterstattung dem sächsischen rechtsextreme Gewaltäter viel mehr Platz eingeräumt als dem viel häufiger in Sachsen tätigen gewaltätigen Asylbewerber.
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 25. Sep 2018, 19:49

Ich wollte nur mal sagen, vielen Dank für den umfangreichen Eingangsbeitrag. Antwort leider erst frühestens morgen am PC.
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Letzter_Hippie » Di 25. Sep 2018, 21:42

Neandertaler hat geschrieben:(25 Sep 2018, 19:45)
Ich denke es gibt gleich mehrere Gründe für dieses Phänomen und im Grunde laufen sie immer auf eine Rückkopplung mit dem Konsumenten hinaus, die sind also Keineswegs unschulding an Art der Berichterstattung.


Ich sehe das eher als trilaterale Koppelung. Wer sind die Kunden eines Medienprodukts?
Traditionell werden als Kunden einer Zeitung die Anzeigenkunden bezeichnet - die Leser sind schlicht Leser. Daraus kann man semantisch eine Idee ziehen, für wen die Zeitung arbeitet.

Sogesehen ist der ÖR eigentlich eine prima Idee, nur funktioniert er in der Praxis nicht viel besser. Die Frage ist, warum?

Ich habe da Mal ein eigenes Beispiel für diese Prozesse aus meiner frühen Jugendzeit, wo ich schon fleißig die damals üblichen Medien, Tageszeitung und Rundfunk konsumierte. Während meines ersten Bundesliegespielbesuch bemerkte ich mit Erstaunen, das revalisierende Fans völlig friedlich zusammen zum Stadion strebten. ...


:)

Um publiziert zu werden, muss etwas "berichtenswert" sein. Und das ist es meistens dann, wenns irgendwelche Probleme gibt. Von da komme ich zu der Überlegung, ob die Medienprodukte nicht eher als eine Droge angesehen werden sollten, mit u.U. schädlichen psychischen Auswirkungen - denn wenn man kontinuierlich mit Problemschilderungen konfrontiert wird, hat das ja bestimmt Auswirkungen.
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Cat with a whip » Mi 26. Sep 2018, 13:56

Stichwort Medienkompetenz. Wenn man nichtmal weiß was Filterblase bedeudet ist es schon bedenklich.
https://de.wikipedia.org/wiki/Filterblase
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Letzter_Hippie » Mi 26. Sep 2018, 15:25

Cat with a whip hat geschrieben:(26 Sep 2018, 14:56)

Stichwort Medienkompetenz. Wenn man nichtmal weiß was Filterblase bedeudet ist es schon bedenklich.


Du meinst, so wie bei Hetzjagd, wo man das auch nicht mehr weiss?
Und, hast Du auch inhaltliche Ideen?
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Uffzach » Mi 26. Sep 2018, 21:54

Die Medien habe sich mehrheitlich eine Aufgabe auserkoren: Zersetzen und Zwietracht sähen. Darin sind sie sehr erfolgreich. Egal ob ARD oder ZDF, ob Süddeutsche oder FAZ ... alle eint ein einziges Ziel: Zwietracht und Spaltung. Die Spaltung die sie selbst sähen schieben sie dann anderen in die Schuhe. Einfach widerlich.
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Teeernte
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Teeernte » Do 27. Sep 2018, 01:28

Letzter_Hippie hat geschrieben:(25 Sep 2018, 12:23)

Wach auf, Neo.


Es gibt da ein paar Mädels , die wollen die Welt retten... (und ein paar Jungprediger die belehren und das Heil predigen müssen).

In den Medien haben die genug Platz um ihre ...wie Du es beschreibst "Filterblasensicht" an die Menschheit zu bringen.

Die "Spitzen" dieser Spezies werden gesammelt - wie ein paar Wildpferde - ....das sind DIE , die aus Überzeugung handeln.
Die werden dann leicht "gezähmt" , wenn der "Halter" etwas am Zaum zieht die richtige Richtung getrabt wird.

Die "Falschberichterstattung" - in unseren Augen - ist DEREN Weltsicht.

Dunkle in der Nase bohrende kleine Kinder mit möglichst großen Augen und vielen Fliegen werden halbnackt im Schlamm drappiert ....möglichst noch mit einem Schwein - und Zack - DENEN muss "geholfen" werden.

Ob die Kinder grad ihre schönsten Stunden haben....Matschepampe, ....interessiert die Damen nicht.

Natürlich umgibt man sich auch mit "Geretteten" einem Hund aus Muränien - vor dem GAAAAS gerettet - die besten Geschischten, die jedes Tierheim blass aussehen lassen.

Diese Meute aus Wildpferd und Jagdhund kann man nun auch gezielt auf ein Thema loslassen -

Je nach Thema beissen sich ALLE oder nur einige am Thema fest. (Alles was gegen diese Themen an Informationen eingesammelt wird ...geht in einen GIFTSCHRANK. Da darf keiner ran.. ist wie ein Briefkasten ohne LEErung.

Die Besitzer dieser Herde werfen hin und wieder einen Knochen oder einen Heuballen.... freuen sich am wilden getümmel....und bieten den Kunden IHRE Ware an - .....MACHT..... und Ansehensverbesserung.

Die Meute bekommt die Namen der "HEILIGEN" Weltoberverbesserer - gegen die nun ....nicht mehr geschrieben wird...nur noch in "guten" Tönen...

--------------------------

Das ist dann wie ein Ehepaar - die Frau versucht den Mann zu erziehen....

Nur dass die Mädels ein paaaar mehr Männer versucht zu erziehen..... Die Berichterstatter ihre Anbeterinnen um sich scharen - Mädels die Ihrem Propheten folgen wollen... und Hilfsdienste leisten dürfen ....dies und jenes mal "halten dürfen"...

Diese Mottenschaar kommt im deutschen Abspann nie vor.... Essenholer, Fahrer, ...Kabelhalter, Kamerataschenträger ...

Die sind das reelle Publikum für die Berichter.... eigentlich ein "Kurzschluss"...


Nur nebenbei....das Kiffen ist schlecht - weil dadurch - länger als beim Alkohol - die G25 - die Fähigkeit der Maschinenbedienung - nicht möglich ist.

(Kennwort : Fachkräfte MANGEL !! )

(
Um 1830 konsumierte der durchschnittliche Amerikaner über 15 Jahre fast sieben Gallonen reinen Alkohols pro Jahr - dreimal so viel wie wir heute trinken - und Alkoholmissbrauch (vor allem von Männern) verheerte das Leben vieler,
...später dann ..Ford ....Prohibition....

Die Arbeiter sind montags am Band besoffen und schaffen die Norm nicht !! DARUM gehts !)

Aus dieser "Bewegung" lässt sich viel lernen...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Uffhausen » Do 27. Sep 2018, 03:17

Letzter_Hippie hat geschrieben:(25 Sep 2018, 12:23)

Die eigentlich nötige Differenzierung, nämlich zwischen verschiedenartigen Drogen, wie auch zwischen den verschiedenen Beweggründen für diesen "Kampf gegen Drogen", gab es nicht, sondern es wurde nur der unreflektierte common-sense befüttert, der da lautete: "Drogen = furchtbar schlimm, furchtbar böse".


Ich glaube nicht, dass Drogenabhängige sich drum kümmern, welches Bild die Medien über Drogen vermitteln und solche, die noch nicht drogenabhängig sind, werden sich garantiert nicht via Medien über ggf. Pro und Kontra bzgl. Drogen informieren.

Ich hab dann gelegentlich im Fernsehen Reportagen gesehen, wo aus diesen Ländern berichtet wurde, machmal berichtet wurde von Orten, wo ich selber war, wo ich selber die Dinge mitgekriegt hab. Und was da berichtet wird, das wirkt auf mich sehr schräg - es passt überhaupt nicht zu dem was ich erlebt hab.

Sowas ähnliches ist mir auch schon mal vorgekommen - allerding war ich da in einer Kinopremiere und von dem Film sehr begeistert. Tags drauf wurde der Film in der Zeitungskritik hemmungslos zerrissen. Da habe ich mich auch gefragt, ob ich und der Kritiker tatsächlich denselben Film gesehen haben.

Gegensätzliche Meinungen sind völlig in Ordnung und was ganz natürliches. Leider können oder wollen das in den heutigen Zeiten immer weniger Menschen respektieren. Stichwort Gesellschaftsspaltung.

Erstmal sind die Reportagen fast immer problemorientiert...

Vielleicht hat das auch auch seinen guten Grund und ist weniger böse Absicht.

Vielleicht soll die eine oder andere Reportage problemorientiert sein, bspw. weil man die Unterschiede im Vergleich zu unseren Lebensverhältnissen aufzeigen möchte. Da kannst du nicht erwarten, dass jemand, der im Gegenstz zu uns erst mühsam ein Feuer entfachen muss, um sein Essen zubereiten zukönnen, positiv dargestellt wird, selbst wenn es den Tatsachen entspricht, dass eben dieser Mensch mit seinem Leben und den entsprechenden Anforderungen völlig zufrieden ist.

Auch hier erzählen diese Reportagen nicht die wirkliche Geschichte. Sondern eine Geschichte, die die Vorstellungen der Zuschauer bestätigt: dass die Menschen in anderen Ländern hilflos und bedürftig sind, man ihnen zeigen muss wie es richtig geht und man sie betreuen muss wie kleine Kinder. Das stimmt nicht - sie leben ihr eigenes Leben, und die meisten wirken dabei glücklicher als der Durchschnittsmensch hier auf der Straße oder im Einkaufszentrum.

Ich weiß nicht, ob es so ist, wie du es beschreibst. Aber ich meine, wenn es so ist, wie du beschreibst, dann müssten wir Geberländer schnellstmöglich jedwede Hilfsmaßnahmen einstellen - dienstleistungstechnisch, medizinisch, finanziell. Wenn's denen sogar BESSER als uns geht... :?

Wenn man das nun in verschiedensten Zusammenhängen immer wieder so erkennt, dass also gar nicht authentisch beobachtet und recherchiert und beschrieben wird, sondern vielmehr nur ein geschmackloser Einheitsbrei produziert wird, gewürzt mit ein paar Aufregern und Skandälchen, um ihn an die Kartoffeln auf ihren Sofas (oder bei "Qualitätsmedien" auch an die Kartoffeln in ihren Aufsichtsratssesseln) zu verfüttern, dann muss man sich fragen, was die Medien eigentlich tun.

Frägst du dich denn, was die Medien eigentlich tun? Wenn ja, warum?

Du hast hier viel von deinen persönlichen Eindrücken und Erfahrungen geschildert, die für dich ein ganz bestimmtes Bild abgeben - DEIN Bild. Die Medien geben aus den verschiedensten und mitunter fragwürdigsten Gründen ein ANDERES Bild ab. Muss dich das kümmern - du hast doch dein eigenes Bild! Was brauchst du mehr? Doch nicht etwa Bestätigung?

Vielleicht es das mit ein Grund, weswegen immer mehr Menschen u. a. dem "Lügenpresse"-Wahn verfallen. Weil sie sich "offizielle" Bestätigung erhoffen. Und wenn diese offiziell ausbleibt oder die eigene Meinung sogar noch offiziell negativiert wird, dann reagieren immer mehr Menschen mit dem Vorwurf der Lüge, der Manipulation und der Verschwörung. Ziemlich viel Aufstand wegen einer ANDEREN Meinung.

Der Irrwitz bei der Sache ist, dass dieser Aufstand im Grund bei jeder Thematik zu vollführen wäre - selbst eben bei so einer lächerlichen Geschichte mit einer Filmkritik - und die Idiotie bei der Sache ist, dass dieser Aufstand tatächlich nur bei einigen wenigen Themen vollführt wird, z. B. Flüchtlinge, EU, Euro, Putin, Trump.

Und dann komme ich zu dem Gedanken, dass es da genau eine einzige Filterblase gibt, durch die alles gefiltert wird was in der Welt passiert, um es in leicht bekömmliche Medienkost umzuwandeln. wie sie der uninformierte Konsument erwartet.

Mit dem Begriff Filterblase kann ich nichts anfangen, aber ich bin überzeugt davon, dass es gewisse mediale Richtlinien gibt, wie bspw. dieses oder jenes Thema zu behandeln ist oder was oder wer Vorrang in der Berichterstattung hat usw. Zu durchschauen ist es leicht, zu verstehen weniger. Ich finde, am Ende kommt es aber darauf an, wie man damit umgeht. In den "Lügenpresse"-Chor mit einstimmen ist falsch, sich seine eigene Meinung bilden ist richtig.

Und die hat auch überhaupt nichts mit den aktuellen Aufregern zu tun, sondern die ist uralt, die war schon bei Hitlers Wochenschauen aktiv, und ihre Funktion ist weitgehend konstant. Ändern tut sich nur der Zeitgeist, mit jeder Generation, und so war der Aufreger eben in den 70ern der "Kampf gegen Drogen" und die bösen Freaks, und heute ist es der "Kampf gegen Rechts". Aber die dahinterstehende Mechanik, die gepushten Skandälchen, die Bestätigung der Klischees, und das ganze Prinzip der Einlullung und Abstumpfung ist immer dasselbe.

Vor ein paar Wochen habe ich zufällig in einen Film gezappt, schwarzweiß, vielleicht 50er, 60er Jahre. Da saß der Ehemann am Frühstückstisch und hat Zeitung gelesen. Plötzlich hat er ein wüstes Geschimpfe angefangen, weil irgendein Thema in der Zeitung völlig falsch dargestellt worden war. Seine Ehefrau stand daraufhin auf, goß ihrem Gatten frischen Kaffee ein und riet ihm in einer bewundernswerten Seelenruhe, dass es doch allgemein bekannt sei, dass die Zeitungen nur das schreiben würden, was sie für richtig hielten und dass ihr Mann sich lächerlich machen würde, wenn er sich trotzdem immer wieder neu darüber aufregte.

Bewundernswert, wie gelassen Mensch früher wohl war und verstörend, wie peinlich Mensch heute sein kann.
"Man sollte auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Letzter_Hippie » Do 27. Sep 2018, 10:35

Teeernte hat geschrieben:(27 Sep 2018, 02:28)
Nur nebenbei....das Kiffen ist schlecht - weil dadurch - länger als beim Alkohol - die G25 - die Fähigkeit der Maschinenbedienung - nicht möglich ist.

(Kennwort : Fachkräfte MANGEL !! )


Wenn es um diese Art Maschinenbedienung geht - die sollten wir Robotern überlassen.

Ich weiss schon was da gemeint ist - ich denke aber eher dass diese Art fehlerfreier Maschinenbedienung "schlecht" ist, weil sie den Handelnden auf eine roboterhafte Rolle reduziert.
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Letzter_Hippie » Do 27. Sep 2018, 10:53

Uffhausen hat geschrieben:(27 Sep 2018, 04:17)

Ich glaube nicht, dass Drogenabhängige sich drum kümmern, welches Bild die Medien über Drogen vermitteln und solche, die noch nicht drogenabhängig sind, werden sich garantiert nicht via Medien über ggf. Pro und Kontra bzgl. Drogen informieren.


Ich rede ja eben gerade nicht von Drogenabhängigen, sondern von Drogengenießern.

Und genau hier haben wir einen weitere Auswirkung der problemzentrierten Berichterstattung: eine eigentlich genußvolle Sache wird auf ihre negativen Auswirkungen reduziert. Wir können heute nicht mehr "Drogen" denken, ohne automatisch "Sucht" dazuzudenken. Wir können nicht mehr "Sex" denken, ohne automatisch "Mißbrauch" dazuzudenken.
Wem nützt das?

Gegensätzliche Meinungen sind völlig in Ordnung und was ganz natürliches. Leider können oder wollen das in den heutigen Zeiten immer weniger Menschen respektieren. Stichwort Gesellschaftsspaltung.


Gegensätzliche Meinungen sind in Ordnung. Vielfältige Meinungen sind wünschenswert. Massive einseitig negative Meinungsbildung ist ein Problem.

Ich weiß nicht, ob es so ist, wie du es beschreibst. Aber ich meine, wenn es so ist, wie du beschreibst, dann müssten wir Geberländer schnellstmöglich jedwede Hilfsmaßnahmen einstellen - dienstleistungstechnisch, medizinisch, finanziell. Wenn's denen sogar BESSER als uns geht... :?


Bring das meinetwegen als Vorschlag ein, aber verschone bitte mich mit extremistischem Denken.

Du hast hier viel von deinen persönlichen Eindrücken und Erfahrungen geschildert, die für dich ein ganz bestimmtes Bild abgeben - DEIN Bild. Die Medien geben aus den verschiedensten und mitunter fragwürdigsten Gründen ein ANDERES Bild ab. Muss dich das kümmern - du hast doch dein eigenes Bild! Was brauchst du mehr? Doch nicht etwa Bestätigung?


Es kümmert mich deshalb, weil ich nicht ALLE Länder bereisen und in ALLEN gesellschaftlichen Gruppen mit(er)leben kann. Wenn ich also erkenne, dass in den Bereichen, in denen es mir möglich war, mir ein EIGENES Bild zu machen, die Berichterstattung defizitär ist (und zwar eben nicht einfach ein ANDERES Bild zeichnet, sondern massiv einseitig negativ zeichnet), dann muss ich folgern, dass das in allen anderen Bereichen, über die ich mir kein eigenes Bild verschaffen konnte, genauso ist.
Ich möchte aber nicht solcherart dazu gezwungen sein, mir von ALLEN Dingen ein eigenes Bild zu machen, weil dazu shcon meine Lebenszeit nicht ausreicht.

Der Irrwitz bei der Sache ist, dass dieser Aufstand im Grund bei jeder Thematik zu vollführen wäre - selbst eben bei so einer lächerlichen Geschichte mit einer Filmkritik - und die Idiotie bei der Sache ist, dass dieser Aufstand tatächlich nur bei einigen wenigen Themen vollführt wird, z. B. Flüchtlinge, EU, Euro, Putin, Trump.


Dieser Punkt - dass der "Aufstand" eigentlich bei jeder Thematik begründet wäre - ist genau mein Punkt.
Aber passieren tut er nur bei einigen wenigen Themen - nämlich bei denen, wo die Berichterstattung massiv mit der eigenen Erlebenswirklichkeit zusammenstößt, sodass man das nicht mehr verdrängen und ignorieren kann.
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Teeernte » Do 27. Sep 2018, 10:54

Letzter_Hippie hat geschrieben:(27 Sep 2018, 11:35)

Wenn es um diese Art Maschinenbedienung geht - die sollten wir Robotern überlassen.

Ich weiss schon was da gemeint ist - ich denke aber eher dass diese Art fehlerfreier Maschinenbedienung "schlecht" ist, weil sie den Handelnden auf eine roboterhafte Rolle reduziert.


Ich bin Techniker....meinst Du dass Du ein DSL Patchfeld mit 640 Doppeladern nach Hanfkonsum noch fehlerfrei auflegen kannst ?

...oder NUR ein bischen Statik rechnen... oder Auto/BUS/BAHN führen.... im Gleis arbeiten.....oder oben im Mast in 50 m Höhe...

...eine Chemieanlage....?

Bei der G 25-Untersuchung (Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten) handelt es sich um eine arbeitsmedizinische Untersuchung. Die G 25 wird in der DGUV-Handlungsanleitung als eine ärztliche Untersuchung beschrieben, die auf eine körperliche Eignung des Mitarbeiters für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten ausgelegt ist. Körperliche Eignungsuntersuchungen sind ein vorrangig arbeitsrechtliches Thema und tangieren – für die meisten überraschend – nur am Rande den Arbeits- oder Gesundheitsschutz.


Bei den "mechanischen Arbeiten am Band....brauchst Du NULL G25

Bei der G25 musst du auf solch "Streifchen" pinkeln....da ist auch ein Marker für THC mit bei.
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Letzter_Hippie » Do 27. Sep 2018, 11:10

Teeernte hat geschrieben:(27 Sep 2018, 11:54)

Ich bin Techniker....meinst Du dass Du ein DSL Patchfeld mit 640 Doppeladern nach Hanfkonsum noch fehlerfrei auflegen kannst ?


Na, ich würde dann sehr klar erkennen, dass ich auf den unkreativen Scheiss keine Lust hab, und lieber Bilder malen. :)
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Teeernte » Do 27. Sep 2018, 11:13

Letzter_Hippie hat geschrieben:(27 Sep 2018, 11:53)

Ich rede ja eben gerade nicht von Drogenabhängigen, sondern von Drogengenießern.


Möchtest Du von einen frisch bekifften Richter, Arzt, ....Busfahrer...Gasmonteur Taxifahrer..."bedient" werden ?

Deine Kinder von solch einer bekifften Truppe beaufsichtigt...oder gar als Lehrer / Krankenschwester haben ?
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Letzter_Hippie » Do 27. Sep 2018, 11:15

Teeernte hat geschrieben:(27 Sep 2018, 12:13)

Möchtest Du von einen frisch bekifften Richter, Arzt, ....Busfahrer...Gasmonteur Taxifahrer..."bedient" werden ?

Deine Kinder von solch einer bekifften Truppe beaufsichtigt...oder gar als Lehrer / Krankenschwester haben ?


Auf jeden Fall!!

Der beste Zahnarzt, den ich je hatte, der mir elegante Gold-Konstruktionen eingebaut hat die schon sehr lang halten, hat mir mit einem verschwörerischen Grinsen die Codein-Tabletten in die hand gedrückt - da wusste ich dass ich in guten Händen bin.
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Teeernte » Do 27. Sep 2018, 11:57

Letzter_Hippie hat geschrieben:(27 Sep 2018, 12:15)

Auf jeden Fall!!

Der beste Zahnarzt, den ich je hatte, der mir elegante Gold-Konstruktionen eingebaut hat die schon sehr lang halten, hat mir mit einem verschwörerischen Grinsen die Codein-Tabletten in die hand gedrückt - da wusste ich dass ich in guten Händen bin.


Die Frage ist - wie lange der Konsum beim Zahnarzt her war..... ("Nüchtern" Effekt//nur noch "Leicht" bedröhnt" - Arbeitsfähig ? )

Die HerzOP über 5 Stunden frag ich lieber nicht. :D :D :D
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Letzter_Hippie » Do 27. Sep 2018, 12:17

Teeernte hat geschrieben:(27 Sep 2018, 12:57)

Die Frage ist - wie lange der Konsum beim Zahnarzt her war..... ("Nüchtern" Effekt//nur noch "Leicht" bedröhnt" - Arbeitsfähig ? )


Das ist mir ziemlich wurscht - ich setze bei erwachsenen Menschen voraus dass sie eine gewisse Disziplin haben und selber beurteilen können, wie "arbeitsfähig" sie für welche Art Tätigkeit sind. Und meine durchgängige Erfahrung ist, dass ich mit Leuten, die eine offene Einstellung zu Psychedelika haben, besser klarkomme als mit den Verteuflern.
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Uffhausen » Do 27. Sep 2018, 13:50

Letzter_Hippie hat geschrieben:(27 Sep 2018, 11:53)

Ich rede ja eben gerade nicht von Drogenabhängigen, sondern von Drogengenießern.


Es unterscheidet bspw. bei Rauchern auch niemand unter "Süchtigen" und "Genießern" - entweder man ist Raucher, oder man ist Nichtraucher. Die Menge oder der Grund sind egal, entscheidend ist das Rauchen an sich.

Somit ist auch jemand, der tagtäglich ein Feierabendbier "genießt" und ansonsten die Finger von Alkohol lässt, nicht weniger ein Alkoholiker, wie jemand, der Alkohol aus Gründen von Sucht in Übermaßen konsumiert.

Und genau hier haben wir einen weitere Auswirkung der problemzentrierten Berichterstattung: eine eigentlich genußvolle Sache wird auf ihre negativen Auswirkungen reduziert. Wir können heute nicht mehr "Drogen" denken, ohne automatisch "Sucht" dazuzudenken.

Unterschieden werden sollte zwischen Drogensucht und Drogenkonsum.

Bring das meinetwegen als Vorschlag ein, aber verschone bitte mich mit extremistischem Denken.

Ist dieser Vorwurf deinerseits, ich wurde extremistisch denken, nicht wiederrum eine "Auswirkung der problemzentrierten Berichterstattung" (wie du es oben nennst), nur weil ich Hilfe für andere Länder in Frage stelle?

Zuvor hast du aber Überzeugungsarbeit geleistet, dass der mediale Schein den realen Tatsachen nicht entspricht. Was denn nun? Hilfe ja oder nein?

Es kümmert mich deshalb, weil ich nicht ALLE Länder bereisen und in ALLEN gesellschaftlichen Gruppen mit(er)leben kann. Wenn ich also erkenne, dass in den Bereichen, in denen es mir möglich war, mir ein EIGENES Bild zu machen, die Berichterstattung defizitär ist (und zwar eben nicht einfach ein ANDERES Bild zeichnet, sondern massiv einseitig negativ zeichnet), dann muss ich folgern, dass das in allen anderen Bereichen, über die ich mir kein eigenes Bild verschaffen konnte, genauso ist.
Ich möchte aber nicht solcherart dazu gezwungen sein, mir von ALLEN Dingen ein eigenes Bild zu machen, weil dazu shcon meine Lebenszeit nicht ausreicht.

Worin besteht bei dir ggf. ein Hang für derlei Misstrauen? Warum gerade bei den Medien?

Aber passieren tut er nur bei einigen wenigen Themen - nämlich bei denen, wo die Berichterstattung massiv mit der eigenen Erlebenswirklichkeit zusammenstößt, sodass man das nicht mehr verdrängen und ignorieren kann.

Es gibt die eigene Erlebniswirklichkeit aufgrund realer und persönlicher Erfahrungswerte. Dieses Lager hat Gründe, wenn sie die mediale Berichterstattung bezweifelt.

Und es gibt zumehmend die VIRTUELLE Erlebniswirklichkeit, die sich eben nicht auf realen und persönlichen Erfahrungswerten stützt - sondern aus blindem Vertrauen in fremde Vorgaben entsteht, die vielerlei positiver wie negativer Natur sein können. Und eben aus diesem Lager kommt die meiste und heftigste Kritik an medialer Berichterstattung. Sie prangern Leichtgläubigkeit an und unterstellen Manipulation, sind diesen beiden Umständen aber selbst heillos verfallen.

Wenn es nicht aus menschlicher Sicht so verstörend wäre und dieses Lager nicht zunehmend politisch vertreten wäre, würde ich gerne drüber lachen.
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Letzter_Hippie » Do 27. Sep 2018, 14:03

Uffhausen hat geschrieben:(27 Sep 2018, 14:50)

Somit ist auch jemand, der tagtäglich ein Feierabendbier "genießt" und ansonsten die Finger von Alkohol lässt, nicht weniger ein Alkoholiker, wie jemand, der Alkohol aus Gründen von Sucht in Übermaßen konsumiert.


Nun, das wird von wissenschaftlicher Seite anders gesehen und sehr klar unterschieden zwischen Alkoholismus und "social drinking". Aber bitte, wenn Du in einer problemfixierten Welt leben willst, dann werd halt glücklich damit.

Ist dieser Vorwurf deinerseits, ich wurde extremistisch denken, nicht wiederrum eine "Auswirkung der problemzentrierten Berichterstattung" (wie du es oben nennst), nur weil ich Hilfe für andere Länder in Frage stelle?

Zuvor hast du aber Überzeugungsarbeit geleistet, dass der mediale Schein den realen Tatsachen nicht entspricht. Was denn nun? Hilfe ja oder nein?


Ich leiste lediglich Überzeugungsarbeit für eine aus der Mode gekommene Tätigkeit, die man denken nennt.

Es gibt die eigene Erlebniswirklichkeit aufgrund realer und persönlicher Erfahrungswerte. Dieses Lager hat Gründe, wenn sie die mediale Berichterstattung bezweifelt.


Eben.

Und es gibt zumehmend die VIRTUELLE Erlebniswirklichkeit, die sich eben nicht auf realen und persönlichen Erfahrungswerten stützt - sondern aus blindem Vertrauen in fremde Vorgaben entsteht, die vielerlei positiver wie negativer Natur sein können. Und eben aus diesem Lager kommt die meiste und heftigste Kritik an medialer Berichterstattung. Sie prangern Leichtgläubigkeit an und unterstellen Manipulation, sind diesen beiden Umständen aber selbst heillos verfallen.


Das wäre zu beweisen. Aber da ich bereits hinlänglich geschildert hab, wie die Medien krass einseitig darstellen, ist egal wie es zu der Kritik kommt, solange sie berechtigt ist.

Also: wenn ich meinetwegen Indonesien bereist hab, und sage dass die Darstellung im Fernsehen krass verzerrt ist, dann kannst Du dem nicht widersprechen. Wenn aber tausend andere Leute NICHT in Indonesien waren, dann wären diese tausend nach Deiner Sichtweise dazu verpflichtet, die Berichterstattung unkritisch zu glauben, weil sie es ja nicht besser wissen können???
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Re: Die Medien und die Filterblase

Beitragvon Uffhausen » Do 27. Sep 2018, 16:54

Letzter_Hippie hat geschrieben:(27 Sep 2018, 15:03)
Aber bitte, wenn Du in einer problemfixierten Welt leben willst, dann werd halt glücklich damit.

:?:

Was ist so schlimm an dem Begriff "Alkoholiker"?

In erster Linie mag er gänzlich negativ behaftet sein, weil man - wie du schon bzgl. Drogen erwähntest - automatisch an Suchtverhalten denkt. Tatsächlich beschreibt er nichts anderes als einen Menschen, der regelmäßig Alkohol konsumiert. Und wie ich schon darlegte, es spielt dabei keine Rolle weswegen oder wieviel.

Wie das das Wissenschaftler sieht, ist seine Sache - nicht meine. :cool:

Ich leiste lediglich Überzeugungsarbeit für eine aus der Mode gekommene Tätigkeit, die man denken nennt.

Das ist auch mein Ansinnen.

Deswegen hat mich dein Thread auch angesprochen, weil ich erkannt habe, dass du dir eigene Gedanken machst und eben nicht nur irgendwas nachplapperst. :thumbup:

Also: wenn ich meinetwegen Indonesien bereist hab, und sage dass die Darstellung im Fernsehen krass verzerrt ist, dann kannst Du dem nicht widersprechen.

Es kommt drauf an, welche Art Darstellung das Fernsehen zeigt, welche Absicht dahinter steckt.

Wenn das Programm dir zeigen möchte, wie arm oder unterentwickelt die Leute dort vielleicht im Gegensatz zu uns leben, dann zeigen sie dir genau das. Wenn sie präsentieren möchten, wie schön die Natur dort ist und wie die Menschen dort mir ihr im Einklang leben, dann bekommst du das vorgesetzt. Wenn sie dich über politische Missstände und deren Auswirkungen auf die Bevölkerung aufklären möchten, dann wird das gesendet. Usw.

Du kannst nicht alles in einen Topf werfen, nur weil in allen Fällen Indonesien drauf steht. Und wirst bestimmt auch nicht so dumm sein und meinen, nur weil du mal durch Indonesien gereist bist, kennst du Land und Leute wie deine Westentasche.

Wenn aber tausend andere Leute NICHT in Indonesien waren, dann wären diese tausend nach Deiner Sichtweise dazu verpflichtet, die Berichterstattung unkritisch zu glauben, weil sie es ja nicht besser wissen können???

Quatsch. Sie können denken und glauben was sie wollen, aber sie sollen deswegen nicht meinen, sie wären klüger als die Medien! ;)
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