"Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 23. Aug 2018, 11:58

ThorsHamar hat geschrieben:(23 Aug 2018, 12:25)

Das grundlegende Problem ist dabei, dass "die Schule" bei diesen Konstellationen faktisch gegen die Eltern arbeiten müsste ....
Egal, wieviel Geld in die Hand genommen wird: Das Grundproblem ist so nicht zu lösen!
Eine minimale Chance zur Verbesserung könnte sein, wenn Schulen nicht mehr zu 90 % ( und das sind ja schon positive Zahlen, denn die Schulen hier in meiner Umgebung haben 100% ) mit Kindern aus Migrantenfamilien belegt wären, sondern man die Kinder verteilt, so dass es nur gemischte Klassen gäbe.


Das Mischungsverhältnis hat mehrere Probleme. Kurze Beine, kurze Wege. Den größeren Kindern kann man längere Wege zumuten. Für verdichtete Stadtzentren funktionieren Shuttlebusse nicht so gut wie auf dem Land. Man wird wohl die größeren Kinder in den allgemeinen ÖPNV schicken müssen statt in den Sonderbus. Der tägliche längere Anfahrtweg ist ein Abzug von Freizeit und Freiheit, der maßvoll bleiben muss. Jedoch ist die Zone mit hohem Migrationsanteil in Berlin nicht gerade klein. Schnell gehen Diskussionen zwischen näherem und weiterem Umfeld los, welche Schule wieviele Busladungen "verschickte Migranten" "verdauen" soll und warum nicht der Nachbar. Mal abgesehen davon, dass in einer allgemeinen Regelung "du bist Migrant" nicht reingehört. Da könnte man eher mit Kriterien wie Muttersprachler oder Sprachniveau Deutsch hantieren. Umgekehrt müssten aber auch Schüler in die Schulen im Viertel wiederum hineingeschickt werden, sonst wirds ja draußen voll und drinnen leer. Den Aufschrei der schwäbischen Urberliner, Zuzug 2012, die es nicht ertragen, dass ihr Rickele oder Benedikt no bei die Türken in die Schul fahren soll, obwohl doch um die Ecke so eine schöne Schule ist... das wird politisch spannend für jede Regierung. Irgendeine Wahl ist ja immer.

Aber selbst das ist Illusion, selbst wenn alle Beteiligten wollten: In wenigen Jahren sind Migrantenkinder sowieso in der Überzahl ....

In Berlin ist ohnehin seit Jahrhunderten die Zuwanderung in der Überzahl.
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon ThorsHamar » Do 23. Aug 2018, 12:46

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(23 Aug 2018, 12:58)

Das Mischungsverhältnis hat mehrere Probleme. Kurze Beine, kurze Wege. Den größeren Kindern kann man längere Wege zumuten. Für verdichtete Stadtzentren funktionieren Shuttlebusse nicht so gut wie auf dem Land. Man wird wohl die größeren Kinder in den allgemeinen ÖPNV schicken müssen statt in den Sonderbus.


Die Bus-Spuren funzen bei uns ganz passabel.
Und es geht nicht um Sonderbusse, sondern um Schulbusse.
Und ja, grössere Kinder und Jugendliche können auch mit den BVB fahren, musste mein Neffe schliesslich auch, als nur 2 Deutsche in der 7. Klasse waren ...

Der tägliche längere Anfahrtweg ist ein Abzug von Freizeit und Freiheit, der maßvoll bleiben muss.


Dann können die unwilligen Kinder unwilliger Eltern doch gleich ganz zu Hause bleiben!

Jedoch ist die Zone mit hohem Migrationsanteil in Berlin nicht gerade klein. Schnell gehen Diskussionen zwischen näherem und weiterem Umfeld los, welche Schule wieviele Busladungen "verschickte Migranten" "verdauen" soll und warum nicht der Nachbar.


Ja, das sollte man in Kauf nehmen ...

Mal abgesehen davon, dass in einer allgemeinen Regelung "du bist Migrant" nicht reingehört. Da könnte man eher mit Kriterien wie Muttersprachler oder Sprachniveau Deutsch hantieren.


Na ja, das ist hier ja nun Personalunion ...
Umgekehrt müssten aber auch Schüler in die Schulen im Viertel wiederum hineingeschickt werden, sonst wirds ja draußen voll und drinnen leer.


Ja, natürlich, sonst hat es keinen Sinn.

Den Aufschrei der schwäbischen Urberliner, Zuzug 2012, die es nicht ertragen, dass ihr Rickele oder Benedikt no bei die Türken in die Schul fahren soll, obwohl doch um die Ecke so eine schöne Schule ist... das wird politisch spannend für jede Regierung. Irgendeine Wahl ist ja immer.


Ja, genau so ist ja die ganze Bildungsmiesere passiert!
Die linke und grassgrüne Führung hat alle Kritiker zu rechten Ausländerfeinden deklariert und die eigenen Kinder aus den Problemzonen entfernt.
So einfach ist das ....


In Berlin ist ohnehin seit Jahrhunderten die Zuwanderung in der Überzahl.


Ja, das machte auch gar nichts, bis eben zur Ghettoisierung der Türken ....
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 23. Aug 2018, 12:59

ThorsHamar hat geschrieben:(23 Aug 2018, 13:46)

Die Bus-Spuren funzen bei uns ganz passabel.
Und es geht nicht um Sonderbusse, sondern um Schulbusse.
Und ja, grössere Kinder und Jugendliche können auch mit den BVB fahren, musste mein Neffe schliesslich auch, als nur 2 Deutsche in der 7. Klasse waren ...

Schulbusse sind Sonderbusse.


Dann können die unwilligen Kinder unwilliger Eltern doch gleich ganz zu Hause bleiben!

Es gilt die Schulpflicht.

Na ja, das ist hier ja nun Personalunion ...

Wie B. richtig ausführte, ist das beileibe nicht deckungsgleich, selbst wenn es große Überschneidungen geben mag.

Ja, genau so ist ja die ganze Bildungsmiesere passiert!
Die linke und grassgrüne Führung hat alle Kritiker zu rechten Ausländerfeinden deklariert und die eigenen Kinder aus den Problemzonen entfernt.
So einfach ist das ....

Weizsäcker, Diepgen, ... Seit Mitte der 80er regierte in Berlin mit einer Unterbrechung von zwei Jahren immer die CDU, bis sie 2001 aufgrund zahlreicher Unzulänglichkeiten hochkant rausflog und seither auch nichts mehr zu melden hat. 2011-2016 regierte die CDU unter der SPD mit. Die Grünen haben in Berlin über ihre ganze Geschichte keine drei Jahre regiert.


Ja, das machte auch gar nichts, bis eben zur Ghettoisierung der Türken ....

Das Gejammer über die Neubürger geht in Berlin bis in Zilles Zeiten.
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon ThorsHamar » Do 23. Aug 2018, 13:16

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(23 Aug 2018, 13:59)

Schulbusse sind Sonderbusse.


Hallo? Du hast doch im Kontext "Sonderbusse" und die damit verbundene Konnotation von "Sonder..." anstatt "Schul..." verwendet, oder etwa nicht?
Ich wollte nur noch mal auf völlige Normalität von "Schulbus" hinweisen.

Es gilt die Schulpflicht.


Ja ...

Wie B. richtig ausführte, ist das beileibe nicht deckungsgleich, selbst wenn es große Überschneidungen geben mag.


In der Praxis sind die Abweichungen marginal, selbst wenn man Schwaben und Sachsen einbezieht.

Weizsäcker, Diepgen, ... Seit Mitte der 80er regierte in Berlin mit einer Unterbrechung von zwei Jahren immer die CDU, bis sie 2001 aufgrund zahlreicher Unzulänglichkeiten hochkant rausflog und seither auch nichts mehr zu melden hat. 2011-2016 regierte die CDU unter der SPD mit. Die Grünen haben in Berlin über ihre ganze Geschichte keine drei Jahre regiert.


Wie lange ist denn für Dich 2001 her? Bei mir sind das 17 Jahre, in denen eine Menge von Dem passierte, worüber wir hier sprechen.

Das Gejammer über die Neubürger geht in Berlin bis in Zilles Zeiten.


So alt bin ich noch nicht.
Aber es ist wohl klar, dass wir uns nicht über "Neubürger" unterhalten, über die man jammern könnte, sondern um die Bildung von Kindern, welche in wenigen Jahren hier Mehrheiten stellen!!!!
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 23. Aug 2018, 13:39

ThorsHamar hat geschrieben:(23 Aug 2018, 14:16)

Hallo? Du hast doch im Kontext "Sonderbusse" und die damit verbundene Konnotation von "Sonder..." anstatt "Schul..." verwendet, oder etwa nicht?
Ich wollte nur noch mal auf völlige Normalität von "Schulbus" hinweisen.

Schulbus ist in diesem Zusammenhang nicht normal. In zahlreichen Regionen kommen Schüler entweder fußläufig aus dem Einzugsgebiet oder mit dem regulären ÖPNV, der jedem offen steht.

In der Praxis sind die Abweichungen marginal

Dann spricht ja nichts dagegen, auf die Sprachkompetenz abzuheben statt auf die Herkunft.


Wie lange ist denn für Dich 2001 her? Bei mir sind das 17 Jahre

Ich verweise dich einfach mal auf einen Artikel aus 2002
http://www.spiegel.de/lebenundlernen/sc ... 00212.html
Trotzdem damals Rot-Rot brandneu war und vorher gefühlt immer die CDU und gefühlt nie die Grünen dran waren, könnte der Artikel beliebig auch von heute sein. Von 2011 bis 2016 regierte die CDU mit, ist also an den weiteren 17 Jahren und insbesondere an den neuesten Zuständen beteiligt. Die Grünen dagegen nicht.

"Die Kinder haben schon von zu Hause aus nicht die Möglichkeit, die deutsche Sprache zu erlernen", erklärt Brigitte Behrendt das Dilemma. Als Schulleiterin der Neumark-Grundschule in Berlin-Schöneberg hat sie täglich damit zu tun, an ihrer Schule liegt der Ausländeranteil bei 90 Prozent. "Die meisten von ihnen stammen aus der Türkei, bei deren Eltern es sich um Arbeitsmigranten aus dem ländlichen Raum handelt", beklagt sie.

Seit 2002 hat sich offenbar der Ausländeranteil in Berlin nicht merklich verändert.



Aber es ist wohl klar, dass wir uns nicht über "Neubürger" unterhalten, über die man jammern könnte, sondern um die Bildung von Kindern, welche in wenigen Jahren hier Mehrheiten stellen!!!!

Das war bei den Kindern von Neuberlinern schon immer so.

Der Artikel gibt übrigens dem Ansatz von B. Recht

Das deckt sich mit den Erfahrungen von Ellen Hansen, Leiterin der preisgekrönten Berliner Werbellinsee-Schule, die seit Jahren gegen die Ausgrenzung der nicht-deutschen Schüler anarbeitet. Entscheidend für Erfolg oder Misserfolg seien Lehrer, die speziell dafür ausgebildet sind, Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten.
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon Vongole » Do 23. Aug 2018, 13:42

Ich stelle mal unkommentiert zwei Artikel zur Spreewald-Schule ein, die den Sachverhalt vedeutlichen:

19.3.18:
https://www.tagesspiegel.de/themen/repo ... 82382.html

2.6.18
https://www.tagesspiegel.de/berlin/nach ... 35082.html
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 23. Aug 2018, 15:43

Schulen sind oft auch Opfer ihrer Schulleitung.

Wie wahr!
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon JJazzGold » Do 23. Aug 2018, 16:21

"Eulenwoelfchen"

Mit Verlaub, obwohl der Ansatz sehr lösungsorientiert und pragmatisch/unbürokratisch ist. DAS kann es nicht sein. Man kann die politisch Verantwortlichen und deren Versäumnisse und fortdauerndes Ingorieren der Realität,
egal ob in den zuständigen Behörden und Ämtern bis hinauf zum letztlich verantwortlichen Bildungsministerium nicht immer privat ausbügeln. So gut gemeint dieser Vorschlag auch ist…


Ich habe nicht geschrieben, dass das die Lösung aller Probleme dieser Schule ist. Aber wenn es hakt, dann wäre es zumindest ein Anfang gewesen, wenn so eine Anlage schon existiert, aber offensichtlich nicht funktioniert. Es hätte ein kategorisches “Nein“ den Eltern gegenüber erleichtert, die meinen Schulunterricht sei ein Event und das Klassenzimmer ein zusätzliches Wohnzimmer. Es ist gemessen an den Problemen dieser Schule eine Kleinigkeit, aber irgendwo muss man anfangen aufzuräumen, wenn schon Betreiber und Behörden pennen.


Allgemein:

Es ist die verdammte politische Pflicht und Aufgabe der zuständigen Stellen, eine Schule oder Schulleitung zumindest auf solch lächerlichem Level zu unterstützen, um zumindest von den organisatorischen
und baulichen Strukturen und Notwendigkeiten her einen ordnungsgemäßen und störungsfreien Unterricht zu sichern.

Von den anderen Versäumnissen wie zu wenig fachlich für die jeweils speziellen Aufgaben ausgebildeten Lehrkräften oder auch Fachleuten als Konflikt-Taskforce bis hin zu nur noch bedauerlich zu nennenenden
Wach- und Schutzpersonal ist da noch nicht einmal die Rede.

Und alleine die Tatsache, dass Eltern einfach so in den Unterricht platzen konnten und wohl auch weiterhin können, oder sich auf dem Schulhof bzw. im Schulgebäude herumtreiben, um da ihre Meinungsverschiedenheiten
auszutragen…Das ist nicht zu fassen. Egal, welchen Hintergrund die Eltern hier haben.

Hier gehört eine klare Ansage seitens der zuständigen Behörden her, die da lautet: DAS geht gar nicht. Dafür gibt es Elternsprechtage oder sogar separat Einzelgesprächstermine.
Bei Zuwiderhandlungen sind entsprechende rechtliche Schritte einzuleiten. Zu Diskutieren gibt es da in meinen Augen mit den betreffenden Randaleeltern NULLKOMMANIX.

Die Schule ist eine staatliche Bildungseinrichtung, die den Auftrag hat, Kindern, dem wertvollsten was wir haben, bestmögliche Wissensgrundlagen zu vermitteln. Und leider auch zunehmend,
Erziehungsversäumnisse der Eltern zu korrigieren oder deren Schadensverursachung wenigstens zu verringern.

Eine Schule ist kein privates Wohnzimmer, wo ein Ali oder ein Bierbauch-Kurti ihren Adidasschlappen nach der Lehrerschlampe oder dem "schwulen Deutschlehrer" werfen können, ihren verzogenen Prinzen und Prinzessinnen alles
durchgehen lassen und und ihnen dabei auch noch - sozusagen mit Hand und Fuß - vorleben, wie "man" das macht. Vor allem keinerlei Respekt zu haben und dafür zu zeigen, was eine Schule leistet.
Nämlich ihren Ablegern möglichst gute Chancen und Bildungsvoraussetzungen zu vermitteln und zu geben, damit sie später im Leben auch eine Zukunft haben.

Mich würde mal interessieren, was die politisch Verantwortlichen und zuständigen Beamten/innen im Bildungsministerium, beim Schulamt usw. sagen würden, wenn auf dem Gelände ihrer
Einrichtungen Junkies rumhängen, in den Gängen Raudaueltern ihre Meinungen ausboxen und in die Büros hineinplatzen…

Man könnte langsam den Eindruck gewinnen, dass es der Politik shitegal ist, ob da mit Wertvollste und Wichtigste innerhalb unserer freiheitlichen Demokratie und Gesellschaft,
die Schulen und Bildungseinrichtungen und der notwendige anerkennende Respekt vor deren Arbeit und Leistung von Grund auf immer mehr am A…h vorbeigeht oder einfach
nicht mehr erkannt wird, welch desaströse Langzeitfolgen das hat und wie wichtig gerade gute Bildung und gute Schulen sind.

Ist es altmodisch oder lächerlich, von der Politik endlich auch deutliche Initiativen zu fordern, die da heissen:
Mehr Respekt vor Schulen und LehrerInnen.

Die kranke Hymne des Antisemiten Roger Waters is out:
We don't need no education, we don't need no thought control. Teachers, leave us kids alone!

Wir brauchen die politische und geistige Umkehr. Jetzt und dringend:
We do need good education. Politicians, do not leave us kids alone. And the teachers too.


Im Großen und Ganzen d'accord, bis auf das pauschale “die Politik“.
Zuständig ist das Land und da frage ich mich bezüglich Berlin nicht erst in letzter Zeit, weshalb man “arm, aber sexy“ Events organisiert bekommt, aber nicht den Unterricht für alle Kinder.
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon ThorsHamar » Do 23. Aug 2018, 16:27

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(23 Aug 2018, 14:39)

Schulbus ist in diesem Zusammenhang nicht normal. In zahlreichen Regionen kommen Schüler entweder fußläufig aus dem Einzugsgebiet oder mit dem regulären ÖPNV, der jedem offen steht.


Ich habe lediglich einen Vorschlag gemacht, dass eine zweckdienliche Verteilung von Schülern auch mit Hilfe eines Schulbussystems erreicht werden könnte.

Dann spricht ja nichts dagegen, auf die Sprachkompetenz abzuheben statt auf die Herkunft.


Natürlich nicht! Es ändert trotzdem nichts an der Realität ....

Ich verweise dich einfach mal auf einen Artikel aus 2002
http://www.spiegel.de/lebenundlernen/sc ... 00212.html
Trotzdem damals Rot-Rot brandneu war und vorher gefühlt immer die CDU und gefühlt nie die Grünen dran waren, könnte der Artikel beliebig auch von heute sein. Von 2011 bis 2016 regierte die CDU mit, ist also an den weiteren 17 Jahren und insbesondere an den neuesten Zuständen beteiligt. Die Grünen dagegen nicht.


...um die Lebenswirklichkeit in einem Stadtbezirk gravierend zu verändern, ist es nicht relevant, wer im Senat Mehrheiten hat.

Seit 2002 hat sich offenbar der Ausländeranteil in Berlin nicht merklich verändert.


"Offenbar"? Das ist höchstens eine mathematische, lebensferne Statistik von absolute Zahlen, wenn überhaupt.
Um 1999 betrug der Ausländeranteil in Berlin laut Statista 12,8 %.
In 2018 sieht das so aus ...https://www.bz-berlin.de/berlin/jeder-v ... auslaender

"Weil das Amt geschlampt hat, ist die Zahl der Ausländer höher als seit Jahren angenommen.

25 Prozent der Berliner haben keinen deutschen Pass. Das sind mehr als bisher gedacht, weil Berlins Ausländerbehörde Daten zu 200.000 Neu-Berlinern aus EU-Nachbarländern nicht weitergegeben hat."
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 23. Aug 2018, 16:30

ThorsHamar hat geschrieben:(23 Aug 2018, 17:27)

Ich habe lediglich einen Vorschlag gemacht, dass eine zweckdienliche Verteilung von Schülern auch mit Hilfe eines Schulbussystems erreicht werden könnte.

Das ist für manche Städte sicher eine Option.



...um die Lebenswirklichkeit in einem Stadtbezirk gravierend zu verändern, ist es nicht relevant, wer im Senat Mehrheiten hat.

Klingt nach ner VT. Bildungspolitik ist Ländersache, Lediglich die Ausstattung drumherum ist Bezirkssache.


"Offenbar"? Das ist höchstens eine mathematische, lebensferne Statistik von absolute Zahlen, wenn überhaupt.
Um 1999 betrug der Ausländeranteil in Berlin laut Statista 12,8 %.

Viele Betroffene von Sprachproblemen sind deutsche Staatsbürger.
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon Uffzach » Do 23. Aug 2018, 16:31

jack000 hat geschrieben:(22 Aug 2018, 20:36)

Wie kann so ein Desaster wieder in normale Bahnen gelenkt werden?


Ordentlicher Drill und Arbeitsdienst. Wenn die Eltern rummotzen, die Bälger von der Schule verweisen

jack000 hat geschrieben:Und wer hat Schuld an alles?

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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon Senexx » Do 23. Aug 2018, 16:33

JJazzGold hat geschrieben:(23 Aug 2018, 17:21)
Zuständig ist das Land und da frage ich mich bezüglich Berlin nicht erst in letzter Zeit, weshalb man “arm, aber sexy“ Events organisiert bekommt, aber nicht den Unterricht für alle Kinder. [/color]

Die Prioritäten von Rot-Rot-Grün liegen nun mal nicht bei der Erfüllung der Pflicht und der ordentlichen Verwaltung, sondern bei Symbolpolitik.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 23. Aug 2018, 16:47

JJazzGold hat geschrieben:(23 Aug 2018, 17:21)

Ich habe nicht geschrieben, dass das die Lösung aller Probleme dieser Schule ist.

Das habe ich auch nicht behauptet. Ich verstehe Ihren Ansatz auch und würde ihn auch nicht ablehnen.

JJazzGold hat geschrieben:(23 Aug 2018, 17:21)
Im Großen und Ganzen d'accord, bis auf das pauschale “die Politik“.
Zuständig ist das Land und da frage ich mich bezüglich Berlin nicht erst in letzter Zeit, weshalb man “arm, aber sexy“ Events organisiert bekommt, aber nicht den Unterricht für alle Kinder.


Ich weiss, dass Bildungspolitik Ländersache ist, und über den Begriff "Politik", mit dem ich hier die jeweils verantwortlichen Landespolitiker vom Landeshäuptling bis zum zuständigen Ressortminister
meinte. Genauso wie ja der Begriff "das Land" ja auch nur ein pauschaler Stellverterterterminus ist.
Aber "in Gottes Namen" ...nein, lieber in "drei Teufels Namen": Ihr Einwand "pauschale Politik" ist angekommen und angenommen.
Ich bin nicht nur sensibel, sondern auch einsichtig. :D
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon Bleibtreu » Do 23. Aug 2018, 18:03

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(23 Aug 2018, 14:39)
[...] Der Artikel gibt übrigens dem Ansatz von B. Recht

"Das deckt sich mit den Erfahrungen von Ellen Hansen, Leiterin der preisgekrönten Berliner Werbellinsee-Schule, die seit Jahren gegen die Ausgrenzung der nicht-deutschen Schüler anarbeitet. Entscheidend für Erfolg oder Misserfolg seien Lehrer, die speziell dafür ausgebildet sind, Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten."

Das ist schoen, wenn der Artikel meiner Vorhin viewtopic.php?p=4281205#p4281205 gemachten Aussage [...] Sondern zB mehr Lehrer fuer kleinere Klassen, um besser auf die Kinder eingehen zu koennen. Lehrer die die MutterSprachen der Kinder sprechen, damit sie ihnen Deutsch besser beibringen koennen etc. pp [...] zustimmt. Sie ist schliesslich nachvollziehbar & vernuenftig. :)
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. // Moderatorin im Forum 2
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon ThorsHamar » Do 23. Aug 2018, 19:09

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(23 Aug 2018, 17:30)

Das ist für manche Städte sicher eine Option.


... auch für Berlin


Klingt nach ner VT. Bildungspolitik ist Ländersache, Lediglich die Ausstattung drumherum ist Bezirkssache.


Mann, nach der Wende sind viele Linke und Grüne z.B. in den Prenz'l Berg gezogen, weil das völlig hip war und jeder Dödel wollte beim linken Happening dabei sein. Die Mieten stiegen und die Familien mussten wegziehen ...
Dann blieben eben Die übrig, die die Kommunalpolitik gemacht haben.
Und die Auswirkungen sind bis heute spürbar!!!
Hier mal EIN Beispiel dazu:https://www.prenzlauerberg-nachrichten.de/2016/03/07/ich-bin-da-gelassen/

"Anfang der 90er ging hier die Kinderzahl deutlich zurück, alle dachten damals, wir bräuchten weniger Schulen und Kitas im Bezirk."


Viele Betroffene von Sprachproblemen sind deutsche Staatsbürger.


Ja, die Schwaben und Sachsen habe ich schon erwähnt ....
Ansonsten sind von tatsächlichen Sprachproblemen eher DIE Kinder betroffen, bei denen zu Hause kein Deutsch gesprochen wird!
Und das sind mittlerweile ganze Schulen aller Altersklassen voll .... unglaublich sowas ....
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon Brainiac » Do 23. Aug 2018, 19:53

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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon JJazzGold » Do 23. Aug 2018, 20:04

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(23 Aug 2018, 17:47)

Das habe ich auch nicht behauptet. Ich verstehe Ihren Ansatz auch und würde ihn auch nicht ablehnen.



Ich weiss, dass Bildungspolitik Ländersache ist, und über den Begriff "Politik", mit dem ich hier die jeweils verantwortlichen Landespolitiker vom Landeshäuptling bis zum zuständigen Ressortminister
meinte. Genauso wie ja der Begriff "das Land" ja auch nur ein pauschaler Stellverterterterminus ist.
Aber "in Gottes Namen" ...nein, lieber in "drei Teufels Namen": Ihr Einwand "pauschale Politik" ist angekommen und angenommen.
Ich bin nicht nur sensibel, sondern auch einsichtig. :D


:D :thumbup:

Wobei ich keinesfalls nur auf Berlin herumhacken möchte. Wenn es nach mir ginge würde ich auch das jahrzehntelang sakrosankte Bildungssystem Bayerns reformieren, alles zugunsten der Kinder, aber ist ein anderes Thema.
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 24. Aug 2018, 07:16

ThorsHamar hat geschrieben:(23 Aug 2018, 20:09)
Mann, nach der Wende sind viele Linke und Grüne z.B. in den Prenz'l Berg gezogen, weil das völlig hip war und jeder Dödel wollte beim linken Happening dabei sein. Die Mieten stiegen und die Familien mussten wegziehen ...

Es sind neue Familien da. Die Mieten sind für manche alteingesessene teuer, das ist ein Problem. Viele Eltern, deren Kinder längst erwachsen sind, wohnen immer noch in ihren Drei- oder Vierzimmerwohnungen, wie ich weiß. So schlimm ist es also auch wieder nicht.

Hier mal EIN Beispiel dazu:https://www.prenzlauerberg-nachrichten.de/2016/03/07/ich-bin-da-gelassen/

"Anfang der 90er ging hier die Kinderzahl deutlich zurück, alle dachten damals, wir bräuchten weniger Schulen und Kitas im Bezirk."

Interview hat geschrieben:Die Prognosen gehen derzeit davon aus, dass in naher Zukunft vier Millionen Menschen in Berlin leben. Weil ich dieses Auf und Ab der Erwartungen in den 90er Jahren schon einmal erlebt habe, bin ich da gelassen. Schauen Sie mal, wie viele EU-Ausländer in Prenzlauer Berg wohnen, aus Polen oder Spanien zum Beispiel. Die sind ja häufig hergekommen, weil es in Deutschland mehr freie Jobs gibt. Wenn es in den Heimatländern wirtschaftlich wieder besser läuft, können die auch ganz schnell wieder weg sein. Die europäische Situation spielt eine große Rolle, und die ist ja bekanntlich sehr unberechenbar. Das gilt auch mit Blick auf die Flüchtlinge – wer kann schon zuverlässig sagen, wie in einem Jahr die Situation ist? Die Prognosen haben eine große Unsicherheit und müssen regelmäßig überprüft werden.

Ich finde diese Argumentation in dem Interview nachvollziehbar. Für die Schulen und Schüler heißt das, mit den begrenzten Investitionsmitteln behutsam umzugehen und das heute nicht für eine dauerhaft planbare Grundlage zu halten, oft auch nur die kleinstmögliche ausreichende Lösung zu suchen oder einzelne Probleme auch für eine Weile hinzunehmen.


Ja, die Schwaben und Sachsen habe ich schon erwähnt ....

Das ist eine eher unsachliche Einlassung. Die Hintergründe für Defizite in der Sprachkompetenz sind nicht vorrangig landsmannschaftlich. Da geht es um frühkindliche Probleme mit dem Gehör, mit der Entwicklung der Mundmuskulatur, Sachen, die oft spät erkannt werden. Da geht es natürlich auch darum, das Kind der deutschen Sprache auszusetzen, so gut es geht. Das Fernsehen ist dazu nur sehr bedingt geeignet. Wortschatz, Artikulation, Grammatik, aber auch Verständnis des Gehörten - da gibt es viele Gründe, warum manche Kinder es schwerer haben. Es ist auch nicht gut für den Spracherwerb, wenn das Kind nur Gesprächspartner hat, die zu kompliziert, zu schnell oder zu viel sprechen. Viele gestresste Eltern sind, obwohl sie selbst leidlich gut deutsch sprechen, keine idealen Sprachvorbilder für ihre Kinder. Jungen sind tendenziell eher betroffen als Mädchen, etwa jedes achte Kind im Grundschulalter hat irgendwelche Sprachdefizite. Dazu kommt, dass in Berlin ganze Lebenswelten existieren, in denen man die deutsche Sprache nicht zwingend braucht, um grundlegend auszukommen. So fehlt es jugendlichen und erwachsenen Fremdsprachlern oft an der genügenden Praxis, um Erlerntes auch anzuwenden und zu verfestigen.
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon ThorsHamar » Fr 24. Aug 2018, 09:53

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(24 Aug 2018, 08:16)

Es sind neue Familien da. Die Mieten sind für manche alteingesessene teuer, das ist ein Problem. Viele Eltern, deren Kinder längst erwachsen sind, wohnen immer noch in ihren Drei- oder Vierzimmerwohnungen, wie ich weiß. So schlimm ist es also auch wieder nicht.


Wir bemühen uns aber beide, ein Gespräch zu führen, oder?
Ja, es sind jetzt neue Familien da ... Wovon handelt das Thema hier nochmal?

Für die Schulen und Schüler heißt das, mit den begrenzten Investitionsmitteln ...


Seit der sog. "Flüchtlingskrise" ist klar, dass es gar keine "begrenzten Investitionsmittel" gibt!!


Das ist eine eher unsachliche Einlassung.


Nein, das ist die Realität. Wir reden hier nicht von pathologischen Ursachen für Sprachstörungen, sondern von systemischer Verweigerung ...
Ich wiederhole:
Von den tatsächlichen Sprachproblemen sind DIE Kinder betroffen, bei denen zu Hause kein Deutsch gesprochen wird!
Und das sind mittlerweile ganze Schulen aller Altersklassen voll ....
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Re: "Brennpunktschulen", es wird immer schlimmer!

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 24. Aug 2018, 10:13

ThorsHamar hat geschrieben:(24 Aug 2018, 10:53)

Wir bemühen uns aber beide, ein Gespräch zu führen, oder?
Ja, es sind jetzt neue Familien da ... Wovon handelt das Thema hier nochmal?

Das Thema des Interviews ist die Schwierigkeit von Bedarfsprognosen in Berlin, die regelmäßig vom Zeitenlauf über den Haufen geworfen werden.

Seit der sog. "Flüchtlingskrise" ist klar, dass es gar keine "begrenzten Investitionsmittel" gibt!!

Das erscheint mir eher fragwürdig. Inwieweit hat die Flüchtlingswelle von 2015 in Berlin dazu geführt, dass die Schuldenproblematik gelöst wurde?

Nein, das ist die Realität. Wir reden hier nicht von pathologischen Ursachen für Sprachstörungen, sondern von systemischer Verweigerung ...
Ich wiederhole:
Von den tatsächlichen Sprachproblemen sind DIE Kinder betroffen, bei denen zu Hause kein Deutsch gesprochen wird!

Von der Wiederholung wird es nicht besser. Die Sprachprobleme erstrecken sich auf ganz verschiedene Problemfelder, wobei speziell in der Schule in Berlin fehlende passend ausgebildete Lehrkräfte, fehlende flankierende Angebote und mangelnde Sprachkompetenz der Eltern ein sehr wichtiger Aspekt sind, aber beileibe nicht der einzige.
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