Karl Marx feiern?

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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Sa 5. Mai 2018, 18:41

JJazzGold hat geschrieben:(05 May 2018, 18:38)

Meines Erachtens hat Marx den Menschen per se nicht unterschätzt, sondern glorifiziert.

Das liest sich im Original eher nicht so.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Sa 5. Mai 2018, 18:48

JJazzGold hat geschrieben:(05 May 2018, 12:18)

Die Moderation fühle sich frei, zu verschieben, ich wusste nicht, wo ich meine Fragen zu den anstehenden Feiern zum 200. Geburtstag von Karl Marx ansiedeln sollte, deshalb habe ich den Titel unter “Bildung“ gepackt.
Zu “Parteien“ passt er nicht, da mir keine deutsche Partei bekannt ist, die eine Umsetzung seiner Visionen stringent durchgeführt hat, oder die Durchführung anstrebt. Man hat sich seiner Visionen immer nur ansatzweise bedient.


Was exakt wird gefeiert?

Wird Marx als Philosoph gefeiert?
Wird Marx als Visionär gefeiert?
Wird Marx als Vertreter der Meinungsfreiheit gefeiert?
Wird Marx als SF Autor gefeiert?
Sollen die Auswirkungen, die seine Schriften hervorriefen gefeiert werden?

Stellen Sie sich einfach vor, ich wäre gerade zu Besuch von Alpha Centauri gekommen und hätte keine Ahnung, wer Karl Marx war.
Weshalb wird dieser Mensch gefeiert? Was sind seine Verdienste um die Menschheit, dass man seinen 200. Geburtstag feiert?


Er hat eine Buchreihe geschrieben, die damals viele Gemüter regte und seither immer mal wieder Wellen machte. Den meisten, die drüber reden, sind allerdings nur das Manifest, eine alberne Auftragsarbeit, und der erste Band des Kapital oberflächlich geläufig. Heute vor allem als Philosoph einsortiert, beschäftigte er sich vor allem mit Entstehung und Wirkzusammenhängen der damals modernen bürgerlichen Gesellschaft und ihrer Wirtschaftsweise, die er nicht nur beschrieb sondern auch kritisierte. Marx inspirierte ein ganzes Jahrhundert lang praktische Politiker, ob sie ihn nun verstanden oder nicht, zustimmten oder kritisierten. Als Urheber solcher Aufmerksamkeit ist ein runder Geburtstag seiner oder seines Hauptwerkes immer mal wieder Anlass, eine Meinung über beide abzulassen.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon jellobiafra » Sa 5. Mai 2018, 19:20

Die kleine Großstadt Trier hat nicht viel mehr Persönlichkeiten, die sie feiern kann.
Insgesamt war sein durchaus vorhandener Einfluss eher schädlich.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Quatschki » Sa 5. Mai 2018, 19:39

Adam Smith hat geschrieben:(05 May 2018, 18:44)

Karl Marx war z.B. ein Antisemit.

Aufgrund seiner Herkunft darf er das.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Sa 5. Mai 2018, 19:49

Adam Smith hat geschrieben:(05 May 2018, 18:44)

Karl Marx war z.B. ein Antisemit.

Was erwartest du? Er war Deutscher.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 5. Mai 2018, 20:14

Karl Marx hat wohl erstmals wissenschaftlich fundiert eine ökonomische Gesellschaftskritik im Kontext des Kapitalismus, der Kritik am Kapitalismus geäußert.

Als Mensch war er ja am Ende arm und wurde von Engels unterstützt. Auch war er wohl nicht gänzlich "kapitalistischen" Errungenschaften abgeneigt. Er war sicher wichtig, weil er strukturiert die Schattenseiten des Kapitalismus (in seiner Zeit natürlich im Besonderen) offenlegte.

Gleichzeitig war er sicher auch dadurch nicht unbedingt ein Verfechter demokratischer Verhältnisse. Das schliessen seine Erkenntnisse ja doch irgendwie aus. Wobei zu seiner Zeit ohnehin Demokratie und Rechtsstaat so wie heute in einigen Staaten gar nicht vorherrschte. Somit wäre seine Alternative wohl gar nicht so schlecht. In der Theorie.

Ob man ihn feiern sollte? Zumindest bietet der Jahrestag einen Anlass auf die ungeheure Wirkung seines Schaffens zu schauen! Man sollte dieses Datum dafür nutzen über Marxistische Gedanken ein paar Gedanken zu verlieren.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Benedikt » Sa 5. Mai 2018, 20:16

jellobiafra hat geschrieben:(05 May 2018, 20:20)
Insgesamt war sein durchaus vorhandener Einfluss eher schädlich.


Das kann man bei 150 Millionen Toten durch den Marxismus durchaus so sagen. Keine Ideologie hat so viel Leid über die Menschheit gebracht wie die von Karl Marx.

Bezeichnenderweise ist die in Trier aufgestellte Monumentalstatue ein Geschenk der Kommunistendiktatur in China, wo Marx hoch verehrt wird.

Eine große Schade für die altehrwürdige Stadt Trier.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Sorgenking » Sa 5. Mai 2018, 20:31

JJazzGold hat geschrieben:(05 May 2018, 18:27)

Mir ist die soziale Marktwirtschaft um Längen lieber, als Sozialismus und Kapitalismus, ganz zu schweigen von dem “Kapital“, dass in diversen Staaten aus den Schriften von Marx geschlagen wurde und noch geschlagen wird. Nichts gegen seine Visionen, aber die Umsetzung beweist, dass sie besser ad hoc als nicht realitätstauglich erkannt worden wären.


Marx hat als einer der wenigen den Kapitalismus wohl perfekt analysiert.
Das seine Analysen war sehen, wird ja in der heutigen Zeit immer deutlicher oder wie lange denkst du, wird diese Welt noch so überleben, wie sie jetzt ist? Sie hat ein Ablaufdatum und genau das hat Marx "prophezeit". Er hat das ganze lediglich positiv gesehen und danach von einer besseren Welt geträumt, ob diese so eintreten wird, darf zurecht angezweifelt werden, ich persönlich bin da noch nicht überzeugt.

Man sollte ihn feiern als einen der bedeutensten Philosophen und Denker, die je in Deutschland (oder einem Vorgänger) geboren wurden.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Alexyessin » Sa 5. Mai 2018, 20:34

JJazzGold hat geschrieben:(05 May 2018, 18:07)

Bleibt nach wie vor die Frage, was ausserordentlich an dem Mann war?


Das Erbe.
Marx ist nunmal der einflussreichste ( Ohne Wertung des Einflusses ) Philosoph der letzten 150 Jahre. Und was eben nicht vergessen werden sollte. Nicht nur Lenin und der totatlitäre Sowjetkommunismus gehen auf Marx zurück sondern eben auch die ganze Reiher der Sozialdemokratischen Parteien auf der ganzen Welt.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Quatschki » Sa 5. Mai 2018, 20:39

Adam Smith hat geschrieben:(05 May 2018, 21:10)

Es ist aber kritisch zu sehen, dass sowohl Kommunisten als auch Kapitalisten von Juden gesteuert werden.

Du meinst jene Verschwörungstheorie, auf die der Hitler hereingefallen war?
Glaubst Du, dass Kapitalismus gesteuert wird?
Und die verhängnisvolle Eigendynamik, mit der sich alle kommunistischen Machtapparate in Repressionsmaschinen verwandeln, die selbst das eigene Personal nicht verschonen, hat doch auch nichts mit Steuerung zu tun, sondern ergibt sich aus der Wechselwirkung der Individuen, die jeder für sich logisch, plausibel und auch in einem guten Sinne handeln mögen, in der Summe aber das Verhängnis beschwören.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Senexx » Sa 5. Mai 2018, 20:46

JJazzGold hat geschrieben:(05 May 2018, 12:18)
Weshalb wird dieser Mensch gefeiert?

[/color]

Als führender Antisemit.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Progressiver » Sa 5. Mai 2018, 21:02

Senexx hat geschrieben:(05 May 2018, 21:46)

Als führender Antisemit.


Laut seinem Wikipedia-Artikel war Karl Marx ein Nachkomme von Juden, die zum Protestantismus konvertiert waren:

Karl Marx war das dritte von neun Kindern des Anwalts Heinrich (Heschel) (1777–1838) und seiner Frau Henriette Marx, geborene Presburg.[4] Heinrich Marx entstammte sowohl väterlicher- als auch mütterlicherseits bedeutenden Rabbinerfamilien[5][6] Unter napoleonischer Herrschaft war er von 1811 bis 1813 Gerichtsdolmetscher und vereidigter Übersetzer in Osnabrück gewesen, das damals zum Département Hanséatique Oberems gehörte. 1812 schloss er sich dort der französischen Freimaurerloge „L’Etoile Hanséatique“ (Der Hanseatische Stern) an.[7] Nach dem Wiener Kongress fiel seine Heimatstadt Trier an die neu gegründete preußische Provinz Großherzogtum Niederrhein. Da er sich als Jude in Preußen, anders als im napoleonischen Frankreich, nicht weiter als Avoué (dt.: Advokat, Anwalt) hätte betätigen dürfen, konvertierte er zwischen 1816 und 1822 zum Protestantismus.[8] Am 26. August 1824 wurden auch die Kinder Sophia, Hermann, Henriette, Louise, Emilie, Caroline und Karl in der elterlichen Wohnung getauft..


https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Marx ... änge_(1818–1843)

Warum sollte also ein protestantisch getaufter Jude ein Interesse daran haben, Antisemit zu sein? Ich sehe für so etwas keine Anzeichen.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Quatschki » Sa 5. Mai 2018, 21:32

Progressiver hat geschrieben:(05 May 2018, 22:02)
Warum sollte also ein protestantisch getaufter Jude ein Interesse daran haben, Antisemit zu sein? Ich sehe für so etwas keine Anzeichen.

Kann schon sein.
Er sah ja das Judentum nicht als Rasse, sondern als Religion, religiöse Ideologie und Kultur, die seine Großeltern geprägt hat, von der sich seine Eltern bewußt abgewandt haben, und die ihn angewidert haben mag, so wie manche 68er ja auch angewidert sind von der muffigen und ritualisierten Kultur ihrer Eltern und Großeltern.
Er war ja auch Antkatholik und Antilutheraner.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Sa 5. Mai 2018, 21:35

Progressiver hat geschrieben:(05 May 2018, 22:02)

Laut seinem Wikipedia-Artikel war Karl Marx ein Nachkomme von Juden, die zum Protestantismus konvertiert waren:



https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Marx ... änge_(1818–1843)

Warum sollte also ein protestantisch getaufter Jude ein Interesse daran haben, Antisemit zu sein? Ich sehe für so etwas keine Anzeichen.

Marx war antireligiös. Daneben hatte er die Floskeln seiner Zeit gut drauf, den Juden als Figur und Watschenmann. Entsprechend findet man bei Marx, Lassalle & co auch Textstellen, die klar antisemitisch einzuordnen sind. Nur ist das für die Zeit nicht "führend".

„Betrachten wir nun den wirklichen weltlichen Juden, nicht den Sabbatjuden, wie Bauer es tut, sondern den Alltagsjuden. Suchen wir das Geheimnis des Juden nicht in seiner Religion, sondern suchen wir das Geheimnis der Religion im wirklichen Juden. Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches der weltliche Kultus der Juden? Der Schacher. Welches sein wirklicher Gott? Das Geld“ (1).
(Zur Judenfrage)

Es handelt sich vielmehr um gängige und viel ältere Zuschreibungen, die weder neu noch herausragend waren.


Die schimärische Nationalität des Juden ist die Nationalität des Kaufmanns, überhaupt die des Geldmenschen.

So finden wir, dass hinter jedem Tyrann ein Jude, hinter jedem Papst ein Jesuit steht. Wahrlich, die Gelüste der Unterdrücker wären hoffnungslos, die Möglichkeit von Kriegen unvorstellbar, gäbe es nicht eine Armee von Jesuiten, das Denken zu drosseln, und eine Hand voll Juden, die Taschen zu plündern.
Marx 1853
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Senexx » So 6. Mai 2018, 01:22

Progressiver hat geschrieben:(05 May 2018, 22:02)

Laut seinem Wikipedia-Artikel war Karl Marx ein Nachkomme von Juden, die zum Protestantismus konvertiert waren:



https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Marx ... änge_(1818–1843)

Warum sollte also ein protestantisch getaufter Jude ein Interesse daran haben, Antisemit zu sein? Ich sehe für so etwas keine Anzeichen.

Dann sollten mal Sie mal seine Schrift "Zur Judenfrage" lesen. Oder was er über Lasalle gesagt hat.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Der General » So 6. Mai 2018, 02:31

JJazzGold hat geschrieben:(05 May 2018, 12:18)

Die Moderation fühle sich frei, zu verschieben, ich wusste nicht, wo ich meine Fragen zu den anstehenden Feiern zum 200. Geburtstag von Karl Marx ansiedeln sollte, deshalb habe ich den Titel unter “Bildung“ gepackt.
Zu “Parteien“ passt er nicht, da mir keine deutsche Partei bekannt ist, die eine Umsetzung seiner Visionen stringent durchgeführt hat, oder die Durchführung anstrebt. Man hat sich seiner Visionen immer nur ansatzweise bedient.


Was exakt wird gefeiert?

Wird Marx als Philosoph gefeiert?
Wird Marx als Visionär gefeiert?
Wird Marx als Vertreter der Meinungsfreiheit gefeiert?
Wird Marx als SF Autor gefeiert?
Sollen die Auswirkungen, die seine Schriften hervorriefen gefeiert werden?

Stellen Sie sich einfach vor, ich wäre gerade zu Besuch von Alpha Centauri gekommen und hätte keine Ahnung, wer Karl Marx war.
Weshalb wird dieser Mensch gefeiert? Was sind seine Verdienste um die Menschheit, dass man seinen 200. Geburtstag feiert?



Also, im Grunde genommen ist aus Karl Marx eigentlich die SPD entstanden und das auf der Ganzen Welt, wenn man von "Linken Parteien" spricht !

Karl Marx ist durchaus als ein Philosoph, Visionär, als ein Vertreter der Meinungsfreiheit und auch als Autor durchaus zu feiern !!

Den späteren Kommunismus, so wie Er Ihn sich vorstellte wurde einfach nur falsch umgesetzt, zu Teilen auch missbraucht. Seine Philosophie "gegen das Kapital" ist jedoch ein absolutes Meisterwerk. "Wir" alle werden früher oder später noch lernen müssen, dass die Visionen die er hatte zutreffend sind !

Der Kapitalismus, ist ein Werk des Teufels, der sich sehr langsam erst bemerkbar macht. Wenn man dieses "Werk" bemerkt, ist es zu Spät und es folgen Kriege die zum Armut führen.

Zitat:

Die Alternative zum Kapitalismus ist nicht der Kommunismus, sondern die Dezentralisierung der Macht

:thumbup:
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Senexx » So 6. Mai 2018, 04:23

Der General hat geschrieben:(06 May 2018, 03:31)

Also, im Grunde genommen ist aus Karl Marx eigentlich die SPD entstanden und das auf der Ganzen Welt, wenn man von "Linken Parteien" spricht

Mitnichten. Sie geht auf Lasalle zurück.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 6. Mai 2018, 09:35

Senexx hat geschrieben:(06 May 2018, 02:22)

Dann sollten mal Sie mal seine Schrift "Zur Judenfrage" lesen. Oder was er über Lasalle gesagt hat.

Oder verstehen, was drinsteht statt schwafeln.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Zur_Judenfrage
Im Handbuch des Antisemitismus kommt Matthias Vetter zu dem Schluss, dass Marx mit ihr keine antisemitischen Vergleichskonstruktionen verfolgt habe; seine Sprache, seine Vergleiche und seine Absichten seien aber sehr wohl antisemitisch gewesen. Die wenig rezipierte Schrift könne nicht als Beginn eines linken Antisemitismus verstanden werden, wohl aber als Beginn einer linken Unterschätzung der Judenfeindschaft und der Auffassung, „dass die einzige Zukunft des Judentums in seinem Verschwinden liege“.

200 Jahre Marx und dir fällt nichts weiter ein als eine historisch unbedeutende Frühschrift auszuweiden. Als gäbe es keine echten Probleme im Hauptwerk Marxens.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Senexx » So 6. Mai 2018, 10:30

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(06 May 2018, 10:35)

Oder verstehen, was drinsteht statt schwafeln.


Das hat Marx u.a. geschrieben

Welches ist der weltliche Kultus des Juden? Der Schacher. Welches ist sein
weltlicher Gott? Das Geld.
Nun wohl! Die Emanzipation vom Schacher und vom Geld, also vom praktischen,
realen Judentum wäre die Selbstemanzipation unsrer Zeit.
Eine Organisation der Gesellschaft, welche die Voraussetzungen des Schachers,
also die Möglichkeit des Schachers aufhöbe, hätte den Juden unmöglich
gemacht. Sein religiöses Bewußtsein wurde wie ein fader Dunst in der
wirklichen Lebensluft der Gesellschaft sich auflösen.
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Re: Karl Marx feiern?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 6. Mai 2018, 11:38

Senexx hat geschrieben:(06 May 2018, 11:30)

Das hat Marx u.a. geschrieben

Ja, steht zusammen mit weiteren Beispielen weiter oben auf dieser Seite. Da ist jeder längere Kenfm-Beitrag ein größerer Aufreger.
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