Zu wenige Jungakademiker in Deutschland?!

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34% Akademiker u35 sind

zu wenig
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18%
genau richtig
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18%
zu viel
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jack000
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Re: Zu wenige Jungakademiker in Deutschland?!

Beitragvon jack000 » Di 1. Mai 2018, 20:31

frems hat geschrieben:(30 Apr 2018, 15:29)

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/un ... 04787.html

Woran könnte es Eurer Ansicht nach liegen, dass Deutschland von den EU- (40%) und eigenen Zielen (42%) noch ein gutes Stück weit von entfernt ist? Wie ließe sich die gewünschte Quote erreichen? Und ist dieses Ziel überhaupt sinnvoll?

Nein, ist überhaupt nicht sinnvoll denn eine zu hohe Akademikerquote bedeutet nur dass es immer mehr Sesselfurzer gibt die sich den ganzen Tag alles Mögliche ausdenken um das Leben für den Otto-Normalbürger komplizierter zu machen.
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H2O
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Re: Zu wenige Jungakademiker in Deutschland?!

Beitragvon H2O » Di 1. Mai 2018, 20:36

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(01 May 2018, 21:28)

Nichts dagegen, aber dann red doch nicht das essen von Profis schlecht.


Muß ich aber doch machen, weil ich sonst auch hinginge, nur um es zu testen!
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Re: Zu wenige Jungakademiker in Deutschland?!

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 1. Mai 2018, 20:39

H2O hat geschrieben:(01 May 2018, 21:36)

Muß ich aber doch machen, weil ich sonst auch hinginge, nur um es zu testen!

Ah, das klingt nicht standfest. Auch Spitzenköche sind im Allgemeinen Praktiker ohne Studium, was nicht heisst ungebildet.
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Re: Zu wenige Jungakademiker in Deutschland?!

Beitragvon H2O » Mi 2. Mai 2018, 08:13

@ Sole

Hier will ich um Himmelswillen nicht den Eindruck vermitteln, daß nur der Akademiker ein gebildeter Mensch sein kann! Sicher hat ein Akademiker mehr Anregung und auch Anleitung dazu, sein Wissen auf nahezu allen Gebieten zu erweitern. Dennoch können arge Fachidioten darunter sein, leider.
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Re: Zu wenige Jungakademiker in Deutschland?!

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 2. Mai 2018, 14:28

H2O hat geschrieben:(02 May 2018, 09:13)

@ Sole

Hier will ich um Himmelswillen nicht den Eindruck vermitteln, daß nur der Akademiker ein gebildeter Mensch sein kann! Sicher hat ein Akademiker mehr Anregung und auch Anleitung dazu, sein Wissen auf nahezu allen Gebieten zu erweitern. Dennoch können arge Fachidioten darunter sein, leider.

So hatte ich das auch nicht verstanden. Die Fragestellung dieses Threads lädt zu Irrwegen ein. Da merkt man, dass in Deutschland bestimmte Bildungsabschlüsse seltener als in anderen Ländern erzielt werden und fragt sich gar nicht, warum das so ist. Was ist systematisch anders in Deutschlands, einem über Jahrzehnte erfolgreichen Wirtschaftsmotor in der EU, dass so andere Zahlen herauskommen? Viele Berufe erfordern heute durchaus hohe Qualifikationen, die sich nicht so ohne weiteres auf einen Studiengang abbilden und offenbar oft auch anders erworben werden. Da geht's nicht um professionelle Demozerschlager, Betäuber, Zähnebohrer, Herzrausschneider, Streitdurchführer oder Formularbeglaubiger. Die haben ihre ganz traditionelle Verwurzelung im FH- oder Unistudium.
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Re: Zu wenige Jungakademiker in Deutschland?!

Beitragvon H2O » Mi 2. Mai 2018, 14:48

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(02 May 2018, 15:28)

So hatte ich das auch nicht verstanden. Die Fragestellung dieses Threads lädt zu Irrwegen ein. Da merkt man, dass in Deutschland bestimmte Bildungsabschlüsse seltener als in anderen Ländern erzielt werden und fragt sich gar nicht, warum das so ist. Was ist systematisch anders in Deutschlands, einem über Jahrzehnte erfolgreichen Wirtschaftsmotor in der EU, dass so andere Zahlen herauskommen? Viele Berufe erfordern heute durchaus hohe Qualifikationen, die sich nicht so ohne weiteres auf einen Studiengang abbilden und offenbar oft auch anders erworben werden. Da geht's nicht um professionelle Demozerschlager, Betäuber, Zähnebohrer, Herzrausschneider, Streitdurchführer oder Formularbeglaubiger. Die haben ihre ganz traditionelle Verwurzelung im FH- oder Unistudium.


Vielleicht sollten wir eine wirklich gute Sache in unserem Lande loben: Ich meine, daß eine sehr ausgeglichene Bildungslandschaft der Hochschulen aufgebaut wurde. Natürlich gibt es Leuchttürme der Forschung. Aber das Diplom, oder heute der Master, dürfte sich kaum in seiner Qualität unterscheiden. Schwer zu beurteilen, wie das in anderen Ländern entwickelt ist, die vielleicht mit ganz erstaunlichen Zahlen auftrumpfen können. Das wäre sicher auch zu bewerten.

Mir ist in meinen Glanzzeiten auch nicht bewußt geworden, daß ich meinen Wettbewerbern weltweit hinterher hecheln mußte. Insofern stimme ich Ihnen zu, daß unser Bildungssystem wohl doch einen guten Beitrag zu der guten Lage unserer deutschen Wirtschaft geleistet hat und hoffentlich weiterhin leisten wird. Kein Grund hochmütig zu werden, aber auch kein Grund, kleinlaut und verdruckst andere Bildungslandschaften zu betrachten.
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Re: Zu wenige Jungakademiker in Deutschland?!

Beitragvon Hyde » So 6. Mai 2018, 10:16

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 May 2018, 12:25)
Eine Gesellschaft von Akademikern. Dafür habe ich zuviele Studenten und Akademiker kennengelernt. Bessere Menschen waren dass nicht. Aber sie dachten sie wären es. Und es gibt definitiv zuviele Akademiker die Laberfächer studieren oder haben. Soziologen und Philosophen die gern über Probleme reden aber keins lösen.


Ein höherer Bildungsgrad geht im Durchschnitt einher mit einem höheren Maß an Toleranz (gegenüber Ausländern, Homosexuellen, Frauen usw), einem höheren Maß an politischem Interesse, einem geringeren Maß an Protestwählertum, usw. Dazu gibt es ja die entsprechenden Forschungen, Studien und Umfragen. Das ist ja belegt.

Ich persönlich würde niemals das missen wollen, was ich im Studium gelernt habe, nicht nur an harter Bildung, sondern auch die Dinge zwischen den Zeilen, die mir für meine persönliche Entwicklung genutzt haben.

Und was hast du gegen Soziologen und Philosophen? Handwerker zu sein ist kein „ehrlicherer“ Job als Soziologe zu sein. Gerade auch diese Leute wie Soziologen oder Philosophen sind wichtig für unsere Gesellschaft. Das mag heutzutage nicht mehr jeder so sehen, in Zeiten, wo der Antiintelektualismus en vogue ist.

Es schadet mit Sicherheit niemandem, Soziologie zu studieren.
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Re: Zu wenige Jungakademiker in Deutschland?!

Beitragvon Alter Stubentiger » So 6. Mai 2018, 15:28

Hyde hat geschrieben:(06 May 2018, 11:16)

Ein höherer Bildungsgrad geht im Durchschnitt einher mit einem höheren Maß an Toleranz (gegenüber Ausländern, Homosexuellen, Frauen usw), einem höheren Maß an politischem Interesse, einem geringeren Maß an Protestwählertum, usw. Dazu gibt es ja die entsprechenden Forschungen, Studien und Umfragen. Das ist ja belegt.

Ich persönlich würde niemals das missen wollen, was ich im Studium gelernt habe, nicht nur an harter Bildung, sondern auch die Dinge zwischen den Zeilen, die mir für meine persönliche Entwicklung genutzt haben.

Und was hast du gegen Soziologen und Philosophen? Handwerker zu sein ist kein „ehrlicherer“ Job als Soziologe zu sein. Gerade auch diese Leute wie Soziologen oder Philosophen sind wichtig für unsere Gesellschaft. Das mag heutzutage nicht mehr jeder so sehen, in Zeiten, wo der Antiintelektualismus en vogue ist.

Es schadet mit Sicherheit niemandem, Soziologie zu studieren.


En vogue ist ganz sicher das Studium und kein angeblicher "Antiintellektualismus" . So sehr dass Helikoptereltern selbst eher unbegabten Nachwuchs zum Abitur treiben. Da liegt dass Problem. Das hat zufolge dass Menschen studieren die in einem Handwerk besser aufgehoben wären. An der Uni verstopfen sie nur die Hörsäle und stellen später fest dass sie doch nicht für eine akademische Karriere geeignet sind. Handwerkliche Arbeit wird zu gering geschätzt. Aber dass Dach möchte Dr. Dr. phil. dann doch gedeckt haben. Denk mal drüber nach.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Zu wenige Jungakademiker in Deutschland?!

Beitragvon Boraiel » So 6. Mai 2018, 17:24

Hyde hat geschrieben:(06 May 2018, 11:16)

Ein höherer Bildungsgrad geht im Durchschnitt einher mit einem höheren Maß an Toleranz (gegenüber Ausländern, Homosexuellen, Frauen usw), einem höheren Maß an politischem Interesse, einem geringeren Maß an Protestwählertum, usw. Dazu gibt es ja die entsprechenden Forschungen, Studien und Umfragen. Das ist ja belegt.

Ich persönlich würde niemals das missen wollen, was ich im Studium gelernt habe, nicht nur an harter Bildung, sondern auch die Dinge zwischen den Zeilen, die mir für meine persönliche Entwicklung genutzt haben.

Und was hast du gegen Soziologen und Philosophen? Handwerker zu sein ist kein „ehrlicherer“ Job als Soziologe zu sein. Gerade auch diese Leute wie Soziologen oder Philosophen sind wichtig für unsere Gesellschaft. Das mag heutzutage nicht mehr jeder so sehen, in Zeiten, wo der Antiintelektualismus en vogue ist.

Es schadet mit Sicherheit niemandem, Soziologie zu studieren.

Bringt ihm monetär nachher aber auch im Zweifel nicht viel ein.
Das Studium war für mich auch essentiell, ich war zwar immer Einser-Kandidat in der Schule, aber richtig verstanden habe, was mir da beigebracht werden sollte, überhaupt nicht. Das kam nachher im Studium, vor allem auch dank der Freiheit, welches dieses bot, und war ein unermesslicher Gewinn.
Weil das Studium vielfach stark verschult würde, befürchte ich, dass viele Studenten, auch nach Abschluss, immer noch Idioten sind.
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html

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