Kreationismus in deutschen Schulen?

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Ammianus
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Ammianus » Mi 7. Mär 2018, 22:19

Ein Terraner hat geschrieben:(07 Mar 2018, 22:02)

Das kann man gerne machen, aber nicht in Bio oder sonst einem Naturwissenschaftlichen Fach, wenn dann in einem eigenen Fach in dem auch alle anderen Schöpfungsmythen behandelt werden und auch in den entsprechenden Kontext mit umfassenden Informationen gestellt werden. Also genau so wie es Kreatonisten bestimmt nicht haben wollen. Wäre das besser ? :)


Noch irgend ein Fach? Wie schon gesagt, im Schrödel ist es Bestandteil des Wissens. Eine Wissenschaft ist auch ihre Forschungsgeschichte. Wie fing alles an, wie verhielt sich die gesellschaftliche Umwelt dazu. Wenn ich Astronomie lehre, dann gehört dazu auch die ganze Geschichte von den Sternbeobachtungen der Sumerer über die Präkolumbianischen Kulturen wie die Maya über Kopernikus, die Kirche und und und ...

Und dazu gehören dann eben auch die ersten Systematisierungsversuche in der Antike bei denen die Fledermaus noch ein Vogel war und der Wal ein Fisch. Oder Katharina die Große die von Elefantenknochen in Sibirien erfuhr und so ihre Zweifel hatte über das Alter der Erde und der dort lebenden Kreaturen.

Und man soll dem Ganzen mit Ruhe und Sachlichkeit begegnen. Wenn die dann weglaufen, sehen sie blöd aus...
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Ein Terraner » Mi 7. Mär 2018, 22:24

Ammianus hat geschrieben:(07 Mar 2018, 22:19)

Und man soll dem Ganzen mit Ruhe und Sachlichkeit begegnen. Wenn die dann weglaufen, sehen sie blöd aus...


Die laufen nicht weg, hast du schon mal mit Kreationisten diskutiert? Das verläuft immer nach dem gleichen Schema und am Ende werden sie richtig aggressiv, da läuft nichts weg, da gibt es eher Scheiterhaufen.
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Ein Terraner » Do 8. Mär 2018, 00:30

Jupp, Wir brauchen dringend mehr Religion an Schulen.

https://hpd.de/artikel/unliebsamer-athe ... esen-15341
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Boraiel » Do 8. Mär 2018, 00:47

Ein Terraner hat geschrieben:(08 Mar 2018, 00:30)

Jupp, Wir brauchen dringend mehr Religion an Schulen.

https://hpd.de/artikel/unliebsamer-athe ... esen-15341

Der Typ zeigt in der Tat ernste Anzeichen einer psychischen Störung. :rolleyes:
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Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Ammianus » Do 8. Mär 2018, 10:58

Ein Terraner hat geschrieben:(07 Mar 2018, 22:24)

Die laufen nicht weg, hast du schon mal mit Kreationisten diskutiert? Das verläuft immer nach dem gleichen Schema und am Ende werden sie richtig aggressiv, da läuft nichts weg, da gibt es eher Scheiterhaufen.


Hättest du gelesen, was ich weiter oben schrieb, dann wäre schon die Frage nicht gekommen. Ist übrigens auch hier im Forum schon geschehen. Bei Linne war der Kreationist dann in den Büschen. Und tut mir leid, aber aus deinem 2. Satz spricht regelrechte Panik.
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Ammianus » Do 8. Mär 2018, 11:04

Boraiel hat geschrieben:(08 Mar 2018, 00:47)

Der Typ zeigt in der Tat ernste Anzeichen einer psychischen Störung. :rolleyes:


Ich hab mir den Artikel komplett durchgelesen. Dabei natürlich im Hinterkopf, dass weder das Portal noch der Autor neutral sind. Trotzdem fand ich diesen Stier als nervenden ideologiegesteuerten Typen. Als dann seine, weiss jetzt nicht, Twitter oder Facebook-Satiren kamen, konnte ich verstehen, dass die Leute am Ort sich nicht mehr sicher fühlten.

Derartige Figuren laufen bei mir unter der Kategorie: "Atheistische Talybunnys".

Wobei es natürlich durchaus möglich ist, dass der Mann als Kind durch eine von einem Geistlichen begangene Straftat traumatisiert wurde. So etwas, und besonders die Vertuschungen durch die Kirchenoberen und die Duldung derartiger Praktiken (Vertuschungen), sind natürlich noch einem etwas für sich.
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Ein Terraner » Do 8. Mär 2018, 11:12

Ammianus hat geschrieben:(08 Mar 2018, 11:04)

Ich hab mir den Artikel komplett durchgelesen. Dabei natürlich im Hinterkopf, dass weder das Portal noch der Autor neutral sind. Trotzdem fand ich diesen Stier als nervenden ideologiegesteuerten Typen. Als dann seine, weiss jetzt nicht, Twitter oder Facebook-Satiren kamen, konnte ich verstehen, dass die Leute am Ort sich nicht mehr sicher fühlten.

Derartige Figuren laufen bei mir unter der Kategorie: "Atheistische Talybunnys".

Wobei es natürlich durchaus möglich ist, dass der Mann als Kind durch eine von einem Geistlichen begangene Straftat traumatisiert wurde. So etwas, und besonders die Vertuschungen durch die Kirchenoberen und die Duldung derartiger Praktiken (Vertuschungen), sind natürlich noch einem etwas für sich.


Wie hätte es sich den wehren sollen?
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Ein Terraner » Do 8. Mär 2018, 11:17

Ammianus hat geschrieben:(08 Mar 2018, 10:58)

Und tut mir leid, aber aus deinem 2. Satz spricht regelrechte Panik.


Was willst du hören ? Das mir die staatlich gestützte systematische Verblödung der nächsten Generationen egal ist ? Die Welt ersäuft im Religiösen Schwachsinn, da muss man nun mal solchen Menschen nicht auch noch eine Bühne bieten und sei sie noch so klein.
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Ammianus » Do 8. Mär 2018, 11:22

Wehren? Die Schule ist ihm doch schon entgegen gekommen. Der regt sich über alles auf und macht den ganz ganz ganz großen Kämpfer für den Atheisten. Versteck im Text findet man dann noch den Hinweis, dass er auch noch die Schule umbenennen will. Weisst du, wie das von Seiten der Leute am Ort aussieht. Da kommt so ein Typ daher und will über alles bestimmen und macht ständig Ärger nur um seine Ideologie durchzusetzen.
Wer ist denn da der Inquisitor?
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Ammianus » Do 8. Mär 2018, 11:24

Ein Terraner hat geschrieben:(08 Mar 2018, 11:17)

Was willst du hören ? Das mir die staatlich gestützte systematische Verblödung der nächsten Generationen egal ist ? Die Welt ersäuft im Religiösen Schwachsinn, da muss man nun mal solchen Menschen nicht auch noch eine Bühne bieten und sei sie noch so klein.


Staatlich gestützte systematische Verblödung? Bei uns wenigstens ersäuft nichts im religiösen Schwachsinn. Ansonsten empfehle ich noch einmal genau zu lesen, was ich zur Behandlung des Kreationismus im Biologieunterricht geschrieben habe.
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Ein Terraner » Do 8. Mär 2018, 11:31

Ammianus hat geschrieben:(08 Mar 2018, 11:22)

Wehren? Die Schule ist ihm doch schon entgegen gekommen.

Entgegen? Da wurde eine Abmachung getroffen die sofort wieder vom Pfarrer gebrochen wurde.

Der regt sich über alles auf und macht den ganz ganz ganz großen Kämpfer für den Atheisten. Versteck im Text findet man dann noch den Hinweis, dass er auch noch die Schule umbenennen will. Weisst du, wie das von Seiten der Leute am Ort aussieht. Da kommt so ein Typ daher und will über alles bestimmen und macht ständig Ärger nur um seine Ideologie durchzusetzen.

Er will einfach nur eine religionsfreie Grundschule für seine Kinder, das ist vollkommen nachvollziehbar. Vor allem da man sich die Grundschule nicht aussuchen kann, wenn man dann an so eine katholische Brutstätte kommt bleibt einem nicht mehr viel Alternativen.

Wer ist denn da der Inquisitor?

Der Pfarrer? Was bitte hat der an einer Grundschule zu suchen ?
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Ein Terraner » Do 8. Mär 2018, 11:38

Ammianus hat geschrieben:(08 Mar 2018, 11:24)

was ich zur Behandlung des Kreationismus im Biologieunterricht geschrieben habe.


Das hat nur nicht viel mit der geforderten "gleichberechtigten" Behandlung vom Schöpfungsmythos in Biologie zu tun. Diesen Mythos in einer Abhandlung vor der Klasse zu zerlegen dürfte wohl eher nicht zu den Zielen der Kreationisten gehören.
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Ammianus » Do 8. Mär 2018, 11:51

Ein Terraner hat geschrieben:(08 Mar 2018, 11:31)

Entgegen? Da wurde eine Abmachung getroffen die sofort wieder vom Pfarrer gebrochen wurde.


Er will einfach nur eine religionsfreie Grundschule für seine Kinder, das ist vollkommen nachvollziehbar. Vor allem da man sich die Grundschule nicht aussuchen kann, wenn man dann an so eine katholische Brutstätte kommt bleibt einem nicht mehr viel Alternativen.


Der Pfarrer? Was bitte hat der an einer Grundschule zu suchen ?


Dann soll er da hinziehen, wo es das gibt und die Leute nicht mit seinem Schwachsinn terrorisieren. Denn genau das hat er getan. Er hat die Leute regelrecht terorrisiert. Und ich halte sein Verhalten und seine Ideologie für Schwachsinn. Die Leute leben da. Es ist ihre Welt, es ist ihre Schule, es ist ihr Leben. Basta.
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Ammianus » Do 8. Mär 2018, 11:52

Ein Terraner hat geschrieben:(08 Mar 2018, 11:38)

Das hat nur nicht viel mit der geforderten "gleichberechtigten" Behandlung vom Schöpfungsmythos in Biologie zu tun. Diesen Mythos in einer Abhandlung vor der Klasse zu zerlegen dürfte wohl eher nicht zu den Zielen der Kreationisten gehören.


Wie ich feststellen muss, hast du nicht gelesen, was ich dazu geschrieben habe. Schade. Aber dann bringt das nichts.
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Ein Terraner » Do 8. Mär 2018, 11:53

Ammianus hat geschrieben:(08 Mar 2018, 11:51)

Dann soll er da hinziehen, wo es das gibt und die Leute nicht mit seinem Schwachsinn terrorisieren. Denn genau das hat er getan. Er hat die Leute regelrecht terorrisiert. Und ich halte sein Verhalten und seine Ideologie für Schwachsinn. Die Leute leben da. Es ist ihre Welt, es ist ihre Schule, es ist ihr Leben. Basta.


Vielleicht musste er da hinziehen? Es geht hier um eine staatliche Grundschule, was soll der Mist ?
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Boraiel » Do 8. Mär 2018, 15:30

Ein Terraner hat geschrieben:(08 Mar 2018, 11:53)

Vielleicht musste er da hinziehen? Es geht hier um eine staatliche Grundschule, was soll der Mist ?

Ja, und die wird doch in Trägerschaft der Gemeinde sein. Wir leben hier in einer Demokratie, wenn die da 70% CDU wählen, können die die Schule natürlich auch nach Christophorus benennen oder häufige Cooperationen mit der örtlichen Pfarrei vereinbaren. Die Schule ist dem Typen schon entgegen gekommen, anderes von ihm ist ziemlich verfehlt, auch seine Tochter leidet offensichtlich unter dem Wahn des Vaters.
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Ein Terraner » Do 8. Mär 2018, 15:45

Boraiel hat geschrieben:(08 Mar 2018, 15:30)

Ja, und die wird doch in Trägerschaft der Gemeinde sein. Wir leben hier in einer Demokratie, wenn die da 70% CDU wählen, können die die Schule natürlich auch nach Christophorus benennen oder häufige Cooperationen mit der örtlichen Pfarrei vereinbaren. Die Schule ist dem Typen schon entgegen gekommen, anderes von ihm ist ziemlich verfehlt, auch seine Tochter leidet offensichtlich unter dem Wahn des Vaters.

Die Schule/Pfarrer hat die Vereinbarung gebrochen falls dir das entgangen ist.

Und es ist eine staatliche Grundschule und kein Kloster, wenn die Gemeinde das will kann sie gerne eine religiöse Privatschule aufziehen. Vater und Tochter haben ein Recht darauf in einer verpflichteten Grundschule von Religion verschont zu bleiben, es würde mich hier wirklich freuen wenn es zu einer Verhandlung kommen würde. Wird ähnlich ausgehen wie beim Kruzifix.
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon nasziv » Do 8. Mär 2018, 19:19

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Mar 2018, 16:12)
Kreationisten verwenden den Begriff Theorie falsch. Die Evolution ist de fakto bewiesen. Die Kreationisten können der Evolutionstheorie nur Behauptungen entgegensetzen. Und sonst nichts. Da ist also kein Aspekt und kein Ansatz. Und daher auch keine Basis den Kreationismus im Unterricht zu behandeln.

Kreationisten verwenden den Begriff Theorie eigentlich nicht. So wie du "de facto (nach Lage der Dinge)" für die Wissenschaft verwendest, müsstest du "de jure (dem Gesetze nach)" für Glauben und Religion parallel verwenden. Diese "Gesetze" sind nicht nur Bestandteil dieser Gesellschaft, sie waren es schon immer seit den ersten Riten und Ritualen in menschlichen Gemeinschaften, seit "Bewusstsein" in Erscheinung getreten ist. Solange dieses "Bewusstsein" existiert, wird sich nichts an diesem Glauben in verschiedensten Ausprägungen ändern ( dies sind nun eher philosophische als naturwissenschaftlich-anthropologische Aspekte).

Insofern sollten wir, ein jeder ist schließlich davon betroffen, damit umgehen und dies respektieren. In der Verfassung ist dies so berücksichtigt, imho nicht ohne Grund.
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 8. Mär 2018, 19:32

Kreationismus gehört in den Religionsunterricht, in Biologie sollte man so einen Quatsch nicht behandeln.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Kreationismus in deutschen Schulen?

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 8. Mär 2018, 19:50

nasziv hat geschrieben:(08 Mar 2018, 19:19)

Kreationisten verwenden den Begriff Theorie eigentlich nicht. So wie du "de facto (nach Lage der Dinge)" für die Wissenschaft verwendest, müsstest du "de jure (dem Gesetze nach)" für Glauben und Religion parallel verwenden. Diese "Gesetze" sind nicht nur Bestandteil dieser Gesellschaft, sie waren es schon immer seit den ersten Riten und Ritualen in menschlichen Gemeinschaften, seit "Bewusstsein" in Erscheinung getreten ist. Solange dieses "Bewusstsein" existiert, wird sich nichts an diesem Glauben in verschiedensten Ausprägungen ändern ( dies sind nun eher philosophische als naturwissenschaftlich-anthropologische Aspekte).

Insofern sollten wir, ein jeder ist schließlich davon betroffen, damit umgehen und dies respektieren. In der Verfassung ist dies so berücksichtigt, imho nicht ohne Grund.


So harmlos sind die Leute nicht. In den USA wird der wissenschaftliche Darwinismus schleichend aus dem Schulunterricht verdrängt und der Kreationismus als valide Wissenschaft dargestellt. Was er nicht ist. Dies bestätigen US-Gerichtsurteile.

Ich befürchte dass die Kreationisten oder Evangelikalen mit ihrer auf nichts beruhenden Rechthaberei eine Gefahr für jede freie Gesellschaft sind. Ich halte sie für verfassungsfeindlich.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)

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