Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

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H2O
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Re: ÖR überhaupt noch ernst nehmen?

Beitragvon H2O » Do 14. Dez 2017, 00:13

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(04 Nov 2017, 20:04)

Deine Frage ist interessant.

Tatsächlich betrifft es beide. Bei digitalem Breitband DVB-C (Kabel-TV), DVB-T (Antenne Digital), DVB-S (Digitalsatellit), DAB ("Digitalradio") wird die eigentliche Information (Bild/Ton/Videotext) per Signalpegelwechsel innerhalb eines fixen Frequenzbandes vermittelt. Dabei ist für ein fixes Sendegebiet Wurst, ob viele oder wenige zuhören/zusehen oder überhaupt angeschlossen sind, es kostet weitgehend dasselbe. Diese Verfahren laufen komplett unabhängig von dem, was landläufig "Internet" heißt.

Dann gibt es "IP-TV" - dabei wird per IP-Multicast oder IP-Broadcast über eine Glasfaser- oder Kupferleitung eine Information als Paketstrom einmal ausgesandt ohne konkreten Empfängerkreis. Gesendet wird "immer", wie beim Breitbandempfang, nur eben wird der Datenstom in einzelne Pakete zerhackt. Das ist grob vereinfacht, aber für eine fixe Installation gilt auch hier, dass die Kosten ungefähr fix sind. Der Sender speist sein Signal einmal ein und, von einigen Verteilern abgesehen, wird es an alle potentiellen Empfänger multipliziert. Das entspricht weitgehend Wurfpost. Das ganze wird aus kommerziellen Gründen verschlüsselt, ein Rückkanal findet auch hier kaum oder gar nicht statt. Die Basistechnik ist im Prinzip "das Internet", aber mit einigen Besonderheiten. In der Regel rechnet der Netzbetreiber den Verkehr für sein eigenes Multicast-Angebot nicht als Internet-Verkehr mit dem Kunden ab. Die Grundkosten sind für den Sender auch hier für ein fixes Gebiet hoch und rechnen sich nur für ein gewisses Niveau an Kunden im Gebiet.

Webradio, Amazon Prime Video, Netflix, Youtube usw sind ganz anders. Hier kannst du weltweit potentiell überall, auch über Funknetz, das Angebot empfangen. Alle nationalen Einschränkungen sind rein künstlich und rechtebezogen. Dass der Tatort nur in Deutschland und nur zwischen 20 und 8 Uhr aus der Mediathek geholt werden darf, ist rein künstlich. Es gibt keinen technischen Grund. Hier freut sich der Netzanbieter, denn der Inhalte-Anbieter muss jedes Paket über das allgemeine TCP/IP-Netz ("Internet") an den Empfänger persönlich adressieren und der muss einzelne Datenpakete oder Paketgruppen bestätigen und die nächsten anfordern, sonst hört der Absender auf. Wie bei der Post. Das heißt für n Empfänger n mal senden, n mal Uplink bezahlen. Die Grundkosten für die Übertragung überhaupt sind lächerlich (für die Übertragung - die Schauspieler wollen freilich bezahlt werden für Krimi, Fußball oder Reality TV), dafür skalieren die Kosten mit der Zahl der tatsächlichen Nutzer. Das ist im Vergleich zu Multicast/Broadcast sauteuer. Es rechnet sich nur für Nischenanbieter, für die Versorgung von Diaspora und für den Abruf von Inhalten "auf Bestellung". Das ganze normale Internet funktioniert so. Deshalb verbraucht Webradio oder Streaming (Itunes, Napster, Deezer... fuck you, Google Music) dein Datenvolumen und der Netzanbieter freut sich.

Jetzt noch zum Empfang per LTE/UMTS - da gibt es keine Reserven für ein Multicast-Angebot. Das ganze LTE-Netz ist in Zellen unterteilt und hoffnungslos überbucht. LTE ist schneller als alles, was es davor gab. Eine typische LTE-Zelle im Großstadtbereich ist 80-220fach überbucht. Das heißt, wenn wir idealen Empfang voraussetzen, keine Störung durch andere Funker, keine Reflexion von Gebäuden, keine Wettereffekte, dann haben wir auf einem nominellen LTE-Kanal 80 bis 220 Leute, die sich diese Kapazität teilen. Das reicht dicke für Email, Twitter, Facebook, "surfen", chatten, Forum, Whatsapp. Das reicht nicht für "Streaming für alle". 80 mal Youporn in einem LTE-Äquivalent can't get no satisfaction, no, no, no, no. Entsprechend schaut man, dass man das eben vermeidet.

Das ist alles grob vereinfacht, lässt wichtige Optimierungen aus, aber auch zusätzliche Flaschenhälse. Grob vereinfacht gesagt ist es viel billiger, eine fixe Anzahl Sender per Fernsehkabel, Funkfrequenz, Satellit oder sonst wie in ein Empfangsgebiet auszusenden und sich - rein technisch - nicht zu kümmern, wieviele und wer das gerade empfangen will. Es doch zu tun ist dann eine Frage von Markt, Nachfrage, Geschäftsmodell - etwa per Verschlüsselung und Decoderbox, die dann durchaus auch Nutzungen via Internet zurückmelden könnten - was sie oftmals Stand heute nicht tun (können, dürfen).

Deshalb kannst du tausende Webradiosender haben, aber nicht alle Nachbarn zugleich können das am Telefon im Garten abholen.

Ist wie mit der Feuerwehr. Die kann zu jedem potentiell zügig ausrücken, aber nicht zu allen auf einmal. Aber Werbung kriegt ihr alle - nur nicht (überwiegend) persönlich.


Mit dieser umfassenden Darstellung habe ich jetzt meine Probleme. Ich habe in der polnischen Puszcza ein Haus mit Internetanschluß (Richtantenne auf eine Sendestation ausgerichtet). Der Anschluß ist einigermaßen leistungsfähig für Videoübewachungskameras in Haus und Grundstück.

Mit meinem Smartphone kann ich eine Unzahl von deutschen Radiosendern über das WLAN meines Routers empfangen, natürlich immer nur einen zu einer Zeit. Nehmen wir DLF24... dazu gibt es eine App. Ich kann mir augenblicklich nicht vorstellen, daß meine App einen höchst persönlichen Kanal zum DLF nach Köln durchschaltet.

Ich habe mir vorgestellt, daß die Station DLF24 ständig einen Kanal im Internet versorgt. Wenn ich dann mithören möchte, dann wird in Richtung Köln gesucht, bis der erste Treffer in einer Zwischenstation erzielt wird. Dann schaltet die Zwischenstation diesen Kanal auf mein Smartphone durch. Wenn mein Nachbar dann auch DLF24 hören will, dann wird seine App schon auf dem ersten Knoten in Richtung Köln fündig; vermutlich gleich auf unserer gemeinsamen Sendestation in Polen.

Wie läuft das Geschäft denn wirklich ab?
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Re: ÖR überhaupt noch ernst nehmen?

Beitragvon Alster » Do 14. Dez 2017, 23:09

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:Es handelt sich nicht um Steuern.

eine einfache Wiederholung der Behauptung ist zu dünn. Der sog. "Beitrag" wird voraussetzungslos von der Allgemeinheit erhoben, hat mithin Steuercharakter.


Sole.survivor@web.de hat geschrieben:- Asylbewerber
- Armutsrentner
- Hartzer und Aufstocker
- Fälle der Kriegsopferversorgung nach Bundesversorgungsgesetz
- Empfänger von Pflegezulage
- Stationär eingewiesene Irre
- Bafög-Empfänger
- Ausbildungsbeihilfe-Empfänger
- Empfänger von Ausbildungsgeld.

Das ist schon ein erheblicher Kreis.

allein der demagogische Trick eine befreiungsfähige Gruppe in viele Untergruppen aufzuspalten macht aus einer unsozial ausgestalteten Abgabe noch keine soziale. Eine Entlastung niedriger Einkommen ist innerhalb der Rundfunksteuer nicht vorgesehen.


Sole.survivor@web.de hat geschrieben:Wer als Freiberufler nichts verdient, sollte vielleicht seine wirtschaftliche Existenz hinterfragen. Entweder ist es mit der Armut nicht weit her oder die Arbeit taugt so nichts.

Wenn man einem prekärer Beschäftigungsverhältnis durch bloßes "Hinterfragen" entgehen könnte, gäbe es die wohl nicht.
Selbstverständlich wird ein Teil der prekär Beschäftigten durch die unsoziale Gestaltung der Rundfunksteuer in den Leistungsbezug gedrängt. Und zwar genau dann wenn die damit verbundene Enteignung als das kleinere Übel erscheint.
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Re: ÖR überhaupt noch ernst nehmen?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 14. Dez 2017, 23:27

Alster hat geschrieben:(14 Dec 2017, 23:09)

eine einfache Wiederholung der Behauptung ist zu dünn. Der sog. "Beitrag" wird voraussetzungslos von der Allgemeinheit erhoben, hat mithin Steuercharakter.

Das ist nicht korrekt. Der Beitrag wird nicht oder vermindert erhoben von Menschen, die körperlich das ÖR-Angebot nicht rezipieren können.

allein der demagogische Trick eine befreiungsfähige Gruppe in viele Untergruppen aufzuspalten macht aus einer unsozial ausgestalteten Abgabe noch keine soziale. Eine Entlastung niedriger Einkommen ist innerhalb der Rundfunksteuer nicht vorgesehen.

Wer ein Einkommen oberhalb der Grenzen verschiedener Sicherungssysteme hat, hat kein niedriges Einkommen.

Wenn man einem prekärer Beschäftigungsverhältnis durch bloßes "Hinterfragen" entgehen könnte, gäbe es die wohl nicht.

Man muss nach dem merken auch handeln.
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Re: ÖR überhaupt noch ernst nehmen?

Beitragvon Polibu » Do 14. Dez 2017, 23:33

TV ist abgeschafft. Unnötiger altmodischer Müll. Ich gucke mir im Internet das an, was mich interessiert. Dokus, Reportagen, Berichte. Zwischendurch mal einen Film leihen oder kaufen oder bei Netflix eine Serie, die mich interessiert. Aber der Fernseher ist schon lange weg. Die Privatsender sind mir zu dämlich und die ÖR werden auch immer schlimmer.
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Re: ÖR überhaupt noch ernst nehmen?

Beitragvon Alster » Fr 15. Dez 2017, 18:00

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:Das ist nicht korrekt. Der Beitrag wird nicht oder vermindert erhoben von Menschen, die körperlich das ÖR-Angebot nicht rezipieren können.

Die Möglichkeit einer Steuerbefreiung für Behinderte steht einem Steuercharakter einer Abgabe nicht entgegen.


Sole.survivor@web.de hat geschrieben:Wer ein Einkommen oberhalb der Grenzen verschiedener Sicherungssysteme hat, hat kein niedriges Einkommen.

Wenns genehm ist definiert man mal schnell ad hoc niedriges Einkommen = Bedürftigkeit. Taschenspielertricks machen aus einer unsozialen Abgabe keine soziale.


Sole.survivor@web.de hat geschrieben:Man muss nach dem merken auch handeln.

dazu schrieb ich längst:
Alster hat geschrieben:Selbstverständlich wird ein Teil der prekär Beschäftigten durch die unsoziale Gestaltung der Rundfunksteuer in den Leistungsbezug gedrängt. Und zwar genau dann wenn die damit verbundene Enteignung als das kleinere Übel erscheint.



Edit: fehlerhafte Zitierung korrigiert
Zuletzt geändert von Alster am Sa 16. Dez 2017, 12:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ÖR überhaupt noch ernst nehmen?

Beitragvon Excellero » Fr 15. Dez 2017, 19:16

Selina hat geschrieben:(30 Sep 2017, 19:38)
wenn die Nationalisten erst in den Rundfunkräten sitzen.


Die Nationalisten werden nie in den Räten sitzen, denn wenn Die Nationalisten am Werke sind, gibts kein ÖR mehr. :D :thumbup:
Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen, muß man eigenen haben.
-Immanuel Kant
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ÖR - Zwangsfinanzierte Meinungsmachmaschine?

Beitragvon jack000 » So 17. Dez 2017, 10:32

An diesem dritten Adventsonntag wartet die ARD mit der Tatort-Folge Nummer 1.039 auf. Der Titel lautet: „Dunkle Zeit“. Worum geht es? Nina Schramm (Anja Kling) ist Fraktionsvorsitzende der „Neuen Patrioten“. Sie wird zum Ziel von Hass-Posts und Morddrohungen. Hauptkommissar Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) und Oberkommissarin Julia Grosz (Franziska Weisz) werden deshalb zu Schramms persönlichem Schutz abgestellt. Als Schramms Wagen durch eine Explosion zerstört und dabei ihr Ehemann Richard getötet wird, melden rechte Netzwerke den Anschlag eines „linken Mobs“ und werfen der Polizei vor, tatenlos zuzusehen. Für die Ermittler ergeben sich allerdings Ungereimtheiten. Wie es ausgeht, kann man sich denken: Die Täter waren innerparteiliche Gegner vom noch extremeren Flügel mit Kontakten zu ganz radikalen Gruppen.

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/ ... -maskiert/

Tatort war doch mal eine Serie in der spannende Krimis dargestellt wurden. Diese Zeiten sind nun vorbei sondern auch der Tatort dient zur Meinungsmache. Die Ähnlichkeit mit Alice Weidel ist natürlich totaler Zufall:
http://www.tagesspiegel.de/images/hepro ... First=true

So wird sich eine Geschichte ausgedacht um die Realität halt so hinzudrehen wie es die Ideologie vorschreibt. Wenn irgendwas nicht wichtig ist, dann die Realität an sich, denn es sind ausschließlich linksorientierte Gewalttäter und Gegner von Meinungsfreiheit, die Gewalt (sowohl körperlich wie auch physisch) gegen AfD-Mitglieder ausüben. z.B. ein tatsächlich zerstörtes Auto :
https://www.welt.de/regionales/nrw/arti ... tiker.html

Angefangen hat die 100% Propaganda und Meinungsmache mit der Drecksserie Lindenstrasse und weitet sich nun auf alle Teile des ÖR aus. Wie kann sich der ÖR anmaßen unter dem Deckmantel einer Krimiserie eine 100% Propaganda zu betreiben? Wie kann diesen Machenschaften ein Ende gesetzt werden? Wer sind die eigentlichen Verantwortlichen dahinter die man zur Rechenschaft ziehen muss?
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."
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Re: ÖR - Zwangsfinanzierte Meinungsmachmaschine?

Beitragvon Polibu » So 17. Dez 2017, 10:34

Ich habe es nur am Rande mitbekommen. Wollte mich diesbezüglich noch schlau machen. Aber so wie es auf dem ersten Blick aussieht scheint das Propaganda zu sein. Wird natürlich nicht vielen Menschen auffallen. Das ist ja das gefährliche an Propaganda.
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Re: ÖR überhaupt noch ernst nehmen?

Beitragvon Alster » So 17. Dez 2017, 11:04

Excellero hat geschrieben:(15 Dec 2017, 19:16)Die Nationalisten werden nie in den Räten sitzen ...

Die sitzen jetzt schon in den Räten, da die Parteien ihre über Jahrzehnte ausgemauschelten Proporzregelungen nicht einfach wegen der AfD kippen können/wollen.
z.B.:
https://www.mdr.de/mdr-rundfunkrat/mitg ... index.html


Excellero hat geschrieben:denn wenn Die Nationalisten am Werke sind, gibts kein ÖR mehr.

Du meinst sicher irgendwas im Sinne von "gibts kein STAATSFERNES ÖR mehr".
Das gibts jetzt auch schon nicht mehr. Das BVerfG hat schon 2014 festgestellt, dass die Staatsferne nicht gegeben ist. Zumindest für den Zeitraum bis 2014 steht also schwarz auf weiss, dass wir mit der Sprachregelung der sog. Staatsferne jahrzehntelang verarscht worden sind.
Was seither geändert worden ist, das ist m.E. noch nicht mal halbherzig.
mehr dazu:
http://www.tagesspiegel.de/medien/urtei ... 63170.html


Nochmal zur Eingangsfrage: ÖR überhaupt noch ernst nehmen?

In diesem Thread hat bereits ein user mit dem Hinweis auf
https://www.youtube.com/watch?v=-6hUhjyIW9E
wie unser Staatsfunk seine Pflicht zu einem Bildungsangebot im Bereich Deutsch für arabischsprachige Ausländer sieht.

Der BBC zeigt, dass es international durchaus öffentliche Sender gibt, die ihre Aufgaben ernst nehmen
http://www.bbc.com/arabic/learningenglish
http://www.bbc.com/arabic/exr.shtml

Dabei kostet der BBC mit 4,7 Mrd EUR deutlich weniger als der deutsche Staatsfunk mit knapp 8 Mrd.
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Re: ÖR - Zwangsfinanzierte Meinungsmachmaschine?

Beitragvon Alster » So 17. Dez 2017, 11:11

Polibu hat geschrieben:(17 Dec 2017, 10:34)

Ich habe es nur am Rande mitbekommen. Wollte mich diesbezüglich noch schlau machen. Aber so wie es auf dem ersten Blick aussieht scheint das Propaganda zu sein. Wird natürlich nicht vielen Menschen auffallen. Das ist ja das gefährliche an Propaganda.



Der Welt-teuerste ÖR hat schlicht Angst ums Geld, macht also Propaganda in eigener Sache. Gegenüber der Propagandafunktion des deutschen ÖR geht gleichzeitig der Bildungsauftrag immer mehr den Bach runter. Um Mehrfachposts zu vermeiden verweise ich auf meinen Beitrag:

(17 Dec 2017, 11:04)

aber wir können natürlich auch gerne hier weiter diskutieren.
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Re: ÖR - Zwangsfinanzierte Meinungsmachmaschine?

Beitragvon Teeernte » So 17. Dez 2017, 11:29

Alster hat geschrieben:(17 Dec 2017, 11:11)

Der Welt-teuerste ÖR hat schlicht Angst ums Geld, macht also Propaganda in eigener Sache. Gegenüber der Propagandafunktion des deutschen ÖR geht gleichzeitig der Bildungsauftrag immer mehr den Bach runter. Um Mehrfachposts zu vermeiden verweise ich auf meinen Beitrag:

(17 Dec 2017, 11:04)

aber wir können natürlich auch gerne hier weiter diskutieren.


Grade bei MORD - ist DEUTLICH der Bildungsauftrag zu sehen - Kinderlein , was hat der Mörder heute falsch gemacht ?

Der hat sein DNA Profil hinterlassen - und sein Handy zum Tatort mitgenommen. Ansonsten scheint es einfach - einen Mord zu begehen...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: ÖR - Zwangsfinanzierte Meinungsmachmaschine?

Beitragvon Quatschki » So 17. Dez 2017, 11:40

Wenn die Wirklichkeit zu wenig hergibt, um das konstruierte Feindbild plausibel zu machen, muß eben die Fiktion helfen
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: ÖR - Zwangsfinanzierte Meinungsmachmaschine?

Beitragvon Skull » So 17. Dez 2017, 22:05

jack000 hat geschrieben:(17 Dec 2017, 10:32)

Tatort war doch mal eine Serie in der spannende Krimis dargestellt wurden. Diese Zeiten sind nun vorbei sondern auch der Tatort dient zur Meinungsmache. Die Ähnlichkeit mit Alice Weidel ist natürlich totaler Zufall:
http://www.tagesspiegel.de/images/hepro ... First=true

So wird sich eine Geschichte ausgedacht um die Realität halt so hinzudrehen wie es die Ideologie vorschreibt. Wenn irgendwas nicht wichtig ist, dann die Realität an sich, denn es sind ausschließlich linksorientierte Gewalttäter und Gegner von Meinungsfreiheit, die Gewalt (sowohl körperlich wie auch physisch) gegen AfD-Mitglieder ausüben. z.B. ein tatsächlich zerstörtes Auto.

Ich fand den Tatort ... gut.

Und einige angesprochene eventuelle Parallelen zur echten Welt ... haben mir ... wirklich gefallen. :)

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Re: ÖR - Zwangsfinanzierte Meinungsmachmaschine?

Beitragvon Schnitter » So 17. Dez 2017, 22:48

Das war einer der wenigen wirklich guten Tatorte muss ich sagen.
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Re: ÖR - Zwangsfinanzierte Meinungsmachmaschine?

Beitragvon Charles » Mo 18. Dez 2017, 00:41

jack000 hat geschrieben:(17 Dec 2017, 10:32)
Angefangen hat die 100% Propaganda und Meinungsmache mit der Drecksserie Lindenstrasse und weitet sich nun auf alle Teile des ÖR aus. Wie kann sich der ÖR anmaßen unter dem Deckmantel einer Krimiserie eine 100% Propaganda zu betreiben?


Film ist ein sehr geeignetes Medium für Propaganda. Das haben schon die Nazis erkannt. In Filmen versteckte Propaganda wirkt subtiler und eindringlicher. Und wie Goebbels schon festgestellt hat, ist die wirksamste Propaganda immer die, die so subtil und versteckt daherkommt, dass derjenige, den sie erreichen soll, das gar nicht bemerkt.
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Re: ÖR - Zwangsfinanzierte Meinungsmachmaschine?

Beitragvon think twice » Mo 18. Dez 2017, 07:05

jack000 hat geschrieben:(17 Dec 2017, 10:32)

Angefangen hat die 100% Propaganda und Meinungsmache mit der Drecksserie Lindenstrasse und weitet sich nun auf alle Teile des ÖR aus. Wie kann sich der ÖR anmaßen unter dem Deckmantel einer Krimiserie eine 100% Propaganda zu betreiben? Wie kann diesen Machenschaften ein Ende gesetzt werden? Wer sind die eigentlichen Verantwortlichen dahinter die man zur Rechenschaft ziehen muss?

Ja, ja, aber wenn im Tatort ein Ehrenmord thematisiert wird, dann bist du der Erste, der kreischt: "Hat man doch im Tatort gesehen, wie das hier abgeht in Deutschland!"
Sei nie zu den Bescheidenen überheblich und zu den Überheblichen bescheiden.
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Re: ÖR - Zwangsfinanzierte Meinungsmachmaschine?

Beitragvon Skull » Mo 18. Dez 2017, 07:41

Ich finde es gut, das die Tatortserie aktuelle Probleme und deren gesellschaftlichen
Entwicklungen aufnimmt und verarbeitet. Gerade auch bei diesem Tatort. Fand ich treffend.

Wenn ich somit von der mir nicht bewussten versteckten Propaganda manipuliert werde. :?:

Aber vielleicht kann mir ja jemand sagen, was die Propaganda bei mir durch den Tatort gemacht hat. :p

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Re: ÖR - Zwangsfinanzierte Meinungsmachmaschine?

Beitragvon Moses » Mo 18. Dez 2017, 07:52

Skull hat geschrieben:(18 Dec 2017, 07:41)

Ich finde es gut, das die Tatortserie aktuelle Probleme und deren gesellschaftlichen
Entwicklungen aufnimmt und verarbeitet. Gerade auch bei diesem Tatort. Fand ich treffend.

Wenn ich somit von der mir nicht bewussten versteckten Propaganda manipuliert werde. :?:

Aber vielleicht kann mir ja jemand sagen, was die Propaganda bei mir durch den Tatort gemacht hat. :p

mfg


Ist es nicht immer so, dass die politischen Ränder "Meinungsmache und Propaganda" schreien, wenn Ihre Seite persifliert wird? ;)
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: ÖR - Zwangsfinanzierte Meinungsmachmaschine?

Beitragvon Skull » Mo 18. Dez 2017, 07:55

Moses hat geschrieben:(18 Dec 2017, 07:52)

Ist es nicht immer so, dass die politischen Ränder "Meinungsmache und Propaganda" schreien,
wenn Ihre Seite persifliert wird? ;)

Na klar. Und deren Problem ist ja auch immer die mangelnde Selbstreflexion und Selbstkritik.

Andere und anderes kritisieren...natürlich...das aufs Schärfste.
Selbst dagegen kritisiert werden...geht aber gar nicht. :D

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Re: ÖR - Zwangsfinanzierte Meinungsmachmaschine?

Beitragvon schelm » Mo 18. Dez 2017, 09:56

verlagert :

odiug schrieb :
Also ersten, ließ den Staatsvertrag zum öffentlichen Rundfunk. : https://de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkstaatsvertrag
Da steht drin, war die "Staatsmedien", oder "Lügenpresse" zu leisten haben und wie sie ihren Auftrag gerecht werden und warum dies eine öffentliche Aufgabe ist und eben keine private.

Was soll das deinerseits werden ? Der allgemein beliebte Versuch Argumenten mit falschen Dichotomien zu begegnen ? Entweder ÖR so wie er ist, oder der Auftrag medialer Grundversorgung kann nicht erfüllt werden ? Das Dilemma besteht nicht, es greift bei Bürgern mit Verstand auch nicht als Tool, um sich gegen systemische Kritik an der Struktur des ÖR zu immunisieren.

Zur Disposition stünde die Definition, was Grundversorgung umfasst. Zur Disposition stünde die Definition, wie diese Grundversorgung zu finanzieren wäre. Zur Disposition stünde der Hang Grundversorgung mit selektiver, erzieherisch ausgelegter/ kommentierter Information zu verwechseln. Zur Disposition stünde der ÖR an sich in seiner derzeitigen Form, je nach Ergebnis der Definition der vorherigen Aspekte.

All das zu hinterfragen und ggf. zu reformieren wird jedoch durch eine gesellschaftliche Verfilzung dieser Medien mit der etablierten Politik verhindert, so dass im Ergebnis auch eine nutzungsunabhängige Zwangsfinanzierung, die allerdings nicht Steuer genannt werden darf, durchgesetzt werden kann, das volle Programm, von Mahnung, Pfändung bis Erzwingungshaft. Das soll eine Demokratie und ein Rechtsstaat sein ? Davon hab ich eine andere Vorstellung.

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