Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

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Mehr, weniger?

Ja, mehr Politik, weniger Ökonomie
4
31%
Ja, mehr Politik, weniger MINT
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Ja, mehr Politik, weniger _________
1
8%
Es sollte alles in etwa so wie jetzt bleiben
1
8%
Nein, weniger Politik, mehr Ökonomie
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8%
Nein, weniger Politik, mehr MINT
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31%
Nein, weniger Politik, mehr _________
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Ein Terraner
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon Ein Terraner » Sa 16. Dez 2017, 17:02

shanti hat geschrieben:(16 Dec 2017, 14:54)

Bei "Für die Tonne" fehlen dagegen die Vorschläge irgendwie.


Aber gerne, als erstes müsste mal der Rückstau an Investitionen angegangen werden, so das wenigstens die Gebäude wieder richtig sicher und benutzbar werden. Anschließen sollte bei Thema Bildung ein Bundesweiter Standard ausgearbeitet werden, und wenn es zu Anfang wenigstens nur einheitliche Abschlüsse sind.


Wie es dann vom Unterricht her aufgebaut wird, da sollte man sich an denen orientieren die wirklich Ahnung davon haben, an den Lehrern.


Dann bin ich der Meinung das der Ansatz von Precht eine gute Grundlage wäre um darauf aufzubauen.


Aber alles in allem wird es nicht ohne Investitionen gehen und schon gar nicht ohne entsprechende Veränderungen in der Verantwortung.


Du darfst Boraiel ja gerne mit Argumenten wiedersprechen.


Nein, manche Sachen sind es nicht wert sich auch nur kurz damit zu befassen.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon Ein Terraner » Sa 16. Dez 2017, 17:19

shanti hat geschrieben:(16 Dec 2017, 14:54)

Na ja, das zeigt wenigstens einen Vorschlag auf, in welche Richtung man ein Schulsystem entwickeln könnte.


Nein, das zeigt eigentlich nur auf wie man es komplett vernichten könnte. Privatschulen gibt es jetzt auch schon, wenn man jetzt die Staatliche Bildung entfernt schneidet man einfach nur den Teil der sich keine Privatschulen leisten kann von Bildung ab, es entsteht eine Klassengesellschaft. Wenn man das nicht als wünschenswertes Ziel sieht ist das Thema schon durchdiskutiert.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon shanti » Sa 16. Dez 2017, 17:33

Ein Terraner hat geschrieben:(16 Dec 2017, 17:19)

Nein, das zeigt eigentlich nur auf wie man es komplett vernichten könnte. Privatschulen gibt es jetzt auch schon, wenn man jetzt die Staatliche Bildung entfernt schneidet man einfach nur den Teil der sich keine Privatschulen leisten kann von Bildung ab, es entsteht eine Klassengesellschaft. Wenn man das nicht als wünschenswertes Ziel sieht ist das Thema schon durchdiskutiert.

Ich bin nicht dafür, ein staatliches Bildungssystem zu entfernen.
trotzdem hat das Eine mit dem Anderen nichts zu tun.
Man kann jedem teil der Bevölkerung bildung finanzieren, egal ob die dann privat oder staatlich organisiert ist.
Nach dieser Logik dürften Ärzte nur staatlich angestellt sein, weil sonst keine Gesundheitsvorsorge für ärmere Schichten möglich wäre.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon Ein Terraner » Sa 16. Dez 2017, 17:46

shanti hat geschrieben:(16 Dec 2017, 17:33)

weil sonst keine Gesundheitsvorsorge für ärmere Schichten möglich wäre.


So ist es auch, https://www.welt.de/print-welt/article6 ... en-ab.html Jeder private Arzt bevorzugt auch privatpatienten.

Und sehr große Teile unseres Gesundheitswesen sind nicht Privatisiert aber auch hier wird es schlimmer, wenn du wissen willst wie ein privatisiertes Gesundheitswesen aussieht, dann schau nach Westen.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/64543 ... atisierung
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon shanti » Sa 16. Dez 2017, 18:38

Wie gesagt, ich bin nicht dafür, ein staatliches Bildungssystem zu entfernen,
ich wäre auch der Letzte, der unser Gesundheitsystem bejubeln würde.
Trotzdem stellen freiberufliche Ärzte auch für ärmere Schichten eine gute Gesundheitsvorsorge sicher und private Schulen füren nicht automatisch zu einem Klassen-Bildungssystem.
Im Gegenteil. Heute können sich nur sehr wohlhabende Eltern eine Privatschule leisten. Deshalb sammeln sich finanziell besser gestellte Schichten in Privatschulen. Wenn das Schulgeld vom Staat übernommen würde, würde auch die soziale Mischung in privaten Schulen anders aussehen.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon kaka » Sa 16. Dez 2017, 19:22

Umetarek hat geschrieben:(16 Dec 2017, 15:36)


Wie gesagt, man lernt denken. Das ist immer hilfreich und nicht alle Eltern kennen sich aus mit Platon, Nietsche usw


Ich finde, dass die ganzen theoretischen Methoden, die diese Leute beschrieben haben sowieso nur in einem geringem Maß in der Praxis anwendbar sind.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon kaka » Sa 16. Dez 2017, 19:24

shanti hat geschrieben:(16 Dec 2017, 18:38)

Wie gesagt, ich bin nicht dafür, ein staatliches Bildungssystem zu entfernen,
ich wäre auch der Letzte, der unser Gesundheitsystem bejubeln würde.
Trotzdem stellen freiberufliche Ärzte auch für ärmere Schichten eine gute Gesundheitsvorsorge sicher und private Schulen füren nicht automatisch zu einem Klassen-Bildungssystem.
Im Gegenteil. Heute können sich nur sehr wohlhabende Eltern eine Privatschule leisten. Deshalb sammeln sich finanziell besser gestellte Schichten in Privatschulen. Wenn das Schulgeld vom Staat übernommen würde, würde auch die soziale Mischung in privaten Schulen anders aussehen.


Kann es sein, dass du dir selber widersprichst mit den Privatschulen?
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon EvaZu » Sa 16. Dez 2017, 19:28

Kann mir nochmal jemand erklären, was genau der zwingende Zusammenhang sein soll zwischen "Mehr Politik an deutschen Schulen" und "staatliches vs. privates Schulsystem"? :?: Für mich folgt das Eine kein Stück aus dem Anderen.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon Misterfritz » Sa 16. Dez 2017, 19:32

EvaZu hat geschrieben:(16 Dec 2017, 19:28)

Kann mir nochmal jemand erklären, was genau der zwingende Zusammenhang sein soll zwischen "Mehr Politik an deutschen Schulen" und "staatliches vs. privates Schulsystem"? :?: Für mich folgt das Eine kein Stück aus dem Anderen.
Das ist wie im RL auch, da weichen Diskussionen auch schon mal vom eigentlichen Thema ab ;)
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon shanti » Sa 16. Dez 2017, 19:40

kaka hat geschrieben:(16 Dec 2017, 19:24)

Kann es sein, dass du dir selber widersprichst mit den Privatschulen?

Sein kann alles.
Aber könnte es sein, dass es auch andere Argumnte für staatliche Schulen gibt, als vermeintliche Bildungsgarantie für ärmere Schichten?
Und, könntest Du dir bitte die Mühe machen, zu erläutern, wo du den Widerspruch siehst. Ich bin da ganz ratlos.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon shanti » Sa 16. Dez 2017, 19:53

EvaZu hat geschrieben:(16 Dec 2017, 19:28)

Kann mir nochmal jemand erklären, was genau der zwingende Zusammenhang sein soll zwischen "Mehr Politik an deutschen Schulen" und "staatliches vs. privates Schulsystem"? :?: Für mich folgt das Eine kein Stück aus dem Anderen.


Du hast recht. das führt zu nichts.
Die Ausgangsthese war ungefähr sowas wie: es sollte nur private Schulen geben, dann könnten sich Eltern die Schule aussuchen, die politische Bildung in gewünschter Menge und Färbung bietet.
Aber so richtig überzeugend war das nicht vorgetragen, also, zurück zum Thema.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon Umetarek » Sa 16. Dez 2017, 20:57

kaka hat geschrieben:(16 Dec 2017, 19:22)

Ich finde, dass die ganzen theoretischen Methoden, die diese Leute beschrieben haben sowieso nur in einem geringem Maß in der Praxis anwendbar sind.

Es geht um die Denkstruktur, nicht um die daraus gezogenen Schlüsse, die Praxis ist irrelevant, wichtig ist die Fähigkeit neue Möglichkeiten zu erdenken.

Das läßt sich nicht direkt in rollende Münze umsetzen, aber erstens ist das durchaus ein Weg dorthin und zweitens, willst du das deine Kinder nur wirtschaftlich erfolgreich sind? Mir ist es wichtig, dass sie auf Dauer allein rumkommen und, das ist das Wichtigste, glücklich sind.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon kaka » Sa 16. Dez 2017, 20:58

shanti hat geschrieben:(16 Dec 2017, 18:38)

Wie gesagt, ich bin nicht dafür, ein staatliches Bildungssystem zu entfernen,
ich wäre auch der Letzte, der unser Gesundheitsystem bejubeln würde.
Trotzdem stellen freiberufliche Ärzte auch für ärmere Schichten eine gute Gesundheitsvorsorge sicher und private Schulen füren nicht automatisch zu einem Klassen-Bildungssystem.
Im Gegenteil. Heute können sich nur sehr wohlhabende Eltern eine Privatschule leisten. Deshalb sammeln sich finanziell besser gestellte Schichten in Privatschulen. Wenn das Schulgeld vom Staat übernommen würde, würde auch die soziale Mischung in privaten Schulen anders aussehen.


Ich meine, dass du einerseits sagst, dass private Schulen nicht automatisch zu einem Klassen-Bildungssystem führt, andererseits aber, dass finanziell besser gestellte Schichten sich in den Privatschulen sammeln.

Was nun?
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon kaka » Sa 16. Dez 2017, 21:03

Umetarek hat geschrieben:(16 Dec 2017, 20:57)

Es geht um die Denkstruktur, nicht um die daraus gezogenen Schlüsse, die Praxis ist irrelevant, wichtig ist die Fähigkeit neue Möglichkeiten zu erdenken.

Das läßt sich nicht direkt in rollende Münze umsetzen, aber erstens ist das durchaus ein Weg dorthin und zweitens, willst du das deine Kinder nur wirtschaftlich erfolgreich sind? Mir ist es wichtig, dass sie auf Dauer allein rumkommen und, das ist das Wichtigste, glücklich sind.




Zu aller erst wodurch wird Glück bestimmt, gute Noten, Mandarinen, Bannanen, etc.?

Sicher will ich, dass meine Kinder erfolgreich sind. In unserer Gesellschaft findet das vor allem durch die finanzielle Situation und Macht statt.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon Umetarek » Sa 16. Dez 2017, 21:05

kaka hat geschrieben:(16 Dec 2017, 21:03)

Zu aller erst wodurch wird Glück bestimmt, gute Noten, Mandarinen, Bannanen, etc.?

Sicher will ich, dass meine Kinder erfolgreich sind. In unserer Gesellschaft findet das vor allem durch die finanzielle Situation und Macht statt.

Dir ist bekannt, dass ab einem gestimmten Gehalt/Reichtum die Zufriedenheit abnimmt? Glück ist individuell und wird bestimmt nicht durch Erwartungsdruck begünstigt.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon shanti » Sa 16. Dez 2017, 21:13

kaka hat geschrieben:(16 Dec 2017, 20:58)

Ich meine, dass du einerseits sagst, dass private Schulen nicht automatisch zu einem Klassen-Bildungssystem führt, andererseits aber, dass finanziell besser gestellte Schichten sich in den Privatschulen sammeln.

Was nun?

Ach ja, ich hatte vorher einen Bildungsgutschein vorgeschlagen, der jedem ermöglicht, das Schulgeld an einer privaten Schule zu bezahlen.
Privat muß ja nicht gleich teurer heißen. schließlich wollte man jahrzehntelang alles privatisieren, weil die Privatwirtschaft so viel kostengünstiger arbeitet.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon ryu1850 » Sa 16. Dez 2017, 21:14

shanti hat geschrieben:(16 Dec 2017, 18:38)

Im Gegenteil. Heute können sich nur sehr wohlhabende Eltern eine Privatschule leisten. Deshalb sammeln sich finanziell besser gestellte Schichten in Privatschulen. Wenn das Schulgeld vom Staat übernommen würde, würde auch die soziale Mischung in privaten Schulen anders aussehen.


Aber wenn sie wollen, dass finanziell besser gestellter Schüler und "arme" auf die gleiche Schule gehen, warum wollen sie dann Privatschulen vom Staat bezahlen lassen und nicht einfach die Schüler von der Privatschule auf die Staatliche schicken? Dann wäre die soziale Mischung doch auch erreicht.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon kaka » Sa 16. Dez 2017, 21:21

shanti hat geschrieben:(16 Dec 2017, 21:13)

Ach ja, ich hatte vorher einen Bildungsgutschein vorgeschlagen, der jedem ermöglicht, das Schulgeld an einer privaten Schule zu bezahlen.
Privat muß ja nicht gleich teurer heißen. schließlich wollte man jahrzehntelang alles privatisieren, weil die Privatwirtschaft so viel kostengünstiger arbeitet.


Ich habe gehört, dass Bafög das bereits heute möglich macht.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon kaka » Sa 16. Dez 2017, 21:22

Umetarek hat geschrieben:(16 Dec 2017, 21:05)

Dir ist bekannt, dass ab einem gestimmten Gehalt/Reichtum die Zufriedenheit abnimmt? Glück ist individuell und wird bestimmt nicht durch Erwartungsdruck begünstigt.


Das meine ich, was hat das jetzt nur mit dem Fach Politik zu tun?
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon Umetarek » Sa 16. Dez 2017, 21:23

kaka hat geschrieben:(16 Dec 2017, 21:22)

Das meine ich, was hat das jetzt nur mit dem Fach Politik zu tun?

Wir hatten es gerade über Philosophie :)
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