Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

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Mehr, weniger?

Ja, mehr Politik, weniger Ökonomie
4
31%
Ja, mehr Politik, weniger MINT
0
Keine Stimmen
Ja, mehr Politik, weniger _________
1
8%
Es sollte alles in etwa so wie jetzt bleiben
1
8%
Nein, weniger Politik, mehr Ökonomie
1
8%
Nein, weniger Politik, mehr MINT
4
31%
Nein, weniger Politik, mehr _________
0
Keine Stimmen
Sonstiges -> Kommentar
2
15%
 
Abstimmungen insgesamt: 13
kaka
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon kaka » Fr 15. Dez 2017, 20:41

Umetarek hat geschrieben:(15 Dec 2017, 17:48)

Pfffff, nichts gegen die Klassik, aber Literatur ist doch sehr viel vielfältiger!

Meine Kinder hatten beide Informatik als Wahlfach ab der 11. Philosophie ist ein guter Ersatz für Religion. Sinnvoll sind denke ich Programmierspiele für auch kleinere Kinder, mir hats jedenfalls Spaß gemacht ab und an meinem Papa zu helfen.



Wie gesagt, wer kann mir bitte sagen wozu Philosophie gut ist, ich weiß es nicht??

Was meins du mit Programmierspielen?

Ich meinte eher, dass unsere Gesellschaft sicht verändert und immer mehr die Automatisierung im Raum steht. Deswegen sollte der Umgang mit der Informatik den Kindern beigebracht werden, wie z.B. VBA.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon kaka » Fr 15. Dez 2017, 20:44

ryu1850 hat geschrieben:(15 Dec 2017, 19:09)



Der Auftrag des Politikunterrichts ist es, eine Denkweise und die dazugehörige Methodik zu vermitteln. Es geht darum die Schüler im kritischen Denken zu auszubilden. Das Ziel des Politikunterrichts ist es nicht die Schüler mit einem gewissen Mindestmaß an "Fakten" auszustatten, sondern den Schülern die Fähigkeit zu vermitteln sich systematisch mit allen möglichen Themen auseinander zu setzen.
Politik ist das Fach in dem man sachliches! diskutieren lernt, deswegen sind die Inhalte auch nicht so wichtig sondern vor allem die Methodik.


Hmm... Dann finde ich das Fach wirklich absurd! Verweis:

www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/gemeinschaftsschule-bruchwiese-in-saarbruecken-der-brandbrief-schock-a-1183578.html
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon ryu1850 » Fr 15. Dez 2017, 21:13



Ich weiß jetzt nicht, was der Artikel mit Politikunterricht zu tun hat.

Warum finden sie das Fach denn absurd? Ist kritisches denken lernen für sie nichts was Kindern beigebracht werden sollte?
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon Umetarek » Sa 16. Dez 2017, 07:58

kaka hat geschrieben:(15 Dec 2017, 20:41)

Wie gesagt, wer kann mir bitte sagen wozu Philosophie gut ist, ich weiß es nicht??

Was meins du mit Programmierspielen?
Vor kurzem war das das Google doodle: https://www.google.com/doodles/celebrat ... ids-coding . Man ist als Eltern erst mal selbst verantwortlich, was die Kinder lernen, das sollte man sich klarmachen bevor man Kinder bekommt, Schule ist nur eine Zusatzveranstaltung.
Ich meinte eher, dass unsere Gesellschaft sicht verändert und immer mehr die Automatisierung im Raum steht. Deswegen sollte der Umgang mit der Informatik den Kindern beigebracht werden, wie z.B. VBA.

Philosophie regt das Denken an und auch das Grübeln über Moral, genau das ist auch sehr wichtig für unsere Kinder.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon Boraiel » Sa 16. Dez 2017, 11:42

frems hat geschrieben:(14 Dec 2017, 19:44)

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/sc ... 82795.html

Wobei man anmerken sollte, dass es zwischen den Bundesländern erhebliche Unterschiede gibt, wenn man die Stundenzahl der Schüler betrachtet: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/sc ... 25710.html

Was meint die werte Userschaft? Wurde die politische Bildung zu sehr vernachlässigt? Sind Ökonomie oder MINT persönlich und gesellschaftlich wichtiger? Oder sollte man andere Fächer wie Deutsch, Sport, Philosophie, Englisch oder was anderes zurückfahren? Oder ist es in Eurem Bundesland gut so wie es ist (nur auf die Anzahl der Stunden bezogen, nicht auf Schulausstattung, Klassengrößen, Lehrerausbildung o.ä.)

(Wer den Begriff nicht kennt: MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik)

Ich denke, dass sollte überhaupt kein Thema für einen demokratischen Mehrheitsentscheidung sein. Was wir brauchen sind Privatschulen, die um Schüler werben müssen, und das anbieten, was angemessen ist und die Eltern wollen.
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon kaka » Sa 16. Dez 2017, 12:28

ryu1850 hat geschrieben:(15 Dec 2017, 21:13)

Ich weiß jetzt nicht, was der Artikel mit Politikunterricht zu tun hat.

Warum finden sie das Fach denn absurd? Ist kritisches denken lernen für sie nichts was Kindern beigebracht werden sollte?


Der Artikel bezog sich auf deine Aussage über die Debatten. Da habe ich mich auf diesen Artikel bezogen, dass es sowieso bereits an manchen Schulen an Disziplin mängelt und man keine anarchischen Strukturen braucht.

Kritisch nachdenken lernt man, wie ich finde, in jedem Fach mehr oder weniger. Im Deutschunterricht schreibt man ja Erörterungen und Interprätationen. Da muss man sich mit der Thematik auch auseinandersetzen.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon kaka » Sa 16. Dez 2017, 12:31

Umetarek hat geschrieben:(16 Dec 2017, 07:58)

Vor kurzem war das das Google doodle: https://www.google.com/doodles/celebrat ... ids-coding . Man ist als Eltern erst mal selbst verantwortlich, was die Kinder lernen, das sollte man sich klarmachen bevor man Kinder bekommt, Schule ist nur eine Zusatzveranstaltung.
Philosophie regt das Denken an und auch das Grübeln über Moral, genau das ist auch sehr wichtig für unsere Kinder.


Den Verweis auf google verstehe ich nicht, deswegen werde ich mich darauf nicht beziehen.

Wenn man das Fach Philosophie braucht, um den Kindern Moral beizubringen, dann läuft in der Erziehung prinzipiel etwas falsch. Da hilft glaube ich auch keine Philosophie.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon ryu1850 » Sa 16. Dez 2017, 13:29

kaka hat geschrieben:(16 Dec 2017, 12:28)

Der Artikel bezog sich auf deine Aussage über die Debatten. Da habe ich mich auf diesen Artikel bezogen, dass es sowieso bereits an manchen Schulen an Disziplin mängelt und man keine anarchischen Strukturen braucht.


Disziplin ist der falsche Ansatz. Man will ja gerade bei den Schülern fördern, dass die bestehende Ordnung hinterfragt wird. Wenn ich Schülern nicht den Sinn einer Regel erklären kann, wie kann man dann erwarten, dass sie sich daran halten?
Kritisch nachdenken lernt man, wie ich finde, in jedem Fach mehr oder weniger. Im Deutschunterricht schreibt man ja Erörterungen und Interprätationen. Da muss man sich mit der Thematik auch auseinandersetzen.


Erörterungen sind ziemlich nah an dem dran um was es geht aber eine Stufe weiter. In Erörterungen stellt man ein Thema systematisch dar mit Pro und Contra Argumenten und entscheidet sich dann welche besser sind.
Der gewaltige Unterschied zur kritischen Methode ist, dass es dabei darum geht jedes einzelne Argument zu hinterfragen, sie also "tiefer geht". Die "Kritische Methode" bringt einem bei, wie man systematisch Argumente hinterfragt und "zerlegt".
Sie ist genau das, was einen Schüler zu einem mündigen Bürger macht.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon shanti » Sa 16. Dez 2017, 13:45

Diese Klagen gibt es seit jeher zu jedem Fach und Thema der Schule und aus jeder gesellschaftlichen Richtung.
Wahlweise wissen Schüler nichts über Goethe, die Wiedervereinigung und DDR, die deutschen Bundeskanzler, das bürgerliche Gesetzbuch, die Steuerpflicht, die Gefahren des Internets, den lieben Gott, Blumen und Bienen, verstehen keine englischsprachige FAQ, haben nie programmieren gelernt und können keine 5 km rennen und schaffen keinen Handstand.

Andererseits werden zum größten Teil Dinge gelehrt, die man nie wieder im Leben braucht: Eisenverhüttungsmethoden der Jungsteinzeit, griechische Götter und arabische Propheten, Goethes Zauberlehrling, Primzahlen, Magnetfelder, Desribonukleinsäure, Kopfstand und 100 Meterlauf, Computerprogrammierung, die deutschen Bundespräsidenten und das heilige römische Reich deutscher Nation und die DDR.
Bei den 15 Büchern, die man im Schulunterricht liest, sollte da unbedingt Schiller oder Herrndorf, Kafka, Wolf oder Tolkien, oder doch besser de Beauvoir dabei sein?

Das Ergebniss von Schule war und ist immer, dass man eigentlich noch gar nichts weiß.

Unsere Welt ist in einem immer rasanterem Wandel begriffen und mit ihr, das was wichtig ist, zu wissen.
Schule ist nicht dazu da, etwas bestimmtes zu lehren, sondern beizubringen, wie man nich selbst sein eigenes notwendiges Wissen erarbeitet.
Wenn Auschwitz eine gesellschaftliche Bedeutung hat, kennt die jeder, auch ohne Schule.

Ich habe mich nach meiner Schulzeit auch noch total dumm und ungebildet gefühlt.
Wesentliche Überlebenstechniken haben mir da immer noch gefehlt.

Aber auch ich habe dann auch ohne Schule gelernt, meine Steuererklärung zu machen, Wasserrohre zu löten,
Beuys zu geniesen, Sartre zu lesen, Pizzateig im Kühlschrank gehen zu lassen.

Das Problem ist nicht die Schule.
Wenn Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, Verbände, Bürgerinitiativen Jugendliche locken könnten, oder auf der Straße, in der Kneipe, im Fitnessstudio oder zuhause am Küchentisch über gesellschaftliche Themen gesprochen würde, wüsste jeder Jugendliche mit Auschwitz etwas anzufangen.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon Ein Terraner » Sa 16. Dez 2017, 13:59

frems hat geschrieben:(14 Dec 2017, 19:44)

Was meint die werte Userschaft?


Da das Schulsystem in Deutschland Bundesweit für die Tonne ist und es bundesweit an funktionierenden und sicheren Schulgebäuden fehlt, bin ich der Meinung das sich die Frage erübrigt.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon shanti » Sa 16. Dez 2017, 14:54

Boraiel hat geschrieben:Ich denke, dass sollte überhaupt kein Thema für einen demokratischen Mehrheitsentscheidung sein. Was wir brauchen sind Privatschulen, die um Schüler werben müssen, und das anbieten, was angemessen ist und die Eltern wollen.


Na ja, das zeigt wenigstens einen Vorschlag auf, in welche Richtung man ein Schulsystem entwickeln könnte.

Ein Terraner hat geschrieben:
Da das Schulsystem in Deutschland Bundesweit für die Tonne ist und es bundesweit an funktionierenden und sicheren Schulgebäuden fehlt, bin ich der Meinung das sich die Frage erübrigt.


Bei "Für die Tonne" fehlen dagegen die Vorschläge irgendwie.
Du darfst Boraiel ja gerne mit Argumenten wiedersprechen.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon ryu1850 » Sa 16. Dez 2017, 15:11

Boraiel hat geschrieben:(16 Dec 2017, 11:42)

Ich denke, dass sollte überhaupt kein Thema für einen demokratischen Mehrheitsentscheidung sein. Was wir brauchen sind Privatschulen, die um Schüler werben müssen, und das anbieten, was angemessen ist und die Eltern wollen.


Es gibt doch schon Private Schulen und Internate.
Aber wie wollen sie Privatschulen für arme Kinder finanzieren?
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon shanti » Sa 16. Dez 2017, 15:28

ryu1850 hat geschrieben:(16 Dec 2017, 15:11)

Es gibt doch schon Private Schulen und Internate.
Aber wie wollen sie Privatschulen für arme Kinder finanzieren?


Es gibt ja eine Allgemeine Schulpflicht.
Natürlich könnte man jedem Kind einen Bildungsgutschein über einen bestimmten Betrag ausstellen, womit die Eltern es dann da anmelden könnten, wo sie möchten.
Nur: wer würde sich trauen, so einen Gutschein zu kürzen, weil die Regierung im Bildungsbereich sparen müsste.
Welchen Anreiz hätten Schulen dann noch, wirtschaftlicher zu werden?
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon Umetarek » Sa 16. Dez 2017, 15:36

kaka hat geschrieben:(16 Dec 2017, 12:31)

Den Verweis auf google verstehe ich nicht, deswegen werde ich mich darauf nicht beziehen.
Das ist ein Beispiel für ein Programmierungsspiel für gaaaaanz Kleine
Wenn man das Fach Philosophie braucht, um den Kindern Moral beizubringen, dann läuft in der Erziehung prinzipiel etwas falsch. Da hilft glaube ich auch keine Philosophie.

Wie gesagt, man lernt denken. Das ist immer hilfreich und nicht alle Eltern kennen sich aus mit Platon, Nietsche usw
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon ryu1850 » Sa 16. Dez 2017, 15:37

shanti hat geschrieben:(16 Dec 2017, 15:28)

Es gibt ja eine Allgemeine Schulpflicht.
Natürlich könnte man jedem Kind einen Bildungsgutschein über einen bestimmten Betrag ausstellen, womit die Eltern es dann da anmelden könnten, wo sie möchten.
Nur: wer würde sich trauen, so einen Gutschein zu kürzen, weil die Regierung im Bildungsbereich sparen müsste.
Welchen Anreiz hätten Schulen dann noch, wirtschaftlicher zu werden?


Bildungsgutschein, dass würde staatlich finanziert bedeuten. Also wollen sie privatschulen staatlich finanzieren?

Wenn jede Schule anbieten könnte was sie wollte wo bleibt dann der allgemeingültige Bildungsabschluss?
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon Misterfritz » Sa 16. Dez 2017, 15:57

shanti hat geschrieben:(16 Dec 2017, 15:28)
Welchen Anreiz hätten Schulen dann noch, wirtschaftlicher zu werden?
Seit wann müssen Schulen wirtschaftlich sein?
Sie sollen Bildung vermitteln! Und heutzutage soll Schule auch noch Erziehungsdefizite ausgleichen.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon shanti » Sa 16. Dez 2017, 16:00

Warum nicht?
Auch heute wird Privatschulen zimlich genau vorgeschrieben, was sie unterrichten dürfen und müssen.
Eine Finanzierung müsste daran nicht unbedingt etwas ändern, dürfte aber meiner Ansicht nach durchaus mehr Vielfalt zulassen.
Unser Schulsystem stammt in großen teilen immer noch aus dem Kaiserreich. Selbst Reformansätze wie eine Montessoripädagogik
(Maria Montessori starb 1952) werden heute noch als das Neueste vom Neuesten verkauft, sind hochumstritten und werden nicht geduldet. Rudolf Steiner, der die Waldorfpädagogik begründete starb1925. A. S. Neill gründete die Summerhill Schule 1921, die Vorbild für die demokratischen Schulen ist. Diese sind immernoch absolutes "No Go" in unserer Bildungslandschaft.

Ja, ich finde, tendeziell wäre ein bischen frischer Wind im Bildungssystem wichtiger als vergleichbare Abschlüsse auf Teufel komm raus.
Zumindest solange, wie man sich nicht generell eine zeitgemäße Pädagogik zutraut.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon shanti » Sa 16. Dez 2017, 16:06

Misterfritz hat geschrieben:(16 Dec 2017, 15:57)

Seit wann müssen Schulen wirtschaftlich sein?
Sie sollen Bildung vermitteln! Und heutzutage soll Schule auch noch Erziehungsdefizite ausgleichen.


Seit Staaten und mit ihnen die steuerzahlenden Bürger nicht mehr Geld ohne Ende haben.
Warum sollte eine Schule ihre Finanzen nicht effizient einsetzen?
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon EvaZu » Sa 16. Dez 2017, 16:14

shanti hat geschrieben:(16 Dec 2017, 16:00)

Warum nicht?
Auch heute wird Privatschulen zimlich genau vorgeschrieben, was sie unterrichten dürfen und müssen.
Eine Finanzierung müsste daran nicht unbedingt etwas ändern, dürfte aber meiner Ansicht nach durchaus mehr Vielfalt zulassen.
Unser Schulsystem stammt in großen teilen immer noch aus dem Kaiserreich. Selbst Reformansätze wie eine Montessoripädagogik
(Maria Montessori starb 1952) werden heute noch als das Neueste vom Neuesten verkauft, sind hochumstritten und werden nicht geduldet. Rudolf Steiner, der die Waldorfpädagogik begründete starb1925. A. S. Neill gründete die Summerhill Schule 1921, die Vorbild für die demokratischen Schulen ist. Diese sind immernoch absolutes "No Go" in unserer Bildungslandschaft.

Ja, ich finde, tendeziell wäre ein bischen frischer Wind im Bildungssystem wichtiger als vergleichbare Abschlüsse auf Teufel komm raus.
Zumindest solange, wie man sich nicht generell eine zeitgemäße Pädagogik zutraut.



Als jemand, der selbst auf einer Montessori-Grundschule war und dafür noch heute sehr merkwürdig angeschaut wird, wenn das Thema zur Sprache kommt ("Wie, du warst auf einer Montessori-Schule und hast trotzdem Abitur gemacht und erfolgreich ein Studium beendet? Lernt man da nicht nur Singen und Klatschen?") kann ich nur sagen - ja, alternative Lehrpläne an speziellen Schultypen machen den Kindern Freude und erhöhen die Lernmotivation, stellen jedoch alle Beteiligten (Ministerien, Lehrer, Eltern) vor große organisatorische Herausforderungen. Ich finde dennoch, dass das politische Wissen einen größeren Stellenwert einnehmen sollte, als dies momentan der Fall ist, und zwar nicht nur an bestimmten Schulen, sondern an allen. Warum das automatisch bedeuten soll, dass von einem anderen Fach weniger unterrichtet wird, oder warum es die Schule gar weniger wirtschaftlich machen soll, erschließt sich mir nicht. ;) Eine gute fächerübergreifende Einbindung des Themas erscheint mir hier als das Mittel der Wahl.
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Re: Zu wenig Politik in deutschen Schulen?!

Beitragvon Brainiac » Sa 16. Dez 2017, 16:36

[MOD] Thema wurde aufgeräumt. Wenn hier jemand noch weiter herumspamt oder beleidigt, wird das Konsequenzen haben.
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