Der langsame Tod der Rockmusik

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Alexyessin
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon Alexyessin » Fr 1. Dez 2017, 15:35

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(01 Dec 2017, 15:27)

ja, war mir klar :) ... ich dachte aber auch andere grauenhafte Songs ... z.B. Wind of Change von den Scorpions


Zu meiner Schande muss ich gestehen, das der Song nicht schlecht ist. Er wurd damals halt totgenudelt.
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 1. Dez 2017, 15:36

Alexyessin hat geschrieben:(01 Dec 2017, 15:18)

Wobei du bei Plant nicht vergessen darfst, das er es sich einfach leisten kann nicht so konfrome Musik zu riskieren. Andere haben ihre Millionen durchgebracht und er bleibt Künstler.

Das gilt für Jimmy Page und John Paul Jones im Prinzip ja auch. Und beide haben ihre Millionen auch nicht durchgebracht. Aber Plant hat eine LZ-Reunion 2008 (natürlich!) abgelehnt. Es hat vermutlich mit dieser besonderen TripHop-Szene in und um Bristol zu tun.
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 1. Dez 2017, 15:55

Alexyessin hat geschrieben:(01 Dec 2017, 15:35)

Zu meiner Schande muss ich gestehen, das der Song nicht schlecht ist. Er wurd damals halt totgenudelt.


wie du richtig bemerkst ... zu deiner Schande :D
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon Kritikaster » Fr 1. Dez 2017, 15:57

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(01 Dec 2017, 15:17)

Nun, die Aussage halte ich für falsch. Die Frage, die man sich stellen muss ist doch die, ob man als Künstler das muss. Oder anders ausgedrückt, wenn ich als Band "Queen" es schaffe den Publikumsgeschmack zu bedienen, bin ich dann wirklich noch Künstler? Das vor dem Hintergrund, welchen Mist gerade diese Band jahrelang produziert hat.

Ich verstand die Aussage auch eher verallgemeinernd auf die Rockmusik der 70er bezogen.

Über Geschmack lässt sich aber bekanntlich nicht streiten. Da hat weder derjenige Recht, dem etwas gefällt, noch diejenige, die dasselbe nicht mag.
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon Alexyessin » Fr 1. Dez 2017, 16:14

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(01 Dec 2017, 15:55)

wie du richtig bemerkst ... zu deiner Schande :D


Was mögt ihr alle an dem Song nicht. Toller Aufbau, schöner Text, gutes Soli.
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon Alexyessin » Fr 1. Dez 2017, 16:15

schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Dec 2017, 15:36)

Das gilt für Jimmy Page und John Paul Jones im Prinzip ja auch. Und beide haben ihre Millionen auch nicht durchgebracht. Aber Plant hat eine LZ-Reunion 2008 (natürlich!) abgelehnt. Es hat vermutlich mit dieser besonderen TripHop-Szene in und um Bristol zu tun.


Reunion ist eh immer mit dem Makel behaftet, es würde ja nur um die Kohlen gehen - siehe den Kasperlverein Kiss.
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon Adam Smith » Fr 1. Dez 2017, 16:48

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(01 Dec 2017, 15:17)

wenn ich als Band "Queen" es schaffe den Publikumsgeschmack zu bedienen, bin ich dann wirklich noch Künstler?


Dann wären ja z.B. alle erfolgreichen Regisseure keine guten Regisseure.
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 1. Dez 2017, 18:13

Adam Smith hat geschrieben:(01 Dec 2017, 16:48)

Dann wären ja z.B. alle erfolgreichen Regisseure keine guten Regisseure.


"Gut" wäre ja ein Werturteil. ;)
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon Progressiver » Fr 1. Dez 2017, 19:27

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(01 Dec 2017, 12:33)

Nun, das ist der Threadersteller ja nicht. Der wurde ja erst in den 90ern musikalisch sozialisiert ;)


Hallo!

Zuerst einmal freut es mich, dass ich so viele interessante Antworten erhalten habe. Ich habe damit wohl offensichtlich einen Nerv getroffen.

Und ja: Ich wurde in den 90ern musikalisch sozialisiert. Mit "Grunge", das später als "Alternative Rock" bezeichnet wurde, konnte ich damals noch nichts anfangen, da ich Guns N´ Roses-Fan war. Diese sind aber auch nur eine Art Übergangsband gewesen. AC/DC ist für mich Geschmackssache. Manche Sachen sind für mich erträglicher. Andere eher nicht. Bands wie Europe dagegen oder die Scorpions fand und finde ich eher peinlich. In späteren Jahren habe ich allerdings allmählich bemerkt, dass oben genannter Chris Cornell ein Ausnahmetalent war, der aber jetzt leider zu früh verstarb. Und wie soll man diese Lücke füllen?

Was mich betrifft, so hat sich mein Musikgeschmack schon früher diversifiziert. Ich fühle mich heute in den verschiedensten Musikstilen zu Hause. Das reicht von Bluegrass/ Americana bis Folk Rock und Punk Rock. Bei letzteren kenne ich vor allem Green Day und Billy Talent. Und natürlich gibt es auch heute noch Bands wie die Red Hot Chili Peppers oder Solokünstler wie Jack White. Aber welche der ganz neuen Bands kann die Fans schon die Fans mitreißen mit Musik, die alle möglichen Gefühlsebenen umfasst? Dass eine Musikbewegung, die auf verzerrte Gitarrenriffs steht, aber auch auf Akustikgitarren, mal eine ganze Jugendbewegung stellen wird, kann ich nicht erkennen. Und mir geht es auch um das Lebensgefühl, da sich wohl auch die Gesellschaft diversifiziert hat. Vielleicht irre ich mich aber auch in meiner Wahrnehmung? Schließlich waren die 90er auch die Zeit der Technojünger und ihrer Tanzparties.

In die Radiocharts scheint es aber kein Rocksong mehr zu schaffen, wenn man mal die größeren Sender einschaltet. Da kommt vielleicht bei uns zwischen vielen modernen Elektropop-Liedern ein Song des neuesten Albums der Red Hot Chili Peppers. Und manchmal, wie ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten, etwas von Green Day. Aber verzerrte Gitarrensounds von neueren Bands wie Billy Talent habe ich da noch nie gehört. Wenn ich mal die Radiosender für die ältere Generation begutachte, so höre ich hier in Baden-Württemberg vor allem etwas von dem Sender SWR1, wo man dann wohl solche Bands wie Queen, Bon Jovi, Pink Floyd oder anderen lauschen kann. Und wenn die "Top 1000 Hörercharts" wieder mal gespielt werden, gewinnt am Ende in der Regel "Stairway To Heaven". Aber diese Classic Rock Songs verkörpern jedenfalls für mich nicht die Gegenwart oder die Zukunft.

Natürlich bietet mir auch die Gegenwart klasse und talentierte Musiker. Als Anspieltipp würde ich da die Bluesrockerin Samantha Fish nennen. Hier ein Beispielsong, den ich für sehr gelungen halte:



Aber in der Richtung, die man früher als "Alternative Rock" bezeichnete, sehe zumindest ich keine Nachwuchsbands, die von sich in größerem Umfang hören lassen. Zumindest zu mir ist noch keine vorgedrungen.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Überhaupt könnte man natürlich auch darüber philosophieren, inwieweit Rockmusik -als Liebe zu verzerrten und unverzerrten E-Gitarrensounds gedacht- überhaupt hier in Europa Fuß gefasst hat. Die Ursprünge kommen ja aus den USA und sind im Blues und anderen Musikrichtungen verwurzelt. Die einzige deutsche "Rock"-Band, die mir da einfällt, die irgendwie größeres internationales Aufsehen erregen konnte, sind da irgendwie nur die "Scorpions" mit "Wind Of Change" oder wahlweise "Rammstein". Beim Blues Rock kann man immerhin auf Henrik Freischlader zurückgreifen, wenn dieser hier jemand etwas sagt. Aber das nur am Rande.
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon Misterfritz » Fr 1. Dez 2017, 19:45

Progressiver hat geschrieben:(01 Dec 2017, 19:27)
Und ja: Ich wurde in den 90ern musikalisch sozialisiert.
Furchtbar :D
Man kann ja richtig froh sein, dass man früher geboren wurde und z.B. Wishbone Ash und ZZ TOP (die Anfänge) live erleben durfte :cool:
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Fr 1. Dez 2017, 19:58

Misterfritz hat geschrieben:(01 Dec 2017, 19:45)

Furchtbar :D
Man kann ja richtig froh sein, dass man früher geboren wurde und z.B. Wishbone Ash und ZZ TOP (die Anfänge) live erleben durfte :cool:
dann hättest du ja groupie von bon scott werden können..- :D
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon Misterfritz » Fr 1. Dez 2017, 20:03

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(01 Dec 2017, 19:58)

dann hättest du ja groupie von bon scott werden können..- :D
Kaum :p
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 1. Dez 2017, 20:05

Progressiver hat geschrieben:(01 Dec 2017, 19:27)

Hallo!

Zuerst einmal freut es mich, dass ich so viele interessante Antworten erhalten habe. Ich habe damit wohl offensichtlich einen Nerv getroffen.

Und ja: Ich wurde in den 90ern musikalisch sozialisiert. Mit "Grunge", das später als "Alternative Rock" bezeichnet wurde, konnte ich damals noch nichts anfangen, da ich Guns N´ Roses-Fan war. Diese sind aber auch nur eine Art Übergangsband gewesen. AC/DC ist für mich Geschmackssache. Manche Sachen sind für mich erträglicher. Andere eher nicht. Bands wie Europe dagegen oder die Scorpions fand und finde ich eher peinlich. In späteren Jahren habe ich allerdings allmählich bemerkt, dass oben genannter Chris Cornell ein Ausnahmetalent war, der aber jetzt leider zu früh verstarb. Und wie soll man diese Lücke füllen?

Was mich betrifft, so hat sich mein Musikgeschmack schon früher diversifiziert. Ich fühle mich heute in den verschiedensten Musikstilen zu Hause. Das reicht von Bluegrass/ Americana bis Folk Rock und Punk Rock. Bei letzteren kenne ich vor allem Green Day und Billy Talent. Und natürlich gibt es auch heute noch Bands wie die Red Hot Chili Peppers oder Solokünstler wie Jack White. Aber welche der ganz neuen Bands kann die Fans schon die Fans mitreißen mit Musik, die alle möglichen Gefühlsebenen umfasst? Dass eine Musikbewegung, die auf verzerrte Gitarrenriffs steht, aber auch auf Akustikgitarren, mal eine ganze Jugendbewegung stellen wird, kann ich nicht erkennen. Und mir geht es auch um das Lebensgefühl, da sich wohl auch die Gesellschaft diversifiziert hat. Vielleicht irre ich mich aber auch in meiner Wahrnehmung? Schließlich waren die 90er auch die Zeit der Technojünger und ihrer Tanzparties.

In die Radiocharts scheint es aber kein Rocksong mehr zu schaffen, wenn man mal die größeren Sender einschaltet. Da kommt vielleicht bei uns zwischen vielen modernen Elektropop-Liedern ein Song des neuesten Albums der Red Hot Chili Peppers. Und manchmal, wie ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten, etwas von Green Day. Aber verzerrte Gitarrensounds von neueren Bands wie Billy Talent habe ich da noch nie gehört. Wenn ich mal die Radiosender für die ältere Generation begutachte, so höre ich hier in Baden-Württemberg vor allem etwas von dem Sender SWR1, wo man dann wohl solche Bands wie Queen, Bon Jovi, Pink Floyd oder anderen lauschen kann. Und wenn die "Top 1000 Hörercharts" wieder mal gespielt werden, gewinnt am Ende in der Regel "Stairway To Heaven". Aber diese Classic Rock Songs verkörpern jedenfalls für mich nicht die Gegenwart oder die Zukunft.

Natürlich bietet mir auch die Gegenwart klasse und talentierte Musiker. Als Anspieltipp würde ich da die Bluesrockerin Samantha Fish nennen. Hier ein Beispielsong, den ich für sehr gelungen halte:



Aber in der Richtung, die man früher als "Alternative Rock" bezeichnete, sehe zumindest ich keine Nachwuchsbands, die von sich in größerem Umfang hören lassen. Zumindest zu mir ist noch keine vorgedrungen.

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Überhaupt könnte man natürlich auch darüber philosophieren, inwieweit Rockmusik -als Liebe zu verzerrten und unverzerrten E-Gitarrensounds gedacht- überhaupt hier in Europa Fuß gefasst hat. Die Ursprünge kommen ja aus den USA und sind im Blues und anderen Musikrichtungen verwurzelt. Die einzige deutsche "Rock"-Band, die mir da einfällt, die irgendwie größeres internationales Aufsehen erregen konnte, sind da irgendwie nur die "Scorpions" mit "Wind Of Change" oder wahlweise "Rammstein". Beim Blues Rock kann man immerhin auf Henrik Freischlader zurückgreifen, wenn dieser hier jemand etwas sagt. Aber das nur am Rande.



Ehrlich gesagt ... ich weiß immer noch nicht nicht worauf du hinaus willst. Wem bei Punkrock nur Green Day und Billy Talent in den Sinn kommt, der zeigt ja nur, wie sehr er sich selber im musikalischen Mainstream bewegt. Wann warst du denn auf deinem letzten Rockkonzert? Und welche Band war das?
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon Progressiver » Fr 1. Dez 2017, 20:40

Misterfritz hat geschrieben:(01 Dec 2017, 19:45)

Furchtbar :D
Man kann ja richtig froh sein, dass man früher geboren wurde und z.B. Wishbone Ash und ZZ TOP (die Anfänge) live erleben durfte :cool:


Was ist daran furchtbar?

ZZ TOP kenne ich im Übrigen. Die haben in ihrer Anfangszeit guten Bluesrock gemacht. Das Zeugs aus den 80ern finde ich nicht gut. Aber Billy Gibbons hat doch erst vor ein paar Jahren das Album "Perfectamundo" rausgebracht, das ich mir gekauft habe. Ebenso das ZZ TOP Album "La Futura". Aber ZZ TOP sind eben Bluesrocker, wenn man mal die guten Lieder nimmt. Genau so wie die von mir in meinem letzten Posting gebrachte Samantha Fish, welche sich jetzt aber auch mittlerweile musikalisch breiter aufstellt.

Was mir irgendwie weggebrochen ist, das ist der Bereich "Alternative Rock".
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon Misterfritz » Fr 1. Dez 2017, 20:45

Progressiver hat geschrieben:(01 Dec 2017, 20:40)

Was ist daran furchtbar?
Naja, musikalisch mussten ja erst die furchtbaren 80er überwunden werden, es wurde erst Mitte/Ende der 90er besser ;).
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon Progressiver » Fr 1. Dez 2017, 21:08

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(01 Dec 2017, 20:05)

Ehrlich gesagt ... ich weiß immer noch nicht nicht worauf du hinaus willst. Wem bei Punkrock nur Green Day und Billy Talent in den Sinn kommt, der zeigt ja nur, wie sehr er sich selber im musikalischen Mainstream bewegt. Wann warst du denn auf deinem letzten Rockkonzert? Und welche Band war das?


Da musste ich kurz nachdenken. Das letzte größere Konzert, das ich besuchte, auf dem speziell Rockmusik lief, war wohl so 1996 oder 1997. Da hatten mich zwei Kumpels zu einem Konzert eines gewissen Tom Cochrane mitgenommen, der dort unter anderem folgendes Lied schmetterte:



Musik ist sicher auch irgendwie Geschmackssache. Heute weiß ich nicht, inwieweit ich größere Menschenmassen gut vertragen würde.

Aber spielt das denn eine Rolle, ob man auch zu den Konzerten der Bands gehen kann? Billy Talent und Green Day jedenfalls füllen sicher auch noch größere Stadien oder können bei "Rock am Ring" die Massen begeistern. Aber ich habe bisher keinen Radiosender gefunden, der sie spielt, wenn man mal irgendwelche Internetsender oder Spotify weglässt. Vielleicht bin ich auch da etwas altmodisch? :?: Und mir ist ja auch nicht immer nur nach Punkrock, auch wenn mir ihr Lied "Louder than the DJ" sicher zusagt. Aber bei dem, was jetzt -immer noch- als "Alternative Rock" gehandelt wird, da sehe ich keine Nachwuchsbands, die zu mir vorgedrungen wären.

Und in den öffentlich-rechtlichen wie privaten UKW-Sendern höre ich immer nur Elektropop. Aus den Autos, die auf den Straßen herumfahren, höre ich nichts anderes heraus. Und die Fernsehsender ARD und ZDF kann man sowieso vergessen, denn die bringen nur Helene Fischer und Florian Silbereisen.

Richtig gruselig wird es zudem, wenn ich an das kommende Silvester denke oder mich so umhöre, was auf irgendwelchen 90er-Parties läuft. Dort kommen dann nämlich die gleichen Evergreens der Marke Eurodance-Pop aus den 90ern, die ich schon früher nicht mochte.
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon Kritikaster » Fr 1. Dez 2017, 21:15

Misterfritz hat geschrieben:(01 Dec 2017, 20:03)

Kaum :p

Na ja, "können" vielleicht schon, Misterfritz, aber "wollen" ist eben noch mal eine gaaaanz andere Sache ... ;)
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon Kritikaster » Fr 1. Dez 2017, 21:15

Misterfritz hat geschrieben:(01 Dec 2017, 20:45)

Naja, musikalisch mussten ja erst die furchtbaren 80er überwunden werden, es wurde erst Mitte/Ende der 90er besser ;).

Ähmmm ... stimmt!
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 1. Dez 2017, 21:28

Misterfritz hat geschrieben:(01 Dec 2017, 20:45)

Naja, musikalisch mussten ja erst die furchtbaren 80er überwunden werden, es wurde erst Mitte/Ende der 90er besser ;).


Das stimmt so nicht. Die 80er waren wegweisend in der Musik. Vieles was später in der breiten Masse populär wurde, hatte genau in dieser Zeit seinen Ursprung. Schlimm war nur der musikalische Mainstream.
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Re: Der langsame Tod der Rockmusik

Beitragvon Billie Holiday » Fr 1. Dez 2017, 21:35



Gänsehaut seit Jahrzehnten bei diesem Stück.


Sorry, wähnte mich in der Weinstube..... :s
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