Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

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Charles
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Charles » So 4. Mär 2018, 22:43

Raskolnikof hat geschrieben:(04 Mar 2018, 19:32)
Die Schweiz hat gewählt: 71,6 Prozent aller Wähler stimmten für den Erhalt des ÖR und dies trotz wesentlich höherer Beiträge als bei uns.


Mich würde das Ergebnis nach Altersgruppen interessieren.

In den Umfragen war die Zustimmung zum ÖR bei der Altergruppe 66+ am höchsten, bei den 18 - 29-jährigen am geringsten.
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Raskolnikof
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Raskolnikof » Mo 5. Mär 2018, 00:05

Charles hat geschrieben:(04 Mar 2018, 22:43)

Mich würde das Ergebnis nach Altersgruppen interessieren.
In den Umfragen war die Zustimmung zum ÖR bei der Altergruppe 66+ am höchsten, bei den 18 - 29-jährigen am geringsten.

Falls du mit deiner Fragestellung darauf abzielst, dass die Altersgruppe 66+ ja nicht mehr allzu lange pro ÖR stimmen können täuschst du dich warscheinlich. Die heute junge Generation wird auch mal alt. Und mit dem Alter ändern sich auch die Vorlieben. Viele heutige Menschen im Rentenalter konnten sich noch vor 10 oder 20 Jahren nicht vorstellen, einmal Radio NDR 1 zu hören. Der Sender wurde von ihnen (und von jungen Menschen auch heute noch) als "Radio Erdverwachsen" oder "Radio Sterbehilfe" verhönt. Das ist die Generation, die früher zum Leidwesen ihrer Eltern Radio Luxemburg auf Kurzwelle hörten. Und so wird sich dass von Generation zu Generation fortsetzen. Der ÖR ist nicht tot zu kriegen weil die Mehrheit ihn will und zwar so wie er ist.
Zudem wird der Anteil älterer und alter Menschen prozentual immer größer.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Teeernte » Mo 5. Mär 2018, 00:26

Raskolnikof hat geschrieben:(05 Mar 2018, 00:05)

Falls du mit deiner Fragestellung darauf abzielst, dass die Altersgruppe 66+ ja nicht mehr allzu lange pro ÖR stimmen können täuschst du dich warscheinlich. Die heute junge Generation wird auch mal alt. Und mit dem Alter ändern sich auch die Vorlieben. Viele heutige Menschen im Rentenalter konnten sich noch vor 10 oder 20 Jahren nicht vorstellen, einmal Radio NDR 1 zu hören. Der Sender wurde von ihnen (und von jungen Menschen auch heute noch) als "Radio Erdverwachsen" oder "Radio Sterbehilfe" verhönt. Das ist die Generation, die früher zum Leidwesen ihrer Eltern Radio Luxemburg auf Kurzwelle hörten. Und so wird sich dass von Generation zu Generation fortsetzen. Der ÖR ist nicht tot zu kriegen weil die Mehrheit ihn will und zwar so wie er ist.
Zudem wird der Anteil älterer und alter Menschen prozentual immer größer.


:thumbup:

:D :D :D

Der Pfleger hat denen die Fernbedienung WEGGENOMMEN .. :D :D :D ....und bei NDR1 wird keiner mehr wach...

Südkorea sendet noch in Deutsch...ein paar Stunden - auf Kurzwelle...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alster » Mo 5. Mär 2018, 09:58

Raskolnikof hat geschrieben:(04 Mar 2018, 19:32)
Die Schweiz hat gewählt: 71,6 Prozent aller Wähler stimmten für den Erhalt des ÖR und dies trotz wesentlich höherer Beiträge als bei uns.

Hier fällst du einem leider häufig lancierten Täuschungsmanöver zum Opfer.
Der Deutsche zahlt EUR 210 für seinen Haupwohnsitz, der Pendler ZUSÄTZLICH EUR 210 für die für die Zweitwohnung, Eltern ZUSÄTZLICH EUR 210 für Tochter/Sohn im Studentenwohnheim, der Selbständige ZUSÄTZLICH EUR 70 einfach oder mehrfach für "Betriebsstätten", Auto etc. Der Deutsche muß ständig Nachforderungen fürchten, da der §3 RBStV so gefasst ist, dass - dem reinen Wortlaut folgend - jedes einzelne Zimmer Beitragspflicht auslöst.
Der Schweizer zahlt nur SFr 365 für den Hauptwohnsitz, Selbständige erst ab 1/2 Mio. Jahresumsatz. Der Schweizer genießt Rechtssicherheit da der Haushaltsbegriff nahtlos an das Melderecht anschließt.

das Ganze vor dem Hintergrund eines monatlichen Bruttolohns (Stand 2016) um SFr 6200 (CH) und um EUR 3700 (D)



Kritikaster hat geschrieben:(03 Mar 2018, 13:51)

Du solltest dringend Deine eigenwillige Interpretation der Begriffe "Staatsrundfunk/Staatsfernsehen" überdenken.

[zitierend: .... unterstehen staatliche Sender unmittelbar einer Behörde. ...]

Mit Deinen realitätsfernen Neudefinitionen schreibst Du hier schlicht dummes Zeug.

Da Rundfunkanstalten mit Befugnissen von Behörden ausgestattet sind, handelt es sich materiell um Behörden.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Kritikaster » Mo 5. Mär 2018, 10:39

Alster hat geschrieben:(05 Mar 2018, 09:58)

Da Rundfunkanstalten mit Befugnissen von Behörden ausgestattet sind, handelt es sich materiell um Behörden.

Deine Versuche, hier Neudefinitionen einzuführen, sind auch weiterhin zum Scheitern verurteilt. :rolleyes:
Eine Behörde ist gemäß § 1 Abs. 4 VwVfG „jede Stelle, die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnimmt“. Darunter fallen neben den klassischen Verwaltungsträgern auch Organe der Legislative und der Judikative, sofern sie Verwaltungstätigkeiten ausführen https://de.wikipedia.org/wiki/Beh%C3%B6rde

Welche "Aufgaben öffentlicher Verwaltung" übernehmen denn nach Deinem mehr als schrägen Weltbild die Rundfunkanstalten? :?:

Nein, Alster, Du hast Dich mit dem Versuch, uns hier mit Deinen Sinnentstellungen in die Irre zu führen, schlicht in eine Sackgasse begeben und dort verrannt. Es ist ein wirklich schwaches Bild, hier sachlich unhaltbare Behauptungen auf Gedeih und Verderb verteidigen zu wollen.
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Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alexyessin » Mo 5. Mär 2018, 10:49

Raskolnikof hat geschrieben:(05 Mar 2018, 00:05)

Falls du mit deiner Fragestellung darauf abzielst, dass die Altersgruppe 66+ ja nicht mehr allzu lange pro ÖR stimmen können täuschst du dich warscheinlich. Die heute junge Generation wird auch mal alt. Und mit dem Alter ändern sich auch die Vorlieben. Viele heutige Menschen im Rentenalter konnten sich noch vor 10 oder 20 Jahren nicht vorstellen, einmal Radio NDR 1 zu hören. Der Sender wurde von ihnen (und von jungen Menschen auch heute noch) als "Radio Erdverwachsen" oder "Radio Sterbehilfe" verhönt. Das ist die Generation, die früher zum Leidwesen ihrer Eltern Radio Luxemburg auf Kurzwelle hörten. Und so wird sich dass von Generation zu Generation fortsetzen. Der ÖR ist nicht tot zu kriegen weil die Mehrheit ihn will und zwar so wie er ist.
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Mit Erschrecken musste ich feststellen, das erst neulich "Runaway Train" - einen Song, den ich als Jugendlicher ganz toll fand - jetzt auf B 1 läuft...................gettin ould.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Raskolnikof » Mo 5. Mär 2018, 12:20

Alster hat geschrieben:(05 Mar 2018, 09:58)

Hier fällst du einem leider häufig lancierten Täuschungsmanöver zum Opfer.
Der Deutsche zahlt EUR 210 für seinen Haupwohnsitz, der Pendler ZUSÄTZLICH EUR 210 für die für die Zweitwohnung, Eltern ZUSÄTZLICH EUR 210 für Toch-ter/Sohn im Studentenwohnheim, der Selbständige ZUSÄTZLICH EUR 70 einfach oder mehrfach für "Betriebsstätten", Auto etc. Der Deutsche muß ständig Nachforderungen fürchten, da der §3 RBStV so gefasst ist, dass - dem reinen Wortlaut folgend - jedes einzelne Zimmer Beitragspflicht auslöst.
Der Schweizer zahlt nur SFr 365 für den Hauptwohnsitz, Selbständige erst ab 1/2 Mio. Jahresumsatz. Der Schweizer genießt Rechtssicherheit da der Haushaltsbegriff nahtlos an das Melderecht anschließt.

das Ganze vor dem Hintergrund eines monatlichen Bruttolohns (Stand 2016) um SFr 6200 (CH) und um EUR 3700 (D)

Die allerwenigsten Pendler verfügen über einen zweiten Wohnsitz. Insofern trifft die doppelte Heranziehung zur Zahlung des Rundfunkbeitrags nicht grundsätzlich für Pendler zu.
Die allermeisten Studenten beziehen BAföG. Und wenn es nur 10 Euro sind. Sie alle werden auf Antrag von der Gebührenpflicht befreit. Zudem wohnt rund ein Viertel aller Studenten während ihres Studiums noch zuhause bei ihren Eltern und zahlen also keinen Rundfunkbeitrag. Hat ein Student keinen Anspruch auf BAföG muss er eben zahlen. Wo ist das Problem? Meine beiden Töchter haben studiert und arbeiteten nebenher, aber ohne dabei ihr Studium zu vernachlässigen. Auch sie wurden von der GEZ zur Kasse gebeten. Das fand ich in Ordnung. Die beiden konnten mehr Geld auf den Kopf hauen wie meine Frau und ich.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alster » Di 6. Mär 2018, 11:16


Danke!
Durch fortgesetztes Zitieren der Wikipedia erbringst du den Beweis für den hohen Wert spendenfinanzierter Angebote für die informationelle Grundversorgung. Der Sinn und Zweck der Zwangsfinanzierung wird also gerade durch Deinen Beitrag gezielt in Frage gestellt.


Raskolnikof hat geschrieben:(05 Mar 2018, 12:20)
Die allerwenigsten Pendler verfügen über einen zweiten Wohnsitz.

Zurück zu den Fakten: 400000 Leistungsträger, die Mehrbelastung erleiden da Mobilität verlangt wird, müssen bluten (unmabhängig von ihrem Einkommen!!!), weil die Inkasso auf diese Mehrfachabzocke nicht verzichten will oder kann.


Raskolnikof hat geschrieben:(05 Mar 2018, 12:20)
Hat ein Student keinen Anspruch auf BAföG muss er eben zahlen. Wo ist das Problem? Meine beiden Töchter haben studiert und arbeiteten nebenher, aber ohne dabei ihr Studium zu vernachlässigen. Auch sie wurden von der GEZ zur Kasse gebeten. Das fand ich in Ordnung. Die beiden konnten mehr Geld auf den Kopf hauen wie meine Frau und ich.

Anekdotische Evidenz macht aus einer unsozialen und zynischen Regelung keine soziale.


Raskolnikof hat geschrieben:(05 Mar 2018, 00:05)
Falls du mit deiner Fragestellung darauf abzielst, dass die Altersgruppe 66+ ja nicht mehr allzu lange pro ÖR stimmen können täuschst du dich warscheinlich. Die heute junge Generation wird auch mal alt.

non sequitur. Zu glauben ein 1990-ger müsste in 2056 ÖR schauen, weil ein 1952-er heute ÖR schaut ist ein Trugschluss


Kritikaster hat geschrieben:(05 Mar 2018, 10:39)
Welche "Aufgaben öffentlicher Verwaltung" übernehmen denn nach Deinem mehr als schrägen Weltbild die Rundfunkanstalten? :?:

Die Rundfunkanstalt übernimmt das Eintreiben der Rundfunksteuer. Hierzu ist die mit Befugnissen einer Behörde ausgestattet. Muss sich keinen vollstreckbaren Titel erstreiten, sondern kann direkt vollstrecken.
Daneben übernimmt die Rundfunkanstalt als Zensurbehörde auch Polizeiaufgaben.
Gegenfrage: welche "Aufgaben öffentlicher Verwaltung" übernehmen denn nach Deinem mehr als schrägen Weltbild die staatlichen Hochschulen?
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Raskolnikof » Di 6. Mär 2018, 15:57

@ Alster:
Dein Einsatz für die Pendler mit doppelten Wohnsitz in allen Ehren. Aber es gibt nun mal überall gewisse Ungerechtigkeiten. Man kann nicht allen alles recht machen. Du musst dich einfach damit abfinden, dass du zu einer Minderheit gehörst, die den ÖR nicht oder anders will. Wir leben in einer Demokratie und da entscheidet derzeit noch immer die Mehrheit oder die vom Volk gewählte Regierung.
Jeder bekommt, was er/sie verdient. :D
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon H2O » Di 6. Mär 2018, 16:57

Raskolnikof hat geschrieben:(06 Mar 2018, 15:57)
...

Jeder bekommt, was er/sie verdient. :D


Davon bin ich auch überzeugt. Bloß die liebe Zeit dauert arg lang, bis das Schicksal zuschlägt...
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alster » Do 8. Mär 2018, 19:57

Raskolnikof hat geschrieben:(06 Mar 2018, 15:57)
Jeder bekommt, was er/sie verdient. :D


Möglicherweise konntest Du der Diskussion nicht folgen. Wir rekapitulieren also deine Aussage (Hervorhebung durch mich):
Raskolnikof hat geschrieben:(04 Mar 2018, 19:32)
Die Schweiz hat gewählt: 71,6 Prozent aller Wähler stimmten für den Erhalt des ÖR und dies trotz wesentlich höherer Beiträge als bei uns.

Ich stellte fest: Dein Vergleich geht an der Realität vorbei, da das deutsche System auf Mehrfachabzocke beruht, die es in der Schweiz so nicht gibt. Dies widerlegst Du nicht damit, dass Du einfach nur konstatierst, dass Du die Mehrfachabzocke gut findest.

Überhaupt zeichnet sich das Schweizer System der Rundfunkabgabe an mehreren Stellen durch Ehrlichkeit aus, wo das deutsche System (vermutlich sogar bewußt) auf Täuschung angelegt ist.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Charles » Mo 12. Mär 2018, 13:34

Nur 30% der Österreicher halten die ORF-Zwangsgebühren für gerechtfertigt.

62% wollen eine Volksabstimmung über die Gebühren und befürworten ihre Abschaffung.

43% finden, dass der ORF objektiv und korrekt berichtet. 49% finden die Berichterstattung des ORF nicht objektiv und korrekt.

Zum Vergleich halten 62% die Berichterstattung in Qualitätsmedien und Zeitungen für korrekt.

Nur kostenlose Boulevardblätter geniessen in Österreich noch weniger Vertrauen als der Staatsfunk.

http://www.horizont.at/home/news/detail ... u-orf.html
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alster » Di 13. Mär 2018, 09:58

Dabei hält sich das öffentliche System in Österreich in Sachen Gier vergleichsweise zurück. Die Zwangsgelder beliefen sich auf EUR 70,-/Person*Jahr im Vergleich zu 94,- im deutschen System.
(Stand 2011 gemäß Gutachten öffentlich-rechtliche Medien des Bundesfinanzministeriums)
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon relativ » Di 13. Mär 2018, 10:10

Raskolnikof hat geschrieben:(05 Mar 2018, 12:20)

Die allerwenigsten Pendler verfügen über einen zweiten Wohnsitz. Insofern trifft die doppelte Heranziehung zur Zahlung des Rundfunkbeitrags nicht grundsätzlich für Pendler zu.
Die allermeisten Studenten beziehen BAföG. Und wenn es nur 10 Euro sind. Sie alle werden auf Antrag von der Gebührenpflicht befreit. Zudem wohnt rund ein Viertel aller Studenten während ihres Studiums noch zuhause bei ihren Eltern und zahlen also keinen Rundfunkbeitrag. Hat ein Student keinen Anspruch auf BAföG muss er eben zahlen. Wo ist das Problem? Meine beiden Töchter haben studiert und arbeiteten nebenher, aber ohne dabei ihr Studium zu vernachlässigen. Auch sie wurden von der GEZ zur Kasse gebeten. Das fand ich in Ordnung. Die beiden konnten mehr Geld auf den Kopf hauen wie meine Frau und ich.

Es ist immer dort ein Problem, wo z.B. ein Schnittpunkt/Trennlinie zwischen BAfög und nicht BAföG besteht. bei diesen Familien gibt es Probleme die, z.B. nur mit etwas weniger Einkommen so nicht da wären. Ist zwar für unser System normal und auch kaum zu verhindern, aber natürlich ist es für solche Familien ein finanzielles Problem, bzw. kann es dies werden.
Ähnliche Probleme gibt es häufiger auch bei der Pflege, oder in Bezug auf eine mögliche Alterheimfinanzierung für die Eltern.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Raskolnikof » Di 13. Mär 2018, 14:31

Gewisse Kompromisse müssen in allen Bereichen von Gebühren und Abgaben hingenommen werden. Man kann es nicht immer und allen gerecht machen. Es gibt dafür unendlich viele Beispiele. Sei es die Grundsteuer bei Grundstücks- und Hauseigentümern, Berechnungsgrundlagen für Unterhaltszahlungen, BAföG, Hartz IV und vielerlei andere Abgaben und Steuern. Irgendjemand fühlt sich immer ungerecht behandelt oder benachteiligt. Da gilt es dann, mit den entsprechenden Dienststellen bzw. Behörden ggf. eine gütliche Einigung zu finden. Nicht selten haben da gerade Behörden einen gewissen Ermessensspielraum den es gilt auszuloten und geltend zu machen. Nicht polternd und mit der Faust auf dem Tisch sondern freundlich, glaubwürdig und überzeugend. Eine gewisse Diplomatie ist da nicht selten zielführend.

Aber es geht hier doch nicht um Einzelschicksale sondern um Grundsätzliches. Wenn hier z.B. darüber geklagt wird, dass Pendler mit einem zweiten Wohnsitz doppelt zur Kasse gebeten werden ist das in meinen Augen auch nicht gerecht und sollte schleunigst korrigiert werden. Allerdings kann das doch kein Grund sein, den ÖR grundsätzlich in Frage zu stellen.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon relativ » Di 13. Mär 2018, 14:35

Raskolnikof hat geschrieben:(13 Mar 2018, 14:31)

Gewisse Kompromisse müssen in allen Bereichen von Gebühren und Abgaben hingenommen werden. Man kann es nicht immer und allen gerecht machen. Es gibt dafür unendlich viele Beispiele. Sei es die Grundsteuer bei Grundstücks- und Hauseigentümern, Berechnungsgrundlagen für Unterhaltszahlungen, BAföG, Hartz IV und vielerlei andere Abgaben und Steuern. Irgendjemand fühlt sich immer ungerecht behandelt oder benachteiligt. Da gilt es dann, mit den entsprechenden Dienststellen bzw. Behörden ggf. eine gütliche Einigung zu finden. Nicht selten haben da gerade Behörden einen gewissen Ermessensspielraum den es gilt auszuloten und geltend zu machen. Nicht polternd und mit der Faust auf dem Tisch sondern freundlich, glaubwürdig und überzeugend. Eine gewisse Diplomatie ist da nicht selten zielführend.

Aber es geht hier doch nicht um Einzelschicksale sondern um Grundsätzliches. Wenn hier z.B. darüber geklagt wird, dass Pendler mit einem zweiten Wohnsitz doppelt zur Kasse gebeten werden ist das in meinen Augen auch nicht gerecht und sollte schleunigst korrigiert werden. Allerdings kann das doch kein Grund sein, den ÖR grundsätzlich in Frage zu stellen.

Eben, reformiert werden ok, denn m.M. braucht er auch nicht in allen Bereichen mit den Privaten zu konkurrieren.
Verschlanken würde reichen, dann brauchen die Gebühren auch nicht zu steigen bzw. könnten sogar sinken.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alster » Di 13. Mär 2018, 17:45

Alles hier längst mehrfach diskutiert:
In Sachen Verschlankung einer Rundfunkanstalt bei gleichzeitiger Wahrnehmung der Bildungsaufgaben habe ich den BBC als Positivbeispiel herangezogen.
Wenn die Politik weg will von einem beitragsartigen System (nichts anderes war die alte Geräte-"Gebühr") hin zu einem Steuerartigen System (nichts anderes ist der heutige Rundfunk-"Beitrag") dann soll sie das über einen Aufschlag auf die Einkommensteuer bewerkstelligen. Bei den Kirchenbeiträgen (das sind nun tatsächlich materiell Beiträge, jedoch leger als Steuer bezeichnet) längst erfolgreich praktiziert.

Die schlimmsten menschenverachtenden Auswüchse des Systems der heutigen Rundfunkfinanzierung in D, bzw. Verstöße gegen Sozial- und Rechtsstaatlichkeit wären damit entschärft.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Raskolnikof » Di 13. Mär 2018, 17:58

Ich hätte nichts gegen "Rundfunksteuer". Hauptsache, der ÖR bleibt mir erhalten. Gegen eine gewisse "Verschlankung" hätte ich nichts einzuwenden.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Cat with a whip » Mi 14. Mär 2018, 22:24

Mann sollte mal die elendige Kochsendungs- und Krimi-Pest vernichten und das anständige Informationsangebot mit gesellschaftspolitischen Inhalt für normale Menschen auf halbwegs "christliche" Zeiten verlegen, also deulich vor 22.00 Uhr.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alexyessin » Do 15. Mär 2018, 07:58

Cat with a whip hat geschrieben:(14 Mar 2018, 22:24)

Mann sollte mal die elendige Kochsendungs- und Krimi-Pest vernichten und das anständige Informationsangebot mit gesellschaftspolitischen Inhalt für normale Menschen auf halbwegs "christliche" Zeiten verlegen, also deulich vor 22.00 Uhr.


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