Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Tom Bombadil » So 28. Jan 2018, 23:55

jack000 hat geschrieben:(24 Jan 2018, 16:13)

Wieder wunderbares Bildungsfernsehen auf Kosten der GEZ-Zahler für die Zielgruppe 3 - 13-jähriger Kinder :thumbup:

Gehört alles zum "Lehrauftrag": viewtopic.php?f=15&t=60328
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon SirToby » Mo 29. Jan 2018, 11:40

Rot-Grüner Staatsfunk at its best:

https://twitter.com/TinaHassel/status/9 ... 8699918336

Es wäre ehrlicher vom ÖR endlich mal sagen, dass man sich als Sprachrohr grün-roter Inhalte versteht und nicht als unabhängige Journalisten.
Daniel Patrick Moynihan: "Sie haben ein Recht auf ihre eigene Meinung! Sie haben kein Recht auf ihre eigenen Fakten!"
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Brainiac » Mo 29. Jan 2018, 12:15

SirToby hat geschrieben:(29 Jan 2018, 11:40)

Rot-Grüner Staatsfunk at its best:

https://twitter.com/TinaHassel/status/9 ... 8699918336

Es wäre ehrlicher vom ÖR endlich mal sagen, dass man sich als Sprachrohr grün-roter Inhalte versteht und nicht als unabhängige Journalisten.

Aber sowas von. :rolleyes:

Die SPD quält sich vor dem Sonderparteitag am kommenden Sonntag mit den Ergebnissen der GroKo-Sondierung. Auch in der Bevölkerung gibt’s keine guten Noten: Martin Schulz gilt als führungsschwach, die SPD konnte sich in der Flüchtlings- und Gesundheitspolitik nicht durchsetzen. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage von infratest dimap für das ARD-Politmagazin report München. 
http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/index.html

Es ist ein politisches Erdbeben. Die SPDerleidet den Infarkt. Noch nie haben Sozialdemokraten in ihrer "Herzkammer" Nordrhein-Westfalen ein so schlechtes Ergebnis eingefahren. Die Grünen können froh sein, überhaupt noch im Landtag zu sitzen. Das politische NRW ist ein völlig anderes geworden.

Warum haben die Wähler SPD und Grüne derart abgestraft? Die schnelle Antwort: Rot-Grün hat die Quittung bekommen für eine schlechte Regierungsbilanz.

https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/landtagswahl/kommentar-landtagswahl-100.html

etc.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon SirToby » Mo 29. Jan 2018, 12:18



Was sollen mir die Links bitte schön sagen?

Dass die ÖR eine reine, sachliche Berichterstattung liefern?

Nur weil dieses Malheur ab und an mal passiert, sollte man da keine Methode vermuten.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Brainiac » Mo 29. Jan 2018, 12:45

SirToby hat geschrieben:(29 Jan 2018, 12:18)

Was sollen mir die Links bitte schön sagen?

Dass die ÖR eine reine, sachliche Berichterstattung liefern?

Nur weil dieses Malheur ab und an mal passiert, sollte man da keine Methode vermuten.

:D

Danke für den Hinweis, ich werde hinter Ihren Beiträgen dann auch keine sachliche Herangehensweise mehr vermuten, wenn diese versehentlich mal so ausfallen. Offensichtlich können Sie weder rot noch grün leiden, und wenn sich eine ÖR-Vertreterin mal positiv zu einer dieser Richtungen, bzw. deren Neuorientierung, äußert, machen Sie daraus einen "rot-grünen Staatsfunk". Hier, für Ihr seelisches Gleichgewicht:

Kommentar
Die Anbetung des Robert Habeck

In Hannover haben die Grünen ein neues Führungsduo gewählt. Zukünftig werden Annalena Baerbock und Robert Habeck die Partei führen. Beide stehen auch für einen Generationswechsel, aber möglicherweise auch für einen Themenwechsel bei der Umweltpartei, auch wenn es dazu wenig Konkretes gab.

[...]

Ein guter Vorsatz, doch es fehlen bisher bei den Grünen wie auch bei den anderen Parteien überzeugende Konzepte gegen Zukunftsangst im Zeitalter der sozialen Netzwerke, des Internets, der Start-ups und der Automatisierung der Produktion.

[...]

Und da funktioniert bisher die Selbstinszenierung des Robert Habeck inklusive eigenem Youtube-Kanal.

Sein Erfolg als Umweltminister in Schleswig-Holstein gibt ihm Recht. Wenn es ihm wie angekündigt noch gelingt, der Partei die moraline Attitüde zu nehmen gegenüber jedem, der nicht ins grüne Weltbild passt, könnten die Grünen auch in anderen politischen Revieren wildern.
https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/habeck-gruene-parteitag-hannover-kommentar-100.html

Staatsfunk, aha.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Skeptiker » Mo 29. Jan 2018, 22:17


Du magst Dich daran stören, dass soetwas dann rot-grüner-Staatsfunk genannt wird. Das ist so auch ganz sicher nicht zutreffend. Ich kenne aber sehr viele Leute, welche sich von den ÖR in einer Art Umerziehungsberichterstattung belehrt fühlen (und nein, ich sitze hier nicht mit Springerstiefeln und Bomberjacke).

Wie kann das nur kommen? Was läuft in deren Wahrnehmung falsch? Oder sollte es einen mittlerweile einfach nicht mehr stören, wenn ideologische Kampfbegriffe wie "Homophob" und "Islamophob" in den typischen Wortschatz der Moderatoren von heute-journal und tagesthemen eingegangen sind? Geht es wirklich nur mir so, dass ich feststelle, dass anstelle einer distanzierten an der Sache orientierten Berichterstattung oftmals ein in Gut und Böse von vornherein unterteilende Berichterstattung getreten ist (Die AfD hat was böses gesagt, die bösen Russen sind irgendwo einmarschiert, Erdogan läuft Amok, Trump ist blöd, ... komischerweise auffallend oft immer die gleiche Richtung - oder nicht?).

Wie ist der Wahrheitsgehalt der AfD-Äußerung? Was war die Motivation sie zu bringen? Was waren strategische Rahmenbedingungen zu einem Einmarsch irgendwo, geschweige denn Risiken oder Alternativen? Wieso macht Erdogan das was er macht? Welche Folgen hat eine Entscheidung von Trump - ist mir doch Schnuppe ob der einen hat fahren lassen ...

Ich würde mir gerne die Dinge neutral anschauen und mir dann eine eigene Meinung bilden. Auf viele Dinge kann man auch kommen, ohne dass einem der Herr Lehrer/Frau Lehrererin sagt wie man es zu bewerten hat, indem er sich gleich emphatisch auf eine Seite stellt.

Die Manipulation sehe ich darin, dass dem "Normalo" der sich nur das heute-journal anschaut, das Thema schon aus linksliberaler Perspektive vorgesetzt wird. Wer sich dann die Mühe macht sich weitere Hintergründe zu holen wird fündig - aber das sind leider eben nur die wenigsten. Ziel erreicht, die Mehrheit wird "abgeholt".

Ist Dein Empfinden über die Berichterstattung im ÖR tatsächlich so, dass dieses dem Ideal einer neutralen Berichterstattung nahe kommt?
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Brainiac » Mo 29. Jan 2018, 23:03

Skeptiker hat geschrieben:(29 Jan 2018, 22:17)

Du magst Dich daran stören, dass soetwas dann rot-grüner-Staatsfunk genannt wird. Das ist so auch ganz sicher nicht zutreffend. Ich kenne aber sehr viele Leute, welche sich von den ÖR in einer Art Umerziehungsberichterstattung belehrt fühlen (und nein, ich sitze hier nicht mit Springerstiefeln und Bomberjacke).

Wie kann das nur kommen? Was läuft in deren Wahrnehmung falsch? Oder sollte es einen mittlerweile einfach nicht mehr stören, wenn ideologische Kampfbegriffe wie "Homophob" und "Islamophob" in den typischen Wortschatz der Moderatoren von heute-journal und tagesthemen eingegangen sind? Geht es wirklich nur mir so, dass ich feststelle, dass anstelle einer distanzierten an der Sache orientierten Berichterstattung oftmals ein in Gut und Böse von vornherein unterteilende Berichterstattung getreten ist (Die AfD hat was böses gesagt, die bösen Russen sind irgendwo einmarschiert, Erdogan läuft Amok, Trump ist blöd, ... komischerweise auffallend oft immer die gleiche Richtung - oder nicht?).

Wie ist der Wahrheitsgehalt der AfD-Äußerung? Was war die Motivation sie zu bringen? Was waren strategische Rahmenbedingungen zu einem Einmarsch irgendwo, geschweige denn Risiken oder Alternativen? Wieso macht Erdogan das was er macht? Welche Folgen hat eine Entscheidung von Trump - ist mir doch Schnuppe ob der einen hat fahren lassen ...

Ich würde mir gerne die Dinge neutral anschauen und mir dann eine eigene Meinung bilden. Auf viele Dinge kann man auch kommen, ohne dass einem der Herr Lehrer/Frau Lehrererin sagt wie man es zu bewerten hat, indem er sich gleich emphatisch auf eine Seite stellt.

Die Manipulation sehe ich darin, dass dem "Normalo" der sich nur das heute-journal anschaut, das Thema schon aus linksliberaler Perspektive vorgesetzt wird. Wer sich dann die Mühe macht sich weitere Hintergründe zu holen wird fündig - aber das sind leider eben nur die wenigsten. Ziel erreicht, die Mehrheit wird "abgeholt".

Ist Dein Empfinden über die Berichterstattung im ÖR tatsächlich so, dass dieses dem Ideal einer neutralen Berichterstattung nahe kommt?

Ok, dann hole ich auch mal etwas weiter aus.

Zum einen denke ich tatsächlich, dass aktuell Anhänger des rot-grünen Spektrums in der Medienlandschaft stärker repräsentiert sind, als in der Bevölkerung. Ich erinnere mich dunkel an irgendeine Erhebung zum Wahlverhalten von Journalisten, die das auch so bestätigte. Ich denke, dass der 68er Marsch durch die Institutionen an dieser Stelle erfolgreich war. Das sind aber auf längere Sicht Wellenbewegungen, und das Pendel wird auch wieder in die andere Richtung ausschlagen, da derzeit rechts eine stärkere Politisierung stattfindet als links (ua. dank Sarrazin und Flüchtlingskrise).

Und dass die Berichterstattung im Durchschnitt der politischen Haltung des Durchschnitts der Medienschaffenden entspricht, sollte niemanden überraschen. Die Betonung liegt aber auf "Durchschnitt", wozu es Ausreißer in beiden Richtungen gibt, und mit "staatlich gesteuert" hat das erst mal wenig zu tun. Oder haben wir im Bund eine rot-grüne politische Mehrheit, das wäre mir neu.

Zum anderen hat es mich schon immer gestört, dass viele politische TV-Formate, sagen wir zum Beispiel mal Anne Will, stark dazu neigen, unter dem Vorwand einer neutralen Berichterstattung richtig und falsch schon durch das Design der Sendung vorzugeben bzw zu suggerieren, sei es durch die mengenmässige Zusammenstellung von Talkgästen, durch tendenziöse Vorberichte oder durch Claqueure im Studio. Ich beobachte das aber schon relativ lange und die Frage ist, ob das jemals besser war. Zu Zeiten der 68er gab es beispielsweise auch eine tendenziöse Berichterstattung, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Ich denke, man muss (und musste immer) viele Quellen einbeziehen, genau hinsehen und selbständig denken. Das nimmt einem keiner ab, der ÖR auch nicht.

Von daher beantwortete ich deine letzte Frage mit nein. Mich stören nur tatsächlich solche absurden polemischen Zuspitzungen wie "Rot-grüner Staatsfunk". Das Problem ist das: Wenn man zu leichtfertig mit solchen Begriffen umgeht, verliert man das Maß und das rationale einordnende Urteil und erkennt einen tatsächlichen Staatsfunk, oder andere Merkmale eines totalitären Systems, nicht mehr.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Julian » Mo 29. Jan 2018, 23:20

Brainiac hat geschrieben:(29 Jan 2018, 23:03)

Ok, dann hole ich auch mal etwas weiter aus.

Zum einen denke ich tatsächlich, dass aktuell Anhänger des rot-grünen Spektrums in der Medienlandschaft stärker repräsentiert sind, als in der Bevölkerung. Ich erinnere mich dunkel an irgendeine Erhebung zum Wahlverhalten von Journalisten, die das auch so bestätigte. [...]


Zwar schon etwas älter (2010), aber dennoch informativ: Parteipräferenz von Politikjournalisten
Grüne 26,9%
SPD 15,5%
CDU/CSU 9%
FDP 7,4%
Die Linke 4,2%
Keine Partei 36,1%
https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Skeptiker » Mo 29. Jan 2018, 23:26

Brainiac hat geschrieben:(29 Jan 2018, 23:03)

Ok, dann hole ich auch mal etwas weiter aus.

Zum einen denke ich tatsächlich, dass aktuell Anhänger des rot-grünen Spektrums in der Medienlandschaft stärker repräsentiert sind, als in der Bevölkerung. Ich erinnere mich dunkel an irgendeine Erhebung zum Wahlverhalten von Journalisten, die das auch so bestätigte. Ich denke, dass der 68er Marsch durch die Institutionen an dieser Stelle erfolgreich war. Das sind aber auf längere Sicht Wellenbewegungen, und das Pendel wird auch wieder in die andere Richtung ausschlagen, da derzeit rechts eine stärkere Politisierung stattfindet als links (ua. dank Sarrazin und Flüchtlingskrise).

Und dass die Berichterstattung im Durchschnitt der politischen Haltung des Durchschnitts der Medienschaffenden entspricht, sollte niemanden überraschen. Die Betonung liegt aber auf "Durchschnitt", wozu es Ausreißer in beiden Richtungen gibt, und mit "staatlich gesteuert" hat das erst mal wenig zu tun. Oder haben wir im Bund eine rot-grüne politische Mehrheit, das wäre mir neu.

Zum anderen hat es mich schon immer gestört, dass viele politische TV-Formate, sagen wir zum Beispiel mal Anne Will, stark dazu neigen, unter dem Vorwand einer neutralen Berichterstattung richtig und falsch schon durch das Design der Sendung vorzugeben bzw zu suggerieren, sei es durch die mengenmässige Zusammenstellung von Talkgästen, durch tendenziöse Vorberichte oder durch Claqueure im Studio. Ich beobachte das aber schon relativ lange und die Frage ist, ob das jemals besser war. Zu Zeiten der 68er gab es beispielsweise auch eine tendenziöse Berichterstattung, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Ich denke, man muss (und musste immer) viele Quellen einbeziehen, genau hinsehen und selbständig denken. Das nimmt einem keiner ab, der ÖR auch nicht.

Von daher beantwortete ich deine letzte Frage mit nein. Mich stören nur tatsächlich solche absurden polemischen Zuspitzungen wie "Rot-grüner Staatsfunk". Das Problem ist das: Wenn man zu leichtfertig mit solchen Begriffen umgeht, verliert man das Maß und das rationale einordnende Urteil und erkennt einen tatsächlichen Staatsfunk, oder andere Merkmale eines totalitären Systems, nicht mehr.

Das sehen wir dann wohl ähnlich. Die Studie von Fleischhauer ist mir auch in Erinnerung geblieben (http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 95095.html) - denke, die meintest Du. Die erklärt für mich auch vieles und schärft die Wahrnehmung.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Brainiac » Mo 29. Jan 2018, 23:31

Julian hat geschrieben:(29 Jan 2018, 23:20)

Zwar schon etwas älter (2010), aber dennoch informativ: Parteipräferenz von Politikjournalisten
Grüne 26,9%
SPD 15,5%
CDU/CSU 9%
FDP 7,4%
Die Linke 4,2%
Keine Partei 36,1%
https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/

Ja, das war es wohl. Jetzt gibt es natürlich den relativ hohen Anteil von über 1/3 Neutralen, aber in erster Näherung kann man deren Wahlverhalten, werden ja nicht alles tatsächliche Nichtwähler sein, wohl aus dem Rest extrapolieren.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Skeptiker » Mo 29. Jan 2018, 23:32

Julian hat geschrieben:(29 Jan 2018, 23:20)

Zwar schon etwas älter (2010), aber dennoch informativ: Parteipräferenz von Politikjournalisten
Grüne 26,9%
SPD 15,5%
CDU/CSU 9%
FDP 7,4%
Die Linke 4,2%
Keine Partei 36,1%
https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/

Uups, zuvorgekommen.
Die von Fleischhauer hat aber nochmal extremere Werte. Deine Werte von Statistica.com kannte ich noch nicht.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Brainiac » Mo 29. Jan 2018, 23:35

Skeptiker hat geschrieben:(29 Jan 2018, 23:26)

Das sehen wir dann wohl ähnlich. Die Studie von Fleischhauer ist mir auch in Erinnerung geblieben (http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 95095.html) - denke, die meintest Du. Die erklärt für mich auch vieles und schärft die Wahrnehmung.

Passt auch, ich hatte aber eher die von Julian verlinkte Statistik im Kopf. (Ich mag Fleischhauer, aber diese Kolumne zähle ich nicht zu seinen besten, und "Studie" würde ich das auch nicht nennen. :D)
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Dampflok94 » Di 30. Jan 2018, 10:08

Skeptiker hat geschrieben:(29 Jan 2018, 22:17)

Du magst Dich daran stören, dass soetwas dann rot-grüner-Staatsfunk genannt wird. Das ist so auch ganz sicher nicht zutreffend. Ich kenne aber sehr viele Leute, welche sich von den ÖR in einer Art Umerziehungsberichterstattung belehrt fühlen (und nein, ich sitze hier nicht mit Springerstiefeln und Bomberjacke).

Da ist was dran. Aber ist es falsch? Meines Erachtens gehört für mich zu den Aufgaben der ÖR auch das Einstehen für die Demokratie. Das hat Folgen. Insbesondere für jene, die Gegner unserer Demokratie sind. Denn natürlich werden die sich angegriffen fühlen. Weil ihre Haltung bei den ÖR nicht vorkommt oder nur negativ. Aber das halte ich z. B für völlig richtig. Und das kann man dann als Umerziehung mißverstehen.

Nun ergibt sich automatisch die Frage, wer denn diese Gegner sind. Da liegt es in der Natur der Sache, daß man das unterschiedlich beurteilen kann. Und daher diskutiert werden muß. Am Ende muß aber jeder selber entscheiden.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Skeptiker » Di 30. Jan 2018, 21:37

Dampflok94 hat geschrieben:(30 Jan 2018, 10:08)
Da ist was dran. Aber ist es falsch?

Das kommt darauf an wie sich der Umerziehungsauftrag versteht. Versteht er sich als Umerziehung von Verfassungsfeinden, dann meinetwegen. Versteht er sich als Umerziehung Andersdenkender, nein, da muss man sich dagegen stellen.

Dampflok94 hat geschrieben:(30 Jan 2018, 10:08)
Meines Erachtens gehört für mich zu den Aufgaben der ÖR auch das Einstehen für die Demokratie. Das hat Folgen. Insbesondere für jene, die Gegner unserer Demokratie sind. Denn natürlich werden die sich angegriffen fühlen. Weil ihre Haltung bei den ÖR nicht vorkommt oder nur negativ. Aber das halte ich z. B für völlig richtig. Und das kann man dann als Umerziehung mißverstehen.

Du hälst eine tendenziöse Berichterstattung produziert von einer sich selbst offenbar so empfindenden intellektuellen Elite für einen Dienst an der Demokratie? DAS sehe ich fundamental anders. Demokratie ist nicht linksliberale Gleichschaltung bis sich keiner mehr traut aufzumucken. Demokratie ist Teilhabe aller Menschen am politischen Prozess eines Landes, incl. dem Meinungsbildungsprozess. Ist das für Teilbereiche gestört, dann ist die Demokratie in dem Land auch gestört.

Das vielbeschriebene Wandern der 68er durch die Institutionen ist kein demokratischer Prozess. Es ist ein Prozess der Unterwanderung demokratischer Institutionen zum Zwecke der Veränderung der Gesellschaft hin zu einem Ideal einer damaligen Minderheit. Das war sehr erfolgreich. Das hat uns aber nicht demokratischer gemacht, wenn ich betrachte wie mit Gift und Galle gesprüht wird, wenn eine kleine Minderheit von Menschen abweichende Meinungen öffentlich vertritt.

Ende 2015 habe ich von sehr vielen Menschen gehört, sie würden sich nicht mehr trauen den Mund auf zu machen. Die ÖR haben damit für mich gesellschaftlich und journalistisch total versagt.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Dampflok94 » Mi 31. Jan 2018, 11:17

Skeptiker hat geschrieben:(30 Jan 2018, 21:37)

Das kommt darauf an wie sich der Umerziehungsauftrag versteht. Versteht er sich als Umerziehung von Verfassungsfeinden, dann meinetwegen. Versteht er sich als Umerziehung Andersdenkender, nein, da muss man sich dagegen stellen.


Du hälst eine tendenziöse Berichterstattung produziert von einer sich selbst offenbar so empfindenden intellektuellen Elite für einen Dienst an der Demokratie? DAS sehe ich fundamental anders. Demokratie ist nicht linksliberale Gleichschaltung bis sich keiner mehr traut aufzumucken. Demokratie ist Teilhabe aller Menschen am politischen Prozess eines Landes, incl. dem Meinungsbildungsprozess. Ist das für Teilbereiche gestört, dann ist die Demokratie in dem Land auch gestört.

Das vielbeschriebene Wandern der 68er durch die Institutionen ist kein demokratischer Prozess. Es ist ein Prozess der Unterwanderung demokratischer Institutionen zum Zwecke der Veränderung der Gesellschaft hin zu einem Ideal einer damaligen Minderheit. Das war sehr erfolgreich. Das hat uns aber nicht demokratischer gemacht, wenn ich betrachte wie mit Gift und Galle gesprüht wird, wenn eine kleine Minderheit von Menschen abweichende Meinungen öffentlich vertritt.

In meinen Augen siehst Du hier Geister, und die werde ich dir kaum ausreden können. Wenn Du da tendenziöse Berichterstattung siehst, so kann ich die im generellen nicht erkennen. Im einzelnen schon, da aber in jede Richtung. Und das wird sich niemals gänzlich vermeiden lassen.
Ende 2015 habe ich von sehr vielen Menschen gehört, sie würden sich nicht mehr trauen den Mund auf zu machen.

Und warum haben die sich nicht mehr getraut? Weil dann die Männer in den Ledermänteln kommen und einen einknasten, oder was? Das ist doch Nonsens. Das hat was von diesem "Das wird man doch wohl mal sagen dürfen...". Und fast alles, was unter diesem Motto gesagt wurde, durfte man natürlich sagen. Auch schon vorher. Und immer noch. Auch wenn man so tat, als würde man ein Tabu brechen. So durfte z.B. ein Herr Sarrazin seinen unsäglichen Mist unter das Volk bringen. Und niemand ging ihm ans Leder. Wir leben was die Meinungsfreiheit angeht in einem der freiesten Länder der Erde. Aber manche verwechseln Meinungsfreiheit damit, seine Meinung unwidersprochen unter die Leute pusten zu dürfen. Und dieses Recht gibt es nicht.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Skeptiker » Mi 31. Jan 2018, 15:03

Dampflok94 hat geschrieben:(31 Jan 2018, 11:17)
In meinen Augen siehst Du hier Geister, und die werde ich dir kaum ausreden können. Wenn Du da tendenziöse Berichterstattung siehst, so kann ich die im generellen nicht erkennen. Im einzelnen schon, da aber in jede Richtung. Und das wird sich niemals gänzlich vermeiden lassen.

Wie Du schon schreibst, da sind und bleiben wir unterschiedlicher Meinung. Egal wieviele Beispiele man bringt, man kann immer welche dagegen halten. Es geht auch nicht darum, dass es nicht auf beiden Seiten negative Beispiele gibt, sondern wie die Perspektive der Berichterstattung ist. Wer flach schürft bekommt die Meinung verkauft, der tief schürft bekomme differenzierte Inhalte. Effektive politische Manipulation versucht nicht differenzierte Inhalte zu unterdrücken, es reicht vollkommen aus die Masse der politisch wenig interessierten abzuholen. Genau das wird gemacht.

Man kann das sehr gut im Vergleich unterschiedlicher Systeme sehen. Niemand würde behaupten Russland wäre ein Land in dem eine faires demokratisches Klima herrscht. Wer nun aber glaubt man könne ich Russland seine Meinung nicht sagen, der kennt das System nicht. Man kann in Russland sehr frei seine Meinung sagen - solange man damit die herrschende Clique nicht in Bedrängnis bringt. Repression fängt da an, wo die Meinungskundgebung eine größere Öffentlichkeit hat. Da zeigt das System dann seine Zähne. Die Masse der Leute wird durch Stimmungsmache abgeholt. Sagen darf jeder alles, solange sich niemand dafür interessiert ...

In Deutschland läuft das subtiler. Wie in der Studie unten dargestellt ist eine Mehrheit der Journalisten schon politisch vorgeprägt. Sie schaffen sich ihr eigenes Biotop. Denen muss man nicht erzählen sie sollen "Homophob" für Demonstranten benutzen die für ein konservatives Familienbild demonstrieren - da kommen die von alleine drauf. Hier gibt es keine direkte politische Einflussnahme (jedenfalls keine nachgewiesene), aber die Sichtweise ist dennoch fest vorgeprägt.

Dampflok94 hat geschrieben:(31 Jan 2018, 11:17)
Und warum haben die sich nicht mehr getraut? Weil dann die Männer in den Ledermänteln kommen und einen einknasten, oder was? Das ist doch Nonsens.

Natürlich ist DIESE Vorstellung Nonsens. Habe ich etwas anderes behauptet? Es geht mir nicht um offene staatlich angeordnete Repression. Aber mit Verlaub, Manipulation in hochentwickelten demokratischen Gesellschaften kommt doch nicht so banal daher ...

Dampflok94 hat geschrieben:(31 Jan 2018, 11:17)
Das hat was von diesem "Das wird man doch wohl mal sagen dürfen...".

Vielen Dank für dieses Beispiel. Das ist genau die Methode Menschen mundtot zu machen. Natürlich darf man legal alles das sagen - die Gesellschaft hat ja vorgesorgt, dass diejenigen die es tun ihre Belohnung durch gesellschaftliche Ächtung erfahren.

Nehmen wir mal Deinen Satz "Das wird man doch wohl mal sagen dürfen...". Ja, den habe ich sehr oft gehört. Von Menschen, die damit sehr sachliche Argumente genannt haben. In den Medien, auch insbesondere ÖR Medien, aber wurde dieser Satz in direkten Zusammenhang gebracht mit primitiven Deppen die sich kaum artikulieren können und wütend Unsinn verbreiten mit dem Satz dahinter, dass man das ja wohl noch sagen dürfe. Das ist eine zweckgebundene, keine zufällige, Assoziaton.

Mit dieser Methode hat man in der Zeit nach der Grenzöffnung 2015 systematisch Andersdenkende stigmatisiert, indem man jeden der sich konträr in die Debatte zu Migranten einbringen wollte zum Pegidisten abgestempelt hat. Der besitzt für mich absolut Symbolcharakter. Warum sagt denn jemand diesen Satz? Offensichtlich weil er sich beim äußern seiner Meinung gefährdet fühlt.

Dampflok94 hat geschrieben:(31 Jan 2018, 11:17)
Wir leben was die Meinungsfreiheit angeht in einem der freiesten Länder der Erde. Aber manche verwechseln Meinungsfreiheit damit, seine Meinung unwidersprochen unter die Leute pusten zu dürfen. Und dieses Recht gibt es nicht.

Alle Nase lang werden in Deutschland Menschen mit konservativer (Eva Hermann) oder migrationskritischer (Thilo Sarrazzin) Meinung einem Shitstorm mit nachfolgendem Karriereende unterzogen. Ich frage mich ob Deine Meinung über die Qualität unserer Meinungsfreiheit so bliebe, wenn alle Nase lang linksliberale Menschen von einem rechten Mob erfolgreich mit entsprechenden Maßnahmen überzogen würden.
In diesem Zusammenhang sehe ich die Rolle der ÖR eben nicht neutral und Deiner Ansicht, dass dieses Verhalten okay ist, kann ich ebenfalls nicht zustimmen.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Dampflok94 » Mi 31. Jan 2018, 19:28

Skeptiker hat geschrieben:(31 Jan 2018, 15:03)
Alle Nase lang werden in Deutschland Menschen mit konservativer (Eva Hermann) oder migrationskritischer (Thilo Sarrazzin) Meinung einem Shitstorm mit nachfolgendem Karriereende unterzogen. Ich frage mich ob Deine Meinung über die Qualität unserer Meinungsfreiheit so bliebe, wenn alle Nase lang linksliberale Menschen von einem rechten Mob erfolgreich mit entsprechenden Maßnahmen überzogen würden.
In diesem Zusammenhang sehe ich die Rolle der ÖR eben nicht neutral und Deiner Ansicht, dass dieses Verhalten okay ist, kann ich ebenfalls nicht zustimmen.

Recht zur freien Meinungsäußerung heißt nicht, daß die Meinungsäußerung keine Konsequenzen hat. Natürlich kann es die haben. Wer sich mit steilen Thesen an die Öffentlichkeit wagt, der muß mit Gegenwind rechnen. Genauso wie man mit dem Karriereknick rechnen darf, wenn man dem Chef mal so richtig die Meinung geigt. Und wenn man das in der Öffentlichkeit tut, kann das eben auch den Karriereknick zur Folge haben.
Herr Sarrazin ist intelligent. Der wußte ganz genau was er tat und was das bedeutet. Um den mußt Du dir keine orgen machen. Bei der Intelligenz von Frau Hermann bin ich mir da nicht so sicher. Kann schonsein, daß die einfach blöd rumgequatscht hat. Macht die Sache auch nicht besser. Und deswegen hatte sie bei den ÖR eben auch nichts mehr zu suchen.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon frems » Mi 31. Jan 2018, 19:45

Brainiac hat geschrieben:(29 Jan 2018, 23:31)

Ja, das war es wohl. Jetzt gibt es natürlich den relativ hohen Anteil von über 1/3 Neutralen, aber in erster Näherung kann man deren Wahlverhalten, werden ja nicht alles tatsächliche Nichtwähler sein, wohl aus dem Rest extrapolieren.

Vor allem sagt es nichts über den Einfluss. Ein BILD-Chefredakteur hat nun einmal eine andere Stelle als ein junger Volontär bei der Einbecker Morgenpost.
Labskaus!

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Julian
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Julian » Mi 31. Jan 2018, 20:41

Dampflok94 hat geschrieben:(31 Jan 2018, 19:28)

Recht zur freien Meinungsäußerung heißt nicht, daß die Meinungsäußerung keine Konsequenzen hat. Natürlich kann es die haben. Wer sich mit steilen Thesen an die Öffentlichkeit wagt, der muß mit Gegenwind rechnen. Genauso wie man mit dem Karriereknick rechnen darf, wenn man dem Chef mal so richtig die Meinung geigt. Und wenn man das in der Öffentlichkeit tut, kann das eben auch den Karriereknick zur Folge haben.
Herr Sarrazin ist intelligent. Der wußte ganz genau was er tat und was das bedeutet. Um den mußt Du dir keine orgen machen. Bei der Intelligenz von Frau Hermann bin ich mir da nicht so sicher. Kann schonsein, daß die einfach blöd rumgequatscht hat. Macht die Sache auch nicht besser. Und deswegen hatte sie bei den ÖR eben auch nichts mehr zu suchen.


Also bist du für die Entlassung des KiKA-Moderators, der zum Mord an "Nazis" aufgerufen hat?

Warum wird das nicht passieren, wie wir beide wissen, und warum werden Leute wie Sarrazin, die keinesfalls wie jener Moderator gehetzt haben, gegangen?

Gib doch wenigstens zu, dass du und diese Gesellschaft mit doppeltem Maas messen.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Brainiac » Mi 31. Jan 2018, 20:58

frems hat geschrieben:(31 Jan 2018, 19:45)

Vor allem sagt es nichts über den Einfluss. Ein BILD-Chefredakteur hat nun einmal eine andere Stelle als ein junger Volontär bei der Einbecker Morgenpost.

Das ist natürlich richtig. Belastbare Statistiken über die Präferenzen der Führungsetage dürften allerdings schwer zu finden sein. Wenn man aber mal davon ausgeht, dass es einen gewissen Zusammenhang zwischen Wahlergebnissen und Regierungszusammensetzungen einerseits und Besetzungen von hochrangigen ÖR-Funktionen andererseits (sowohl auf auf Bundes- als auch auf Länderebene) geben dürfte, sind die Grünen auf oberer Hierarchieebene wohl kaum so stark vertreten wie in den oben zitierten Umfragen.
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