Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

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Kritikaster
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Kritikaster » Fr 29. Jun 2018, 09:27

Alster hat geschrieben:(29 Jun 2018, 10:24)

Um auf Beiträge zu antworten muss man zunächst mal lesen und verstehen. Das scheint Ihrerseits, Herr Kritikaster, in diesem Fall nicht völlig gelungen.

mit Hervorhebung von mir:

nöööö,

Doch. relativ antwortete auf einen Beitrag, der sich konkret mit der Entwicklung beim DLF befasste.

Wir stimmen aber doch wohl darin überein, dass die Reduzierung von "Unterhaltungsformaten", die der konkurrenzlose Informationssender DLF vornimmt, dem entspricht, was Du zur Rechtfertigung einer Gebührenfinanzierung genannt hast.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alster » Sa 30. Jun 2018, 21:36

Kritikaster hat geschrieben:(29 Jun 2018, 10:27) Wir stimmen aber doch wohl darin überein, dass die Reduzierung von "Unterhaltungsformaten", die der konkurrenzlose Informationssender DLF vornimmt, dem entspricht, was Du zur Rechtfertigung einer Gebührenfinanzierung genannt hast.

Du meinst wahrscheinlich Finanzierung über öffentliche Gelder. Dass die "Rundfunkgebühr" keine Gebühr war gibt inzwischen sogar die Nomenklatura zu.
Das Gutachten Medien des wissenschaftlichen Beirates des Bundesfinanzministeriums hatte ich schon mehrfach zitiert:
http://www.bundesfinanzministerium.de/C ... le%26v%3D5
Es umreißt die Rahmenbedingungen, unter denen ich einer Finanzierung eines Senders über öffentliche Gelder zustimmen würde. Der DLF kommt von allen existierenden Sendern an das dort entwickelte Konzept am nächsten hin.



Kritikaster hat geschrieben:(29 Jun 2018, 10:27) Doch. relativ antwortete auf einen Beitrag, der sich konkret mit der Entwicklung beim DLF befasste.

Wohl kaum möglich, da vor dem meinerseits zitierten Satz des users relativ ...
relativ hat geschrieben:(27 Jun 2018, 09:14)
Um sowas zu erreichen, sollten die Verantwortlichen des ÖR diese Sender wieder von der Konkurrenzsituation mit den Privaten lösen und hochwertiges "Info, Reportagen und Dokufernsehen" produzieren (Phönix, Arte... sind hier gute Beispiele), das sich nicht am Mainstream orientiert.
Desweiteren könnte man die ÖR auf Kernkompetenzen setzen, damit sie nicht jeden Mainstream der Privaten mitegehen muessen, wegen Konkurrenzfähigkeit.

... vom DLF nicht die Rede war. Es sei denn Du willst das Kausalitätsprinzip in Frage stellen.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon H2O » Fr 13. Jul 2018, 14:54

In den Nachrichten (2018-07-13) des DLF wurde gemeldet, daß eine ganze Reihe von Bundesländern die Beschränkung des ÖRR auf drei Gebiete unterstützt: Information, Kultur; Bildung. Man will die Unterhaltung zurück nehmen, wobei nicht klar war, welche Themen dabei unter "Kultur" doch weiter angeboten werden sollen.

Wahrscheinlich wird seichte Unterhaltung wie Seifenopern, Pop-Musik, Heiteres Beruferaten, "Comedy" dabei unter die Räder kommen. Darum wäre es auch gar nicht schade. Sollten aber Rundfunksymphonieorchester oder öffentliche Theater und Opern, Operettenhäuser unter die Räder geraten, dann wäre das schon einen Kampf um deren Überleben wert.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alster » Mi 18. Jul 2018, 12:01

Kurze aktuelle Meldung mit hervorhebung von mir:

"Der Rundfunkbeitrag ist mit dem Grundgesetz vereinbar. Das Bundesverfassungsgericht beanstandete in seinem Urteil aber, dass Menschen mit zwei Wohnungen den Beitrag doppelt zahlen müssen."

vollständige Meldung unter:
http://www.spiegel.de/kultur/tv/bundesv ... 18990.html

Wieder mal (leider viel zu selten) hatten mutige Geschädigte den Mumm sich durch alle Instanzen zu boxen und einen infamen Angriff der Rundfunk Inkasso auf die sozial Schwachen abzuwehren. Genau die hier streitgegenständliche Doppelbelastung der Pendler hatte ich hier im Thread bereits mehrfach thematisiert und beanstandet.

Meinerseits bleiben jedoch weitere Kritikpunkte der unsozialen Ausgestaltung der RF Abgabe, u.a.:
- fehlende Entlastung kleiner Einkommen
- Diskriminierung und Mehrbelastung der Freiberufler

Es zeigt sich aber auch: Die Rechtsbrüche der Inkasso des Welt teuersten ÖR haben Methode. Bereits 2010 hat das BVerfG einen flagranten Angriff auf das Existenzminimum moniert. Und immer werden die sozial schwachen attackiert, von denen die geringste Gegenwehr zu erwarten ist. Es spricht einiges dafür, diese Taktik als Ausdruck tiefster Menschenverachtung, aber auch Verachtung des sozialen Rechtsstaates zu sehen.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Kritikaster » Do 19. Jul 2018, 14:27

Alster hat geschrieben:(18 Jul 2018, 13:01)

Kurze aktuelle Meldung mit hervorhebung von mir:

"Der Rundfunkbeitrag ist mit dem Grundgesetz vereinbar. Das Bundesverfassungsgericht beanstandete in seinem Urteil aber, dass Menschen mit zwei Wohnungen den Beitrag doppelt zahlen müssen."

vollständige Meldung unter:
http://www.spiegel.de/kultur/tv/bundesv ... 18990.html

Wieder mal (leider viel zu selten) hatten mutige Geschädigte den Mumm sich durch alle Instanzen zu boxen und einen infamen Angriff der Rundfunk Inkasso auf die sozial Schwachen abzuwehren. Genau die hier streitgegenständliche Doppelbelastung der Pendler hatte ich hier im Thread bereits mehrfach thematisiert und beanstandet.

Meinerseits bleiben jedoch weitere Kritikpunkte der unsozialen Ausgestaltung der RF Abgabe, u.a.:
- fehlende Entlastung kleiner Einkommen
- Diskriminierung und Mehrbelastung der Freiberufler

Es zeigt sich aber auch: Die Rechtsbrüche der Inkasso des Welt teuersten ÖR haben Methode. Bereits 2010 hat das BVerfG einen flagranten Angriff auf das Existenzminimum moniert. Und immer werden die sozial schwachen attackiert, von denen die geringste Gegenwehr zu erwarten ist. Es spricht einiges dafür, diese Taktik als Ausdruck tiefster Menschenverachtung, aber auch Verachtung des sozialen Rechtsstaates zu sehen.

Ein in seiner Gesamtheit begrüßenswertes Urteil, das nur in einem Nebenaspekt den Beitragsgegnern Recht gibt. :thumbup:
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 19. Jul 2018, 21:36

Alster hat geschrieben:(28 Jun 2018, 21:12)

... und greift (bedingt durch Stümperei und chronischen Ideenmangel) wie gezeigt auf Behinderungen zurück.



Den ÖR aus der Konkurrenzsituation zu befreien ist ja die einzige Rechtfertigung für die Zwangsfinanzierung. Wie der ÖR sich da bestimmungswidrig doch wieder reinmamnövriert hat? Mögliche Gründe:
- Der ÖR erkauft sich die Nibelungentreue der SPD/Grünen/Linken durch seine Funktion als Propagandamaschine. Das geht nur mit entsprechender Quote
- der persönliche Ehrgeiz (möglicherweise Höhe der Vergütungen) von Intendanten etc. wird durch Aufblasen des Programmes und des Budgets am ehesten befriedigt. Dies geht nicht ohne Quote.
- Abschöpfen der einkassierten Zwangsgelder über beauftragte Firmen, bzw Vergabe von Millionenprojekten wird bei entsprechender Quote erleichtert.



Arte & Co wurden schon genannt. Dazu gehört aber insbesondere auch der DLF. Pikanterweise derjenige Sender der ganz offiziell den Charakter eines Staatssenders hat und ohne die per Sprachregelung verordnete Fiktion der "Staatsferne" auskommt.

Der Deutschlandfunk ist nicht die deutsche Welle.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Konservativer » Do 19. Jul 2018, 22:19

Ich verstehe die Logik der ÖR-Verantwortlichen nicht.

Die behaupten immer, der ÖR wäre von grandioser Qualität zu einem grandios günstigen Preis und die Bürger wären unglaublich begeistert vom ÖR und würden ihn für unverzichtbar halten.

Wenn das alles stimmt und der ÖR so toll, so günstig und zu beliebt ist, warum braucht man dann Zwangsgebühren? Dann wären die Bürger doch sowieso alle freiwillig und mit Wonne ein ÖR-Abo abschliessen.

Der Zwang macht doch rein logisch nur dann Sinn, wenn man Schrott zu überteuerten Preis anbietet, den freiwillig keiner kaufen würde. :?:
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 20. Jul 2018, 06:44

Konservativer hat geschrieben:(19 Jul 2018, 23:19)

Wenn das alles stimmt und der ÖR so toll, so günstig und zu beliebt ist, warum braucht man dann Zwangsgebühren?

Warum braucht man Steuern, wenn Polizei, Feuerwehr und Reinheitsgebot von allen geliebt werden?
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