Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

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Raskolnikof
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Raskolnikof » Di 2. Jan 2018, 15:00

Alster hat geschrieben:(02 Jan 2018, 14:23)

Mo 1. Jan 2018, 22:38

... was mehr über Dein Anspruchsniveau als über die Qualität des deutschen ÖR aussagt.
Bei dem Finanzbedarf des weltweit teuersten ÖR von Eur 8 Mrd. ist es zu dünn einen Qualitätsvorsprung vor den Privaten zu stressen. An dieser Stelle wäre es schon nötig einen Qualitätsvorsprung vor der BBC darzustellen, die den Teilnehmer gerade mal gut die Hälfte kostet.

Was die Briten für ihr Fernsehen bezahlen interessiert mich nicht die Bohne. Ich vermag auch nicht zu beurteilen, ob das Programm der BBC das Nonplusultra einer "guten" Berichterstattung und ein gutes Unterhaltungsprogramm bietet. Ich brauche jedenfalls keinen privaten Rundfunk und kein privates Fernsehen. Ich sage natürlich nicht, dass man den ÖR nicht noch besser machen kann. Und dafür wäre ich bereit, auch noch mehr zu bezahlen.
Was sprichst du da im übrigen von Qualität? Meinst du da RTL, Pro 7, VOX und Co.?
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon H2O » Di 2. Jan 2018, 16:51

Tja, liebe Rundfunkgebührenfreunde, hier wird Sie geholfen :D :

http://www.epochtimes.de/politik/deutsc ... 09374.html

Merke:

    Es gibt nichts, was nicht noch verbessert werden könnte. So auch die Höhe unserer Rundfunkgebühren.

Peter K. hat natürlich Recht: Der DLF ist "sein ganzes Geld wert"! Daneben gibt es aber eine unübersichtlich große Zahl weiterer Funkhäuser, deren Schließung sie voll ersetzen würde. Ich gehe davon aus, daß dort die fehlenden 3 Mrd € locker abfließen... im Grunde wohl für nichts... außer für hoffentlich gut bezahlte Arbeitsplätze. Die bieten nur mehr vom Gleichen...

Ich spreche hier als Zuhörer im Hörfunk... der DLF sitzt wohl in Köln. Wenn der DLF mich mit einem mir unangenehmen Musikprogramm nervt, dann rette ich mich zum DLR-Kultur hinüber oder in "Dr Murkes gesammeltes Schweigen".
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon ThorsHamar » Di 2. Jan 2018, 17:21

Kritikaster hat geschrieben:(02 Jan 2018, 14:34)

... Genau die wurde hier geliefert. ...


"Geliefert" wurden absurde Versuche, die Zwangs-Finanzierung medialer Relikte aus der Zweiparteien - Republik ( ARD -Sozi, ZDF - CDU/CSU ) noch heute als gesellschaftlich relevant zu rechtfertigen und den steuerlichen Charakter zu leugnen.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Dampflok94 » Di 2. Jan 2018, 20:06

H2O hat geschrieben:(02 Jan 2018, 16:51)
Peter K. hat natürlich Recht: Der DLF ist "sein ganzes Geld wert"! Daneben gibt es aber eine unübersichtlich große Zahl weiterer Funkhäuser, deren Schließung sie voll ersetzen würde. Ich gehe davon aus, daß dort die fehlenden 3 Mrd € locker abfließen... im Grunde wohl für nichts... außer für hoffentlich gut bezahlte Arbeitsplätze. Die bieten nur mehr vom Gleichen...

Welche Funkhäuser möchtest Du denn gerne schließen?
Ich spreche hier als Zuhörer im Hörfunk... der DLF sitzt wohl in Köln. Wenn der DLF mich mit einem mir unangenehmen Musikprogramm nervt, dann rette ich mich zum DLR-Kultur hinüber oder in "Dr Murkes gesammeltes Schweigen".

Dlf Kultur sitzt übrigens in Berlin. Und man ärgert sich noch immer, daß groß RIAS auf dem Gebäude steht. ;)
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Grund: [MOD] Zitat repariert
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon H2O » Di 2. Jan 2018, 20:16

Dampflok94 hat geschrieben:(02 Jan 2018, 20:06)

Welche Funkhäuser möchtest Du denn gerne schließen?

Dlf Kultur sitzt übrigens in Berlin. Und man ärgert sich noch immer, daß groß RIAS auf dem Gebäude steht. ;)

Gefühlt möchte ich fast sämtliche Landessendeanstalten Hörfunk abschalten. Drei oder vier leistungsfähige Anstalten... reicht! Meinetwegen noch eine Lokalredaktion für einen zeitlich festgelegten Einschub mit Verkehrsfunk als Dienstleistung. Mehr muß nicht sein zur Erfüllung des ÖRR-Auftrags. Von wegen Milliarden... da hat ein ARD-Chef wohl sämtliche Maßstäbe verloren!

Ja, an den guten Onkel Tobias vom RIAS erinnere ich mich gern... so mit Gretele-Trompetele und dem Nachbarn Schnipp. Ich weiß gar nicht mehr, ob damals ich den Kinderfunk hören wollte oder meine Kinder... :)

Die gelegentliche Vorliebe für Dr. Murkes gesammeltes Schweigen hat sicher mit meinem Alter zu tun... :D
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Brainiac » Di 2. Jan 2018, 21:15

Mensch Leute, achtet doch bitte mal aufs richtige Zitieren, kann doch nicht so schwer sein. :rolleyes: 2 weitere Beiträge korrigiert.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Dampflok94 » Di 2. Jan 2018, 22:03

H2O hat geschrieben:(02 Jan 2018, 20:16)

Gefühlt möchte ich fast sämtliche Landessendeanstalten Hörfunk abschalten. Drei oder vier leistungsfähige Anstalten... reicht! Meinetwegen noch eine Lokalredaktion für einen zeitlich festgelegten Einschub mit Verkehrsfunk als Dienstleistung. Mehr muß nicht sein zur Erfüllung des ÖRR-Auftrags. Von wegen Milliarden... da hat ein ARD-Chef wohl sämtliche Maßstäbe verloren!

Sehe ichnicht so. Ich z.B.höre sehr gerne einen der ganz kleinen Radio-Sender. Nämlich Radio Bremen 1. Richtig gut! Und wie ich gestern abend wieder merken durfte, bin ich lange nicht der einzige von weit außerhalb der diesen Sender hört. Dabei ist trotzdem für viele Sender die Regionalität sehr wichtig. Denn da kann man seinen Vorteil, die größere Geschwindigkeit, ausspielen. Raddio dürfte das kleinere Problem der ARD sein. ZDF ist auch teuer und die haben gar kein Radio.
Ja, an den guten Onkel Tobias vom RIAS erinnere ich mich gern... so mit Gretele-Trompetele und dem Nachbarn Schnipp. Ich weiß gar nicht mehr, ob damals ich den Kinderfunk hören wollte oder meine Kinder... :)

Ich wohnte im Norden Berlins, da war der RIAS nur sehr schlecht zu empfangen. Daher lief meist SFB. Aber bei meiner Oma war am Sonntag das klingende Sonntagsrätsel mit Hans Rosenthal Pflicht. (Notieren Sie bitte den 3. Buchstaben des Nachnamens des Künstlers ;) )
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon H2O » Di 2. Jan 2018, 22:16

Dampflok94 hat geschrieben:(02 Jan 2018, 22:03)

Sehe ichnicht so. Ich z.B.höre sehr gerne einen der ganz kleinen Radio-Sender. Nämlich Radio Bremen 1. Richtig gut! Und wie ich gestern abend wieder merken durfte, bin ich lange nicht der einzige von weit außerhalb der diesen Sender hört. Dabei ist trotzdem für viele Sender die Regionalität sehr wichtig. Denn da kann man seinen Vorteil, die größere Geschwindigkeit, ausspielen. Raddio dürfte das kleinere Problem der ARD sein. ZDF ist auch teuer und die haben gar kein Radio.

Ich wohnte im Norden Berlins, da war der RIAS nur sehr schlecht zu empfangen. Daher lief meist SFB. Aber bei meiner Oma war am Sonntag das klingende Sonntagsrätsel mit Hans Rosenthal Pflicht. (Notieren Sie bitte den 3. Buchstaben des Nachnamens des Künstlers ;) )


Meine Frau sagt das auch schon einmal: RB1. Spricht ja auch nichts dagegen. Nur wird man dann für jeden kleinsten Sender einen Fürsprecher finden... und im Grunde das Angebot nicht vergrößern, sondern nur mehr vom Gleichen erzeugen. Und wenn's ums Geld geht... dann muß man sehen, wo es bleibt!

Gegen einen lokalen Einschub habe ich doch gar nichts. Das ist doch technisch machbar! Aber dafür ganze Rundfunkanstalten betreiben... das ist doch ein "overkill".

Zum Fernsehen kann ich nur sagen, daß ich seit 1992 keine Glotze mehr besitze... und nichts vermisse. Da müssen andere Kollegen hinsehen und Verschwendung anmeckern!
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alster » Mi 3. Jan 2018, 16:35

Raskolnikof hat geschrieben:(02 Jan 2018, 15:00)

Was die Briten für ihr Fernsehen bezahlen interessiert mich nicht die Bohne. Ich vermag auch nicht zu beurteilen, ob das Programm der BBC das Nonplusultra einer "guten" Berichterstattung und ein gutes Unterhaltungsprogramm bietet. Ich brauche jedenfalls keinen privaten Rundfunk und kein privates Fernsehen. Ich sage natürlich nicht, dass man den ÖR nicht noch besser machen kann. Und dafür wäre ich bereit, auch noch mehr zu bezahlen.
Was sprichst du da im übrigen von Qualität? Meinst du da RTL, Pro 7, VOX und Co.?

Wenn der teuerste öffentliche Rundfunk der Welt Haushalte (auch und besonders die niedrigen Einkommen) zwischen EUR 17 und 40 EUR mtl. belastet um EUR 8 Mrd. einzusammeln muss schon die Frage erlaubt sein, ob mit Geld verantwortungsvoll umgegangen wird oder nicht. Nächstliegend ist, den internationalen Vergleich als Indikator heranzuziehen.
Zur Programmqualität war meine Aussage unmißverständlich, dass es genau um die Privaten NICHT geht.
Alster hat geschrieben:(02 Jan 2018, 14:23)Bei dem Finanzbedarf des weltweit teuersten ÖR von Eur 8 Mrd. ist es zu dünn einen Qualitätsvorsprung vor den Privaten zu stressen. An dieser Stelle wäre es schon nötig einen Qualitätsvorsprung vor der BBC darzustellen, die den Teilnehmer gerade mal gut die Hälfte kostet.

Alster hat geschrieben:(30 Dec 2017, 20:06)
Die Diskussion hatten wir schon zu Anfang dieses Thread. Ein user gab z.B. Hinweis auf
https://www.youtube.com/watch?v=-6hUhjyIW9E
wie unser Staatsfunk seine Pflicht zu einem Bildungsangebot im Bereich Deutsch für arabischsprachige Ausländer sieht.

Der BBC zeigt, dass es international durchaus öffentliche Sender gibt, die ihre Aufgaben ernst nehmen
http://www.bbc.com/arabic/learningenglish
http://www.bbc.com/arabic/exr.shtml


Im Ergebnis bitte ich gezielter auf die tatsächlich geposteten Beiträge einzugehen.



Zitat mit ergänzung durch mich in []
Kritikaster hat geschrieben:(02 Jan 2018, 14:34)
Genau die [eigene Rechtsauffassung zum Charakter der Rundfunkabgabe] wurde hier geliefert.

Die Behauptung steht hier wohlweislich ohne Zitat oder Link, denn im Thread ist das Gegenteil dokumentiert.
Was ich im Gegensatz zu Dir jederzeit liefere:
Kritikaster hat geschrieben:(01 Jan 2018, 21:49)Welche Vergleiche Du immer auch ziehen magst mit Abgabeformen in anderen Zusammenhängen, ist für die Beurteilung DIESES Falles irrelevant.

was leicht zu widerlegen war:
Alster hat geschrieben:(02 Jan 2018, 14:23)Hier gehst Du fehl, denn genau im Vergleich mit anderen Abgaben zeigt sich, ob eine Sonderrechtsprechung zur Einführung einer Rundfunkabgabe etabliert wurde.

Anstatt hier einzuhaken und zu diskutieren kommen Ausweichmanöver multibus cum argumentis ad autoritatem, wie:
Kritikaster hat geschrieben:(02 Jan 2018, 03:27)Kalter Kaffee, der inzwischen höchstrichterlich entschieden ist. Lies einfach weiter im Strang.

Inhalte oder Taschenspielertricks - Deine Entscheidung



Alexyessin hat geschrieben:(02 Jan 2018, 14:24)Da es keine Masseneinwanderung gab, kann diese nicht kontrolliert oder unkontrolliert abgelaufen sein.

Dorogoj Tovarishch Yessin, Wortspielereien seien Dir gegönnt. Jedoch zum Inhalt:
Dass Einwanderung 2015 unkontrolliert gelaufen ist, habe ich im Beitrag Di 2. Jan 2018, 14:23, letzter Absatz begründet. Der Mangel an Kontrolle war klar durch Überforderung der zuständigen Behörden bedingt und zwar bedingt durch die Zahl der EinwandererInnen. Insoweit ist es nach meiner Auffassung gerechtfertigt von "Masseneinwanderung" zu sprechen.
Zuletzt geändert von Alster am Mi 3. Jan 2018, 16:38, insgesamt 1-mal geändert.
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Alexyessin » Mi 3. Jan 2018, 16:37

Alster hat geschrieben:(03 Jan 2018, 16:35)
Dass Einwanderung 2015 unkontrolliert gelaufen ist, habe ich im Beitrag Di 2. Jan 2018, 14:23, letzter Absatz begründet. Der Mangel an Kontrolle war klar durch Überforderung der zuständigen Behörden bedingt und zwar bedingt durch die Zahl der EinwandererInnen. Insoweit ist es gerechtfertigt von "Masseneinwanderung" zu sprechen.


Dumm nur das es keine Einwanderung gab.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Dampflok94 » Mi 3. Jan 2018, 19:43

H2O hat geschrieben:(02 Jan 2018, 22:16)

Meine Frau sagt das auch schon einmal: RB1. Spricht ja auch nichts dagegen. Nur wird man dann für jeden kleinsten Sender einen Fürsprecher finden... und im Grunde das Angebot nicht vergrößern, sondern nur mehr vom Gleichen erzeugen. Und wenn's ums Geld geht... dann muß man sehen, wo es bleibt!

Gegen einen lokalen Einschub habe ich doch gar nichts. Das ist doch technisch machbar! Aber dafür ganze Rundfunkanstalten betreiben... das ist doch ein "overkill".

Ich betrachte mal meinen heimatlichen Sender, den RBB. Der hat sechs Radioprogramme. (Plus Cosmo, aber der ist ja eine Gemeinschaftsarbeit.) Sind das zu viele? Ich glaube nicht. Die haben unterschiedliche Zielgruppen. Sowohl inhaltlich wie vom Alter. Nun könnte man natürlich ein Kulturradio auch überregional machen. Gibt es ja vom DLF. Aber warum sollte man nur eines machen? Da könnte ich ja auch sagen, eine Zahnpast-Sorte reicht völlig. Auch im Radio ist es schön, wenn man die Wahl hat. Und die Sender arbeiten ja auch zusammen.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Kritikaster » Do 4. Jan 2018, 07:45

Alster hat geschrieben:(03 Jan 2018, 16:35)

Inhalte oder Taschenspielertricks - Deine Entscheidung

Apropos Taschenspielertricks - Du hast Dich offenbar dafür entschieden, damit zu arbeiten.

Wie willst Du ernst genommen werden, wenn Du hier bei oberflächlicher lesenden Foristen mittels Anordnung von Zitaten den FALSCHEN Eindruck zu erwecken versuchst, eine von mir getätigte Aussage beziehe sich irgendwie auf ein von Dir SPÄTER verfasstes Posting? :rolleyes:
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon H2O » Do 4. Jan 2018, 10:18

Dampflok94 hat geschrieben:(03 Jan 2018, 19:43)

Ich betrachte mal meinen heimatlichen Sender, den RBB. Der hat sechs Radioprogramme. (Plus Cosmo, aber der ist ja eine Gemeinschaftsarbeit.) Sind das zu viele? Ich glaube nicht. Die haben unterschiedliche Zielgruppen. Sowohl inhaltlich wie vom Alter. Nun könnte man natürlich ein Kulturradio auch überregional machen. Gibt es ja vom DLF. Aber warum sollte man nur eines machen? Da könnte ich ja auch sagen, eine Zahnpast-Sorte reicht völlig. Auch im Radio ist es schön, wenn man die Wahl hat. Und die Sender arbeiten ja auch zusammen.


Das bestreite ich gar nicht... daß eine große Auswahl Spaß macht. Das ist dann so wie im Kinderzimmer. Das Kind hat einen riesigen Berg Spielzeug... das allermeiste davon fristet ungeliebt und nicht beachtet seine Zeit... bis das Kind oder die genervten Eltern den ganzen Stall ausmisten.

Mir ging es aber ums Geld und eine Zwangsgebühr für den Überfluß. Da meine ich schon, daß ein wenig Innehalten und Nachdenken kein Fehler sein kann, zumal ein aus meiner Sicht durchgeknallter "Öffentlicher" gleich von 3 Mrd Euro spricht, die dem ARD fehlen, und die man über eine Gebührenerhöhung hereinholen müsse.

In Ihren Bundesland haben Sie eine gute Auswahl von Rundfunkprogrammen. Ich vermute einmal, daß das in Schwerin, Leipzig, Halle, Kiel und Hamburg und Bremen, Niedersachsen, Hessen, NRW... nicht anders ist. Da werden dann aus Ihren 6 Anbietern schnell 96 (mit 16 Bundesländern einfach abgeschätzt). Rein technisch vielleicht noch begründbar in Zeiten, als man die Inhalte schlecht im Lebendformat verbreiten konnte. Diese Zeiten sind aber längst vergangen... und man sollte bitte darüber nachdenken, ob dieses Überangebot nicht gestrafft werden könnte.

Zum Vergleich mit Ihren Zahncremes: Da schaden 100 verschiedene Sorten nicht; das Angebot geht zu Lasten der Hersteller und der Verkaufsflächen. Was der Kunde nicht so recht mag, das bleibt liegen und vergammelt, bis der unglückliche Hersteller und Verkäufer Herstellung und Vertrieb einstellt.

Diese ganz natürliche Begrenzung greift überhaupt nicht bei unseren ÖRRs. Da gibt es eine Zwangsgebühr, und man kann herstellen und betreiben was der Rundfunkrat gut findet. Die Mittel fließen, und irgendwann braucht man dann mehr davon, weil "noch mehr" doch gut ist oder noch besser ist. Über diesen nahezu zwangsläufigen Mechanismus müssen Verbraucher und Politiker nachdenken und sich auf das besinnen, was urspünglich gewollt war. Das war im Ansatz doch nicht schlecht oder unbrauchbar. Maßlosigkeit war aber sicher nicht in diesem Ansatz. Darum geht es aber.

Zufällig habe ich heute früh in den DLF-Nachrichten gehört, daß Frankreichs Präsident Macron mit ähnlichen Problemen kämpft, nämlich einen Wildwuchs auf allen Ebenen des Rundfunkwesens wieder in Form zu schneiden. In der Schweiz und Österreich sind ähnliche Bewegungen/Bestrebungen im Gange. Wäre ja auch verwunderlich, wenn in freiheitlichen und demokratischen Gesellschaften nicht sehr ähnliche Entwicklungen zu verzeichnen wären. Wir Deutschen habe noch die Möglichkeit, unser Sprachgebiet über unsere Staatsgrenzen hinaus in solche Überlegungen ein zu beziehen... das wäre eine europäische Errungenschaft, von der Sie auch in Brandenburg einen geistigen Nutzen hätten. Und das zu lächerlich niedrigen Zwangsgebühren.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Charles » Do 4. Jan 2018, 10:23

Dampflok94 hat geschrieben:(03 Jan 2018, 19:43)
Aber warum sollte man nur eines machen? Da könnte ich ja auch sagen, eine Zahnpast-Sorte reicht völlig.


Anzahl und Art der Zahnpasta-Sorten wird durch die Nachfrage durch den Bürger bestimmt. Jeder kann auf dem Markt seine Zahnpasta-Sorte anbieten. Wenn eine Zahnpasta-Sorte von den Bürgern für gut befunden wird, etabliert sie sich auf dem Markt. Wenn eine Zahnpasta-Sorte von den Bürgern nicht gekauft wird, weil sie einfach schlecht ist, wird sie vom Markt verschwinden. Ist doch ein gutes Modell, das Qualität hervorbringt.

Fändest du es sinnvoll, wenn der Staat den Bürger zwingen würde monatlich eine Zahnpasta-Abgabe von 10€ zu bezahlen, damit dann eine Öffentlich-rechtliche Zahnpastazentrale 30 verschiedene öffentlich-rechtliche Zahnpasta-Sorten auf den Markt werfen kann, mit dem Argument, man müsse so für eine Grundversorgung der Bürger mit Zahnpasta garantieren, obwohl bereits 50 verschiedene Zahnpasta-Sorten auf dem Markt vorhanden sind, die sich durch Qualität und entsprechende Nachfrage durchgsetzt haben?
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Amun Ra » Do 4. Jan 2018, 11:51

Dampflok94 hat geschrieben:(03 Jan 2018, 19:43)

...
Da könnte ich ja auch sagen, eine Zahnpast-Sorte reicht völlig. ...

Der Vergleich hinkt. Und zwar gewaltig. Weil ich bei der Zahnpasta nur diejenige bezahlen muss die ich auch tatsächlich konsumiere. Bei den ÖRR bin ich gezwungen alle zu bezahlen, selbst wenn ich nichts konsumiere.
'I find that offensive.' has no meaning; it has no purpose; it has no reason to be respected as a phrase. 'I am offended by that.' Well, so fucking what? - Stephen Fry
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Charles » Do 4. Jan 2018, 12:05

Amun Ra hat geschrieben:(04 Jan 2018, 11:51)
Bei den ÖRR bin ich gezwungen alle zu bezahlen, selbst wenn ich nichts konsumiere.


Dabei verstehe ich auch die Angst vor dem Markt nicht. Wenn ich so davon überzeugt bin ein qualitativ hervorragendes Produkt zu haben, warum sollte ich dann Angst davor haben mich dem Wettbewerb zu stellen? Dann könnte ich doch voller Selbstbewusstsein davon ausgehen, dass die Leute alle freiwillig mein Produkt kaufen werden.

Das Beharren auf der Zwangsfinanzierung ist doch geradezu ein Eingestandnis, dass das Produkt auf dem Markt wegen qualitativer Mängel nicht überleben würde.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Charles » Do 4. Jan 2018, 12:23

Ex-Regierungssprecher von Angela Merkel übernimmt ARD-Vorsitz.

http://www.tagesspiegel.de/medien/ard-s ... 01550.html

Das nenne ich politische Neutralität und Unabhängigkeit. :thumbup:
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon pikant » Do 4. Jan 2018, 12:30

Amun Ra hat geschrieben:(04 Jan 2018, 11:51)

. Bei den ÖRR bin ich gezwungen alle zu bezahlen, selbst wenn ich nichts konsumiere.


die Rundfunkgebuehr wird pro Haushalt berechnet und da spielt es keine Rolle, ob Sie ueberhaupt ein Rundfunk,-oder Fernsehgeraet besitzen :)
bei Hotels sieht es dagegen anders aus, denn da muss laut Bundesverwaltungsgericht im Hotelzimmer ein Rundfunk-oder Fernsehgeraet sein oder Internetanschluss , um eine Gebuehr zahen zu muessen.
die Rundfunkgebuehr pro Haushalt hat das Bundesverwaltungsgericht als rechtsmaessig erklaert, Klagen liegen aber noch beim Bundesverfassungsgericht, das sich damit noch nicht abschliessend befasst hat.

Meine persoenliche Meinung dazu ist, dass die derzeitige Regelung ungerecht ist, denn Privatleute sollten nur bezahlen muessen, wenn sie auch ein Rundfunk-oder Fernsehgeraet besitzen - ich haette auch nichts dagegen, wenn man nur zahlen muss, wenn man die oeffentlich-rechtlichen Programme nuetzt - Ob das machbar ist, weiss ich nicht, denn viele Laender in de EU erheben ja auch diese Gebuehren im allgemeinen fuer die Geraete egal ob man das oeffentliche Programm nuetzt oder nicht.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon Amun Ra » Do 4. Jan 2018, 12:55

pikant hat geschrieben:(04 Jan 2018, 12:30)

... - ich haette auch nichts dagegen, wenn man nur zahlen muss, wenn man die oeffentlich-rechtlichen Programme nuetzt - Ob das machbar ist, weiss ich nicht, ...

Das ist die einzig gerechte Form. Und technisch machbar ist das schon seit Jahrzehnten. Heutzutage sogar noch einfach denn je. Wer ÖRR haben will soll es abonnieren. Wer es nicht haben will abonniert es halt nicht.

Oder wir machen es gleich wie in den USA: PBS ist zum größten Teil durch Spenden finanziert, der Rest kommt durch staatliche Zuschüsse. Damit könnte ich ebenfalls sehr gut leben. Und wie der PBS beweist könnte man damit auch dem Bildungsauftrag sehr effektiv nachkommen. Dazu braucht es das deutsche Modell nicht, das Sendeanstalten nur unterhält weil der ÖRR sonst nicht weiss wohin mit dem ganzen Geld.

Und über den Scheißdreck, der auf Youtube mit meinen Zwangsgebühren veröffentlicht wird, darüber lasse ich mich besser nicht aus. Eine Schande ist das.
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Re: Sammelstrang: ÖR (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk)

Beitragvon pikant » Do 4. Jan 2018, 13:08

Charles hat geschrieben:(04 Jan 2018, 12:05)



Das Beharren auf der Zwangsfinanzierung ist doch geradezu ein Eingestandnis, dass das Produkt auf dem Markt wegen qualitativer Mängel nicht überleben würde.


Qualitaet und wie viele Zuschauer ein Programm schauen sind zwei verschieden Paar Schuhe.

die oeffentlich rechtlichen haben einen Informationsauftrag zu erfuellen, der festgelegt worden ist, im Gegensatz zu den Privaten.
Wenn man zukuenftig nur noch Fussball, grossen Sport, gute Fime und grosse Unterhaltung ohne Infos sehen will, dann muss man zahlen und schliesst damit einen Teil der Bevoelkerung von dieser Ware aus und das kann nicht Sinn und Zweck sein, weil die Privaten immer mehr Angebote ins Pay TV schieben, weil ansonsten diese auch nicht mehr zu finanzieren sind.

der deutsche Gesetzgeber waere da am Zug, festzulegen welche Sportereignisse im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein muss, wie es in Frankreich seit Jahrzehnten gesetzlich geregelt ist.
Da hat auch der Kleinverdiener die Meoglichkeit die Endspiele von grossen Fussballspielen free zu sehen, wie auch Tour de France, olympische Spiele oder Handball- oder Baskeballhighlights ppp.
der Gesetzgeber koennte auch festlegen, dass Private ihren Informationsauftrag besser ausfuellen muessen, indem man mehr Infosendungen vorschreibt und ja der Gesetzgeber koennte auch das Werbeverbot der oeffentlich-rechtlichen Seinder fuer die Feiertage und nach 20.00 Uhr aufheben, wie das zB. in Frankreich der Fall ist.

Sport, Spiele und Infos - ja, aber bitte fuer jeden zu einem erschwinglichen Preis!


die Gefahr kommt nicht von den Gebuehren, sondern die Gefahr kommt von den Privaten, die den Zugang immer mehr erschweren und Millionen Menschen von Highlights ausschliessen da diese sich kein Pay-TV leisten koennen.Frei empfangbar muss das Grundmotto sein - da ist es mir dann egal ob Staat oder Privat.

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