Lehrpläne den Fachkräftemangel anpassen

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Sole.survivor@web.de
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Re: Lehrpläne den Fachkräftemangel anpassen

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 3. Sep 2017, 07:50

Aldemarin hat geschrieben:(02 Sep 2017, 22:05)

Kann man wirklich vieles alte Wissen nicht mehr verwenden? Auch moderne Programmiersprachen wie php nutzen oft die gleichen Ausdrücke für gewisse Operationen wie alte Programmiersprachen wie Pascal!

Häufig kommt jemand, der mit einem alten System gearbeitet hat, auch mit einem neuen ähnlichen System schnell gut zurecht, sofern es gut funktioniert!

In Kriegszeiten hat man Leuten oft in Rekordzeit beigebracht, ein Flugzeug zu steuern. Warum soll es nicht möglich sein, Leuten, die sowieso gewohnt sind am Smartphone zu hängen, schnell die Programmierung zu lehren?

Ich glaube die Diskussion, daß wir keine Fachkräfte ausbilden können, wurde von Leuten ins Leben gerufen, die von vielen Sachverhalten keine Ahnung haben!

Altes Wissen ist nicht komplett wertlos. Es spricht nichts dagegen, alle 10 Jahre die Lehrsprache, die Textaufgaben usw zu modernisieren. Ein 30 Jahre altes Lehrbuch in Algorithmik, Musik, Chemie oder Biologie ist allenfalls in Randbereichen falsch. Es sagt höchstens nicht mehr alles, was ein Schüler heute bedenken sollte.
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aleph
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Re: Lehrpläne den Fachkräftemangel anpassen

Beitragvon aleph » So 3. Sep 2017, 08:33

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(03 Sep 2017, 08:50)

Altes Wissen ist nicht komplett wertlos. Es spricht nichts dagegen, alle 10 Jahre die Lehrsprache, die Textaufgaben usw zu modernisieren. Ein 30 Jahre altes Lehrbuch in Algorithmik, Musik, Chemie oder Biologie ist allenfalls in Randbereichen falsch. Es sagt höchstens nicht mehr alles, was ein Schüler heute bedenken sollte.


Das nennt man Grundlagenwissen. Das ist zu unterscheiden von Fachwissen, das man nur für eine spezielle Tätigkeit benötigt (z.B. Stenographie, das früher an Schulen gelehrt wurde).
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein.
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Re: Lehrpläne den Fachkräftemangel anpassen

Beitragvon immernoch_ratlos » So 3. Sep 2017, 14:28

Der Mensch ist kein Automat, in dem man nur "oben" ordentlich reinstecken muss, und "unten" kommt dann das Produkt heraus, nachdem sich alle sehnen :?:

Auch kleine Menschen aka "Kinder und Jugendliche" gehören diesem Spezies an. Die bestmöglichen Ergebnisse werden wohl dann "erzielt", wenn man es mit den "Zielen" nicht so genau nimmt. Was die "Schule" leider gut kann, ist das Abgewöhnen von Fragen, sobald man deren Hoheitsbereich betritt.

Kurz zuvor hat so ein kleiner Sapiens alles mit ungeheurer Geschwindigkeit und permanentem "WARUM" in sich aufgesaugt und damit seine angeborenen Möglichkeiten extrem genutzt (nun ja, wenn nicht Erwachsenen - zuvorderst die Eltern Eltern - das nicht bereits im Keim erstickten. Damit glauben auch heute noch viele Eltern ihren Nachwuchs "für das weitere Leben da draußen" fit und angepasst machen zu müssen.

Kein Wunder also, wenn ständig diese "Anpassen" ganz oben auf der Agenda steht. Grundlagenwissen - "Allgemeinbildung" - ist eine exzellente Basis für alles was dann noch kommen kann. Wer es "irgendwie schafft" seine lieben Kleinen weiter neugierig in das "Leben da draußen" zu entlassen, hat alles Notwendige getan. Fachwissen hat ohnedies immer kürzere "Halbwertzeiten" - daraus muss eine rundum gute Ausbildung vorbereiten. Solide und belastbare Grundlagen sind dabei unverzichtbar. Auch da muss jeder auf möglichen Wandel - durch Weiterentwicklung vorbereitet sein.

"Wir" Homo Sapiens sind hier im 21. Jahrhundert nicht so "erfolgreich"(darüber lässt sich streiten) angekommen, weil irgendwer die "Lehrpläne angepasst" hat, sondern weil das wichtigste Werkzeug das Lösen von Problemen war und ist. Wer dauerhaft nur mit "Fertigkost" gefüttert wird, verliert sehr rasch jedes Interesse an anderen "Geschmacksnuancen".

Zugegeben - wer "so" ist - ist auch permanent mit seiner "Umwelt" im Clinch - alles hat seinen Preis... :?
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Lehrpläne den Fachkräftemangel anpassen

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 3. Sep 2017, 15:34

Gesellschaft geht nun mal nur, wenn die meisten konform mittun. Das allen Künstlerschützern zum Geleit. Und speziell diese Gesellschaft erfordert zum konform sein so einiges, das Kindern nicht von selbst einleuchtet. Lange bevor sie das sz und den Imperativ kennen.
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Re: Lehrpläne den Fachkräftemangel anpassen

Beitragvon Aldemarin » So 3. Sep 2017, 16:40

Ein echtes Problem beim Informatikunterricht an Schulen ist aber, daß oft fehlerhafte Entwicklungsumgebungen verwendet werden, so daß nicht alle Übungen fehlerfrei durchgeführt werden können. Auch wäre es vorteilhaft auch zeitgemäße Entwicklungsumgebungen zu verwenden, damit man auch lernt, Programme zu schreiben, deren Erscheinungsbild den Programmen auf den heimischen PC entspricht.

Wenn man dies berücksichtigt, macht die Programmierung den Schülern Spaß und animiert manche vielleicht zu Programmierübungen über den Schulstoff hinaus!

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