GEZ- für Privatsender ?

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Soll ein Teil der GEZ an Privatsender gehen ?

ja
4
14%
nein
23
82%
nur wenn das Programm seriöser wid
1
4%
 
Abstimmungen insgesamt: 28
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Raskolnikof
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon Raskolnikof » So 20. Aug 2017, 21:09

Ich bin absolut dagegen, dass Pro7, Sat1 und andere volksverdummende Sender von den GEZ-Gebühren profitieren. Von mir aus können all diese Sender um Frauentausch und Schwiegermutter gesucht verschwinden. Wer braucht so etwas dämliches?
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schokoschendrezki
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 21. Aug 2017, 07:49

Alter Stubentiger hat geschrieben:(04 Jul 2017, 18:04)

Sat1ProSiebenRTL bieten nichts was einer Grundversorgung nahekommt. Es ist alles unglaublich banal und flach. Ich schau diese Sender nur im Ausnahmefall.

Die öffentlichen TV-Sender auch nicht mehr. Oder gehören Fußball-Übertragungen, Eu-Songcontest, Rosamunde Pilcher zur "Grundversorgung". Ich schaue bereits seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr klassisches TV. Ab und zu mal Nachrichten, Reportagen per Internet. Ich habe gar keinen klassischen TV-Empfänger mehr. Nicht nur wegen der fehlenden Inhalte ... für mich ist das einfach voriges Jahrhundert und vorbei. Die Gebühren gehören dennoch nicht abgeschafft, denn an die Stelle des so gut wie sinnlosen TV-Programms der Öffentlichen (und der privaten sowieso) sind - was politische, kulturelle, wissenschaftliche Information anbelangt - umso entschiedener die drei öffentlichen Deutschlandradio-Sender und - in eingeschränktem Maße - die regionalen Hörfunksendeanstalten in mein mediales Bewusstsein getreten. Und die sollen nicht weniger sondern entschieden mehr Geld bekommen. Die legens nämlich sinnvoll an.
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon Dark Angel » Mo 21. Aug 2017, 14:20

Es
schokoschendrezki hat geschrieben:(21 Aug 2017, 08:49)
Die öffentlichen TV-Sender auch nicht mehr. Oder gehören Fußball-Übertragungen, Eu-Songcontest, Rosamunde Pilcher zur "Grundversorgung". Ich schaue bereits seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr klassisches TV. Ab und zu mal Nachrichten, Reportagen per Internet. Ich habe gar keinen klassischen TV-Empfänger mehr. Nicht nur wegen der fehlenden Inhalte ... für mich ist das einfach voriges Jahrhundert und vorbei. Die Gebühren gehören dennoch nicht abgeschafft, denn an die Stelle des so gut wie sinnlosen TV-Programms der Öffentlichen (und der privaten sowieso) sind - was politische, kulturelle, wissenschaftliche Information anbelangt - umso entschiedener die drei öffentlichen Deutschlandradio-Sender und - in eingeschränktem Maße - die regionalen Hörfunksendeanstalten in mein mediales Bewusstsein getreten. Und die sollen nicht weniger sondern entschieden mehr Geld bekommen. Die legens nämlich sinnvoll an.


Die so genannte GEZ gehört komplett abgeschafft. Jeder soll für das bezahlen, was er auch konsumiert, dann klappt das auch mit der Qualität. Das gilt für für Privatsender und die so genannten Öffentlich Rechtlichen gleichermaßen.
Wenn letztere nicht mehr über eine Zwangsabgabe finanziert werden, besinnen die sich vielleicht mal wieder auf ihre eigentliche Aufgabe - nämlich zu informieren - und zwar unabhängig und neutral und nicht - wie das derzeit nur zu oft passiert - zu manipulieren.
Und JA - zu einer "vernünftigen" Grundversorgung gehören Sportevents genauso, wie Dokus, oder Songkontests oder Filme etc.
Und NEIN - TV-Empfänger sind nicht voriges Jahrhundert - weil moderne TV-Empfänger sind Internetfähig!
Wenn du, was TV-Technik anbelangt, im vergangenen Jahrhundert kleben geblieben bist, ist das allein dein Problem.
Von Full-HD-, UHD- oder 3D-TV-Empfängern scheinst du noch nix mitgekriegt zu haben. :p
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon Raskolnikof » Mo 21. Aug 2017, 15:27

Dark Angel hat geschrieben:(21 Aug 2017, 15:20)
Die so genannte GEZ gehört komplett abgeschafft. Jeder soll für das bezahlen, was er auch konsumiert, dann klappt das auch mit der Qualität. Das gilt für für Privatsender und die so genannten Öffentlich Rechtlichen gleichermaßen.

schokoschendrezki hat geschrieben:(21 Aug 2017, 08:49)
Die öffentlichen TV-Sender auch nicht mehr. Oder gehören Fußball-Übertragungen, Eu-Songcontest, Rosamunde Pilcher zur "Grundversorgung".

Ich zahle die GEZ-Gebühren gerne, auch wenn ich mit der Programmgestaltung der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nicht immer zufrieden bin. Neben ARD und ZDF schaue ich mir gern Dokus auf Arte, Phoenix, ZDF-Info. Und selbstverständlich gehören auch Fußball-Übertragungen, Songcontests und auch Rosamunde Pilcher zur Grundversorgung. Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten haben ein breit gefächertes Publikum, dem diese gerecht werden müssen. Wenn du dich nicht für Rosamunde Pilcher interessierst ist das deine Sache. Aber es gibt sehr viele alte Menschen, die diese Sendung lieben. Du, schokoschendrezki, hast doch auch deine Lieblingssender bzw. Programme gefunden, wenn auch im Rundfunk. Da ist dann doch alles im Lot!

Eines dürfte klar sein: Wenn die GEZ-Gebühr abgeschafft wird stirbt das öffentlich-rechtliche Fernsehen und auch der öffentlich rechtliche Hörfunk. Die Sender müssten sich durch Werbung finanzieren, die einem das ganze Abendprogramm vergällt. Zudem würden ARD und ZDF zu dem mutieren, was VOX, SAT1, RTL und Co. bereits sind: Unterhaltungssender für Hohlköpfe denen das Stroh aus den Ohren wächst.

Ich gebe dir insofern recht, dass die Sendungen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nicht mehr so prickelnd sind wir vor 20 Jahren und noch früher. Andererseits liegen diese Sender mit ihren Inhalten immer noch um Klassen besser als die Privaten.
Eine alte Weisheit sagt, dass Qualität etwas kostet. So ist das auch beim Fernsehen.
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 21. Aug 2017, 17:00

Dark Angel hat geschrieben:(21 Aug 2017, 15:20)

Es

Die so genannte GEZ gehört komplett abgeschafft. Jeder soll für das bezahlen, was er auch konsumiert, dann klappt das auch mit der Qualität. Das gilt für für Privatsender und die so genannten Öffentlich Rechtlichen gleichermaßen.

Mit der Methode gibts nur noch Unterschichtenfernsehen. Nach wie vor sind hochwertige Fernsehsendungen nur mit GEZ möglich und nötig. Es gibt immer noch so einiges auf erhellend und interessant ist bei den Öffentlich-Rechtlichen. Ein rarer Eiblick in die Welt Nordkoreas wird man immer finanzieren müssen. Sowas ist nicht mehrheitsfähig. Aber solche Sendungen sind eben doch wichtig. Auf ARTE/3Sat oder Phoenix findet man solche Sendungen.
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon Dark Angel » Mo 21. Aug 2017, 17:12

Raskolnikof hat geschrieben:(21 Aug 2017, 16:27)

Ich zahle die GEZ-Gebühren gerne, auch wenn ich mit der Programmgestaltung der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nicht immer zufrieden bin. Neben ARD und ZDF schaue ich mir gern Dokus auf Arte, Phoenix, ZDF-Info. Und selbstverständlich gehören auch Fußball-Übertragungen, Songcontests und auch Rosamunde Pilcher zur Grundversorgung. Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten haben ein breit gefächertes Publikum, dem diese gerecht werden müssen. Wenn du dich nicht für Rosamunde Pilcher interessierst ist das deine Sache. Aber es gibt sehr viele alte Menschen, die diese Sendung lieben. Du, schokoschendrezki, hast doch auch deine Lieblingssender bzw. Programme gefunden, wenn auch im Rundfunk. Da ist dann doch alles im Lot!

Wie ich bereits sagte - jeder soll für das bezahlen, was er konsumiert.
Und nein, ich zahle die GEZ nicht gerne, sondern gezwungenermaßen - ich werde gezwungen etwas zu finanzieren, was ich nicht nutze, nicht konsumiere.

Raskolnikof hat geschrieben:(21 Aug 2017, 16:27)Eines dürfte klar sein: Wenn die GEZ-Gebühr abgeschafft wird stirbt das öffentlich-rechtliche Fernsehen und auch der öffentlich rechtliche Hörfunk. Die Sender müssten sich durch Werbung finanzieren, die einem das ganze Abendprogramm vergällt. Zudem würden ARD und ZDF zu dem mutieren, was VOX, SAT1, RTL und Co. bereits sind: Unterhaltungssender für Hohlköpfe denen das Stroh aus den Ohren wächst.

Ja und?
Dann müssen sie sich halt über Werbung finanzieren oder über Abo, oder, oder, oder ...
Was die Qualität angeht, nehmen sich die Privaten und die Öffentlich Rechtlichen nichts
Der Unterschied besteht nur darin, dass die Privaten sich über Einschaltquoten die Werbeeinnahmen sichern müssen, während die Öffentlich Rechtlichen über Zwangsgebühren gepampert werden.

Raskolnikof hat geschrieben:(21 Aug 2017, 16:27)Ich gebe dir insofern recht, dass die Sendungen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nicht mehr so prickelnd sind wir vor 20 Jahren und noch früher. Andererseits liegen diese Sender mit ihren Inhalten immer noch um Klassen besser als die Privaten.
Eine alte Weisheit sagt, dass Qualität etwas kostet. So ist das auch beim Fernsehen.

"Prickelnd" waren die Öffentlich Rechtlichen noch nie, es gab nur nix anderes, man hatte keine Wahl und musste sich mit dem Mist zufrieden geben, was angeboten wurde.
Die Privaten boten eine Alternative zu dem öffentlich-rechtlichen Einheitsbrei.
Heute sind die Öffentlich Rechtlichen Rentner-TV und die Privaten bedienen die Bildungsfernen.
Wer Wert auf Qualität legt nutzt Pay-TV oder die diversen Internetprovider mit eigenem TV.
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon Dark Angel » Mo 21. Aug 2017, 17:16

Alter Stubentiger hat geschrieben:(21 Aug 2017, 18:00)

Mit der Methode gibts nur noch Unterschichtenfernsehen. Nach wie vor sind hochwertige Fernsehsendungen nur mit GEZ möglich und nötig. Es gibt immer noch so einiges auf erhellend und interessant ist bei den Öffentlich-Rechtlichen. Ein rarer Eiblick in die Welt Nordkoreas wird man immer finanzieren müssen. Sowas ist nicht mehrheitsfähig. Aber solche Sendungen sind eben doch wichtig. Auf ARTE/3Sat oder Phoenix findet man solche Sendungen.

Hochwertig nennst du das, was von den Öffentlich Rechtlichen angeboten wird? Auweia
Ich sagte ja nicht, dass hochwertige Sendungen nicht finanziert werden müssten - natürlich müssen die das und sollen das auch, aber nicht über eine Zwangsabgabe, die jeder zahlen muss, ob er die Programme/Sendungen der Öffentlich Rechtlichen "konsumiert" oder nicht.
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon JJazzGold » Mo 21. Aug 2017, 17:22

Dark Angel hat geschrieben:(21 Aug 2017, 18:12)

Wie ich bereits sagte - jeder soll für das bezahlen, was er konsumiert.
Und nein, ich zahle die GEZ nicht gerne, sondern gezwungenermaßen - ich werde gezwungen etwas zu finanzieren, was ich nicht nutze, nicht konsumiere.


Ja und?
Dann müssen sie sich halt über Werbung finanzieren oder über Abo, oder, oder, oder ...
Was die Qualität angeht, nehmen sich die Privaten und die Öffentlich Rechtlichen nichts
Der Unterschied besteht nur darin, dass die Privaten sich über Einschaltquoten die Werbeeinnahmen sichern müssen, während die Öffentlich Rechtlichen über Zwangsgebühren gepampert werden.


"Prickelnd" waren die Öffentlich Rechtlichen noch nie, es gab nur nix anderes, man hatte keine Wahl und musste sich mit dem Mist zufrieden geben, was angeboten wurde.
Die Privaten boten eine Alternative zu dem öffentlich-rechtlichen Einheitsbrei.
Heute sind die Öffentlich Rechtlichen Rentner-TV und die Privaten bedienen die Bildungsfernen.
Wer Wert auf Qualität legt nutzt Pay-TV oder die diversen Internetprovider mit eigenem TV.



Nur der Neugier halber, da ich kein Pay-TV nutze, was genau ist an Pay-TV Sendern qualitativ hochwertiger?
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 21. Aug 2017, 17:51

Dark Angel hat geschrieben:(21 Aug 2017, 18:16)

Hochwertig nennst du das, was von den Öffentlich Rechtlichen angeboten wird? Auweia
Ich sagte ja nicht, dass hochwertige Sendungen nicht finanziert werden müssten - natürlich müssen die das und sollen das auch, aber nicht über eine Zwangsabgabe, die jeder zahlen muss, ob er die Programme/Sendungen der Öffentlich Rechtlichen "konsumiert" oder nicht.

Du denkst da einfach zu kurz. Für eine handvoll Euro mehr in der Tasche.
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 21. Aug 2017, 17:53

JJazzGold hat geschrieben:(21 Aug 2017, 18:22)

Nur der Neugier halber, da ich kein Pay-TV nutze, was genau ist an Pay-TV Sendern qualitativ hochwertiger?

Frage ich mich auch gerade. Die wollen auch nur Geld verdienen.
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon JJazzGold » Mo 21. Aug 2017, 18:14

Alter Stubentiger hat geschrieben:(21 Aug 2017, 18:53)

Frage ich mich auch gerade. Die wollen auch nur Geld verdienen.


Dazu müssen sie ihr Klientel, respektive dessen Wünsche und Interessen bedienen. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass sich hochqualitative Sendungen in einer Anzahl verkaufen, die gewinnbringend ist. Aber wie bereits geschrieben, beurteilen kann ich das nicht, da ich mit Pay-TV keine Erfahrung habe. Mir reicht das Angebot der ÖR Sender, vorzugsweise Phoenix, 3Sat und Arte, aber auch einige Sendungen von ARD und ZDF.
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon Dark Angel » Mo 21. Aug 2017, 18:37

JJazzGold hat geschrieben:(21 Aug 2017, 18:22)

Nur der Neugier halber, da ich kein Pay-TV nutze, was genau ist an Pay-TV Sendern qualitativ hochwertiger?

Man kann sich einerseits die Spartenkanäle als Paket zusammen stellen oder das Gesamtangebot kaufen. Die Dokus sind um Längen besser und vielseitiger als die, die im Öffentlich Rechtlichen gesendet werden, sie sind auch aktueller man hat außerdem die Möglichkeit, die genau dann zu anzusehen, wann man Zeit, Lust und Muße hat. Es gibt wesentlich mehr Filme/Filmkanäle - für jedes Interessengebiet etwas - vom "Uraltschinken" über Fantasy bis zum neuesten Action-Film ist alles dabei. Und auch hier - man kann sie anschauen, wann man Zeit und Lust hat, ist auf keine bestimmte Sendezeit festgelegt.
Ich bin so'n Typ, der Dokus allem anderen vorzieht - National Geographic, Discovery etc.
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 21. Aug 2017, 19:53

Dark Angel hat geschrieben:(21 Aug 2017, 19:37)

Man kann sich einerseits die Spartenkanäle als Paket zusammen stellen oder das Gesamtangebot kaufen. Die Dokus sind um Längen besser und vielseitiger als die, die im Öffentlich Rechtlichen gesendet werden, sie sind auch aktueller man hat außerdem die Möglichkeit, die genau dann zu anzusehen, wann man Zeit, Lust und Muße hat. Es gibt wesentlich mehr Filme/Filmkanäle - für jedes Interessengebiet etwas - vom "Uraltschinken" über Fantasy bis zum neuesten Action-Film ist alles dabei. Und auch hier - man kann sie anschauen, wann man Zeit und Lust hat, ist auf keine bestimmte Sendezeit festgelegt.
Ich bin so'n Typ, der Dokus allem anderen vorzieht - National Geographic, Discovery etc.


Discovery ist ja eher Infotainment. Bei mir heißt hochwertig nicht unbedingt hochglanz. Schon mal "Inside Nordkorea" gesehen?
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon Raskolnikof » Mo 21. Aug 2017, 20:56

Dark Angel hat geschrieben:(21 Aug 2017, 18:12)

Wie ich bereits sagte - jeder soll für das bezahlen, was er konsumiert.
Und nein, ich zahle die GEZ nicht gerne, sondern gezwungenermaßen - ich werde gezwungen etwas zu finanzieren, was ich nicht nutze, nicht konsumiere.

Tja, dann haste eben Pech gehabt. Du musst das so sehen: Du bist Mitglied einer Solidargemeinschaft, wie bei der Krankenversicherung. Da zahlst du auch für die Schwerstkranken und deren Behandlungen mit. Also, stell dich nicht so an wegen der paar Kröten. ;)
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon H2O » Mo 21. Aug 2017, 21:05

Ebiker hat geschrieben:(02 Jul 2017, 11:23)

Die Rundfunkgebühr, neu Haushaltabgabe, ist ja genau so unbeliebt wie umstritten. Viele hätten sie gerne abgeschafft oder zumindest erheblich reduziert. Jetzt gibt es aber einen Vorstoß von Pro7Sat1. Die Sendergruppe fordert eine Beteiligung an der GEZ. Begründung: Sie hätten einen viel höheren Zuschaueranteil bei den jungen und würden damit einen Beitrag zur Grundversorgung leisten.

https://www.golem.de/news/ard-zdf-privatsender-wollen-anteil-an-tv-gebuehren-1706-128687.html

Ähnlich argumentieren auch kleine regionale Sender die oft ins Kabelnetz einspeisen. Was haltet ihr von GEZ- finanzierten Dokusoaps und Nachrichten aus Kleinkleckersdorf ?


Ich finde, daß wir Gebührenzahler unsere Programme dort bezahlen sollten, wo wir sie abgreifen. Ist doch merkwürdig, daß wir unsere Telefongespräche wunderbar erfassen können und wir dementsprechend zur Kasse gebeten werden. Und das sollte bei Datenströmen aus dem Internet nicht möglich sein? Wobei ich vermute, daß in absehbarer Zeit der öffentlich rechtliche Rundfunk über Internet verbreitet wird.

Da hat eine Art Selbstbedienung der öffentlich-rechtlichen Anstalten mit staatlicher Billigung um sich gegriffen. Ich will gern glauben, daß es lustig ist, mehr Mitarbeiter mit unserer Versorgung zu beauftragen, oder sich schrittweise höhere Gehälter zu genehmigen. Eine staatliche Aufsicht müßte aber prüfen, ob dieses öffentlich rechtliche Angebot so umfangreich sein muß.

Die Deutsche Welle als "Staatsrundfunk" wird aus Steuergeldern finanziert. Da hat man sich immer wieder um Kostenbegrenzungen über die Schmerzgrenze hinaus bemüht. Die nüchterne Frage bleibt eben, ob jede Landesrundfunkanstalt "das volle Programm" anbieten muß. Wobei ich feststelle, daß über die vielen Tagesstunden im Grunde vier Abstrahlungsarten angeboten werden:

    Nachrichten und Berichte aus der Wissenschaft, der Kultur, öffentliche Ereignisse
    Klassische Musik und Moderne Musik (zum Teil schon "öffentliche Ereignisse")
    Dudelfunk meist aus dem angelsächsischen Bereich
    Diskussionssendungen mit bekannten Ärzten, Wissenschaftlern, Philosophen

Diese Sendungen haben sicher alle ihren Stellenwert und ihre Berechtigung. Nur frage ich mich schon, ob dieses "volle Programm" wirklich in jeder Landesrundfunkanstalt angeboten werden muß. Ganz eindeutig fehlt es auch an Inhalten, so daß sich Dudelfunk und Musikgequatsche am Ende auch noch stundenlang in den "seriösen" Kanälen festsetzen.

Ich kann den Ärger der "Privaten" verstehen, wenn ihnen die "Öffentlichen" Werbekunden ausspannen.

Mein Anliegen: Die "Öffentlichen" auf das Notwendige und Sinnvolle schrumpfen, und die "Privaten machen lassen, was sie für sinnvoll halten... auf der Grundlage unserer Gesetze, versteht sich. Ich meine, daß sich dann der Ruf nach höheren Rundfunkgebühren erübrigt.

In dem Sinne kann ich jedenfalls keine der aufgelisteten Fragen mit "dafür" oder "dagegen" bewerten.
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon Dark Angel » Mo 21. Aug 2017, 21:56

Raskolnikof hat geschrieben:(21 Aug 2017, 21:56)

Tja, dann haste eben Pech gehabt. Du musst das so sehen: Du bist Mitglied einer Solidargemeinschaft, wie bei der Krankenversicherung. Da zahlst du auch für die Schwerstkranken und deren Behandlungen mit. Also, stell dich nicht so an wegen der paar Kröten. ;)

Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich!
GEZ hat nichts mit Solidargemeinschaft zu tun. Im Gegensatz zur GEZ kann ich micht durchaus auch privat krankenversichern oder freiwillig gesetzlich. Außerdem bin ich auch Nutznießer der Solidargemeinschaft, was die GEZ betreffend nicht der Fall ist.
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon Raskolnikof » Mo 21. Aug 2017, 23:13

H2O hat geschrieben:(21 Aug 2017, 22:05)

Wobei ich vermute, daß in absehbarer Zeit der öffentlich rechtliche Rundfunk über Internet verbreitet wird.

Das ist doch schon längst möglich. Ich sehe fern und höre Radio über meinen DSL-Anbieter 1&1. Das ist letztlich das Entertain-Angebot der Telekom.
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon Raskolnikof » Mo 21. Aug 2017, 23:19

@ Dark Angel:
Du musst damit leben, dass es so ist wie es ist. Ich bin sehr froh darüber und hoffe, dass es noch lange so bleibt. Du kannst es nicht halten wie Pippi Langstrumpf. Du musst die Welt so akzeptieren wie sie ist oder auf die Straße gehen, eine Petition verfassen, bei der GEZ eine Bombe legen oder sonstwas. Weinen hier im Forum bringt dir nichts. :)
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon H2O » Mo 21. Aug 2017, 23:26

Raskolnikof hat geschrieben:(22 Aug 2017, 00:13)

Das ist doch schon längst möglich. Ich sehe fern und höre Radio über meinen DSL-Anbieter 1&1. Das ist letztlich das Entertain-Angebot der Telekom.


Ja, das war mir auch bewußt. Daneben gibt es derzeit aber noch Satellitenempfang und Rundfunkantetennen. Die müßte man auch erfassen, wenn die Gebühren "gerecht" abgerechnet werden sollen. Da vermute ich, daß diese Sender nicht mehr besonders lange technisch zur Verfügung stehen werden.

Ich habe "ENTERTAIN" abgewählt, weil ich kein Fernsehen brauche. Die GEZ-Gebühr muß ich dennoch tragen.
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Re: GEZ- für Privatsender ?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 22. Aug 2017, 07:05

Dark Angel hat geschrieben:(21 Aug 2017, 15:20)
Und JA - zu einer "vernünftigen" Grundversorgung gehören Sportevents genauso, wie Dokus, oder Songkontests oder Filme etc.

Darüber kann man durchaus unterschiedlicher Ansicht sein. "Grundversorgung" sei nicht "Minimalversorgung" heißt es in einem Bundesverfassungsurteil. Und schließe Unterhaltung, Sportberichterstattung usw. ein. Soweit so gut. Verkürzte Spielfilmfassungen kann man schlecht zeigen. Komplett-Live-Übertragungen von Fußballspielen oder dem ganzen EU-Songcontest jedoch, mit Ausfallenlassen oder Verkürzen der Nachrichten zu den gewohnten Sendezeiten, ist aber nicht Grund- sondern bezogen auf diesen Bereich Maximalversorgung.
Und NEIN - TV-Empfänger sind nicht voriges Jahrhundert - weil moderne TV-Empfänger sind Internetfähig!
Wenn du, was TV-Technik anbelangt, im vergangenen Jahrhundert kleben geblieben bist, ist das allein dein Problem.
Von Full-HD-, UHD- oder 3D-TV-Empfängern scheinst du noch nix mitgekriegt zu haben. :p

Gut gelaunt in den Morgen ... :p

Ich kann nur konkret von meinem Lebensumfeld sprechen. Voriges Jahrundert, 80er, 90er Jahre ... das war vor allem Kinosterben oder auch die scheinbar unaufhaltsame Monopolisierung der Musikindustrie durch große Plattenlabels und in diesem Zug eben auch der Rückzug in private audiovisuell hochgerüstete Privat-Wohnzimmerlandschaften. In etwas anderer Form spielte sich diese absurde audiovisuelle Aufrüstung ja auch in den Blechkästen ab, in denen man meinte, einen gut Teil des Tages mehr stehend und schleichend verbringen zu müssen. Natürlich sind das Auslaufmodelle.

Die Nuller und 10er Jahre hingegen sind mit der Wiederauferstehung von Independent-Plattenlabels, der Wieder- oder Neueröffnung verschiedener kleinerer oder größerer Live-Clubs und eben auch der Wiederauferstehung einer bestimmten Kino-Kultur gekennzeichnet. In Berlin gibt es so geschätzt 20 bis 30 allabendlich mehr oder weniger gut gefüllte Studio-, Programm-, Spezial-, Fremdsprachige, Arthouse- usw. Kinos. In denen natürlich auch Reportagen usw. gezeigt werden (auch das ein Unterschied zu den 80ern, 90ern). Das ist der wesentliche Kulturszene-Unterschied zu den letzten beiden Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts. Und das ist (logischerweise) natürlich nur in einer größeren Stadt möglich und insoweit zugegebenermaßen nicht verallgemeinerbar.

Desgleichen nicht verallgemeinerbar ist eine Art Wiederentdeckung der Freude an der Aufmerksamkeit. Wenn es auch bei weitem nicht nur mir selbst so geht. Lieber nur ein mal in der Woche einen Spielfilm sehen, aber dann mit der ganzen Aufmerksamkeit, Versenkung und Konzentration. Ohne Flaschengeklapper und Dazwischengequatsche.
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