ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

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ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

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Selina
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon Selina » Mi 3. Mai 2017, 06:27

schokoschendrezki hat geschrieben:(01 May 2017, 14:00)

Es ist ganz einfach so: Die Öffentlichen zeigen das, was die Leute sehen wollen. Wie man so schön sagt. Damit ist in meinen Augen poltische Berichterstattung grundsätzlich diskreditiert. Da muss nämlich das gezeigt werden, was ist, und nicht das, was eine Mehrheit zu sehen wünscht.


Das ist richtig. Noch schlimmer ist es, wenn gezeigt wird, was eine Minderheit für wichtig und richtig hält. Außerdem: Die politische Berichterstattung ist durch Meinungsmanipulation diskreditiert. Es gibt zwar Kontrollgremien (zum Beispiel Rundfunkrat), aber dennoch ist immer wieder berechtigte Kritik an zum Teil tendenziöser Berichterstattung zu hören. Die Öffentlichen zeigen also nicht nur das, "was die Leute sehen wollen", sondern das, was die führenden Köpfe der Sendeanstalten für wichtig und notwendig halten. Da werden zum Teil andere Sichtweisen regelrecht ausgeblendet, da kommen in Talkrunden bestimmte Leute nicht zu Wort, werden ständig unterbrochen und erhalten weniger Redezeit als andere. Bestimmte Themen und Meinungen kommen gar nicht vor. Das sind schwer nachweisbare Vorgänge und nur durch regelmäßiges genaues Anschauen solcher Sendungen zu bemerken. Der gewünschte Pluralismus in der Medienberichterstattung wird mal mehr, mal weniger gut durchgesetzt. Einseitige Berichterstattung über wichtige Sachverhalte kommt hinzu. Wer sich wirklich ein halbwegs objektives (100prozentige Objektivität gibt es nicht) Bild zu einem brisanten Sachverhalt machen will, der sollte verschiedene Quellen heranziehen und vergleichen. Etwas mühsam zwar, braucht man aber nur bei bestimmten wichtigen Themen tun. Alleine die Tagesschau und die Heute-Sendungen als einzige Informationsquelle über das aktuelle Geschehen des Tages reichen meines Erachtens nicht aus.

Also, um zur Frage des Threads zurückzukommen: Ich weiß nicht genau, was die "Kernaufgaben" der Öffentlich-Rechtlichen sein sollen, ist mir auch egal. Viel wichtiger finde ich, in politischen Sendungen auf mehr Ausgewogenheit der Meinungen zu achten, tendenziöse Berichterstattung zu vermeiden (zum Beispiel immer die Gegenseite mit zitieren in brisante Nachrichten. Dazu muss man die Gegenseite natürlich gehört haben zuvor bei der Recherche) und vor allem den kritischen Umgang mit Regierungsverlautbarungen und Pressegesprächen stärker zu pflegen. Medienkritik insgesamt ist im Übrigen eine sehr wichtige und regelmäßig zu pflegende Angelegenheit, die man nicht irgendeiner neu gegründeten Partei überlassen sollte. Aber wem sage ich das ;)
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 3. Mai 2017, 06:33

Alexyessin hat geschrieben:(01 May 2017, 15:18)

Ja, aber diese werden trotzdem gebracht. In allen ÖR waren Höneß Beckenbauer Fifa, Uefa und der ganze Klan die letzten Jahre vorhanden.

Zugegeben, ja.

Und die Sportschau, mit festem Sendeplatz und vorgegebener Gesamtlänge ist auch völlig in Ordnung und genau dem Profil des ÖR angemessen. Zumal dort auch andere Sportarten zu Wort kommen.

Das Problem sind wohl eher die Live-Übertragungen. Ich habe schon mehrmals die Meinung vernommen (gelesen, gehört), dass dieses Modell der einzukaufenden Übertragungsrechte eigentlich genau auf die Privatsender passt und der ÖR kraft seiner Gebühreneinnahmen sie den Privaten eben wegkauft. Und dass der Anteil an Gebühren, der dafür verwendet wird, völlig unangemessen hoch ist. Und vor allem: Diese Gebühren sind an sich für den Betrieb der ÖR, für die Bezahlung von Journalisten, den Betrieb von Sendern und Studios gedacht. Und nicht für die Finanzierung einer Branche, die, wie schon bemerkt, ohnehin im Geld schwimmt. Also Unausgewogenheit und Unangemessenheit auf ganzer Linie. Auch in Bezug auf die Setzung der Progammschwerpunkte. Und auch auf die Setzung der Schwerpunkte zwischen den verschiedenen Sportarten.
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon Selina » Mi 3. Mai 2017, 06:37

Aha, hier geht es um die Sportberichterstattung. Gut, dann passen meine obigen Bemerkungen wohl nicht recht dazu. Sorry. Das, was ich da geschrieben hab, ist meines Erachtens trotzdem ein wichtiges Medienthema und politische Berichterstattung gehört sicher auch zu den Kernaufgaben... Aber vielleicht hab ich das jetzt in den falschen Thread geschrieben. Naja, nix für ungut ;)
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 3. Mai 2017, 07:06

Selina hat geschrieben:(03 May 2017, 07:37)

Aha, hier geht es um die Sportberichterstattung. Gut, dann passen meine obigen Bemerkungen wohl nicht recht dazu. Sorry. Das, was ich da geschrieben hab, ist meines Erachtens trotzdem ein wichtiges Medienthema und politische Berichterstattung gehört sicher auch zu den Kernaufgaben... Aber vielleicht hab ich das jetzt in den falschen Thread geschrieben. Naja, nix für ungut ;)

Nein nein. Die Sportberichterstattung ist nur ein Teil des Themas. Ob man von direkter Meinungsmanipulation sprechen kann ... das scheint mir ein etwas zu harter Begriff zu sein. Falsche Gewichtungen, auch in der politischen Berichterstattung, würde ich schon eher sehen. Und beim Rundfunk in Form der drei Deutschlandfunkkanäle, die ja auch zum ÖR gehören, trifft das überhaupt nicht zu. Der hat sich ab Ende der 80er Jahre vollkommen und vollständig umpositioniert. Von einer "freien Stimme der freien Welt" mit einmal hohem Unterhaltungsanteil und zum anderen einer leicht propagandistischen Ausrichtung gen Osten zu einem vielfältigen und viel stärker auf politische und kulturelle Themen ausgerichteten Sender. Einmal ging durch die Wiedervereinigung dieser "Ostauftrag" verloren. Und zum anderen verlegte sich der Aufmerksamkeitsfokus noch immer stärker auf TV.

Aber, wie gesagt, auch beim TV würde ich nicht ganz so kritisch urteilen. Zum Beispiel als letztens die Meldung über die öffentliche Kritik von der Leyens an ihrer eigenen Truppe als Meldung Nummer Eins kam, muss ich zugeben, habe ich nicht schlecht gestaunt. Ich bin immer davon ausgegangen, dass Fachminister Kritik nur intern üben und ansonsten den öffentlichen Ruf ihres eignen Bereichs schützen. Und dann wird der Skandal eben auch den Medien nicht vorenthalten. Wenn man manipulieren könnte: An der Vertuschung dieser Geschichte hätten sicher eine Menge einflussreicher Leute ein ziemliches Interesse.
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon Alexyessin » Mi 3. Mai 2017, 08:10

schokoschendrezki hat geschrieben:(03 May 2017, 07:33)

Zugegeben, ja.

Und die Sportschau, mit festem Sendeplatz und vorgegebener Gesamtlänge ist auch völlig in Ordnung und genau dem Profil des ÖR angemessen. Zumal dort auch andere Sportarten zu Wort kommen.

Das Problem sind wohl eher die Live-Übertragungen. Ich habe schon mehrmals die Meinung vernommen (gelesen, gehört), dass dieses Modell der einzukaufenden Übertragungsrechte eigentlich genau auf die Privatsender passt und der ÖR kraft seiner Gebühreneinnahmen sie den Privaten eben wegkauft. Und dass der Anteil an Gebühren, der dafür verwendet wird, völlig unangemessen hoch ist. Und vor allem: Diese Gebühren sind an sich für den Betrieb der ÖR, für die Bezahlung von Journalisten, den Betrieb von Sendern und Studios gedacht. Und nicht für die Finanzierung einer Branche, die, wie schon bemerkt, ohnehin im Geld schwimmt. Also Unausgewogenheit und Unangemessenheit auf ganzer Linie. Auch in Bezug auf die Setzung der Progammschwerpunkte. Und auch auf die Setzung der Schwerpunkte zwischen den verschiedenen Sportarten.


Ja, ich würde mir auch wünschen mehr NHL Spiele im ÖR zu sehen, stelle aber da wahrscheinlich noch eine kleinere Bedarfsgemeinschaft dar als die Händel-Oper-Liebhaber Fraktion :)
Und klar ist es auch immer ein wirtschaftlicher Faktor, aber eben auch eine gewollte - denn Fußball wollen die Menschen im ÖR nun mal sehen.
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon Selina » Mi 3. Mai 2017, 10:06

schokoschendrezki hat geschrieben:(03 May 2017, 08:06)

Nein nein. Die Sportberichterstattung ist nur ein Teil des Themas. Ob man von direkter Meinungsmanipulation sprechen kann ... das scheint mir ein etwas zu harter Begriff zu sein. Falsche Gewichtungen, auch in der politischen Berichterstattung, würde ich schon eher sehen. Und beim Rundfunk in Form der drei Deutschlandfunkkanäle, die ja auch zum ÖR gehören, trifft das überhaupt nicht zu. Der hat sich ab Ende der 80er Jahre vollkommen und vollständig umpositioniert. Von einer "freien Stimme der freien Welt" mit einmal hohem Unterhaltungsanteil und zum anderen einer leicht propagandistischen Ausrichtung gen Osten zu einem vielfältigen und viel stärker auf politische und kulturelle Themen ausgerichteten Sender. Einmal ging durch die Wiedervereinigung dieser "Ostauftrag" verloren. Und zum anderen verlegte sich der Aufmerksamkeitsfokus noch immer stärker auf TV.

Aber, wie gesagt, auch beim TV würde ich nicht ganz so kritisch urteilen. Zum Beispiel als letztens die Meldung über die öffentliche Kritik von der Leyens an ihrer eigenen Truppe als Meldung Nummer Eins kam, muss ich zugeben, habe ich nicht schlecht gestaunt. Ich bin immer davon ausgegangen, dass Fachminister Kritik nur intern üben und ansonsten den öffentlichen Ruf ihres eignen Bereichs schützen. Und dann wird der Skandal eben auch den Medien nicht vorenthalten. Wenn man manipulieren könnte: An der Vertuschung dieser Geschichte hätten sicher eine Menge einflussreicher Leute ein ziemliches Interesse.


Ja, da habe ich auch gestaunt. Zumal von der Leyens Kritik schon an die Grundfesten der Bundeswehr geht. Eigentlich gute klare Worte. Frag mich nur, wer sie da diesmal beraten hat :D Denn solche scharfen Töne in diese Richtung hört man wahrlich selten. Dafür schießt ja jetzt die Bundeswehr-Führung kräftig zurück. Dass die Bundeswehr attraktiv für Rechtsextreme ist, wusste ich allerdings schon vor dieser massiven Kritik, die ja einen neuen Anlass hatte mit diesem Franco A. Wer weiß, wie das weitergeht. "Todeslisten" tauchten ja schon mal auf. Bleibt spannend und beschämend. Und was die drei Deutschlandfunkkanäle anbelangt, ja, das sehe ich wie du. An die hatte ich auch eher nicht gedacht, sondern mehr an ZDF und ARD plus ihre weiteren Programme. Und ja, "falsche Gewichtungen" kann man schon sagen. Man muss es ja sowieso konkret diskutieren. Und einige Fälle, wo die Berichterstattung arg manipulativ wirkt, gibt es durchaus. Da gibt dann manchmal jemand den Takt an nach dem Motto "Kinder, ich sag euch jetzt mal, wie man die Russen zu bewerten hat und warum das nichts werden kann mit denen" und alles ordnet sich dann dieser Haltung unter. Das nur als ein Beispiel. Da fehlt mir echt Differenziertheit und Vielfalt der Stimmen. Ich hab mich auch schon beschwert bei den Sendeanstalten, wenn mir in Talkrunden wieder mal eine gewisse Einseitigkeit aufgefallen ist. Da kriegt man dann "nette" Antworten, manchmal sogar von "ganz oben", aber mehr auch nicht.
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon Kibuka » Mi 3. Mai 2017, 18:35

Die ehemalige Intendantin des Westdeutschen Rundfunks (WDR), Monika Piel, erhielt im Jahr 308.000 Euro. In 2012 hatte sie Nebeneinkünfte in Höhe von 58.922 Euro. Amtlich, aber nichts gegen den Pensionsanspruch der ehemaligen Senderchefin. Laut WDR-Geschäftsbericht bekommt Piel eine Rente im Gesamtwert von 3,181 Millionen Euro. Nach Berechnungen der Bild sind das monatlich zwischen 12.500 und 13.500 Euro Rente.

Der Beitragsservice soll demnächst aber weiter steigen.

Da werden fürstliche Gehälter auf Kosten der Steuerzahler ausbezahlt.
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon Schnitter » Mi 3. Mai 2017, 18:51

Kibuka hat geschrieben:(03 May 2017, 19:35)

Die ehemalige Intendantin des Westdeutschen Rundfunks (WDR), Monika Piel, erhielt im Jahr 308.000 Euro. In 2012 hatte sie Nebeneinkünfte in Höhe von 58.922 Euro.


Vom reinen Gehalt her durchaus im Rahmen ihrer Tätigkeit.

4500 Mitarbeiter....das ist ungefähr der CEO einer Business Unit in einem Großunternehmen. Da passt das Gehalt schon.
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon jack000 » Mi 3. Mai 2017, 18:53

Schnitter hat geschrieben:(03 May 2017, 19:51)

Vom reinen Gehalt her durchaus im Rahmen ihrer Tätigkeit.

4500 Mitarbeiter....das ist ungefähr der CEO einer Business Unit in einem Großunternehmen. Da passt das Gehalt schon.

Der Unterschied ist aber, dass der CEO das Geld erwirtschaften muss während das Einkommen der Dame dadurch bezahlt wird das für ein fragwürdiges Programm unter Androhung von Gefängnisstrafen abkassiert wird.
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon Schnitter » Mi 3. Mai 2017, 19:04

jack000 hat geschrieben:(03 May 2017, 19:53)

Der Unterschied ist aber, dass der CEO das Geld erwirtschaften muss während das Einkommen der Dame dadurch bezahlt wird das für ein fragwürdiges Programm unter Androhung von Gefängnisstrafen abkassiert wird.


Das ist für das was sie beruflich leistet völlig unerheblich. Sie ist Vorgesetzte von 4500 Mitarbeitern. Viel Freizeit wird sie dementsprechend nicht haben.

Was du persönlich von dem Programm hältst ist im Übrigen ebenfalls unerheblich, denn die Programmgestaltung orientiert sich an den Wünschen der Mehrheit und nicht an denen von Einzelpersonen.

Es liegt im Übrigen in der Natur der Sache dass man, so man keine Gebühren welcher Art auch immer bezahlt, strafrechtlich verfolgt wird. Warum sollten Geschäftsführer von Institutionen die Gebühren erheben weniger Geld verdienen als solche die es nicht tun ? Wo ist da der Sinn ?
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon jack000 » Mi 3. Mai 2017, 19:07

Schnitter hat geschrieben:(03 May 2017, 20:04)

Das ist für das was sie beruflich leistet völlig unerheblich. Sie ist Vorgesetzte von 4500 Mitarbeitern. Viel Freizeit wird sie dementsprechend nicht haben.

Wenn man die Zahl der Mitarbeiter reduziert hat die mehr Freizeit.

Was du persönlich von dem Programm hältst ist im Übrigen ebenfalls unerheblich, denn die Programmgestaltung orientiert sich an den Wünschen der Mehrheit und nicht an denen von Einzelpersonen.

Das wird neuerdings abgefragt?

Es liegt im Übrigen in der Natur der Sache dass man, so man keine Gebühren welcher Art auch immer bezahlt, strafrechtlich verfolgt wird. Warum sollten Geschäftsführer von Institutionen die Gebühren erheben weniger Geld verdienen als solche die es nicht tun ? Wo ist da der Sinn ?

Das ist schon i.O. so, allerdings ist das fragwürdig wenn man sich selbst vergrößert und nicht auf Nachfrage.
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon Schnitter » Mi 3. Mai 2017, 19:28

jack000 hat geschrieben:(03 May 2017, 20:07)

Wenn man die Zahl der Mitarbeiter reduziert hat die mehr Freizeit.


Warum sollten sie das ? Das Programm ist ausgesprochen hochwertig. Ich möchte dass das so bleibt. Woher weißt du dass das zu viele Mitarbeiter sind ? Bist du als Unternehmensberater beim WDR tätig gewesen ?

Das wird neuerdings abgefragt?


Natürlich, dafür gibt es u.a. Einschaltquoten.
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon jack000 » Mi 3. Mai 2017, 19:38

Schnitter hat geschrieben:(03 May 2017, 20:28)

Warum sollten sie das ?

Warum sollten die das nicht?

Das Programm ist ausgesprochen hochwertig.

Hast du die das Programm mal außerhalb von Phoenix und 3Sat angeschaut?

Ich möchte dass das so bleibt.

Kein Problem, dann bezahle du doch dafür! Ich möchte das nicht.

Natürlich, dafür gibt es u.a. Einschaltquoten.

Bis in die 80er gab es nur 3 Programme, die hatten Einschaltquoten jenseits von heutzutage ... deswegen ist es gerechtfertigt das alles so bleibt wie es ist?
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon Schnitter » Mi 3. Mai 2017, 19:47

jack000 hat geschrieben:(03 May 2017, 20:38)

Warum sollten die das nicht?


Nun, wenn du forderst dass die Stellen abbauen sollen dann gehe ich von zwei Möglichkeiten aus

a) du warst bei denen als Unternehmensberater tätig und kennst deren Struktur

oder

b) du klopfst Stammtischparolen und hast in Wirklichkeit gar keine Ahnung ob da zu viele MAs arbeiten oder nicht

Hast du die das Programm mal außerhalb von Phoenix und 3Sat angeschaut?

Klar, das ist weit besser als alles was die privaten so an Dreck senden. Die ÖR sind für mich die einzigen Sender die man sich überhaupt ansehen kann ohne sich fremd zu schämen.

Kein Problem, dann bezahle du doch dafür! Ich möchte das nicht.


Dann wähle eine Partei die sich für deine privaten Belange einsetzt. Kannst du doch.

Bis in die 80er gab es nur 3 Programme, die hatten Einschaltquoten jenseits von heutzutage ... deswegen ist es gerechtfertigt das alles so bleibt wie es ist?


Das Leben ist ein Fluss. Nichts bleibt so wie es ist, Gott sei Dank.
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon Kibuka » Mi 3. Mai 2017, 21:32

Schnitter hat geschrieben:(03 May 2017, 20:28)

Warum sollten sie das ? Das Programm ist ausgesprochen hochwertig. Ich möchte dass das so bleibt. Woher weißt du dass das zu viele Mitarbeiter sind ? Bist du als Unternehmensberater beim WDR tätig gewesen ?



Hochwertig? Lol.
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon Schnitter » Mi 3. Mai 2017, 21:54

Kibuka hat geschrieben:(03 May 2017, 22:32)

Hochwertig? Lol.


Im Vergleich zu den Privaten ?
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon Senexx » Mi 3. Mai 2017, 23:14

Schnitter hat geschrieben:(03 May 2017, 20:28)

Woher weißt du dass das zu viele Mitarbeiter sind ?


Das ist doch offensichtlich. Mitarbeiterzahl 0 wäre voll ok.
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon Schnitter » Mi 3. Mai 2017, 23:45

Senexx hat geschrieben:(04 May 2017, 00:14)

Das ist doch offensichtlich. Mitarbeiterzahl 0 wäre voll ok.


Jetzt wird's endlich sachlich.
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon Senexx » Mi 3. Mai 2017, 23:48

Ich fordere nichts weniger als die ersatzlose Streichung des ÖR und die Entlassung seiner Mitarbeiter in die Freiheit.
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Re: ÖR auf die Kernaufgaben beschränken?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 4. Mai 2017, 07:00

Zwei Punkte nur, auch wenn wiederholtermaßen:
- Erstens: Bei den Fußballübertragungsrechten geht es nicht, wie bei einem Einzelgehalt um Hunderttausende sondern um Milliarden.
Für die nationalen TV-Rechte kassiert die DFL pro Saison 1,159 Milliarden Euro. Im gesamten Zyklus fließen damit 4,46 Milliarden Euro in die Kassen. Das gab DFL-Geschäftsführer Christian Seifert nach der Mitgliederversammlung der 36 Profivereine in Frankfurt bekannt.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-tv-rechte-sportschau-bleibt-freitagsspiele-bei-eurosport-a-1096706.html
Seid ihr denn nicht ganz bei Trost? Die Ausgabenstrategie der Öffentlichen wegen lächerlicher Peanuts zu kritisieren währen Unsummen woanders hin abfließen?
- Zweitens: Und nochmal: Auch die 3 Kanäle des Deutschlandradios sind Öffentliche und gehören zu den zuverlässigsten und unmanipuliertesten Informationsquellen überhaupt. Wer die mit der Forderung "ersatzlose Streichung des ÖR" abschaffen will, muss ebenfalls nicht ganz bei Trost sein.
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