Schulpolitik in BaWü

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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon odiug » Fr 11. Aug 2017, 13:32

Billie Holiday hat geschrieben:(11 Aug 2017, 13:56)

Was hat das mit Schulpolitik zu tun?

Was hat das Gegeneinaderspielen von Migranten, sortiert nach ihrer Herkunft mit Schulpolitik zu tun ?
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon Billie Holiday » Fr 11. Aug 2017, 13:43

odiug hat geschrieben:(11 Aug 2017, 14:32)

Was hat das Gegeneinaderspielen von Migranten, sortiert nach ihrer Herkunft mit Schulpolitik zu tun ?


Welcher Bildungsminister tut das denn?
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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon odiug » Fr 11. Aug 2017, 13:47

Welcher Bildungsminister postet denn in diesem Forum ?
Ich diskutiere hier doch nicht mit Bildungsministern, sondern mit Foristen.
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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon Billie Holiday » Fr 11. Aug 2017, 13:58

odiug hat geschrieben:(11 Aug 2017, 14:47)

Welcher Bildungsminister postet denn in diesem Forum ?
Ich diskutiere hier doch nicht mit Bildungsministern, sondern mit Foristen.


Das, was du als Gegeneinanderausspielen von Migranten nach Herkunft bezeichnest, war die simple Feststellung, dass Migranten nicht pauschal Schulversager sein müssen, was etliche Migranten aus Osteuropa oder Ostasien beweisen, denen man auch nicht ihre Landessprache als Unterrichtsfach auf dem Tablett präsentiert hat.
Gute Schulabschlüsse sind durchaus machbar, das schaffen weltweit überall Migranten mit Willen und Ehrgeiz.
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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon odiug » Fr 11. Aug 2017, 14:19

Es gibt auch Kinder türkischer und arabischer Migranten, die sogar in Bayern das Abitur erwerben.
Es gibt auch Kinder von Bayern, die absolute Schulversager sind.
Ich bin mir sicher, es findet sich auch ein vietnamesisches Kind, daß hierzulande nicht in der Schule klar kommt.
Das ist doch nicht die Frage.
Die Frage ist, wie wir Lernkonzepte den neuen Bedingungen so anpassen, daß die Schulen ihren Zweck erfüllen.
Und auf dem Tablett wird nur jenen serviert, die sich das Tablett auch leisten können ... zB dem von und zu Gutenberg und Co.
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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon elmore » Fr 11. Aug 2017, 15:06

odiug hat geschrieben:(11 Aug 2017, 07:15)

Nochmals ... unsre Gesellschaft differenziert sich.
Das ist ein Fakt, wird sich auch nicht mit Parolen wie "Ausländer raus", "Abschieben", "Obergrenze" oder von mir aus auch "Leitkultur" ändern.
Darauf muss die Schule reagieren.
Wie, das sollte man den Lehren überlassen.
Wie dieser Prozess, der auch fehlerhaft sein kann, zu steuern ist und möglichst effizient zu gestalten ist, das ist Aufgabe der Politik.
Nur die alte Volksschule mit Frontalunterricht ist heute obsolet ... funktioniert nicht, scheitert an den Herausforderungen der Gesellschaft.
Wenn wir jetzt auf die Migranten eingehen wollen, dann bin ich der Meinung, dass man von Seiten der Schule auch mal schauen sollte, was diese Kinder und Jugendliche denn mitbringen.
Ich verstehe zum Beispiel bis heute nicht, warum Türkisch oder auch Arabisch nicht als Fremdsprache anerkannt wird.
Erfolg in der Schule, hängt auch davon ab, ob die Fähigkeiten der Kinder anerkannt werden oder eben nicht.
Das gilt fächerübergreifend.
Erfolg und Anerkennung in einem Fach führt automatisch auch zu besseren Lernerfolgen in anderen Fächern.


Sie wollten doch gar nicht weiter mit mir über die Frage des evidenten Mangels Deutscher in Sachen Deutsch, explizit"der mangelhaften Vermittlung und Beherrschung der deutschen Rechtschreibung"
in der Schule, diskutieren. Vor allem nicht, weil ich mangels Beherrschung dieser Sprache ohnehin nicht verstehen dürfte, was sie mein(t)en.

Nun verstehe ich wiederum nicht, warum sie das Thema der deutschen Kindern nicht mehr richtig beigebrachten deutschen Rechtschreibung plötzlich auf das
Thema Migranten verschieben. Eine Gruppe, die auch deutsch möglichst gut lernen sollte. Und deshalb natürlich auch mit den von ihnen so sehr verteidigten Lernmethoden wie "Schreiben durch Hören", die Pädagogen in den Schulen frei selbst entscheiden können müssen,
verbunden sind, aber nicht Kernpunkt des Themas ist und war. Auch nicht in dem von mir verlinkten faz-net Artikel.

Es ging darum, dass Kindern in den Grundschulen keine richtige deutsche Rechtschreibung mehr beigebracht wird. Und das aus welchen pädagogischen Gründen und Motiven heraus offenkundig
auch bei den Fachleuten an der Front, den Lehrern bzw. Lehrerinnen in den Grundschulen, so hat es den Anschein oder zeigen das die Ergebnisse der Realität, als nicht so wichtig angesehen wird.
Nicht allen Lehrkräften, aber doch sehr vielen. Die sich vor allem sofort auf den Schlips getreten fühlen, wenn diese offenkundigen Defizite angesprochen und beklagt werden:
Explizit, dass deutsche Kinder in deutschen Schulen ihre eigene Muttersprache nicht einmal mehr in einem Umfang eines
Grundwortschatzes von rund 800 Wörtern richtig rechtschreiben können. Wobei defezitäre Lese- und Kontextfähigkeiten wohl damit einhergehen dürften.

Und btw: Niemand, auch ich nicht, hat kritisiert, dass sog. Frontalunterricht heutzutage pädagogisch als überholt - und deshalb nicht mehr anzuwenden - angesehen wird.

Ich glaube auch nicht, dass Frontalunterricht, das sog. Einpauken von deutscher Rechtschreibung nach der Holzhammermethode, die einzig mögliche und zielführende
Lernmethode ist, die die offenkundigen Defizite deutscher (Grund)schüler und -innen in Sachen deutscher Sprache und Rechtschreibung verbessern oder ein dringend gebotenes
Mindestniveau wieder anheben können. Und das sogar unter der Voraussetzung der freien Wahl der Mittel für die Lehrer und Lehrerinnen.
Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man das Lernziel, die deutsche Sprache in Wort und Schrift als elementar und wichtig für Kinder und das spätere Leben derselben ansieht,
und nicht für unmodern, wertkonservativ und aus der Zeit gefallen empfindet. Oder dies mit einer politischen Dödelforderung innerhalb der "Leitkulturdebatte" verknüpft wird.

Allerdings ist mir auch bewusst, welches Fass man aufmacht, wenn man jene zu kritisieren wagt, die von amtswegen dazu berufen sind, uns von kleinauf zu lehren (zuweilen auch zu belehren).
Ich kann mich noch gut an meine Schulzeit erinnern... :D
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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon frems » Fr 11. Aug 2017, 15:19

Was die Grundschule betrifft, so zeigen die Rechtschreibtests von Iglu 2001 und 2006, dass sich die Leistungen sogar signifikant verbessert haben. Insgesamt ist mir allerdings die Betonung des Themas Rechtschreibung in der bildungspolitischen und didaktischen Diskussion in Deutschland völlig unverständlich. International spielt die Beherrschung der Rechtschreibung so gut wie gar keine Rolle. Stattdessen wird zu Recht die Förderung der wichtigen Kompetenzen Lesen und Schreiben als Verfassen von Texten betont.

http://www.tagesspiegel.de/wissen/strei ... 28884.html

Laut der aktuellen PISA-Studie haben sich deutsche Schülerinnen und Schüler im Vergleich zur letzten PISA-Studie 2009 in allen drei untersuchten Lernbereichen verbessert: Sowohl in den Bereichen Lesekompetenz (508 Punkte), Mathematik (514) und Naturwissenschaften (524) liegt Deutschland damit im internationalen Vergleich im oberen Mittelfeld (siehe Grafik).

http://www.bpb.de/politik/hintergrund-a ... isa-studie

Für eine vernünftige Diagnose braucht es Messwerte, das ist die Botschaft des Experten, als er die Ergebnisse der neuen Iglu- und Timss-Untersuchungen vorstellt: Demnach landen deutsche Viertklässler im internationalen Vergleich im oberen Drittel, sie können in etwa so gut lesen und rechnen wie der Schnitt der Industriestaaten und sind ähnlich fit in den Naturwissenschaften. Und sie schneiden in allen drei Disziplinen besser ab als viele EU-Länder.

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/sc ... 72202.html

„Baden-Württemberg hat in der IQB-Studie eins auf die Mütze bekommen, weil die Schüler vom Spitzenplatz auf einen guten Mittelplatz abgerutscht sind und nun wird die Schuld auf die Grundschule abgeladen“, sagte Hochschulrektor Professor Dr. Martin Fix. So eine Studie sei ein Totschlagargument und würde im Kultusministerium für „falschen Aktionismus“ sorgen. Das Klassenlehrerprinzip der Grundschule soll in ein Fachlehrerprinzip umgewandelt, Englisch ab Klasse 1 abgeschafft, das Lesenlernen mit der Grundschrift geändert werden, obwohl spezielle Grundschulstudien zeigen, dass baden-württembergische Grundschüler immer noch an der Spitze im Ländervergleich sind. [...]

Heike Wendt stellte klar: „Ein Rückschluss, dass die Grundschule Schuld an der Verschlechterung beispielsweise in der Lesekompetenz sei, kann nicht gemacht werden.“ 2011, bei der letzten Grundschulstudie, hätte sich ein „positives Bild“ gezeigt, die baden-württembergischen Grundschüler hätten „gute Leistungen in allen Stufen der Lesekompetenz“, sagt sie, aber man sehe auch, dass jeder fünfte Viertklässler ein Risikoschüler sei, weshalb ihre Schlussfolgerung sei, dass die Leseförderung weitergeführt werden müsse.

http://www.swp.de/bietigheim/lokales/la ... 62426.html

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Labskaus!

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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon unity in diversity » Fr 11. Aug 2017, 15:33

Man könnte ja überlegen, ob Bildung zu einer Bundessache weiterentwickelt werden sollte.
Die Kleinstaaterei der Kultusminister mit ihren "Konferenzen", ist zwar nett anzuschauen, aber nicht länger zukunftsfähig.
Die internationale Vergleichbarkeit von Abschlüssen ist wichtig.
Nicht, ob eine Prüfung in Niedersachsen, oder Sachsen bestanden, oder in einem anderen Bundesland gefaked wurde.
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Den Falschen und den Unsrigen."
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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon frems » Fr 11. Aug 2017, 15:56

Na das fehlt ja noch, wenn sächsische AfD-Bundespolitiker darüber abstimmen, wie viel politische Bildung Schüler in ganz Deutschland erhalten sollen. Für eine internationale Vergleichbarkeit nützt es wenig, wenn die Lehrer von heute auf morgen Bundesbeamte werden und ihre späteren Pensionen von Schäuble kriegen.
Labskaus!

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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon unity in diversity » Fr 11. Aug 2017, 16:04

frems hat geschrieben:(11 Aug 2017, 16:56)

Na das fehlt ja noch, wenn sächsische AfD-Bundespolitiker darüber abstimmen, wie viel politische Bildung Schüler in ganz Deutschland erhalten sollen. Für eine internationale Vergleichbarkeit nützt es wenig, wenn die Lehrer von heute auf morgen Bundesbeamte werden und ihre späteren Pensionen von Schäuble kriegen.

Hab Dank für deine Meinung.
Bundesbeamte sind vielleicht nicht die richtige Lösung, weil deren Kosten erst bekannt werden, nachdem ihre Befürworter in Pension sind.
Weitere Meinungen zum Thema, Bildung sollte Bundessache werden?
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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon elmore » Sa 12. Aug 2017, 00:56

http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/schreiben-lernen-drei-methoden-in-gebrauch/12259018.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlins-schueler-im-vergleich-schreiben-ungenuegend/12254410.html
zitat daraus:
"Dies ist zumindest das jüngste Ergebnis der Vergleichsarbeiten in den dritten Klassen. Demnach erfüllt die Hälfte der Drittklässler nicht einmal die Mindeststandards,
die die Kultusministerkonferenz für die Rechtschreibung angesetzt hat: Sie können demnach maximal „lautgetreu“ schreiben, bringen also nur zu Papier, was sie hören.
Der „Stuhl“ wird dann zum „schtul“, das „Fahrrad“ mutiert zum „varat“. Fachleute nennen das Ergebnis, das bisher nur verwaltungsintern diskutiert wurde, „alarmierend“.

An der Vergleichsarbeit, „Vera 3“ genannt, hatten 2014 rund 23.000 Schüler teilgenommen.
Ausgewertet wurde sie vom Institut für Schulqualität (ISQ) Berlin-Brandenburg. Dabei kam auch heraus, dass selbst von den deutschstämmigen Schülern
45 Prozent an der untersten Hürde hängen bleiben
. Bei den Klassenkameraden anderer Herkunftssprachen sind es 64 Prozent.

Ergebnisse in Brandenburg besser

Obwohl Vera 3 bundesweit geschrieben wird, ist ein Ländervergleich nicht möglich,
da die meisten Bundesländer ihre Ergebnisse – anders als Berlin und Brandenburg – nicht veröffentlichen.


https://www.welt.de/vermischtes/article146571859/Eine-Mutter-wuetet-gegen-Fata-und-Muta.html
„Schreiben lernen nach Gehör“ heißt die Methode, die in allen Bundesländern vor zehn bis 15 Jahren eingeführt wurde.
Danach dürfen Kinder in den ersten Grundschuljahren so schreiben, wie es sich für sie anhört. „Butter“ ist dann „Buda“, „Tor!“ heißt „Toa!“

Schon seit Langem ist die Methode umstritten. Nicht zuletzt seit den Forschungsergebnissen, die Wolfgang Steinig, Germanistikprofessor an der Universität Siegen,
2013 vorgestellt hat: Er hat Schulaufsätze von Viertklässlern aus den Jahren 1972, 2002 und 2012 miteinander verglichen
und etwas herausgefunden, was nachdenklich machte.
Einerseits, so seine Ergebnisse, schreiben Kinder heute kreativer und kommentierender als zu Beginn der 70er-Jahre, viele verfügten auch über einen bemerkenswerten Wortschatz.
Andererseits stellte er aber fest, dass sich seit den 70er-Jahren die Rechtschreibung vehement verschlechtert hat. Waren es 1972 durchschnittlich sieben Fehler pro 100 Wörter,
haben die Schüler 2012 knapp 17 Wörter von 100 falsch geschrieben.

http://www.focus.de/familie/lernen/rechtschreibung-wie-kinder-schneller-schreiben-lernen_id_2354092.html
Ein siebenseitiger Artikel, der das Dilemma, die Thematik und Problematik rund um Rechtschreibung sehr gut beschreibt und zusammenfasst. Aber das ist natürlich nur meine Meinung.

Wir lernen schreiben…Hitziger Methodenstreit…Wie lernen Kinder das richtige Schreiben am besten?…Der Sinn des freien Schreibens…
Nachstehend Zitate aus diesem Focus-Artikel:

In der Grundschule an der Lehrer-Wirth-Straße in München lernen die Erstklässler dieses Jahrgangs das Abc nach der Fibel mit „Lesemaus Mimi“, die Erstklässler des Vorjahrgangs starteten
mit dem von Jürgen Reichen konzipierten Lern-Bilderbuch „Lara und ihre Freunde“. Unterschiedlicher könnten die Ansätze kaum sein. „Es ist unglaublich, was für Geschichten die Kinder schon schreiben“,
berichtet die Grundschullehrerin Bärbel Benz. Sie unterrichtet nach Reichens Methodik, erweitert diese aber um Regel- und Lernwort-Übungen sowie Diktate, damit die Kinder rechtschreibsicherer werden.
„Wir Lehrer haben da große Gestaltungsfreiheit“, sagt sie.

Jeder Lehrer hat eine eigene Methode

Der Methodenwirrwarr bezüglich des Rechtschreibunterrichts an Grundschulen ist oft sogar innerhalb einer einzigen Schule kaum zu überschauen. Wo die einen auf den fibelbasierten Unterricht setzen, schwören andere auf die beflügelnde Wirkung des freien Schreibens oder die „Lesen-durch-Schreiben“-Methode, die der 2009 gestorbene Schweizer Pädagoge Jürgen Reichen in den 70er-Jahren für den Primarschulbereich entwickelte. Auch die ähnlich angelegte Rechtschreibwerkstatt des deutschen Schulpsychologen Norbert Sommer-Stumpenhorst erfreut sich großer Beliebtheit. Die Grenzen sind fließend, die meisten Fibeln bergen inzwischen auch eine Anlauttabelle, und selbst Anhänger des modernen, frei schreibenden „Spracherfahrungsansatzes“ setzen auf begleitete Leseanleitung.

„Jeder Lehrer hat seine Privatmethode“, beobachtet Germanistikprofessor Wolfgang Steinig. Und oft sei erschreckend, wie wenig manche Grundschullehrerin über die Prinzipien der Rechtschreibung wisse. Eltern beunruhige das zu Recht, so Steinig. „Sie verlieren das Vertrauen, dass ihr Kind die Rechtschreibung in der Schule wirklich erlernt und versuchen, zu Hause zu kompensieren.“ Auch die methodischen Brüche, etwa wenn eine Lehrerin in der dritten Klasse plötzlich Rechtschreibwissen verlange, das in den zwei Jahren zuvor eher vernachlässigt wurde, seien für Schüler oft schwer zu verkraften.

So groß ist diese (Freiheit des Lehrers hinsichtlich der Lernmethode- Anm. von elmore), dass sogar ein ausgewiesener Rechtschreib-Feind wie Jürgen Reichen nach wie vor auf treue Gefolgschaft zählen kann.
In einer Streitschrift bezeichnete der „Lesendurch-Schreiben“-Methodiker die deutsche Rechtschreibung als „Ausfluss einer kollektiven Zwangsneurose“, als „unproduktives,
totes Buchstabenwissen, das einer Bürokratenmentalität Vorschub leistet“ und Kinder den Glauben an sich selbst verlieren lasse. In einer Zeit, da jedes bessere
Textverarbeitungsprogramm mit einer Rechtschreibüberprüfung ausgestattet sei, käme es, so Reichen, einer sinnlosen Vergeudung von Ressourcen gleich,
„noch einen großen Aufwand zu betreiben und unzählige Frustrationen bei Kindern in Kauf zu nehmen, damit diese abschließend doch nicht können,
was Computer inzwischen mit Leichtigkeit bewältigen.“

Was sagt Renate Valtin dazu? Sie ist die erste Adresse in Deutschland, wenn es um Rechtschreibung geht. Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Lesen und Schreiben,
Mitglied im Pisa- und Iglu-Konsortium, sie steht im „Who is Who in the World“ und in der „Reading Hall of Fame“. Das Wort der Professorin hat Gewicht.
„Die von Reichen propagierte Methode Lesen durch Schreiben sollte verboten werden“
, mailt Renate Valtin aus ihrem Türkei-Urlaub an FOCUS-SCHULE.
Viele Kinder seien damit überfordert. Wertvolle Unterrichtszeit, die zum Lesenlernen genutzt werden könne, gehe verloren.
Weil Erwachsene nicht korrigierend eingreifen sollen, „werden auch Gelegenheiten zum Richtigschreiben nicht genutzt“.

Den Sinn des freien Schreibens indes zieht auch Valtin nicht in Zweifel. „Es ermutigt Kinder, schon in den ersten Schulwochen, selbstständig Texte zu schreiben und
damit die kommunikative Bedeutung von Schrift zu erfahren.“ Allerdings müsse es in die systematische Anleitung zum Lesen eingebettet sein.
Auch sollten die Fehler des Kindes behutsam korrigiert werden."


------------------
Ob früher alles besser war? - Mit Sicherheit nicht. Ausser vielleicht die Rechtschreibfähigkeiten. Das behauptet und belegt zumindest der Gemanistikprof. Wolfgang Steinig in seiner Vergleichsstudie von 2013.
Und ob in die Jahre gekommene Studien und Quellen, die hervorgekramt werden, besser waren?
Das überlasse ich dem (wie auch immer) lernideologisch geneigtem Auge des Betrachters bzw. der Betrachterin. Und darin sehe ich das größte Problem der Lehrenden, die den Kinder das
Rechtschreibzeug beibringen sollen. Die Frage des "wie" und auch…des "warum eigentlich" ? - Hier scheint es über die Sinnhaftigkeit von Rechtschreibfähigkeiten doch sehr fundamentale
Auffassungs- und Bewertungsunterschiede zu geben. Die gefühlte Skala - offenbar auch querbeet durch die gesamte Lehrerschaft reicht hier wohl von "Frontalerbsenzähler über Orthographieprokurist bis freedom of speech-painter".
Einig scheint man sich nur darin zu sein, sich nicht einig zu sein. Und in dem Vorhalt gegenüber der jeweils andere Seite, Kinder dem Leben schlecht unterrichtet auszuliefern. Entweder, weil sie ganz gut richtigschreiben oder eben,
auch nicht.

Fazit: Nein, früher war nicht alles besser. Ich kann bedauerlicherweise bis heute nicht meinen Namen tanzen. Meine Mutter hat ihn mir nie vorgetanzt.
Oder wenigstens das Wort "Zaaanartszd". Das prangere ich an. ;)
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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon Billie Holiday » Sa 12. Aug 2017, 06:19

Man kann nur froh sein, wenn die eigenen Kinder erwachsen sind, korrekt schreiben können und somit im Beruf keine Probleme haben und nicht mehr in den Schulen als Versuchskaninchen mißbraucht werden können.
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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon odiug » Sa 12. Aug 2017, 07:48

elmore hat geschrieben:(11 Aug 2017, 16:06)

Sie wollten doch gar nicht weiter mit mir über die Frage des evidenten Mangels Deutscher in Sachen Deutsch, explizit"der mangelhaften Vermittlung und Beherrschung der deutschen Rechtschreibung"
in der Schule, diskutieren. Vor allem nicht, weil ich mangels Beherrschung dieser Sprache ohnehin nicht verstehen dürfte, was sie mein(t)en.

Nun verstehe ich wiederum nicht, warum sie das Thema der deutschen Kindern nicht mehr richtig beigebrachten deutschen Rechtschreibung plötzlich auf das
Thema Migranten verschieben. Eine Gruppe, die auch deutsch möglichst gut lernen sollte. Und deshalb natürlich auch mit den von ihnen so sehr verteidigten Lernmethoden wie "Schreiben durch Hören", die Pädagogen in den Schulen frei selbst entscheiden können müssen,
verbunden sind, aber nicht Kernpunkt des Themas ist und war. Auch nicht in dem von mir verlinkten faz-net Artikel.

Es ging darum, dass Kindern in den Grundschulen keine richtige deutsche Rechtschreibung mehr beigebracht wird. Und das aus welchen pädagogischen Gründen und Motiven heraus offenkundig
auch bei den Fachleuten an der Front, den Lehrern bzw. Lehrerinnen in den Grundschulen, so hat es den Anschein oder zeigen das die Ergebnisse der Realität, als nicht so wichtig angesehen wird.
Nicht allen Lehrkräften, aber doch sehr vielen. Die sich vor allem sofort auf den Schlips getreten fühlen, wenn diese offenkundigen Defizite angesprochen und beklagt werden:
Explizit, dass deutsche Kinder in deutschen Schulen ihre eigene Muttersprache nicht einmal mehr in einem Umfang eines
Grundwortschatzes von rund 800 Wörtern richtig rechtschreiben können. Wobei defezitäre Lese- und Kontextfähigkeiten wohl damit einhergehen dürften.

Und btw: Niemand, auch ich nicht, hat kritisiert, dass sog. Frontalunterricht heutzutage pädagogisch als überholt - und deshalb nicht mehr anzuwenden - angesehen wird.

Ich glaube auch nicht, dass Frontalunterricht, das sog. Einpauken von deutscher Rechtschreibung nach der Holzhammermethode, die einzig mögliche und zielführende
Lernmethode ist, die die offenkundigen Defizite deutscher (Grund)schüler und -innen in Sachen deutscher Sprache und Rechtschreibung verbessern oder ein dringend gebotenes
Mindestniveau wieder anheben können. Und das sogar unter der Voraussetzung der freien Wahl der Mittel für die Lehrer und Lehrerinnen.
Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man das Lernziel, die deutsche Sprache in Wort und Schrift als elementar und wichtig für Kinder und das spätere Leben derselben ansieht,
und nicht für unmodern, wertkonservativ und aus der Zeit gefallen empfindet. Oder dies mit einer politischen Dödelforderung innerhalb der "Leitkulturdebatte" verknüpft wird.

Allerdings ist mir auch bewusst, welches Fass man aufmacht, wenn man jene zu kritisieren wagt, die von amtswegen dazu berufen sind, uns von kleinauf zu lehren (zuweilen auch zu belehren).
Ich kann mich noch gut an meine Schulzeit erinnern... :D

Ich will, daß man die Panikmache aus der Diskussion nimmt.
Schule entwickelt sich und passt sich den Gegebenheiten der Gesellschaft an.
Da gibt es gute Entwicklungen und schlechte.
Man muß schauen, was funktioniert und was nicht ... da gibt es jedoch kein Patentrezept.
Was in einer bayrischen Kleinstadt wie Ingolstadt funktioniert, mag in Dortmund scheitern.
Die Gründe dafür mögen vielfältig sein und man wird untersuchen müssen, warum das so ist und die Konzepte auf die jeweilige Situation anpassen.
Wir in Bayern haben andere Probleme mit unsrem Schulwesen als Berlin oder Rheinland Pfalz.
Bei uns zB ist die soziale Transparenz ein Mißstand. (ja ... scharfes ß, weil drei s hintereinander sehen scheiße aus)
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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon Misterfritz » Sa 12. Aug 2017, 08:38

Billie Holiday hat geschrieben:(12 Aug 2017, 07:19)

Man kann nur froh sein, wenn die eigenen Kinder erwachsen sind, korrekt schreiben können und somit im Beruf keine Probleme haben und nicht mehr in den Schulen als Versuchskaninchen mißbraucht werden können.

Richtig,
aber das funktioniert nur, wenn Eltern selbst Rechtschreibung können und korrigierend eingreifen können. Und was einmal falsch "gelernt" wird, lässt sich später nur schwer korrigieren.
Unsere Azubis sind durch die Bank nicht fähig, ohne Fehler zu schreiben, egal ob per Hand oder mit PC, trotz Rechtschreibkorrekturmöglichkeit. Wie sollen diese später ihre Kinder unterstützen?
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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon elmore » Sa 12. Aug 2017, 09:31

Misterfritz hat geschrieben:(12 Aug 2017, 09:38)

Richtig,
aber das funktioniert nur, wenn Eltern selbst Rechtschreibung können und korrigierend eingreifen können. Und was einmal falsch "gelernt" wird, lässt sich später nur schwer korrigieren.
Unsere Azubis sind durch die Bank nicht fähig, ohne Fehler zu schreiben, egal ob per Hand oder mit PC, trotz Rechtschreibkorrekturmöglichkeit. Wie sollen diese später ihre Kinder unterstützen?


Genau das ist aber in vielen Lernkonzepten unerwünscht und wird als nicht zielführend angesehen, den Lehrern und Lehrerinnen sozusagen laienhaft ins Handwerk zu pfuschen… ;) - Falls die Eltern
dazu überhaupt selbst fit genug in Rechtschreibung sind. ;)
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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon elmore » Sa 12. Aug 2017, 10:29

odiug hat geschrieben:(12 Aug 2017, 08:48)

Ich will, daß man die Panikmache aus der Diskussion nimmt.
Schule entwickelt sich und passt sich den Gegebenheiten der Gesellschaft an.
Da gibt es gute Entwicklungen und schlechte.
Man muß schauen, was funktioniert und was nicht ... da gibt es jedoch kein Patentrezept.
Was in einer bayrischen Kleinstadt wie Ingolstadt funktioniert, mag in Dortmund scheitern.
Die Gründe dafür mögen vielfältig sein und man wird untersuchen müssen, warum das so ist und die Konzepte auf die jeweilige Situation anpassen.
Wir in Bayern haben andere Probleme mit unsrem Schulwesen als Berlin oder Rheinland Pfalz.
Bei uns zB ist die soziale Transparenz ein Mißstand. (ja ... scharfes ß, weil drei s hintereinander sehen scheiße aus)


Wir reden hier über den Erwerb und die Vermittlung von Rechtscheibfähigkeiten. Und nicht über die generelle Situation und andere Aspekte,
also das, was Sie ins Allgemeine ausweichend, als gute und schlechte Entwicklung bezeichnen.

Und solange die Pädagogen und verantwortlichen Bildungspolitiker der Länder nur in einem einig sind, daß selbst Minimalstandards
an Rechtschreibvermittlung und die Methodik nachwievor der heiligen Kuh an der Front, dem sicher auch oft gebeuteltem Lehrer bzw.
der Lehrerin, in die freie Entscheidung gestellt ist, wird sich nicht viel ändern. Wie aus meinem vorstehenden Beitrag diverser Quellen und Aussagen
von Fachleuten hervorgeht. Weil die Lehrenden an der Front sichtlich damit überfordert sind, oder bildungsideologisch einbetoniert, je nach point of view.
Im Prinzip Pädagogen und -innen hierzulande und länderspezifisch deutsche Rechtschreibung lehren können, wie es ihnen passt. Sofern hier nicht länderübergreifend die Entscheider der Schulpolitik
einheitliche, diesbezügliche Lernstandards und -ziele klar formulieren und im länderübergreifenden Konsens installieren, wird sich an dem längst erkannten Defizit immer schlechterer Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift
hierzulande wenig ändern. Jedenfalls nicht zum Besseren. Weder für deutsche SchülerInnen, und noch weniger für solche
mit Migrationshintergrund.

Aber dazu muss ersteinmal die Einsicht in den Köpfen der Pädagogen und -innen und der politisch Verantwortlichen reifen, daß Rechtschreibung eben doch wichtig ist,
und nicht nur etwas, was nach dem Schweizer Guro J. Reichen und seinem Rechtscheibungsverhinderungskonzept sowieso unwichtig sei. Weil das
Insistieren auf korrekter Rechtschreibung "nur der Ausfluß kollektiver Zwangsneurose" sei. Oder ein Bestehen auf "unproduktivem, totem Buchstabenwissen, das
einer Bürokratenmentalität Vorschub leiste".
Das man verhindern müsse. Logisch. Wenn man natürlich so denkt, ist alles in Ordnung. Und die freie Wahl der Lehrmethode im Unterricht mit Sicherheit
das sicherste und beste Mittel, um das Ziel des Schweizer Einfüsterers zu erreichen.

Und gemäß ihrer Aussage, "Schule entwickelt sich und paßt sich den Gegenheiten der Gesellschaft an" folgt jetzt in Sachen Rechtschreibung was daraus?
Daß Rechtschreibung den Gegebenheiten der Gesellschaft eben nicht mehr entspricht oder sich diesbezüglich der Unterricht in den Schulen nur
der Verkümmerung von Sprache und Rechtschreibung anpaßt im Zeitalter von SMS, Smartphone &. Co. ? - "Digitalphabetismus" rulez?

Na gut. Dann rennt halt Pädagogik-Deutschland sehr individuell und frei - unter anderem - weiterhin dem Vermächtnis hinterher, das der Antisemit und internationale Chefpädagoge Roger Waters
in einem kreativen Liedlein so zusammenfasste…
Wi dond niid no ädjukäischn…
wi dond niid no sodkontrol,
tiidschas, liif as kitz aloon…

PS: Danke für den Orthographiekurzkurs, sehr frontal zwar, aber wirkungsvoll. Mein von Ihnen richtig verorteter, evidenter orthographischer Missstand ist ab sofort kein Misßtand mehr,
sondern nur noch ein Mißstand ... :D
Ein Fröschlein sitzt auf dem Kopf von Erdogan.
"Fröschlein, wie geht es dir?" - "Bis auf das Geschwür an meinem Arsch ganz gut", erwiderte dieses.
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Re: Schulpolitik in BaWü

Beitragvon unity in diversity » Sa 12. Aug 2017, 14:57

Sehr beeindruckend, wie engagiert ihr geschrieben habt.

Bildung ist ein Standortfaktor.
Wer das übersieht, wundert sich nicht ganz umsonst über Fachkräftemangelerscheinungen.
Physik, Klasse 8, Definition von Leistung, sollte man hervorheben.
Das ist der Sachverhalt, in dessen Nenner immer die Zeit steht.
Was man richtig erfaßt hat, kann man kurz und bündig darbringen.
Politiker können oder wollen das nicht.
Keine Ahnung, warum.
"Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze.
Den Falschen und den Unsrigen."
(Aus den USA)

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